Achtung: Rost im Unterbodenbereich!!!
Hallo zusammen,
Ich bin Monteur in einem VW, Skoda und Audi Autohaus. Seit anfang des Jahres ging eine Meldung durch die deutschen Volkswagen Werkstätten, das die FZG Golf 5 und Touran (Touran extremer!), bis zum Herstellungszeitraum Oktober 2010, Rost im Hinteren Bereich des Unterbodens bekommen! Natürlich eine Schande für den Hersteller. Aber die waren natürlich wieder ganz klever und haben sich folgendes ausgedacht:
Jedes der betroffenen FZG bekommt bis einem Alter von 7 Jahren 100% Kulanz inkl. Leihwagen. Ab 7 Jahre nur noch 70% und da ist der Leihwagen Kulanz vom Autohaus! Ich selber hatte bei Verwandten das problem über 7 Jahren und es sind eine selbstbeteiligung von ca 200 bis 300 €.
Wer dies nicht in Anspruchnehmen würde ( und unter anderem seinem Vertrauens Autohaus keine gute Tat vollbringen möchte) der ist auf Deutsch gesagt Blöd da die Zeit abläuft. Einfach hinfahren nachschauen lassen (kostet auch nichts bei einem guten VW Partner!) und der Rest wird bei Bestätigung eines vorliegenden Rostes erledigt! Es gibt keine Langzeitstudien über die Rostung!!! Wir hatten welche mit sehr wenig aber auch welche mit sehr sehr viel! Also hinfahren lohnt auf jeden fall. Wer weis wie die Stellen in 10 Jahren aussehen ;-)
Für weiter Fragen stehe ich liebend gerne zur Verfügung!
PS: Ich mache das nicht für VW, sondern damit die ihren Mist wieder beheben können.
Beste Antwort im Thema
Hallo zusammen,
Ich bin Monteur in einem VW, Skoda und Audi Autohaus. Seit anfang des Jahres ging eine Meldung durch die deutschen Volkswagen Werkstätten, das die FZG Golf 5 und Touran (Touran extremer!), bis zum Herstellungszeitraum Oktober 2010, Rost im Hinteren Bereich des Unterbodens bekommen! Natürlich eine Schande für den Hersteller. Aber die waren natürlich wieder ganz klever und haben sich folgendes ausgedacht:
Jedes der betroffenen FZG bekommt bis einem Alter von 7 Jahren 100% Kulanz inkl. Leihwagen. Ab 7 Jahre nur noch 70% und da ist der Leihwagen Kulanz vom Autohaus! Ich selber hatte bei Verwandten das problem über 7 Jahren und es sind eine selbstbeteiligung von ca 200 bis 300 €.
Wer dies nicht in Anspruchnehmen würde ( und unter anderem seinem Vertrauens Autohaus keine gute Tat vollbringen möchte) der ist auf Deutsch gesagt Blöd da die Zeit abläuft. Einfach hinfahren nachschauen lassen (kostet auch nichts bei einem guten VW Partner!) und der Rest wird bei Bestätigung eines vorliegenden Rostes erledigt! Es gibt keine Langzeitstudien über die Rostung!!! Wir hatten welche mit sehr wenig aber auch welche mit sehr sehr viel! Also hinfahren lohnt auf jeden fall. Wer weis wie die Stellen in 10 Jahren aussehen ;-)
Für weiter Fragen stehe ich liebend gerne zur Verfügung!
PS: Ich mache das nicht für VW, sondern damit die ihren Mist wieder beheben können.
674 Antworten
Naja, da wollen wir doch mal die Kirche im Dorf lassen:
Bei einem Fahrzeug, das sieben, bis neun Jahre alt ist, Rostschäden geltend zu machen, erscheint mir recht vage!
Entweder habe ich alle Inspektionen durchführen lassen, und auch nachweislich alles dafür getan, um die Garantie auf "Nicht Durchrosten" zu erhalten, oder, ich habe da schlechte Karten!
Um in unseren Breiten Rost von einem Auto fernzuhalten, muß man einiges tun!
Denn da spielen äußere Einflüsse eine gewalige Rolle: Lange Winter, mit Rollsplit und Salz: Da kann kein Hersteller was dafür, oder gar dagegen tun! Deswegen bekommt man heute noch in Kalifornien fast neuwertige Karman Ghia, während die Golf III in Deutschland schon fast ausgestorben sind...
