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Sun May 07 16:01:23 CEST 2017    |    Celsi    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: # Celsi (TT / Fahrzeugpflege ), 8S/FV, Abperleffekt, Audi, Autowäsche, BOUNCER'S, Celsi, Detailer, Dodo Juice, Done&Dusted, Done & Dusted, Fahrzeugpflege, fahrzeugpflegeforum.de, Glanz, Glätte, Lackschutz, Quick Detailer, rinseless, Saftorangenblog, Sprühversiegelung, Sprühwachs, Supernatural Hybrid, Trockenwäsche, TT, Waschbox

0 - BOUNCER'S Done & Dusted0 - BOUNCER'S Done & Dusted

Ich kann es selber kaum fassen, ich schreibe doch noch mal ein Review über ein Lackpflegeprodukt in meinem Blog, obwohl ich das Bloggen eigentlich ad acta legen wollte. In der Fahrzeugpflege bin ich lange nicht mehr so aktiv wie früher, meine Experimentierfreude hat deutlich nachgelassen, nachdem ich von so mancher Neuerscheinung enttäuscht und zu den altbewährten Produkten zurückgetrieben wurde.

Nicht zuletzt deshalb behandelt dieses Review ein Produkt, das nicht mehr ganz neu auf dem Markt ist, sondern schon vor mehr als 1,5 Jahren erschien. Das herausragende Ergebnis, das ich bei der kürzlichen Anwendung erst wieder erreicht habe, sowie die Nachfragen einiger Leute auf einem kürzlich stattgefundenen TT-Treffen haben mich dann aber motiviert, mich einmal in epischer Breite über diesen Quick Detailer auszulassen, auch wenn ich nach anderthalb Jahren bestimmt nicht der erste Rezensent bin.

Also los geht's: :D

 

BOUNCER'S ? NIE GEHÖRT!

Kein Wunder. Mal abgesehen davon, dass BOUNCER's Produkte nicht gerade bei ATU oder im Baumarktregal zu finden sind, hat Jay, der Kopf hinter der Marke, erst vor wenigen Jahren begonnen, seine eigenen Wachse als DODO JUICE Independant Label zu kreieren. Seine einzigartigen Einsichten in die Materie als Enthusiast und User im englischen DetailingWorld Forum sorgen dafür, dass es bei ihm genau andersrum läuft wie bei so manchem großen Hersteller heutzutage: Während diese eine immer breitere Palette mittelprächtiger Produkte mit einigen Glückstreffern auf den Markt werfen, kommt bei Jay die Klasse vor Masse. Die wenigen BOUNCER'S Produkte, die ich kenne, bieten alle eine herausragende Performance. So auch der Done & Dusted Quick Detailer, zu dem ich nun zurückkehren und den ich im Folgenden mit "D&D" abkürzen möchte.

 

ANWENDUNG

Dank Internet und den zahlreichen Plattformen zur Fahrzeugpflege haben viele von Euch sicher schon eine gute Vorstellung davon, was ein Quick Detailer eigentlich tut. Ursprünglich als Trockenwäsche konzipiert, dienen die Quick Detailer heute eher der Auffrischung von Schutz, Glanz und Glätte des Lackes nach der Wäsche. Die Trockenwäsche bzw. nahezu wasserlose Wäsche hingegen erlebt seit kurzem ihre Wiedergeburt unter dem Begriff "rinseless wash".

 

Viele Quick Detailer auf dem Markt kann man relativ sorglos auf den Lack sprühen, mit einem beliebigen weichen Mikrofasertuch etwas verteilen und gut ist's. Der D&D ist da etwas anspruchsvoller. Bei zu satter Anwendung neigt er etwas zum Schlieren/Schmieren, und auf den Lack gesprüht ist stellenweise sehr satt. Als ersten Detailer überhaupt sprühe ich ihn deswegen in das Auftragstuch und achte darauf, dass es nicht zu nass wird im Laufe der Gesamtbehandlung des Fahrzeuges. So verteilt man wirklich nur eine geringe (aber völlig ausreichende) Menge auf dem Lack. Trotzdem schaue ich ständig gegen das Licht auf den Lack, und wenn eine leichte Schmierspur zurückbleibt, habe ich ein zweites, frisches Tuch zum Nachwischen parat.

Was der Detailer ebenfalls nicht mag ist, auf Glas zu kommen. Auch hier hinterläßt er eine feine Schmierspur. Besonders deutlich sieht man das u.a. auf meiner getönten Heckscheibe. Selbst, wenn ich das leichte Geschmiere dann mit dem Nachwischtuch beseitigt habe, sieht man, wo Detailer drauf ist: Die Scheibe wirkt dort leicht dunkler, nahezu "farbaufgefrischt". Das kriege ich dann regelmäßig nur mit Glasspray und einem geeigneten Mikrofasertuch wieder runter.

 

1 - Verschiedene Mikrofasertücher1 - Verschiedene MikrofasertücherHm, das klang ja jetzt erst mal nicht so verlockend, oder? Ist aber nicht schlimm, denn damit hätten wir die Schwächen des D&D bereits abgehandelt. Man muss ihn halt etwas sorgfältiger verarbeiten, um Schlieren zu vermeiden. Am besten geht dies übrigens mit dichten, kurzfaserigen und dennoch weichen Mikrofasertüchern. Langfaserige Flauschmonster sind zwar sanft zum Lack, aber begünstigen durch ihr teilweise unregelmäßiges Wischbild auch wieder die Schlierenbildung.

Ich habe einiges an Tüchern mit dem D&D durchprobiert, und die besten Ergebnisse hatte ich mit dem CARPRO Boa (orange, Mitte oben auf dem Bild rechts) und dem LUPUS Buffing 380 edgeless (gelb, Mitte unten). Beide Tücher sind dicht und relativ kurzfaserig. Mein Lieblingstuch für Politurabnahme (MICROFIBER MADNESS Yellow Fellow, gelb, unten) hingegen ist mir zu dünn und zu fest für den Job und relativ schnell gesättigt. Funktionieren tut es aber im Grunde trotzdem (mit Nachwischtuch). Das MICROFIBER MADNESS Crazy Pile (blau, ganz oben), mit dem ich bevorzugt Wachs abtrage, hat für den D&D zu lange Fasern und erfordert ebenfalls ein Nachwischen für ein schlierenfreies Ergebnis.

 

Mit 2 geeigneten Tücher bewaffnet, umrundet man also das gesamte Auto, trägt ohne großen Druck auf und wischt ohne großen Druck nach. Kunststoffe können dabei mitbehandelt werden, Glas spart man, wie gesagt, lieber aus. Scheinwerfer, Rückleuchten und Nummerschilder mache ich ebenfalls mit, ebenso wie beim Wachsen. Insekten und anderes in der Luft herumfliegendes Zeug gehen so eine Weile lang deutlich einfacher wieder runterzuwaschen.

 

EIGENSCHAFTEN WÄHREND DER ANWENDUNG

Der Detailer ist eine wasserdünne, hellgrüne Flüssigkeit, die ... *Nase reinhalt* ... fruchtig duftet, mit einer ganz leicht stechenden, chemischen Note. Bei damit gemachten Flächen fällt mir hinterher immer wieder auf, dass diese in einem Meter Umkreis dann eher ein vanilliges Aroma verströmen für eine gewisse Zeit. Das "stechend chemische" ist weg. Und ich glaube, ich weiß auch, warum. Denn wirklich jedes Mal, wenn ich das Tuch danach in die Waschtonne tu, riecht es deutlich nach Isopropanol. Schlagt mich, ich habe keine Ahnung, warum man IPA in einen Detailer tun sollte, das ja nun nicht gerade als Freund der Wachsschicht gilt. Aber der Geruch von IPA ist mir seit Kindesbeinen vertraut (Vater ist Chemiker, IPA kam im Haushalt immer wieder zur Anwendung), ich bin mir ziemlich sicher.

Der Verbrauch ist gering, ich schätze, mit einer Flasche (500ml) kann man 20-25 Autos machen.

 

ERGEBNIS

Jetzt endlich kann das D&D punkten, denn seine Stärke ist das Show-off. Der Reihe nach:

 

SCHUTZ

Theoretisch könnte ich zur Schutzwirkung gar nichts sagen, schließlich wird so ein Quick Detailer ja auf einem gewachsten (oder anderweitig geschütztem) Lack angewendet. Wer will schon sagen, wann der Detailer "weg" ist und das Beading (Abperlverhalten von Wasser, von uns Amateuren als Indikator dafür verwendet, dass noch ein Schutz besteht) von dem Wachs darunter übernommen wurde? Glücklicherweise habe ich in meiner Wohnung weiß lackierte Außenfensterbänke und wohne in einer sehr ländlichen Gegend oben auf dem Berg. Hier ist es immer windig, und der Wind hat ständig das im Gepäck, was Trecker, Mähdrescher und anderes Gerät ein paar hundert Meter weiter so alles aufwirbeln. Eine Woche nach dem Sauberwischen sehen Fenster und Fensterbänke wieder aus 2 - Nicht ganz perfektes Beading2 - Nicht ganz perfektes Beadingwie Sau. Deswegen habe ich die Fensterscheiben mit Glasversiegelung behandelt und die Fensterbänke mit dem D&D. Ein starker Regen oder zur Not mal ein wenig mit der kleinen Gieskanne nachhelfen: Saubere Fensterbank. Aus dieser Erfahrung möchte ich behaupten, dass der D&D bei gelegentlichem Regen ca. 2-3 Wochen durchhalten kann.

Auf einem regelmäßig genutzten Auto, dessen Lack stärkeren Belastungen ausgesetzt ist als eine Femsterbank, kann sich das jedoch etwas reduzieren.

Trotzdem hat der D&D die Standzeit meines mit DODO JUICE Supernatural Hybrid (SNH) behandelten Lackes in der Saison 2016 nicht nur über die vollen 7 Monate geboostet: Nach der (stark überdosierten) kürzlichen Frühjahrswäsche 2017 war auch noch ein Beading vorhanden, das auf einen weiterhin voll intakten Schutz hinwies.

War fast eine Verschwendung, dass ich ihn danach poliert habe ... :D

 

BEADING

Viele von uns Fahrzeugpflege-Enthusiasten erfreuen uns nach getaner Arbeit und beim nächsten Regen gerne möglichst runder und gleichmäßiger Wasserperlen auf dem Lack. Sind diese dann noch annähernd rund (also ballförmig) und nicht nur eine flache kreisförmige Minipfütze auf dem Lack (Stichwort: "Kontaktwinkel"), kriegen wir Perlenzüchter weiche Knie.

Leider patzt das D&D in dieser Disziplin noch mal etwas, genauso wie mein darunterliegendes Lieblingswachs SNH. Beide erzeugen sehr flache "Perlen", die auch nicht immer schön rund sind (siehe Bild 2 oben).

Um auszuschließen, dass dies nur dem SNH auf meinem Auto zuzuschreiben ist, habe ich auf dem Foto kurzerhand meinen lackierten heimischen Subwoofer (der nie SNH gesehen hat) mit dem D&D behandelt. Auch hier aber dann dieses nur mittelprächtige Beading.

Das ist etwas schade, aber für mich kein Beinbruch, wenn die restlichen Produkteigenschaften super sind.

 

GLÄTTE

Wie bei vielen guten Quick Detailern, ist der Lack danach so glatt, dass man sich kaum vorstellen kann, dass jemals wieder eine Fliege daran haften wird. Trocken glatt, ähnlich einer Teflon-Beschichtung in einer Bratpfanne, nicht ölig oder schleimig.

 

GLANZ

Das Beste habe ich mir bis zum Schluß aufgehoben. Und auch hier muss ich vorher etwas ausholen: Glanz(zuwachs durch ein Produkt auf dem Lack) ist etwas sehr subjektives. Jeder nimmt Glanz anders wahr, und zwar nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Kopf. Der Kopf will manchmal Glanz(zuwachs) sehen und dichtet sich dann seinen Teil dazu (Autosuggestion). Daraus ist schon so manch hitzige Debatte in div. Internetforen entbrannt :D

Was man meiner Meinung nach über Glanz wissen sollte:

- Es glänzt hauptsächlich ein penibel polierter Lack. Was immer man hinterher noch da drauf schmiert, kann die Art des Glanzes steuern und ihn auch in manchen Fällen leicht verstärken. Aber den Hauptanteil steuert immer der Grundzustand des Lackes bei.

- Oft wird ein härterer, schärfer konturierter Glanz als stärkerer Glanz fehl-wahrgenommen

- Fotos lügen oft, auch wenn ich damit mein u.a. Foto ein Stück entwerte. Auf Fotos kommt Glanz oft heftiger rüber als in natura. Über mein Foto möchte ich das eigentlich nicht behaupten, das war ungeplant und ich habe es geschossen, weil es in natura praktisch genauso brutal glänzte wie nun auf dem Foto. Aber wer weiß, was mein Kopf mir gerade "dazudichtet", ohne dass ich mir dessen bewusst bin :D

- Dunkle Lacke glänzen deutlich dramatischer als helle Lacke

 

3 - Glanz!3 - Glanz!Ich persönlich erinnere mich aus der Vergangengheit nur an einen einzigen "Detailer", bei dem ich wirklich eindeutig eine Glanzsteigerung wahrgenommen habe, und zwar auf "ungünstigem" Weiss, das von Natur aus ja eher sparsam glänzt. Das war das ZAINO Z-8 Grand Finale Spray Seal, welches, wie der Name schon sagt, eigentlich eher eine Sprühversiegelung ist, aber wie ein Quick Detailer angewendet werden kann.

Mit dem hier rezensierten BOUNCER'S Done und Dusted gibt es nun endlich einen zweiten: Siehe Bild rechts.

 

Vorarbeit: Der Wagen wurde vor ca. 4 Wochen komplett maschinell aufbereitet und dann mit DODO JUICE Supernatural Hybrid gewachst. Vor der Anwendung des D&D wurde der Wagen nur gewaschen (DODO JUICE Born To Be Mild) und getrocknet.

 

Ich hoffe, dieses kleine Review meines alten neuen Lieblingsdetailers hat Euch gefallen. Probiert ihn doch auch mal aus!

 

Viele Grüße,

Celsi

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Mon Mar 27 18:31:07 CEST 2017    |    Celsi    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: 8S/FV, Allgemeines, Audi, TT

Vorwort: Der Artikel wird wohl nie mehr fertig werden. Keine Zeit mehr dafür, und das ist erst Teil 1.

Damit die ganze Mühe nicht ganz umsonst war, veröffentliche ich nun Teil 1, der immerhin zu 95% fertig ist. Teil 2 kommt dann in meinem nächsten Leben. Trotzdem viel Spaß mit Teil 1 :D

 

 

Liebe Leser,

 

ich habe es gelegentlich in meinen Beiträgen im Forum durchblicken lassen, und zwar nicht nur dadurch, dass viele meiner Beiträge "mitten in der Nacht" gepostet worden zu sein schienen: Ich habe große Teile von 2015 und einige Wochen von 2016 beruflich in China verbracht, oder genauer gesagt: In Shanghai.

Als ich mich freiwillig für das Projekt unserer Firma in China gemeldet hatte, war mir klar gewesen, dass ich einige Wochen dort verbringen würde. Was mir nicht klar war, ist, das es so viele Wochen sein würden und dass es mir dort gefallen würde.

Ich will Euch ein wenig von dieser interessanten Stadt zu erzählen.

 

EIN WENIG ERDKUNDE

1.1 Shanghai aus dem Flugzeug, trotz Dunst sieht man schön, wie der Huangpu die Stadt teilt1.1 Shanghai aus dem Flugzeug, trotz Dunst sieht man schön, wie der Huangpu die Stadt teilt

  • Shanghai liegt im Mündungsgebiet des Jangtsekiang an Chinas Ostküste. Aus Gründen des Urheberrechts darf ich leider keine Google Maps Karte als Bild einbinden, um zu verdeutlichen, wo Shanghai in China genau liegt. Über diesen Link hier jedoch gelangt man in eine entsprechende Ansicht bei Google Maps.
  • Einwohner: Ca. 23 Mio.
  • Fläche incl. Außenbezirke ca. 6400km²
  • Klima: Subtropisch

 

Shanghai ist damit eine der größten Städte der Welt und Chinas wichtigster Industriestandort. Der Hafen von Shanghai ist der größte Containerumschlagplatz der Welt. Er liegt am Fluß Huangpu, der die Stadt in 2 Hälften teilt: Puxi (bedeutet "westlich des Huangpu") und Pudong ("Östlich des Huangpu")

 

Und damit soll's genug sein des Erdkundeunterrichts :) Wer mehr in dieser Richtung erfahren möchte, dem sei der entsprechende Wikipedia-Eintrag über Shanghai ans Herz gelegt.

 

 

FLUG UND HOTEL

1 Airbus A330-200 der AIR CHINA1 Airbus A330-200 der AIR CHINADer Flug von Frankfurt nach Shanghai-Pudong ist kein Spaß und dauert hin (gegen die Erddrehung) 10,5 Stunden und zurück (mit der Erdrotation) fast 12 Stunden. Diese Zeit verbringt man optimalerweise in der Business-Class, wenn man bereit ist, das 3-5fache des Economy-Flugpreises, der um die 1000,- EUR liegt, zu bezahlen.

Mit der Lufthansa reist man ein Stück bequemer (aber auch teurer), wenn ein A380 eingesetzt wird, bei Air China oder China Eastern landet man meist in einem kleineren A330. Trotzdem hat China Eastern einen großen Vorteil: Schon in der Economy-Class sind 2 Koffer á 23kg zulässig.

Nach Ankunft findet man sich in der Zeitzone GMT+8 wieder, und damit 7 Stunden (bei deutscher Winterzeit) bzw. 6 Stunden (Sommerzeit) voraus. Bei Ankunft am Tage kann ich nur empfehlen, sich bis zum Abend irgendwie auf den Beinen zu halten, egal wie schlecht oder gar nicht man im Flugzeug geschlafen hat. Wer sich sofort auf's Ohr haut, der braucht tagelang, um in den neuen Tag/Nacht Rhythmus zu kommen (Jetlag).

 

2 Relativ westlich eingerichtetes Hotelzimmer2 Relativ westlich eingerichtetes Hotelzimmer

Die großen Hotels der bekannten westlichen Hotelketten sind in Shanghai auch sehr westlich eingerichtet - der Unterschied zu Europa ist ein leicht chinesisch angehauchtes Design und wurde von mir als angenehm empfunden (Crowne Plaza Pudong Shanghai). Es ist alles vorhanden, was man als Europäer erwartet. Die Hotelrestaurants bieten in der Regel auch europäische und noch mehr amerikanische Gerichte an, und beim Frühstück morgens ist für jeden was dabei. Nachdem wir uns bei ersten Besuch ein wenig mit ein paar Hotelangestellten angefreundet hatte, gab es bei den Folgebesuchen sogar Laugengebäck und Nutella.

