Auch wir Mitarbeiter von VW kochen nur mit Wasser

VW Phaeton 3D

Auch wir, Mitarbeiter bei VW kochen nur mit Wasser. Ich als Schrauber bin das letzte Glied in der Informationskette bei einer anliegenden Reparatur. Der Kunde schildert sein Problem wie er es sieht oder empfindet dem KDB. Der Kundendienst Berater bringt das dann mit seinen Worten zu Papier. Und hier kommt meistens schon die erste Abweichung. Der typisch Phaeton Kunde lässt das Auto abholen und bringen oder bringt das Auto abends nach Geschäftsschluss. Dann ist die Informationskette noch länger.
Auftragstext den ich dann bekomme... sporadisches Klappergeräusch beseitigen; Motorkontrolle leuchtet prüfen und instandsetzten. Das ist das was ich dann zu Gesicht bekomme. Das hat der Kunde in den meisten Fällen auch so unterschrieben.
Ich frage mich, und letztlich den KDB: Wo ist das Klappen wann Klappert es Wie hört sich das Klappern an. Ist das Klappern mit der Motorkontrolle zusammen aufgetreten?
und was soll ich jetzt beseitigen wenn ich das Geräusch zuvor nie gehört habe? Wenn die Kontrolle leuchtet was soll ich dann instandsetzten. Die Leuchte soll doch leuchten wenn ein Fehler aufgetreten ist
Bin ich oder VW wirklich schuld daran das in so einem Fall der Reparaturversuch in die Hose geht?
Kommt euch das nicht irgendwie bekannt vor?
Warum haut Ihr dem KDB der euch so ein Blödsinn zur Unterschrift vorlegt nicht einfach mal um die Ohren.

Beste Antwort im Thema

Auch wir, Mitarbeiter bei VW kochen nur mit Wasser. Ich als Schrauber bin das letzte Glied in der Informationskette bei einer anliegenden Reparatur. Der Kunde schildert sein Problem wie er es sieht oder empfindet dem KDB. Der Kundendienst Berater bringt das dann mit seinen Worten zu Papier. Und hier kommt meistens schon die erste Abweichung. Der typisch Phaeton Kunde lässt das Auto abholen und bringen oder bringt das Auto abends nach Geschäftsschluss. Dann ist die Informationskette noch länger.
Auftragstext den ich dann bekomme... sporadisches Klappergeräusch beseitigen; Motorkontrolle leuchtet prüfen und instandsetzten. Das ist das was ich dann zu Gesicht bekomme. Das hat der Kunde in den meisten Fällen auch so unterschrieben.
Ich frage mich, und letztlich den KDB: Wo ist das Klappen wann Klappert es Wie hört sich das Klappern an. Ist das Klappern mit der Motorkontrolle zusammen aufgetreten?
und was soll ich jetzt beseitigen wenn ich das Geräusch zuvor nie gehört habe? Wenn die Kontrolle leuchtet was soll ich dann instandsetzten. Die Leuchte soll doch leuchten wenn ein Fehler aufgetreten ist
Bin ich oder VW wirklich schuld daran das in so einem Fall der Reparaturversuch in die Hose geht?
Kommt euch das nicht irgendwie bekannt vor?
Warum haut Ihr dem KDB der euch so ein Blödsinn zur Unterschrift vorlegt nicht einfach mal um die Ohren.

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die unsinnigsten Vorgaben sind die AW-Vorgaben vom Werk,ich habe da bei Mercedes auch so meine Erfahrungen damit gemacht,vor allem wenn ein AW dann netto 12,50€ kostet,für lächerliche 5 min und Du für einen Bremsenservice für Belagswechsel 24 AW´s in Rechnung gestellt bekommst plus 4 AW´s für die Reifendemontage,da fragst Du dich schon ob die da nicht ganz dicht im Kopf sind.
Nachfragen warum das dann so teuer sein muss,ist bei den Herrschaften dann nicht mal gestattet,die schauen Dich auch noch verwundert an🙄🙄🙄....wie kann nur ein solche Frage stellen,in der Niederlassung in Mannheim legte mir man Nahe bei der geschäftsleitung dies zu erfragen,wenn man das nicht mal hinterfragen darf...???
Nirgendwo wird soviel Geld für einen Service verlangt wie beim Auto...im privaten Haushalt würdest Du den handwerksmeister aus dem Haus jagen,wenn der Dir 180€ für eine Arbeitsstunde abknöpfen würde,öffentlich würde man da von Wucher reden...nur beim Auto sind viele sehr schweigsam dabei,das wundert mich schon manchmal und öffentlich regt sich kaum einer auf....🙄

