Aktuelle Umweltdebatte
Im Zusammenhang mit den gerade laufenden CO²-Diskussionen bin ich mal gespannt wie gerade die Premium-Fahrzeughersteller, bei künftigen Neuentwicklungen und Modellpräsentationen, reagieren.
Kann man es sich eigentlich noch leisten einen nochmals leistungsgesteigerten und noch durstigeren Boliden wie den BMW-V10 offensiv zu bewerben ?
Dasselben gilt natürlich auch für den anstehenden Audi RS6-V10 oder den Porsche Cayenne turbo etc.
Da werden derzeit sicherlich einige Köpfe in den Marketingabteilungen heißlaufen.
Versucht man das Thema auszusitzen oder geht man ganz neue Wege indem man die Entwicklung derartiger CO²-Produzenten gar nicht mehr verfolgt und sich stattdessen auf sparsamere Motoren bzw. Gesamt-Konzepte konzentriert ?
Was denkt Ihr darüber ?
132 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Cali65
Du hast da wohl den falschen Ansatz. Es stellt sich schon die Frage, ob ein Unternehmen die Treibstoffkosten für ein Fahrzeug, dass 15 Liter Super verbraucht, steuerlich geltend machen kann. Das geht dann schon zu Lasten der Allgemeinheit. Verbraucht der Wagen nämlich nur 7,5 Liter Diesel, wird die Bemessungsgrundelage zur Ertragsversteuerung für die Allgemeinheit um 60 - 70 % verbessert ......
Kosten eines Unternehmens gehen also zu Lasten der Allgemeinheit, da ja dann weniger Steuern an den Staat gezahlt werden müssen.......Ach so ist das, da wäre ich ja vorher nicht drauf gekommen😁.
Wenn ich also als Unternehmer investiere, sei es in Fahrzeug, EDV, Mitarbeiter etc. belaste ich also die Allgemeinheit🙄?!?
Sorry, aber wo kommen wir eigentlich mit einer solchen Denkweise noch hin ?!?
@Cali65
Ich schlage vor, Du verzichtest künftig auf einen Teil deines Einkommens, damit wird das Unternehmen bei dem Du arbeitest, entlastet und es kann dadurch mehr Steuern zahlen was wiederrum der Allgemeinheit zugute kommt🙂.
Gruß, Cool1967
............ die Diskussion nimmt mittlerweils ungeahnte Ausmasse an........ die wirtschaftliche Einstellung mancher Teilnehmer ist befremdend (da merkt man direkt welche Partei gewählt wird😁😁).
Sei es drum.......... wer mit offenen Augen durch Berlin geht oder fährt sieht an allen Ecken vorzugsweise schwarze Luxusklassenlimos (mit montiertem Blaulicht), welche durch die Stadt heizen (übrigens auf Kosten des Steuerzahlers!!!!).
Zum Zwecke der CO2- Reduktion könnten unsere bundesdeutschen Top- Politier auch innerstädtisch den ÖPV benutzen - geht in Berlin im Übrigen stellenweise schneller!
Zum Abschluss nochmals eine ganz freche Bemerkung:
derjenige, der einigermassen klar denken kann geht nicht in die Politik, sondern wendet sich einer Anstellung in einer entsprechenden Unternehmung zu - dort gibt es deutlich mehr Kohle!
@cool, Einkommen und seine steuerliche Absetzbarkeit für Firmen gleichzusetzen mit der steuerlichen Absetzbarkeit von Verbräuchen von z.B. 12-15 Liter Super ist ein verdammt dünnes Eis. Überprüfe mal deine Argumentation. Deinen Firmenwagen hast du dir eher mit technischer Qualifikation verdient als mit betriebswirtschaftlicher, oder?. 😉
*duck und wech*
Nochmals zur Erläuterung: Wenn ich weit überhöhte Treibstoffkosten oder Betriebskosten für ein solches Fahrzeug steuerlich genauso ansetzen kann, wie für ein " aus Umweltsicht akzeptables Fahrzeug", mit dem ich auch von A nach B komme, muss ich mich zumindest in Anbetracht der aktuellen und wohl zukünftig permanent aktuellen Debatte, auf solche Diskussionen wie in dem Zeitungsartikel einstellen und evtl. sogar irgendwann solche Konsequenzen erwarten.