Deswegen "parken" z.B. Fluggesellschaften Flugzeuge, die temporär nicht gebraucht werden, u.a. in Tucson Arizona in der Wüste, weil sie da nicht rosten und auch nach Jahren reaktiviert werden können.
Stahl rostet. Ein Universalmittel dagegen ist noch nicht erfunden worden!
so long...
Zitat:
Original geschrieben von Triumph BGH 125
...
Deswegen "parken" z.B. Fluggesellschaften Flugzeuge, die temporär nicht gebraucht werden, u.a. in Tucson Arizona in der Wüste, weil sie da nicht rosten und auch nach Jahren reaktiviert werden können.
...
Auch die korridieren. Habe mich selbst davon überzeugt.
Aber eben nicht so schnell wie z.B. in Miami/Florida oder hier in Deutschland.
Zitat:
Original geschrieben von Triumph BGH 125
...
Entweder habe ich alle Inspektionen durchführen lassen, und auch nachweislich alles dafür getan, um die Garantie auf "Nicht Durchrosten" zu erhalten, oder, ich habe da schlechte Karten!
...
Das ist völliger Quatsch!
Punkt 1:
Denn selbst -wie in meinem Falle- wenn alle(!) Inspektionen bei VW durchgeführt wurden hat dies KEINEN Einfluss auf das rostende Fahrzeug. Wie denn auch...
Punkt 2:
Die betroffenen Fahrzeuge roste(te)n fröhlich vor sich hin, VW gab die TPI heraus, doch ich behaupte keiner(!) der Werkstatt-Jünger ist von sich aus zu einem Kunden gegangen und hat gesagt: "...der Fahrzeugunterboden rostet. Wir können das auf Kulanz richten lassen. Natürlich kostenfrei für Sie da das Fahrzeugalter noch nicht die sieben Jahre überschritten hat..." oder der gleiche Spruch mit der 70/30 Regelung.
Denn entweder wissen die Werkstättler nicht Bescheid darüber, sie wissen darüber Bescheid sind aber inoffiziell dazu angehalten worden die Sache im Sand verlaufen zu lassen oder sie interessieren sich nicht für die Materie und/oder für den Kunden.
Erst wenn der Kunde selber aktiv wurde und denen quasi einen Zettel mit der TPI-Anweisung darauf unter die Nase gehalten hat, ist das Thema zur Sprache gekommen. Ich war bei den letzten Service immer am Fahrzeug dabei (leider damals noch ohne das Wissen über die TPI), hab die Menschen auf die Roststellen angesprochen - Antwort war die gleiche: "...das ist normal...". Dass das aber nicht normal ist, sieht man an der TPI und an dem Feedback hier im Forum!
Punkt 3:
wenn von einem Hersteller mit einer vollverzinkten Karosserie gegen Rost geworben wird, sich aber der Rost an Stellen bildet, die noch nie zuvor ein Steinschlag gesehen hat, stimmt etwas an der Qualität nicht.
Denn nicht ohne Grund rostet eine Heckklappe, eine Motorhaube von unten oder der Unterboden unter den ganzen Bodenverkleidungen an X Fahrzeugen unterschiedlicher Baujahre, Baureihen und Haltungsbedingungen!
Und ein Mittel gegen Rost gibt es: es nennt sich Versiegelung. Ohne Sauerstoff - kein Rost.
Gruß
Da hast Du was falsch verstanden:
Stahl rostet! Punkt!
Stahl so zu versiegeln, daß er das definitiv nicht tun kann, ist sehr, sehr teuer, bis fast unmöglich!
Wenn Du da irgendwelche Ideen hast, wie das billig geht, dann her damit: Wir machen zusammen eine Firma auf, melden auf Deine Ideen ein paar Patente an und werden sowas von reich, daß sogar Bill Gates wie eine Lachplatte aussieht!
Die Inspektonen mußt Du regelmäßig durchführen lassen, um Deinen Garantieanspruch, vonwegen Durchrostung überhaupt anmelden zu können!
Und dieser Anspruch bezieht sich auch nur auf diese Durchrostung. Denn VW weiß auch daß Stahl rostet!
Doch, bis der durchrostet, vergeht ja einige Zeit! Und bis es soweit ist, hat der Kunde genug Zeit, in einige Fettnäpfchen zu treten, die einen Garantieanspruch ausschließen.