Es ist halt ein rießen Teufelskreislauf, was da läuft. Der Hersteller verlangt das du diese Werkzeuge haben musst, auch wenn du diese vll. nur einmal im Jahr brauchst. Es gibt sogar teilweise Werkzeuge die du nie brauchst, da einfach die Autos in der Region nicht laufen. Dann gibt es Schulungen die du besuchen musst für Fahrzeuge die vll. die Werkstatt nie zu gesicht bekommt. Dann noch der ganze Kram, bestimmte Anzahl an Diagnosegeräte, dann jede Menge Unproduktives Personal, die sich um das drum herum kümmern, was eine freie Werkstatt nicht hat, usw. Wenn man sich überlegt bei dem Stundenverrechnungssatz die manche verlangen, da gehen vll. 13-20% für den Produktiven Monteur drauf, der rest sind alles Nebekosten oder Unproduktives Personal.

Zitat:

Original geschrieben von m,m


Es ist halt ein rießen Teufelskreislauf, was da läuft. Der Hersteller verlangt das du diese Werkzeuge haben musst, auch wenn du diese vll. nur einmal im Jahr brauchst. Es gibt sogar teilweise Werkzeuge die du nie brauchst, da einfach die Autos in der Region nicht laufen. Dann gibt es Schulungen die du besuchen musst für Fahrzeuge die vll. die Werkstatt nie zu gesicht bekommt. Dann noch der ganze Kram, bestimmte Anzahl an Diagnosegeräte, dann jede Menge Unproduktives Personal, die sich um das drum herum kümmern, was eine freie Werkstatt nicht hat, usw. Wenn man sich überlegt bei dem Stundenverrechnungssatz die manche verlangen, da gehen vll. 13-20% für den Produktiven Monteur drauf, der rest sind alles Nebekosten oder Unproduktives Personal.

Das ist doch fast in Jeder Branche so.

Spezialwerkzeug muss man auch als Metallbauer oder Bauunternehmer vorhalten.

Ein Sortiergreifer am Bagger kostet um die 30tsd. €, der kommt zu 80% bei Abbrucharbeiten zum Einsatz, also auch keine Auslastung da nur 10% des Kerngeschäftes in diesen Bereich fallen.

Trotzdem gibt es noch Bauleiter, das gesamte Verwaltungsteam und einen Werstattwagen und.......

schon vergleichbar, nur der Verrechnungssatz für die Leistung liegt bei ca. 40,- € netto. Daraus kommen die 14,- € Brutto für den Facharbeiter. Also ein großer Nepp ist im Werkstattbereich schon zu verzeichnen.

@m,m:
genau das meinte ich wenn ich gesagt habe: heutiges angebot als markenbetrieb zu unterschreiben ist aus investorensicht absolut uninteressant (falls man von vornherein ohne reinen beschiss kalkuliert). wollen die hersteller es so weiter betreiben, werden sie sich überlegen müssen wie sie ihre unersättlichkeit revidieren und ihren zukunftigen PARTNERN ein wetbewerbsfähiges angebot vorlegen...

...dann wird auch die von uns geforderte qualität der arbeitsleistung real und breitflächig erreichbar sein.

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allso, ein wenig schmunzeln muss ich schon. unsere kunden beschweren sich schon über werkstatt-stundenlohn wenn er 30e brutto übersteigt. ost europa halt...
wobei strom, kraftstoff, wasser, lebensmittel (deutlich besserer qualität), auch gründstücke ausserhalb der hauptstadt sind im westen billiger... 😉
na ja, europäische vielfalt halt 😁

Naja.....
Da schließt sich irgendwie der Kreis....

Es geht nur eines, entweder man (Hersteller ? Kunde?) verlangt, dass jeder Betrieb jedes Werkzeug vorhält und (grundsätzlich) in jedes Fahrzeug eingewiesen ist, oder eben nicht...

Das würde dann aber auch bedeuten, dass die VW-Werkstatt in Klein-Irgendwo eben keinen Hubtisch hat, um einen Phaeton/Touareg Motor heraus (herunter) zu heben (Beispiel). Von Schulungskosten gar nicht zu reden....

