• Online: 3.258

17.03.2022 08:33    |    NDLimit    |    Kommentare (73)

Bernstein oder Phosphor?Bernstein oder Phosphor?

Auf Anregung von einem User in einem anderen Blog, kam ich auf die Idee zu diesem Artikel.

 

Historischer Hintergrund:

 

Gegen bzw. nach Ende des 2. Weltkriegs wurde die Ostsee quasi als Mülleimer für Kriegsgerät aller Art, aber vor allem als "Entsorgungs-Tümpel" für Munition missbraucht. Tonnenweise wurde Munition in der Ostsee "entsorgt". Teils in der Nähe der Küste, aber auch gezielt abseits der Küste in tieferen Regionen. Neben der konventionellen Munition wurden aber auch chemische Kampfstoffe dort entsorgt. Das Umweltbundesamt geht von ca. 1,6 Millionen Tonnen, das sind 1.600.000.000 kg, konventioneller Munition und 5.000 Tonnen chemischer Kampfstoffe aus. Quelle: Umweltbundesamt

 

Auftrag zur Kampfmittelbeseitigung:

 

Den Auftrag zur Kampfmittelbeseitigung hat die deutsche Marine. Zitat: "An der Minenjagd in der Ostsee beteiligen sich die Minenabwehrboote „Fulda“, „Grömitz“ und „Bad Rappenau“ vom 3. Minensuchgeschwader aus Kiel. Die „Bad Rappenau“ fungiert zugleich als Minentauchereinsatzboot. Begleitet werden die Boote vom Tender „Elbe“ aus dem Unterstützungsgeschwader als Flagg- und Führungsschiff. Der nationale Verband umfasst rund 150 Kieler Marinesoldaten.

 

Das 3. Minensuchgeschwader besteht aus den zehn Minenjagdbooten der „Frankenthal“-Klasse. Dieser Bootstyp bündelt alle Fähigkeiten der Marine zur verbundenen Seeminenabwehr: gezielte Minenjagd und Minentauchen sowie großflächiges Minenräumen. Zwei Boote des Geschwaders sind in der Regel immer Teil der beiden NATO-Verbände SNMCMG 1 und 2.

 

Die Minenjagdboote haben mehrere Möglichkeiten, Gefahren unter Wasser zu suchen und zu beseitigen. Entweder steuern sie kabelgelenkte Unterwasserdrohnen, die Minen identifizieren und vernichten können. Oder sie setzen Minentaucher des Seebataillons ein, die Sprengkörper an schwer zugänglichen Stellen – beispielsweise in Häfen – unschädlich machen können. Darüber hinaus können sie die Überwasserdrohnen der „Seehund“-Klasse, die Motorengeräusche und Magnetfeld von Schiffen simulieren und so Grundminen zur Detonation bringen, einsetzen." Quelle; Bundeswehrjournal

 

Hier ist auch noch ein interessanter Artikel zu dem Thema: Maritime Altlasten in der Ostsee

 

Auswirkungen auf die Umwelt:

 

Abgesehen von von der Gefahr für die maritime Schifffahrt auf der Ostsee, haben diese Altlasten einen enormen Einfluss auf unsere Umwelt. Die Korrosion schreitet unaufhaltsam voran und führt zum Freisetzen giftiger Stoffe in die Umwelt. Somit bekommen wir durch den Genuss von Fisch einen Teil der Gifte mit auf den Teller. Auch hierzu findet man einen interessanten Artikel: klickmich

 

Aktuell:

 

Leider hat das Thema auch einen aktuellen Bezug. Im Rahmen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine geht man davon aus, dass vermehrt russische Minen in der Ostsee platziert wurden.Auch hier hat die Bundeswehr einen entsprechenden Auftrag bekommen.

 

"Bernstein-Funde":

 

Die Strände an der Ostsee sind bekannt dafür, dass man Bernstein finden kann. Leider ähnelt der aus den Munitionsresten ausgetretene weiße Phosphor optisch dem Bernstein. Immer wieder kam es in der Vergangenheit dazu, dass eben Phosphor aufgesammelt wurde. Dieser Phosphor entzündet sich bei Wärme von selbst. Steckt man also unbedarft so ein Stück "Bernstein" in die Hosentasche, kann man sehr böse Verbrennungen erleiden. Insbesondere dann, wenn man modische Outdoor-Hosen aus Synthetik trägt, dann schmilzt die Kunstfaser und brennt sich mit in die Haut ein.

 

Meine Tauchgänge in der Ostsee:

 

Vor vielen Jahren war ich mehrfach in der Ostsee tauchen. Zwei Erlebnisse zu dem Thema sind mir in guter Erinnerung geblieben.