Auch im Bad geht es wie gewohnt zu, wenn auch die Toiletten etwas anders konstruiert sind: Sie sind stets zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Aus den Steckdosen kommen 230V, und deutsche Stecker passten bei mir in Hotel und Büro ohne Adapter. Trotzdem haben die chinesichen Kollegen andere Stecker an ihren Geräten gehabt (drei flache Kontakte), für die es eigene Steckdosen gab. Hier besser vor dem Aufenthalt informieren oder gleich einen Adapter mitführen.

 

3 Laugengebäck zum Frühstück3 Laugengebäck zum FrühstückDas Leitungswasser in Shanghai ist gechlort und nicht trinkbar. Die Trinkwasserversorgung findet über Flaschen und Wasserspender statt, wie man sie aus amerikanischen Filmen kennt. Zähneputzen mit Leitungswasser ist aber möglich, so giftig ist es nicht.

Der Kaffee ist okay und wie gewohnt, jedenfalls wenn man "American Coffee" oder Cappucino bestellt. Milch dagegen sucht man schon mal vergebens. Ein großer Teil der Chinesen ist laktose-intolerant (Folge der jahrelangen Isolationspolitik) und vertragen sie nicht, weshalb übrigens auch (Milch-)Schokolade kein optimales Gastgeschenk aus Deutschland ist.

Dagegen beliebt: Babynahrung aus Deutschland, Handcreme und Kosmetik, Eiswein, Jägermeister, Vitaminpräparate (Brausetabletten) und, wenn es etwas teurer sein darf, WMF-Besteck oder Töpfe.

 

 

DAS ESSEN

10 - Noch leerer Speisetisch in gehobenerem Restaurant10 - Noch leerer Speisetisch in gehobenerem RestaurantIhr esst gerne chinesisch wie ich? Ihr würdet in China bestimmt keine Probleme mit dem Essen haben? Nicht zwangsläufig. Insbesondere, wenn Ihr nicht auf Seefood und fettiges Essen steht, und/oder Eure Hemmschwelle bei ... äh ... Essen, dem man ansieht, dass es mal ein lebendes Tier war, nicht gering ist.

Denn "Chinesisches" Essen in Europa und "echtes" chinesisches Essen haben nur rudimentäre Ähnlichkeiten.

Fangen wir mal harmlos an:

  • Kein Mensch in Shanghai kennt "Pekingsuppe". Auch nichts ähnliches unter anderem Namen. Das ist eine europäische Erfindung.
  • In einem chinesischen Restaurant (also in Shanghai :) ) bekommt man Reis nur nach einigem Bitten und Betteln. Reis gilt als "Arme-Leute-Essen" und ist selten Teil normaler Gerichte. Hier dominiert Fleisch, Gemüse und Seafood. Reis gibt es nur zum Schluss, als "Magenfüller", wenn man durchblicken lässt, dass man nicht satt geworden ist. Und der Kellner/Restaurantbesitzer schämt sich dafür, dass er den Gast mit Reis sättigen muss.
  • In China bestellt man nicht "das Gericht" und beschäftigt sich dann 11 - Voller Tisch in günstigem Restaurant11 - Voller Tisch in günstigem Restaurantdas ganze Essen lang damit. Man oder die Gruppe bestellt viele Gerichte, in der Regel soviel, wie der meist runde, rotierbare Tisch an Platz her gibt, und dann nimmt sich jeder immer wieder von dieser Auswahl auf den (sehr kleinen) Teller, was er gerade essen oder probieren möchte.
  • Den Fisch, den man später auf dem Teller haben möchte, kann man sich oftmals am Aquarium selbst aussuchen.
  • Oft ist am Fleisch mehr dran, als bei uns. Bei Fischgerichten, aber auch beim Huhn darf man den essbaren Teil oft selbst vom vollständigen Rest des Tieres lösen. Oder man bekommt beim Fisch gleich nur den (offenbar essbaren) Kopf, siehe Bild, allerdings war das in einem japanischen Restaurant in Shanghai. Wird rausgetrenntes Fleisch serviert (Rind oder Schwein), war es oft fettig und sehnig, und es hingen noch die Knochenreste dran.
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    Einmal habe ich mich gefreut, dass es eine Art panierte Hähnchenstücke gab, offenbar 12 Seafood12 Seafoodzusammengesetztes Hähnchenfleisch wie bei unseren Nuggets. Leider waren viele kleine Knorpelstücke drin, so dass es beim Kauen knirschte. Auf Nachfrage habe ich erfahren, dass diese absichtlich zerkleinert und beigemischt werden, weil das als besonders schmackhaft gilt.

  • Während Delikatessen wie gekochte Hühnerfüsse auch in Shanghai verbreitet sind, berichteten mir Kollegen aus südlicheren Landesteilen davon, wie sie durch eine Ausstellung von Hamstern und weiteren Kleintieren geführt wurden, aus denen sie sich ihr späteres Essen aussuchen konnten.
  • Generell habe ich das Essen aber weder als zu scharf empfunden (es sei denn, man legte es drauf an), noch hat es mir irgendwelche Verdauungsprobleme beschert.
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    Wichtiger Hinweis: Meine Schilderungen zum chinesischen Essen sind nicht abwertend gemeint. Es ist eine andere Kultur und ein anderes Essen. Anders, nicht schlechter. Dass ich persönlich mit einigem davon nicht klar komme, ist kein Maßstab und soll das chinesische Essen nicht abwerten. Einige meiner Kollegen fanden das Essen recht schmackhaft und konnten auch meine Abneigung nicht verstehen. Ich glaube, wenn ich Seafood gegenüber aufgeschlossener wäre, hätte ich viel weniger Probleme gehabt.

     

     

    Weitere Impressionen zum Thema Essen:

     

    13 - Typische chinesische Gerichte 13 - Typische chinesische Gerichte 14 - Speisekarte14 - Speisekarte15 - Thailändisch essen in Shanghai15 - Thailändisch essen in Shanghai

    16 - Japanisch essen in Shanghai16 - Japanisch essen in Shanghai17 - Kopflastiges Fischgericht17 - Kopflastiges Fischgericht18 - Essensauswahl vorm Aquarium18 - Essensauswahl vorm Aquarium

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    19 Chinesische Ess-Stäbchen19 Chinesische Ess-StäbchenAuch wenn man in Bild 15 und 16 Messer und Gabel auf dem Tisch sieht: Das erste war ein thailändisches Restaurant (in Thailand isst man auch mit Messer und Gabel) und das zweite ein japanisches Restaurant, wo nicht-Asiaten aus reiner Höflichkeit auch Messer und Gabel gereicht bekommen. Aber in China isst man, wie jedes Kind weiß, mit Stäbchen ("Chop Sticks"). Ich kam nach ein paar Tagen Eingewöhnung ganz gut damit zurecht und bin immerhin nicht verhungert, und auch meine Kollegen haben sich schnell daran gewöhnt. Auf Nachfrage bekommt man fast überall auch Messer und Gabel, aber die Benutzung der Stäbchen ... man kommt sich irgendwie nicht mehr so ganz wie ein Fremder vor, fühlt sich zugehöriger, und die chinesischen Freunde und Kollegen nahmen es auch stets wohlwollend und teilweise auch belustigt zur Kenntnis, dass wie uns in diesem Punkt anpassen wollten und uns die Finger verknoteten in den ersten Tagen.

     

    20 TsingTao Bier - hier die deutsche Aufmachung20 TsingTao Bier - hier die deutsche AufmachungDie geräuschvolle Art, wie man in China demonstriert, dass das Essen schmeckt (Schmatzen), haben wir jedoch nicht übernommen. Ich habe mich stets gefragt (und frage ich es mich noch immer), ob den Chinesen (vielleicht sogar negativ) aufgefallen ist, wie seltsam lautlos wir aßen. Angesprochen habe ich dieses möglicherweise kulturell brisante Thema jedoch nie.

     

    Ich habe mir ein paar Sets Stäbchen mit nach Deutschland genommen und esse gelegentlich meine Nudeln und Fleisch damit - einfach, weil es Spaß macht und um im Training zu bleiben :D

     

    Es gibt dort drüber übrigens eine ganze Reihe recht trinkbarer lokaler Biere, an Bekanntheitsgrad allen voran vielleicht das TsingTao. Auf praktisch jedem Foto, das in in einem Restaurant gemacht habe, stehen mehrere Flaschen davon auf dem Tisch, aber auf keinem sieht man das Etikett vernünftig. Gut, dass LIDL so ca. 2x im Jahr ein paar Kisten pro Markt importiert, so konnte ich mich erst letzte Woche wieder damit eindecken und grade einfach ein Foto in der heimischen Küche machen.

    Es ist ein recht mildes Bier, das man trinken kann wie Wasser, was einen jedoch nicht vor den üblichen Folgen schützt :).

    Obwohl alle von uns das TsingTao mochten, hatten wir auch keine Probleme, in den vielen ausländischen Bars und Kneipen auch die vertrauteren Marken wie Warsteiner, Corona, Heineken, Guinness und sogar Paulaner aufzutrieben. Shanghai ist auch hier wahrlich international.

     

     

     

     

    - Paulaner

    - Family MArt

    - Süßigkeiten Snickers, dove, lays M&Ms

 

 

 

DIE MENSCHEN

Die Chinesen sind ein freundliches und offenes Volk. Ab und zu versuchen sie zwar, Dich über's Ohr zu hauen, aber selbst dann meinen sie es nicht böse. Der Kontakt zu meinen chinesischen Usern und Beratern war nach kurzem "Beschnuppern" angenehm, nett und sogar humorvoll, nachdem sie gemerkt haben, dass da kein "steifer" Deutscher vor ihnen sitzt. Viele von Ihnen bezeichne ich heute, nach meinem vorerst letzten Besuch in Shanghai, als meine Freunde.

4 Chinesische Taxis (links) und zweisprachige Schilder. Im Hintergrund eine Einfahrt zur ...4 Chinesische Taxis (links) und zweisprachige Schilder. Im Hintergrund eine Einfahrt zur ...Außerhalb der Firma und des Hotel war der Kontakt ein wenig schwieriger, denn obwohl Shanghai sehr westlich ausgerichtet ist (nahezu alle Schilder sind zweisprachig), spricht besonders die ältere Generation kein Englisch. Die jüngere Generation hingegen schon, man wird in der Metro und in der Stadt als offensichtlicher Europäer gelegentlich angesprochen, wo man denn genau herkommt. Sagt man dann "Germany", geraten die Chinesen oft in Verzückung: Good old Germany mit seinen Wäldern, der (relativ) sauberen Umwelt, den qualitativ hochwertigen Produkten und nicht zuletzt den Autobahnen ist eine Art Märchenland für sie.

 

Spricht der Chinese kein Englisch, freut er sich immer, wenn man selbst sich dann bei ein paar Brocken chinesisch die Zunge bricht. Viel braucht man nicht, um sich einigermaßer auszudrücken:

- Guten Tag: Nihao ("gesprochen wie es geschrieben wird, das "h" wird stark "gehaucht")

5 ... Waigaoqiao Free Trade Zone, einer Freihandelszone, in der viele ausländische Firmen ansässig sind, auch unsere.5 ... Waigaoqiao Free Trade Zone, einer Freihandelszone, in der viele ausländische Firmen ansässig sind, auch unsere.- Danke: Xièxie ("sessiäh" gesprochen, wobei das "s" mit an den oberen Gaumen angelegter Zunge gesprochen wird wie das engl. "th"

- Gern geschehen: Bù yòng xiè ("Büjong-siäh" geprochen, klingt sehr ähnlich wie Beyoncé :) )

- Entschuldigung: Duìbùqì? ("Duybut-chii")

- Guten Morgen: Zaoshang hao ("Zao-shang-hao", oft auch in Kurzform: Zhao! (Morgen!))

- Wiedersehen!: Zàijiàn! ("Zaizien", wobei das zweite "z" wieder mit angelegter Zunge gesprochen wird wie das engl. "th")

Wenn man sich dann noch für die sehr selten englisch sprechenden Taxi-Fahrer den Bestimmungsort in chinesich merkt (oder von einem Chinesen per Sprachmemo ins Smartphone diktieren lässt), kommt man zurecht. Den Rest erledigen Hände und Füße :)

 

Ein paar kulturelle Besonderheiten gibt es dennoch, hier eine Auswahl:

- Überreiche Visitenkarten immer mit beiden Händen an den Ecken gefasst, und nimm sie genauso entgegen. Studiere sie dann und stecke sie ein. Die Visitenkarte ist das "Gesicht" des Chinesen und will entsprechend wertgeschätzt werden.

- Nase putzen in Gesellschaft anderer geht gerade noch so, aber bloß nicht beim Essen! Man zieht die Nase mehr oder weniger unauffällig hoch!

- In der Stadt kommen ständig Leute auf einen zu, die einem etwas andrehen wollen: Uhren, Handtaschen und fliegendes Elektrospielzeug. Diese Leute vollkommen ignorieren, sonst wird man sie eine Weile nicht mehr los. Angucken oder "no, thank you" sagen ist ein Fehler! Völlig Ignorieren!

 

 

DIE PERSÖNLICHE SICHERHEIT

In Shanghai ist man sehr sicher unterwegs, gerade als Ausländer. Die Strafen dafür, einem Ausländer etwas anzutun (absichtlich oder unabsichtlich), sollen drakonisch sein, wurde mir gesagt. Ich bin einmal in einer Metro-Station um eine Ecke gebogen, wo Jugendliche Ball spielten (warfen). Ich habe es geschafft, das genau so zu timen, das der Ball mir mit ziemlicher Geschwindigkeit ins Gesicht flog, wobei meine Brille das Schlimmste abgefedert hat. Die Kids haben fast einen Herzschlag 6 Kamerafahrzeuge der Polizei links und rechts am Strassenrand6 Kamerafahrzeuge der Polizei links und rechts am Strassenrandbekommen und waren erst 10 Minuten später so weit beruhigt, dass ich sie wieder los wurde ("Are you okay, Sir, are you really okay?").

So wurden meine Kollegen (die teilweise über Jahre dort waren) und ich auch niemals Zeuge eines Verbrechens, weder an uns noch an anderen, auch keine Diebstähle, wenn man man von mangelndem Verhandlungsgeschick unsererseits bei einigen Einkäufen absieht :D

Auch unsere Mädels hatten keinerlei Bedenken, sich nachts (mind. zu zweit) alleine durch Shanghai oder die Vororte zu bewegen.

In belebteren Gegenden der Innenstadt sowie auf öffentlichen Plätzen gibt es zudem Kameraüberwachung. Die schwarzen Vans der Polizei mit den auf dem Dach montierten Kameras sind in der Stadt allgegenwärtig. Auch das vermittelt ein Gefühl von Sicherheit.

 

 

ZENSUR UND INTERNET

7 WeChat, das bessere WhatsApp7 WeChat, das bessere WhatsAppDie meisten wissen es: China hat nicht nur eine große Mauer, sondern noch eine zweite, virtuelle. Diese zensiert das Internet und filtert so gut wie alle Google-Seiten und -produkte, Pornografie und andere Dinge heraus, die den chinesichen Zensoren ein Dorn im Auge sind. Da alles erst einmal gefiltert wird, macht es selbst schnelle Internetverbindungen lahm, sobald Daten "von draussen" angefordert werden. Eine gute Nachricht gibt es aber: Auch wenn Google von China verteufelt wird, WhatsApp funktioniert, so dass man einen gewissen Kontakt über das Internet zum Rest der Welt halten kann. Auch Skype funktioniert.

Trotzdem ist WhatsApp in China eher ungebräuchlich, man verwendet WeChat, das meiner Meinung nach sogar besser als WhatsApp ist. Es hat deutlich mehr Funktionen, u.a. "Personen in der Nähe", "Shake" (Man schüttelt seine Handy, um Kontakt zu suchen, und bekommt das Profil von jemandem angezeigt, der irgendwo auf der Welt zur gleichen Zeit das Handy schüttelt) und ein kleine persönliche Seite im Profil genannt "Moments", wo man für seine Freunde Fotos, Kommentare und Links posten kann. Eine Art integriertes Mini-Facebook.

Ich habe WeChat heute immer noch parallel zu WhatsApp auf meinem Smartphone, um Kontakt zu meinen chinesichen Freunden zu halten.

 

 

8 Smartphone App: "Explore Shanghai" hilft bei der orientierung im Metro Netz8 Smartphone App: "Explore Shanghai" hilft bei der orientierung im Metro Netz

ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR

Ich ziehe das jetzt von der Themenauswahl etwas chronologisch geordnet auf, um eine Struktur hineinzubekommen: Ist man einmal im Hotel angekommen, hat was gegessen und traut sich auf die Strasse, möchte man meist in die (Innen-)stadt gelangen. Um sich bei Sightseeing und Shoppingnoch ein wenig auf den Beinen zu halten, bevor man abends den Strapazen des Fluges und des Jetlags erliegt.

Sich in Shanghai fortbewegen ist einfach und günstig: Viele Hotels bieten kostenlose, regelmäßige Shuttle-Busse in die Innenstadt an. Auch ein Taxi macht einen nicht arm wie in Deutschland. Dafür sind es aber oft schlecht gewartete, alte Schrottkisten in Form älterer, ausgelutschter VW Santana 2000 und 3000, die es so in Europa nie gab (Santana 1 eingestellt 1988). Das einzige, was an diesen Kisten zuverlässig funktioniert, ist die Motorkontroll-Leuchte :). Aber auch ein paar wenige neuere VW Touran sind unterwegs und in deutlich besseren Zustand.

Worauf ich aber eigentlich hinauswollte, ist die Shanghai Metro. Mit diesem dichten U-Bahn-Netz kann man in akzeptabler Zeit und sehr günstig (für umgerechnet nicht einmal EUR 1,50) von einem Ende vom großen Shanghai zum anderen Fahren. Eine sinnvolle Einrichtung: So halten die Chinesen auch den weniger wohlhabenden Teil der Bevölkerung mobil. Man kann mit der Metro praktisch jeden Teil von Shanghai erreichen, und wenn man sich den Namen "seiner" Heimatstation merkt als Ausländer, findet man immer wieder "nach Hause". Dies macht einen als Besucher unheimlich "mobil" und erkundungsfreudig. Unterstützt von der genialen App "Explore Shanghai", die das gesamte Metro-Netz abbildet und selbst offline den Weg und die Kosten darstellt, um eine bestimmte Station im Netz zu erreichen, macht das Erkunden von Shanghai wirklich Freude.

Sämtliche Schilder an den Stationen, auch die Stationsnamen, sind in Chinesisch und Englisch ausgeführt, ebenso die Ankündigungen im Zug.

Das Netz umfasst derzeit 16 Linien, ist aber weiter im Ausbau, ebenso wie Shanghai selber.