Und dann stellt sich die Frage, ob sich jemand in Klein-Irgendwo überhaupt solch ein Fahrzeug kauft, wenn er für Reparaturen oder aufwendigere Wartungsarbeiten 50km in die nächste Großstadt fahren muss....

In der Praxis würde das bedeuten, dass der Kunde sein Fahrzeug, mit leuchtender MIL erstmal in "seine" Werkstatt bringt, dort eine Art "Vordiagnose" erfolgen soll und das Fahrzeug dann, sollte ein größeres Problem bestehen, in ein 50km entferntes Haus verbracht werden muss...

Also 1,5mal Diagnose + ggf. Teilzerlegung + Transport....etc...in dem Haus in der großen Stadt stellt sich der Wagen dann brav "hinten an"....und ist mal 2Wochen weg, also noch Ersatzwagen für 14Tage...

Das hat BMW vor ca. 10 Jahren mal so ähnlich probiert und ist damit grandios gescheitert.

Der Vergleich mit dem Handwerker hinkt natürlich gewaltig.
So ein Gas-Wasser-Man hat:
Ein Auto
Einen Lehrling
Normales Handwerkzeug
Einen Gas-Prüfer
Ein Schweiss-/Lötgerät
Und das war es im Groben....

Da sind Stundenverrechnungssätze vom 30€ noch fürstlich.

Achso, die Anfahrt....kommt extra....

Ich will jetzt hier keine Autohaus/Handwerker-Diskussion starten, aber hier klaffen nicht nur die Kosten, sondern vor allem auch das Anspruchsdenken des Kunden Meilenweit auseinander.

Gerade jetzt, im Autohaus, misst unser Elektriker zum x-ten mal unsere Kompensationsanlage durch, weil sie immer wieder auf "Störung" geht....und keiner denkt sich was dabei...weder er, noch ich (zugegeben).

Würde sein Touareg, oder einer seiner Firmen-Caddys, 5Mal hintereinander die MIL zeigen und meine Leute würden es nicht in den Griff kriegen, hätte ich ihn schon längst im Büro es wären schon längst Worte wie "Fristsetzung" und "Wandlung" gefallen...

Achso, er kommt, wenn er Zeit hat und nach einer Ersatzanlage, für die Dauer der Reparatur habe ich nicht gefragt...

Die Frage, in Zeiten zunehmender Technisierung, ist tatsächlich, wo die Reise beim Auto hingeht.
Längst nicht nur beim Phaeton (der ist ja schon fast Low-Tech). Wird das kleinere Einzelunternehmen zukünftig noch die gesamte Palette anbieten bzw. Warten können?
Vom Bremsenwechsel beim 08/15-Polo (für einen vernünftigen VS) bis hin zur aufwändigen Reparatur am Hochvoltkreis eines Hybrid (ggf. für einen x-Fachen VS)?

Ich denke, dass viele das Tempo nicht werden mitgehen können und eine (noch stärkere) Aufspaltung des Marktes stattfinden wird.
Ob das der Kunde so möchte?
Wir werden sehen, letztlich entscheidet er es...

Immer schön die Tatsachen beobachten.
Jeder erzählt das der Golffahrer den Phaeton mitbezahlen würde.
Nein, mit den honen Kosten in der Werkstatt rechnet sich der Phaeton selbst. Und damit wird sogar der Ausstellungsraum bezahlt wo 11,5 Monate im Jahr kein einziger Phaeton steht.
Der eine Phaeton im Betrieb wird aos eurocar den Kunden ab CC und Touareg sowie A8 gegeben und beim Konzern mit sauberen 190,- €/Tag abgerechnet.
An jedem Handschlag und Schräubchen werden mehr als 250% aufgeschlagen.
Die Struktur müsste verschlankt werden.
Die Inhaber geführten Betriebe machen es vor.