Hat er sich aber an diese Bedingungen gehalten (die im Kleingedruckten des Garantievertrags stehen), dann hat er dem Service von VW soviel Umsatz geliefert, daß die das auch gerne bezahlen.
Doch eine Garantie, daß ein Fahrzeug nicht rostet, habe ich noch bei keinem Fahrzeughersteller gesehen! Das hängt sogar bei idealen Bedingungen (z.B. in Kalifornien) viel zu sehr von der Fahrzeugnutzung ab!
Lest doch mal das Kleingedruckte in Euren Verträgen genauer durch!
so long...
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Zitat:
Original geschrieben von Triumph BGH 125
Da hast Du was falsch verstanden:
Stahl rostet! Punkt!
Stahl so zu versiegeln, daß er das definitiv nicht tun kann, ist sehr, sehr teuer, bis fast unmöglich!
Stahl rostet,stimmt!!!Aber wenn Stahl nach fünf Jahren rostet hat der Hersteller gepfuscht!Und es kostet nicht viel Geld wenn der Hersteller sein Fahrzeug für zehn Jahre "Rostfest"macht!
Macht der Hersteller das nicht,legt er wohl mehr wert auf Gewinnmaximierung auf kosten des Dummen Käufer!
Und wo, bzw. wann darf Stahl dann rosten?
Wann z.B. bei dem, der vorwiegend in Österreich mit Rollsplit und Salz unterwegs ist, und sein Auto kaum wäscht?
Wann bei dem, der hauptsächlich in Nordbayern fährt, das Auto alle drei Tage wäscht und zwei- bis dreimal im Jahr aufwändig konserviert?
Was der Hersteller tun kann, ist, das Fahrzeug so zu lackieren, daß der Lack gut auf dem Stahl haftet und die Schichtdicke gleichmäßig ist.
Rollsplit durchschägt diese Lackschicht jedoch schon sehr leicht, und aus ist es mit der Herrlichkeit!
Er kann den Lack jedoch dicker machen, was das Auto schwerer, und deutlich teurer macht. Fährt man dann ein paar Stundenkilometer schneller, knallt einem der Rollsplit jedoch auch wieder ein Loch in den Lack.
Er könnte aber auch hochwertige Werkzeugstähle verwenden, was nochmal sehr viel teurer wäre (sowohl vom Material her, als auch von der Verarbeitung)...
Ein bezahlbares Auto, das 10 Jahre "rostfest" ist, gibt es sicherlich (vielleicht!), wenn es da nur in der Garage steht, anstatt gefahren zu werden.
Deswegen geben die Hersteller ja auch keine Garantie darauf, daß ein Auto nicht rostet, sondern nur darauf, daß bei entsprechender Pflege, Vorsorge und sachgerechter Reparatur im Falle von Schäden, nichts "Durchrostet".
so long...
Das Stahl irgendwann rostet bestreitet ja keiner... es geht hier aber um die Frage was man als Käufer erwarten kann wenn der Hersteller 12 Jahre Garantie gegen Durchrostung gibt??? Ich erwarte nicht das der Hersteller für Roststellen an meiner durch Steinschläge getroffenen Motorhaube aufkommt (oder sonstigen Stellen die einer nachvollziehbaren "Abnutzung" ausgesetzt sind). Ich erwarte aber schon das an Stellen die ich überhaupt nicht beeinflussen kann der Hersteller haftet. Und dazu gehört das Beispiel hier. Fahre selbst einen Touran im neunten Jahr und habe letztes Jahr ebenfalls den Unterboden von Rost "befreien" lassen müssen und musste einen gewissen Eigenanteil tragen (wahrscheinlich diese 30%).
Da für die Reparatur die komplette Hinterachse + Tank usw. abgebaut werden musste um an die fraglischen Stellen heranzukommen kann ich die Argumente "Rollsplit usw." also nur bedingt nachvollziehen. Ich tippe da eher auf Fertigungsfehler und der sollte von VW im Rahmen der Garantie übernommen werden.... da seh ich gar keinen Spielraum für irgendwelche Diskussionen ehrlich gesagt....
Gruss
Hi,
Zitat:
Original geschrieben von Triumph BGH 125
Und wo, bzw. wann darf Stahl dann rosten?
........Deswegen geben die Hersteller ja auch keine Garantie darauf, daß ein Auto nicht rostet, sondern nur darauf, daß bei entsprechender Pflege, Vorsorge und sachgerechter Reparatur im Falle von Schäden, nichts "Durchrostet".
