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20.03.2021 04:06    |    NDLimit    |    Kommentare (15)

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Als ich damals die Motivation zu meinem 1. Tauchkurs hatte, war es eine Kombination aus Neugier und Spannung. Unterwasseraufnahmen in Filmen, sei es Cousteau oder Szenen in Bond-Filmen, haben mich immer schon fasziniert. Dort wurden viele tolle Tauchplätze gezeigt. Die Möglichkeit, sich in dieser, für Menschen fremden, Umgebung aufhalten zu können reizte mich. Schon während des ersten Tauchkurses war ich begeistert von der Artenvielfalt an Lebewesen unter Wasser. Die Riffe mit ihren verschiedenen Eigenarten sind immer wieder toll. Egal, ob man sich an schönen Korallen erfreut oder live die Symbiose von Meeresbewohnern erlebt, wenn sich recht große Juwelenzackenbarsche in eine Putzerstation bewegen und von kleinen Fischen "gereinigt" werden. Es ist ein echtes Erlebnis zu sehen, wie Natur funktioniert.

 

Mit der Zeit stiegen aber auch die Ansprüche. Ich entdeckte meine Faszination zu Wracks, auch zu denen, die im tiefen und dunklen Gewässern wie z. B. in der Ostsee liegen. Neben den teils anspruchsvollen Bedingungen wie Tiefe,Strömung, Dunkelheit und Kälte interessierte mich immer auch die Geschichte des jeweiligen Wracks. Bei den entsprechenden Recherchen konnte ich viel Wissen aufladen. Das führt bei einigen Wracks aus dazu, dass man mit dem nötigen Respekt zu den dort Verstorbenen nicht verliert.

 

Wenn ich auf Safari unterwegs bin, dann kann ich ziemlich viel von dem vorher geschriebenen kombinieren. Da es an den Küsten z. B. von Ägypten kaum noch Haie gibt, hat man bei Safari-Touren, die weit hinaus gehen, schon eine gute Chance diese faszinierenden Tiere live zu sehen. Es ist immer ein sehr tolles Erlebnis. Besonders mag ich die Hammerhaie.

 

Ein weiteres Highlight sind für mich Höhlen und Grotten. Diese dunklen Gefilde ziehen mich quasi an. Wirklich Top waren meine Tauchgänge im Bergwerk Kleinenbremen (offener Bereich) und in Nuttlar (komplett geschlossener Bereich).

 

Mit der Zeit wuchs aber auch der Wunsch nach einer fundierteren Ausbildung bzw. Weiterbildung. Ich wollte halt mein Hobby immer so sicher wie möglich betreiben. Im Sporttauchbereich habe ich mich bis zum Assistant-Instructor ausbilden lassen. Das mache ich mittlerweile nicht mehr aktiv, aber trotz meiner oder auch wegen meiner Ausbildung zum technischen Taucher habe ich immer noch Spaß dabei, anderen Tauchern bei ihrer Weiterentwicklung zu helfen bzw. nehme auch gerne Hilfe diesbbezüglich an.

 

Damit kommen wir von den spannenden Aspekten meines Hobbys zu den doch eher entspannteren Bereichen, die ich für mich beim Tauchen sehe.

 

Tauchen bedeutet für mich in erster Linie eine Art Abschaltung vom Alltag. Man konzentriert sich auf den geplanten Tauchgang. Diese Planung kann im technischen Bereich des Tauchens schon mal aufwendiger sein, aber auch "easy dives" sollten mehr oder weniger geplant werden. Der Fokus sollte auf den Tauchgang liegen und der Alltag rückt nach hinten. Ich gehe sogar so weit, dass sogar Tauchgänge hier in hiesigen Gefilden, gerne auch nach Feierabend ein kleines Urlaubsgefühl verursachen.

 

Ich sehe Tauchen als eine Art von Stressbefeiung.

 

Auch führt eine bewusste Atemtechnik zu einer gewissen Entspannung.

