23X4 - Update Motorsteuergerät 2.0 TDI vom 26.02.2020
Hallo,
das KBA hat mich angeschrieben, dass für meinen Golf ein Update für das Motorsteuergerät verfügbar ist und ich es doch bitte installieren lassen soll.
Die Maßnahme ist freiwillig und kostenlos.
Laut dem Schreiben hat das Update keine Auswirkung auf die Abgasnorm noch auf die Berechtigung zur Verkehrsteilnahme in Verbotszonen sowie den Kraftstoffverbraucht, die CO2-Emissionswerte, Motorleistung, usw.
Das einzige was es machen soll ist die NOx-Werte reduzieren.
Hat von euch jemand an dieser Aktion teilgenommen und das Update installieren lassen? Risiken und Nebenwirkungen?
Neelix
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Softwareupdate Motorsteuergerät' überführt.]
Beste Antwort im Thema
Gut, bin ich halt ein Klugscheißer, aber ich lass mir nicht so einen Stuß erzählen. Ich hatte einen 6er und glücklicherweise keine Probleme danach, wieviel andere, was im 6er Forum auch mehrere Threads füllte. Nun fahr ich 7er und wenn mein 😉 sagt, es gibt ein freiwiliges Update, lass ich das erst machen, wenn es das KBA anordnet. Und wenn ich dann hin müßte, und die Karre zieht danach nicht mehr (so wie deiner), hätt ich dem die Karre umgehend auf den Hof gestellt mit dem Auftrag, den Leistungsverlust, der vorher nicht da war, kostenlos zu beseitigen. 2. Anruf wäre die VW Kundenhotline. 3.Anruf mein Rechtsanwalt. Klugscheisser Mod off
755 Antworten
So richtig klar ist nicht, wer schon freiwillig updaten darf und wer nicht. Liegt es neben dem MKB auch am Getriebe?
Was man so liest, wurden folgende MKBs im G7 verbaut :
135 kW
CUNA 04/2013 - 03/2017
DGCA 11/2016 - 07/2018
DJGA 05/2018 - 08/2020
110 kW
CRBC 08/2012 - 03/2017
CRLB 08/2012 - 07/2019
CKFC 05/2013 - 05/2013
CKMB 05/2013 - 05/2013
CRUA 01/2014 - 06/2015
DEJA 06/2015 - 08/2020
DCYA 11/2016 - 07/2018
DFGA 05/2018 - 08/2020
Wurde mit DGCA angeschrieben
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meine Vermutung, CUNA wurde noch nicht angeschrieben, das deckt sich mit den VW Dokumenten, Freigabe und Applikationsrichtlinien.
Darin hat VW mit dem KBA ausgemauschelt, dass die Prekonditionierung des NSK nur bei Modellen ab MJ2017 per Rückruf entfernt wird, bei den Modellen davor wird es unter den Tisch gekehrt und die fahren weiter mit Prüfstandserkennung.
Auch ich werde das Update nicht durchführen lassen.
Mehr Ruß anstatt mehr Stickoxid heißt für mich DPF früher voll. Mich interessiert das herzlich wenig, da ich nur auf Landstraßen und Autobahnen unterwegs bin und die Behörden mal lieber die „dreckigen“ Diesel aus Osteuropa ins Visier nehmen sollten. Wie die Langzeitfolgen aussehen, kann keiner sagen.
mit dem Update beim NSK ea288 wird vor allem die DeNox (NOX Reduktion) und DeSox (Entschwefelung) Events häufiger stattfinden müssen. Da hierfür höhere Temperaturen im NSK (für DeNox 400-500°C, für DeSox 600-750°) muss extra Diesel eingespritzt werden. Das geht auf den Verbrauch und CO2 Ausstoß.
Zitat:
@miszax schrieb am 2. Mai 2021 um 20:14:40 Uhr:
wurden Besitzer von CUNA, also 135kW TDIs bis +/- 2017 schon angeschrieben?
CUNA, 2015, HS mit Anschreiben zur SM 23X4
Zitat:
@miszax schrieb am 2. Mai 2021 um 21:07:32 Uhr:
mit dem Update beim NSK ea288 wird vor allem die DeNox (NOX Reduktion) und DeSox (Entschwefelung) Events häufiger stattfinden müssen.
Erwartest Du mehr NOx und mehr Schwefel am NSK durch das Update?
nicht unbedigt. Die AGR unterscheidet sich geringfügig, jedoch in keiner relevanten Größenordnung.
