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Tüddelkram und andere Katastrophen

Wie man aus kleinen Problemen große machen kann

17.11.2012 23:31    |    Jack GT    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Bulli fertigmachen, T4, T4-Reparatur, T4 Spannungskonstanter, T4 Tank

Nach der letzten Erfahrung (siehe Teil 2) beschloss ich, den Rest wiederum in Eigenregie bzw. mit meiner besseren Hälfte zu machen :D - schließlich hatten wir ja beide den Bulli gewollt. Und durch die Neupolsterung des Recaro-Sitzes im 16V (ich kam mit meinen Wurstfingern nicht richtig in den Sitzbezug hinein) hatte sie ja eh' schon Erfahrung.

 

 

Folgender "Rest" war noch zu machen:

 

  • Antriebswelllenmanschetten tauschen
  • Spurstangenköpfe tauschen
  • Bulli vermessen
  • linker Teil des Kombiinstruments ausgefallen (Tank, Uhr, ...)
  • Innenraumlüftersteuerung im Eimer (nicht der Rede wert, Widerstand ersetzt)
  • Neuverkabelung Campingausrüstung (irgendein Spaßvogel hatte alle Kabel der Campingausrüstung zerschnitten)
  • Ausbau Campingausrüstung (weitere Leuchtmittel, Drehkonsole, neue Matratzen, Stoffe)
  • Fahrzeug auffrischen
  • .. weiteres erfolgreich verdrängt ;)

 

 

 

Los gings mit den Antriebswellenmanschetten. Hier ist eigentlich nichts Großartiges zu berichten, außer dass ich erstaunt war, wie "fett" das Fahrwerk war - ein ganz anderes Kaliber als beim Golf.

 

 

Die Spurstangenköpfe machten mir richtig Spaß: Einen Vermessungstermin hatte ich schon, mein Großhändler konnte aber nicht rechtzeitig liefern. Als die Spurstangenköpfe dann ankamen, waren es auch noch die falschen. Also wieder getauscht, und, da Schnauze voll, einfach mal schnell auf der Strasse.

 

 

Zum Vermessen brauchte es drei Anläufe (Werkstatt immer voll), dafür war der Preis mächtig ok. Eine Achse ließ sich dabei auch noch für'n Appel und Ei bereifen. Dank dabei an meine beiden "Vermesser".

 

 

Den Bulli-Stammtisch hatte ich zwischenzeitlich besucht und dabei sehr günstig - vielen Dank noch einmal - einen Paulchen-Heckträger erhalten (T3), den ich dann noch günstigerweise gegen einen adaptierten T4-Träger tauschen konnte. Komplettiert mit meinem Paulchen-Golf-Träger gab's dann einen kompletten Träger - mit dem ich seitdem beim Einparken immer an die Garagenwand stoße ;).

 

Das ausgefallene Kombi-Instrument wollte hingegen schon etwas mehr "betüddelt" werden: Nach der Zerlegung tauschte ich den Spannungskonstanter aus: Fehlanzeige: Uhr und Tankuhrenstand schlummerten nach wie vor. Ein Telefonat mit dem Vorbesitzer ergab: Der Ausfall dieser Teile war schon 10 Jahre her, der Vorbesiter hatte einfach immer voll getankt und den Tageskilometerzähler genullt. Ein Reparaturversuch sei nicht erfolgreich gewesen.

 

 

Daher also das Instrument nochmals zerlegt und alle Verbindungen nachgelötet und anschliessend durchgemessen. Das Ergebnis:

 

 

Hm, Tankstand immer noch auf Wolke 8, Uhr wiederbelebt. Ob's da wohl einen Nichtschwimmer (statt Schwimmer) im Tank gibt?

Also Teppich runter, Kontermutter runter, Tankgeber raus.

 

 

Und holla, dem fehlt was:

 

 

Nach einigen Test mit verschiedenen Materialien, die aber im Diesel nicht recht schwimmen wollten, war klar: Ich muss fischen. Denn irgendwo im Tank musste der Schwimmer ja geblieben sein. Also Arm hochgekrempelt und ab gehts - wobei allerdings ein T4-Tank deutlich größer ist als ein Golf-Tank - ich kam also nicht in alle Ecken. Mit mittlerweile leicht abgefrorenem Arm kam ich auf die Idee, Diesel-Wellen zu schlagen. Und siehe da: Es kam ein Schwimmer geschwommen. Schnell montiert:

 

 

Na, geht doch!

