Aktuelle Umweltdebatte
Im Zusammenhang mit den gerade laufenden CO²-Diskussionen bin ich mal gespannt wie gerade die Premium-Fahrzeughersteller, bei künftigen Neuentwicklungen und Modellpräsentationen, reagieren.
Kann man es sich eigentlich noch leisten einen nochmals leistungsgesteigerten und noch durstigeren Boliden wie den BMW-V10 offensiv zu bewerben ?
Dasselben gilt natürlich auch für den anstehenden Audi RS6-V10 oder den Porsche Cayenne turbo etc.
Da werden derzeit sicherlich einige Köpfe in den Marketingabteilungen heißlaufen.
Versucht man das Thema auszusitzen oder geht man ganz neue Wege indem man die Entwicklung derartiger CO²-Produzenten gar nicht mehr verfolgt und sich stattdessen auf sparsamere Motoren bzw. Gesamt-Konzepte konzentriert ?
Was denkt Ihr darüber ?
132 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Don Luigi
Bist du dir sicher? 😁
Das Wasserkraft-Land Österreich ist auch beim elektrischen Strom nicht so unabhängig wie es beim ersten Blick scheint.
Vor einigen Jahren war Österreich noch in der Lage mehr als 70 Prozent seines Strombedarfes aus erneuerbaren Energiequellen (Donaukraftwerke) zu erzeugen. Mittlerweile ist dieser Prozentsatz, bedingt durch die überproportionale Stromverbrauchssteigerung auf fast die Hälfte zurückgegangen.
Mehr als ein Drittel muß in Wärmekraftwerken aus Öl, Gas und Kohle produziert werden, womit wir in hohem Maße importabhängig sind.
Der immer noch fehlende Strom muß direkt im Ausland (2003 waren es bereits 8,4 Prozent) eingekauft werden, wodurch auch Atomstrom nach Österreich kommt.
Quelle: www.waltner.co.atSo viel dazu.....
ich hab nie behauptet wir haben NUR Wasserkraft. Ich sagte lediglich dass bei uns die Wasserkraft keine vernachlässigbare Energiequelle ist. Jede Partei wäre froh 61% der Stimmen zu haben 😉
2005 wurden 61% aus Wasserkraft plus erneuerbaren Energien erzeugt. Der Rest aus Kalorischen Kraftwerken. ~5% mussten Importiert werden. Dass dabei auch Atomstrom inkludiert ist, liegt nur daran, da alle Nachbarländer auf Atomstrom setzen, wir müssen das zum Glück nicht...
Quelle www.e-control.at (ist der Staatliche Regulator des Gas und Strommarktes)
mfg
Peter
Zitat:
Original geschrieben von Peter_AT
Mir ist jedoch klar, dass das eher ein "regionaler" Vorteil bei uns ist, welcher für uns die Atomkraftwerke unnötig macht...
Ja du hast recht, der Anteil der erneuerbaren Energien in Österreich ist schon recht hoch. Mir gings aber darum, das eben auch ihr Atomkraftwerke (eben die im Ausland) benötigt, da ihr sonst nicht genügend Strom habt. So setzt ihr eben auch, ob gewollt oder nicht, auf Atomstrom.
Die selbe Debatte startet ja in Deutschland auch allmählich, wir schalten KKWs aus (was ich persönlich gut finde), aber wenns schlecht läuft müssen wir eben Strom importieren. Auch aus Nachbarländer, die immer noch auf Atomstrom setzen (Frankreich z.B.)
Man sieht, die Umweltprobleme sind nicht regional begrenzt...
Ich weiss wirklich nicht, was das Gejammer mit dem Grenzwert von 130 Gramm soll.
Sicher, die Deutschen sind mit am weitesten davon entfernt. Aber das sollte eher ein Ansporn sein, neue Autos attraktiver zu machen. Das könnte den Autoverkauf durchaus ankurbeln. Bei der Sicherheit haben sich die Hersteller ja auch nicht zurückgehalten. Immer mehr Airbags, etc.. Man hat den Leuten vorgegaukelt, dass ältere Autos geradezu gefährlich sind. Wer auf sein Leben wert legt, muss ein sicheres neues Auto kaufen...