 

Ein Tauchgang führte uns zu einer Stelle, wo man im WWII Torpedos testete. Unter anderen konnten wir an den Resten einer alten Brücke tauchen. Die Warnung des Skippers war eindeutig: Nichts anfassen!

 

Nun, wir tauchten zu dritt. Irgendwann entdeckte ein Buddy etwas in den Trümmern und untersuchte das "Fundstück" näher. Taucher 2 war direkt daneben und wollte ihn wild gestikulierend davon abhalten. Ich selber schwebte über den beiden. Taucher 1 griff auf einmal zu und zog das Fundstück aus den Trümmern hervor. Taucher 2 wollte in Panik abhauen. Zum Glück erwies sich dieses Fundstück als ein alter, verrosteter Wasserkocher. Zurück auf dem Boot gab es dennoch eine Schelte für Taucher 1.

 

Im Jahr drauf ging es wieder zur Ostsee. Wieder stand Wracktauchen auf dem Programm. Zwei Taucher berichteten im Vorfeld davon, dass es in der Nähe eines Wracks eine Kiste mit Munition geben solle. Diese wollte man suchen und finden. Mein Einwand, dass dies doch eine dumme Idee sei, wurde direkt überhört. Als dann der Tauchgang an dem Wrack stattfand, bewaffneten sich die 2 mit entsprechenden Reels und Leinenzeugs um vom Wrack aus ein Suchmuster abzutauchen. Leider wurden die 2 auch fündig und brachten einiges an Munition mit. Es waren längliche Projektile aus Messing mit einer Länge von ca. 25 cm und 4-5 cm Durchmesser. Unten war auch noch das Hakenkreuz eingraviert. Es stellte sich heraus, dass es alte Leuchtspurmunition war. Zum Glück ist nichts passiert, aber wenn man bedenkt, wie lange das Zeugs da unten lag und wie sich die Druckveränderung durch die Bergung auf die Munition hätte auswirken können, war das eine dumme Idee.

 

#stay safe

Euer Taucher

 

Nachtrag: Hier noch ein tollerLink, den bronx.1965 zur Verfügung gestellt hat. Danke dafür.

Hat Dir der Artikel gefallen? 12 von 12 fanden den Artikel lesenswert.

13.12.2021 02:43    |    NDLimit    |    Kommentare (40)

3000er Outdoor-Case3000er Outdoor-Case

Hier einmal eine kleine Produktbewertung, die nicht unbedingt nur etwas mit Tauchen zu tun hat.

 

Atemregler sind ein teures Gut und aufgrund ihrer teils lebenswichtigen Aufgabe entschied ich mich vor einigen Jahren für einen kleinen Transportkoffer von B&W International um die Regler sicher zu transportieren. B&W ist eine mittelständische Firma, die sich auf die Produktion von Spezialkoffern in den verschiedensten Bereichen spezialisiert hat. Ursprünglich wollte ich ja was von Peli-Case haben, aber das Preis/Leistungsverhätnis stand bei diesem Hersteller für mich in keinem Verhältnis.

 

Also entschied ich mich für das Modell 3000 mit einer verklebbaren Netztasche für den Kofferdeckel. Der Koffer ist staub- und wasserdicht. Das ist aber wohl ein wenig zuträglich für den Kleber der Klebestreifen der Netztasche. Aber nicht wirklich schlimm.

 

Der Koffer ist sehr robust und die Verschlüsse hakeln nicht beim Verschließen. Alles in Allem wirkt das Material sehr wertig und steht den Produkten von Peli, die ich auch mehrfach in der Hand hatte in Nichts nach. Der Tragegriff ist komfortabel und wenn es mal sein muss, kann man mittels Schraube den Innendruck im Koffer lösen, so dass man ihn locker öffnen kann.

 

Vor einigen Wochen hatte ich die Gelegenheit einer kleinen Werksführung beizuwohnen und erfuhr sehr viel über die Firmengeschichte und die vielfältigen Einsatzbereiche der Spezialkoffer und Werkzeugtaschen sowie Transportboxen für Fahrräder. Interessant war der Spezialkoffer für mobile Energie.

 

Da sich mittlerweile meine Atemregler auf wundersame Weise "vermehrt" haben, war der Gedanke nah, dass auch diese adäquat geschützt werden sollten. Was lag also näher, sich einen weiteren Koffer anzuschaffen. Diesmal mit einer Schaumstofffüllung. Diese soll angeblich kein Wasser aufsaugen. Das muss ich aber noch in der Praxis testen.

