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Sreyness - S6 Blog

Audi S6 ... zum schrauben gibt es immer was

12.02.2009 21:33    |    Sreyness    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 2.2, 20V, 4A, A6, Audi, Audi S6, Bremssattel, C4, Gelenkswelle, Reparatur, S6, Stoßfänger, Turbo

Hi liebe Audi Gemeinde (und auch alle anderen Marken ;) ),

 

muss euch beichten dass ich erst im Nachhinein draufgekommen bin Fotos vom Aus- / Einbau der linken hinteren Gelenkswelle zu machen.

Dafür möchte ich mich gleich mal im Vorfeld entschuldigen.

 

Auf jedenfall gibt es hier wieder eine ich hoffe doch hilfreiche Anleitung für unsere "do it yourself" C4 Spezialisten.

 

Die Ursache: oder wie sich der Verschleiss bemerkbar machte ...

Ich fuhr von Vöcklabruck nach Linz und bemerkte als ich von der Autobahn abfuhr das ich beim langsamer werden mit der Motorkupplung im 3. bzw. 2. Gang ein lautes "Klack"-Geräusch ... beim ersten mal dachte ich mir noch nicht großartig was dabei, nur das Klacken ging nicht weg und trat bei jedem Lastenwechsel wieder hörbar in Aktion. Am schlimmsten klackerte es in einem Kreisverkehr (oder Linkskurve). Bei getretener Kupplung klackte nichts, also eben nur wann der Antrieb mit von der Partie ist. Ich konsultierte wie immer zur Fehlersuche den Werkstättenmeister meines Vertrauens und der meinte sofort das die Gelenkswelle hinüber sei.

 

Tja da dachte ich mir, ach wie gut das ich meinen Audi 100 2,8e Quattro zum Ausschlachten habe. (hat die selbe Gelenkswelle wie der S6 2,2t)

Für alle die es interessiert, die Teilenummer der Gelenkswelle ist: 4A0 501 203 B

 

Anleitung zum Aus-/Einbau:

 

1. bei noch stehendem Auto die Radzierblende abnehmen

2. die Gelenksschraube aufschrauben 24er Nuss (Bild 1 in der Mitte) (die ist mit 190 Nm angezogen also braucht man schön schmackes oder eine gute Verlängerung)

3. Auto mittels Wagenheber (oder Bühne) aufheben und den Reifen abmontieren.

4. Jetzt mit einem 15er und 17er Schraubenschlüssel den Bremssattel aufschrauben (Bild3), mit dem 15 Vorne gegenhalten und mit dem 17er hinten aufschrauben.

5. Bremsattel abnehmen und mit einem Stück draht am Unterboden anmachen, dass der Bremsschlauch nicht unter Zug steht.

6. Bremscheibe abnehmen

7. Federbein an der unteren Halterung aufschrauben und nach hinten rausdrücken(war glaub ich ein 19er Schlüssel)

8. Jetzt noch den Stabi abschrauben (Bild 2 ober dem Bremssattel)

9. 2 der Radmuttern wieder einschrauben und mittels einem Montiereisen gegen Verdrehen sichern (da die Gelenkswelle sich mitdreht)

10. Unter dem Gelenkswellenflansch ist eine Blechabdeckung die mit 2 10er Muttern befestigt ist abschrauben.

 

Jetzt müsst ihr euch ein wenig verrenken um an die Mehrzahnschrauben ran zu kommen ... (Bild 5)

 

11. Die Mehrzahnschrauben ein wenig mit WD40 einsprühen und dann säubern.

12. Die Mehrzahnschrauben mittels einem 9er Mehrzahn aufschrauben.

Sollten die Schrauben wie in meinem Fall so eingerostet sein, dass sich da nichts mehr rührt, einfach mit einer Gripzange oder einer großen Rohrzange "lockern".

13. Jetzt das Radlagergehäuse nehmen und nach vorne wegziehen.

14. Mit einem kleinen Gummihammer die Gelenkswelle aus dem Radlager rausklopfen.

15. Die Gelenkswelle mit ein wenig drücken und ziehen aus dem Radlager ziehen.

 

So jetzt habt ihr es geschafft und die Gelenkswelle ist draußen (Bild 6)

 

Wenn ihr die "neue" Gelenkswelle einbaut wieder in ungekehrter Reihenfolge wie der Ausbau war einbauen.

 

Wichtig: Die Gelenkswellen Flanschschrauben sollen nur mit 40 Nm angezogen werden also nicht zu kräftig anziehen!

Außerdem müsst ihr die große Gelenkswellenschraube mit 190 Nm anziehen!

 

Kleiner Tipp:

Solltet ihr Probleme mit dem Federbeineinbau haben hier ein kleiner Hinweis.

Ich habe das Federbein mit einem Draht ganz nach hinten gespannt (am Querlenker befestigt)

habe dann das Radlager (nachdem Bremse und Stabi wieder drann waren) ganz nach unten gedrückt und mit einem Seitenschneider den Draht durchtrennt.