@saturn78:
also - eine weitere seite der münze die zeigt das das heutige markenwerkstätten-konzept in dieser form nicht überlebenfähig ist.
es MUSS ein neues konzept her! je schneller umso weniger leid wird entstehen.
leider habe ich das gefühl das nur kurzere modelzyklen, ersparnisse im ankauf und grössere produktionszahlen auf dem plan stehen...

saturn, bitte verbessere mich falls ich mich irre, aber hast du neuigkeiten betreffend des konzepts vorgelegt bekommen?.
(ich würde mich gerne irren :-/ )

Zitat:

Original geschrieben von Eridanus


Immer schön die Tatsachen beobachten.
Jeder erzählt das der Golffahrer den Phaeton mitbezahlen würde.
Nein, mit den honen Kosten in der Werkstatt rechnet sich der Phaeton selbst. Und damit wird sogar der Ausstellungsraum bezahlt wo 11,5 Monate im Jahr kein einziger Phaeton steht.
Der eine Phaeton im Betrieb wird aos eurocar den Kunden ab CC und Touareg sowie A8 gegeben und beim Konzern mit sauberen 190,- €/Tag abgerechnet.
An jedem Handschlag und Schräubchen werden mehr als 250% aufgeschlagen.
Die Struktur müsste verschlankt werden.
Die Inhaber geführten Betriebe machen es vor.

Eridanus, deine intime Fachkenntnis bzgl. des Autohandels im Allgemeinen und den Besonderheiten, Kosten und Erträge des Phaeton hast du ja schon oft unter Beweis gestellt...

Also immer schön die Tatsachen betrachten...

Natürlich kann man einen Phaeton als Euromobil zulassen, gar kein Problem.
Und man kann ihn (im Mobilitätsfall) auch gegenüber der AG abrechnen, auch kein Problem.

Blöd nur (irgendwie), dass man ihn dann trotzdem bezahlen muss...
Er verzinst sich also munter weiter, schreibt sich ab, verschleißt, muss gewartet, gesäubert, versichert...etc...werden.

Jetzt hat man also solch einen 100k€ (netto) Brocken im Mietwagenbestand, dort fährt er auch...
Was glaubst du wie viele Vermiet-Tage, die ich an die AG abrechnen kann, da so im Jahr zusammen kommen, bei einem Autohaus mit (sagen wir mal) 100Phaeton-Kunden (das ist verdammt viel!!!) im Bestand? 10? 15? gar 20?. Sagen wir mal es wäre stolze 50 Vermiet-Tage/Jahr, was fast schon krank positiv gerechnet ist, weil es bedeuten würde, dass jeder 2. dieser Phaeton, jedes Jahr, mindestens einen abrechenbaren Mobilitätsfall auslösen würde und natürlich einen Phaeton als Ersatzwagen möchte, den dann nicht gerade ein anderer Kunde hat, die Kunden sich also gut absprechen...

50 x 190€ (im besten Fall) = 9.500€/Jahr WOW!!!

Dann hab ich, nach (sagen wir 2Jahren) also einen P. im Gebrauchtwagenbestand, habe ihn gewartet, versichert, gereinigt, die ein oder andere Macke ausgebessert....etc...und ganze 19.000€ Mietumsatz gehabt. Wieder WOW!!! (das liegt unter dem Niveau eines teuren Polos oder kleines Golfes...).

Blöd nur, dass der P. in dieser Zeit rund (wir rechnen glatt und großzügig) 60k€ an Wert verloren hat und den Makel des Ex-Mieters trägt...

Wirst du ihn zu diesem Kurs los (was keinesfalls sicher ist, siehe mobile.de) und er verzinst sich nicht auch noch auf dem GW-Platz und du willst nicht noch am GW was verdienen.... hast du gerade über 40k€ weggeschmissen. Versicherung, Zinsen, Aufwendungen...etc.. nicht eingerechnet...

Was glaubst du, wie viele aktive P. Kunden hat ein normales VW-Haus?
Und wie oft löst ein P. tatsächlich einen (abrechenbaren) Mobilitätsfall aus?

Und jetzt rechne mir doch bitte mal vor, wie der P. den Ausstellungsraum bezahlt!

P.S: Nein, AUDI bezahlt mir keinen VW (auch keinen P.) als Inspektionsersatz für einen A8.
Und nein, VW zahlt mir auch keine P.-Mobilitätsleistungen, wenn kein Mietvertrag vorliegt, sprich der P. zur Inspektion in der Firma abgeholt und abends wieder hingestellt wird...(wohl 90% aller P.-Wartungen).

Hier wären dann die Herren Verkäufer gefordert, in ihrem Portefeuille mal potentielle Neukunden für den P. zu finden und zur Probefahrt einzuladen.
Ich führe seit 20 Jahren Garagenbetriebe im Premiumsegment und lege grössten Wert darauf, dass die "exotischen" Modelle gezeigt und auch bewegt werden.