 

Dass man auch Spaß mit diesen Teilen haben kann, zeigen die Jungs von Behind the Mask in diesem kleinen Video.

 

Vorsichtshalber weise ich darauf hin, dass ich keine finanziellen oder compliance-relevanten Vorteile für diesen Artikel erhalten habe/werde. Ich wollte einfach nur einen Hinweis über ein tolles Produkt teilen.

 

#stay save

NDL

Hat Dir der Artikel gefallen? 3 von 3 fanden den Artikel lesenswert.

22.08.2021 11:39    |    NDLimit    |    Kommentare (53)

UrinalkondomUrinalkondom

Wer kennt das nicht? Die Blase drückt und man muss mehr oder weniger dringend urinieren. Wenn wir mit dem Auto auf der Autobahn unterwegs sind, fahren wir den nächsten Rastplatz an und gehen entweder auf diese kostenlosen Toiletten mit den Stahlbecken oder haben eine Sanifair-Station, wo man für 0.70 Euro einen 0,50 Euro-Bon kauft :)

 

Doch was tun, wenn man mal nicht eben rechts ran fahren kann? Manche lange und/oder tiefen Tauchgänge führen dazu, dass man eben dies genau nicht machen kann. Was nun? Laufen lassen? In einem Nasstauchanzug sicherlich eine Option. Aber was macht man, wenn man mit einem Trockentauchanzug mit textilen Unterziehzeugs taucht? Für die Nichttaucher: das käme dem Einnässen in Alltagskleidung während der Fahrt gleich.

 

Tauchgänge können schon einmal länger dauern. Insbesondere dann, wenn man tiefe Tauchgänge mit längeren Dekompressionsphasen unternimmt. Wichtig ist, dass man der Dehydration vorbeugt und vor dem Tauchgang für eine ordentliche Flüssigkeitszufuhr sorgt. Doch was "rein geht" will auch mal wieder raus. Um dies zu gewährleisten gibt es Pee-Valves, zu deutsch: Pinkelventile. Ich verwende bei meinen Anzügen z. B. dieses System.

 

Diese werden bei einem Trockentauchanzug etwa in Höhe des halben Oberschenkels eingebaut. Dafür ist es nötig ein Loch in den (teuren) Anzug zu stanzen und abzudichten. Dies geschieht je nach Modell durch Verkleben oder dichte Verschraubungen. Diese Ventile können durch einen Drehmechanismus geöffnet oder geschlossen werden. Beim Tauchen mit "angeschlossenem" Ventil sollte dies geöffnet sein. Man unterscheidet noch zwischen balanciert und unbalanciert. Bei balancierten Ventilen dringt von außen kein Wasser in das "System" ein, auch wenn das Ventil geöffnet ist.

 

Und wie kommt nun das Pipi durch das Ventil? Am Ventil ist ein Schlauch angebracht. Dieser wird vom Oberschenkel nach oben Richtung Baunabel geführt und macht dann einen Bogen Richtung Geschlechtsteil. Bei den Männern verwendet man Urinalkondome, so wie es im o. g. Bild zu sehen ist. Diese klebrigen Kondome werden über den Penis gestülpt und die Öffnung mit dem Schlauchende verschlossen. Es gibt diese Kondome von unterschiedlichen Herstellern und Größen. Pauschale Empfehlungen gibt es nicht. Wichtig ist, dass sie vernünftig passen und eine möglichst große Klebefläche haben. Außerdem solle man darauf achten, dass weder Schlauch noch Anschlussnippel geknickt werden. Bei der Größe sollte man sehr ehrlich zu sich selbst sein, sonst gibt es eine böse Überraschung. Außerdem sollte man immer eine Version in XL dabei haben, wenn ein Buddy mal nach einem "Gummi" fragt, weil er seins vergessen hat :D

 

Aber was machen denn nun die Mädels beim Tauchen? Auch dafür gibt es Lösungen. Statt eines Urinalkondoms verwenden Frauen ein sog.DiveP bzw. ShePee. Auch wenn ich aus Erzählungen mancher Taucherin weiß, dass sie zunächst skeptisch diesen Dingern gegenüber standen, so sind doch alle meine weiblichen Tauch-Buddies mit diesem System zufrieden.

 

Als ich mein 1. Ventil einbauen ließ, da war der Trocki nagelneu. Die Vorstellung, dass dem Teil mit einem Stanzeisen ein Loch verpasst wird, war schon komisch. Ebenso das "erste Mal". Ist anfangs eine Kopfsache. Aber wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, ist es eine tolle Sache und erhöht tatsächlich die Sicherheit beim Tauchen, da man nicht in den Konflikt gerät, aus Angst vorm Pinkeln auf die nötige Flüssigkeitszufuhr zu verzichten.

