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Tüddelkram und andere Katastrophen

Wie man aus kleinen Problemen große machen kann

11.04.2011 20:13    |    Jack GT    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Corrado, Golf, H7-LED, LED, LED-Golf, LED-H7, LED-Leuchtmittel, LED-Leuchtmittel. Leuchtmittel, LED-Licht, LED-Scheinwerfern, Lichtausbeute, Lichtvergleich, Rallye, Voll-LED, Voll-LED-Scheinwerfer

Eigentlich sollte der Titel ja ganz anders lauten, aber manchmal kommt es anders, als man denkt...

 

Meine ursprüngliche Idee war, für den Polo, der mein Lichttestfahrzeug ist, einen Satz Nachrüst-LED-Leuchtmittel (d.h. mit H-Lampensockel) zu beschaffen und zu testen. Also bestellte ich mir flugs zwei 102-SMD-LED-Leuchtmittel und stellte fest: Die bekomme ich nicht in meinen Scheinwerfer; Der Kolben mit den LED's ist breiter, als ein normaler Lampenkörper und passt nicht durch die Öffnung in den Reflektor.

 

 

Auch der tesweise Versuch, die Leuchtmittel in den Golf zu hängen, schlug fehl.

 

Also: Ganze Fuhre retour, was sich als schwieriger als gedacht herausstellte: Erst mit einem juristischen Wink und dem Verweis auf die Artikelbeschreibung "(...) passt bei allen (...)" wurde das Leuchtmittel mit Entschuldigung zurückgenommen.

 

Also im Internet geschaut, gemessen, Bilder verglichen: Na gut, eine 68-Pin-LED-Geschichte müsst's ja tun. Erstaunlicherweise teurer, aber der Verkäufer versprach in der Artikelbeschreibung: passt. In einem Telefonat schilderte mir der Verkäufer, die LED's seien sogar heller als Xenon. Also den Kram noch schnell vor der Fahrt nach Dänemark bestellt, um den ausführlich testen zu können. Der Verkäufer lieferte prompt, und frohen Mutes versuchte ich den nächsten Einbau, nun mit 68-Pin-LED:

 

 

Aber: Auch dieser Kolben war zu groß für die Öffnung im Lampenkörper. Ich versuchte die Retoure einzuleiten, doch der Verkäufer stellte sich tot. Da ich nebenbei noch viel zu tun hatte, blieb der Kram ersteinmal liegen.

 

Testweise versuchte ich nun noch den Einbau beim Golf: Und siehe da, hier passte das 68-Pin-LED-Leuchtmittel.

 

Da der Scheinwerfer serienmässig mit Positions-/Standlicht per LED bestückt ist, ergab sich nach Einsetzen der LED-Leuchtmittel für Fern- und Abblendlicht tatsächlich ein Voll-LED-Scheinwerfer - wenn natürlich auch nicht serienmässig und nicht legal zu fahren. Die Fotos dazu will ich nun nicht vorenthalten:

 

 

Und hier der Farbvergleich zu einem H7-Serienleuchtmittel:

 

 

Nach dem Einsetzen testete ich dann kurz die LED-Leuchtmittel in Funktion. Und stellte fest: Erstaunlich!

 

Genauer gesagt: Erstaunlich schlechte Lichtausbeute: Ich hatte kein sonderlich gutes Licht erwartet, da das Leuchtmittel ja fernab des eigentlichen Brennpunktes arbeitet.

 

 

Das die Ausleuchtung aber einer Kerze im Scheinwerfer (bzw. eher einem Standlicht) entspricht, hatte ich nicht erwartet: Selbst mit aufgeblendetem Fernlicht (der kein DE-Linsenscheinwerfer, sondern ein Reflektorscheinwerfer ist), kam nicht viel raus. Da ich alle Fotos ohne Stativ gemacht habe, ist das Bild zwar unscharf, man kann aber etwa die Unterschiede in der Ausleuchtung im Vergleich zu einem Serienleuchtmittel erkennen.

 

Schaut man von Vorne auf das Fahrzeug, sieht die ganze Sache so aus:

 

 

Was lässt sich also als Fazit konstantieren: Finger weg von Nachrüst-LED-Leuchtmitteln! Für sich verbuchen können sie das hübsche Aussehen. Danach kommt allerdings nichts mehr: Üble Lichtausbeute, zudem nicht legal in Deutschland zu fahren. Das Versprechen, die Leuchtmittel passten in jeden Scheinwerfern, ist zudem falsch - und eine Reklamation in den meisten Fällen eher mühsam - erst Recht, wenn die Leuchtmittel aus China angeliefert werden.

 

Allenfalls verwendbar sind die Leuchtmittel für Showcars auf Treffen. Da die Leistungsaufnahme zudem geringer ist als bei Serienleuchtmitteln, "ziehen" sie die Batterie nicht so schnell aus. Ich allerdings würde die LED's noch nicht einmal in meine Nebelscheinwerfer stecken - die Lichtausbeute ist einfach zu schlecht. Einen Lichtvergleich, wie mit dem Polo geplant, kann ich Euch nun leider auch nicht bieten.

 

Bleibt nur: Licht aus, LED's raus, Leuchtmittel ab nach Haus.

 


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Beste Geschichten [Jack GT]...

...mit Golf 16V und der Polizei:

 

Früher habe ich häufig am Sonntagmorgen gearbeitet. Auf meiner Fahrtstrecke durch die Reeperbahn hatte ich des Öfteren das Vergnügen mit der Polizei, die annahm, einen trunkenen Fahrer nach einer durchzechten Nacht vorzufinden.

Als nun eines Morgens mein damaliger Klarglasscheinwerfer defekt war und mir der Hersteller als Ersatz eine Ford Fokus Rückleuchte (!) geschickt hatte, fuhr ich bis zur richtigen Nachlieferung ohne den rechten Scheinwerfer herum.

Die Polizei hielt mich an just einem solchen Tag vor der Davidwache an und beäugte skeptisch das "Loch" der Front. Ich erklärte dem Polizisten daraufhin die Geschichte. Seine Antwort lautete: "Das klingt so verrückt - das könnte schon stimmen. Fahren Sie mal weiter"...

 

...mit Support:

 

Ich bin eine laufende Auskunft - irgendwo muss das an mir geschrieben stehen. Fahrplan- und Stadtauskünfte gebe ich routiniert - das kommt alle Tage vor. Anrufe zur Autothematik von "ich steh' da" bis "können Sie mal den Parkautomaten für mich bedienen" sowie die Funktion als Zweitadministrator bin ich gewohnt. Als mich vor kurzem allerdings eine Migrantin am Busbahnhof zu ihrem neuen Telefonvertrag "interviewte" und sich eine Beratung zu Geräteanlieferung, Anschluß und Terminen holte, war ich doch schon baff.

 

...mit dem besten Netzlacher:

 

Ich habe selten so gelacht: Dieses Messer ist weniger durch seine Form, als durch seine besonderen Funktionen empfehlenswert. Also unbedingt die Leserrezensionen lesen!

 

...dem kürzesten netten Spruch (gefunden an einem Geldautomaten):

 

Geld wird bald abgeschafft - viele haben schon jetzt keins mehr.

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