Ich möchte diese Haltung hier erklären. Ich stimme ihr ja nicht unumwunden zu. Auch mein jetziger Wagen liegt über 200 g CO2 Ausstoss, nur mal am Rande.
Dennoch werden sich SUV-Fahrer und Fahrer von hoch motorisierten Fahrzeugen diese Thematik gefallen lassen müssen und es bleibt abzuwarten, wie lange man das Thema dann einfach aussitzen kann. Da wird was passieren. Tempolimit oder, oder, oder....
Und ich verstehe zumindest die Argumentation der - ich nenne sie mal gegenseite- zu sagen, dass solche Verbräuche nicht zu Lasten der Allgemeinheit steuermindernd absetzbar sein sollten.
Mit dieser Einstellung sollte sich die Autoindustrie auseinandersetzen und auch wir sollten uns diese Argumente anhören.
Zu dieser argumentativen Auseinandersetzung stehe ich. Nichts für ungut. Unterschreiben würde ich diese Forderungen deshalb noch lange nicht.
Zitat:
Original geschrieben von Cali65
@cool .....Deinen Firmenwagen hast du dir eher mit technischer Qualifikation verdient als mit betriebswirtschaftlicher, oder?.
Tja, wenn einem sonst nichts mehr einfällt muss man wohl so einen Spruch von sich geben.....**kopfschüttel**
Gruß, Cool1967
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Da Politiker in der Regel noch nie in ihrem Leben vor dem Problem standen richtig Geld zu verdienen, sondern immer nur gelernt haben Geld auszugeben das andere erarbeiten, wobei sie die damit verbundenen „Wohltaten“ dann sich selbst zurechnen, braucht man sich über derart hirnrissige Vorschläge nicht zu wundern.
Jeder Unternehmer wird stets bestrebt sein, sein Betriebsergebnis insgesamt zu optimieren, wenn er das mit kleineren Fahrzeugen schafft, würde er das ja tun. Wenn ich aber einer Führungskraft so ein Mickeymausauto wie nen Lupo hinstelle, dann muss ich ihm halt mehr Gehalt bezahlen, wenn er denn überhaupt bei mir arbeiten will. In jedem Fall wird das Betriebsergebnis und damit die abgeführte Steuer nicht höher. Zudem verliert der Staat eine erkleckliche Menge MwSt und Mineralölsteuer, auch Steuern von den Automobilproduzenten; vielleicht erhält er aus dem höheren Gehältern etwas mehr Einkommenssteuer, aber insgesamt ist das Ganze bestenfalls ein Nullsummenspiel und ein weiterer Schritt das Steuerecht zu komplizieren, wo das Gegenteil geboten wäre. In Zukunft wird dann der Staat wohl jede meiner Investitionen überprüfen, ob ich da vielleicht billiger/energiesparender/ gleichstellungsbezogener/ gesundheitsbezogener /nichtraucherfreundlicher /politisch korrekter (Nichtzutreffendes bitte streichen) investieren kann. Dann sind wir endlich wieder bei der Planwirtschaft und brauchen uns wenigstens keine Gedanken mehr zu machen, ob in 100 Jahren möglicherweise die Welt untergeht, sondern dann sind wir in 10 Jahren am Ende und das ist dann sicher.
Zitat:
Original geschrieben von trisport45
Da Politiker in der Regel noch nie in ihrem Leben vor dem Problem standen richtig Geld zu verdienen, sondern immer nur gelernt haben Geld auszugeben das andere erarbeiten, wobei sie die damit verbundenen „Wohltaten“ dann sich selbst zurechnen, braucht man sich über derart hirnrissige Vorschläge nicht zu wundern.