Wie piesie ja schon angemerkt hat sind die Roststellen an Orten wo das Steinschlagargument wohl für die Tonne ist. Mein Touran ist auch richtig schön verrostet, aber da ich nach dem 01.01.2013 zu Händler ging war nix mehr mit kostenrededuzierter Rostbeseitigung (Fzg. 9Jahre alt). Stattdessen ein Angebot über 900€, was wohl noch günstig wäre 😰.
Der Hinweis das ich immer Inspektionen bei VW gemacht habe und das im Serviceheft auch der Punkt überprüfung der Rostvorsorge im Unterbodenbereich steht haben daran nix geändert. In den Servicevorgaben für die Werker steht der Punkt komischerweise nicht drin. Trotzdem hätte mal ein Hinweis kommen können "Unterboden verrostet", oft genug auf der Hebebühne war die Karre ja.
Der Rost befällt teilweise sogar schon Schweißverbindungen. Muss eigentlich immer erst was passieren das gehandelt wird?
Bisher konnte ich mich eigentlich nicht über die Kulanz von VW beschweren, zeiten ändern sich....
Ich möchte dich mal sehen, Triumph BGH 125, wenn Dein Auto betroffen ist ob Du das auch noch so locker siehst.....
Rost am unterboden in der Häufigkeit ist heutzutage nicht normal, Türfalze/Kofferraumdeckel o.K, aber nicht am Unterboden.
Gruß
Markus
Naja, scheinbar ist ja weder bei piesie, noch bei ma-kus etwas "Durchgerostet".
Es war "nur" etwas angerostet!
Nach den Garantiebedingungen muß das sogar kostenpflichtig repariert werden, um sich diese ominöse Garantie, die darauf gegeben wird, daß nichts "Durchrostet" zu erhalten.
Merkt Ihr was?
Der Hersteller Eures Warmwasserboilers kann Euch auch versprechen, daß der niemals verkalkt, wenn er Euch gleichzeitig vorschreibt, daß Ihr das Ding so oft, wie möglich warten lassen müsst.
So sichert der sich den Umsatz im Service, denn die Wartung müsst Ihr selbstverständlich bezahlen!!!
Genauso machen es die Automobilhersteller:
Wenn es anfängt zu rosten, dann hat der Kunde seine Pflicht zu erfüllen, das rechtzeitig von einer Vertragswerkstatt sachgerecht reparieren zu lassen.
Lässt er kleinste Schäden regelmäßig "sachgerecht" reparieren, dann wird es auch nie zu einer "Durchrostung" kommen (wie auch), und die Werkstatt hat immer gut zu tun.
Insofern ist diese Garantie eigentlich eher eine Lizenz zum Geld drucken!!
Ist das so schwer zu kapieren??
Was einem diese Garantie vorschreibt, sollte jedem, mit gesundem Menschenverstand, selbst klar sein: Rost muß beseitigt werden. Mache ich das immer zuverlässig, dann kann auch nichts durchrosten. Dann brauche ich diese Garantie aber auch nicht!
Stahl, egal, wie man ihn versiegelt, lässt sich nicht dauerhaft gegen Rost schützen, ohne daß man da immerzu nacharbeiten muß. Bei großen Bauwerken, wie etwa der Golden-Gate-Bridge, sind ganze Kolonnen von Arbeitern Jahrein-Jahraus immerzu damit beschäftigt, diesen Kampf zu gewinnen. An dieser Brücke befinden sich mittlerweile kaum noch Original-Teile aus der Bau-Zeit! Fast alles wurde mittlerweile ausgetauscht, weil der Rost es zerstört hat! Wenn es so einfach wäre, Stahl dauerhaft gegen Rost zu schützen, hätte man es hier sicherlich schon längst getan! Denn die Wartungskosten sind da exorbitant hoch!
Naja, und so eine Brücke fährt noch nicht mal in der Gegend 'rum....
Doch gegen Rost ist derzeit halt noch ein Kraut gewachsen!
Ich bin Bootsfahrer, und wir haben in der Regel größte Probleme mit unserem Außenboard-Antrieb.
Da habe ich schon richtig viel Geld in den Sand gesetzt, um dieses Problem endgültig zu lösen!
Original-Lacke, Pulverbeschichtung, Kunststoff-Beschichtung...
Doch egal, wieviel man da investiert: Die ideale Lösung gibt es einfach nicht.
