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17.04.2017 19:15    |    martinb71    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: Fahrzeugpflege

Warum werden hier im Forum immer teure Markenpolierpads empfohlen?

 

Diese Frage möchte ich in diesem Artikel für jedermann so verständlich wie möglich aus eigener Erfahrung beantworten.

 

Ich selber empfehle diese teureren Pads und habe natürlich dabei auch meine persönlichen Favoriten von Koch Chemie und Lake Country. Die Pads von Rot/Weiß, 3M, Rupes, Meguiar, Scholl sind auch nicht schlecht - nur um noch ein paar weitere Namen zu nennen.

 

Bei den Polierschwämmen von 3M hatte ich vor ein paar Jahren mal das Problem, dass sich das Klettband bei der Wäsche von allen Pads gelöst hat. Ob das eine schlechte Serie war kann ich nicht sagen. Ich durfte mir damals Ersatz aussuchen.

 

So nun zurück zur Frage. Die Qualitätsunterschiede in den verwendeten Schaumstoffen ist wirklich enorm und das macht sehr viel aus. Ein Polierpad ist sehr großen Kräften ausgesetzt und muss das aushalten. Hier mal ein paar Bilder von einem Noname Pad, das nicht mal 2 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit auf einer Exzenter durchgehalten hat.

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Das ist mir in all den Jahren mit Markenpads nie passiert. Da ich aber eine Farbpolitur (das blödeste was man verwenden kann) von einem Neuerwerb entfernen wollte und ich ganz viele von den billigen Pads rumliegen hatte (von unwissenden geschenkt bekommen) wurden die dafür eingesetzt. Mir waren die teuren Pads für die Sauerei einfach zu Schade. Für den Vito gingen dabei 20 Stück drauf und wanderten danach gleich in die Tonne. Durch die Farbpampe waren die Poren des Schaumstoffes sehr schnell zu/vertopft. Die eigentliche Politur wurde dann mit Pads von LC und KC durchgeführt.

 

Dabei konnte ich den Unterschied bei der Arbeit spüren und natürlich auch sehen. Die billigen Dinger waren nach kurzer Zeit Butterweich und hatten jeglichen Biss verloren. Meine guten Pads waren bereits mehrfach im Einsatz und hatten gegenüber einem neu eingesetzten Pad noch nichts an Härte und Biss verloren.

 

Ein paar von den billigen Pads waren nach einer kleinen Fläche bereits am Ausfransen (der Schaum bröselte).

 

Natürlich halten auch die Markenpads nicht ewig aber bei mir wenigstens 15 Einsätze bei den harten Pads. Da sie aber nur weicher geworden sind, werden sie von mir dann als mittel harte Pads weiterverwendet. Um die nicht zu vertauschen markiere ich die weich gewordenen Polierschwämme immer neben dem Klett auf der Rückseite.

 

Wenn man dann rechnet: Ein billig Pad kostet die Hälfte oder auch weniger als ein Markenpad, aber ist nur einmal oder vielleicht mit Glück ein zweites Mal zu gebrauchen. Ein Markenpad dagegen wenigstens 10 x eher mehr und arbeitet dann auch noch wesentlich besser, dann sollte klar sein warum im Forum diese Polierpads empfohlen werden.

 

Auch bei Polierschwämmen gilt der Satz " Wer billig kauft, kauft 2 Mal" oder wie manche sagen "Billig zu kaufen, kann ich mir nicht leisten."

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17.04.2017 23:28    |    Manfred B.

Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, außer, durch noch mehr Erfahrung!

Poliere zwar per Hand, aber interessant welche Unterschiede es bei den Pads gibt!


18.04.2017 06:00    |    cleanfreak1

das schlimme daran ist ja, das der Preisunterschied manchmal wirklich nur sehr gering ist zum "Premium" Polierpad


18.04.2017 11:15    |    martinb71

Es gibt aber auch Angebote 10 Stück für 10 Euronen und da fallen bestimmt einige drauf rein. Nur bei der Haltbarkeit reicht die Menge nicht mal für einen Polierdurchgang an einem PKW der Golf-Klasse.


