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Dorti's Bilderecke

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30.01.2013 21:58    |    Dortmunder 65    |    Kommentare (12)

Morgan Plus 4

Baujahr 1998

4 Zylinder Reihenmotor

1994 ccm

136 PS

195 km/h

0 auf 100 in 7,5s

9,3 Liter Verbrauch

 

Ich geh erstmal auf das abgebildete Fahrzeug ein! Der Plus 4 ist mit Sicherheit keine klein oder light Version des Plus 8. Der Plus 4 hat mit seinem Antriebsstrang ein eigenes Fahrgefühl, man kann sagen er hat eine gewisse Leichtigkeit. Was ist so besonders am Morgan Plus 4, es ist das seit Jahrzehnten bestehende Design und das mit modernster Technik und Sicherheitsstandarts. Das Dorchester Gray mit den Chromspeichenrädern und der hellen grauen Innenausstattung wirk nicht nur edel, es ist auch edel. Fahrzeuge der Firma Morgan gelten als sehr wertstabiel. Der Morgan Plus 4 entspricht dem Desing des Morgan 4/4, wobei das Plus für eine breitere Front steht. Die Vier steht für 4 Räder bzw. 4 Zylinder und hängt mit der Gesichte von Morgan zusammen, da die Firma am Anfang auf Dreirädrige Fahrzeuge (2 vorn, 1 hinten) spezialisiert war. Diese Ausführung wurde von 1988 bis 2000 gebaut. Der Morgan wird in Grunde seiner Form seit 1936 (Modell 4/4) gebaut und ist damit das am längsten gebaute Auto. Die größten Änderungen stammen wohl aus dem Jahr 1953. Der gerade Kühler wurde durch den gebogenen ersetzt und die freistehenden Lampen wurden in die Kotflügel integriert.

Da es sich bei Morgan um einen kleinen Familienbetrieb handelt wurden/werden viele Komponente fertig dazugekauft. Der Motorhersteller wechselte immer in der ganzen Laufzeit. Anfangs Ford, Standart und Coventry Climax, später Triumph, Fiat, Vanguard und Rover. Heute wird wohl ein Einsteigermodell mit einem 1,8 Litermotor von Ford angeboten.

Verblüffend ist auch das Fertigungsverfahren bei Morgan, denn es handelt sich noch um die Fertigungstechnik aus dem Kutschenwagenbau. Es werden immer noch Eschenholzrahmen für die Aluminiumkarosserie eingesetzt, daher sollte bei älteren Modellen auf die Karosserie geachtet werden. Schlecht reparierte oder welche mit Schäden lassen befürchten, dass der Rahmen feucht wurde oder ist. Die Karosserei mit Holzrahmen liegt auf einem Stahlrahmen auf. Der Morgan wird immer noch in Handarbeit gefertigt, daher verlassen etwa nur 650 Fahrzeuge im Jahr die Fabrik.

Was macht die Faszination an einem Morgen aus, es ist wohl das Ursprüngliche dieses Roadsters. Er hat keine typischen Luxusannehmlichkeiten moderner Cabrios. Selbst das Verdeck muss von Hand bedient werden. Das Erfolgsrezept ist das geringe Gewicht, der Wagen hat einen enormen Vorwärtsdrang. Nur der Fahrtwind sorgt für Ernüchterung, ein angenehmes Reisetempo soll bei 80 bis 100 km/h liegen. Durch die tiefen Türausschnitte spürt man den besagten Fahrtwind anscheinend bis auf die Hüften. Gepäckmitnahme ist stark beschränkt bzw. geht gegen null, da der Morgan keinen Kofferraum hat. Für kleines Gepäck gibt es auf Wunsch einen Heckträger. Das Fahrwerk ist bretthart, es gibt den Spruch, wenn man über eine Münze fährt kann man die Prägung dieser an seinem Gesäß ablesen. Bei der Lenkung wird auf hydrauliche Unterstützung verzichtet.

 

Geschichtliches und Triviales

 

H.F.S. Morgan Sohn eines Geistlichen wollte am Anfang überhaupt keine Firma gründen und leitete dann die Morgen Motor Company mehr als 50 Jahre. nach dem er 7 Jahre als Bauzeichner gearbeitet hatte, gründete er mit 25 eine Werkstatt und betrieb eine erfolgreiche Buslinie. Nachdem er einige Mototfahrzeuge sein eigen nannte, baute er sein erstes Dreiradfahrzeug mit Rohrgestell. Der Morgam Runabout war geboren und wegen der positiven Resonanz entschloss er sich doch ein Paar zu bauen. Die Morgan Motor Company wurde mit den Geldmitteln des Vaters als private AG gegründet, nach dem das Geld von H.F.S. Morgen (wegen eines Unfalls mit einem Benz) für Reperaturen drauf ging. Vater und Sohn waren Vorsitzender und Geschäftsführer. Man schrieb das Jahr 1912 und spezialisierte sich auf zweisitzige Dreiräder. Mit seinen Dreirädern war Morgan so erfolgreich, dass erst 1936 der Morgan 4/4 auf den Markt kam. Es gab vorher schon mal einen Prototypen, der wurde aber nicht gebaut. Morgan setzte damals schon auf Leichtbau und somit auf Aluminium, der 4/4 war sofort ein voller Erfolg. Es gab auch ein Drophead Coupè mit fest angebautem, klappbarem Verdeck.