Das ist grundsätzlich ja auch richtig so.

Nur welchen P. soll man denn zeigen? Den mit dem 15 Jahre alten V8?
Den mit dem überforderten 6er Diesel?
Oder den mit der antiken Automatik?

Nein, ich habe es lange versucht, sehr lange und bin wohl ohne Verlust aus den Nummer rausgekommen.
Im letzten Jahr habe ich die Reissleine gezogen.
Was allein an meinem letzten Dienstwagen an Geld kaputt gegangen ist....kann ich keinem Mitarbeiter plausibel machen...

Hand auf´s Herz:
Ein Autohaus (Haus A) hat einen P. im Showroom und einen im Vorführwagenbestand, einen geschulten Verkäufer, geschultes Personal in der Werkstatt, Ledermuster, Farbmuster, eine Lounge....
...hier lässt du dich gern beraten...

Jetzt bietet es dir einen P. an. Ex-Vorführer, vom Chef gefahren, 1Jahr alt, 30.000km gefahren. Top sauber, Wartung gemacht, Bremse vorn neu, Garantie....ehem UPE: 135.000€ brutto.

Jetzt steht er da für dich für: 75.000€, hat also im letzten Jahr 60.000€ "verloren" (oder 164€/Tag).

Würdest du den kaufen?
Nein! Würdest du nicht!

Denn bei Händler "B", ohne geschulten Verkäufer, ohne Vorführer, ohne Ausstellungsfahrzeug.... steht der gleiche P. mit weniger km, als Ex-Dienstwagen der VW-AG, oder als Ex-Mieter, oder als Ex-1%er...

für 60.000€.

Du würdest vielleicht Händler A in den Himmel loben, für die kostenlose Probefahrt, für die gute Beratung, für den geschmackvollen Ausstellungsraum, die gute Beratung...

Aber dafür würdest du nicht 15.000€ mehr ausgeben wollen...
Also bedankst du dich bei dem netten geschulten Verkäufer von Haus A und kaufst beim 20jährigen Automobilkaufmann von Haus B, so einfach ist die Welt...

Zitat:

Original geschrieben von GtheRacer


@saturn78:
also - eine weitere seite der münze die zeigt das das heutige markenwerkstätten-konzept in dieser form nicht überlebenfähig ist.
es MUSS ein neues konzept her! je schneller umso weniger leid wird entstehen.
leider habe ich das gefühl das nur kurzere modelzyklen, ersparnisse im ankauf und grössere produktionszahlen auf dem plan stehen...

saturn, bitte verbessere mich falls ich mich irre, aber hast du neuigkeiten betreffend des konzepts vorgelegt bekommen?.
(ich würde mich gerne irren :-/ )

Die Markenwerkstätten sind ja bereits im Wandel, waren es schon immer...

Die einen langsamer, die anderen schneller.

Die schnellen überleben bzw. fressen die langsamen, die langsamen gehen, bzw. werden gefressen....

...ist (längst) nicht nur in der Branche so.

Wer in den letzten 10 - 15 Jahren massiv in Werkstatt-Personal, Ausbildung und Ausrüstung (Werkstatt) investiert hat, steht momentan gut da. Wer in Verkaufspaläste investiert hat, steht nicht ganz so gut da´. Wer gar nicht investiert hat dto. (er hat aber weniger Schulden dabei...).

Die Technik wird weiter und schnell fortschreiten, die Ansprüche werden steigen. Was vor kurzen noch in der Oberklasse für große Augen sorgte, ist heute schon beim Golf Standard und das wird weiter gehen.
Diese Technik muss gewartet und repariert werden.
Das ist nix mehr für "Max Schraubermann", im 5Mann Betrieb von "Alois Bastelmax".
Allein das Invest für die Einstellung des Laserentfernugsmessers des Golf VII (Das Brot und Butter Auto), liegt so bei 20k€. Ein Notebook-Tester ohne Messtechnikbox liegt bei rund 5k€.
Der berühmte hydraulische Hubtisch kommt für 15k€ und und und und...
Da sind wir noch lange nicht bei den eigentlichen Kosten, den Personal- und Schulungskosten.

Das sorgt für ein Problem: Immer höhere Verrechnungssätze. Kaum eine VW-Werkstatt eines westdeutschen Mittelzentrums schraubt noch für unter 100€/Stunde. In Ballungsräumen gern an die 150€/Stunde.