18.04.2017 11:30    |    rpalmer

Kann ich nur "unterschreiben" (bestätigen). Hatte Anfangs die mitgelieferten Pads genutzt, das ging einigermaßen. Dann ein hochwertiges genutzt... kein Zurück mehr.


18.04.2017 13:43    |    areko

Hallo

Interessant, werde auch mal mit lesen und meine Erfahrungen posten.

Als Neuling .... stelle ich mal die Frage, wo kauft man die Sachen am besten??


18.04.2017 13:54    |    martinb71

Dazu habe ich hier im Blog einen Artikel "Einkaufsquellen für Polituren, Polierpads und Co."


18.04.2017 14:53    |    areko

Danke !!


23.04.2017 19:48    |    MGi1

Versucht ihr die Poren von den Pads (von guten) auch wieder frei zu bekommen?

Wenn ja, wie und wie oft während einer Politur?


23.04.2017 19:53    |    martinb71

Wenn die "guten" Pads voll sind bzw. die Poren zu sind dann kommt das Pad bei Seite und ein neues kommt zum Einsatz. Die gebrauchten Pads werfe ich immer in einen Eimer gefüllt mit Wasser und einem kräftigen Schuß APC. Vor der Wäsche in der Maschine wasche ich so vorher den groben Schmutz raus.


23.04.2017 20:27    |    MGi1

Ähm ja. Bitte auch bei eurem Werk (FAQ in ein paar Seiten) beachten, dass Anfänger erst mal mit den Abkürzungen zurecht kommen müssen.

Ich hab lange überlegen müssen, bis ich wusste, was MFT sind...

 

Was ich meinte ist, dass doch die Poren schon sehr schnell zusetzen. Und es gibt anscheinend eine Maschine von meguiars die durch mechanische Reibung und Wasser die Poren wieder frei macht - während einer Politur. Damit sollen kleine Kratzer die von den Partikeln in den Poren entstehen vermieden werden.

 

Wie lange benutzt man durchschnittlich ein pad? Woran erkennt man das? An feinen Kratzer die nicht mehr raus gehen oder nur an der Farbe am/im/des Pads?


23.04.2017 20:39    |    martinb71

In der FAQ steht die Abkürzungen unter 4.1

 

Du meinst einen Padwasher. Die Pads müssen danach aber trocknen.

 

Es gibt keine generelle Empfehlung wie lange ein Pads benutzt werden kann. Wenn die Leistung abnimmt wird gewechselt. Das kann je nach Lackzustand und verwendeter Politur z.B. einer Heavy Cut nach einer viertel Motorhaube sein. Mit einer Finish. Politur kann ein Wechsel auf auch erst nach 3 Bauteilen sein.


29.04.2017 17:12    |    carkosmetik

Warum müssen Pads trocknen?:D.Ja es ist richtig Pads müssen trocken,nur bei mir eben nicht ;)

Bei mir,bei meiner Polier Methode sind die Pads nach ca.2-3 Fahrzeugen fertig,dann haben diese 2/3 ihrer eigendlichen Stärke verloren.

Entscheident wie lange ein Pad durchschnittlich hält,ist davon abhängig wie Rau die zu bearbeitende Fläche ist (wie stumpf der Lack ist) und den Verwendeten Schleifmittel (Polituren) Man kann den Verschleiß auch mitteln,bei Stark verkrazten oder Stumpfen Lacken nehme ich gern ein hartes Pad und fahre im 2.Durchgang mit dem Mittelharten oder weichem Pad nach.

Generell würde ich aus meiner Sicht behaupten,es gibt keine Faustregel wie lange ein Pad hält,dies ist von sehr vielen Faktoren abhänging,die Polituren,Lackzustand,und nicht zu vergessen wie man die Poliermaschine hält.

