60PS oder 75PS, welcher ist die bessere Wahl?
Hey, könnt ihr hier vielleicht eure Erfahrungen bezüglich der beiden Motoren schildern? BlueMotion ist spielt sicherlich auch eine Rolle, aber ich denke, dass es für viele hier interessant wäre welcher von beiden Motoren praktischer ist.
Ich kann mir schon vorstellen, dass der 75PS Motor effektiver ist, aber spart man beim 60PS Motor wirklich mehr? Wie sieht es mit den Geräuschen im Innenraum aus. Die Höchstgeschwindigkeiten und Drehzahlen in Bezug dessen würde mich auch interessieren. Also zum Beispiel die Drehzahl bei 100km/h und der dazu angezeigte Verbrauch.
Und und und...
Ich freue mich auf eure Antworten.
Beste Antwort im Thema
Hallo zusammen
Bin gestern den Up! mit 60PS ca 25km Probe gefahren. 9km Stadt, 9km über Landstrasse und den Rest Autobahn.
Muss sagen, dass mich das Auto voll überzeugt hat. Geräuschentwicklung im Innenraum sehr gering, man hört erst bei Vollgas, dass es sich um einen Dreizylinder handelt. Was mich echt überrascht hat ist, dass der Up! auch mit 60PS und 3 Personen an Bord keinen überforderten Eindruck macht. Der hängt für 60PS echt munter am Gas. Bei 120km/h liegen ca. 3000 Umdrehungen pro Minute an.
Da wir unseren Polo in Rente schicken wollen, war für uns nach der Probefahrt klar, dass es auf jeden Fall der 60PS Motor werden wird. Der reicht für eine Person im Stadtverkehr und bis 130km/h auf der Autobahn völlig aus. Über den Verbrauch kann ich keine Aussage machen.
MfG
Micha
255 Antworten
Nimm einen VW Polo 3 oder 4 als 1400 oder 1600 er, die drehen genauso hoch wie ein Up mit dem 1000 er.
Ist doch vollkommen logisch. Als CO2 noch völlig egal und ein Verbrauch von 7 l/100 km im Kelinwagen "normal" war, stand maximaler Durchzug für gute Testergebnisse eben im Vordergrund.
Zitat:
@CrankshaftRotator schrieb am 21. November 2015 um 20:53:59 Uhr:
Klar ist die Leistung bei der gleichen Drehzahl identisch (die Leistung kann man schließlich nicht per Getriebe erhöhen), allerdings ist die Version mit 75 PS bei der gleichen Drehzahl durchweg langsamer unterwegs.
Oder man schaltet beim 60PS-ler einfach einen Gang runter und schon steht man bei gleicher Geschwindigkeit mit etwas mehr Drehzahl und etwas mehr Leistung da. Klar kann man keinen identischen Betrieb fahren, da die Übersetzung nun einmal anders ist, aber zum zehnten mal, der 75PSler ist nur flotter, wenn man ihn entweder auf einem höheren Drehzahlniviveau betreibt (das ist aber kein Muss, nur weil die Übersetzung kürzer ist) oder wenn man ihn jenseits der 5000 1/min betreibt.
Eine kürzere Übersetzung macht per se ein Auto nicht schneller.
Aber agiler.
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Zitat:
@Jupp78 schrieb am 22. November 2015 um 07:07:18 Uhr:
Eine kürzere Übersetzung macht per se ein Auto nicht schneller.
Schneller nicht, aber subjektiv lebendiger. Schon mal den identischen Motor im identischen Fahrzeug, aber mit zwei verschiedenen Getriebeabstufungen gefahren? Da meinst Du, der Motor wurde gedopt.
Zitat:
@CrankshaftRotator schrieb am 22. November 2015 um 16:14:33 Uhr:
Schneller nicht, aber subjektiv lebendiger. Schon mal den identischen Motor im identischen Fahrzeug, aber mit zwei verschiedenen Getriebeabstufungen gefahren? Da meinst Du, der Motor wurde gedopt.Zitat:
@Jupp78 schrieb am 22. November 2015 um 07:07:18 Uhr:
Eine kürzere Übersetzung macht per se ein Auto nicht schneller.
Stimmt, aber nur subjektiv und nur kurzfristig, bis man sich dran gewöhnt hat die Schaltpunkte anders zu setzen. Dann ist schnell wieder alles gleich.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 23. November 2015 um 05:26:33 Uhr:
Stimmt, aber nur subjektiv und nur kurzfristig, bis man sich dran gewöhnt hat die Schaltpunkte anders zu setzen. Dann ist schnell wieder alles gleich.
Ab einem gewissen Punkt kannst Du nicht mehr herunterschalten, hierbei spürt man deutlich mehr Lebendigkeit. Auch die Ganganschlüsse passen besser, weil die Gangreichweiten kleiner sind. Viele länger übersetzte Getriebe haben außerdem größere Gangsprünge, das zwingt den Motor beim Schalten ebenfalls jedes Mal in die Knie, vor allem am Berg. Stimmt also nicht ganz, was Du schreibst.
Ok, im ersten Gang kann man natürlich nicht mehr runterschalten, sonst schon.
