Aktuelle Umweltdebatte

BMW 5er E60

Im Zusammenhang mit den gerade laufenden CO²-Diskussionen bin ich mal gespannt wie gerade die Premium-Fahrzeughersteller, bei künftigen Neuentwicklungen und Modellpräsentationen, reagieren.

Kann man es sich eigentlich noch leisten einen nochmals leistungsgesteigerten und noch durstigeren Boliden wie den BMW-V10 offensiv zu bewerben ?
Dasselben gilt natürlich auch für den anstehenden Audi RS6-V10 oder den Porsche Cayenne turbo etc.

Da werden derzeit sicherlich einige Köpfe in den Marketingabteilungen heißlaufen.
Versucht man das Thema auszusitzen oder geht man ganz neue Wege indem man die Entwicklung derartiger CO²-Produzenten gar nicht mehr verfolgt und sich stattdessen auf sparsamere Motoren bzw. Gesamt-Konzepte konzentriert ?

Was denkt Ihr darüber ?

132 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Cali65


In Grossbritannien ist es bereits so, dass alle Firmenwagen mit einem CO2-Austoss > 160 g/km nicht mehr steuerlich absetzbar sind...

Mag ja sein. Aber mit dem Sinn und Zweck eines Steuersystems hat das rein gar nichts zu tun. Politiker werden es nun mal nie lernen, dass Lenkungsziele im Steuerrecht aber auch gar nichts zu suchen haben und vor allem noch weniger bringen 😉 Aber das sind nun mal die Auswüchse dieser sinnfreien Umweltdebatte.

Außerdem ist es natürlich eine super BILD-Schlagzeile: Die Deutsche Bank darf ihre 760iL nicht mehr "von der Steuer absetzen". Wobei das Ganze natürlich überhaupt nichts mit "von der Steuer absetzen" zu tun hat. Egal, Hauptsache der Pöbel applaudiert. Ganz großes Kino.

MfG
roughneck

Wir lösen das Problem dann doch ganz einfach: die Vorstansbezüge werden um die Bruttokosten für das Fahrzeug (d.h. inkl. aller Betriebskosten und der persönlichen Steuer, die der "Begünstigte" zu zahlen hat, etc) erhöht. Wäre ja richtig schlimm, wenn die "Peanuts" ein Rolle spielen würden. Der Aktionär will ja sowieso immer zuviel Devidende. Zudem ist der Moloch Staat auch glücklich, da er noch mehr Steuereinnahmen hat.
Nur Blöd, wenn Du nicht im Vorstand der DB (oder z.B. eines anderen DAX-Unternehmen) bist.

Gruß

Ganz egal, ob das nun dem Staat (Steuerzahler) was kostet oder nicht. Für unseren Standort wäre das schädlich. Wir sind schlisslich ein Autoland. Deshalb wird das auch nicht kommen.

Abgesehen davon. Wenn den kleinen Unternehmern die Möglichkeit genommen wird, ein schönes Auto abzusetzen, fehlt bestimmt vielen auch der Anreiz, viel zu Arbeiten, viel umzusetzen, weil der Staat von den Gewinnen das meiste wegnimmt. Also, dann lieber ins Ausland mit dem Betrieb, da lohnt es sich mehr, viel zu Arbeiten, viel umzusetzen.

Unser Standort ist, im Vergleich zum europäischen Ausland, jetzt schon mit die letzte Wahl. Selbst junge Fachkräfte gehen jetzt schon nicht selten weg, weil sie woanders netto mehr bekommen. Es ist nunmal meistens so (weltweit), dass Leute, die in der Schule besser aufgepasst haben, mehr verdienen als die andern. Das haben sie sich auch verdient.

Neid setzt voraus, dass der Neider denkt, er ist genauso gut wie derjenige, der seiner Meinung nach zuviel hat, oder zuviel gekommt. Er denkt, ihm steht genausoviel zu. Nicht selten auch noch mit Vollkaskomentalität, bloss kein Risiko eingehen. Und 35 Stundenwoche...

Da wird es einem schlecht, denn davon scheinen wir bein uns sehr viele zu haben.

Zitat:

Original geschrieben von Norbert W.


Ganz egal, ob das nun dem Staat (Steuerzahler) was kostet oder nicht. Für unseren Standort wäre das schädlich. Wir sind schlisslich ein Autoland. Deshalb wird das auch nicht kommen.