Früher müssen alle Autofahrer lebensmüde gewesen sein...
Diese neue Vorgabe sollte als Herausforderung gesehen werden. Das ist wesentlich sinnvoller als der ganze Sicherheitsplimplam, der die Autos schwerer macht. Damit brauchen die Autos mehr Sprit und langweiliger zu fahren sind fettleibigere Autos auch noch.
Dass bei Einhaltung der Grenzwerte nicht auf Leistung verzichtet werden muss, ist auch Fakt.
Diese Vorgagen sind schon länger bekannt. Wenn die Entwicklung verpennt wurde, selbst schuld. Andere haben es besser gemacht.
Zitat:
Original geschrieben von Don Luigi
Die selbe Debatte startet ja in Deutschland auch allmählich, wir schalten KKWs aus (was ich persönlich gut finde), aber wenns schlecht läuft müssen wir eben Strom importieren. Auch aus Nachbarländer, die immer noch auf Atomstrom setzen (Frankreich z.B.)
Daher stehen die ausländischen KKW´s auch alle schön nahe an unserer Grenze.
Damit spart man sich Leitungsverluste beim Exportieren.
Aber Hauptsache wir schalten unsere (sichereren) KKW´s ab. Ob wir den Strom dann aus nuklearen Zeitbomben (z.B. Temelin) direkt um die Ecke beziehen, ist ja sowas von egal.
Manchmal frägt man sich schon auf welchem Stern unsere grünroten Ideologen geboren wurden.
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Ich stimme dir da vollkommen zu. Es wäre der falsche Weg, unsere im Vergleich sicheren KKWs abzuschalten und dann Atomstrom aus Tschechien (ja Temelin, heute schon nen Störfall gehabt?) oder sonstwoher zu beziehen. Deshalb müsste man in erneuerbare Energien investrieren, und das nicht zu wenig.
Aber ich denke das würde in diesem Thread zu weit führen (und wahrscheinlich auch nix bringen) und auch an der Kernfrage des Threaderstellers vorbei gehn.
Wo die Grenzen des Flottenverbrauchs jetzt feststehen (130g CO2/km bis 2012), wird sich einiges tun.
Ich glaub, die "Erneuerungspolitik" (sachlich ausgedrückt ;-) ) der Motoren (nicht nur) bei BMW wird noch rasanter von statten gehn..soviel kann man wohl schon sagen.
Bei einem Hersteller wie BMW mach ich mir keine Sorgen, daß die diese Kriterien erfüllen werden, aber wie siehts denn mit Porsche, Ferrari etc aus? Bin da mal gespannt.
Zitat:
Original geschrieben von Don Luigi
Ich stimme dir da vollkommen zu. Es wäre der falsche Weg, unsere im Vergleich sicheren KKWs abzuschalten und dann Atomstrom aus Tschechien (ja Temelin, heute schon nen Störfall gehabt?) oder sonstwoher zu beziehen. Deshalb müsste man in erneuerbare Energien investrieren, und das nicht zu wenig.
Nur noch mal kurz dazu : das Problem an den erneuerbaren Energien ist die Grundlastabdeckung.
Was ist wenn mal kein Wind geht ? Oder, bei Photovoltik, wenn die Sonne nicht scheint ?
Hierfür müssen dann immer Kraftwerke im Quasi-Leerlauf bereitstehen, was deren Wirkungsgrad und die Lebensdauer erheblich beeinträchtigt.
Solange man keine adäquaten Speichermedien zur Verfügung hat, bleiben die erneuerbaren Energien nur eine Gewissenserleichterung.
Zudem braucht man für die Herstellung, Fundamente, Kabelanbindung von Windrädern erhebliche Energien welche dies bis zum Ende Ihrer Lebensdauer oft nichteinmal erzeugen.
Zitat:
Original geschrieben von Don Luigi
Wo die Grenzen des Flottenverbrauchs jetzt feststehen (130g CO2/km bis 2012), wird sich einiges tun.
Ich glaub, die "Erneuerungspolitik" (sachlich ausgedrückt ;-) ) der Motoren (nicht nur) bei BMW wird noch rasanter von statten gehn..soviel kann man wohl schon sagen.
Bei einem Hersteller wie BMW mach ich mir keine Sorgen, daß die diese Kriterien erfüllen werden, aber wie siehts denn mit Porsche, Ferrari etc aus? Bin da mal gespannt.
Bis dato sind seitens der EU noch keine Grenzwwerte festgelegt worden. Die 130 mg/km sind nur ein Vorschlag.
Weiterhin sollen die Grenzwerte fahrzeugklassenspezifisch (was ein Wort) fetsgelegt werden d.h. z.B. ein Family-Van darf mehr CO² ausstoßen als ein Smart.
Also meine derzeitge Prognose : das Thema wird alsbald wieder in der Versenkung verschwinden.
Jetzt sind erstmal wieder die Raucher an der Reihe 😉
Zum Thema Grundlast: es geht alles, wenn man nur will (dezentrale Kraftwerke, KWK etc, Stichwort Wasserstoff). Wenn man jetzt nicht aus der Kerntechnik aussteigt, würde man sich auch weiterhin keine Gedanken machen, wies weitergehn soll und das Problem schiebt sich auf, bis kein Uran mehr da ist oder ein Reaktor in die Luft geht. Vom Nichtstun wird nichts besser!
Was allerdings bei der ganzen Debatte fast untergeht ist, welchen Anteil die PKW am Gesamtausstoss von CO2 haben. Es sind ungefähr 12%!!
(Stand 2002, Quelle: Nationaler Allokationsplan d. Bundesregierung)
Wenn man den Anteil der neuzugelassenen Wagen mit einbezieht, die dann etwa ein Viertel weniger CO2 emittieren,wird man feststellen, dass sich an den Gesamtemissionen (also den 100%) nicht viel ändern wird.
Zum Vergleich: Emissionen Stromerzeugung 41%. Und die pulvern weiter schön fleissig mit ihren Kohlekraftwerken raus was das Zeug hält, Emissionshandel hin oder her.....
Da ist doch was faul im Staate Deutschland...
http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=854&sid=158
Das Schlimme ist ja, dass in dieser ganzen, an Glaubenskrieg erinnernden Kampagne eine Menge Information überhaupt nicht transportiert wird.
Ich habe mal spasshalber einige meiner Mitarbeiter gefragt, wie sie das Verhältnis des von Menschen ausgeatmeten Kohlendioxid in Deutschland im Verhältnis zum durch PKw emittierten einschätzen. Der Mittelwert der Antworten lag bei 1:100.
In Wirklichkeit beträgt die verkehrsbedingte deutsche Emission bei ca. 95 Mt, die menschlich bedingte bei ca 32 Mt, also ca 1:3.
Basis sind dabei 20 l/h Person(sind ein Mittelwert zwischen Ruhe und leichter Arbeit) Wer öfter Leistungssport betreibt gilt dann wahrscheinlich schon als Umweltsünder ;-).
Auch erscheint auf den allermeisten Statistiken nur die Zahl 32,5 Gt weltweiter CO 2 Ausstoss, die weltweite natürliche Emission liegt allerdings bei 560 Gt.
Seltsamerweise wird auch der Aspekt der Wohngebäudeheizung nur mariginal erwähnt, man kann aber ohne jeden Komfortverlust den Verbrauch eines Hauses halbieren, bei einem PKw führt das zu einem enormen Komfort-und Sicherheitsverlust.
Zitat:
Original geschrieben von trisport45
In Wirklichkeit beträgt die verkehrsbedingte deutsche Emission bei ca. 95 Mt, die menschlich bedingte bei ca 32 Mt, also ca 1:3.
Schöner Vergleich. Aber ein sehr kritisches Thema.
Es ist auch nicht allen bewusst, dass auf der Welt immer noch eine massive Bevölkerungsexplusion existiert, vermutlich, weil es in Deutschland eher andersrum ist.
Wenn das so weitergeht (und das wird es), gibts irgendwann ein Massensterben, aus welchem Grunde auch immer. (umweltbedingte Naturkatastrophen -wegen Erwärmung-, Viren, Krankheiten, Weltkrieg, oder sonstwas)
In vielen Drittländern bekommen die Frauen durchschnittlich 20 Kinder und mehr. Früher ist ein grosser Teil davon gestorben, die wiederstandsfähigsten haben überlebt. So war das immer weitestgehend im Gleichgewicht. Die Industriestaaten haben dafür gesorgt, dass mehr überleben; mit verheerenden Folgen.
Deshalb sehe ich Origanisationen wie Unicef eher kritisch.
Humanitär ist dieser Gedankengang bedenklich. Aber wie ist ein aktueller Spruch: "Die Wahrheit braucht mutige, die sie aussprechen."
Sowas hat eigentlich nichts in einem Autoforum verloren, und es weicht ein wenig vom Thema ab. Bin auch nicht böse, wenn das gelöscht wird.
Hier mal ein Artikel aus der Berliner Zeitung von heute zu dem Thema, der wohl einigen auf den Magen schlagen wird:
"SPD will an Dienstwagen ran
Für den Klimaschutz: Steuerprivilegien auf spritfressende Firmenautos sollen gekappt werden / Viele Mittel- und Oberklassefahrzeuge von Daimler, BMW und VW/Audi betroffen
Jörg Michel
BERLIN. Angesichts der Gefahren durch den Klimawandel wollen die Umweltpolitiker der SPD die steuerlichen Privilegien für spritfressende Dienstwagen kappen. Die Kosten für den Betrieb der Firmenwagen sollen demnach nur noch bis zu einer klimapolitisch vertretbaren Höhe von der Steuer absetzbar sein. "Heute subventioniert die Allgemeinheit die Spritfresser. Wenn wir eine Obergrenze einführen, ist damit endlich Schluss", sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, Ulrich Kelber, der Berliner Zeitung.
Bislang können Firmen die Kosten für Anschaffung und Betrieb der Dienstwagen in Gänze von der Steuer absetzen. Dies beinhaltet auch die Kosten für den Kraftstoff. Kelber schlägt nun vor, diese Betriebskosten nur noch in dem Umfang zu berücksichtigen, wie dies in etwa den neuen Zielwerten der EU für den Ausstoß von Kohlendioxid von Autos entspricht. Brüssel hatte am Mittwoch für alle Wagen einen Zielwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer beschlossen. Dies entspricht bei Super etwa einem Durchschnittsverbrauch von 5,5 Litern pro 100 Kilometer.
In der Praxis würde der SPD-Vorschlag dazu führen, dass nur noch Wagen mit einem Verbrauch bis zu dieser Grenze in den Genuss des vollen Steuerprivilegs kämen. Für Verbrauchskosten, die darüber hinausgehen, müsste der Dienstwagenbesitzer aufkommen. "Das spart Milliarden und bringt den Klimaschutz voran", so Kelber.
Mit der Initiative zielen die Umweltpolitiker der SPD vor allem auf die Autos der Mittel- und Oberklasse wie Daimler, BMW und VW, die besonders viel Treibstoff verbrauchen und viel Kohlendioxid in die Luft pusten. Bis zu zwei Drittel aller in Deutschland verkauften Autos dieser Kategorie sind Firmenwagen. In Einzelfällen wie beim Fünfer-BMW werden sogar 80 Prozent aller verkauften Autos als Dienstwagen geordert. Die Firmen können sich einen Großteil der Kosten aber wieder vom Finanzamt zurückholen. Da die Ausgaben für Anschaffung und Unterhalt dieser Wagen überdurchschnittlich hoch sind, ist auch die Steuerersparnis im Vergleich zu klimaschonenden Kleinwagen größer. Umweltschützer kritisieren diese milliardenschwere Steuersubvention schon seit Jahren.
Auch die Grünen fordern eine Kürzung. "Wir müssen ökologisch kontraproduktive Steuersubventionen rasch abbauen", sagte der Fraktionschef der Grünen, Fritz Kuhn, dieser Zeitung. Die Grünen wollen dabei noch weiter gehen als die SPD. Sie fordern, dass neben der Absetzbarkeit der Betriebskosten auch die Absetzbarkeit der Anschaffungskosten begrenzt wird. Kuhn schlug vor, dabei ab 2008 keinen Wagen mehr steuerlich zu begünstigen, der über 140 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstößt. Dies wäre das faktische Aus für das Steuerprivileg vieler Autos der Mittel- und Oberklasse. "Die Zeiten fröhlicher PS-Protzerei sind vorbei", sagte Kuhn.