Nett geschrieben, aber nicht ganz richtig:
Politiker geben kein Geld aus, was andere erarbeitet haben. Das wär ja ok, denn dann hätten wir keine Haushaltsdefizite.
Vielmehr sind Politiker die einzigen Menschen, die ihre Einnahmen nach den Ausgaben richten und nicht umgekehrt, wie es in der Wirtschaft usus ist. Würden Unternehmer so handeln, dann hätten wir sehr viel mehr Insolvenzen.
In anderen Ländern sind Luxus Dienstwagen auch nicht
steuerlich absetzbar und die Wirtschaft bricht dort auch nicht zusammen!
Es sollten sich alle etwas einschränken, auch Politiker mit ihren Karossen ,zumal es alles Steuergelder sind.
Ein Limit ,entweder Preis oder Leistung wäre doch vernünftig, oder?
Gruß Sven
Zitat:
Original geschrieben von Cali65
...Einkommen und seine steuerliche Absetzbarkeit für Firmen gleichzusetzen mit der steuerlichen Absetzbarkeit von Verbräuchen von z.B. 12-15 Liter Super ist ein verdammt dünnes Eis...
GENIAL, einfach genial. Das gehört eindeutig zu den Top 10, was ich jemals zum Thema "Steuern" gehört habe 😁
Wenn man so was jetzt mit der aktuellen und total verhunzten Debatte zur Umweltsituation verbindet wird ein Schuh draus. Dann muss die Chaostheorie neu erfunden werden 😉
MfG
roughneck
Zitat:
Original geschrieben von momper
In anderen Ländern sind Luxus Dienstwagen auch nicht
steuerlich absetzbar und die Wirtschaft bricht dort auch nicht zusammen!
Es sollten sich alle etwas einschränken, auch Politiker mit ihren Karossen ,zumal es alles Steuergelder sind.
Ein Limit ,entweder Preis oder Leistung wäre doch vernünftig, oder?Gruß Sven
Andere Länder haben auch nicht unsere Automobilindustrie, die auf diese Art subventioniert wird. Übrigens glaube ich nicht, dass es kein Limit bzgl. des Preises gibt. Wenn ich als Selbstständiger einen grossen Teil der Firmeneinnahmen ins Auto stecke, dann meckert das Finanzamt (verdeckte Gewinnausschüttung usw.). Also das muss auf jeden Fall im Rahmen bleiben.
Ich glaube, da wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Es sollen doch die CO2 Emissionen reduziert werden. Das ist nicht zu erreichen durch die Abschaffung teurer Luxuskarossen. Wie schon oben geschrieben verbraucht ein Touran 2.0TDI genausoviel wie ein 520d.
Die sollen lieber dafür sorgen, dass diese spritfressenden Moden wie SUV, Allrad und Vans so teuer werden, dass den Leuten der Spass daran vergeht. Ok, die deutschen Hersteller haben auch leistungsmässig überzogen.
Und zum Schluss meine ich, dass Flugbenzin endlich besteuert werden muss, damit der Billigfliegerwahnsinn (für 2 Tage ans Mittelmeer usw.) aufhört.
In Grossbritannien ist es bereits so, dass alle Firmenwagen mit einem CO2-Austoss > 160 g/km nicht mehr steuerlich absetzbar sind. Nur mal so zum Nachdenken und zur Untermauerung der Rechtmässigkeit dieser Diskussion und unabhängig davon, was @roughneck davon hält.
Mich ürde mal interessiern wie es die Österreicher handhaben. Ich hatte gehört, dass Firmenwagen nur bis zu einer gewissen Größe steuleich geltend zu machen sind. Ist das korrekt?
Frank
Wenn ein Auto 15 l pro 100 km verbraucht, und der Sprit 1,25 € kostet, so kassiert der Staat davon ca. 0,80 € * 15 = 12,00 € an Mineralöl und Mehrwertsteuer, schreibt der Besitzer diese als Betriebskosten so erhält er günstigstenfalls 15* 1,25 * 0,42 Steuervorteil also etwa 7,90 €, dem Staat bleiben also ca. 4,00 € übrig.