 

Zum Schluß noch ein Danke an @qaqaqe für die Anregung, diesen Artikel zu schreiben.

 

#stay save

NDL :)

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 2 fanden den Artikel lesenswert.

19.07.2021 18:27    |    NDLimit    |    Kommentare (87)

258d1037-a096-4231-b649-998142575950-1-201-a258d1037-a096-4231-b649-998142575950-1-201-a

Zugegeben, der Artikeltext ist ein wenig provokativ.

 

Ich möchte dennoch ein paar Aspekte beleuchten, die ein wenig Licht in diese These bringen kann. Ein wenig Ironie ist durchaus gewollt :)

 

Hintergrund ist, dass es V&S Forum einige Artikel gab, die mich dazu inspiriert haben. Diese einzeln zu nennen muss grad nicht sein.

 

Fangen wir mit den Vorbereitungen an:

 

Der typische Autofahrer geht zum Auto, setzt sich rein und fährt (alleine) los. So weit, so gut. Funktionieren Beleuchtung und/oder Bremsen? Egal... findet man halt im Zweifel während der Fahrt raus.

 

Taucher gehen im Idealfall hin und checken vorab ihre Ausrüstung selbst und im Team checkt man sich dann noch gegenseitig ob alles funktioniert. Dies dient dazu um Fehlerquellen auszuschließen. Zudem taucht man mind. zu zweit und sitzt nicht allein im Auto.

 

Weiter geht es mit Geschwindigkeit/Tiefe:

 

Nach Erwerb der Fahrerlaubnis darf der neue Autofahrer direkt volle Power fahren. Keiner verbietet ihm, mit einem Supersportwagen direkt Richtung 300 km/h zu fahren.

 

Beim Tauchen empfehlen die Verbände, sich langsam an die Tiefen heranzutasten. Ok, es gibt keine Tauchpolizei, die das überprüft. Aber: Einen Tauchanfänger lassen die Tauchbasen nicht tiefer als 18 Meter tauchen. Meist sogar nur mit Begleitung. Erfahrenere Taucher dürfen dann auch bis 30 Meter tauchen, mit einer speziellen Ausbildung im Sporttauchbereich sogar bis 40 Metern.

 

Für diejenigen, die auf der Autobahn mal richtig Vollgas geben wollen, gibt es keine Beschränkungen. Will ein Taucher über die Sporttauchgrenzen gehen, dann ist der Aufwand, um es sicher zu betreiben, ungleich höher :). Dann wird nicht nur normaler "Sprit" getankt, sondern man mischt (teures) Helium dazu.

 

Hat man in D einmal die Fahrerlaubnis erworben, dann gilt sie zunächst bis zum bitteren Ende, ok Ausnahmen gibt es.

 

Beim Tauchen benötigt man bis zum 40. Lebensjahr alle 2 Jahre eine tauchsportärztliche Untersuchung. Ab 40 sogar jährlich inkl. Belastungs-EKG. Im Mai war es mal wieder so weit und ich habe anstandslos bestanden. :)

 

Gemeinsamkeit ist jedoch, dass ein abrupter Abbruch der Aktivitäten jeweils doof enden kann.

 

Eine rege, dennoch sachliche Diskussion ist ausdrücklicih erwünscht :)

 

Mit zwinkernden Grüßen

NDL

Hat Dir der Artikel gefallen? 10 von 13 fanden den Artikel lesenswert.

20.03.2021 04:06    |    NDLimit    |    Kommentare (15)

a90eeeff-9f8d-4b3b-9b33-bd7beeeb8ec5a90eeeff-9f8d-4b3b-9b33-bd7beeeb8ec5

Als ich damals die Motivation zu meinem 1. Tauchkurs hatte, war es eine Kombination aus Neugier und Spannung. Unterwasseraufnahmen in Filmen, sei es Cousteau oder Szenen in Bond-Filmen, haben mich immer schon fasziniert. Dort wurden viele tolle Tauchplätze gezeigt. Die Möglichkeit, sich in dieser, für Menschen fremden, Umgebung aufhalten zu können reizte mich. Schon während des ersten Tauchkurses war ich begeistert von der Artenvielfalt an Lebewesen unter Wasser. Die Riffe mit ihren verschiedenen Eigenarten sind immer wieder toll. Egal, ob man sich an schönen Korallen erfreut oder live die Symbiose von Meeresbewohnern erlebt, wenn sich recht große Juwelenzackenbarsche in eine Putzerstation bewegen und von kleinen Fischen "gereinigt" werden. Es ist ein echtes Erlebnis zu sehen, wie Natur funktioniert.

