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Tüddelkram und andere Katastrophen

Wie man aus kleinen Problemen große machen kann

17.08.2009 02:08    |    Jack GT    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: Golf, II, Jetta

Eine kurze Einführung für alle, die es nicht - oder noch nicht - wissen: Die Golf-/Jetta II Baureihe (19E), in Deutschland gebaut von 1983-1992, wird in China seit 1991 (nun nur noch Jetta) bei dem FAW (First Automotive Works), einem VW-Joint-Venture, weiterhin gebaut.

 

Das ursprüngliche Modell war anfangs baugleich zum deutschen Modell bis ca. 1995 (bis zu diesem Zeitpunkt mit deutschem Preßwerk), danach erfolgte ein Facelift 1997 (Jetta King, Anpassung ähnlich 35i Facelift, nun mit 1.6l 20V, ab 98 mit Automatikversion Jetta AT).

 

 

Der nächste - noch aktuelle - Facelift erfolgte 2001, Front, Heck, Anbauteile und Innenraum wurden angepasst (V&H Klarglas, fast komplett durchlackierte Spiegel und Dachleisten, im Innnenraum nun Facelift-Corrado-Armatur und geänderte Verkleidungen sowie Sitzveränderungen, geklebte Scheiben, Airbags; ab 2002 dann auch Diesel als Jetta SDI lieferbar). Die Facelifts treten immer zuerst bei den höherwertigen Modellen auf und halten dann z.T. Einzug in die niedrigerwertigen.

 

 

 

Obwohl mittlerweile auch der Jetta V lieferbar ist, wird der 19E nach wie vor produziert, seit 2008 nun auch in Chengdu.

 

Der FAW-19E ist in China nach wie vor das meistverkaufte chinesische Automodell, allein in 2008 wurden monatlich zwischen 15-17000 Stck. vom 19E pro Monat verkauft.

 

Die Plaung bei VW/FAW sieht vor, die 19E-Produktion ab ca. 2010 langsam zu verringern und - je nach Quelle - die Produktion 2012, wenn der aus der Sedan-Produktionsstätte in Chengu der neuere Jetta lieferbar ist, einzustellen oder alternativ nur noch eine Taxenauslieferung anzubieten.

 

 

Da der FAW-19E sich jedoch anhaltender Beliebtheit erfreut, hat sich VW/FAW aktuell zu einem erneuten Facelift entschlossen.

 

Neben den IMHO weniger gelungen Änderungen, die zwischenzeitlich in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgt sind, wie

 

- z.B Kombiinstrumentt (siehe z.B. dritte Version des Corrado-Tachos)

 

 

- z.B. Cockpit (siehe hier unterschiedlich lieferbare Mittelkonsolen je nach Ausstattung)

 

 

- z.B. Außendetails (siehe hier Chromgrill, Parksensoren)

 

 

wird das aktuelle Facelift wohl an folgenden Punkten geändert:

 

 

Die ersten Fotos zeigten, dass auf jeden Fall Front- und Heckpartie geändert wurden:

 

 

Dies bestätigt auch ein aktueller Handyshoot aus dem Werk der neuen FAW-19E-Front, die dem Golf VI sehr ähnlich sieht:

 

 

Und noch ein paar Kuriositäten am Schluß:

 

Der Film Transformers wurde ebenfalls mit einem als Transformer umgebauten 19E beworben:

 

 

Zudem wird im Werk auch noch eine etwas abgewandelte Variante zum Werkstransport benutzt:

 

 

Damit geht der 19E in nun in sein 26. Produktionsjahr.

 

So, nun hoffe ich, dass Ihr über die aktuelle Weiterentwicklung des 19E so in etwa im Bilde seid.

 

Quellen:

 

http://auto.sina.com.cn/news/2009-06-03/0945496581.shtml

http://www.time.com/time/photogallery/0,29307,1909818_1908556,00.html

http://www.chinacartimes.com/2008/08/17/july-2008-compact-car-sales/

http://autonews.gasgoo.com/.../...-build-new-Jetta-car-in-Chengdu.html

http://www.vau-max.de/.../id=777

http://www.chinacartimes.com/.../

http://upload.wikimedia.org/.../VWJettaPeking2002Fram.jpg

sowie die auf den Bildern genannten Quellen und div.