 

 

Die Campingausrüstung haben wir dann zu zweit komplett neu verkabelt, (Zweitbatterie, 230V-Anlage, 12V-Anlage), neue Polster für Bank/Bett gekauft, neue Gardinen etc. besorgt - dabei lernten wir jeden Teil des Innenraums kennen und ich stellte fest, dass meine Freundin offensichtlich mit Schlangenmenschen verwandt ist. Daher ein ganz grosses Kompliment: Du bist eine Alleskönnerin - dazu gehört auch nach 10 Stunden Arbeit im Bulli einfach mal während extrem lauter Bohrarbeiten einschlafen zu können :D

 

Zuletzt gab's dann noch die äußerliche Aufbereitung. Hier vielen lieben Dank an meinen Vater, der den ganzen T4 abgewienert hat, während ich mich der Felgen annahm.

 

 

Fertig, allerdings noch ohne Fahrtziel sah das Ganze dann so aus:

 

 

Heutzutage sagt man dazu dann wahrscheinlich "Bulli to go".

 

Lieber Dank geht an:

- Meine Freundin

- Meinen Vater

- sin coche

- der-bus-shop / Daniel

- Bulli Stammtisch Hamburg

 

 

* Die Inspiration zum Titel kam vom Taschenbuch "Mach dieses Buch fertig" ;).


06.11.2012 21:54    |    Jack GT    |    Kommentare (53)

Mojn,

 

seit kurzem zeigt mein altes Mobiltelefon (ein Nokia N73) Ausfallerscheinungen: Von Zeit zu Zeit schaltet es sich einfach ab. Was seinem Besitzer Ruhe verschafft, begeistert andere wenig: Es wird genörgelt, ich solle mir ein neues Telefon besorgen, die Erreichbarkeit sei nicht mehr gegeben (apropos: war sie vor dem Handy auch nicht...).

 

Grundsätzlich versuche ich Handys so lange wie möglich zu halten: Warum das Altgerät weggeben, wenn es noch funktioniert. Schließlich predige ich immer, ressourcenschonend zu handeln. Allerdings werden Handys bei mir strapaziert: Über mein altes 6210 bin ich mal mit dem Auto gefahren - lief trotzdem, ingesamt 5 Jahre. Auch das N73 hat diverse Flüge hinter sich: Beim Laufen, vom Fahrrad, aus dem Auto, sogar einmal zwei Stockwerke durchs Treppenhaus. Nicht erstaunlich, das das Gerät nach 4 Jahren langsam von mir geht.

 

 

Also ab zum Händler, bei dem erstaunlicherweise ein Apple iPhone für mich das günstigste Gerät ist - vielleicht aufgrund meines verstaubten über 10 Jahre alten Geschäftskundenvertrages. Schon bei der Aktivierung staunt man: Ohne Geburtsdatum geht nichts. Grundsätzlich liegt das Ding gut in der Hand, die Usability ist ok. Und man kann ohne Probleme mehrere Stunden totschlagen, um danach festzustellen, was "außerhalb" Wichtiges liegen geblieben ist.

 

Was mich allerdings von Anfang an stört: Ich habe die Kontrolle über mein Telefon abgegeben: Kompletter Zugriff per Kabel oder Bluetooth: passé. Selbst Programme / Apps installieren ohne Apple-Erlaubnis: passé. Nicht, weil es das Gerät nicht könnte, sondern weil Apple es so will. Nicht erstaunlich, dass selbst einer der Apple-Gründer ein gejailbreaktes - sprich gehacktes - Iphone hat. Der Kamera fehlen die Einstellmöglichkeiten, obwohl sie keine schlechten Fotos macht, einen umfangreicheren EQ für die Musik gibt's nur gegen Bares für die App - mein "olles" Handy bringt das alles automatisch mit :eek:.

 

Also all das heruntergeschluckt - ich will mal nicht so sein. Immerhin kann man ab der aktuellen Betriebssystemsoftware (iOS 6) sehen, wer so alles auf meine persönlichen Daten zugreifen will (Menüpunkt Datenschutz).