So, und zur Metro habe ich jetzt endlich auch mal mehrere Bilder. Ich bitte, die teils sehr schlechte Bildqualität zu entschuldigen: Die Bilder wurden bei sehr schlechten Lichtverhältnissen mit dem Smartphone gemacht ... :( Auch die Bildformate sind ziemlich durcheinandergekegelt, weil ich nicht nur eigene Bilder verwende, sondern auch die von den Smartphones meiner mitreisenden Freunde und Kollegen.

 

9.1 Hangjin Road Station von aussen bei Nacht9.1 Hangjin Road Station von aussen bei Nacht9.2 Hotelfenster: Zug kurz vor Hangjin Road Station9.2 Hotelfenster: Zug kurz vor Hangjin Road Station9.3 Hangjin Road Station von innen9.3 Hangjin Road Station von innen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9.4 Hangjin Road Station: Die Bahn kommt9.4 Hangjin Road Station: Die Bahn kommt9.5 Jufeng Road Sation: Bahnsteig9.5 Jufeng Road Sation: Bahnsteig9.6 Jufeng Road Station: Blick aufs Schienennetz9.6 Jufeng Road Station: Blick aufs Schienennetz

9.7 Hangjin Road Station: Blick auf die Strasse9.7 Hangjin Road Station: Blick auf die Strasse9.8 Jufeng Road Station: Ausgang Richtung Linie 129.8 Jufeng Road Station: Ausgang Richtung Linie 129.9 Jufeng Road Station: Der letzte Zug spät abends9.9 Jufeng Road Station: Der letzte Zug spät abends

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9.10 East Nanjing Road: Eines von vielen Hinweisschildern zum nächsten Metro Eingang9.10 East Nanjing Road: Eines von vielen Hinweisschildern zum nächsten Metro Eingang9.11 Century Avenue: Pfeile auf dem Boden signalisieren die Ein-/Aussteigelogik wie an allen Stationen: In der Mitte strömen die Austeigenden raus, an den Seiten wird zugestiegen. Das System funktioniert. Außer auf dem Bild: Niemand steigt gerade aus.9.11 Century Avenue: Pfeile auf dem Boden signalisieren die Ein-/Aussteigelogik wie an allen Stationen: In der Mitte strömen die Austeigenden raus, an den Seiten wird zugestiegen. Das System funktioniert. Außer auf dem Bild: Niemand steigt gerade aus.9.12 Century Avenue Station: Normales Gewühl beim Einsteigen9.12 Century Avenue Station: Normales Gewühl beim Einsteigen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

STRASSENVERKEHR

Das Verkehrsverhalten der Shanghai-Chinesen möchte ich wie folgt zusammenfassen: "Jeder tut 1 bis 2 Sekunden vor dem Zusammenprall alles Erdenkliche, um einen Unfall zu verhindern". Davor allerdings herrscht Faustrecht. Rote Ampeln werden zwar weitgehenst beachtet (es sei denn, man hat es eilig) aber weitere Verkehrsregeln scheint es nicht zu geben. Man fährt, wann und wo sich gerade Platz bietet, links vorbei oder rechts vorbei. Ist kein Platz, versucht man sich welchen zu schaffen, indem man andere höflich aber nachdrücklich abzudrängen versucht. Hupe und Lichthupe sowie die Größe des Fahrzeugs (vielleicht stehen Chinesen deshalb so auf fette Autos und SUVs) unterstützen bei diesem Vorhaben. Hupgeräusche sind im Shanghai allgegenwärtig. Manche scheinen schon rein prophylaktisch zu hupen, wenn sie nur auf ein Kreuzung zu fahren, einfach nur um sich und ihren Anspruch auf störungsfreie Passage frühzeitig anzukündigen.

Das klingt jetzt praktisch nach Krieg auf den Straßen, aber es ist ein sehr emotionsloser Krieg.

Ich habe unsere Fahrer immer wieder beobachtet, während sie drängelnd und hupend andere Fahrzeuge zur Seite schoben: sie verziehen dabei kein Miene, bleiben völlig entspannt, gucken sogar nebenbei noch aufs Smartphone. Niemand regt sich auf, niemand gestikuliert oder flucht vor sich hin, auch die Abgedrängten passen sich stoisch an ihren neuen Platz in der momentanen Hackordnung an. Hupen heisst hier nicht "Verpiss Dich, Du Ar***" oder "ich bin mit Deiner Fahrweise nicht einverstanden" wie bei uns, sondern "bitte, ich muss hier mal durch, das verstehst Du doch sicher" oder aus etwas Entfernung vielleicht noch "Hallo, hier komm ich und ich habe nicht vor, für irgend jemanden zu bremsen."

Als Fußgänger, zumindest wenn man als Nordeuropäer ein gewisse Einhaltung der Verkehrsregeln gewohnt ist, lebt man beim Überqueren von Strassen recht gefährlich. Findet man einen der gar nicht so seltenen Zebrastreifen, sollte man sich keinesfalls der Illusion hingeben, dass irgendein Fahrzeug auch nur die Geschwindigkeit verringert, wenn man ihn betritt. Die Streifen bedeuten gar nichts. Eine grüne Fußgängerampel hat etwas mehr Gewicht, aber auch hier wird man schon mal angehupt.

Richtig gefährlich wird es jedoch mach Einbruch der Dunkelheit. Autos ohne Licht sind relativ selten (aber deutlich häufiger als bei uns) aber die ganzen Elektroroller.... man hört sie nicht, und da sie auch ihr Licht nicht anmachen um Strom zu sparen und ihre Reichweite zu verlängern, sind sie praktisch nicht wahrnehmbar.

Ich kann nur jedem Fußgänger nachts in Shanghai empfehlen, der gerade die Straße überquert: Hupt es aus der Dunkelheit, denke nicht darüber nach, versuche nicht, die Geräuschquelle zu finden. Spring einfach rückwärts zurück auf den Bordstein, wenn Dir Deine Gesundheit lieb ist.

Das klingt wild, aber die Shanghai-Chinesen können offenbar damit umgehen. Obwohl praktisch alle Autos sichtbare Kampfspuren haben, habe ich in den vielen Wochen hier nur 2 relativ harmlose Unfälle (Blechschäden) gesehen.

Polizeiwagen mit Blaulicht (bzw. Rot/Blau Licht) sieht man zwar sehr oft, aber das heißt nichts: die haben die das Einsatzlicht permanent an. Am Anfang habe ich mich gewundert, warum sie an roten Ampeln stehen bleiben und niemand Platz macht. Aber erst wenn die Sirene (American style) erklingt, ist es wirklich ein Einsatz.

Der Strassenverkehr in Shanghai hat aber auch eine ruhigere Seite, nämlich an Wochenenden und außerhalb der Rush-Hour. Dann wirken die Straßen oft richtig leer, was mit daran liegen mag, dass sie Teilweise bis zu 5 Spuren pro Richtung haben. Aber auch daran, dass lange nicht jeder ein Auto hat: Während die Auto-Preise sich umgerechnet gar nicht mal so sehr von denen bei uns unterscheiden, kostet die Zulassung bzw. ein Nummernschild mal locker zwischen umgerechnet 2.000 und 3.000 EUR. Wenn man denn eines ergattert, denn die werden vom Staat versteigert.

 

NÜTZLICHES UND WENIGER NÜTZLICHES ZUSATZWISSEN :D, UNGEORDNET

  • In China feiert man kein Weihnachten und auch kein Sylvester. Stattdessen gibt es im ersten Quartal das "Chinese New Year". In 2016 wurde am 08. Februar das Jahr des Affen begonnen, es hat das Jahr des Schafes abgelöst. In der Geschäftwelt verwendet man aber unseren Kalender und das Jahr 2016 (ohne Zusatz "Jahr des Affen" :D )
  • Dem derzeitgen Kurs nach entspricht ein 1,00 EUR ungefähr 7,25 CNY. Die chinesische Währung heißt offiziell "Yuan", wird aber meist nur "Renminbi" bzw. englisch ausgesprochen: RMB (gesprochen: "Ahr Emm Bih") genannt.

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Sat Jun 11 14:10:12 CEST 2016    |    Celsi    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: 8S/FV, Antenne, Audi, Außenantenne, Autotelefon, Bauchladen, Bin Laden, Bluetooth, Durchladen, Empfang, Empfangsverstärker, Fahrzeugantenne, induktiver Antennenabgriff, induktives Laden, kabelloses Laden, Kein Netz, Ladeschale, Phonebox, QI, Signalstärke, Smartphone, Stand der Technik, TT, TTS, wireless charging

Hallo zusammen,

 

lange hat's gedauert bis zum Teil 2, aber in Job und Privatleben geht es zur Zeit echt rund bei mir. Die Grippe musste mich nun mal an die Wohnung fesseln, damit ich dies hier endlich fertig schreiben konnte. Vom angekündigten Shanghai-Artikel mal ganz zu schweigen, an dem gibt es seit Monaten kein einziges Wort Fortschritt - leider :(

 

Also, meine Phonebox kann nun induktiv laden - mit einem Eigenbau. Im folgenden stelle ich nun vor, wie ich es gemacht habe, und beginne mit der ...

 

EINKAUFSLISTE

1 Innenleben der Ladeschale1 Innenleben der Ladeschale1. Ladeelektronik plus Ladespule

Hier habe ich mich für folgendes Modell einer fertigen Ladeschale entschieden, um ihr dann die notwendigen Teile zu entnehmen: klick. Falls der Link irgendwann nicht mehr funktioniert: Der EBAY-Shop heißt "Shoptronics24".

Warum ausgerechnet dieses Teil?

  • Geringer Preis, geringes "Lehrgeld", wenn was schief geht
  • Schale ist easy zu öffen und die Innereien sind leicht zu entnehmen
  • Die Ladespule und die Platine sind beide nur etwas über 2mm dick. Im Boden der Phonebox steckt auf die Spule für den induktiven Antennenabgriff. Ich will so wenig wie möglich (Abstand, aber auch mglw. abschirmende Elektronik) zwischen meinem Handy und dem Antennenabgriff haben. Die Nachrüstung des induktiven Ladens soll die empfangsverbessernden Eigenschaften der Phonebox (siehe Teil 1 dieses Artikels) so wenig wie möglich beeinflussen.
  • Ich habe dieses Gerät auch bewußt den deutlich schneller ladenden, 3spuligen und leistungsstärkeren Versionen vorgezogen. Abgesehen davon, dass diese merklich dicker sind, erzeugen sie auch ein deutlich kräftigeres Magnetfeld. Neben einer größeren Wärmeentwicklung in der nicht belüfteten Phonebox kann zumindest in der Theorie ein so starkes Magnetfeld die Empfangseigenschaften der Phonebox empfindlich stören. Der Antennenangriff erfolgt schließlich auch magnetisch/induktiv über eine Spule im Phonebox-Boden. Nachgewiesen habe ich die Verschlechterung aber nicht.
  • Die Kehrseite dieser Vorsicht: Das Handy wird relativ langsam geladen, mit ca. 30% pro Stunde. Aber der Zweck meines 2 Fertige Ladeplatte, (bitte aufzoomen!)2 Fertige Ladeplatte, (bitte aufzoomen!)Umbaus ist auch in erster Linie, dass das Handy sich während längerer Fahrten nicht übermäßig leert. Wenn es pro Stunde noch 30% Ladung dazu bekommt: Ziel erreicht.

2. Kurzes (15cm) USB-Kabel, doppelt gewinkelt

Drauf achten, dass der große USB-Stecker so gewinkelt ist, dass der Kabelabgang in Richtung Fahrzeugheck zeigt, wie z.B. bei diesem hier: klick. Das der Ladeschale beiliegende Kabel ist für uns ungeeignet.

3. Balsaholzplatte

Mindestens 9cmx15,5cm (Bodenmaß der Phonebox), 2,5mm dick, einfach zu beziehen über EBAY.

4. Ein Blatt dünne Pappe

Mindestens 9cmx15,5cm (Bodenmaß der Phonebox), dienst als dünne Grundplatte, auf der alles aufgebaut wird. Habe die Rückseite eines Schreibblocks genommen.

5. Weiterhin:

Lötzeug, 20cm 2adriges Kabel 0,5quadrat, Schrumpfschlauch in richtiger Größe für je 1 Ader Kabel oder behelfsweise Isolierband, Klebstoff (z.B. Pattex 100%), Cuttermesser mit frischer Klinge, Schere, Schleifpapier 240er Körnung, Filzstift, etwas Klettband, Lineal

 

FERTIGUNG

Ich habe keine Einzelbilder zur Anfertigung, nur zum Endresultat, siehe Bild 2 (aufzoomen für Details). Es ist jedoch nicht sonderlich kompliziert, ich werde es in Worten schildern.

1. Ein Stück aus der Pappe herausscheiden (Schere), exakt 9cmx15,5cm

2. Ein Stück aus dem Balsaholz herausscheiden (Cuttermesser), exakt 9cmx15,5cm. Die Ecken leicht mit dem Schleifpapier anrunden, damit es besser in die Phonebox passt. Die Schnittkanten ebenfalls mit Schleifpapier leicht abfahren und von Fasern und Spanresten säubern.

3. Die gekaufte Ladeschale öffen (ist nur geklippst), Platine und Ladespule auf Ferrit-Platte rausnehmen. Die beiden Kabel von Platine zu Spule ca. in der Mitte durchtrennen. Vorher eines der Kabel mit Stift markieren, damit man später noch weiß, welche Kabelenden zusammengehören.

4. Genauen Mittelpunkt der Balsaholzplatte mit Lineal ermitteln und anzeichnen. Spule auf Ferritplatte mittels Loch in der Mitte der Ferritplatte genau mittig auf der Holzplatte ausrichten, dann mit Filzstift Außenrand abfahren und Kreis anzeichnen.

3 Fertige Ladeplatte, mit OEM-Matte darüber3 Fertige Ladeplatte, mit OEM-Matte darüber5. Mit dem Cuttermesser den Kreis aus dem Holz rausschneiden, hier kommt später die Spule rein, siehe Bild 2. Mit Schmirgelpapier den kreisrunden Ausschnitt so lange nachbearbeiten, bis die Spule auf der Ferritplatte mühelos da rein passt.

6. Von diesem kreisrunden Auschnitt einen "Kanal" schneiden bis zu einer der schmalen Längsseiten der Holzplatte. Hier kommt später das Kabel rein, Bild 2 genau ansehen zum besseren Verständnis. Der "Kanal" ist im Bild aber leider schon mit den Papp-Stückchen von oben verdeckt. Das Kabel muss bequem in den Kanal passen!

7. Bearbeitete Holzplatte nun mit geeignetem Klebstoff auf die Papp-Grundplatte kleben.

8. Abgeschnittene Kabelende von Platine Ablöten, dann Platine und Spule mit neuem 2adrigem Kabel neu verbinden (löten). Die Kabellänge so bemessen, dass die Platine ca. 7-8cm entfernt von der Holzplatte entfernt angebracht werden kann (Siehe Bild 2). Darauf achten, die Kabelenden wieder richtig zu verbinden (nicht verpolen, auf die vorher angebrachten Markierungen achten!) Die Lötstellen mit Schrumpfschlauch überziehen, zur Not auch mit Isolierband.

Das Kabel mit den isolierten Lötstellen sollte immer noch perfekt im Kabelkanal untergebracht

werden können, sonst Kanal mit Cuttermesser verbreitern!

4 Geringe Bauhöhe der Konstruktion4 Geringe Bauhöhe der Konstruktion9. Optional: Den Kabelkanal mit dünner Pappe von oben zukleben (siehe Bild 2), um das Kabel darin zu fixieren, ohne das Kabel selbst festzukleben (Austauschbarkeit bei Defekt).

10. Einsetzen in die Phonebox, passt die Grundplatte in die Bodenöffnung? Bei Bedarf mit Schleifpapier Material wegnehmen, bis sie perfekt passt.

11. Platine nun mit Klettband an ihrer glatten Rückseite an der hinteren (dem Heck zugewandten) Seite der Phonebox fixieren. Klebestelle vorher entfetten. Der USB-Port der Platine sollte der Beifahrerseite zugewandt sein und noch genügend Platz zur beifahrerseitigen Wand der Phonebox haben, so dass der abgewinkelte Stecker des USB-Kabels reinpasst. USB-Kabel besser vor Ankletten der Platine schon einstecken, dann passt es garantiert.

12. USB-Kabel in USB-Port in Phonebox einstecken und am Rand über oder unter der Platine "unsichtbar" verlegen (siehe nachfolgende Fotos)

13. Funktionstest, Gummimatte drüber, fertig.

 

ERGEBNIS

Im Idealfall und bei sauberer Arbeit sieht man von der Nachrüstung gar nichts. Die Platine oder das USB-Kabel sind nur zu sehen, wenn man die Nase bzw. bei den nachfolgenden Fotos die Kamera direkt in die Box hält.

Die Platine ist sehr dünn (bis auf den USB-Port, den man wohl hätte auslöten müssen), sie hätte theoretisch auch mit in die Bodenplatte gepasst, der Platz wäre da. Ich habe mich erneut wegen dem Antennenabgriff im Phonebox-Boden dagegen entschieden, und weil es auf der Platine 2 Kontroll-LEDs gibt:

- Rot für "betriebsbereit",

- Blau für "lädt".

Unter der Gummimatte sähe man nichts mehr von den LEDs. Aber bei meiner Methode der Anbringung leuchten die LEDs die Phonebox in der jeweiligen Farbe aus, und selbst am hellichten Tag sieht man die Reflektion der LED im Griff des Phonebox-Deckels (siehe Bild 7). Das war nicht so vorhergesehen/geplant, erfreut mich deshalb aber umso mehr.

 

Weder Kabel noch Platine stören beim Einlegen oder Entnehmen des Smartphones.

 

Und nun Bilder von der fertigen Arbeit. Leider ohne Smartphone in der Box, denn mit dem mache ich die Fotos :)

 

5 In der Phonebox, noch ohne Matte. Die Platine ist an die vordere Stirnwand geklettet, die rote Bereitschafts-LED leuchtet schon5 In der Phonebox, noch ohne Matte. Die Platine ist an die vordere Stirnwand geklettet, die rote Bereitschafts-LED leuchtet schon6 In der Phonebox, mit Matte. Man kann ein wenig die Kabelführung des abgewinkelten USB-Kabels erkennen6 In der Phonebox, mit Matte. Man kann ein wenig die Kabelführung des abgewinkelten USB-Kabels erkennen7 Von außen sieht man gar nichts - außer die hilfreiche Reflektion der Status-LED (hier rot, bei Laden blau) im Chromgriff des Deckels (optimal!)7 Von außen sieht man gar nichts - außer die hilfreiche Reflektion der Status-LED (hier rot, bei Laden blau) im Chromgriff des Deckels (optimal!)

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Wed May 04 20:12:52 CEST 2016    |    Celsi    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: 8S/FV, Antenne, Audi, Außenantenne, Autotelefon, Bauchladen, Bin Laden, Bluetooth, Durchladen, Empfang, Empfangsverstärker, Fahrzeugantenne, induktiver Antennenabgriff, induktives Laden, kabelloses Laden, Kein Netz, Ladeschale, Phonebox, QI, Signalstärke, Smartphone, Stand der Technik, TT, TTS, wireless charging

1 - Phonebox im TT vor Wahlhebel1 - Phonebox im TT vor Wahlhebel

WAS BITTE IST EINE PHONEBOX?