Edit: Versehentlich durch den Logo/Picture Stamper gelaufen, daher entfernt/geschwärzt


08.08.2009 10:07    |    Jack GT    |    Kommentare (18)

Wahrscheinlich unterscheidet sich Hamburg bei den Kontaktparkern nicht von anderen Großstädten: Wer nicht in der Garage parkt, dessen Auto wird der Parklücke eben angepasst. Letztlich wohl auch eine Mentalitätsfrage nach dem Motto "Passt schon", allerdings bin ich als leichter :D Autofetischist bezüglich aller Arten von Kaltverformung etwas empfindllich.

 

Da der Polo seine Garage leider etwas weiter vom Haus entfernt hat, steht er manchmal um die Ecke, damit man schneller weg kommt - sonst muß man eben eine Viertelstunde laufen, Rad- oder Busfahren, um an's Auto zu kommen.

 

Diese Faulheit hat mir vor ein paar Tagen dann auch die entsprechenden Folgen beschert: Obwohl die Parklücke neben mir nicht klein war, hat jemand ohne gutes räumliches Vorstellungsvermögen oder mit starrem Hals sich wohl besonders zum Polo hingezogen gefühlt.

 

Was mich dabei immer wieder irritiert ist allerdings, wie Menschen, wenn's schon knirscht, kracht oder rummst, dann einfach weitermachen - normalerweise würde man dann doch sofort auf die Bremse treten.

 

 

Geblieben ist mir als Erinnerung - da der Fahrer oder die Fahrerin sich verduftete - ein leichter Schaden am hinteren Radhaus, Kratzer / Dellen im Blech, eine defekte Seitenleiste und, wohl vom Verunfaller, eine schwarz-weiße Staubschicht, die ich nicht zuordnen kann. Was kann das wohl sein? (oben auf dem Bild an der Tür):

 

 

Dabei kann man jedem 6N-Fahrer nur empfehlen, sich nicht - wie gängig - die Seitenleisten komplett zu entfernen, sondern wenigsten lackierte (bei mir die 6N2-Leisten) zu verwenden. Das begrenzt Schäden dieser Art erheblich, andernfalls wäre es dem Lack und Blech erheblich mehr an den Kragen gegangen. Und da - laut meiner Teilkasko - den Schaden sowieso keiner übernimmt, da kein Verursacher greifbar ist, reduziert sich so der eigene Beitrag zur Wiederherrichtung der Kiste...

 

Die Parkstelle, an der der Polo kontaktiert wurde:

 

 

Und eigentlich ist die Lücke ja groß genug...

 


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Beste Geschichten [Jack GT]...

...mit Golf 16V und der Polizei:

 

Früher habe ich häufig am Sonntagmorgen gearbeitet. Auf meiner Fahrtstrecke durch die Reeperbahn hatte ich des Öfteren das Vergnügen mit der Polizei, die annahm, einen trunkenen Fahrer nach einer durchzechten Nacht vorzufinden.

Als nun eines Morgens mein damaliger Klarglasscheinwerfer defekt war und mir der Hersteller als Ersatz eine Ford Fokus Rückleuchte (!) geschickt hatte, fuhr ich bis zur richtigen Nachlieferung ohne den rechten Scheinwerfer herum.

Die Polizei hielt mich an just einem solchen Tag vor der Davidwache an und beäugte skeptisch das "Loch" der Front. Ich erklärte dem Polizisten daraufhin die Geschichte. Seine Antwort lautete: "Das klingt so verrückt - das könnte schon stimmen. Fahren Sie mal weiter"...

 

...mit Support:

 

Ich bin eine laufende Auskunft - irgendwo muss das an mir geschrieben stehen. Fahrplan- und Stadtauskünfte gebe ich routiniert - das kommt alle Tage vor. Anrufe zur Autothematik von "ich steh' da" bis "können Sie mal den Parkautomaten für mich bedienen" sowie die Funktion als Zweitadministrator bin ich gewohnt. Als mich vor kurzem allerdings eine Migrantin am Busbahnhof zu ihrem neuen Telefonvertrag "interviewte" und sich eine Beratung zu Geräteanlieferung, Anschluß und Terminen holte, war ich doch schon baff.

 

...mit dem besten Netzlacher:

 

Ich habe selten so gelacht: Dieses Messer ist weniger durch seine Form, als durch seine besonderen Funktionen empfehlenswert. Also unbedingt die Leserrezensionen lesen!

 

...dem kürzesten netten Spruch (gefunden an einem Geldautomaten):

 

Geld wird bald abgeschafft - viele haben schon jetzt keins mehr.

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