Abgesehen davon. Wenn den kleinen Unternehmern die Möglichkeit genommen wird, ein schönes Auto abzusetzen, fehlt bestimmt vielen auch der Anreiz, viel zu Arbeiten, viel umzusetzen, weil der Staat von den Gewinnen das meiste wegnimmt. Also, dann lieber ins Ausland mit dem Betrieb, da lohnt es sich mehr, viel zu Arbeiten, viel umzusetzen.

Unser Standort ist, im Vergleich zum europäischen Ausland, jetzt schon mit die letzte Wahl. Selbst junge Fachkräfte gehen jetzt schon nicht selten weg, weil sie woanders netto mehr bekommen. Es ist nunmal meistens so (weltweit), dass Leute, die in der Schule besser aufgepasst haben, mehr verdienen als die andern. Das haben sie sich auch verdient.

Neid setzt voraus, dass der Neider denkt, er ist genauso gut wie derjenige, der seiner Meinung nach zuviel hat, oder zuviel gekommt. Er denkt, ihm steht genausoviel zu. Nicht selten auch noch mit Vollkaskomentalität, bloss kein Risiko eingehen. Und 35 Stundenwoche...

Da wird es einem schlecht, denn davon scheinen wir bein uns sehr viele zu haben.

@Norbert

Mit Deiner Meinung gehe ich absolut kondom.

Zu ergänzen wäre noch :

1.) In Deutschland hängt jeder 3.Arbeitsplatz von der Autoindustrie incl. Zuliefer- und Servicebetrieben ab.

2.) Die automoblie Oberklasse fungiert immer als Versuchsträger für Innovationen. Denkt nur mal an Airbag, ESP, ABS u.v.m.

3.) Unseren Exportweltmeistertitel verdanken wir weitgehend dem guten Ruf unserer Produkte. Hierfür fahren öffentlich sichtbar auf den Strassen unserer Auslandskunden die Premiumfahrzeuge von BMW, DB, Porsche, Audi (incl. der leidigen SUV´s).
Eine bessere Werbung für deutsche Erzeugnisse kann es doch gar nicht geben !

BTW, die CDU/CSU hat den Vorschlag der rotgrünen Chefideologen schon abgelehnt.
Insofern mal wieder eine Alibi-Diskussion nach dem Motto KLICK !

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Unabhängig davon möchte ich mich hier noch bei Cool 67 entschuldigen.

Sorry 😉

Ich glaube, die ganze Diskussion ist heute (leider) mehr oder weniger sinnlos.

Ich prognostiziere, dass die Welt die auf der Erde vorhandenen fossilen Rohstoffe im wesentlichen aufbrauchen wird. Und beim Verbrauch aller fossilen Rohstoffe entsteht nunmal CO2.

Das was hier diskutiert wird, verteilt den CO2-Ausstoss vielleicht über ein halbes oder ein Jahrhundert mehr in die Zukunft, führt aber nicht zu einer wirklich besseren Situation für zukünftige Generationen und dürfte langfristig nur marginale Klima-Auswirkungen haben.

Gehemmt werden wird der Verbrauch fossiler Rohstoffe allenfalls durch höhere Preise aufgrund schwierigerer Verfügbarkeit. Unser Öl reicht von heute ab noch ca. 50 Jahre. Geschätzt gibt es in Sand/Schlämmen und unter dem Meeresboden nochmal soviel wie derzeit an bekannten Ölquellen auf dem Festland. Dann sind es meinentwegen nochmal fünfzig Jahre aber schon bei immensen Kosten (vielleicht Faktor 5 zu heute). Dann ist aber entgültig Feierabend.

Im Hinblick auf diese Situation freut es mich, dass die grosskotzigen deutschen Autohersteller, denen es wirklich nur um grösser, schneller und mehr PS geht, mal ein wenig gepickst werden.

Für jemanden der ein, zwei Generationen nach vorne blickt, ist es wirklich nicht verständlich, warum technologischer Fortschritt zu immer schwereren Fahrzeugen mit mehr PS (und vielleicht gleichbleibendem Verbrauch - da klopfen sich die Ingenieure dann aber schon feste auf die Schulter...) führen muss.

Zitat:

Original geschrieben von guenniii


Im Hinblick auf diese Situation freut es mich, dass die grosskotzigen deutschen Autohersteller, denen es wirklich nur um grösser, schneller und mehr PS geht, mal ein wenig gepickst werden.