Ein früherer Kollege hat immer mit der halben Padfläche Poliert,die Maschine immer schräg gehalten.Wenn seine Pads fertig waren sahen diese aus wie eine Pyramide in Ägypten :D.

Mit billigen Pads hat man nichts gespart,oftmals ist das fertige Ergebnis nicht zufrieden stellend,das Pad "explodiert" bevor man fertig ist,die Standzeit ist viel,viel,viel kürzer :).

Ich denke,wenn man für den Haus gebrauch Fahrzeuge poliert fäht man mit einem teuren Pad sicher viel günstiger weil ich nicht so viele in die Tonne treten muss :).

Generell hab ich immer 4 Pads im Gebrauch,hart,mittel,weich,und Finish.


12.05.2017 12:11    |    Trackback

Kommentiert auf: Außen- & Lackpflege:

 

Dringender Rat wird gesucht

 

[...] eine gute Auswahl an Pads von Lake Country, KC, Rotweiss das sind so meine Favoriten. Schau mal in den Blogartikel das erklärt auch gleich deine Frage zu Sets.

 

Als Politur würde ich mit der bereits genannten Feinschleifpaste [...]

 

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17.05.2017 16:40    |    Trackback

Kommentiert auf: Außen- & Lackpflege:

 

Erste halbwegs anständige Politur, was noch zu beachten? Brauche Tipps

 

[...] eBay sind meistens auch für die Tonne, weil die Polierpads die was taugen leider nicht ganz günstig sind. Auch dazu findest du in Martins Blog einen eigenes Posting zu.

 

Hier ist z.B. ein empfehlenswerter Shop mit [...]

 

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30.08.2017 10:17    |    Trackback

Kommentiert auf: Außen- & Lackpflege:

 

Ausrüstung kaufen oder doch lieber polieren lassen?

 

[...] Hier oder hier bekommst die Antwort warum es dennoch sinnvoll ist in vernünftige Pads zu investieren.

 

Unbrauchbare [...]

 

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11.11.2017 13:25    |    Trackback

Kommentiert auf: Problemfälle - Flecken, Abrieb, Kratzer & Verfärbungen:

 

Karosserie schleifen, polieren

 

[...] Klick

 

Die Pads taugen bei solchen Sets aber nicht viel bzw. nichts. Dazu lies mal die Blog-Artikel Klick1 Klick2

[...]

 

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04.04.2018 10:50    |    Trackback

Kommentiert auf: Rund um Produkte und Zubehör zur Fahrzeugpflege:

 

welche Poliermaschine, welche Produkte?

 

[...] minderwertige Pads werden auch nicht besser wenn du mehr davon hast.

Wir empfehlen deswegen Markenpads. Hier kannst auch zu genau dem Thema was nachlesen.

 

 

[...]

 

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28.04.2018 22:13    |    Trackback

Kommentiert auf: Zlatans Fahrzeugpflege Blog:

 

Maschinelle Lackaufbereitung: Tipps und Empfehlungen

 

[...] wenn man hier am falschen Ende spart, zeigen eindrucksvoll die Blogs von:

- martinb71 Link

- cleanfreak1 Link

 

Welche Pads meiner Meinung nach zu empfehlen sind, findet ihr hier aufgelistet. Ich möchte anmerken, [...]

 

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26.07.2018 21:21    |    Trackback

Kommentiert auf: Außen- & Lackpflege:

 

Auto Polieren als Anfänger

 

[...] Unebenheiten fühlbar, sollte vorher der Lack gründlich mit Lackreinigungsknete von diesen Unebenheiten befreit werden. Erst dann kann es mit der Politur losgehen.

 

https://www.motor-talk.de/.../...kenpolierpads-empfohlen-t6007492.html

 

https://www.motor-talk.de/.../...reinigt-man-die-tuecher-t6018409.html [...]

 

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