Nein, das ist nicht die Rückkehr der Telefonzelle auf Neudeutsch :) Es ist (im TT) eine Mulde mit Schiebedeckel anstelle des Aschenbechers, in der man das Smartphone ablegt. Im Boden der Box ist eine Art Antenne verlegt, die die Signale vom und zum Smartphone aufnimmt, und über einen Verstärker von/zur Fahrzeug-Außenantenne weiterleitet. Damit wird das Problem gelöst, dass man im Auto in einem faraday'schen Käfig sitzt, in dem "der Empfang" stark eingeschränkt ist.

 

2 - China-Ladeschale und Innenleben2 - China-Ladeschale und Innenleben

WARUM IST DAS EINEN ARTIKEL WERT?

Seit Audi induktives Laden in der Phonebox für den TT ab Modelljahr 2017 angekündigt hat, bin ich leicht verstimmt, dass ich mit MJ 2016 diese Technik verpasst habe. Denn mein Samsung Galaxy S7 kann induktiv geladen werden. Das kabelgebundene Laden wäre zwar auch eine Option, aber die hat Audi ja vermurkst: Zwar gibt es in der Phonebox gleich 2 USB-Ports, von denen einer sogar ausdrücklich zum Laden vorgesehen ist, aber herkömmlich große Smartphones passen mit eingestecktem Ladekabel leider nicht mehr vernünftig in die zu klein geratene Phonebox.

Also bleibt als vernünftige Lösung nur das Nachrüsten des induktiven Ladens. Funktionierende Lade-Pads für dieses "wireless charging" nach "QI-Standard" gibt es in EBAY aus China schon für einen 10er, was wohl daran liegt, dass nicht viel drin ist (siehe Bild 2). Diese flache Geraffel sollte sich doch problemlos in den Boden der Phonebox integrieren lassen, sollte man meinen. Eigentlich bin ich nicht mal der erste mit dieser Idee - User @elektrostapler hat das in diesem Thread schon realisiert und vorgestellt.

Daraufhin hatte ich Bedenken geäußert, nämlich dass der induktive Antennen"empfang" unter der dazwischenliegenden induktiven Ladespule leidet, weil diese abschirmt bzw. im aktiven Modus sogar "dazwischenfunken" könnte. Das wollte ich heute mal genauer wissen, und habe es ausprobiert. Praktischerweise beantwortet dieser Test auch gleich die allgemeinere Diskussion/Frage, ob die Phonebox überhaupt was bringt oder eher dem "Techno-Voodoo" zuzuordnen ist.

 

3 Mobile Signal App Screenshot3 Mobile Signal App Screenshot

DIE MESSERGEBNISSE

Die Messungen sind natürlich mit Laien-Mitteln ausgeführt. Das heißt, ich habe den Wagen an eine mir bekannte Stelle gefahren, wo der "Empfang" ziemlich auf der Kippe steht. Zum messen der Signalstärke kam auf meinem Samsung Galaxy S7 die Android-App "Mobile Signal" zum Einsatz (siehe Bild 3)

 

Test 1: Signalstärke mit dem Handy neben dem Auto stehend, Hand deckt Smartphone-Rückseite nicht ab für optimalen Empfang:

-103 bis -99db, was in der App (Farbscala) so gerade nicht mehr roter Bereich ist, und 1 (wackeligen) Balken von 5 in der Balkenanzeige des Smartphones bedeutet.

 

Test 2: Signalstärke des Handys im Auto, auf dem Beifahrersitz liegend:

-105db bis -103db, alles "roter Bereich" und kein Balken, am Rande von "kein Netz".

 

Test 3: Signalstärke des Handys in der Phonebox, ohne QI Ladeeinrichtung dazwischen, Zündung aus:

-103db bis -99db, 1 Balken, kaum besser als auf dem Sitz

 

Test 4: Signalstärke des Handys in der Phonebox, ohne QI Ladeeinrichtung dazwischen, Zündung an.

Stabile -95 bis -93db, was bis zu 4 von 5 Balken sind!

 

Test 5: Signalstärke des Handys in der Phonebox, mit QI Ladespule dazwischen, Zündung an:

-95db und 3 Balken, manchmal kam der 4. Balken (-93db) kurz hinzu, und ging beim nächsten Messzyklus wieder.

 

FAZIT

1. Die Phonebox bringt bei eingeschalter Zündung (was wahrscheinlich "eingeschalteter Antennenverstärker" bedeutet) einen deutlichen "Emfangs"zuwachs.

2. Die dazwischenliegende Ladespule beeinträchtigt den "Empfang" nur marginal, falls der geringe Unterschied nicht ohnehin auf andere Einflüsse zurückzuführen ist (das war halt kein Test unter Laborbedingungen).

 

Ich hoffe, die Ergebnisse sind interessant für Euch. Teil 2 wird meine Umsetzung der Integration der Ladespule in den Phonebox-Boden dokumentieren.

 

Viele Grüße,

Celsi

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Thu Apr 28 19:38:35 CEST 2016    |    Celsi    |    Kommentare (27)    |   Stichworte: 8S/FV, Audi, Audi Service, Beschädigungen, Murks, Pfusch, Stand der Technik, TT, Umgang mit Kundeneigentum, Werkstattqualität

So, nun muss ich noch mal einen kleinen Hass-Artikel dazwischenschieben ... ohne viele Bilder, ohne tolle Formatierung ... ich muss mich einfach nur entladen.

 

Heute morgen habe ich meinem langjährigen Audi-Service Autohaus die lange überfällige rote Karte gezeigt... Nachdem ich den nun neuen TTS (vorher meinen TT, davor meinen A3) zum x-ten Male mit neuen Beschädigungen aus einer Reparatur zurückbekommen habe.

 

- 5 tiefere Kratzer im Schweller, wahrscheinlich durch achtloses Einsteigen und schrammen des Schuhs über der Schweller. Der TT ist ja schon ungewohnt, wenn man nur das Einsteigen in "normale" Limousinen gewohnt ist...

Noch vor Ort habe ich den Meister darauf angesprochen, der eigentlich ein freundlicher und ehrlicher Mensch ist und gar nicht erst irgendwas abstritt. Er bot mir an, das rauspolieren zu lassen ...

Von wegen! Die Kratzer waren relativ tief und der Schweller ist aus Kunststoff. Wenn da irgendein Werkstattfuzzi eine Rotationsmaschine in die Hand nimmt und schnell-schnell zum Erfolg kommen will, habe ich danach sicher Hitzeschäden am Schweller (Kunststoff leitet die Reibungshitze des Polierens nicht ab). Dann wird der ganze Schweller getauscht, und ausser der Freude über zusätzliche Werkstattzeit habe ich dann wahrscheinlich noch die berüchtigten Farbabweichungen am Hals, die dann wiederum "Stand der Technik" sind.

Dann lieber selbst ran, aber ich habe die Kratzer mit meiner Maschine nicht rausbekommen, sie sind zu tief. Am Wochenende gehe ich da mit Nass-Schliff ran (ja, ich weiß was ich tue, ich bereite (oft auch sehr mitgenommene) Autos seit 2008 auf).

 

- Die Tür ist über dem Türgriff voller Swirls, der Lack sieht in der Sonne an dieser Stelle aus wie eine Eislaufbahn. Der Rest der Tür einwandfrei (der Wagen ist praktisch neu und in den Händen eines Pflegefreaks), nur auf einem kuchentellergroßen Bereich sind Spuren wie 6 Jahre lang jeden Samstag Waschlage. Dort haben sie wahrscheinlich irgendwas mit einem dreckigen Putzlumpen vom Lack gewischt. Ein Fall für den Aufbereiter ... gut, dass ich einer bin.

 

In der Lederwange am Fahrersitz ist nun ein große, tiefe Falte. Bisher war das Leder eigentlich relativ faltenfrei, aber wenn mann sich seitwärts auf den Sitz setzt (Beine zur Tür raus), quetscht man die Wange des Sitzes nach unten zusammen und diese Falte entsteht. Ja, Leder bekommt immer Falten mit der Zeit. Aber warum muss mein Fahrersitz bei nicht mal 3.000km auf der Uhr aussehen wie mit 50.000km auf der Uhr? Ich steige immer vorsichtig ein und sitze nie seitwärts auf dem Sitz, weil ich weiß, was dann passiert. Und Audi-Mechaniker wissen es nicht ?! Oder es ist ihnen einfach nur scheissegal ....

 

So, das waren die Auslöser für meinen nun erfolgten Abgang dort. Der Servicemitarbeiter nannte das "Arbeitsspuren", die nicht auszuschließen sind, auch nicht in der Zukunft. Er kann nicht mehr tun als seine Mechaniker zur Sorgfalt anzuhalten, er kann sie nicht ständig überwachen.

Klartext: Er hat sie nicht im Griff. Auf Wiedersehen.

 

Weitere Highlights der Vergangenheit: (Autos vor dem jetzigen gelben TTS)

 

- Motorabdeckung stark verkratzt auf Oberseite, weil mit der Oberseite auf den Boden ... gelegt? geworfen? Keine Ahnung, ich war nicht dabei, ich kenne nur das Ergebnis.

- Wagen nicht mehr fahrbereit nach Lampentausch hinten, wurden wohl mehrere Drähte beim Abziehen eines Steckers mit vom Stecker abgezogen und falsch wieder eingepinnt *brizzel*

- Wagen nicht mehr fahrbereit nach Xenon einstellen: Im Laufe der Prozedur wurde ein ABS-Sensor (fragt mich nicht, wie) gekillt, der nicht auf Lager war.

- Kriege meinen Wagen mit frisch lackierten Innenkotflügeln zurück (zu sehen am mit einlackierten Abklebeband): Beim Wechsel des Zweimassenschwungrades ist wohl irgendwas draufgefallen. AUF BEIDE ?! Das Rätsel habe ich nie gelöst.

- und zum Schluß das Highlight: Hole den Wagen im Dunklen von der mehrtägigen Reparatur ab. In der ersten Kurve poltert was im Beifahrerfußraum. Ich halte an, mache die Innenbeleuchtung an ... liegt dort ein leeres 5-Liter Bierfass. Muss ich erwähnen, dass es nicht meines war ?!

Als ich mit dem Teil zurück zur Reparaturannahme kam und ich das Fass auf den Tresen knallte, dachten die erst, ich wolle sie beschenken. Bis sie dann merkten, dass es leer war und mich fragten, was damit sei. Ich fragte zurück, woher ich das wissen sollte, und dass es in meinem Fußraum lag ... (verständnisloser Blick) ... und dass ich kein Bier trinke. Langsames Verstehen, Entgegennahme des Fasses, aber keine Erklärung.

 

Mein neuer Händler ist nun ein großes, bekanntes Autohaus mit ausgezeichntem Ruf unter meinen audifahrenden Kollegen im weiteren Umkreis (Spindler in Kitzingen). Ich muss zwar 45km (eine Strecke) fahren, aber ich habe ein gutes Gefühl, mein Auto unbeschädigt zurückzubekommen - es kann ja nur besser werden.

 

Das besagte Autohaus werde ich übrigens namentlich nicht nennen (und bitte auch die "Detektive" unter Euch, es in den Kommentaren nicht zu tun) - ich will seinen Ruf nicht schädigen. Und außerdem: Ersatzteile traue ich mich da noch zu kaufen, dafür muss ich keine 45km fahren :)

 

Ahhhh, tat das gut.

Danke für's zuhören ;)

 

Celsi

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Sun Apr 17 20:00:10 CEST 2016    |    Celsi    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: 8S/FV, Ablaufeffekt, Abperleffekt, ANGELWAX, Audi, Fahrzeugpflege, Frontscheibe, GTECHNIQ, H2GO, Ombrello, Rain-X, Repellant, REVIEW, Scheibenversiegelung, Scheibenwischer, TT, Windschutzscheibe

Hallo zusammen,

 

manch einer mag sich gewundert oder auch Erleichterung :) verspürt haben, dass hier fast 2 Monate "Sendepause" war. Ich bin einfach zu nichts mehr gekommen, Beruf, Auto und Privatleben fordern einen großen Teil meiner Zeit ein. Aber ich war trotzdem nicht untätig: Ich arbeite an einem langen Artikel über Shanghai, wo ich große Teile von 2015 zugebracht habe, aber das Text-Monstrum ist erst zu 2/3 fertig und trotzdem schon länger als jeder Artikel, den ich je veröffentlicht habe. Da rollt also noch was auf Euch zu :D

Bis dahin schiebe ich noch diesen und möglicherweise einen weiteren kleineren Artikel dazwischen.

 

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SCHON WIEDER EIN REVIEW ZU EINER GLASVERSIEGELUNG?

Im Januar hatte ich doch erst das ANGELWAX H2GO Ultimate Rain Repellant auf meinem Corsa getested. (Link zum Artikel). In den Kommentaren zu diesem Artikel wurde aber (zurecht) die kurze Standzeit (ca. 3 Wochen) des H2GO bemängelt und mir das GTECHNIQ G1 von Kollege AMenge ans Herz gelegt: Eine Empfehlung, der ich gefolgt bin. Ich habe nun endlich die Zeit gehabt, es auch mal zu verarbeiten, und dabei habe ich fleißig Fotos gemacht und will auch noch ein paar Worte dazu schreiben.

Das Produkt habe ich bei autopflege24.net gekauft für knapp 15 EUR. Wenn es die Standzeit von mehr als einem Jahr, die durch das Netz schwirrt, wirklich erreicht, ist es diesen Betrag wert. Auf meinem Schönwetterauto müßte es eigentlich noch einmal deutlich länger halten. In 2 Jahren weiß ich mehr ... :D :D :D

 

NUTZEN

Im Grunde macht eine Scheibenversiegelung das Gleiche wie eine Lackversiegelung: Sie weist Wasser ab. Nur dass sie chemisch darauf ausgelegt ist, auf Glas (eine Weile) zu halten. Die wasserabweisende Eigenschaft äußert sich im Stand und bei niedrigen Geschwindigkeiten durch Perlenbildung ("Beading"), bis immer mehr Wasserzufuhr durch den Regen die Perlen so sehr anfüttert, das sie zu schwer werden und ablaufen. Dies bewirkt schon im Stand einen gewissen Selbstreinigungseffekt während z.B. einer Regennacht. Ab einer gewissen Geschwindigkeit sorgt der Fahrtwind dafür, dass alle Tropfen, auch die kleineren, kontinuierlich von der Windschutzscheibe nach oben hin ablaufen. Jede Perle, die abläuft, nimmt alle weiteren auf Ihrem Weg nach oben hin mit, funktioniert also wie einer von Hunderten kleiner Scheibenwischer. Ab dieser besagten Geschwindigkeit kann man also auf den Einsatz der Scheibenwischer verzichten - die ablaufenden Wasserperlen arbeiten praktisch genauso gut.

Das schont die Scheibe, die Scheibenwischer und den Geldbeutel. Selbst in der Stadt nutze ich die Scheibenwischer kaum noch, denn auch durch stehende oder langsam ablaufende Wasserperlen kann man schon gut sehen.

Schutz gegen Steinschlag bietet eine Scheibenversiegelung entgegen einiger Gerüchte übrigens nicht mal ansatzweise.

 

VORARBEITEN

2 - Wischer in Servicestellung2 - Wischer in Servicestellung1 - Ausführliche Gebrauchsanweisung von autopflege24.net1 - Ausführliche Gebrauchsanweisung von autopflege24.netDa ich das G1 noch nie zuvor angewendet habe, kam mir die Angewohnheit von autopflege24.net, alle etwas komplizierter zu verarbeitenden Produkte mit einer detailierten Gebrauchsanleitung zu versehen, sehr entgegen. Bis auf das Kneten, das ich bei meiner pratisch neuen Frontscheibe überflüssig fand, habe ich sie genau befolgt.

Dann gab es da noch die kleine Hürde, rauszufinden, wie man beim TT/S die Scheibenwischer in "Servicestellung" bringt, damit man sie von der Scheibe abklappen kann. Ich habe mich durch sämtliche Menüs gearbeitet (da befand sich die Funktion beim letzten TT noch), brauchte jedoch im 4 - Vorbereitung: 3M Abklebeband, fester Schwamm und ZAINO Z-12 Glaspolitur4 - Vorbereitung: 3M Abklebeband, fester Schwamm und ZAINO Z-12 Glaspolitur3 - Vorreinigung mit z.B. MEGUIARS NXT Glass Cleaner3 - Vorreinigung mit z.B. MEGUIARS NXT Glass CleanerEndeffekt das Handbuch: Beim 8S/FV muss man nur 1x bei ausgeschalter Zündung den Lenkstockhebel für die Wischer kurz nach unten antippen, als wollte man einmalig wischen.

Nachdem die Wischer dann endlich oben waren, habe ich nach Anleitung mit Glassreiniger (MEGUIARS NXT Glass Cleaner) vorgereinigt und dann die angrenzenden lackierten Flächen mit 3M Masking Tape abgeklebt, um mit den Folgeprodukten nicht an den Lack zu kommen. Das war meine eigene Entscheidung, die Anleitung erwähnt Abkleben nicht.

Dann habe ich die Scheibe mit Glasspolitur poliert, um sie absolut rückstandsfrei zu bekommen. Ich habe dabei, weil die Scheibe 6 - ZAINO Z-12 Scheibenpolitur vor dem Abnehmen6 - ZAINO Z-12 Scheibenpolitur vor dem Abnehmen5 - Fensterränder abgeklebt5 - Fensterränder abgeklebtfast neu ist, auf den Einsatz einer meiner Poliermaschinen verzichtet und nur einen festen Schwamm verwendet. Mit einem Mikrofasertuch (Supermarktqualität, das ist okay auf Glas) habe ich die Politurrückstände dann wieder runtergewischt. Nun ist die Scheibe aber steril, oder? Nein, denn die Rückstände der Politur können vom trockenen Abwischen nicht 100%ig entfernt werden. Also war ein letzter Wisch mit einem stark entfettenden Mittel notwendig. Dazu kann man z.B. IPA (Isopropanol) verwenden, oder aber speziell für so etwas hergestellte Mittel wie den von mir verwendeten CARPRO Eraser.

8 - Sterile Scheibe8 - Sterile Scheibe7 - CARPRO Eraser zur Entfernung von Politurresten7 - CARPRO Eraser zur Entfernung von PoliturrestenDas Verarbeiten des Eraser habe ich wieder mit einem günstigen Mikrofasertuch vorgenommen, denn dem Glas der Scheibe tun die nichts. Nur auf Lack sollte man sowas nicht machen.

Das Ergebnis war eine fett- und politurrestefreie, nahezu sterile Scheibe. Und das ist gut so, denn auf Glas gilt für Versiegelungen das Gleiche wie auf Lack. Sie erreichen ihre maximale Standzeit nur, wenn nichts zwischen ihnen und dem Lack steht. Ein Fingerabdruck kann schon ein Problem sein.