Es gibt da nur den Kompromiss, von wegen: Wie kann man da einen Schaden schnellstmöglich beheben. Und das muß man halt regelmäßig tun. Die Lösung, die sich da mittlerweile rauskristallisiert hat, ist nicht optisch schön, aber wirkungsvoll...
so long...
Dass man absolut nichts gegen Rost machen kann stimmt meiner Meinung nach nicht ganz, als ich meinen Passat 3BG nach 8 Jahren abgegeben hab hatte ich ihn auf der Hebebühne und der sah unten noch aus wie fast neu, da war kein Ansatz von Rost zu erkennen. Sogar die Auspuffanlage war noch TipTop, im Gegensatz zu den Opel früher wo der Endtopf schon nach 2 Jahren angefangen hat sich in Schichten abzulösen.
Nur an den den Türblenden vom Passat 3BG wurde etwas an Rostschutz gespart. Die hatten nach 8 Jahren einen kleinen Pickel, aber mit paar wenigen € und paar Minuten Aufwand waren die gleich getauscht. War einer der Hauptgründe mir wieder einen VW zu kaufen denn so eine Qualität ist mir als ehemaliger Opelfahrer richtig viel wert.
Bis jetzt sieht mein Touran unten perfekt aus, seh die Sache daher postiv auf mich zukommen.
Zitat:
Original geschrieben von Triumph BGH 125
Naja, scheinbar ist ja weder bei piesie, noch bei ma-kus etwas "Durchgerostet".
Es war "nur" etwas angerostet!
Nach den Garantiebedingungen muß das sogar kostenpflichtig repariert werden, um sich diese ominöse Garantie, die darauf gegeben wird, daß nichts "Durchrostet" zu erhalten.Merkt Ihr was?
[piesie]
Ja, natürlich merken wir was .... das Du Dich mit den Garantiebedingungen offenbar sehr intensiv auseinandergesetzt hast.....schön das Du dafür die Zeit hast......
[/]
Der Hersteller Eures Warmwasserboilers kann Euch auch versprechen, daß der niemals verkalkt, wenn er Euch gleichzeitig vorschreibt, daß Ihr das Ding so oft, wie möglich warten lassen müsst.
So sichert der sich den Umsatz im Service, denn die Wartung müsst Ihr selbstverständlich bezahlen!!!Genauso machen es die Automobilhersteller:
Wenn es anfängt zu rosten, dann hat der Kunde seine Pflicht zu erfüllen, das rechtzeitig von einer Vertragswerkstatt sachgerecht reparieren zu lassen.
Lässt er kleinste Schäden regelmäßig "sachgerecht" reparieren, dann wird es auch nie zu einer "Durchrostung" kommen (wie auch), und die Werkstatt hat immer gut zu tun.
Insofern ist diese Garantie eigentlich eher eine Lizenz zum Geld drucken!!
Ist das so schwer zu kapieren??
[piesie] Überhaupt nicht, nur leider am Thema vorbei argumentiert. Wie schon letztens geschrieben, wenn beispielsweise durch meine Fahrweise die Motorhaube mit Steinschlägen übersät ist und zu rosten anfängt dann muss ich die Reparatur selbstverständlich bezahlen ........hier reden wir aber von Stellen (Unterboden) die gar nicht erst rosten sollten, in den 12 Jahren, bei normaler Nutzung des Fahrzeugs. Da an meinem Fahrzeug nach 9 Jahren ausser an dem Unterboden sonst kein Rost ist spricht ja ebenfalls eher dafür dass man sehr wohl einen mehrjährigen Rostschutz hinbekommen kann..... [/]Was einem diese Garantie vorschreibt, sollte jedem, mit gesundem Menschenverstand, selbst klar sein: Rost muß beseitigt werden. Mache ich das immer zuverlässig, dann kann auch nichts durchrosten. Dann brauche ich diese Garantie aber auch nicht!