 

En ganz wichtiger und entscheidender Fakt ist, dass mein Hobby dazu führt, dass man viele und neue Kontakte knüpfen kann. Man lernt neue Leute kennen, geht mit denen ins Wasser und vertraut denen im Zweifel sein Leben an. Insbesondere beim technischen Tauchen ist dies der Fall. Aber dort kommt die oben erwähnte Ausbildung wieder ins Spiel. Bislang habe ich diesbezüglich sehr gute Erfahrungen gemacht. Aus manchen "Buddies" wurden echte Freunde.

 

Eine gute Ausbildung, gute Buddies und auch das Absolvieren komplexer Tauchgänge stärken zudem das persönliche Selbstvertrauen und ist eine mentale Bereicherung.

 

Ich freue mich über eine rege Diskussion

 

#stay save

Euer Taucher

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02.03.2021 11:13    |    NDLimit    |    Kommentare (28)

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Das Jacket oder BCD wird benötigt um die Tarierung in den unterschiedlichen Tiefen sicher zu stellen. Hier mal eine kurze Beschreibung des Prinzips klick

 

Zudem wird die Flasche bzw die Flaschen an dem Jacket montiert.

 

Über den Inflator-Schlauch wird das Jacket/BCD direkt aus der Flasche mit Gas gefüllt bzw. auch wieder entleert.

 

Bei den Jackets gibt es unterschiedliche Varianten bzg. des Aufbaus und der Funktionweise. Ich habe mich seit Jahren für eine so genannte Wing-Blase mit einer Edelstahl-Backplate entschieden. Vorteil ist, dass diese Platte als zusätzliches Gewicht direkt auf den Rücken wirkt und somit den Trim deutlich verbessert. Die Wing-Blase schmiegt sich zudem schön über Flasche(n) auf dem Rücken und sorgt für eine gute Stabilität.

 

#stay save

Euer Taucher

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13.02.2021 15:52    |    NDLimit    |    Kommentare (120)

TauchschlumpfTauchschlumpf

Nachdem ich erfreulicherweise hier erstaunlich viele Taucher getroffen habe, ist dies ein Versuch, einen kleinen Stammtisch für Taucher und Tauchinteressierte einzurichten.

 

Geklönt und geschnackt werden kann im Prinzip über alles, was mit dem Thema Tauchen zu tun hat. OT wird aber auch akzeptiert :)

 

#stay save

 

NDL :)

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01.02.2021 12:27    |    NDLimit    |    Kommentare (23)

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Wer kennt es nicht aus Filmen. Der athletische Taucher schwimmt mit einem eleganten Flossenschlag durch das Wasser und an der Wade ist ein großes Tauchermesser befestigt. Manche Messer muten dann eher einer Machete an.

 

Die Auswahl an verschiedenen Messern ist schier unendlich

 

Auch ich habe in der Vergangenheit Tauchermesser gehabt, die man sich um die Wade schnallt. Wirklich gebraucht habe ich die eigentlich nie, außer einmal in der Ostsee. Dort wollten meine Tauchkollegen an einem versunkenen Wrack Angelhaken und Pilker bergen und haben sich in Angeschnüren verheddert. Da musste ich sie teils frei schneiden. Ansonsten dienten die Tauchermesser ideal zum Schneiden der Pizza nach dem Tauchen oder zum Öffnen der Bierflaschen für das obligatorische Deko-Bier. :)

 

Ein häufiger Fehler ist es, das Messer an der Wade nach außen zu befestigen. Sieht zwar cooler aus, aber wenn man mal einen Bleigurt abwerfen muss, kann sich dieser dort verheddern. Wenn man schon in der misslichen Situation ist, seinen Bleigurt abwerfen zu müssen (Notfall), dann ist es eben sehr unglücklich, wenn das Ding einen ungewollt in die Tiefe zieht.