Somit ist das Federbein (fast) in die richtige Höhe zum verschrauben gekommen. Mit einem Hammer habe ich das Federbein ein wenig nach oben geklopft und siehe da die Löcher passten genau übereinander und ich konnte es wieder festschrauben.

 

So ich hoffe ich konnte euch mit meiner Erklärung helfen.

Falls noch jemand eine genauere Beschreibung braucht, einfach eine PM an mich und ich schicke euch die genaue Audi Anleitung.

 

So jetzt wünsche ich allen die die Gelenkswelle ausbauen müssen viel Spaß, gute Nerven und VIEL ERFOLG!

 

Bis zum nächsten Blog-Eintrag

euer Harald


12.02.2009 20:40    |    Sreyness    |    Kommentare (5)    |   Stichworte: 2.2, 20V, 4A, A6, Armaturenbrett, Audi, Audi S6, C4, Heckrollo, Hutablage, Interieur, Mittelkonsole, S6, Türverkleidungen, Umbau

Würdet ihr auch so einen Umbau machen

Hallo Leute,

 

anbei ist nur mal der Vorgeschmack was da im Frühjahr/Sommer kommen wird. (oder auch wenn es früher wärmer wird ;) )

Fotos von den Türpappen werden noch folgen keine Sorge ... die liegen noch verpackt im Keller.

 

Also was ich vorhabe ist ein Aufwand sonders gleichen, denn ich tausche meine ganzes Interieur welches in grauem Stoff und Anthrazit (dunkelgrau) gehalten ist gegen das Ecure / Beige. Somit muss ich im Innenraum alles zerlegen. "Und JA ich bin im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte!" ^^

 

- Türpappen ausbauen

- A-, B- & C-Säulenverkleidungen ausbauen

- Sitze vorne ausbauen

- Rücksitzbank ausbauen

- Hutablage ausbauen

- Lenkrad ausbauen (wenn ich schon dabei bin, tausche ich den Lichtschalter aus da mein Fernlicht nicht mehr geht)

- Armaturenbrett ausbauen (das wird lustig)

- Mittelkonsole ausbauen

- Teppichboden ausbauen mit den Leisten (wird noch lustiger :( )

 

Tja so sieht es aus ... eine schöne Liste an Arbeit!

Wird sicher einiges an Zeit kosten, aber wenn ich an das Ergebnis denke, wird mir doch warm ums Herz.

 

Die Sitze bekommen dann Beige Kunstleder-Überzüge mit dunkelbraunen Flanken (die werden beim Ein-/Aussteigen immer so strapaziert)

 

Natürlich werde ich alle Arbeitsschritte schön mit Bild & Text kommentieren.

 

Also wir schreiben uns ;)

lg Harald


08.02.2009 19:13    |    Sreyness    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: 2.2, 20V, 4A, Audi, C4, Leerlaufregelventil, Reparatur, S6, Turbo

Hallo Leute.

 

So das wird mein erster Blog-Eintrag.

Einige kennen sicher das Problem:

 

Man strartet den Motor in der Früh, fährt ein paar Kilometer (zum Einkaufen) und stellt das Fahrzeug ab.

Kurz darauf steigt man ein und startet ... doch was passiert die Drehzahl geht auf 1000 hoch um dann auf 300 bzw. sich kurz vorm absterben zu fangen.

Bei manchen wird es auch sein das die Drehzahl einfach im Leerlauf abfällt.

 

Da ich sowieso gerade die Insp. 2 bei der Werkstatt meines Vertrauens machen lies, fragte ich im Zuge dessen gleich den Meister was den die Ursache für dieses Verhalten sein könnte. Nach kurzem Test meinte er das Leerlaufregelventil. Im Anhang findet ihr die Anleitung wie man das Ventil messen kann.

Da das Ventil bei Audi neu fast 300 € kostet, habe ich mir um 45 € eines bei einem bekannten Onlineauktionshaus ersteigert.

 

Der Ein- / Ausbau des Ventils ist sehr einfach:

1. Motorhaube auf, und das Leerlaufregelventil ausfindig machen (erstes Bild das silberne Ding im roten Kreis)

2. Hinten beim ventil den Stecker ziehen. (Bild 2 und 3)

3. Die 2 Metall-Manschetten-Schrauben lösen.

4. Jetzt beide Schläuche vom Ventil abziehen.

5. Das Ventil aus der Halterun rausziehen und fertig.

 

Jetzt kann man es natürlich schön reinigen, was bei den meisten auch schon helfen kann.

Sollte aber eine Widerstandsmessung negativ ausfallen so bleibt nur der Austausch des Ventils über.

Für alle die es interessiert, die Teilenummer ist: 034 133 455 B

 

Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge wie der Ausbau ^^, beim Schlauchaufziehen auf guten Sitz der Schläuche achten und die Manschetten schön fest ziehen, wir wollen ja keinen Druckabfall haben.

 

Im Bild 4 seht ihr meinen alten Übeltäter ... hoffe einigen damit geholfen zu haben und freue mich schon auf eure Kommentare.

 

lg euer Harald

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