Am Ende will ich ja auch nicht behaupten, dass alles identisch ist. Natürlich fährt es sich minimal anders. Für mich ist der 75PSler trotzdem nicht sein Geld wert, einfach weil es kaum Unterschiede bis knapp 5000 1/min gibt und das ist der Alltagsbereich.
Ich denke, man muß wirklich zwischen einem weiter gespreizten Getriebe und einem mit nur geänderter Radübersetzung unterscheiden.
Allerdings verschieben sich auch im letzteren Falle die beim UP ohnehin schon zu großen Sprünge weiter nach hinten, so dass sich die Sprünge negativer auswirken. Man muß dann eben noch weiter ausdrehen.
Besonders offentsichtlich ist es beim Erdgas-Up. Der hat wohl das kurze Getriebe vom 75 PS und dennoch sind die Gangsprünge schon zu groß, selbst wenn man den Motor knapp unter den Begrenzer bis 6500 RPM dreht.
Gruß
Zitat:
@gato311 schrieb am 24. November 2015 um 08:36:30 Uhr:
Ich denke, man muß wirklich zwischen einem weiter gespreizten Getriebe und einem mit nur geänderter Radübersetzung unterscheiden.
Allerdings verschieben sich auch im letzteren Falle die beim UP ohnehin schon zu großen Sprünge weiter nach hinten, so dass sich die Sprünge negativer auswirken. Man muß dann eben noch weiter ausdrehen.Besonders offentsichtlich ist es beim Erdgas-Up. Der hat wohl das kurze Getriebe vom 75 PS und dennoch sind die Gangsprünge schon zu groß, selbst wenn man den Motor knapp unter den Begrenzer bis 6500 RPM dreht.
Warum?
Eine Achsübersetzung, die exakt so ausgeführt wird, wie eine längere Getriebeübersetzung, sind in der Praxis nicht zu unterscheiden.
Ansonsten sehe ich auch den Up nicht als lang übersetzt an. Meine C-Klasse ist länger übersetzt. Die Machine des Ups ist nur schlicht und einfach saft und kraftlos. Daran, jetzt kommt das Entscheidende, ändert dummerweise das Getriebe, egal ob kurz oder lang übersetzt, auch nichts.
Wenn die Gänge eine abweichende Spreizung haben, ist das schon ein Unterschied.
Ich habe ja nun bei meinem 1.4 TDI auch hinreichend mit den verschiedenen Gangrädern rumgespielt. Nur ist es beim Turbo nicht so wild, da im mittleren Drehzahlbereich immer genug Schub da ist, aber selbst da merkt man es, wenn z.B. der Sprung vom 4. in den 5. Gang zu lang wird.
Natürlich ist absolut gesehen kein UP besonders lang übersetzt. Im Verhältnis zur Leistungs- und Drehmomentkurve des Motors aber eben schon.
Ich kann leider nicht aus eigener Erfahrung beurteilen, wie sich der 75 PS Up mit dem kurzen Getriebe anfühlt, da ich bisher nur 60 PS Benziner und 68 PS CNG gefahren bin.
Da war der 60 PS wegen des Gewichtsvorteils in jeder Lebenlage spritziger als der CNG, trotz längerem Getriebe.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 24. November 2015 um 10:16:24 Uhr
Warum?
Eine Achsübersetzung, die exakt so ausgeführt wird, wie eine längere Getriebeübersetzung, sind in der Praxis nicht zu unterscheiden.
Er hat schon recht. Zu unterscheiden gilt: Längere Achsübersetzung (jeder Gang wird dadurch länger, Gangsprünge bleiben gleich) und größere Gangsprünge (bei gleicher Achsübersetzung wird hierbei nicht jeder Gang länger, Gangsprünge werden aber größer).
Klar, wenn ich ein Getriebe auslege, dann kann ich die Gänge unterschiedlich in der Länge anpassen. Bei der Achsübersetzung werden alle gleich behandelt.
Interessant wäre mal zu wissen, wie verhält sich das beim längeren Getriebe der 60PS-Version? Hätte es dort auch einfach eine andere Achsübersetzung getan oder sind die Gänge tatsächlich unterschiedlich und nicht alle im gleichen Verhältnis länger gemacht worden?
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 25. November 2015 um 06:46:30 Uhr:
Klar, wenn ich ein Getriebe auslege, dann kann ich die Gänge unterschiedlich in der Länge anpassen. Bei der Achsübersetzung werden alle gleich behandelt.Interessant wäre mal zu wissen, wie verhält sich das beim längeren Getriebe der 60PS-Version? Hätte es dort auch einfach eine andere Achsübersetzung getan oder sind die Gänge tatsächlich unterschiedlich und nicht alle im gleichen Verhältnis länger gemacht worden?
Der 60 PS hat sogar nur eine andere Achsübersetzung als der 75 PS (müsste sogar in den Technischen Daten bei VW drin stehen); das Getriebe ist bei beiden Varianten gleich.
Das war vor ein oder zwei Jahren auch mein erstes, sehr sicheres Gefühl. Denn bei fast allen anderen Herstellern wird das ggf. so gelöst.
Aber: Es kamen dann tatsächlich gegenteilige Belege in entsprechenden Foren (müsste jetzt suchen dafür). Hier scheint die Ursache tatsächlich im Getriebe zu stecken.