 

Persönlich habe ich mich unter anderem für ein kleines Messer von Aqualung entschieden, welches ich am Gurt trage. Zusätzlich habe ich einen Leinencutter von Eezycut. Diesen halte ich für viel effektiver als ein klassisches Messer. Dennoch habe ich in der Tasche vom Trockentauchanzug noch ein Titanmesser von Seareq. Vorteil ist, dass ich alle Dinge gut erreichen kann. Das ist bei einem Messer am Bein nicht immer der Fall. Natürlich ist es am Besten, wenn man diese Dinge während des Tauchens nicht braucht, aber Haben ist eben besser als Brauchen :)

 

Vorsichtshalber weise ich darauf hin, dass man sich vor Anschafffung eines größeren Messers mit den aktuellen Ausführungen des Waffengesetzes auseinandersetzen sollte.

 

#stay save

 

Euer Taucher

 

 

Ergänzend hier noch ein Video zum Leinen-Cutter: https://www.youtube.com/watch?v=edQdttqfPIg&feature=youtu.be

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23.01.2021 14:56    |    NDLimit    |    Kommentare (11)

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Beim Tauchen ist sie unerlässlich - die Flosse. Aber Flossen sind sehr unterschiedlich in ihrer Eigenschaft und für ihren Einsatzzweck.

 

Als Anfänger oder Außenstehender denkt man vielleicht: Flosse ist gleich Flosse. Das stimmt eben nicht. Daher die Idee zu diesem Artikel.

 

Sinn der Flossen ist es, sich vordergründig Vortrieb zu verschaffen. Es gibt sie als Schwimm- oder Schnorchelflosse, wo man mit dem nackten Fuß reinschlüpfen kann oder eben als Geräteflosse. Geräteflossen sind größer, hinten offen und mit einem Flossenband (dazu später mehr) versehen. Hier kann man mit einem Neoprenfüßling oder mit den Füßlingen (inkl. Rock-Boots) von Trockentauchanzügen die Flosse verwenden. Gerade in kälteren Gefilden sind daher Geräteflossen zu bevorzugen.

 

Auch wenn ich mehrere Schwimmflossen schon beim Hallenbad-Training benutzt habe, möchte ich mich hier auf die unterschiedlichen Geräteflossen konzentrieren.

 

Vielleicht fangen wir mal bei den Geräteflossen mit den unterschiedlichen Bebänderungen an. Es gibt natürlich bei den vielen Herstellern unterschiedliche Verschlußsysteme (bis hin zu einem Nachrüst-System, was einer Ski-Bindung gleicht, aber ich möchte das einfach halten und begrenze mich auch 3 übliche Verschlußmethoden.

 

 

1. individuell einstellbare Gummibänder. Seit Jahrzehnten bewährt, neigen aber zum Reißen. Ein gerissenes Gummi ist aber meistens schlecht ;)

 

2. Bungees. Die sind auch aus Gummi, sind aber eher enger und nicht einstellbar. Das Material ist deutlich dicker und reißt nicht so schnell. Auf die Gefühls-Echtheit kommt es dabei nicht so sehr an. ;)

 

3. Spring-Straps, wohl die Form, die am Haltbarsten ist. Die Edelstahlfeder, wenn sie nicht überdehnt wird, hält die Flosse gut am Fuß und man hat kein Problem vor oder während des Tauchgangs. Die Überdehnung verhindert man mit einer zusätzlichen Sehne innerhalb des Spiralkabels.

 

 

Wahl der Flosse:

 

Was soll ich da sagen. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Im www.taucher.net kommen regelmässig Anfragen von Anfängern, welche Flosse sie wählen sollen. Ich empfehle dort ab und an, dass man sich a) individuell beraten lassen soll, z. B. Einsatzort und b) nach Möglichkeit verschiedene Flossen auszuprobieren. Entweder hat der Shop aus dem Tauchschulbetrieb Leih-Flossen zur Auswahl oder man hat über Vereinskollegen die Möglichkeit, sich unterschiedliche Flossentypen auszuleihen. Ein bisschen kann man es auf der dortigen Plattform mit www.motor-talk.de vergleichen. Es wird zu wenig die Suchfunktion genutzt. ;)

 

In meiner "Tauchkarriere" habe ich den ein oder anderen Taler als "Lehrgeld" bezahlen müssen. Teils aus Unwissenheit, teils aus Haben wollen und leider auch durch Falschberatung.