 

 

 

10 - G1 auf der Scheibe aufgetragen, ablüftend10 - G1 auf der Scheibe aufgetragen, ablüftend9 - G1:Versiegelung G2:Abnahmehilfe9 - G1:Versiegelung G2:Abnahmehilfe

VERARBEITUNG DER SCHEIBENVERSIEGELUNG

Das G1 wird mit Schminkpads (Wattepads) auf die Scheibe aufgetragen, derer 4 liegen dem Produkt bei. Für mich war das genau die richtige Anzahl, denn laut Anleitung soll man für maximale Standzeit 3 Schichten auf die Frontscheibe auftragen, und danach blieb noch genau genug Restmenge für einen Durchgang auf der Heckscheibe. Solltet Ihr trotzdem Pads nachkaufen oder bei der Frau/Freundin klauen wollen, achtet drauf, dass da nicht irgendwelche Pflegezusätze wie z.B. "Baumwollöl" drin sind. Das kann u.U. tödlich für die Versiegelung sein.

Das G1 wird sehr sparsam angewendet, die Anleitung 12 - Das G2 und 4 Baumwolltücher liegen bereit für das finale Abnehmen12 - Das G2 und 4 Baumwolltücher liegen bereit für das finale Abnehmen11- Gut 10 Minuten Ablüftzeit pro Schicht bei > 15°C11- Gut 10 Minuten Ablüftzeit pro Schicht bei > 15°C

empfiehlt, das Wattepad auf die Flaschenöffnung zu drücken und die Flasche dann einmal kurz auf den Kopf zu kippen. Bei frischem Pad habe ich das immer an 3 Stellen des Pads gemacht, und bei jedem Neubefeuchten des gebrauchten Pads dann nur noch jeweils 1x. Man kommt wirklich erstaunlich weit mit so einer geringen Menge auf dem Pad.

Für jede neue Schicht habe ich ein neues Pad genommen.

Nach jedem vollständigen Durchgang auf der Frontscheibe habe ich das Produkt gemäß Anleitung 10 Minuten ablüften lassen, da es leicht über 15°C war an dem Tag. Ist es kühler, verlängert sich die Ablüftzeit, Anleitung beachten!

Die letzte Schicht habe ich 15 Minuten ablüften lassen, dann habe ich das G2 und die bereitgelegten Baumwolltücher (zerrissenes altes, aber sauberes T-Shirt) dazu benutzt, den Produktüberschuss von der Scheibe abzutragen. Dazu träufelt man eine geringe Menge des G2 auf das Tuch und wischt dann damit den Überschuss von der Scheibe. Das hinterläßt ein leichtes Geschmiere, deswegen hat 14 - Beading (Tropfenbildung) auf der fertigen Scheibe14 - Beading (Tropfenbildung) auf der fertigen Scheibe13 - Suche nach Abnahmeresten gegen starkes LED-Licht13 - Suche nach Abnahmeresten gegen starkes LED-Lichtman ein 2. Tuch parat, um noch mal nachzuwischen. Das klappte erstaunlich gut, ich hatte mir das viel "schmieriger" vorgestellt. Mit dem einen geviertelten T-Shirt habe ich die ganze Frontscheibe abgenommen bekommen. Wichtig hierbei: Gutes Licht!!! Es darf kein sichtbarer Produktrest mehr auf der Scheibe verbleiben, nach mehreren Stunden wird es richtig schwierig, den noch runterzubekommen. Helles Tageslicht ist dafür ideal, aber wenn es regnet wie bei mir, muss man halt für die Garage eine entsprechende Lichtquelle ranschaffen. Ich habe mich zum Schluss ins Auto gesetzt und gegen das starke Licht eines 50W-LED-Fluters geschaut, um etwaige Reste zu finden und noch auszuwischen.

 

Nach Fertigstellung sollte der Wagen für mindestens 3 Stunden lang geschützt stehen und nicht der Witterung ausgesetzt werden. Hat man noch Reste von G1 und G2 (das auch durch IPA ersetzt werden kann), kann man weitere Scheiben damit machen. Die Anleitung empfiehlt nur bei der Frontscheibe die 3 Schichten.

 

EFFEKT

Die Wirkung der durchgetrockneten Versiegelung auf der Frontscheibe habe ich in 2 kleinen, amateurhaften Videos für Euch festzuhalten versucht:

 

Video 1: Ablaufeffekt im Stand (die Sprühflasche will nicht so ganz mitspielen)

 

Video 2: Ablaufeffekt während der Fahrt, die Zahlen, die ich da runterbete, sind km/h. Das Handy hängt mir am Lanyard um den Hals, deswegen wackelt es etwas.

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Fri Feb 12 21:39:54 CET 2016    |    Celsi    |    Kommentare (69)    |   Stichworte: 8S/FV, Audi, Audiringe ab, Embleme, Markenschilder, Ringe, Ringkampf, TT, Typenschilder, Veränderungen am TTS

Sieht es gut aus, wenn an meinem TTS die Audi-Ringe vorne und hinten entfernt sind?

Vergleichsbild Front (bitten aufzoomen)Vergleichsbild Front (bitten aufzoomen)Vergleichsbild Heck 1 (bitte aufzoomen) - Danke an User Uncle_Sam!Vergleichsbild Heck 1 (bitte aufzoomen) - Danke an User Uncle_Sam!Vergleichsbild Heck 2 (bitte aufzoomen)Vergleichsbild Heck 2 (bitte aufzoomen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Thema "Die Audi-Ringe runter vom Lack oder nicht?" hat in diversen Threads im FV/8S-Forum schon mehrfach zu erbitterten Diskussionen geführt und den ein oder anderen Thread ins OffTopic (OT) gerissen. In meinem letzten Artikel hatte ich die Ringe auf dem Lack in Zusammenhang mit den Türprojektoren erwähnt, und schon wurde das Thema begierig aufgegriffem und ich haben die Diskussion zu meinem eigenen Blog-Artikel ins OT geführt :p

Das zeigt mir, dass es hier gewaltigen Diskussionsbedarf gibt, und hier ist nun die Plattform dafür: Stimmt ab und diskutiert völlig OnTopic und bis zum Erbrechen über dieses Thema.

Ja ich weiß: Ich sollte in erster Linie das machen, was mir gefällt, und ich kann ich versichern, das werde ich auch tun. Aber in dieser Umfrage möchte ich explizit Eure Meinung wissen.

 

GRUNDLAGE DER UMFRAGE/DISKUSSION SOLL MEIN VEGASGELBER TTS SEIN:

Ich habe die Ringe vorne bereits am Tage der Auslieferung entfernt, weil sie nun nicht mehr im Kühlergrill sitzen, sondern vorne auf die Haube geklebt sind (siehe Vergleichsbild 1). Meiner Meinung nach haben sie da nichts zu suchen, rein optisch schon nicht. Als Pflegefreak und "Vielpolierer" stört mich aber zusätzlich, dass es Dreckfänger sind, deren Ecken und die Innenkanten schwer sauber zu halten und zu polieren sind. Bei maschineller Politur können Sie zudem die Polierschwämme beschädigen. Mir ist aber klar, dass dieses Argument für jemanden, dessen Lack nicht stets besser als Neuwagenzustand sein muss, schwer nachvollziehbar sein wird ....

 

AUDI TT 8J hinten ohne RingeAUDI TT 8J hinten ohne RingeBei den Ringen hinten bin ich noch unschlüssig: Noch sind sie dran, die Vergleichsbilder 2 und 3 sind "gefaked" (Danke für Bild 2 an User @Uncle_Sam). Ich finde die Ringe optisch dort okay, habe sogar Angst, ohne sie könnte das Heck "leer" wirken ... aber sie stören halt auch bei der Pflege. Zu "hinten" bin ich am meisten auf Eure Meinungen gespannt, ein wenig wird sie meine Entscheidung vielleicht doch beeinflussen ;)

Ich habe schon an 2 meiner Audis die Ringe hinten abgemacht: Dem orangen TT hat es in meinen Augen gestanden, aber den schwarzen A3 davor hat es entstellt.

 

Ich wollte erst noch die Optionen "Meine Meinung variiert nach Farbe" und "Ringe im Grill dürfen nicht ab" hinzufügen, aber damit würden wir uns von meinem Auto entfernen, um das es mir

hauptsächlich geht. Solche Einschränkungen könne ja immer noch in einem Kommentar untergebracht werden.

 

AUDI A3 8PA hinten ohne Ringe                                                   AUDI A3 8PA hinten ohne Ringe Dass auch hier sehr kontrovers diskutiert werden wird, ist abzusehen. Ich lasse alle Meinungsäußerungen zu, Ihr dürft meinen Wagen, mit oder ohne Ringe, nach Belieben loben oder niedermachen.

Wäre aber schön, wenn immer ein gewisser Bezug zum Thema der Umfrage vorhanden wäre :)

Nur von persönlichen Angriffen auf Diskussionsteilnehmer bitte ich abzusehen, die könnten gelöscht werden, wenn sie besonders fies sind oder der Diskussionsteilnehmer mich darum bittet.

So, und nun bin ich auf das Abstimmergebnis gespannt.

 

Viele Grüße

Celsi

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Tue Feb 09 20:15:10 CET 2016    |    Celsi    |    Kommentare (32)    |   Stichworte: 8S/FV, 8S88575527C0, 8S8 857 552 7C0, Airbag-Aufkleber, Airbag-Warnung, Audi, Audi-Logo, Audi Zubehör, Einstiegsbeleuchtung, Innenraum, Sonnenblende, TT, Türprojektoren, Veränderungen am TTS

KOSMETIK FÜR BLONDIE:

In diesem Artikel möchte ich über 2 weitere kleine, eher "kosmetische" Änderungen am Fahrzeug berichten. Auch mit kurzer "Montageanleitung", aber lange nicht so ausführlich wie beim Start/Stop-Automatik Modul (siehe vorheriger Artikel). Das ist auch gar nicht nötig, denn beide Lösungen lassen sich relativ unkompliziert und schraubenlos montieren, wenn man weiß, wo man hebeln/ziehen/drücken/stecken muss.

 

 

 

 

TAUSCH DER SONNENBLENDE:

Benötigtes Ersatzteil: AUDI-Teilenummer 8S8 857 552 7C0, Kosten um die EUR 80,00

 

1 Lagerspuren an Sonnenblende1 Lagerspuren an SonnenblendeDer absolut unpassende, rot-gelb-weiße Airbag-Warnaufdruck auf der Sonnenblende für schon im FV/8S Forum ausführlich diskutiert. Der fügt sich so harmonisch meinen sonst in dunklen Tönen gehalten oberen Teil des Innenraums ein wie ein Stück Stacheldraht ins Auge. Also habe ich die Sonnenblende ohne Aufdruck bestellt und eingebaut.

Der Kauf war aber nicht ohne Tücken: Es sind offenbar zahlreiche Exemplare mit Lagerspuren im Umlauf: Siehe Bild 1. Mein "Freundlicher" musste 4x nachbestellen, bevor er eine bekam, die einwandfrei war. Im erwähnten Forenthread berichten auch andere von diesem Problem: Also Augen auf beim Blendenkauf!

 

 

Der Umbau ist unkompliziert und schraubenfrei. Man muss eigentlich nur wissen, dass der kleinere Teil der Abdeckung des rechten Blendenfußes sich nicht wegschieben läßt, wie ich zunächst annahm. Es ist vielmehr eine Art Stopfen, eine Niete, die man nach unten (Richtung Fahrzeugboden) weghebeln muß (siehe Bild 5). Dadurch hat man die Blende auch gleich gelöst und in der Hand. Eine kleine Hürde ist der Steckerkontakt: Der Stecker lässt sich nur lösen, wenn man mit einem spitzen Werkzeug in das kleine Loch auf dessen flacher Seite sticht und so eine winzige Lasche runterdrückt. Auch kein Hexenwerk, wenn man das weiss.

 

2 Vorher2 Vorher3 Blende ausgebaut3 Blende ausgebaut4 Blendenfuß und Clip 4 Blendenfuß und Clip

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Einbau der neuen Blende ist easy: Stecker rein ("klick"), Blendenfuß ins Loch halten, "Nietenstopfen" reindrücken ("klick"), fertig. Und schon ist der Innenraum um Einiges aufgewertet.

 

5 Nachher5 NachherHinweis: Der Wegfall des Warnaufdruckes könnte ein kleines Verwarngeld nach sich ziehen, wenn die Polizei darauf aufmerksam wird. Auch der TÜV könnte sich daran stoßen.

Grund: Nach §35a(8) StVZO muss ein mit einem Piktogramm versehener Warnhinweis auf den Beifahrer-Airbag im Sichtfeld angebracht sein. Es gibt da zwar (bei Abschaltung des Airbags) den beleuchteten Warnhinweis an der Innenbeleuchtung.

Aber der hat kein "Piktogramm" ... Ein Hoch auf die Paragraphenreiter: ich sch**** drauf.

Ich glaube, die Teilenummer 8S8 857 552 7C0 könnte eines der meistverkauften Ersatzteile für den 8S/FV werden.

 

 

 

 

TAUSCH DER EINSTIEGSBELEUCHTUNG:

Benötigtes Ersatzteil: AUDI-Teilenummer 4G0 052 133 A, Kosten um die EUR 85,00

 

6 Box Einstiegsleuchten6 Box EinstiegsleuchtenJetzt kommen wir zu einer wirklichen "Spielerei", die sogar die ursprüngliche Funktion etwas beschneidet (Helligkeit) und zudem den "Markenproll" etwas heraushängen lässt - aber ich finde es einfach zu cool, um mich daran zu stören. Die gewöhnliche Einstiegsbeleuchtung, die dafür gedacht ist, beim Aussteigen Pfützen oder anderen Unbill rechtzeitig zu erkennen, wird hier durch LED Projektoren ersetzt, die das AUDI Logo auf den Boden projizieren.

 

Aber von vorn: Ich habe die Projektoren in der Bucht zu einem recht günstigen Preis bekommen. An die noch günstigeren Lösungen anderer Hersteller habe ich mich nicht rangetraut, dafür habe ich in Userrezensionen zu oft von Überhitzungen und sich eintrübenden Linsen gelesen. Die Projektoren kamen in einer schicken Box, die niemand braucht, aber die jeder mit bezahlt.

7 Box Einstiegsleuchten offen7 Box Einstiegsleuchten offenAnleitung liegt bei, der Umbau ist einfach und schraubenfrei. Nur das Entfernen der alten Leuchten war leicht zickig: Man muss mit einem Schraubendreher eine Lasche etwas reindrücken, damit sich die alten Leuchten "aushängen" lassen. Diese Lasche ist aber irgendwie so gar nicht elastisch, wollte kaum nachgeben, ich habe jeden Augenblick damit gerechnet, dass es "knack" macht. War mir aber egal, es waren ja die alten Leuchten, und irgendwie ging es dann doch unfallfrei ab. Danach Stecker ab, Stecker wieder drauf, neue Leuchte bzw. Projektor einklipsen und die gestochen scharfe Projektion auf dem Boden bewundern.

Sie ist im Grunde recht hell, heller als das Original, aber gibt kaum Streulicht ab, weshalb sie als "Leuchte" nun nicht mehr so gut taugt. Aber das tolle Logo entschädigt für gelegentliche nasse Füße in einer Pfütze. Das Logo gibt es auch als "quattro" Schriftzug!

 

8 Eingebauter Projektor von unten8 Eingebauter Projektor von unten9 Projektion unter Fahrertür9 Projektion unter Fahrertür10 Saubere, scharfe Projektion10 Saubere, scharfe Projektion

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Sat Jan 30 16:04:35 CET 2016    |    Celsi    |    Kommentare (28)    |   Stichworte: 8S, 8S/FV, Ampelstopp, Anlasser, Audi, Benzin sparen, CO2 Ausstoß, DSG, FV3, Scotty18, SSA, SSAM, Start/Stop, Start/Stopp, Start-Stopp, Start-Stopp Automatik, Start-Stopp-Automatik, TT, TTS, Veränderungen am TTS, Verbrauch, Verschleiß

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich habe nichts gegen Start/Stop Automatiken (Im Folgenden "SSA" abgekürzt). Alleine hier bei uns im kleinen Bad Mergentheim, wo Verkehrsflussplanung offenbar nur im Vollrausch vorgenommen wird und Schranken schon einmal volle 6 Minuten unten sind und Ampeln bis zu 2 Minuten rot zeigen, erkenne ich deren Sinn völlig an. In den Passats unserer Firmenflotte, die ich des öfteren fahre, habe ich auch gar kein Problem mit der SSA: Fuß von Kupplung, Gang raus - Fahrzeug aus. Will ich nicht, dass es ausgeht, halte ich die Kupplung einfach weiter gedrückt. Passt.

Beim Doppelkupplungsgetriebe (DSG) bzw. S-Tronic, wie AUDI es nennt, ist das weniger elegant gelöst: Da es keine Kupplung gibt, deren Entlasten als Zeichen für einen längeren Halt interpretiert werden kann, geht der Wagen einfach aus, sobald er steht und der Fuß noch auf der Bremse ist. Aber der Fuß muss bei einer Automatik auf der Bremse stehen, denn sonst rollt der Wagen mit Standgas wieder an bzw. weiter. Also geht der Bock an jedem Stop-Schild aus.

Der "Trick" ist es, nicht zu stark auf der Bremse zu stehen. Das Handbuch meines TTS beschreibt es so:

Sie können selbst steuern, ob der Motor abgestellt wird oder nicht, indem sie die Bremskraft verringern oder erhöhen. Wenn Sie die Bremse z. B. im Stop-and-Go-Verkehr oder beim Abbiegen nur leicht treten, wird bei Fahrzeugstillstand keine Stop-Phase eingeleitet (...).

 

1 Start/Stop Automatik Modul (SSAM) im Vordergrund auf dem Armaturenbrett1 Start/Stop Automatik Modul (SSAM) im Vordergrund auf dem ArmaturenbrettUnd das ist die Krux: ich kann mich nicht dran gewöhnen, wie stark genau man das Pedal treten muss, damit einerseits die SSA sich nicht aktiviert, aber andererseits die Bremsen nicht schleifen und der Antrieb bzw. die Kupplung(en) nicht gegen die Bremse arbeiten. Es ist schwer, hier den "Druckpunkt", wie man bei der Kupplung sagen würde, zu finden, eine Unterstützung wie den leichten Widerstand im Gaspedal beim Kickdown gibt es nicht. Ich kann mich aber weiterhin auch nicht dran gewöhnen, bei einer normalen Fahrt zum Einkaufen ca. 10x mehr Motorstarts zu haben als ohne SSA. Klar, die Hersteller sagen, die Anlasser und Motoren sind entsprechend robuster konstruiert, um das wegzustecken. Aber 10x robuster? Bei der harten Rotstiftpolitik, die gefahren wird, und die man bei AUDI z.B. in mangelhafter Unterbodenkonservierung, früh verschleißendem Leder, gammelnden Bremsscheiben, etc. immer wieder vorgeführt bekommt? Ich glaub nicht so recht dran ...