Vor dem Update erwarte ich mehr NOx hintem am Auspuff, wenn nicht die Prüfstandskurve abgefahren wird. Da mit dem Update keine streckenbezogene Abgasstrategie mehr gefahren werden kann, müssen die Eventintervalle erhöht werden, um mit der beladungsgesteuerten Abgasstrategie die EURO6 NOx Werte zu erreichen.
Ergänzung:
wenn die Beladung des NSK steigt, sinkt die Aufnahmefähigkeit für NOx. Ergo muss er öfter geleert werden.
Eine Sache wundert mich: Es gibt tausende VW Dieselfahrern die den Konzern auf Schadenersatz verklagen, weil sie zu viel NOx ausstoßen. Jetzt wird ein kostenfreies Update angeboten mit welchem der NOx Ausstoß reduziert werden kann. In diesem Thread ist die Mehrheit oder sogar alle gegen das Update. Wie verträgt sich diese Doppelmoral?
das ist keine Doppelmoral. Die niedrigeren NOx Werte gibt es ja nicht zum Nulltarif, sondern mit höherem Verbrauch, und schnellerem Verschleiß erkauft und nichtzuletzt mit dem im Vorfeld begangenem Betrug.
Zitat:
@Rasanty schrieb am 2. Mai 2021 um 22:49:42 Uhr:
Eine Sache wundert mich: Es gibt tausende VW Dieselfahrern die den Konzern auf Schadenersatz verklagen, weil sie zu viel NOx ausstoßen. Jetzt wird ein kostenfreies Update angeboten mit welchem der NOx Ausstoß reduziert werden kann. In diesem Thread ist die Mehrheit oder sogar alle gegen das Update. Wie verträgt sich diese Doppelmoral?
Ich vermute, dass viele sich so etwas Geld verdienen wollten und der Kunde auch proaktiv getäuscht wurde.
Für mich geht es hier zumindest nicht um den Ausstoß sondern um die Haltbarkeit und wie das Ganze abläuft. VW muss ja schon vorher gewusst haben, dass die Abgaswerte nicht eingehalten wurden. Das fällt ja nicht durch Zufall auf. Nun versuchen sie gemeinsam mit dem KBA einen zweiten „Skandal“ zu verhindern, in dem sie die Kunden gemeinsam informieren. Irgendwann wird auch hier in Pflichtupdate kommen denke ich und jetzt mal im Allgemeinen: Dieses ständige Rumgeheule über die Luftqualität in den Innenstädten ist Willkür.
Beispiel S Neckartor: Tagtäglich fahren alte Diesel ohne EU6 Norm munter vorbei und trotzdem ist die LQ scheinbar besser geworden. 500m weiter ist eine riesige Baustelle mit schwerem Gerät von Baggern, Bohrern, LKWs etc, welche wahrscheinlich alle 500x so viel Feinstaub und Stickoxide produzieren - aber schön auf die Berufspendler schieben, die an einer unbewohnten Straße vorbeidüsen.
Zitat:
@miszax schrieb am 2. Mai 2021 um 22:11:31 Uhr:
Vor dem Update erwarte ich mehr NOx hintem am Auspuff, wenn nicht die Prüfstandskurve abgefahren wird. Da mit dem Update keine streckenbezogene Abgasstrategie mehr gefahren werden kann, müssen die Eventintervalle erhöht werden, um mit der beladungsgesteuerten Abgasstrategie die EURO6 NOx Werte zu erreichen.
Zur ab KW22/2016 entfernten Zykluserkennung, soweit ich verstehe, geht es dabei um die Umschaltung der Regenerationsstrategie zwischen Streckengesteuert und Strecken- und Beladungsgesteuert. Nach aktuellem Stand werden die Grenzwerte auf dem Prüfstand aber in beiden Fällen eingehalten.
Für einen Tuner müsste es ein Leichtes sein, diese beiden Strategien in der Software zu vergleichen. Damit könnte man die Motivation dahinter etwas besser verstehen.
Wir wissen leider nicht, ob der NSK bisher "übervoll" auf der Straße gefahren wurde. Auch am Schwefel sollte sich dadurch nichts ändern.
Bei den MJ17 die hier auch zum 23X4 sollen, ist die Zykluserkennung bereits nicht mehr in der SW.
Einen Grund für häufigere De-NOx und De-SOx Events kann ich dem 23X4 noch nicht zuordnen.
Hier übrigens die betroffenen Fahrzeuge des freiwilligen Updates:
https://www.kba.de/.../91774_Erw_02_pdf.pdf?...
Wo findet man eigentlich die letzten Ziffern der "Emissionsgenehmigungs-Nr. / approval No."?
In meinem Schein/Brief und der Üb.-Besch. hört die Nummer bei "...W" auf.