 

Wieder zurück im Büro, das Gerät ist erst wenige Tage alt, höre ich ein nicht zuordnebares Dauerbrummen.

 

Nach einigem Suchen entdecke ich die Quelle: Mein iPhone. Es zeigt einen schönen schwarzen Schirm und brummt dabei dauerhaft (böse Zungen würden sagen: Ladies best Friend). Nunja denke ich mir, offensichtlich hat das neue Gerät immerhin eine Eigenschaft vom alten geerbt: Ausfallen. Ich betätige den Home-Button: Nichts. Den Power-Button: Nichts. Alle anderen Knöpfe: Keine Reaktion. Beim Nokia hätte ich jetzt einfach die Batterie herausgenommen und danach wieder eingesetzt. Aber auch da hat Apple den User kastriert: Ich kann meinen neuen Mobilrasierer nicht ausschalten.

 

Schnell noch lese ich im Internet nach, dass empfohlen wird, das iPhone bei einem solchen Fehler möglichst in den Kühlschrank zu legen und abzuwarten, bis der Akku alle ist: Sonst drohe unter Umständen eine Überhitzung. Fixe iPhone-User haben immmerhin schon gewetteifert, wer die längsten Brumm-Zeiten schafft - es soll über 6 Stunden brummen können, bis der Spuk vorbei ist.

 

Ich habe nur 3 Stunden geschafft - 2h im Büro, 1h im Auto. Mittels Ladegerät und Kniffen sowie einem Reset läuft das Gerät wieder. Und ich auch: Morgen in den Telefon-Shop - mein altes Telefon geht wieder in Betrieb! Nicht, dass dem Apfel ein Stück fehlt - da ist wohl eher der Wurm 'drin!


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Aktueller Fahrzeugstatus:

 

- Der Zweier 16V schläft seit Jahren

- Polo 9N3 im Stadtbetrieb, bekommt Alu's

- Zwei Saabs bewältigen den Hauptverkehr

- Am T4-Bulli derzeit ein paar Blecharbeiten

 

Letzte durchgeführte Arbeiten:

 

T4: Aufstelldach

Saab 9³ II: Bremsen, Zahnriemen, Wapu

Saab 95: Bremsen, Zahnriemen

Polo 9N3: Bremsen VA gemacht

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Beste Geschichten [Jack GT]...

...mit Golf 16V und der Polizei:

 

Früher habe ich häufig am Sonntagmorgen gearbeitet. Auf meiner Fahrtstrecke durch die Reeperbahn hatte ich des Öfteren das Vergnügen mit der Polizei, die annahm, einen trunkenen Fahrer nach einer durchzechten Nacht vorzufinden.

Als nun eines Morgens mein damaliger Klarglasscheinwerfer defekt war und mir der Hersteller als Ersatz eine Ford Fokus Rückleuchte (!) geschickt hatte, fuhr ich bis zur richtigen Nachlieferung ohne den rechten Scheinwerfer herum.

Die Polizei hielt mich an just einem solchen Tag vor der Davidwache an und beäugte skeptisch das "Loch" der Front. Ich erklärte dem Polizisten daraufhin die Geschichte. Seine Antwort lautete: "Das klingt so verrückt - das könnte schon stimmen. Fahren Sie mal weiter"...

 

...mit Support:

 

Ich bin eine laufende Auskunft - irgendwo muss das an mir geschrieben stehen. Fahrplan- und Stadtauskünfte gebe ich routiniert - das kommt alle Tage vor. Anrufe zur Autothematik von "ich steh' da" bis "können Sie mal den Parkautomaten für mich bedienen" sowie die Funktion als Zweitadministrator bin ich gewohnt. Als mich vor kurzem allerdings eine Migrantin am Busbahnhof zu ihrem neuen Telefonvertrag "interviewte" und sich eine Beratung zu Geräteanlieferung, Anschluß und Terminen holte, war ich doch schon baff.

 

...mit dem besten Netzlacher:

 

Ich habe selten so gelacht: Dieses Messer ist weniger durch seine Form, als durch seine besonderen Funktionen empfehlenswert. Also unbedingt die Leserrezensionen lesen!

 

...dem kürzesten netten Spruch (gefunden an einem Geldautomaten):

 

Geld wird bald abgeschafft - viele haben schon jetzt keins mehr.

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