Ich will wieder selber bestimmen, wann es sinnvoll ist, den Motor abzuschalten. So, wie ich es schon immer getan habe, vor den Bahnschranken und der berüchtigten 2-Minuten Ampel ist der Motor bei mir schon immer aus gewesen. Und da kommt ein kleines Modul namens "SSAM" der Firma VAG-Diagnose ins Spiel (siehe Bild 1)

 

2 Kaffeenachschub und ein wenig Wärme in der Garage2 Kaffeenachschub und ein wenig Wärme in der GarageDas Modul kommt mit mit einer Einbauanleitung, die man sich am besten ausdruckt oder auf's Tablet lädt, um sie im Auto parat zu haben. Die Anleitung ist keineswegs schlecht, aber sie beschränkt sich auf die wirklich allernotwendigsten Angaben. Halt von Technikern geschrieben (sorry @Scotty18 :p). Man kommt damit zurecht, aber ich habe trotzdem so manches Mal geflucht, meist bei Dingen, für die die Anleitung bzw. das SSAM gar nichts können. Mit diesem Artikel will ich die Anleitung von VAG-Diagnose nicht ersetzten, aber ... um Umfeldinformationen ergänzen:

 

TIPPS ZUR VORBEREITUNG:

° Der Einbau kann auch von Nicht-Fahrzeugelektrikern vorgenommen werden, aber "easy" ist das Ganze nicht. Man 3 Gutes Licht in Form eines 50W LED Fluters3 Gutes Licht in Form eines 50W LED Fluterssollte schon zuvor einmal ein wenig mit Verkablung und Steckern an einem AUDI zu tun gehabt haben, finde ich. Außerdem sollte man die notwendige Zeit, Geduld und Sorgfalt mitbringen, bei den nachfolgenden Bildern wird schnell klar, warum. Für Kaffee-Junkies wie mich empfehle ich konstanten Nachschub, siehe Bild 2 :D

° Licht! Sorgt für gutes Licht, die Innenbeleuchtung plus schummriges Tageslicht im Winter reichen nicht aus! Ich habe mir einen 50W LED-Fluter vor's Fenster gestellt (siehe Bild 3) und musste "da unten" an der Schalterleiste immer noch mit einer Taschenlampe nachhelfen, obwohl ich in einer gut beleuchteten Garage stand.

° Schützt die Mittelkonsole vor dem DSG-Wahlhebel mit einem weichen Tuch (Bild 4). Es wird eng da unten werden, auch durch den unvermeidbar nach ganz vorne (P) geschobenen Wahlhebel, und Ihr werdet da mit Werkzeug rumfummeln. Kratzergefahr für die Mittelkonsole!

 

4 Schutz der Mittelkonsole durch weiches Tuch und zusätzliches Licht durch Taschenlampe4 Schutz der Mittelkonsole durch weiches Tuch und zusätzliches Licht durch Taschenlampe

BENÖTIGTE MATERIALIEN:

° Hand-/Taschenlampe

° Weiches Tuch

° Kleine Aale _ Ahle, einen sehr kleinen Präzisionsschraubendreher oder einen sehr kleinen Bohrer zum Auspinnen der Kabel aus dem Stecker. Zur Not auch ein kleinerer, aber langer Nagel. Die auszusteckenden Pins sind nur wenig mehr als einen Millimeter breit, also muss die Spitze vom Werkzeug entsprechend klein/spitz sein. Bei mir ist es ein Bohrer geworden, siehe Bild 5.

° Kleine spitze Schere, Nagelschere

° Isolier- oder Gewebeband

° Entriegelungswerkzeuge (AUDI Teilenummer 8E0 051 530)

 

5 Kleiner Bohrer benutzt zum Auspinnen5 Kleiner Bohrer benutzt zum Auspinnen

AUSBAU DER SCHALTEREINHEIT:

Dafür wird das 2teilige Entriegelungswerkzeug TN 8E0 051 530 benötigt. Zuvor sicherstellen, dass das weiche Tuch auf der Mittelkonsole unterhalb der Schalterleiste liegt, denn dort werden wir die ausgebaute Schalterleiste vorübergehend ablegen, solange sie noch am Kabel hängt.

An der Unterseite der Schaltereinheit befinden sich 2 kleine Schlitze (siehe Bild 6), hier werden die Entriegelungswerkzeuge eingeschoben, und zwar mit der abgeflachten Seite der "Fingerringe" nach außen zeigend. Ganz reingeschoben, rasten sie hörbar ein (Bild 10 zeigt den Mechanismus im Detail).

 

6 Entriegelungsschlitze in der Schalterleiste6 Entriegelungsschlitze in der Schalterleiste7 Schalterleiste entriegelt7 Schalterleiste entriegeltNun kann man die Schaltereinheit an den Entriegelungswerkzeugen herausziehen. Hierbei zunächst nicht zu weit ziehen, denn die Einheit hängt noch an einem Kabelstrang, der nicht allzu weit nachgibt.

Ist das Ding einmal draussen, muss als nächstes der rote Stecker ab. Das funktioniert wie bei vielen "VAG"-Steckern durch eine Lasche an der Unterseite des Steckers, die gedrückt gehalten werden muss, während man ihn abzieht. Bevor man die 8 Schalterleiste ausgebaut8 Schalterleiste ausgebaut9 Entriegelungswerkzeuge entfernen9 Entriegelungswerkzeuge entfernenSchaltereinheit dann erst mal zur Seite legen kann, müssen noch die Entriegelungswerkzeuge wieder herausgezogen werden. Bild 9 zeigt, wo man drücken muss, um die Werkzeuge freizugeben und herausziehen zu können.

Die Ausrichtung der Werkzeuge beim reinstecken (abgeflachte Seite nach außen) wird aus diesem Bild auch noch einmal deutlich.

 

 

DER GROSSE ROTE STECKER

10 Roten Stecker entriegeln10 Roten Stecker entriegeln

Aus dem werden wird später 4 Kabel auspinnen müssen. Und das wird er uns nicht leicht machen, denn zu der Enge vor dem Wahlhebel kommt hinzu, dass das Kabel dem roten Stecker nicht allzu viel Leine läßt. Das wird fummelig, und man wünscht sich wieder Kind zu sein - nicht wegen dem Spaß, sondern wegen den kleinen Händen.

Aber dafür müssen wir erst mal richtig an ihn rankommen, denn das rote ist nur eine Hülle, darunter ist er schwarz. Die rote Hülle muss seitlich am Stecker entriegelt werden, siehe Bild 10. Die von der Lasche muß entgegen dem Druck der (Kunststoff-)"Feder" in Pfeilrichtung (rote gestrichelte Pfeile) angehoben werden, indem man mit einem flachen Werkzeug (z.B. der Spitze eines der Entriegelungswerkzeuge) an der Stelle hebelt, die der große grüne Pfeil markiert. Alles klar? Nein? Kann ich Euch nicht verdenken, ich habe bestimmt 10 Minuten da rumgestochert, bis ich's hatte. Mit meinem Bild kriegt Ihr es vielleicht in 11 Schwarzes Stecker-Innenleben aus roter Hülle seitlich herausschieben11 Schwarzes Stecker-Innenleben aus roter Hülle seitlich herausschieben3 Minuten hin :)

Bild 11 rechts zeigt den eigentlichen, schwarzen Stecker, wie er sich aus der roten Hülle schiebt. Und es zeigt dem aufmerksamen Betrachter noch mehr: Das Gewebeband um den Kabelstrang hinter dem Stecker ist plötzlich weg, und ist da oben links nicht ein durchtrenntes Kabel zu sehen? Ja, ist es ... :(

Foto 11 ist gestellt, ich habe die rote Hülle später noch mal halb über den schwarzen Stecker geschoben - nur um das Bild zu machen. Davor hatte ich das schwarze Gewebeband entfernt, als die rote Hülle schon ab war. Das Gewebeband ist die Seuche - es ist stabil und klebt wie die Pest. Ich habe keinerlei "loses Ende" gefunden, an dem ich beginnen konnte, es vom Kabelstrang "abzuschälen", also nahm ich nach einer frustrierend erfolglosen Viertelstunde die kleine spitze Schere zu Hilfe (keine Bilder, weil keine Hand frei). Ich habe echt vorsichtig gearbeitet, nach jedem Millimeter Schneiden geschaut, ob nicht eine der Kabeladern dem nächsten Schnitt im Weg war. Trotzdem habe ich eine durchgezwickt, die sich von den anderen Adern im Strang gelöst hatte und für mich "unsichtbar" an der Innenseite des Gewebeband klebte ... da war ich erst mal geschockt.

Zum Glück kann ich mit dem Lötkolben umgehen, und nach einer kleinen Pause zum "Runterkommen" habe ich die beiden Enden einfach wieder zusammengelötet, Schrumpfschlauch drüber und gut. Muss man aber trotzdem nicht haben, deswegen meine eindringliche Warnung an Euch, drei mal hinzusehen, bevor Ihr einen Schnitt macht.

 

 

AUSPINNEN / UMPINNEN

12 Stecker-Durchnummerierung und Umpinn-Druckpunkte12 Stecker-Durchnummerierung und Umpinn-Druckpunkte"Umpinnen" bedeutet nichts anderes als die kleinen, gerasteten Metallhülsen im Stecker zu lösen, rauszuziehen und woanders wieder reinzustecken. Auf diese Weise integrieren wir das SSAM in die Bordelektronik. Diese Hülsen habe auf der Oberseite einen kleinen, federten Metallhöcker, der wie ein Widerhaken in den Kunststoff des Steckers greift und die Hülse im Stecker fixiert. Diesen Höcker muss man mit der Ahle, dem Bohrer oder dem sonstigen spitzen Werkzeug, das Ihr bereitgelegt habt, ein wenig runterdrücken, damit man das Kabel hinten aus dem Stecker rausziehen kann. Und das 2x pro Kabel , - Bild 12 zeigt genau, wo die Hülse am Stecker hängenbleibt und wo man (nacheinander) drücken muss.

Das Bild zeigt außerdem, wie die Hülsen, die Steckerkontakte durchnummeriert sind, sowohl auf dessen Vorderseite als auch auf dessen Rückseite. Hier muss sorgfältig drauf geachtet werden, dass man richtig zählt - man will ja nicht den falschen Pin umpinnen, das könnte fatale Folgen haben. Ich empfehle, sich ständig selbst noch einmal zu überprüfen. Sowohl während der Arbeit, als auch die gesamte Umpinnanleitung, die dem SSAM beiliegt, zum Schluß noch einmal Punkt für Punkt durchzugehen.

 

13 Die Steckplätze von St1a und St2a sind ebenfalls durchnummeriert13 Die Steckplätze von St1a und St2a sind ebenfalls durchnummeriertEs müssen insgesamt nur 4 Kabel aus dem großen Stecker ausgepinnt werden. Die dem SSAM beiliegende Anleitung führt einen hier sehr schön durch, nennt die Nummerierung der Pins und Farbe der Kabel. Was auf dem großen schwarzen Stecker ausgepinnt wird, landet in einem der beiden kleinen Stecker (Bild 12 zeigt auch einen davon), die dem SSAM beiliegen. Sie sind mit "St1a" und "St2a" beschriftet und damit gut zu unterscheiden. Sie haben jeweils nur 3 Steckplätze die ebenfalls durchnummeriert sind (Bild 13). Auf diese Nummerierung bezieht sich die Umpinnanleitung, und auch hier sollte sehr sorgfältig gearbeitet und Fehlbelegungen vermieden werden, wenn man die Kabel einpinnt.

In die dann leeren Steckplätze im großen Stecker, aus denen ausgepinnt wurde, wird je eines der 4 aus dem SSAM hervorkommenden "losen" Kabel mit Hülse wieder eingepinnt. Das Einpinnen ist jeweils sehr einfach, man muss nur darauf 14 Fertige Verkabelung14 Fertige Verkabelungachten, dass die Rastnase nach oben zeigt und die Hülse dann am Kabel in den (richtigen Steckplatz!) im Stecker schieben, bis es "klick" macht und nicht mehr weitergeht.

Am Ende hat man also dem Stecker, der aus dem Armaturenbrett kommt, 4 Pins entnommen und davon jeweils 2 in die 2 dem SSAM beiliegenden Stecker eingepinnt, während man die 4 aus dem SSAM herauskommenden Kabel in den Armaturenbrett-Stecker eingepinnt hat.

In einem letzten Schritt müssen nun noch die beiden soeben bestückten Stecker "St1a" und "St2a" mit ihren Gegenstücken am SSAM "St1" und "St2" verbunden werden - die beiliegende Anleitung lässt hier keine Fragen offen. Bild 14 zeigt die endgültige Verkabelung.

 

 

FUNKTIONSTEST

15 SSA Taste - LED an15 SSA Taste - LED anNun, nachdem alles vollständig verkabelt ist, ist es Zeit für einen ersten Funktionstest. Es macht wenig Sinn, alles ungetestet wieder zu verbauen. Dazu die Schalterleiste provisorisch an den schwarzen Stecker anschließen, dabei mithilfe der roten Hülle des Steckers abgleichen und sicherstellen, dass der ohne die rote Hülle nicht verpolungssichere schwarze Stecker richtig herum in die Schalterleiste gesteckt wird!

 

Testablauf:

  1. Zündung anschalten
  2. SSA mit Taster abschalten (LED im Taster muss leuchten)
  3. 5 Sekunden warten, dann Zündung wieder ausschalten.
  4. 5 Sekunden warten, dann Zündung wieder einschalten. LED im Schalter sollte immer noch leuchten. Das bedeutet, dass sich das Modul den letzten Schaltzustand der SSA gemerkt und ihn nach erneuter Zündung wieder hergestellt hat = OK. Andernfalls Verkabelung Stück für Stück erneut mithilfe der Anleitung überprüfen.
  5. SSA wieder anschalten (LED im Taster muss aus sein)
  6. 5 Sekunden warten, dann Zündung wieder ausschalten.
  7. 5 Sekunden warten, dann Zündung wieder einschalten. LED im Schalter sollte immer noch aus sein. Das bedeutet, dass sich das Modul den letzten Schaltzustand der SSA (hier: an) gemerkt und ihn nach erneuter Zündung wieder hergestellt hat = OK. Andernfalls Verkabelung Stück für Stück erneut mithilfe der Anleitung überprüfen.

 

 

ABSCHLIESSENDE ARBEITEN

16 SSAM durchs enge Loch hinten in der Schalterleistenaufnahme16 SSAM durchs enge Loch hinten in der SchalterleistenaufnahmeNun kann das Modul hinter das Armaturenbrett verbracht werden. Ich hätte es vorher gerne noch mit ein wenig Moosgummi-Folie beklebt, damit es dort drinnen nicht rappelt, wenn es irgendwo anstößt. Eigentlich hatte ich das sogar schon gemacht, nur um dann festzustellen, dass es dann nicht mehr durch das Loch hinten in der Aufnahme der Schalterleiste passt. Da ist kein Millimeter Platz mehr, es passt da so gerade durch (siehe Bild 16). Laut Hersteller ist aber kein Klappern zu befürchten.

Nachdem das Kästchen durch ist, auch noch die beiden Stecker und den Rest des Kabelbaumes vorsichtig hinterherschieben. Dabei darauf achten, dass nichts abgeknickt, eingeklemmt oder die Stecker-Verbindungen gelöst werden. Geduldig bleiben, das ist alles verdammt eng und eine ziemliche Fummelei, aber irgendwann klappt es.

Zum Schluß Schalterleiste nachschieben und wieder einrasten lassen. Erneuten Funktionstest vornehmen.

 

FERTIG!

 

Ich hoffe, meine Beschreibung hat Euch gefallen. Wie gesagt, es ist eine Ergänzung für die dem SSAM beiliegende Anleitung, kein Ersatz. Dafür ist mein Text auch viel zu umfangreich. Aber er schildert alle Vorgänge genauer und zudem auch die "Fallen" und Probleme, in die ich bei der Montage gelaufen bin und die in der kompakten beiliegenden Einbauanleitung nicht erwähnt werden.

Wer diesen Artikel sorgfältig gelesen hat und sich dann mit der dem SSAM beiliegenden Anleitung ins Auto setzt, sollte eigentlich auf jede Eventualität vorbereitet sein und es damit deutlich leichter haben als ich. Und das ist das Ziel dieses Artikels.

 

Viele Grüße,

Celsi

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Fri Jan 08 22:31:11 CET 2016    |    Celsi    |    Kommentare (38)    |   Stichworte: 8S/FV, Abperleffekt, ANGELWAX, Audi, Fahrzeugpflege, Frontscheibe, H2GO, Ombrello, Rain-X, Repellant, REVIEW, Scheibenversiegelung, Scheibenwischer, TT, Windschutzscheibe

LESERFANG :)

Zu Anfang dieses Reviews muss ich mich gleich mal selbst rügen: "... nie wieder Scheibenwischer?" ist weder realistisch, noch kenne ich eine einzige Scheibenversiegelung, die dies von sich behauptet - auch nicht das hier rezensierte H2GO.

Der Zusatz, den ich hinter die Produktbezeichnung gepackt habe, soll nur Aufmerksamkeit erregen und gleichzeitig schon im Titel mitteilen, wozu das Produkt gut ist - wenn Du das hier liest, hat es wohl funktioniert. :p

 

WAS KANN EINE SCHEIBENVERSIEGELUNG?

Im Grunde das gleiche wie eine Lackversiegelung: Sie weist Wasser ab. Nur dass sie chemisch darauf ausgelegt ist, auf Glas (eine Weile) zu halten. Die wasserabweisende Eigenschaft äußert sich im Stand und bei niedrigen Geschwindigkeiten durch Perlenbildung ("Beading"), bis immer mehr Wasserzufuhr durch den Regen die Perlen so sehr anfüttert, das sie zu schwer werden und ablaufen. Dies bewirkt schon im Stand einen gewissen Selbstreinigungseffekt während z.B. einer Regennacht. Ab einer gewissen Geschwindigkeit sorgt der Fahrtwind dafür, dass alle Tropfen, auch die kleineren, kontinuierlich von der Windschutzscheibe nach oben hin ablaufen. Jede Perle, die abläuft, nimmt alle weiteren auf Ihrem Weg nach oben hin mit, funktioniert also wie einer von Hunderten kleiner Scheibenwischer. Ab dieser besagten Geschwindigkeit kann man also auf den Einsatz der Scheibenwischer verzichten - die ablaufenden Wasserperlen arbeiten praktisch genauso gut.

 

Schutz gegen Steinschlag bietet eine Scheibenversiegelung entgegen einiger Gerüchte übrigens nicht mal ansatzweise.

 

 

WAS SIND DIE MÖGLICHEN NACHTEILE?