 

Mit der Zeit stiegen aber auch die Ansprüche. Ich entdeckte meine Faszination zu Wracks, auch zu denen, die im tiefen und dunklen Gewässern wie z. B. in der Ostsee liegen. Neben den teils anspruchsvollen Bedingungen wie Tiefe,Strömung, Dunkelheit und Kälte interessierte mich immer auch die Geschichte des jeweiligen Wracks. Bei den entsprechenden Recherchen konnte ich viel Wissen aufladen. Das führt bei einigen Wracks aus dazu, dass man mit dem nötigen Respekt zu den dort Verstorbenen nicht verliert.

 

Wenn ich auf Safari unterwegs bin, dann kann ich ziemlich viel von dem vorher geschriebenen kombinieren. Da es an den Küsten z. B. von Ägypten kaum noch Haie gibt, hat man bei Safari-Touren, die weit hinaus gehen, schon eine gute Chance diese faszinierenden Tiere live zu sehen. Es ist immer ein sehr tolles Erlebnis. Besonders mag ich die Hammerhaie.

 

Ein weiteres Highlight sind für mich Höhlen und Grotten. Diese dunklen Gefilde ziehen mich quasi an. Wirklich Top waren meine Tauchgänge im Bergwerk Kleinenbremen (offener Bereich) und in Nuttlar (komplett geschlossener Bereich).

 

Mit der Zeit wuchs aber auch der Wunsch nach einer fundierteren Ausbildung bzw. Weiterbildung. Ich wollte halt mein Hobby immer so sicher wie möglich betreiben. Im Sporttauchbereich habe ich mich bis zum Assistant-Instructor ausbilden lassen. Das mache ich mittlerweile nicht mehr aktiv, aber trotz meiner oder auch wegen meiner Ausbildung zum technischen Taucher habe ich immer noch Spaß dabei, anderen Tauchern bei ihrer Weiterentwicklung zu helfen bzw. nehme auch gerne Hilfe diesbbezüglich an.

 

Damit kommen wir von den spannenden Aspekten meines Hobbys zu den doch eher entspannteren Bereichen, die ich für mich beim Tauchen sehe.

 

Tauchen bedeutet für mich in erster Linie eine Art Abschaltung vom Alltag. Man konzentriert sich auf den geplanten Tauchgang. Diese Planung kann im technischen Bereich des Tauchens schon mal aufwendiger sein, aber auch "easy dives" sollten mehr oder weniger geplant werden. Der Fokus sollte auf den Tauchgang liegen und der Alltag rückt nach hinten. Ich gehe sogar so weit, dass sogar Tauchgänge hier in hiesigen Gefilden, gerne auch nach Feierabend ein kleines Urlaubsgefühl verursachen.

 

Ich sehe Tauchen als eine Art von Stressbefeiung.

 

Auch führt eine bewusste Atemtechnik zu einer gewissen Entspannung.

 

En ganz wichtiger und entscheidender Fakt ist, dass mein Hobby dazu führt, dass man viele und neue Kontakte knüpfen kann. Man lernt neue Leute kennen, geht mit denen ins Wasser und vertraut denen im Zweifel sein Leben an. Insbesondere beim technischen Tauchen ist dies der Fall. Aber dort kommt die oben erwähnte Ausbildung wieder ins Spiel. Bislang habe ich diesbezüglich sehr gute Erfahrungen gemacht. Aus manchen "Buddies" wurden echte Freunde.

 

Eine gute Ausbildung, gute Buddies und auch das Absolvieren komplexer Tauchgänge stärken zudem das persönliche Selbstvertrauen und ist eine mentale Bereicherung.

 

Ich freue mich über eine rege Diskussion

 

#stay save

Euer Taucher

Hat Dir der Artikel gefallen? 3 von 3 fanden den Artikel lesenswert.

02.03.2021 11:13    |    NDLimit    |    Kommentare (28)

halcyon-adventurer-wing-system-01halcyon-adventurer-wing-system-01

Das Jacket oder BCD wird benötigt um die Tarierung in den unterschiedlichen Tiefen sicher zu stellen. Hier mal eine kurze Beschreibung des Prinzips klick

 

Zudem wird die Flasche bzw die Flaschen an dem Jacket montiert.

 

Über den Inflator-Schlauch wird das Jacket/BCD direkt aus der Flasche mit Gas gefüllt bzw. auch wieder entleert.