 

Henry Frederick Morgan 1881 bis 1959

Mit dem Tod des Patriarchen übernahm kurz Mr. Goodall die Geschäftsführung, um dann von Peter Morgan abgelöst zu werden, dem Sohn des Firmengründers. Peter Morgan übergab 1998 an seinem Sohn Charles. Peter Morgan verstarb im Oktober 2003.

 

Ich hoffe der Artikel hat euch gefallen und freu mich über Komentare und selbstgemachte Bilder zum Morgan.

 

Euer Dorti

 

Bild Nr., Kamera, Blendenzahl, Belichtungszeit, ISO, Brennweite

01 D f/3,3 1/30s 400 04mm

02 M f/4,0 1/40s 250 24mm

03 M f/3,5 1/30s 125 18mm

04 M f/3,5 1/30s 640 18mm

05 M f/3,5 1/30s 800 18mm

06 M f/3,5 1/40s 320 20mm

07 M f/3,5 1/40s 200 20mm

08 M f/3,5 1/13s 800 18mm

09 M f/3,5 1/08s 800 18mm

10 M f/3,5 1/30s 320 18mm

11 M f/4,0 1/40s 500 24mm

M Minolta

D Panasonic


30.01.2013 22:08    |    124er-Power

Boah, wer hat denn dieses hässliche Lenkrad da eingebaut? :eek:


30.01.2013 22:11    |    Dortmunder 65

Ich nicht :D


30.01.2013 22:19    |    124er-Power

Erster Gedanke, wer hat da ein Lenkrad von Ford eingebaut?


30.01.2013 22:27    |    dark_papa

Schön gesehen und festgehalten,dortmunder 65,

An dieser Location kommt der Glanz von Chrom und Lack erst richtig zur Geltung. :cool:

 

P.S :

Bei der langen Verschlußzeit,die du hier beim Fotografieren gewählt hast,verlieren die Bilder deutlich an Schärfe.Entweder du nimmst in Zukunft ein Stativ mit,oder ich muß mir eine Brille anschaffen... :D


30.01.2013 22:30    |    Dortmunder 65

Oder deinen Bildschirm putzen, die Kammera steht meist auf Automatik


30.01.2013 22:34    |    dark_papa

kannst Recht haben,dortmunder 65,ich seh die Buchstaben ebenfalls verschwommen! :eek:

Danke für den freundlichen Klaps

dark_papa :cool:


30.01.2013 22:34    |    Goify

Aber es stimmt schon, du belichtest recht lang. Ohne Bildstabilisator geht das schnell mal Schärfe verloren. Aber wenn ich mir die Werte so ansehe, muss es in der Halle recht düster sein. Da ist es immer schwierig.

 

Trotzdem sind es tolle Bilder von einem Wagen, den ich definitiv mal fahren werde, und wenn es nur im England-Urlaub ist.


30.01.2013 22:40    |    mr. mountain

Ich finde es toll, dass das Konzept aus den 1930ern heute noch als Neuwagen verfügbar ist. Aber ein Fan dieses Konzepts bin ich nicht und würde mich daher eher für einen moderneren Roadster entscheiden, wenn ein Roadster zur Disposition stehen würde.

Fur Fans ein super Auto. :)


30.01.2013 22:56    |    Dortmunder 65

Die Lichtverhältnisse sind da etwas komisch, sehr unterschiedlich


30.01.2013 23:19    |    124er-Power

Nächstes mal nimmste am besten ein Flutlichtstrahler mit Dorti. :D


30.01.2013 23:20    |    Goify

Ne Softbox würde wohl reichen. Oder einfach ein Stativ, selbst ein Einbein ist sehr hilfreich und gut transportabel.


01.02.2013 01:13    |    Antriebswelle238

Schöner Artikel. Ich wusste gar nicht, das es die "alte Form" auch noch gibt. Könnte mich reizen, das Auto.

Hartes Fahrwerk und fehlende Servos bin ich vom F45 und nem 70mm tiefer gelegten Ascona schon gewohnt :D

Mal sehen, wenn ich in Rente gehe, vielleicht ...

Dann braucht man doch was angemessenes, als älterer Herr ;)


Deine Antwort auf "Morgen Plus 4 - Heisse Kiste, Oldie und auch nicht!"

DANKE

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Ich schau mir gern alte, besondere und schöne Autos an und fotografiere sie, mit meinem bescheidenen Können. Auf Anregung habe ich beschlossen hier einen Blog einzurichten um euch daran teil haben zu lassen.

Die von mir erstellten Texte haben nicht den Anspruch komplett oder völlig fehlerfrei bei den Angaben zu sein.

Gruß Euer Dorti