Und natürlich zahlt "Erna Müller", bei der neuen Bremse ihres Polo 9N, das Spezialwerkzeug und die Ausbildung/höhere Gehalt des Servicetechnikers zur Justage des ACC, am A6 ihres Chefs, in ihrem VS, mit. Ganz klar!

Während das wenige Werkzeug und die minimale Ausbildung zum Tausch ihrer Bremse einen sehr viel niedrigeren VS rechtfertigen würde.

Das alles nach bisheriger, herkömmlicher und wohl in 99% aller Betriebe anzutreffender, VS-Kalkulation.

VW hält sich hier sehr bedeckt, was anderes bleibt ihnen auch nicht übrig, denn was sollten sie auch tun?

Die Standards wieder senken? Wieder einfachere Autos bauen? Wohl kaum.

Inzwischen kann man bei VW in der Vertragsform wählen, "komplizierte" Module (Hybrid, Karo, Austausch von schwierigen Komponenten, Infotainment, Cabrio...) lassen sich quasi abwählen. Damit lassen sich (für kleine Händler auf dem Land) die Kosten massiv senken.
Ich bin kein Freund dieser Pläne, weil sie meiner Meinung nach, zu den o.g. Verwerfungen führt und es zu Kompetenzverlust kommt.
Die Entwicklung lässt sich nunmal nicht aufhalten und bis auch jeder 2.Polo mit einem Laser in der Frontscheibe umherfährt, wird weniger Zeit vergehen, als so mancher denkt. Und dann?
Jeden Frontscheibenschaden in die nächste Großstadt verbringen?

Wir werden sehen, wohin die Reise geht...

Für wenig benutzte Spezialwerkzeuge, gehört ein Händlerverbund erzeugt in der nahen Region und einer davon hat dies Vorrätig. Das würde auch schon die Kosten senken.

Zitat:

Original geschrieben von m,m


Für wenig benutzte Spezialwerkzeuge, gehört ein Händlerverbund erzeugt in der nahen Region und einer davon hat dies Vorrätig. Das würde auch schon die Kosten senken.

So etwas gibt es bereits bei z.b. Richtsätzen im Karo-Bereich. Wie die Erfahrung zeigt, mit eher mäßigen Erfolg.

Man darf nicht vergessen, dass der nächste Händler auch der nächste Konkurrent ist...

Bedeutender sind zudem, wie ausgeführt, die Schulungs/Personalkosten.

Aber selbst wenn ein Einzelhaus sich die technische, organisatorische und personelle Grundlage schafft... Wofür? Für vielleicht 10 P.s im lokalen Markt?
Was nutzt der bestausgebildete und bestausgerüstete Mann, wenn solch ein Fahrzeug 10 Mal im Jahr mal für einen Ölwechsel vorbei schaut und ein Problem (in den Tiefen der Klimaregelung z.b.) mal alle Jubeljahre mal vorkommt?
Was bleibt, x-Jahre nach dem Lehrgang, von der besten Ausbildung, wenn sie nicht angewandt werden kann???

Nix!

Lustig immer wieder, wenn Mitarbeiter oder Azubis bei T3 den Hebel zum öffnen der Motorhaube suchen oder bei einem Porsche oder Saab das Zündschloss. Nicht weil sie es intellektuell nicht besser wüssten (bei Jauch könnten sie es beantworten), sondern weil sie keine Erfahrung damit haben, bzw. die letzte Jahre her ist...

Zitat:

Original geschrieben von saturn78


Wofür? Für vielleicht 10 P.s im lokalen Markt?

Das ist m. M. n. MIT ein Grund für das Scheitern im Oberklassensegment. Fraglich ist, ob an dieser Einstellung die "VertragsServiceStellen" verantwortlich sind. Eher nicht.

Der Fehler ist doch hier eher im Subventionsverhalten von VW zu suchen. Wer expandieren möchte (hier: in die Oberklasse) muss anfänglich investieren und subventionieren, um Kunden und Kundenbindung zu erhalten.
Zwar wurde investiert und subventioniert aber wahrscheinlich an der falschen Stelle.

Bsp. Wenn man den Chef der Gas-Wasser-Firma von der VW-Oberklasse überzeugt, kauft dieser doch eher ein Produkt aus der VW-Palette als ein "Sprinter"?!

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