[piesie] Der gesunde Menschenverstand sagt mir das der Wagen derart "versiegelt" sein sollte das er in 12 Jahren überhaupt nicht rostet, mal die schon oben beschriebenen Sonderfälle ausgenommen....[/]
Stahl, egal, wie man ihn versiegelt, lässt sich nicht dauerhaft gegen Rost schützen, ohne daß man da immerzu nacharbeiten muß. Bei großen Bauwerken, wie etwa der Golden-Gate-Bridge, sind ganze Kolonnen von Arbeitern Jahrein-Jahraus immerzu damit beschäftigt, diesen Kampf zu gewinnen. An dieser Brücke befinden sich mittlerweile kaum noch Original-Teile aus der Bau-Zeit! Fast alles wurde mittlerweile ausgetauscht, weil der Rost es zerstört hat! Wenn es so einfach wäre, Stahl dauerhaft gegen Rost zu schützen, hätte man es hier sicherlich schon längst getan! Denn die Wartungskosten sind da exorbitant hoch!
Naja, und so eine Brücke fährt noch nicht mal in der Gegend 'rum....
Doch gegen Rost ist derzeit halt noch ein Kraut gewachsen![piesie] Ich wollte mein Auto nicht so lange fahren wie die G-G-Bridge alt ist, insofern halte ich den Vergleich für etwas weit hergeholt... [/]
Ich bin Bootsfahrer, und wir haben in der Regel größte Probleme mit unserem Außenboard-Antrieb.
Da habe ich schon richtig viel Geld in den Sand gesetzt, um dieses Problem endgültig zu lösen!
Original-Lacke, Pulverbeschichtung, Kunststoff-Beschichtung...
Doch egal, wieviel man da investiert: Die ideale Lösung gibt es einfach nicht.
Es gibt da nur den Kompromiss, von wegen: Wie kann man da einen Schaden schnellstmöglich beheben. Und das muß man halt regelmäßig tun. Die Lösung, die sich da mittlerweile rauskristallisiert hat, ist nicht optisch schön, aber wirkungsvoll...so long...
Ich denke auch, dass es mehr als arm ist, sich heutzutage nach so kurzer Zeit mit teils erheblichen Problemen in diesem Bereich herumzuschlagen. Da haben etliche Hersteller vor dem extremen Kostendruck gezeigt, dass es anders und besser geht. Unter anderem auch VW. Du wirst z.B. sehr selten einen Golf IV finden, selbst Grotten, die massive Rostprobleme haben. Auch etliche Autos vieler namhafter Hersteller die in der kurzen Zeit Mitte der 90er bis Anfang 2000 gebaut wurden, waren in dieser Hinsicht sehr sorgfältig zusammengesetzt. Leider ist mit solchen Autos kein Geld zu verdienen. Daraus haben alle Hersteller schnell und effizient gelernt.
In unserer Wegwerfgesellschaft fährt doch keiner mehr ein Auto länger als 3 Jahre. Danach geht es noch durch ein zwei Hände, die sich selten für den Zustand interessieren, sondern wo es um jeden Cent geht und dann gehts ab nach Afrika oder in die Presse dank so sinnhafter Maßnahmen wie der Abwrackprämie oder der Umweltplakette. Betriebswirtschaftlich wären die Hersteller doch vollkommen benebelt, wenn sie die Autos so bauen würden, dass tatsächlich nichts passiert, was sie ohne weiteres können. Darum auch die immer kürzeren Modellzyklen und die immer schlechtere Detailqualität. Heute schaut doch auch niemand mehr auf den Unterboden oder unter die Motorhaube. Wichtig ist, dass es drinnen überall funkelt und glänzt und möglichst viele pods, pads und macs und wie der ganze Mist heißt miteinander vernetzt werden können. Dazu noch möglichst fette PS Zahlen und fertig ist die Laube. Ob da unten Wachs ist, wie es unter der Haube aussieht oder wie dick das verbaute Blech ist, ist völlig Banane. So sehen nunmal die Mehrzahl der Neuwagenkäufer heute aus. Der andere Anteil sind die Dienstwagen, die auch nie länger als 3 Jahre oder 100.000 in der Flotte bleiben und die ein mit 20 Bypässen gesegneter Fuhrparkmanager so billig wie möglich einkaufen muss. Auch da ist die Detailqualität vollkommene Nebensache.
