Alufelgen mit > 200Nm bei E39 von BMW Wertstatt
Hi!
Habe mir die Schlappen beim Freundlichen gleich wechseln lassen, da noch was anderes zu tun war. Dann ein paar Tage später zu Hause mit Drehmomentschlüssel überprüft. Einige Schrauben ließen sich mit ca. 100Nm lösen. Aber einige gingen nur mit mehr als 200Nm auf - da hört mein Drehmomentschlüssel auf.
Das habe ich auch nur gemacht, da ich vor 1-2 Jahren schon mal erleben musste, dass die Werkstatt die Reifen so fest angezogen hatte, dass ich eine 1-m-Verlängerung (Kreuzschlüssel ging nicht) brauchte. Wie soll man dann einen Plattfuß unterwegs wechseln?! Damals habe ich das reklamiert, aber es war ja ca. ein halbes Jahr vergangen, als es mir auffiel. Aussage der Werkstatt damals: Wir ziehen alle Radschrauben mit Drehmomentschlüssel an. Ich vermutete, die ziehen alles mit Druckluftschrauber an...
Aluminium ist ja ein weiches Metall, man spricht auch davon, dass es schmiert. So gesehen sind also die Werte sehr akademisch und sicher nicht wirklich aussagekräftig. Bei einer nur minimal un-zentrisch platzierten Schraube kann das natürlich gewaltige Unterschiede ergeben, zumal man ja auch nur theoretisch absolut gleichmäßig und über kreuz andrehen kann. In manchen Beiträgen wird um 10Nm gefeilscht, was mir unter Berücksichtigung vorheriger Punkte als übertrieben erscheint.
Meine Frage an einen erfahrenen Praktiker: Sind meine Schrauben und Felgen vielleicht beschädigt, muss ich gar einen Felgenbruch befürchten, etc.
Wäre dankbar über aussagekräftige Feedbacks!
Gruß
Dieter
Beste Antwort im Thema
Hallo Yale,
also eines muss ich nun doch loswerden bezüglich auf deinen letzten Satz,ich sage Dir klipp und klar meine Meinung dazu,Du schreibst es ist sehr viel Arbeit ca 15 mal Räder zu wechseln und ich entnehme daraus das du damit sagen willst das es da schon mal zu einem Fehler kommen kann,diese Aussage kann man so auf keinen Fall tollerrieren und wenn ihr 100 mal am Tag Räder wechseln tut es ist doch das normalste auf der welt das man seine Arbeit nachkontroliert.
Wir haben bei uns auf der Arbeit jedes Jahr eine Frühjahrsaktion und Herbstaktion,da werden von ca. 2800 Fahrzeugen die Räder getauscht von Sommer auf Winter und umgekehrt dies machen wir nun schon etliche Jahre und es ist noch nie etwas passiert,man sieht also es geht doch.
Also bitte verschont uns bei solchen SICHERHEITSRELEVANTEN Themen mit solchen Aussagen aus denen man entnehmen kann das bei sowas ja schon mal ein Rad los sein könnte.
DAS IST ABSOLUTES NO GO
35 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Tomelino
Das ist doch mal eine Idee ...
Ich find sie auch gut 😉
Macht man(n) generell selber.
BMW_Verrückter
Vielleicht haben die Monteure Bedenken, sie könnten die Schrauben nicht fest genug anziehen und ziehen deshalb "etwas" mehr an: Sicher ist sicher... Und das lässt sich sicher besser einkalkulieren als lockere Räder.
Wer von den radwechselnden Kunden wird auch schon nochmal nach 50-100km selbst nachprüfen. Ich nehme an, weniger als 3%.
Lässt man die Räder bei einem Reifenhändler umstecken, kann man i. d. R. dabei zusehen, was gemacht wird. Sicher ist das die beste Alternative, wenn man es nicht selbst macht. Und wenn man es selbst macht, finde ich Räder, die mit Muttern montiert werden, etwas leichter als die mit Schrauben zu montieren.
Leider gibt es keine wirkliche Alternative zum halbjährlichen wechseln, denn sonst könnte man Ganzjahresreifen nehmen und fertig.
Allen Danke für die Kommentare & Schönes Wochenende
Hallo Yale,
also eines muss ich nun doch loswerden bezüglich auf deinen letzten Satz,ich sage Dir klipp und klar meine Meinung dazu,Du schreibst es ist sehr viel Arbeit ca 15 mal Räder zu wechseln und ich entnehme daraus das du damit sagen willst das es da schon mal zu einem Fehler kommen kann,diese Aussage kann man so auf keinen Fall tollerrieren und wenn ihr 100 mal am Tag Räder wechseln tut es ist doch das normalste auf der welt das man seine Arbeit nachkontroliert.