 

Bei den Jackets gibt es unterschiedliche Varianten bzg. des Aufbaus und der Funktionweise. Ich habe mich seit Jahren für eine so genannte Wing-Blase mit einer Edelstahl-Backplate entschieden. Vorteil ist, dass diese Platte als zusätzliches Gewicht direkt auf den Rücken wirkt und somit den Trim deutlich verbessert. Die Wing-Blase schmiegt sich zudem schön über Flasche(n) auf dem Rücken und sorgt für eine gute Stabilität.

 

#stay save

Euer Taucher

Hat Dir der Artikel gefallen? 3 von 3 fanden den Artikel lesenswert.

13.02.2021 15:52    |    NDLimit    |    Kommentare (188)

TauchschlumpfTauchschlumpf

Nachdem ich erfreulicherweise hier erstaunlich viele Taucher getroffen habe, ist dies ein Versuch, einen kleinen Stammtisch für Taucher und Tauchinteressierte einzurichten.

 

Geklönt und geschnackt werden kann im Prinzip über alles, was mit dem Thema Tauchen zu tun hat. OT wird aber auch akzeptiert :)

 

#stay save

 

NDL :)

Hat Dir der Artikel gefallen? 4 von 4 fanden den Artikel lesenswert.

01.02.2021 12:27    |    NDLimit    |    Kommentare (23)

bw-messer-mit-saege-28-cm-multipurpose-militaer-kampfmesser-mit-schleifstein-saegeruecken-taktisches-kampfmesser-jagdmesser-outdoor-freizeitmesser-silber-schwarz-usa-knife-von-kosxbobw-messer-mit-saege-28-cm-multipurpose-militaer-kampfmesser-mit-schleifstein-saegeruecken-taktisches-kampfmesser-jagdmesser-outdoor-freizeitmesser-silber-schwarz-usa-knife-von-kosxbo

Wer kennt es nicht aus Filmen. Der athletische Taucher schwimmt mit einem eleganten Flossenschlag durch das Wasser und an der Wade ist ein großes Tauchermesser befestigt. Manche Messer muten dann eher einer Machete an.

 

Die Auswahl an verschiedenen Messern ist schier unendlich

 

Auch ich habe in der Vergangenheit Tauchermesser gehabt, die man sich um die Wade schnallt. Wirklich gebraucht habe ich die eigentlich nie, außer einmal in der Ostsee. Dort wollten meine Tauchkollegen an einem versunkenen Wrack Angelhaken und Pilker bergen und haben sich in Angeschnüren verheddert. Da musste ich sie teils frei schneiden. Ansonsten dienten die Tauchermesser ideal zum Schneiden der Pizza nach dem Tauchen oder zum Öffnen der Bierflaschen für das obligatorische Deko-Bier. :)

 

Ein häufiger Fehler ist es, das Messer an der Wade nach außen zu befestigen. Sieht zwar cooler aus, aber wenn man mal einen Bleigurt abwerfen muss, kann sich dieser dort verheddern. Wenn man schon in der misslichen Situation ist, seinen Bleigurt abwerfen zu müssen (Notfall), dann ist es eben sehr unglücklich, wenn das Ding einen ungewollt in die Tiefe zieht.

 

Persönlich habe ich mich unter anderem für ein kleines Messer von Aqualung entschieden, welches ich am Gurt trage. Zusätzlich habe ich einen Leinencutter von Eezycut. Diesen halte ich für viel effektiver als ein klassisches Messer. Dennoch habe ich in der Tasche vom Trockentauchanzug noch ein Titanmesser von Seareq. Vorteil ist, dass ich alle Dinge gut erreichen kann. Das ist bei einem Messer am Bein nicht immer der Fall. Natürlich ist es am Besten, wenn man diese Dinge während des Tauchens nicht braucht, aber Haben ist eben besser als Brauchen :)

 

Vorsichtshalber weise ich darauf hin, dass man sich vor Anschafffung eines größeren Messers mit den aktuellen Ausführungen des Waffengesetzes auseinandersetzen sollte.

 

#stay save

 

Euer Taucher

 

 

Ergänzend hier noch ein Video zum Leinen-Cutter: https://www.youtube.com/watch?v=edQdttqfPIg&feature=youtu.be

Hat Dir der Artikel gefallen? 5 von 5 fanden den Artikel lesenswert.

23.01.2021 14:56    |    NDLimit    |    Kommentare (11)

-playmobil-schatztaucher--playmobil-schatztaucher-

Beim Tauchen ist sie unerlässlich - die Flosse. Aber Flossen sind sehr unterschiedlich in ihrer Eigenschaft und für ihren Einsatzzweck.