Fährt derselbe Mensch nun ein Auto mit 5 l Verbrauch pro 100 km so ergibt sich folgende Rechnung: 0,80*5 = 4,00 € Steuereinnahme – 5*1,25*0,42 Steuervorteil = ca. 2,65 € dem Staat bleiben dann noch 1,35 €.
Es ist also ausgeprägt dummes Zeug wenn behauptet wird, dass der „kleine Mann“ den „Spritsäufer“ subventioniert, dem Staat bleiben IMMER bei mehr Verbrauch auch mehr Einnahmen die er dann wieder in die Klimaforschung zur Finanzierung neuer Horrorstudien stecken kann. :-(
Bei niedrigeren Steuersätzen fallen die Unterschiede noch deutlicher aus.
-Schwarz Rot in der deutschen Flagge stehen für die Koalition und gelb steht für die deutsche Nationalcharaktereigenschaft NEID.-
@roughneck78
Du sprichst mir aus der Seele. Ich finde es unglaublich was in den "Medien" verbreitet wird als "Fakten". Kritische Stimmen werden dabei ganz und garnicht beachtet. Z.b. das die Erde in eine Umlaufbahn gekommen ist, die dichter bei der Sonne ist, da hört man nichts von. Das eine Untersuchung unter Wissenschaftler ergeben hat das nur 20% der Wissenschaftler den Menschen als Ursache für die Erwärmung sieht, 30 Prozent dies nicht so sieht, und 50% sich nicht auf eins der beiden fest legen will wird auch sorgfältig verschwiegen. Und so geht es bis zum geht nicht mehr weiter, das einzige was man hört ist das der "böse" Mensch schuld ist. Also, bei dieser massenhaften Volksverarschung wäre ein bestimmter Minister aus der Deutschen Geschichte bestimmt ins staunen gekommen.
Vor kurzem habe ich mit einem CEO gesprochen, und der hat mir deutlich gemacht das "Angst" die beste Verkaufsstrategie ist. Egal ob in der freien Wirtschaft, oder in der Politik.
Aber jetzt mal zurück zum Thema. Diese ganze Diskussion um wer Recht hat nutzt den Autohersteller ja nichts. Die sollten eigentlich ein Produkt liefern, was die Kunden haben wollen. Meine Meinung dazu ist das BMW einen "sauberen" Antrieb liefern sollte für die Umweltbewussten Kunden, die sonst zu z.b. Lexus abwandern wurden. Aber auch noch die "normale" Palette, für die Leute die gerne viel PS haben. So wird ein großer Teil des Marktes in dem Segment abgedeckt.
Ich kann mich noch erinnern das BMW damals im E38 einen Wasserstofantreib hatte. Das ist jetzt bestimmt 6 bis 7 Jahr her, hat sich da nichts getan (ich habe eigentlich nie mehr etwas davon gehört)?
Hier ein kurzen Testbericht zu dem Fahrzeug:
http://www.ciao.de/BMW_750i_bis_2001__Test_651711
Zitat:
Original geschrieben von Cali65
In Grossbritannien ist es bereits so, dass alle Firmenwagen mit einem CO2-Austoss > 160 g/km nicht mehr steuerlich absetzbar sind. Nur mal so zum Nachdenken und zur Untermauerung der Rechtmässigkeit dieser Diskussion und unabhängig davon, was @roughneck davon hält.
in London gibt es auch eine Citymaut........ und da fahren nicht so viele Ostblock- LKW's auf den AB's rum, welche wir mit unseren Steuergeldern in Schuss halten (oder auch nicht!).
Ausserdem fahren die Engländer auf der falschen Seite😁😁
Finde ja alles hochinteressant und das Thema sollte auch weiterdiskutiert/-geführt werden. Gehört das aber wirklich, (da Modell- und Bj.- u. zuletzt sogar Hersteller-unabhänging)
nicht "verschoben", um einen (noch) größeren Diskussionskreis anzusprechen zu können?
Gruß