Wenn man jetzt wirklich die Absicht hat den Hobel auch lange zu behalten, was durchaus möglich ist, muss man selbst ran. Sprich versiegeln (lassen), in Pflege investieren und das ganze regelmäßig. Die Hersteller suggerieren einem nur zu gern das Sorglospaket ein und wie die Lemminge fallen alle darauf rein. Das ist beim Rost so, bei der Motorhaltbarkeit und dem allgemeinen Umgang mit den Autos. Heute wird frech behauptet, dass es vollkommen egal ist ob eine Maschine eingefahren wird oder nicht, dass Ölpampe erst nach 2 Jahren oder 30k gewechselt werden muss und das Auto bei null Pflege noch in 20 Jahren wie neu aussieht. Untermauert durch teils abenteurliche Garantien. Ein US Manager hat mal gesagt, dass derjenige der eine Garantie gibt, es nur deswegen tut weil er einem ein garantiertes Stück Mist angedreht hat. Da ist viel Wahres dran. Erstaunlicherweise vergessen nahezu alle Käufer, dass sich die Zeiten so extrem geändert haben, dass das alles nur Märchen sind. Wo nur Erbsenzähler und Designer das sagen haben, möchte man gar kein rundum Sorglospaket haben. Autos sollen bei normalem Alltagsbetrieb möglichst schnell wieder alt aussehen und wenn möglich auch technisch schnell altern. Die Kunden sollen wiederkommen um die mit wilden Sicken und Scheinwerfern bis zur A-Säule massakrierte, rollende Playstation zu kaufen. Für Langzeitvorsorge bleibt da kein Platz. Und so lange das Auto nur dazu da ist auf dem Schulparkplatz einen auf dicke Hose zu machen und das jedes Schuljahr aufs Neue, machen die Erbsenzähler alles richtig.
VG
Mirko
Ganz zum Schluss:
Hier ist bei manchen Postern von 12 Jahren die Rede, in denen ein aus Stahl gebautes Auto nicht rosten soll. Das ist hirnrissig!!
Vor 15 Jahren war man noch glücklich, wenn nach drei Jahren nichts gerostet hat!!
Die Standard-Formel gegen Rost ist und bleibt: Pflege, Pflege und nochmal Pflege!
Man kann bisher Stahl nur temporär durch Lacke vor Rost schützen!
Und das mittlerweile schon sehr gut! Doch wenn da äußere Einflüsse dazukommen, wie Rollsplit etc, ist es dahin mit dem Schutz!
Das gehört dann zu den Wartungsarbeiten die ein jeder, der ein Fahrzeug aus Stahl fährt, über sich ergehen lassen muß!
Aber ich verlasse diese Diskussion jetzt, aufgrund der geballten Ignoranz vor diesen Tatsachen.
Bisher konnte mir keiner hier ein Fahrzeug nennen das das liefern kann, was hier gefordert wird!
Wobei es hier definitiv auf die Nutzungsbedingungen ankommt!!!
Wenn ich meinen 356er Porsche in Kalifornien 360 Tage im Jahr in der klimatisierten Garage stehen habe, und nur fünf Tage im Jahr fahre, dann habe ich sicherlich kaum Rost-Probleme!
Doch in Deutschland gibt es diese Fahrzeuge fast nicht mehr, weil eben das Klima da ein sehr ungünstiges ist!
Ansonsten kann man sowas nur beurteilen, indem man die Bedingungen, unter denen das Fahrzeug genutzt wurde, genau vergleicht!
Ich kann eine Stahlplatte lackieren, und ins Schubfach legen! Die wird wahrscheinlich nie rosten!!
Aber was soll's: Bei so einer Diskussion, die so ignorant geführt wird, kann man nur verlieren! (Autos, die in Deutschland nach 12 Jahren, ohne weitere Maßnahmen keinen Rost haben??)
Daher an alle, die denken, das wäre möglich:
Viel Glück, bei der Suche nach einem Fahrzeug, das aus Stahl gebaut ist, und Euch das bietet, was Ihr da erwartet!
Und auch viel Glück beim Lotto-Spielen, daß Ihr das Fahrzeug auch bezahlen könnt!
An alle anderen: Pflegt Eure Autos, und wehret dem Unvermeidlichen!
Denn unser ganzer Planet besteht zum größten Teil aus Rost!! (daher kommt die Farbe unserer Wüsten und Gebirge). Insofern ist Rost eines der natürlichsten Dinge die es bei uns gibt!
Das kann zwar ja eigentlich gar nicht sein (Motortalk-User können da ja sogar Grundgesetze der Physik per Dekret neu definieren), aber es ist sehr schwer, jemanden dafür zur Rechenschaft zu ziehen...
Gott könnte man da ja mal fragen. Doch der hat möglicherweise gerade andere Probleme...