 

Meine erste eigene Flosse kaufte ich damals auf der Boot. Die Boot galt damals, weniger als heute, als das Schnäppchenparadies für Taucher. Es gab halt noch keine Online-Shops bzw. zu wenige. Also kaufte ich neben einem schlechtsitzenden Neoprenanzug, ein überdimensioniertes Tauchmesser für die Beinmontage auch noch Flossen. Langes, hartes Flossenblatt. Ein echter Krampfbeschleuniger für die Waden. Es brauchte ein wenig, sich daran zu gewöhnen bzw. den Trainingszustand der Flosse anzupassen. Diese Flossen konnte ich dann noch gut auf einem Taucher-Flohmarkt wieder vertickern.

 

Dann brachte Mares die erste Variante der Volo heraus. Ja, die musste ich haben und probierte sie direkt im Tauchurlaub in der Türkei aus und auch im hiesigen See. Sie war zu dem Zeitpunkt "DIE" Flosse überhaupt... bis zu Strömungstauchgängen in der Ostsee. Dort versagte sie komplett, da sie keinen wirklichen Vortrieb brachte und liegt seitdem unbenutzt im Keller rum.

 

Anschließen stieg ich auf so genannte "Split-Fins" um. Bei denen ist das Flossenblatt teils geteilt. U. a. habe ich diese noch bei mir: klick1 und klick2. Diese Split-Fins hatten zunächst, und auch über Jahre den Vorteil, dass sie guten bis sehr guten Vortrieb lieferten. Auch war das höhere Gewicht teils im Trockentauchanzug praktischer.

 

Stichwort Gewicht. Hier geht es auch um den Einsatzort. Wer meist nur im Warmwasser, sprich überwiegend im Urlaub taucht, sollte evtl. auf eine leichtere Flosse ausweichen. Aber sie sollte immer noch zum Einsatzort passen. Die recht leichte Volo-Flosse würde ich niemals mit nach Ägypten nehmen, wo es im roten Meer doch mal richtig "ziehen" kann. Hier gibt es am Markt bessere Alternativen.

 

Mit Beginn der Ausbildung zum technischen Taucher stellte sich leider schnell heraus, dass die Split-Fins zwar guten Vortrieb bieten, aber für die sehr präzisen Bewegungen, inkl. dem Rückwärts-Tauchen schlecht geeignet sind. Die wahl der nun für mich richtigen Flosse fiel nun schlussendlich seit ein paar Jahren auf die Scubapro Jet Fin. Eine Flosse, die ein kurzes, hartes Flossenblatt mit Strömungsauslässen hat. Bis auf die Spring-Straps gibt es das Modell seit den 60er-Jahren. Also: Old, but good :)

 

Zu Weihnachten bekam ich eine der recht knappen Sondereditionen.

 

In meinen Augen eine Flosse, die trotz ihres Gewichts, reisetauglich ist und vor allem für alle Flossenschlagtechniken sehr gut geeignet ist.

 

Wie immer gilt, dass Fragen gern willkommen sind und ich hoffe, dass der Artikel verständlich erklärt ist.

 

#stay save

 

Euer Taucher

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12.01.2021 13:18    |    NDLimit    |    Kommentare (26)

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Hier mal ein Artikel zur Auswahl von Tauchausrüstung. Im ersten Teil möchte ich mich mit der Tauchboje und deren unterschiedlichen Eigenschaften befassen.

 

Eine Tauchboje dient in erster Linie dazu, dass ein Taucher ein Oberflächensignal setzt um zu zeigen wo er ist. Eine Boje kann aber auch ein Notsignal sein. Insbesondere bei komplexen Tauchgängen kann man auch wasserfeste Notizen, so genannte Wetnotes, mit einer Boje an die Oberfläche schicken.

 

Auch wenn es recht einfach klingt, so gibt es doch einige Unterschiede bei den Bojen und deren Handhabung.