Ablaufspuren bei stehendem Fahrzeug im RegenAblaufspuren bei stehendem Fahrzeug im RegenWer mich kennt weiss, dass ich Dinge nicht pauschal in den Himmel lobe oder mir schönrede, weil ich sie nun einmal gekauft habe. Das hilft niemandem, ausser evtl. dem eigenen Ego.

So will ich auch, immer noch allgemein und nicht produktbezogen gesprochen, nicht mit den möglichen Nachteilen von Scheibenversiegelungen hinter dem Berg halten. Die Scheibenversiegelung ersetzt die Glasoberfläche mit ihrer eigenen, sie verbindet sich chemisch (für einen gewissen Zeitraum) mit der Glasoberfläche und "übersteuert" deren ursprüngliche Oberflächeneigenschaften. Neben den schon genannten positiven Effekten kann das bei einigen Produkten aber auch folgende Nebenwirkungen haben:

- "Ghosting": Müssen bei niedrigeren Geschwindigkeiten doch die Scheibenwischer eingesetzt werden, können sie einen leichten "Nachzieheffekt" bekommen, also einen leichten durchsichtigen Schleier hinter sich herziehen, der aber innerhalb einer halben Sekunde wieder verschwindet. Waschanlagennutzer kennen diesen Effekt von "Heisswachs" auf der Scheibe.

- Lichtbrechungseffekte oder Corona-Effekte bei Gegenverkehr im Dunklen oder bei Fahrt gegen die tiefstehende Sonne. Tritt bei Versiegelungen extrem selten und schwach auf - dies ist eigentlich nur ein Thema, wenn man ein Autowachs auf die Windschutzscheibe schmiert.

- Ratternde Scheibenwischer: Kann passieren bei Scheibenversiegelungen, die eine anfänglich leichte stumpfe/rauhe Oberflächenbeschaffenheit hinterlassen. Wischerblätter nahe am Ende ihres Lebenszyklus kommen da nicht gut mit klar und rattern dann. Abhilfe bringt ein Satz neuer Wischerblätter.

 

HATTE ICH DENN NICHT IMMER DIESES "OMBRELLO" EMPFOHLEN?

Ich bin auf das H2GO gestossen, weil ich Ersatz für meinen bisherigen Favoriten OMBRELLO habe gesucht. Obwohl ich mit dessen Wirkung und Haltbarkeit bis zu einem Jahr (!) viele Jahre lang zufrieden war, hat mich die aufwändige Verarbeitung mit der Zeit immer mehr angekekst: Das OMBRELLO kommt in einer Einwegkartusche mit integriertem Auftragsfilz; beim Öffnen der Kartusche wird der Filz automatisch mit dem Produkt getränkt, was ja zunächst praktisch klingt. "Getränkt" allerdings im Sinne von "klatschnass", und damit war es schlicht unmöglich, eine angemessen dünne Schicht des Produktes auf die Scheibe aufzubringen, im Gegenteil, sie war danach ebenfalls klatschnass. Das führte nicht nur dazu, dass das OMBRELLO aufgrund der schieren Menge nicht vollständig ablüften ("antrocknen") konnte, sondern es war auch stets ein Riesentanz, bis man es endlich wieder komplett rückstandsfrei abgenommen ("auspoliert") hatte.

Für den neuen TTS habe ich mir vorgenommen, mal etwas benutzerfreundlicheres auszuprobieren, also bin ich der erstbesten Empfehlung der Kollegen aus meinem Pflegeforum gefolgt und habe kurzerhand das H2GO bestellt.

 

VERARBEITUNG

Einfach, wie ich es mir gewünscht habe.

 

1) Vor der Anwendung jedweder Glassversiegelung sollte man die gründlich gewaschene Scheibe möglichst noch polieren. Dies entfernt auch die nicht herunterwaschbaren Anhaftungen wie Baumharze, Gummiabrieb, Silikon und hartnäckige Insektenreste. Wir wollen ja keinen Dreck mit versiegeln und eine optimale Sicht haben. Als Politur eignet sich grundsätzlich eine normale Autopolitur, auch welche aus dem Baumarktregel, in das ich sonst nicht so gerne greife. Optimal sind natürlich spezielle Glaspolituren wie z.B. das SONAX Profiline Glass Polish oder die ZAINO Z-12 Clear View Glass Politur. Diese Ausgabe muss aber nicht unbedingt sein: Nehmt, was gerade zu Hand ist.

Zur Verarbeitung eignet sich eine Exzenter-Poliermaschine optimal, aber die werden die wenigsten hier zur Hand haben. Also tut es auch ein fester Polierschwamm (z.B. LUPUS Handpolierschwamm hart) oder einfach die weiche Seite eines Küchenschwamms (nicht die rauhe!!!).

Abgenommen ("auspoliert") wird die Politur wieder mit einem preiswerten Mikrofasertuch (z.B. SONAX rot oder auch ein 1EUR-Tuch vom Supermarkt-Wühltisch).

 

2) Nun müssen die Rückstände der Politur noch von der Scheibe entfernt werden, sie muss komplett fettfrei sein. Hierzu entweder Isopropanol (IPA, Baumarkt oder EBAY) oder ein Glasspary (Haushalt) in ein weiteres günstiges Mikrofasertuch geben und die gesamte Scheibe gründlich abwischen.

 

3) Ein paar Spritzer (anfangs ins trockene Tuch 4 oder 5) ANGELWAX H2GO in ein drittes, frisches Mikrofasertuch sprühen und das Produkt damit systematischmatisch auf der gesamten Scheibe verteilen. Das H2GO ist wasserdünn und verteilt sich fast unsichtbar auf der Scheibe, man muss genau hinsehen, wo man schon war. Nicht zuviel verwenden, die Scheibe soll nicht "nass" werden, man muss auch nicht fest aufdrücken oder reiben - einfach nur einen hauchdünnen Film H2GO gleichmäßig verteilen. In das Tuch sprühen, nicht auf die Scheibe, damit nichts auf den Lack kommt.

 

4) Nach 10-15 Minuten Wartezeit das Produkt mit einem weiteren Mikrofasertuch wieder abnehmen ("auspolieren"). Alternativ kann auch Küchenrolle oder Werkstatttuch verwendet werden. Hierbei sehr gründlich arbeiten, um später eine absolut klare Sicht zu haben. Fängt das Tuch an zu schmieren und das produkt nicht mehr richtig aufzunehmen, wegtun und ein neues verwenden.

FERTIG! Optional könnte nun noch ein etwas Wartezeit eine 2. Schicht aufgetragen werden, um noch ein paar wenige Prozent mehr Performance aus dem Produkt rauszukitzeln. Muss jeder selbst wissen, ob es ihm das wert ist.

 

Gesamtzeitaufwand für die Windschutzscheibe ohne Ablüftzeit (Wartezeit) ca. 20 Minuten, mit Ablüftzeit ca. 35 Minuten. Auch abhängig von der Größe und Erreichbarkeit der Windschutzscheibe.

 

 

Brauchbare Wirkung ab ca. 50km/hBrauchbare Wirkung ab ca. 50km/h

WIRKUNG

Der Hersteller spricht von einer Wirkung ab 20mp/h, das sind etwa 32km/h. Ganz so optimistisch würde ich das nach meinen eigenen Tests nicht einschätzen, ich finde, so ab kurz über 50km/h sind die Scheibenwischer verzichtbar. Wobei es auch immer darauf ankommt, wieviel Gegenwind man hat: Kommt einem der Wind mit 20km/h entgegen, reichen auch schon 30km/h auf dem Tacho, weil sich die Geschwindigkeiten dann in ihrer Wirkung addieren.

Je schneller man fährt, desto kleiner und feiner werden die Tropfen, und desto schneller laufen sie ab. Ab spätestens 70km/h, würde ich schätzen, schaltet dann auch der empfindlichste Tröpfchenzähler den Scheibenwischer aus, weil die Scheibe sich selbst wischt. Und das ist eine gute Leistung des H2GO, denn bei dem zuvor verwendeten OMBRELLO gerieten erst bei 60-70km/h die Tröpfen in sichtbare Bewegung und bei ca. 80-90km/ war die Sicht so gut wie mit Scheibenwischer.

Auf dem Bild links ist der Tacho erst knapp über 50km/h, das Wasser läuft zwar schon nach oben ab, aber durch den starken Regen ist noch relativ viel Wasser auf der Scheibe.

Apropos "viel Wasser": Bei sehr heftigem Regen muss man den Scheibenwischer doch wieder hinzuziehen: Darin, große Mengen Wasser schnell von der Scheibe zu fegen, schlägt er jede Glassversiegelung.

Für Fahrten in normal starkem Regen und kleinen Schauern jedoch möchte ich den Komfort vom ANGELWAX H2GO nicht mehr missen. Nebenwirkungen habe ich trotz alter Wischer keine festgestellt.

Der Hersteller gibt die Haltbarkeit auf der Scheibe mit ca. 3 Wochen an. Danach muss es, optimalerweise direkt nach der Autowäsche, neu aufgetragen werden. Natürlich wieder auf eine pieksaubere Scheibe, aber nicht wieder mit vorheriger Politur. Die Scheibe war ja durch die vorherige Anwendung des H2GO vor nennenswerten Anhaftungen geschützt und sollte nur mit einem Glasspray und einem Mikrofasertuch leicht zu reinigen sein.

Der Neuauftrag ist in 5-10 Minuten durch, wenn man die Wartezeit nicht mitrechnet.

 

Video zur Anwendung: https://www.youtube.com/watch?v=8KCMKmzpngU

Video zur Wirkung: https://www.youtube.com/watch?v=bOnAKvJPDxw

 

PREIS UND DEUTSCHE BEZUGSQUELLE

Preis ca. 10 EUR für ein 100ml Fläschchen, das für ca. 15-20 Anwendungen ausreichen sollte

Bezugsquelle in Deutschland: www.carparts.koeln

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Sat Jan 02 16:59:11 CET 2016    |    Celsi    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: 8S/FV, Allgemeines, Audi, C-Klasse, Mercedes, S205, TT

So, nach der schwer verdaulichen technischen Anleitung aus dem letzten Artikel mal wieder etwas Trivialeres. Aber es hat mich immerhin so beeindruckt, dass ich trotz außerordentlich schlechter (Nacht-)Bilder was dazu schreiben möchte.

 

Zur Weihnachtszeit war ich in NRW und habe meine Eltern und dortigen Freunde endlich mal wieder besuchen können. Freund Alex hatte sich fast zeitgleich mit meiner TTS-Bestellung auch ein angemessen motorisiertes Fortbewegungsmittel für sich und seine Familie bestellt, und nun war er da: ein C63 S AMG. Ich durfte ihn kurz fahren, fotografieren (in tiefster Nacht) und einen Eindruck gewinnen.

 

TECHNISCHE DATEN:

- 4 Liter V8 BiTurbo Motor

- 510PS/375 kW bei 5.500-6.250 1/min

- VMax (abgeregelt) 290km/h

- Beschleunigung 0-100km/h in 4,0 Sekunden

- max. Drehmoment 700nm

- Leergewicht 1.835kg

- Kraftstoffverbrauch innerorts 11,0 - 10,8 l/100 km

- Kraftstoffverbrauch außerorts 6,9 - 6,7 l/100 km

- Kraftstoffverbrauch kombiniert 8,4 - 8,2 l/100 km (:D:D:D: Die Realität liegt lt. meinem Kumpel zwischen 15 und 20 Liter)

- CO2-Emissionen kombiniert 195 - 192 g/km

 

OPTIK:

Fangen wir mit dem Punkt an, für den ich Kritik ernten werden, die Optik. Ich weise vorsorglich an dieser Stelle darauf hin, dass Geschmäcker verschieden sind und ich hier nur so sachlich wie möglich meine Meinung wiedergebe, die keinerlei Allgemeingültigkeit besitzt. Ich bitte darum, etwaige Kommentare unter gleichen Voraussetzungen abzugeben.

 

AUSSEN:

Obwohl ebenfalls gut motorisiert, könnte sich mein TTS kaum mehr von dem C63 S AMG meines Kumpels unterscheiden, der zudem ein Kombi ist. Zum jetzigen Zeitpunkt, wo ich noch auf grell geschminkte, flache 2 oder 2+2 Sitzer stehe, könnte ich mir den Kauf einer solchen Fahrzeugform nicht vorstellen, auch wenn ich die 120TEUR dafür aufbringen könnte. Dabei sieht der AMG aber keineswegs völlig "unsportlich" aus, der Grill, die aggressiven LED-Scheinwerfer, die Lufteinlässige in den Kotflügeln und die Heckschürze mit den 4 kantigen Endrohren flössen schon Respekt ein. Ich bin nur einfach noch nicht bereit für einen "Mercedes Kombi", den er im Endeffekt immer noch darstellt.

Zuletzt kommen dann auch noch in der Farbgebung zwei Dinge zusammen, die ich nicht mag: Silber und Mattlack. Aber wie gesagt, alles Geschmackssache.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

INNEN:

Der Innenraum ist selbstverständlich vom Feinsten: Leder und Alu dominieren, sowie irgendein dunkles oder schwarzes Holz(-imitat?), das ungewohnt aussah (selbst wenn es Holz war, das Licht war zu schlecht). Der Wagen war praktisch voll-ausgestattet, es wimmelte von stilvoll designten Schaltern und Lichtlein, und die üppige Ambientenbeleuchtung tat ihr übriges, um eine futuristische aber entspannt-gediegene Atmosphäre aufkommen zu lassen.

Ganz anders als der minimalistisch gehaltene Innenraum des TT, der ebenfalls über Ambientenbeleuchtung verfügt.

Weniger stilvoll: Der mittige Bildschirm (Touch), der so schön ins Cockpit integriert ist wie ein an die Scheibe gepapptes Wühltisch-Navi. Naja, immer noch besser als gar kein mittiger Bildschirm wie beim TT.

Die Sitze sind bequem und bieten guten Seitenhalt, und auch auf der Rückbank fühlt man sich nicht beengt.

 

 

BESCHLEUNIGUNG:

Der C63 S AMG ging schon heftig zur Sache, keine Frage. Ich kann auch nicht behaupten, dass ich enttäuscht war, aber als jemand, der noch nie etwas mit mehr als 4 Zylindern unter der Haube gefahren hat, habe ich mehr erwartet bei 510 V8-PS.

Man liest ja öfters was von "in den Sitz gepresst werden und die Arme nicht mehr richtig ausstrecken können" ... das war hier nur begrenzt so. Rein subjektiv ging der AMG nicht viel brachialer vorwärts als mein TTS, aber bei einer 4 vor dem Komma ist ja auch nur noch begrenzt Luft nach unten. Der TTS schafft die 0 auf 100km/h in 4,6 Sekunden, der C63 S AMG schafft sie in 4,0 Sekunden. Und genau nach diesen 0,6 Sekunden Unterschied fühlt es sich auch an, nicht mehr und nicht weniger. Zugunsten des AMG sollte man aber bedenken, dass dieser auch eine halbe Tonne mehr Gewicht mit sich rumschleppt als der TTS.

Spaß macht der AMG auf jeden Fall trotzdem, und zwar nicht zuletzt wegem dem ...

 

 

SOUND:

Zum Weinen genial. Zum Niederknien. So muss sich ein Sportwagen anhören. Der C63 S AMG bollert, rumpelt, sprotzelt, und wummert, dass einem die Tränen der Ergriffenheit in die Augen steigen. Ich traue mich nicht, hier auch nur den geringsten Vergleich mit dem schnurrenden Kätzchen im TTS zu ziehen. Bei Beschleunigen röhrt der AMG dumpf wie ein Elch auf Drogen, bei Lupfen des Gas-Fußes rumpelt, bollert, und knallt es hinten so sehr, das man es auch im Boden fühlt, als würde man in einer Rakete sitzen. WAHNSINN!!! Das Ganze natürlich über den Fahrmodusschalter steuerbar, der AMG kann nicht wirklich "auf Zehenspitzen", aber im Komfortmodus ist er durchaus langstreckentauglich "leise".

Ein Traum!

 

Eindruck zum Motorsound:

http://www.mercedes-amg.com/c63s.php?lang=deu#vehicle_overview_section

 

 

FAZIT:

Aus meiner Sicht schon ein tolles Auto, wenn man einerseits die Familie komfortabel in den Urlaub kutschieren will, aber auf der anderen Seite auch mal Spaß haben und sich an einem der immer rarer werdenden "echten" Motoren erfreuen will.

Hätte ich Kinder (und Geld wie Heu), käme der Wagen für mich definitiv auch in Frage. Bis dahin würde ich für das Geld jedoch einen JAGUAR F-Type R vorziehen, der, was Leistung und Sound angeht, in der gleichen Liga spielt.

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Thu Dec 17 19:26:43 CET 2015    |    Celsi    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: 16:9, 8S/FV, Audi, Celsi, Filme, Format, Media Interface, MMI, MMI Dateiformat, MMI Filme abspielen, MMI Umwandlung, MMI Video, MMI Video Format, MMI Videos wiedergeben, mp4, SD, TT, Tutorial, USD, Veränderungen am TTS, Videodateien, Video im Auto, Video in Motion, VIM, Virtual Cockpit

WORUM GEHT'S?

Das MMI (Multi Media Interface) des AUDI TT FV/8S ist in der Lage, nicht nur Inhalte von DVD wiederzugeben, sondern auch Filmdateien von USB-Datenträgern, SD-Karten, Jukebox oder Daten-CD/DVD. Die Video-Wiedergabe ist im Serienzustand unterdrückt (nur Ton), wenn der Wagen sich bewegt. Es ist technisch möglich, diese Sperre aufheben zu lassen ("VIM" - Video In Motion) - empfehlenswert ist es jedoch nicht, da es vom Verkehrsgeschehen ablenken kann. *1. Zudem hat der Beifahrer im TT einen schweren Stand, um von seiner Position aus etwas auf dem Bildschirm im Virtual Cockpit zu erkennen. Trotzdem mag der ein oder andere von Euch ein paar (Musik)videos im MMI abspielen wollen, und sei es nur im Stand.

Ich rechne weiterhin damit, dass AUDI in anderen Modellen mit Virtual Cockpit den Fehler nicht wiederholt, den Beifahrer aus dem optischen Infotainment auszuschließen - dieses Tutorial mag deshalb auch für andere AUDI-Modelle nützlich sein/werden.

 

Für die Videokonvertierung mithilfe dieses Tutorials sind praktisch keine Vorkenntnisse in der Videobearbeitung notwendig.

 

 

WOHER MUSIKVIDEOS BEZIEHEN?