Wir haben bei uns auf der Arbeit jedes Jahr eine Frühjahrsaktion und Herbstaktion,da werden von ca. 2800 Fahrzeugen die Räder getauscht von Sommer auf Winter und umgekehrt dies machen wir nun schon etliche Jahre und es ist noch nie etwas passiert,man sieht also es geht doch.
Also bitte verschont uns bei solchen SICHERHEITSRELEVANTEN Themen mit solchen Aussagen aus denen man entnehmen kann das bei sowas ja schon mal ein Rad los sein könnte.
DAS IST ABSOLUTES NO GO
Zitat:
Original geschrieben von autobrine14
Hallo Yale,
also eines muss ich nun doch loswerden bezüglich auf deinen letzten Satz,ich sage Dir klipp und klar meine Meinung dazu,Du schreibst es ist sehr viel Arbeit ca 15 mal Räder zu wechseln und ich entnehme daraus das du damit sagen willst das es da schon mal zu einem Fehler kommen kann,diese Aussage kann man so auf keinen Fall tollerrieren und wenn ihr 100 mal am Tag Räder wechseln tut es ist doch das normalste auf der welt das man seine Arbeit nachkontroliert.
Wir haben bei uns auf der Arbeit jedes Jahr eine Frühjahrsaktion und Herbstaktion,da werden von ca. 2800 Fahrzeugen die Räder getauscht von Sommer auf Winter und umgekehrt dies machen wir nun schon etliche Jahre und es ist noch nie etwas passiert,man sieht also es geht doch.
Also bitte verschont uns bei solchen SICHERHEITSRELEVANTEN Themen mit solchen Aussagen aus denen man entnehmen kann das bei sowas ja schon mal ein Rad los sein könnte.
DAS IST ABSOLUTES NO GO
Nein, dass war so überhaupt nicht gemeint. Es kann aber schon mal sein das eine Schraube mehr als 120-130Nm hat. 140-160 Nm wenn man kurz mal zulange auf dem Schlüssel drückt. Sowas passiert relativ schnell.
Zudem würde mich Interessieren was der TE für einen Drehmomentschlüssel hat und wie alt dieser ist 😉
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von BeEmWe530i
Aussage der Werkstatt damals: Wir ziehen alle Radschrauben mit Drehmomentschlüssel an. Ich vermutete, die ziehen alles mit Druckluftschrauber an...
Meine Erfahrung aus 3.5 Jahren Werkstattarbeit: Es wird auf jeden Fall mit dem Drehmomentschlüssel nachgezogen. Allerdings sind die Radbolzen sehr oft schon vorher durch den Schlagschrauber dermaßen fest rangeknallt worden, dass sich die Schraube mit 110 Nm keinen Mucks mehr weiterdreht. 🙄
Zitat:
Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb
Meine Erfahrung aus 3.5 Jahren Werkstattarbeit: Es wird auf jeden Fall mit dem Drehmomentschlüssel nachgezogen. Allerdings sind die Radbolzen sehr oft schon vorher durch den Schlagschrauber dermaßen fest rangeknallt worden, dass sich die Schraube mit 110 Nm keinen Mucks mehr weiterdreht. 🙄Zitat:
Original geschrieben von BeEmWe530i
Aussage der Werkstatt damals: Wir ziehen alle Radschrauben mit Drehmomentschlüssel an. Ich vermutete, die ziehen alles mit Druckluftschrauber an...
Normalerweise hat man dafür "spezielle" Nüsse. Und wenn der Schlagschrauber auf 1 gestellt ist kann man sie in der Regel noch nachziehen😉
Zitat:
Original geschrieben von yalee
Normalerweise hat man dafür "spezielle" Nüsse. Und wenn der Schlagschrauber auf 1 gestellt ist kann man sie in der Regel noch nachziehen😉
Wir hatten auch solche Nüsse, aber was hat das damit zu tun, dass die Schrauben zu fest rangeknallt werden? Ich habe kaum jemanden beobachtet, der die Luftzufuhr des Schraubers für das Festschrauben runtergedreht hat.
Also ich zu meinem Teil muß dazu sagen wenn ich Reifen montiere werden die Radschrauben auf Stufe 1 ganz kurz angelegt wenn ich fertig bin wird der wagen abgelassen aber nicht ganz sondern so das sich die reifen nicht mehr drehen,dann hole ich meinen Drehmoment und ziehe alle Radschrauben nach Herstellervorschrift fest,es gibt aber auch wie hier schon erwähnt die Unbelehrbaren.