 

Die einfachste Variante ist eine offene Boje. Diese wird mittels des "Oktopus" befüllt. Aus diversen Beobachtungen weiss ich, dass einige Taucher damit völlig überfordert sind. Gerne wird die Leine nicht mit der Boje verbunden und man verheddert sich beim Loslassen der Boje. Im schlimmsten Fall zieht es den Taucher mit nach oben. Zudem besteht die Gefahr, dass die Boje an der Oberfläche umkippt und die Luft verliert. Somit ist man als Taucher nicht mehr sichtbar. Wie Ihr euch sicher vorstellen könnt, habe ich so eine Boje nicht in der Verwendung.

 

Meine Wahl fiel auf eine geschlossene Boje von Halcyon. Halcyon ist im Bereich der Tauchausrüstung in etwa das, was Mercedes im Automobilbereich ist....

 

Diese Boje lässt sich unter Wasser sehr leicht mit dem Mund befüllen. Alternativ kann man sie auch per Inflator der Stage-Flasche befüllen.

 

Statt der normalen Schnur nutze ich ein Spool

 

Wie man es richtig macht sieht man hier: klickmich

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15.12.2020 11:24    |    NDLimit    |    Kommentare (59)

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Immer wieder werde ich mit Fragen rund ums Tauchen konfrontiert, die von Unwissenheit oder Falschinformation zeugen. Ebenso finden sich in Presseberichten häufig falsche Aussagen rund um das Thema Tauchen, vor allem wenn es sich um Tauchunfälle handelt.

 

Inspiration für mich, mal einige Mythen zu benennen und zu entkräften. Die Liste ist sicherlich nicht vollständig und kann gern von außen verlängert werden. :)

 

1. Taucher tauchen mit Sauerstoff

 

Das ist falsch. Richtig ist, dass sich in den Tauchflaschen regulär reine Pressluft mit einem Anteil von ca. 21% Sauerstoff und ca. 79% Stickstoff befindet, eben wie die Luft, die wir alle atmen. Seit vielen Jahren hat sich Nitrox durchgesetzt, da wird der Sauerstoffanteil auf ca. 32% (i.d.R.) aufgetoppt. Aber damit kann man nicht so tief tauchen. Alternativ gibt es Trimix, das ist ein Gemisch aus Sauerstoff, Helium und Stickstoff. Ich verzichte mal bewusst auf die tieferen Hintergründe. Reinen Sauerstoff sollte man nur bis zu einer Maximaltiefe von 6 Metern atmen, dies erfolgt im Rahmen einer Dekompression. Hintergrund ist, dass Sauerstoff bei bestimmten Partialdrücken toxisch, sprich giftig, wirkt.

 

2. Tauchen ist gefährlich

 

Das sehe ich nicht so. Sicherlich begibt sich ein Taucher in Bereiche, für die der Mensch nicht geschaffen ist. Betrachtet man jedoch die Unfallstatistiken, so sind prozentual gesehen und gemessen an anderen Sportarten wie z. B. Fußball, Ski usw. die Unfallraten recht gering. Leider ist es so, dass bei Tauchunfällen das Resultat leider gravierender ausfallen kann. Zur Info: Seit Jahren wird die ambulante Dekompressionsbehandlung in einer Druckkammer von den ges. Krankenkassen nicht mehr bezahlt. Bei anderen, so genannten, Risikosportarten gibt es diese Unterscheidung nicht. Anmerkung: Fundierte Ausbildung reduziert Tauchunfälle.