Ich bin kein Apple-Nutzer, aber ich habe mir sagen lassen, dass man sich über I-Tunes Musikvideos runterladen kann. Außerdem ist es mit Freeware-Software wie z.B. "JDownloader" möglich, sich Clips von den einschlägigen, legalen Streaming-Portalen herunterzuladen. Dieses Downloaden ist nach heutiger Rechtslage legal *2 *3. Weiter ins Detail möchte ich hier aber nicht gehen, denn den Betreibern mancher Portale ist dieser Umstand ein Dorn im Auge, und sie gehen offenbar gegen Leute vor, die "Anleitungen" verfassen, wie solch ein Download genau zu bewerkstelligen ist. *4

Zum Glück haben wir ja noch eine weitere Option: Videos, an denen wir die vollen Rechte haben und die wir nirgendwo downloaden müssen: Selbstgemachte Videos. Mit dem Smartphone angefertigt, sind sie sicher kein Garant für HiFi-Sound, aber für dieses Tutorial reicht ein solches Video im Folgenden als Anschauungsobjekt. Es handelt sich um einen kleinen Film, den ich mal mit dem Smartphone "gedreht" hatte, um zu veranschaulichen, was Hologramme (auf dem Autolack) sind. Wen's genauer interessiert: Den Film gibt es auch bei Youtube.

 

1 Testfilm "Die Mutter aller Hologramme"1 Testfilm "Die Mutter aller Hologramme"2 Startbildschirm von Programm "XMedia Recode"2 Startbildschirm von Programm "XMedia Recode"3 Startbildschirm von Programm "Mediainfo"3 Startbildschirm von Programm "Mediainfo"

 

 

 

WELCHE SOFTWARE BENÖTIGEN WIR?

Folgendes Programm benötigen wird zum Recodieren der Videos in das vom MMI akzeptierte Format. Das Programm ist Freeware.

- XMedia Recode in der aktuellesten Version

Nicht unbedingt benötigt, aber hilfreich zum vorherigen Herausfinden des Formats der Ursprungsdatei (ebenfalls Freeware):

- MediaInfo in der aktuellesten Version

 

 

WELCHES ZIELFORMAT WOLLEN WIR ERREICHEN?

Dieser Part erklärt ein wenig die technischen Hintergründe. Er muss nicht unbedingt gelesen werden, zumal er etwas trocken ist. Bei Desinteresse an dem "Technobabbel" einfach diesen Abschnitt überspringen und der Anleitung im nächsten folgen.

 

4 Handbuch Seite 194 - Videoformate4 Handbuch Seite 194 - VideoformateJetzt wird's ein wenig kurios. Das Handbuch des TT/TTS behauptet auf Seite 194 nämlich Folgendes: siehe Bild links, roter Rahmen. Im Kasten "Eigenschaften wird unter anderem dort angegeben, dass die Framerate (Anzahl der Bilder pro Sekunde im Film) den Wert 25 nicht überschreiten dürfe und die Bitrate (die Anzahl der Daten, die die Datei pro Sekunde überträgt) nicht den Wert 2000kbit/s. Beides stimmt aber nicht, lediglich die maximale Auflösung (Höhe und Breite des Films in Pixel) ist richtig angegeben. Leider hat es eine ganze Weile und den Zufall gebraucht, bis ich festgestellt habe, dass auch höhere Framerates und Bitrates funktionieren.

 

Und das ist auch gut so, denn mit dem Smartphone angefertigte Clips oder Filme aus anderen Quellen weisen in der Überzahl eine Framerate von 30 bzw. 29,97FPS (Frames per second) auf. Diese kann man zwar "heruntercodieren" auf die verlangten 25FPS, aber das hat Folgen: Wir weisen das Video damit an, 5 Bilder (Frames) pro Sekunde weniger darzustellen. Aber das Video darf dadurch nicht zeitlich kürzer werden, alleine schon wegen dem Ton, der ja nicht schneller werden darf. Was passiert also: Durch die 5 entfernten Frames "stolpert" das Video 5x in der Sekunde über ein "Loch", weil es versucht, mit einer "Tonspur" synchron zu bleiben, die für 30FPS aufgenommen wurde. Das äußert sich dergestalt, dass Bewegungen im Clip unsauber und ruckartig erscheinen.

Sorry für diesen kleinen Ausflug in die technischen Hintergründe. Das klingt jetzt alles, als hätte ich voll den Durchblick, aber in Wirklichkeit war ich nach der ersten "Runterkonvertierung" von 29,97 auf 25FPS völlig ratlos, warum mein zuvor sauber laufendes Video plötzlich ruckelte.

Bei der Auflösung liegt das Handbuch jedoch richtig: Sobald diese 720x576Pixel überschreitet, kann das Video vom MMI nicht mehr abgespielt werden - tatsächlich wird es in der Dateiauswahl nicht einmal mehr angezeigt. Da in der Praxis die Clips oft im 16:9 Format sind, wird unsere verwendete Auflösung im Folgenden aber meist 720x406 sein.

 

Das vom MMI akzeptierte Zielformat, das wir erreichen wollen, ist also ein mp4-File mit 720x406 bis 576px, max. 2200kbp/s Bitrate und einer Framerate von maximal 30FPS. "Maximal", weil es unnötig ist, 30FPS in der Zieldatei erreichen zu wollen, wenn die Quelldatei nur 25FPS hat (kommt vor!). Dann ruckelt es auch nur wieder ...

 

So, das war nun ein wenig trocken und theoretisch ... fangen wir doch nun mal mit der Praxis an, indem wir uns das Ausgangsvideo "Die Mutter aller Hologramme.mp4" genauer anschauen:

 

 

ANALYSE DER QUELLDATEI (optional)

5 MediaInfo benutzen per Drag&Drop5 MediaInfo benutzen per Drag&DropIn diesem Schritt schauen wir uns das Format der Quelldatei, also des noch nicht für das MMI aufbereiteten Videoclips an. Dieser Schritt kann ebenfalls übersprungen werden, ist jedoch am Anfang ganz sinnvoll, um ein Verständnis dafür zu bekommen, was wir hier tun.

 

6 Mediainfo: Analyse Quellvideo6 Mediainfo: Analyse Quellvideo

Für die Analyse brauchen wir "MediaInfo", das Programm aus dem 2. Link. Dessen Bedienung ist denkbar einfach:

Wir ordnen die Quelldatei und das Programmfenster von "MediaInfo" auf dem Desktop nebeneinander an und ziehen dann die Filmdatei mit der Mouse in das Fenster (Siehe Bild 5 links)

Danach verrät uns MediaInfo folgende wichtigen Details über das Quellvideo (im Bild 6 rot unterstrichen):

- Es ist ein MPEG4 (mp4) Video (fein, das mag das MMI)

- Es hat eine Bitrate von 9985 kbps (zuviel für's MMI)

- Es ist in der Auflösung 1920x1080 (viel zu groß für das MMI)

- Es hat eine Framerate von 29,970 FPS (Handbuch sagt nein, aber wir wissen: Okay für's MMI)

- Der Ton hat 192kbps, das ist nicht optimal, aber okay. Es ist halt mit dem Handy aufgenommen.

 

 

KONVERTIERUNG IN MMI-KOMPATIBLES FORMAT

Bevor man nun ob der nachfolgenden Screenshot-Flut mit Grausen den Blog-Artikel schließt: Bis auf wenige Ausnahmen sind alle diese Einstellungen einmalig nur nach Neuinstallation von XMedia Recode zu machen. Das Programm "merkt" sich diese Einstellungen dann. Der ganze Tanz muss nicht für jeden Film wiederholt werden!

 

Jetzt folgt also das eigentliche Konvertieren, bzw. besser gesagt: Recodieren in das Zielformat mit dem Programm XMedia Recode. Da ich oben schon mehr als genug geschrieben habe, beschränke ich mich für die, die noch wach sind, nun auf eine Abfolge hoffentlich aussagekräftiger Bilder.

Kommentare innerhalb der Bilder und Rahmen um die Elemente, an denen Änderungen vorgenommen werden müssen, sollten das Ganze verständlich halten. In den Rahmen um die zu ändernden Elemente stehen stets die neuen Werte, die Ihr bei Euch noch einstellen müsst.

 

Los geht's:

 

Schritt 1: Quelldatei ladenSchritt 1: Quelldatei laden Schritt 2: Einstellungen in Tab "Format"Schritt 2: Einstellungen in Tab "Format"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 3: Tab Video, Sektion AllgemeinSchritt 3: Tab Video, Sektion Allgemein Schritt 4: Tab Video, Sektion BewegungsschätzungSchritt 4: Tab Video, Sektion Bewegungsschätzung Schritt 5: Tab Video, Sektion ExtraSchritt 5: Tab Video, Sektion Extra

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 6: Tab Audio, Sektion AllgemeinSchritt 6: Tab Audio, Sektion Allgemein Schritt 7: Tab Audio, Sektion Lautstärke KorrekturSchritt 7: Tab Audio, Sektion Lautstärke Korrektur Schritt 8: Tab Filter/Vorschau, Sektion VideogrößeSchritt 8: Tab Filter/Vorschau, Sektion Videogröße

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 9: Tab JobsSchritt 9: Tab Jobs Schritt 10: Ergebnisüberprüfung mit MediaInfoSchritt 10: Ergebnisüberprüfung mit MediaInfo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fertig. Sieht von den Screenshots her "kompliziert" aus, aber eigenlich kann man den Bildern einfach ohne groß zu denken folgen und sollte mit einer brauchbaren Videodatei belohnt werden. Und wie gesagt: Die meisten dieser Einstellungen sind nur einmalig zu machen, nur die Auflösung im Tab "Filter/Vorschau" muss man man jedes Mal neu einstellen - eine Sache von ein paar Sekunden mit ein wenig Übung.

 

 

ALTERNATIVEN

Da gibt es noch den Windows Movie Maker aus dem Windows Essentials 2012 Paket (Freeware). Dieser ist etwas einfacher zu bedienen, insbesondere beim Schnitt. Weiterhin hat er tolle Features wie Texte einblenden, Fade in und Fade out, und weitere Effekte, um einen Film mit wenigen Handgriffen richtig "profihaft" aussehen zu lassen.

Der Testfilm "Mutter aller Hologramme" wurde mit dem Movie Maker nachbearbeitet (Youtube Link siehe oben). MMI-kompatible Filmdateien habe ich auch damit hinbekommen, mich aber letztlich gegen die weitere Verwendung vom Movie Maker entschieden. Denn abgesehen davon, dass der Movie Maker nur einen Audio-Stream von max. 192kbps erzeugen kann (akzeptabel, aber nicht gut), verlieren Filme bei der Speicherung mit diesem Tool merklich an Bildqualität. Ist so auch in zahllosen Beiträgen im Web nachzulesen. Aber schon die nur 192kbps Audio-Bitrate hätten wahrscheinlich ausgereicht, um mich zum komplizierteren XMedia Recode zu treiben: Das Bang&Olufsen System in meinem TTS enttarnt mangelhafte Audio-Qualität stets gnadenlos.

 

 

FEHLERSUCHE

Wenn das Video nach erfolgter Konvertierung nicht gleich abgespielt werden kann, nicht sofort die Flinte ins Korn werfen. Über ein paar Sachen bin ich bei meiner tagelangen Experimentiererei (wie gesagt, ich bin auch ein relativer Laie auf dem Gebiet) auch gestolpert und habe eine Lösung/Erklärung gefunden:

 

PROBLEM:

Laut MMI ist die Datei auf dem Datenträger nicht vorhanden/unsichtbar. Am PC sehe ich sie jedoch auf dem Datenträger.

LÖSUNGSMÖGLICHKEIT 1:

Das MMI blendet Film- und andere Dateien, die nicht den Formatvorgaben entsprechen, einfach aus, als wären sie nicht da.

Bitte mit dem Tool "MediaInfo" (Downloadlink siehe oben) am PC prüfen, ob die "unsichtbare" Videodatei die folgenen Vorgaben einhält: mp4-File mit 720x406 bis 576px, max. 2200kbp/s Bitrate und einer Framerate von maximal 30FPS.

Dazu dann bitte das möglicherweise übersprungene Kapital "WELCHES ZIELFORMAT WOLLEN WIR ERREICHEN?" durchlesen.

LÖSUNGSMÖGLICHKEIT 2:

Das MMI "erkennt" Datenträger wieder, aber hat Schwierigkeiten, Änderungen darauf zu erkennen. Im Rahmen meiner Experimente hatte ich auf einem USB-Stick, dessen 5 Video-Dateien vom MMI einwandfrei erkannt und abgespielt wurden, am PC mal 4 davon auf dem Stick gelöscht. Dann habe ich eine weitere, neue Datei, die den Vorgaben entsprach, auf den Stick kopiert. Er enthielt danach also 2 Videodateien gemäß Vorgaben, eine "alte", die das MMI schon mal erkannt hatte, und eine neue, die das MMI erkennen sollte. Hat es aber nicht. Es zeigte mir stattdessen die alte, ihm schon bekannte Datei an, sowie die 4 gelöschten, die schon gar nicht mehr auf dem USB-Stick waren, allerdings mit einem Symbol für "defekt" dahinter.

ABHILFE: Ggf. alle Dateien vom USB-Stick auf den PC wegsichern, dann den Stick neu formatieren (Schnellformatierung reicht). Dateien alle wieder in einem Rutsch draufkopieren. Ab da ist der Stick auch für das MMI ein "neues" Medium, das es korrekt neu einliest.

 

PROBLEM:

Das Video nutzt im Virtual Cockpit nicht den ganzen zur Verfügung stehenden Platz, sondern wird kleiner dargestellt.

LÖSUNG:

Die native Auflösung des MMI ist das veraltete PAL Format, die "deutsche Fernsehnorm" mit einem Bildseitenverhältnis von 5:4. Fragt mich nicht, warum, vermutlich hat es was damit zu tun, dass die "Videofähigkeit" des Virtual Cockpit in erster Linie besteht, um DVB-T Sendungen wiederzugeben. Je nachdem, was für Videos Ihr wiedergeben wollt und woher sie stammen, werden sie aber meist im 16:9 (siehe oben verwendetes Beispielvideo) oder auch im 4:3 Format vorliegen. Das VC kann diese dann nur darstellen, indem es Teile der Darstellungsfläche ungenutzt lässt ("schwarzer Balken")

 

PROBLEM:

Das Video ruckelt in der Wiedergabe, speziell bei Kameraschwenks.

LÖSUNG:

Mit dem Tool "MediaInfo" (Downloadlink siehe oben) die Framerate von Quellvideo und re-codiertem Video vergleichen. Ist die nicht gleich, ist das die Ursache. Dazu dann bitte das möglicherweise übersprungene Kapital "WELCHES ZIELFORMAT WOLLEN WIR ERREICHEN?" durchlesen.

 

PROBLEM:

Ich habe im MMI nur Ton, kein Bild. Am PC jedoch wird auch ein Bild dargestellt.

LÖSUNG:

Auto anhalten.:D Im Serienzustand ist die Wiedergabe von Videos unterdrückt, während der Wagen in Bewegung ist.

 

 

Rückfragen beantworte ich in der Kommentarfunktion gern - wenn ich kann. Ich habe mir diesen ganzen Kram auch nur ohne weitere Vorkenntnisse selbst begebracht :)

 

NACHTRAG vom 10.01.2016:

- Änderungen am Bildseitenverhältnis, und seien sie noch so rechnerisch korrekt, führen sofort dazu, dass das MMI das Abspielen verweigert.

- Das Hochskalieren von Filmen mit kleinerer Auflösung (z.b. 640x480) auf 720x540 führt ebenfalls zur Nichtabspielbarkeit.

 

 

 

FUSSNOTEN

*1 : Ich würde diejenigen unter uns, die andere gerne sicherheitstechnisch / moralisch / politisch / juristisch belehren, bitten, diesen Drang an dieser Stelle zu unterdrücken. Ich denke von meinen Lesern gerne, dass es mündige, verantwortungsbewußte Personen sind, die sich des Risikos von Video-Betrachtung während der Fahrt bewußt sind. Es geht in diesem Artikel nicht um die Wiedergabe von Filmen während der Fahrt - es ist eine technische Anleitung, Videos so aufzubereiten, dass sie, wie von AUDI vorgesehen, (siehe Seite 194 Handbuch) mit dem MMI dargestellt werden können. AUDI sieht die Wiedergabe während der Fahrt explizit nicht vor, wie im Haupttext erwähnt. Ich behalte mir vor, Kommentare zu löschen, die sich belehrend, bewertend oder gar beleidigend zum Thema "Video in Motion" äußern - das ist hier nicht das Thema.

*2 : Quelle: Chip.de

*3 : Ich übernehme keine inhaltliche Haftung für die Rechtsauffassungen, die ich hier äußere, auch wenn diese nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und gemacht wurden. Aber ich bin kein Jurist - und Gesetze können sich jederzeit ändern. Möglicherweise, ohne dass der Autor dieses Artikels dies merkt und den Artikel anpassen kann.

*4 : Quelle: Caschys Blog

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Mon Dec 07 20:09:34 CET 2015    |    Celsi    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: 8S/FV, Audi, TT

... das stand als Kommentar unter meinem ersten Grundschulzeugnis, wirklich. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

 

Ich muss schreiben. Wenn ich etwas mühsam rausfinde, muß ich eine "Anleitung" schreiben. Wenn mich ein Fehler am Auto ärgert, muss ich den von allen Seiten beleuchten, beschreiben, beklagen. Wenn ich ein neues Pflegeprodukt supertoll finde: Ich muss es testen, reviewen, rezensieren.

Ich muss meinen Senf jedem aufdrängen, der sich nicht bei "drei" ... äh ... ausgelogt hat. ;) Ich kann nicht anders.

 

Bisher habe ich einfach in normalen Threads im 8S/FV Forum geschrieben, allerdings hat das immer einen Nachteil: Man kann Bilder nicht vernünftig einbinden. Die gammeln immer da unten am Threadende herum, ohne Vorschau, ohne Bezug zum Text.

Da ich allerdings gerade an einem längeren "HowTo" stricke, wollte ich diesen Nachteil nicht mehr länger in Kauf nehmen und habe kurzerhand meinen Blog neu aufgelegt.

Richtig gelesen, neu aufgelegt. Denn ich hatte zwischen 2009 und 2013 hier bei MT einen relativ erfolgreichen Blog, der allerdings auf Fahrzeugpflege spezialisiert war. Ich hoffe, der ein oder andere erinnert sich noch an das Wortmonster, ich jedenfalls blicke heute gern und sogar mit etwas Stolz darauf zurück.

So erklärt sich übrigens auch der seltsame Name dieses Blogs hier:

Irgendwann hat mein damaliger oranger TT 8J den Spitznamen "Saftorange" abbekommen, und obwohl ich meinen Blog anders genannt hatte, war er für viele nur "der Saftorangenblog". Mein aktueller TTS ist nun nicht mehr orange - der Blogname muss es aber einfach weiter sein.

 

So, genug des einführenden Geblubbers, eigentlich hätten auch 4 Worte gereicht: "Ich bin wieder da" :D.

 

Viele Grüße,

Celsi

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Verursacher:

Celsi Celsi

Audi

 

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Waren nicht schnell genug wieder weg:

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  • Pangolin77
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Haben's nicht anders gewollt:

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