Aber vielleicht würde der sagen: Die Erde besteht zum größten Teil aus Eisen. Dann gibt es noch jede Menge Sauerstoff. Naja, und diese Komponenten haben die dumme Eigenschaft zu Eisenoxyd zu oxydieren. Immer! Und jederzeit!
Mal schneller, mal weniger schnell, aber sicher letztlich immer!!!
Und damit bin ich aus dieser dummen Diskussion weg... Hier haben Leute anscheinend das Ei des Kolumbus neu erfunden, können Ihre neuen Ideen aber nur polemisch darbringen, ohne Nachweis, wie sie dieses Ei auf die Spitze stellen wollen...
so long....
...wenn alles so harmlos mit dem rostenden Unterboden ist, frage ich mich, weshalb VW eine TPI herausgebracht hat dieses Problem zu lösen? Und das auf eigene Kosten?
Wieso tauscht Volkswagen rostende Heckklappen oder Motorhauben auf eigene Kosten aus, wenn doch noch nichts durchgerostet ist?
Ganz einfach: weil nicht ausgeschlossen sein kann, dass das Bauteil nicht doch in der "Durchrostgarantiezeit" durchrostet!
Und bevor man sich immensen Ärger einfängt, bringt man eine TPI raus, die die betroffenen Kunden "ruhigstellt" und quasi die Klappe halten. Doch es wurden immer mehr und immer mehr Kunden, die das bemängelten und "schwupps" wurde die 70/30-Regelung eingebracht. Es wurden weiterhin immer mehr aufgebrachte Kunden *zack* 50/50-Regelung und seit dem 1.1.13 hat nicht nur VW die Nase voll, sondern die gesamte VAG - denn auch deren Modelle sind von den schlechten Produktionseigenschaften betroffen und es wurden einfach zu viele Kosten, die VW/VAG tragen musste oder durfte.
Vorher stets beim VW-Partner gewesen und sich in der Sicherheit gewogen, dass das Auto gut aufgehoben ist und dadurch die ganzen Prunkpaläste mitfinanziert. Und das Ende von der Geschichte? Der Kunde ist der doofe.
Und darum gehts bei dem Ganzen - und nicht darum dass die GG-Bridge den Amis unterm Arsch wegrostet, oder der Eifelturm den Franzosen oder der Metallzaun von Nachbar Meier-Müller-Schmidt.
Es geht um die ____ Ansprüche die man als Kunde an ein hochwertiges Fahrzeug eines renommierten Herstellers wie VW stellt und auch erwarten kann, wenn man eine Karre für "läppische" 40.000 EUR kauft und diese nicht nach paar Jahren wieder abstoßen möchte wie es Firmen oder Leasingpartner machen - da wäre mir das auch absolut ____ egal was der Unterboden oder die Heckklappe macht. Es gibt Menschen die an einem Fahrzeug Spaß haben und auch einen längeren Zeitraum zufrieden benutzen möchten ohne zu Wissen, dass der Unterboden, die Heckklappe, die Motorhaube, die Türdichtung, und was weiß ich nicht noch alles mit Rost übersät ist.
Heckklappe wurde vor 3 Jahren(!) gegen eine neue ausgetauscht - jetzt rostet die neue(!) Klappe wieder am Falz... soll ich jetzt bei VW auf die Knie gehn und danken, dass die neue Heckklappe schließlich 3 Jahre lang nicht gerostet hat und auf Ewigkeit dankbar sein?
Nein, sicher nicht! Das beweist, dass VW massive Qualitätsprobleme hat und diese auf die Kunden abwälzen möchte.
Wenn dieses Problem nur über das Internet hinaus in anderen Medien (Zeitungen, Zeitschriften, TV, ADAC, ...) bekannt geworden wäre...
Aber so ist das leider.... eine Krähe....
Gruß
Zitat:
Original geschrieben von OATouraner
... doch ich behaupte keiner(!) der Werkstatt-Jünger ist von sich aus zu einem Kunden gegangen und hat gesagt: "...der Fahrzeugunterboden rostet. Wir können das auf Kulanz richten lassen. Natürlich kostenfrei für Sie da das Fahrzeugalter noch nicht die sieben Jahre überschritten hat..." oder der gleiche Spruch mit der 70/30 Regelung.
.........
Nicht richtig, dass keiner das gemacht hat. Ich kenne einen, meinen "Werkstatt-Jünger", der hat es voriges Jahr so gemacht; nach 70/30 Regelung bei EZ 2004.
Gruß
Dianos