 

3. Beim Tauchen hier im See sieht man nichts

 

Doch... man klicke hier

 

4. Tauchen ist teuer

 

Ok. Das ist tatsächlich schwer zu beantworten. Es kommt drauf an, wie intensiv man es gestalten möchte. Grundsätzlich ist eine Anfängerausbildung für ca. 350,00 Euro im Schnitt machbar. In Tauchbasen, auch im Ausland kann man für die ersten Tauchgänge durchaus die Ausrüstung ausleihen. Ich beziffere mal die Kosten insgesamt pro Tauchgang im Ausland, wie z. B. Ägypten bei ca. 50,00 Euro pro Tauchgang. Wenn man eine eigene Ausrüstung inkl. Neoprenanzug haben möchte, dann sollte man schon ca. 1.000-1.500,00 Euro einplanen. Auf der noch oben offenen Ausgebe-Skala gibt es keine Grenzen.... Trocki, Scooter, Doppelflaschen, Stage, Analysegeräte und vor allem gute Ausbildung.... die Liste ist seeeeehr lang. Somit kommt schon mal ein schöner Kleinwagen zusammen.

 

5. Haie sind gefährlich

 

Ich hatte mittlerweile diverse Haikontakte, immer ohne Probleme. Aber ja, es kommt vor, dass Hai und Mensch sich nicht verstehen. Ich will dazu nicht so viel schreiben, verlinke aber mal ein paar Dinge, die man vllt so noch nicht gewusst hat.

 

www.bite-back.com https://sea-shepherd.de/ https://www.sharkproject.org/

 

Edit: Sharkwater - wenn Haie sterben. Eine sehr sehenswerte Dokumentation.

 

Das wars erstmal. Gerne können weitere Mythen hinzugefügt werden oder Fragen zum Thema gestellt werden.

 

Grüße

NDL

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06.12.2020 18:17    |    NDLimit    |    Kommentare (42)

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Tauchen ist ein Outdoor-Sport. Häufig findet der Sport aber in der wärmeren Jahreszeit statt, wo die Wassertemperaturen das Tauchen in einem Nass- bzw. Halbtrocken-Neoprenanzug machbar ist.

 

Was macht nun der ambitionierte Sport- oder Techtaucher, wenn es in die kältere Jahreszeit geht oder wenn es im Sommer in kältere Gefilde geht? Man taucht mit einem Trockentauchanzug.

 

Trockentauchanzüge sind komplett abgedichtet und es kommt kein Wasser hinein, trocken halt. Es gibt sie in verschiedenen Ausführugen. Da wären Neopren- oder eben auch Crushed-Neopren-Anzüge zu nennen. Diese haben den Vorteil, dass die Eigenisolation recht gut ist. Leider ist man in der Beweglichkeit sehr eingeschränkt.

 

Ich selber tauche einen so genannten Trilaminat-Anzug. Diese bestehen aus einer wasserdichten Hülle, welche recht flexibel ist. Mein aktueller "Trocki" ist ein Ursuit Softdura. Dieser Hersteller ist nebenbei spezialisiert auf Ausrüstungen für den militärischen Bereich.

 

Unter diesen Anzüge trägt man Funktionswäsche, idealerweise in einem Zwiebelprinzip um eine gute Isolation auch bei kalten Temperaturen zu gewährleisten. Als Baselayer habe ich mir für den J2 von Fourth-Element entschieden. Ist zwar etwas teurer, aber ist von der Isolation her top. Darüber trage ich einen Halo 3D. Diese Kombination hält auch bei kalten Konditionen schön warm.

 

Da man beim Tauchen in der Regel das Prinzip der Redundanz verfolgt, habe ich mir nun einen weiteren Trocki gegönnt. Es wird ein Santi Elite Plus zusammen mit einem BZ400X.

 

Leider beträgt die Lieferzeit coronabedingt ca. 3 Monate, aber ich freue mich drauf :)

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10.11.2020 05:17    |    NDLimit    |    Kommentare (29)

Die Mahusan ist ein ehemaliges Streifenboot. Es wurde vor einigen Jahren im Kreidesee Hemmoor versenkt und ist vor allem für technische Taucher aufgrund der Tiefe ein ambitioniertes Tauchziel.

 

Wir waren mit einigen Leuten Ende Oktober wieder einmal in Hemmoor. Ein Tauchmekka, welches jeder Taucher mal erlebt haben sollte.