 

Als Anfänger oder Außenstehender denkt man vielleicht: Flosse ist gleich Flosse. Das stimmt eben nicht. Daher die Idee zu diesem Artikel.

 

Sinn der Flossen ist es, sich vordergründig Vortrieb zu verschaffen. Es gibt sie als Schwimm- oder Schnorchelflosse, wo man mit dem nackten Fuß reinschlüpfen kann oder eben als Geräteflosse. Geräteflossen sind größer, hinten offen und mit einem Flossenband (dazu später mehr) versehen. Hier kann man mit einem Neoprenfüßling oder mit den Füßlingen (inkl. Rock-Boots) von Trockentauchanzügen die Flosse verwenden. Gerade in kälteren Gefilden sind daher Geräteflossen zu bevorzugen.

 

Auch wenn ich mehrere Schwimmflossen schon beim Hallenbad-Training benutzt habe, möchte ich mich hier auf die unterschiedlichen Geräteflossen konzentrieren.

 

Vielleicht fangen wir mal bei den Geräteflossen mit den unterschiedlichen Bebänderungen an. Es gibt natürlich bei den vielen Herstellern unterschiedliche Verschlußsysteme (bis hin zu einem Nachrüst-System, was einer Ski-Bindung gleicht, aber ich möchte das einfach halten und begrenze mich auch 3 übliche Verschlußmethoden.

 

 

1. individuell einstellbare Gummibänder. Seit Jahrzehnten bewährt, neigen aber zum Reißen. Ein gerissenes Gummi ist aber meistens schlecht ;)

 

2. Bungees. Die sind auch aus Gummi, sind aber eher enger und nicht einstellbar. Das Material ist deutlich dicker und reißt nicht so schnell. Auf die Gefühls-Echtheit kommt es dabei nicht so sehr an. ;)

 

3. Spring-Straps, wohl die Form, die am Haltbarsten ist. Die Edelstahlfeder, wenn sie nicht überdehnt wird, hält die Flosse gut am Fuß und man hat kein Problem vor oder während des Tauchgangs. Die Überdehnung verhindert man mit einer zusätzlichen Sehne innerhalb des Spiralkabels.

 

 

Wahl der Flosse:

 

Was soll ich da sagen. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Im www.taucher.net kommen regelmässig Anfragen von Anfängern, welche Flosse sie wählen sollen. Ich empfehle dort ab und an, dass man sich a) individuell beraten lassen soll, z. B. Einsatzort und b) nach Möglichkeit verschiedene Flossen auszuprobieren. Entweder hat der Shop aus dem Tauchschulbetrieb Leih-Flossen zur Auswahl oder man hat über Vereinskollegen die Möglichkeit, sich unterschiedliche Flossentypen auszuleihen. Ein bisschen kann man es auf der dortigen Plattform mit www.motor-talk.de vergleichen. Es wird zu wenig die Suchfunktion genutzt. ;)

 

In meiner "Tauchkarriere" habe ich den ein oder anderen Taler als "Lehrgeld" bezahlen müssen. Teils aus Unwissenheit, teils aus Haben wollen und leider auch durch Falschberatung.

 

Meine erste eigene Flosse kaufte ich damals auf der Boot. Die Boot galt damals, weniger als heute, als das Schnäppchenparadies für Taucher. Es gab halt noch keine Online-Shops bzw. zu wenige. Also kaufte ich neben einem schlechtsitzenden Neoprenanzug, ein überdimensioniertes Tauchmesser für die Beinmontage auch noch Flossen. Langes, hartes Flossenblatt. Ein echter Krampfbeschleuniger für die Waden. Es brauchte ein wenig, sich daran zu gewöhnen bzw. den Trainingszustand der Flosse anzupassen. Diese Flossen konnte ich dann noch gut auf einem Taucher-Flohmarkt wieder vertickern.

 

Dann brachte Mares die erste Variante der Volo heraus. Ja, die musste ich haben und probierte sie direkt im Tauchurlaub in der Türkei aus und auch im hiesigen See. Sie war zu dem Zeitpunkt "DIE" Flosse überhaupt... bis zu Strömungstauchgängen in der Ostsee. Dort versagte sie komplett, da sie keinen wirklichen Vortrieb brachte und liegt seitdem unbenutzt im Keller rum.

 

Anschließen stieg ich auf so genannte "Split-Fins" um. Bei denen ist das Flossenblatt teils geteilt. U. a. habe ich diese noch bei mir: klick1 und klick2. Diese Split-Fins hatten zunächst, und auch über Jahre den Vorteil, dass sie guten bis sehr guten Vortrieb lieferten. Auch war das höhere Gewicht teils im Trockentauchanzug praktischer.