Mache ich auch so, autobirne.
Ich mache es Handfest, also mit einer Verlängerung einer Ratsche, wo der BMW noch oben ist, dann lasse ich ihn runter und ziehe mit 120 NM nach, nach 100 km auf 130 NM 🙂
BMW_Verrückter
Akkuschrauber mit Aufnahme für eine 1/2" Nuss, Schraube angesetzt und mit der Ratsche im Schraube festgezogen.
Vor dem Ablassen des Wagens die Schrauben mit dem Drehmomentschlüssel noch mal gegenziehen.
Sind die Räder nämlich nicht schon leicht festgezogen, schafft der Drehmomentschlüssel es bei stehendem Wagen nicht, das Rad an die Nabe zu drücken und "schaltet" vorher ab.
Wagen runter und mit dem richtigen Anzugsmoment befestigen.
Zitat:
Original geschrieben von sq-scotty
Sind die Räder nämlich nicht schon leicht festgezogen, schafft der Drehmomentschlüssel es bei stehendem Wagen nicht, das Rad an die Nabe zu drücken und "schaltet" vorher ab.
Diesbezüglich hab ich noch nie einen Unterschied bemerkt. Also zwischen "Nachziehen bei Rad in der Luft" und "Nachziehen bei Rad am Boden". Durch das Feingewinde werden die 110 Nm in eine dermaßen große Zugkraft umgewandelt, dass das Rad immer vollständig hingedrückt wird, egal ob belastet oder nicht.
110Nm sind 110Nm, egal, was für eine Schraube da bewegt wird.
Je breiter der Reifen und je schwerer das Auto, desto größer die Gefahr, dass das Rad eben nicht so richtig fest wird.
Zitat:
Original geschrieben von sq-scotty
110Nm sind 110Nm, egal, was für eine Schraube da bewegt wird.
Und Du bist wirklich Kfz - Mechaniker, oder hab ich da jemanden verwechselt?
Rate mal, welches Gewinde aus den 110 Nm mehr Anpresskraft auf das Rad erzeugt, ein Feingewinde oder ein Grobgewinde?
Nein, ich bin Maschinenbaumeister.
Offensichtlich reden wir aneinander vorbei. Ich meine, dass die 110Nm schon überschritten sein können, bevor das Rad an der Nabe fest anliegt, wenn das Fahrzeug auf dem Boden steht.
Ein Feingewinde ist grundsätzlich zugfester als ein Regelgewinde(so heißt das richtig), es überträgt aber lediglich minimal größere Zugkräfte (etwa 3kN), trifft aber erst zu, wenn das maximale Dreh(Anzugs-)moment erreicht ist.
Anzugsdrehmoment einer M12x1,5 Schraube der Qualität 10.9 (Radbolzen) ist max 132Nm bei trockenem Gewinde. Das schließt genau genommen die 200Nm des TE schon mal aus.
Egal, ich mache es so, wie ich es seit ca. 35 Jahren mache oder so wie BMW_verrückter oder autobirne 14.
Zitat:
Original geschrieben von yalee
Ich hab schon Schrauben abgerissen beim lösen...Zitat:
Original geschrieben von sp89
Ist zwar nicht schön,dass die die felgen immer so festballern.Ich persönlich habe aber noch nie was von kaputten Alufelgen aufgrund von zu festem Anziehen gehört,die Dinger sind schon ein wenig auf die blödheit des werkstattpersonals(natürlich sind nicht alle dumm) ausgelegt.Also passieren wird da nix. Ist halt nur extrem nervig beim lösen.
... was logischerweise absolut nichts, aber auch üüüberhaupt nichts mit "zu fest" angezogenen Schrauben zu tun hat. der Kopf schien sich ja drehen zu lassen - nur das Gewinde nicht in der Radnabe.
Was sagt uns das?
... es muss Effekte geben, die dafür sorgen, dass Radschrauben mit der zeit fester im Gewinde sitzen als zum Montagezeitpunkt.
Und der Haupteffekt ist ganz einfach: Rost!
... und bitte nicht die Schrauben nun gegen Rost versiegeln oder sonst was, dieser Gammel ist absolut gewollt und genau dieser Gammel sorgt für einen guten Radfestsitz über die Montagedauer hinweg.
Zugegeben: ich konnte das auhc erst nach etwas näherer Betrachtung glauben ... aber dafür hat man ja seine Spezialisten bei der Arbeit, die den ganzen lieben Tag nix anderes machen als sich genau darum zu kümmern. :-))
Gruß, Frank