Umweltschützer verfolgen eine ähnliche Linie: "Es kann nicht sein, dass Dienstwagen mit extremen Kohlendioxid-Emissionen bis zur Hälfte vom Steuerzahler mitfinanziert werden", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch. Er schlug vor, auch die steuerlichen Regeln für Dienstwagen von Angestellten zu verändern. Diese müssen die Nutzung des Wagens bislang mit 1,5 Prozent des Neuwertes monatlich pauschal versteuern. Nach Vorstellung der Umweltschützer soll dieser Satz für klimaschonende Kleinwagen gesenkt und für spritfressende Limousinen erhöht werden."
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/politik/627328.html
Zitat:
Original geschrieben von Cali65
Hier mal ein Artikel aus der Berliner Zeitung von heute zu dem Thema, der wohl einigen auf den Magen schlagen wird:
"SPD will an Dienstwagen ran
Für den Klimaschutz: Steuerprivilegien auf spritfressende Firmenautos sollen gekappt werden / Viele Mittel- und Oberklassefahrzeuge von Daimler, BMW und VW/Audi betroffen
Jörg MichelBERLIN. Angesichts der Gefahren durch den Klimawandel wollen die Umweltpolitiker der SPD die steuerlichen Privilegien für spritfressende Dienstwagen kappen. Die Kosten für den Betrieb der Firmenwagen sollen demnach nur noch bis zu einer klimapolitisch vertretbaren Höhe von der Steuer absetzbar sein. "Heute subventioniert die Allgemeinheit die Spritfresser. Wenn wir eine Obergrenze einführen, ist damit endlich Schluss", sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, Ulrich Kelber, der Berliner Zeitung.
Das ist wiedermal typisch für : Wasser predigen und in Champagner baden !
Was fahren denn die feinen Herren für Dienstwagen ? Doch keinen 5er ! Nein ein 7er, A8, S-Klasse etc. muß es schon sein !
Wie war das nochmal als die grünen Ökoprediger forderten, man solle nur noch einmal in 5 Jahre in Urlaub fliegen ?
Und welcher Partei gehört denn der Bonus-Meilen-Sünder Renzo Schlauch an, welcher damit seine Lustreisen nach Bangkok (ca. 18.000 km Hin-und Rückflug) finanzierte ?
Mannmann !
Im Übrigen, wenn diese Forderung durchkäme, würde der Absatz von allen Fahrzeugen über der Klasse Audi A4 / VW-Passat schlagartig einbrechen.
Das genau ist der Grund, weswegen diese Forderung aus der Klamottenkiste genauso schnell wieder verschwinden wird wie sie gekommen ist.
Auch wenn sie in unserer Neidgesellschaft salonfähig ist.
Zitat:
Original geschrieben von j123
Was fahren denn die feinen Herren für Dienstwagen ? Doch keinen 5er ! Nein ein 7er, A8, S-Klasse etc. muß es schon sein !
...
Auch wenn sie in unserer Neidgesellschaft salonfähig ist.
Zum einen Widersprichst du dir grad selber, zum anderen:
Was hat der Spritverbrauch bitte mit Neid zu tun??
Wenn jmd meint, er muss nen Dienstwagen haben, der 15Liter braucht, dann sollte er das auch bitte auch selber zahlen! Es gibt genügend sparsame Alternativen (siehe etwa 520d) und es wird in Zukunft auch sicher noch mehr davon geben.
Diese Regelung ist absolut vernünftig und längst überfällig.
Zitat:
Original geschrieben von Don Luigi
Diese Regelung ist absolut vernünftig und längst überfällig.
Genau, deshalb wird der nächste Firmenwagen vermutlich ein Lexus LS600H sein, der verbraucht 9,5 Liter. Wenn das Beispiel macht, haben sich die Deutschen Politiker aber mächtig ins eigene Knie geschossen.