Grosskotzig sind nicht diejenigen, die etwas herstellen, sondern diejenigen, die es kaufen. Hergestellt wird nämlich das, was der Mark bzw. der grosskotzige Kunde verlangt. Da wir alle zu grosskotzigen Konsumenten (und dies gilt nicht nur für Automoblile) geworden sind, sind es WIR, die mal ein wenig "gepickst" werden sollten.

Im Übrigen hat all dies nichts mit dem Klima zutun ... das macht eh was es will. Und Öl und Gas werden übrigens bereits in 40 Jahren Geschichte sein. Als hätte es sie niemals auf diesem Planeten gegeben .... und das Klima wird sich weiterhin verändern ... und der Erdenball wird sich weiterdrehen ... und der Mensch wird vergehen ... und das Klima wird sich weiter verändern ... und die Erde wird sich weiter drehen ... und ... dann geht die Sonne aus ... und dann ist dieses kleine unbedeutende Kapitel Universumsgeschichte ebenfalls aus ....

~~~~~ The End ~~~~~

Gruss vom
grosskotzigen Philosophen 😁

_____________________________________
Ich halte Putin mittelfristig für besorgniserregender als den Klimawandel

Zitat:

Original geschrieben von Cali65


Unabhängig davon möchte ich mich hier noch bei Cool 67 entschuldigen.

Sorry 😉

Oh, Danke Cali65, Entschuldigung angenommen, aber wir hatten uns doch überhaupt nicht richtig gestritten, das geht doch unter 5er-Fahrern garnicht 🙂.

Gruß, Cool1967

Ich kann mich nur immer wieder über die merkwürdigen Denkstrukturen mancher Zeitgenossen wundern. Was ist daran grosskotzig, wenn ich von meinem sauer verdienten Geld das Auto fahre, dass mir gefällt, und wenn es ein Rolls Royce ist. Es gibt doch auch kaum eine Diskussion, ob ich mir ein 400 qm Haus leiste, oder in einem 30 qm Wohnklo lebe.
Grosskotzig ist, was man sich nicht leisten kann und trotzdem tut.
Es ist m.M. auch nicht grosskotzig, wenn ein Minister ein Premium Fahrzeug als Dienstwagen hat – schließlich hat er Repräsentationspflichten und die Fahrzeuge brauchen Panzerung- ein Herr Gabriel im Fond eines Polo *ggggg*, da braucht man doch jedes Mal den Schneidbrenner :-)

Aber es ist sehr wohl grosskotzig, wenn der o.a. Minister erklärt, er würde in Zukunft bei jeder Dienstreise einen Ausgleichsbetrag für die CO 2 Emission zahlen. Klar mit fremden Geld (dem des Steuerzahlers) kann man gut den Wohltäter spielen- die Bananenrepublik lässt grüssen.

Zitat:

Original geschrieben von trisport45


Aber es ist sehr wohl grosskotzig, wenn der o.a. Minister erklärt, er würde in Zukunft bei jeder Dienstreise einen Ausgleichsbetrag für die CO 2 Emission zahlen. Klar mit fremden Geld (dem des Steuerzahlers) kann man gut den Wohltäter spielen- die Bananenrepublik lässt grüssen.

Danke, ich dachte schon ich bin der einzige, dem das Sauer aufstößt.

Wird Zeit, dass es wieder Sommer wird, dann ebbt dieser Sturm im Wasserglas hoffentlich wieder ab.

Zitat:

Hergestellt wird nämlich das, was der Mark bzw. der grosskotzige Kunde verlangt.

Das bezweifle ich so fast. Welchen wirklich rationalen Grund gibt es zum Beispiel, dass die jetztige E60/E61 Modellreihe mit dem FL nochmals stärkere Motoren bekommt? Ich glaube kein 3,0l-Motor Fahrer schreit, sein Motor ist ihm zu lahm. Wenn der 530D nicht langt, dann nimmt er halt den 535D.

Der einzige Grund, die Leistungen weiter zu erhöhen ist das Konkurrenzdenken zu anderen Herstellern. Dies spielt sich wohl auch in den Vorstandsetagen auf "Mein Schwanz ist länger"-Niveau ab. Und genau soetwas meinte ich mit grosskotzigem Verhalten der Fahrzeughersteller.

Anderes Beispiel: warum gab es z.B. beim neuen 520D Lieferschwierigkeiten? Weil ihn soviele haben wollten und BMW nicht darauf vorbereitet war, dass sich diese Motorisierung sich so gut verkaufen lässt. Ganz klares Beispiel, dass der Kunde anders denkt, als vom Fahrzeughersteller gewollt.

Zitat:

Original geschrieben von trisport45


Ich kann mich nur immer wieder über die merkwürdigen Denkstrukturen mancher Zeitgenossen wundern. Was ist daran grosskotzig, wenn ich von meinem sauer verdienten Geld das Auto fahre, dass mir gefällt,...

Hallo,

das sehe ich ähnlich. Aber es ist nun mal relativ einfach anderen Menschen etwas zu verbieten, nur weil man es selber nicht hat (oder es nicht haben will). Daran zieht sich ja ein Großteil der "Umweltdiskussion" hoch.

MfG
roughneck

Zitat:

Original geschrieben von trisport45


Wenn ein Auto 15 l pro 100 km verbraucht, und der Sprit 1,25 € kostet, so kassiert der Staat davon ca. 0,80 € * 15 = 12,00 € an Mineralöl und Mehrwertsteuer, schreibt der Besitzer diese als Betriebskosten so erhält er günstigstenfalls 15* 1,25 * 0,42 Steuervorteil also etwa 7,90 €, dem Staat bleiben also ca. 4,00 € übrig.

Fährt derselbe Mensch nun ein Auto mit 5 l Verbrauch pro 100 km so ergibt sich folgende Rechnung: 0,80*5 = 4,00 € Steuereinnahme – 5*1,25*0,42 Steuervorteil = ca. 2,65 € dem Staat bleiben dann noch 1,35 €.

Es ist also ausgeprägt dummes Zeug wenn behauptet wird, dass der „kleine Mann“ den „Spritsäufer“ subventioniert, dem Staat bleiben IMMER bei mehr Verbrauch auch mehr Einnahmen die er dann wieder in die Klimaforschung zur Finanzierung neuer Horrorstudien stecken kann. :-(

Bei niedrigeren Steuersätzen fallen die Unterschiede noch deutlicher aus.

-Schwarz Rot in der deutschen Flagge stehen für die Koalition und gelb steht für die deutsche Nationalcharaktereigenschaft NEID.-

Und dieses Beispiel ist fast beliebig erweiterbar, wenn man nicht nur den Treibstoff und die damit zusammenhängenden Steuern betrachtet, sondern die ganze Kette der Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer. Ich würde gerne hören, welche Art von "Gegenfinanzierung" uns ins Haus schneit, wenn der Herr Bundesfinanzminister deutlich geringere Einnahmen zu verzeichen hat. Ich würde nur zu gerne errechnen können, welcher Fehlbetrag entsteht, wenn auf der gesamten Wertschöpfungskette deutlich weniger Umsatzsteuer und bei "Billigfahrzeugen" vermutlich auch weniger ergebnisabhängige Steuern anfallen.

Diese "Privilegierungsdebatte" halte ich für ziemlich ätzend, insbesondere deshalb, weil ja der Verbrauch von Strom, der auf der Basis von Kohle erzeugt wird, keinesfalls steuerlich "geahndet" wird. Wer hält da wohl die Hand darüber?

Und noch eine letzte Bemerkung zu dem Thema "Fahrzeuge in Großbritannien und deren Behandlung bei der Besteuerung":

Vielleicht machen sich die Protagonisten dieser Idee insoweit sachkundig, als sie ermitteln, wieviele Fahrzeuge in Großbritannien pro Jahr hergestellt werden und dann ermitteln, ob die Pkw-Produktion in GB wirklich noch eine Rolle spielt, es also ziemlich einfach ist, eine Besteuerung in eine Richtung zu lenken, die auf die eigene Volkswirtschaft keine Auswirkungen hat.

Frustrierte Grüße

Letzteres ging wohl an mich oder vielleicht auch nicht, wie auch immer. Ich bin kein Protagonist des Grossbritannienmodells, sondern habe es hier nur zur Erweiterung der Diskussionsgrundlage angeführt.

Davon abgesehen, einen 520d dürfte man als Dienstwagen auch in Grossbritannien steuermindernd abschreiben. 😉

Herrjeh -
wenn ich das alles so lese und ein Ansichts-und
Meinungsspektrums- Resume ziehe, dann überkommt mich ein starker Drang auszuwandern!!!
Das macht mir hier keinen Spaß mehr.

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