 

Ich ließ mein Doppel-12 mit einem 18/45-Trimix füllen. Das bedeutet: 18% Sauerstoff, 45 % Helium und der Rest ist Stickstoff. Der Wehrmutstropfen dabei: dieses Goldgas kostete mal eben schlappe 133,10. :(

 

Leider stellte sich kurz vor dem geplanten Tauchgang heraus, dass ich den Regler für meine Tariergasflasche nicht dabei hatte. Hintergrund ist, dass man solche Helium-Gemische nicht nutzen kann um den Trockentauchanzug mit Gas zu füllen. Da kühlt der Körper zu stark aus. Also verzichtete ich auf diesen Tauchgang und schraubte stattdessen einen anderen Regler um, damit ich die 0,75 Liter Flasche mit Tariergas nutzen konnte.

 

Am folgenden Tag waren meine Tauchpartner so nett und wollten den Tauchgang erneut mit mir starten. Wir bauten unsere Ausrüstung zusammen und legten die Stages und die Scooter auf dem Steg ab. Nach einem ausführlichen Pre-Dive-Check legten wir los. Zunächst scooterten wir recht flach bis zum LKW und tauchten dann durch den Rüttler.

 

Weiter ging es zu den beiden alten Holztreppen. Von dort aus ging es per Scooter zur Mahusan. Die Tauchtiefe lag bei ca. 55 Metern. Die Temperatur sackte auf 6° ab. Wir umkreisten das Wrack und fuhren dann weiter zum "Männerwald". Der Anblick der alten Bäume war sehr schön. Den Wald kannte ich von vorherigen Tauchgängen schon, aber nun war es das erste Mal, dass ich ihn von "unten" angetaucht bin. Wir kreuzten ein wenig vor dem Wald und stiegen dann langsam auf 21 Meter auf. Dort wechselten wir auf unser "Dekompressionsgas" und stiegen langsam bis auf ca. 6 Metern auf. Lt. "Run-Table" hatten wir ca. 30 Minuten Dekompression auf der Uhr. Mit den Scootern fuhren wir dann in einem Formationsflug zurück zum Einstieg.

 

Euer Taucher :)

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18.10.2020 20:50    |    NDLimit    |    Kommentare (26)

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Bei Motor-Talk geht es ja um die motorisierte Fortbewegung.

 

Leider habe ich in den diversen Fahrzeugforen nichts gefunden, wie man sich ohne Flossen unter Wasser fortbewegen kann.

 

Vielleicht kennen einige aus den James Bond Filmen solche Unterwasserfahrzeuge.

 

Vor einigen Jahren habe ich mich entschlossen, mir so ein Vehikel zuzulegen. Da es verschiedene Hersteller solcher "Fahrzeuge" gibt, war die Qual der Wahl schwer. Letztlich fiel die Wahl auf einen Suex XJ37. Der Hersteller gibt vernünftige und realistische Daten zur "Burntime" an.

 

Wenn jemand so ein Teil mal in Aktion sehen möchte, der klicke bitte hier

 

Ich "fahre" regelmässig mit anderen Tauchern durch die hiesigen Seen. Diese Formationsfahrten machen wirkich Spaß.

 

Aber so ein Scooter hat auch andere Vorteile. Wenn man mit einer Doppel-12 und mit 1-2 Stages unterwegs ist, dann ist die Fortbewegung wirklich angenehmer.

 

Auch sind komplette Seeumrundungen in Hemmoor möglich und man erkundet Ecken, die man so nicht erreichen kann.

 

Grüße vom Taucher

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Informationen

Hier möchte ich unregelmässig einige Berichte Rund um das Thema Tauchen veröffentlichen.

 

Ja, ich weiß, dass es OT in einem Auto-Forum ist. Da es hier im Forum einige User gibt, die selber tauchen oder es zumindest interessant finden, habe ich mich dennoch dazu entschlossen.

 

Daher: Viel Spaß beim Lesen :)

Informationen

Hier mal einige Tauchvideos:

 

Fishing under Ice

Adventures of the Fisherman

Human Balloon

 

und mein Favorit:

Tauchen in Nuttlar Total bekloppt, aber das habe ich gemacht. :)

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