Zitat:
Original geschrieben von Cali65
Hier mal ein Artikel aus der Berliner Zeitung.......:
....steuerlichen Privilegien für spritfressende Dienstwagen kappen......"Heute subventioniert die Allgemeinheit die Spritfresser. Wenn wir eine Obergrenze einführen, ist damit endlich Schluss"....
....würde ...dazu führen, dass nur noch Wagen mit einem Verbrauch bis zu dieser Grenze in den Genuss des vollen Steuerprivilegs kämen. Für Verbrauchskosten, die darüber hinausgehen, müsste der Dienstwagenbesitzer aufkommen. "Das spart Milliarden und bringt den Klimaschutz voran", so Kelber.
.....Die Firmen können sich einen Großteil der Kosten aber wieder vom Finanzamt zurückholen. Da die Ausgaben für Anschaffung und Unterhalt dieser Wagen überdurchschnittlich hoch sind, ist auch die Steuerersparnis im Vergleich zu klimaschonenden Kleinwagen größer. Umweltschützer kritisieren diese milliardenschwere Steuersubvention schon seit Jahren.....
"Die Zeiten fröhlicher PS-Protzerei sind vorbei", sagte Kuhn.
Umweltschützer verfolgen eine ähnliche Linie: "Es kann nicht sein, dass Dienstwagen mit extremen Kohlendioxid-Emissionen bis zur Hälfte vom Steuerzahler mitfinanziert werden", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch. Er schlug vor, auch die steuerlichen Regeln für Dienstwagen von Angestellten zu verändern. Diese müssen die Nutzung des Wagens bislang mit 1,5 Prozent des Neuwertes monatlich pauschal versteuern. Nach Vorstellung der Umweltschützer soll dieser Satz für klimaschonende Kleinwagen gesenkt und für spritfressende Limousinen erhöht werden."
Sorry, aber dieser Bericht beweist mal wieder dass manche Politiker nicht den Hauch einer Ahnung haben:
1) Der geldwerte Vorteil für die private Dienstwagennutzung beträgt 1,0% und nicht wie zitiert 1,5%. Diese "kleine" Erhöhung von 1,0 auf 1,5% wurde vor Jahren einmal diskutiert aber wieder verworfen da alleine dieser Wert u.a. zu einer enormen Veränderung der Dienstwagen geführt hätte.
2) "Große" Dienstwagen werden von der Allgemeinheit subventioniert.
Wie bitte 🙄?!?
Sorry, aber manche Leute wissen wirklich nicht wovon sie reden. Dienstwagen werden ganz alleine vom Geld des Unternehmens finanziert, kein einziger Cent kommt vom Staat bzw. der sogenannten Allgemeinheit. Es kann ja wohl nicht sein, dass ein Unternehmen neben seinen Einnahmen nun noch nicht einmal mehr seine Ausgaben geltend machen kann. Die Abschreibungsregeln machen hier schon mehr als genügend Einschränkungen.
Gruß, Cool1967
Du hast da wohl den falschen Ansatz. Es stellt sich schon die Frage, ob ein Unternehmen die Treibstoffkosten für ein Fahrzeug, dass 15 Liter Super verbraucht, steuerlich geltend machen kann. Das geht dann schon zu Lasten der Allgemeinheit. Verbraucht der Wagen nämlich nur 7,5 Liter Diesel, wird die Bemessungsgrundelage zur Ertragsversteuerung für die Allgemeinheit um 60 - 70 % verbessert und die Umwelt entlastet.
Man kann diese Diskussion nicht einfach abwürgen. Man sollte aber schon klar sagen, dass es hier in erster Linie um Motorentechnologie geht und nicht so sehr um die Länge oder Breite eines Fahrzeugs. Ein Touran 2,0 TDI oder Zafira 1,9 CDTI wiegt genauso viel wie ein 520d.
Von daher sollte man Fahrzeuge wie 5-er, A6 oder E-Klasse auch allein am Co2-Ausstoss messen und keine Neiddebatte aufkommen lassen. Für Fahrzeuge jenseits 3 Liter Hubraum, größer 180 g Co2 Ausstoss und mehr als 200 PS wird diese Debatte aber kaum zu vermeiden sein. Der Druck wird zunehmen. Keine Frage.