 

Stichwort Gewicht. Hier geht es auch um den Einsatzort. Wer meist nur im Warmwasser, sprich überwiegend im Urlaub taucht, sollte evtl. auf eine leichtere Flosse ausweichen. Aber sie sollte immer noch zum Einsatzort passen. Die recht leichte Volo-Flosse würde ich niemals mit nach Ägypten nehmen, wo es im roten Meer doch mal richtig "ziehen" kann. Hier gibt es am Markt bessere Alternativen.

 

Mit Beginn der Ausbildung zum technischen Taucher stellte sich leider schnell heraus, dass die Split-Fins zwar guten Vortrieb bieten, aber für die sehr präzisen Bewegungen, inkl. dem Rückwärts-Tauchen schlecht geeignet sind. Die wahl der nun für mich richtigen Flosse fiel nun schlussendlich seit ein paar Jahren auf die Scubapro Jet Fin. Eine Flosse, die ein kurzes, hartes Flossenblatt mit Strömungsauslässen hat. Bis auf die Spring-Straps gibt es das Modell seit den 60er-Jahren. Also: Old, but good :)

 

Zu Weihnachten bekam ich eine der recht knappen Sondereditionen.

 

In meinen Augen eine Flosse, die trotz ihres Gewichts, reisetauglich ist und vor allem für alle Flossenschlagtechniken sehr gut geeignet ist.

 

Wie immer gilt, dass Fragen gern willkommen sind und ich hoffe, dass der Artikel verständlich erklärt ist.

 

#stay save

 

Euer Taucher

Hat Dir der Artikel gefallen? 4 von 4 fanden den Artikel lesenswert.

12.01.2021 13:18    |    NDLimit    |    Kommentare (26)

diver-on-surface-with-smbdiver-on-surface-with-smb

Hier mal ein Artikel zur Auswahl von Tauchausrüstung. Im ersten Teil möchte ich mich mit der Tauchboje und deren unterschiedlichen Eigenschaften befassen.

 

Eine Tauchboje dient in erster Linie dazu, dass ein Taucher ein Oberflächensignal setzt um zu zeigen wo er ist. Eine Boje kann aber auch ein Notsignal sein. Insbesondere bei komplexen Tauchgängen kann man auch wasserfeste Notizen, so genannte Wetnotes, mit einer Boje an die Oberfläche schicken.

 

Auch wenn es recht einfach klingt, so gibt es doch einige Unterschiede bei den Bojen und deren Handhabung.

 

Die einfachste Variante ist eine offene Boje. Diese wird mittels des "Oktopus" befüllt. Aus diversen Beobachtungen weiss ich, dass einige Taucher damit völlig überfordert sind. Gerne wird die Leine nicht mit der Boje verbunden und man verheddert sich beim Loslassen der Boje. Im schlimmsten Fall zieht es den Taucher mit nach oben. Zudem besteht die Gefahr, dass die Boje an der Oberfläche umkippt und die Luft verliert. Somit ist man als Taucher nicht mehr sichtbar. Wie Ihr euch sicher vorstellen könnt, habe ich so eine Boje nicht in der Verwendung.

 

Meine Wahl fiel auf eine geschlossene Boje von Halcyon. Halcyon ist im Bereich der Tauchausrüstung in etwa das, was Mercedes im Automobilbereich ist....

 

Diese Boje lässt sich unter Wasser sehr leicht mit dem Mund befüllen. Alternativ kann man sie auch per Inflator der Stage-Flasche befüllen.

 

Statt der normalen Schnur nutze ich ein Spool

 

Wie man es richtig macht sieht man hier: klickmich

Hat Dir der Artikel gefallen? 8 von 9 fanden den Artikel lesenswert.

Informationen

Hier möchte ich unregelmässig einige Berichte Rund um das Thema Tauchen veröffentlichen.

 

Ja, ich weiß, dass es OT in einem Auto-Forum ist. Da es hier im Forum einige User gibt, die selber tauchen oder es zumindest interessant finden, habe ich mich dennoch dazu entschlossen.

 

Daher: Viel Spaß beim Lesen :)

Informationen

Hier mal einige Tauchvideos:

 

Fishing under Ice

Adventures of the Fisherman

Human Balloon

 

und mein Favorit:

Tauchen in Nuttlar Total bekloppt, aber das habe ich gemacht. :)

Taucher:

  • anonym
  • berlin-paul
  • polystyrol
  • NDLimit
  • Tauchauch
  • Hannes1971
  • KTM690R
  • st1980
  • Schwarzwald4motion
  • czissy

Blogleser (38)

Blog Ticker

Muss man kennen: