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Dorti's Bilderecke

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27.10.2013 11:44    |    Dortmunder 65    |    Kommentare (16)

Borgward Isabella Ein Wagen, eine Legende und viel Wirtschaftsgeschichte

 

Ich habe mich lang mit Borgward beschäftigt, die Isabella an sich ist ein seiner Zeit beeindruckendes Fahrzeug. Nur Isabella und das Ende um Borgward lässt sich nicht trennen, die Qualität und der Stellenwert von Borgwardfahrzeugen lässt den Mythos leben.

Ich weiß nicht ob am Ende dieses Artikels eine uns befriedigende Arbeit herauskommt!

Grob gesagt fang ich mal mit der Isabella an, denn das ist ja immer noch das Wichtigste im Blog mit den Bildern zusammen.

Abschließen werde ich mal versuchen die Geschichte zu beleuchten

 

Borgward Isabella in ihren Varianten gebaut von 1954 bis 1962 setzte von Anfang an Maßstäbe, wobei die ersten schon einige Schwächen hatten wie eindringendes Regenwasser, platzende Frontscheiben und abbrechende Vorderachsteile.

Als Nachfolgerin der Borgwardmodelle Hansa 1500 und 1800 die ehr schlicht daher kamen, sollte das Design der Isabella eins der schönsten Wagen nicht nur dieser Zeit sein.

Oft wird behauptet, dass der Chef selber im Hinterzimmer am Design feilte, dies kann durchaus sein. Er galt nicht nur als genialer Tüftler sondern auch als eigensinniger Patriarch.

 

Isabella, über diesen Namen scheiden sich auch die Geister zur Entstehungsgeschichte. Eine behauptet er sei einer flapsige Bemerkung von Carl F.W. Borgward entsprungen, als ihn jemand nach einem Tarnnamen fragte.

Ich teile ehr die Version, dass Carl F.W. Borgward den Namen bewusst wählte um die Schönheit dieses Wagens noch zu unterstreichen. Die Leichtigkeit der Formen hatten nicht viele Dinge dieser Zeit und wenn waren italienische Designer oft beteiligt.

Außerdem wollte man die moderne Frau ansprechen, denn Fahrerinnen gab es immer mehr und Ehefrauen sprachen bei der Anschaffung jetzt auch ein Wörtchen mit.

Geadelt wurde die Isabella durch die fast eigenständige Konstruktion des Coupes, dieses schaffte es ins Museum of Modern Art in New York. Anfangs nur als Einzelstück für die Dame des Hauses gedacht, startete der Verkauf 1957.

 

Nicht nur das Design beeindruckte Kundschaft und Fachpresse, auch die Technik, Motor und andere Detaillösungen verblüfften.

So ließen sich z.B. die Dreiecksfenster nicht nur aufklappen wie bei der Konkurrenz sondern runterkurbeln. Die Heckklappe mit der integrierten Reserveradaufnahme ging weit herunter, die Mitbewerber hatten alle ein Heckabschlussblech, über die man die Ladung heben musste.

Ein Novum in der Mittelklasse war die hydraulische Kupplungsbetätigung, dies ermöglichte das Schalten der Viergang Lenkradschaltung ohne Vibrationen oder Rupfen im vollsynchronisierten Getriebe.

Weiter fallen die hängenden Pedale auf, die waren zu der Zeit nicht Standart. Die Kotflügel waren verschraubt und somit kostengünstig zu tauschen. Auch andere Lösungen waren wegweisend.

Hinten die Baugruppe Zweigelenkpendelhinterachse mit Schubstreben und vorn die Radaufhängung aus verschieden langen Querlenkern unten und oben. Rundrum Schraubenfedern mit Tele-Dämpfer und vorn zusätzliche Stabilisatoren.

Die selbsttragende Ganzstahlkarosserie mit glatter (heute noch nicht selbstverständlich) Bodengruppe nahm die Fahrwerksteile auf.

Das geniale war aber der Motor, der die Isabella lange Zeit auf den Autobahnen die linke Seite als Dauergast bescherte. Ludwig Brandt ließ sich einiges einfallen, um aus dem 1,5 Liter Motor 40,2 PS/l zu regenerieren.

Basis war der Motor des Hansa 1500, ein strömungsgünstiger Ansaugkrümmer, höhere Verdichtung gepaart mit besserem Bohrungs-/Hubverhältnis und höheren Drehzahlen bewirkten die damalige enorme Leistungssteigerung.

Mercedes brachte es von 1953 bis 57 gerade auf 29,4 PS/l und Opel mit dem Rekord bis 1955 auf 26,9 PS/l.

Der mit untenliegende Nockenwelle und einem Vergaser recht einfache Motor verfügte aber über einen Nebenstromölfilter der Oberklassemodelle damals vorbehalten war.

Dieser Motor war für mehrere 100t km gebaut.

 

Borgward baute somit ein sportliches und familientaugliches Reisemobil, andere Hersteller hatten so was nicht zu bieten. BMW sollte erst nach dem Niedergang von Borgward die Lücke schließen können.

Im Erscheinungsjahr konnte kein deutscher Hersteller ein Wagen mit dem Temperament, Aussehen gepaart mit Wirtschaftlichkeit und Fahrsicherheit bieten.

 

Selbst der Einstiegspreis war bei 7265 DM und dem geliefertem Produkt sensationell.

 

Einige Änderungen

 

1955: Verbesserungen an Motor, Fahrwerk und Federn, Änderung an Getriebeuntersetzungen

1956: Vereinfachung des Kühlergrills

1957: Neues Armaturenbrett, geändertes Lenkrad, größerer Benzintank (48 l), verbesserte Innenausstattung

1958 kleinerer Rhombus im Grill und schmalere Rückleuchten, 1960 Automatikgetriebe bzw. Hansamatic auf Wunsch, Kotflügel hinten geändert, Kofferraum um 6 cm verlängert, Rückfahrscheinwerfer serienmäßig, Einschlüsselsystem 1961 neues Armaturenbrett

 

Die Isabella brachte die Borgwardgruppe weit nach vorn, hinter den Massenherstellern Opel und Ford aber immerhin noch vor Mercedes.

Nur es reichte nicht aus um Borgward den weiteren Verlauf der Geschichte zu ersparen.

 

Die Grunddaten zur Borgward Isabella:

• Hersteller – Carl F. W. Borgward GmbH

• Produktionszeitraum – 1954 bis 1962

• 4-Zylinder-Reihenmotor, dreifach gelagerter Kurbelwelle, hängende Ventile

• Hubraum 1493 ccm – Leistung 44 Kw/60 PS – Isabella TS 75 PS

• 4-Gang-Getriebe mit Lenkradschaltung, voll synchronisiert

• Hinterradantrieb – Schraubenfederung rundum

• Einzelradaufhängung an Doppelquerlenkern vorn – Pendelachse mit Schubstreben hinten

• Länge 4,40 m – Breite 1,76 m – Höhe 1,50 m

• Leergewicht 1040 kg

• Höchstgeschwindigkeit 135 km/h – Isabella TS 150 km/h

• Neupreis 7.265,- DM

• Batterie 6 V 84 Ah, Lichtmaschine 130 W bei 2200 U/min, Zündfolge 1-3-4-2, mechanischer Zündverteiler mit Fliehkraft-Unterdruckverstellung, Zündkerzen-Wärmewert 225

• TS steht für Touring Sport und dieser stärkere Motor war für das Spitzenmodell und das Coupe

 

Produktionszahlen

 

Isabella PKW 1954 -1962 155.925 Stück / Combi 1954 bis 1962 37.396 Stück / Coupe 1957 bis 1961 9537 Stück

Über Isabella Pick Up und den Cabrios habe ich keine genauen Angaben gefunden, der für den Export gedachte Pick Up muss sehr selten sein. Cabrios deshalb weil es eins auf Coupebasis und eins auf Basis der Limousine gab. Das auf Coupebasis gebaute Cabrio soll ca. 15 mal bei Karl Deutsch Karosseriebau in Köln gebaut worden sein.

202.862 Exemplare Isabella sollen insgesamt vom Band gelaufen sein.

 

Was ist aus heutiger Sicht zur Isabella zu sagen, im Großen und Ganzen wie bei allen Oldis.

Erst genau prüfen bevor man sich bindet, besonders wenn einem ein Cabrio unterkommt.

Ersatzteile liegen oft schon auf Mercedesniveau. Wobei Verschleißteile ein geringeres Problem darstellen, da sie meist damalige Standartprodukte waren.

Da die Borgwardfans meist schon im gehobenen Alter sind, werden öfters welche angeboten und die Preise befinden sich im allgemeinem auf realistischen Höhen.

 

So hier verabschiede ich mich mal von den Lesern, die sich nur speziell für das Auto und die Bilder interessieren! Über Kommentare/Anmerkungen freu ich mich genau wie über selbst gemachte Bilder von euch.

 

Gruß

Euer Dorti.

 

Geschichte

 

Mal sehen ob es mir gelingt, normal müsste man ein Buch schreiben, daher die Anfänge in Kurzform und vor allem das Ende mal genauer betrachtet!

 

1890 Geburt Carl Friedrich Wilhelm Borgward, Schlosserlehre, Maschinenbaustudium und mit 23 Oberingenieur

1919 Teilhaberschaft und Geschäftsführung Bremer Reifenindustrie GmbH und Angebotsumstellung für Hansa Lloyd Werke (Kotflügel u. Kühler)

ab 1921 Alleinverantwortlich unter Bremer Kühlerfabrik Borgward & Co

1922 Umzug und Produktionsbeginn des dreirädrigen Blitzkarren

1928 Kauf der Bremer Karosserie Fabrik gegenüber der Hansa-Lloyd AG Verwaltung mit seinem Partner (seit 24) W. Tecklenborg

1929 kauf der Bankenanteile der Hansa Lloyd AG und Übernahme Geschäftsführung und Vorstand der Goliath – Werke und Hansa Lloyd

1931 Lloyd ist Pleite und wird mit den Goliath Werken verschmolzen zu "Hansa-Lloyd-Goliath-Werke Borgward & Tecklenborg". Neukonstruktion von Hansa 1100 und 1700 mit Stahlkarosserie anstatt Holz.

1937 Neubau einer Vorbildlichen Fabrik in Sebaldsbrück und Borgwart kauft Tecklenborg für 4 Mill. RM nach Unstimmigkeiten raus und Umwandlung in "Hansa-Lloyd-Goliath-Werke Carl F.W. Borgward"

1938 Ernennung Borgwarts zum Wehrwirtschaftsführer und trotzdem keinen Einfluss mehr über die Fabriken

 

1948 durfte Borgward die von der Stadt Bremen und vom Verkaufsdirektor Schindelhauer geretteten Betriebsmittel wieder übernehmen. Und begann gleich mit Neubauten. Um mehr Rohstoffe zu bekommen gründete er drei Unternehmen, die "Goliath GmbH", die Lloyd-Maschinenfabrik GmbH" und die "Automobil- und Motorenwerke Carl F.W. Borgward GmbH".

Dieser geniale Schachzug sollt später aber eins der großen Probleme werden.

1949 der Hansa 1500 Neukonstruktion in Pontonform wird in Genf auf dem Salon vorgestellt und für die „Geringverdiener“ kam der Lloyd LP 300

1950 Umwandlung Lloyd-Maschinenfabrik GmbH in Lloyd-Motoren-Werke GmbH nach Aufgabe der Textilmaschinenproduktion und Neubau in Bremen Neustadt.

1954 Borgward Argentinia S.A. Industrial wird gegründet und man expandiert weiter und die Isabella erblickt das Licht der Welt.

1959 noch zwei neue aus dem Firmenkonstrukt die Arabella und der große Borgward mit Luftfederung.

 

Das Ende, wieso, weshalb, warum und/oder ein Wirtschaftskrimi ?

 

Das Ende von Borgward hat fast mehr Facetten als ein Diamant, es gibt sehr viele Aussagen und Mutmaßungen. Nur wer war der Leittragende zum Schluss? Bestimmt nicht die meisten Protagonisten! Die große Masse an Arbeitnehmern und mit Sicherheit auch C.F.W Borgward, der das Ende nur knapp 2 Jahre überlebte, vielleicht bzw. bestimmt.

Wo soll ich nun Anfangen, ich möchte nicht eine neue Theorie aufmachen daher werde ich mal versuchen Eins nach dem Anderen aufzudröseln.

 

Die Presse, ein riesiger Meinungsmacher, allem voran die Boulevardpresse, die sich natürlich

reißerisch über die Situation her machte. Die ARD die selbst in den Nachrichten darüber berichtet. Soll man ihnen die Schuld geben?

Im frühen Nachkriegsdeutschland sah man sich mit einer der ersten großen Stagnationen in der Wirtschaft konfrontiert. Es wurden Zahlen genannt die sich damals riesig anhörten und dem Ottonormalverbraucher Angst machten. Ich sag nur weder Presse noch Leser waren bereits soweit sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein bzw. das Gelesene richtig zu bewerten.

 

Die Konkurrenz, allem voran BMW, was hätten diese von einem Konkurs gehabt?

Einen guten Konkurrenten weniger ja, einen starken wohl nicht. Außerdem hatten alle ihre hausgemachten Probleme. Es wird sogar davon ausgegangen, dass diese keinerlei Interesse an einer Pleite hatten! Viele in der Wirtschaft hatten Angst, dass das labile Vertrauen sie selbst mit in den Abgrund ziehen kann.

Für die Behauptung ein Konkurrent hätte die Hausbank unter Druck gesetzt, mit beteiligten Bremer Kaufleute, hält sich auch recht hartneckig. Nur scheint hier nicht BMW gemeint zu sein. Oft liest man dann vom so genannten Vollstrecker der beauftragt wurde, ob damit Dr. Semler gemeint ist bleibt im Nebel. Auf jeden Fall hatte sich dieser Herr auf Konkursverfahren spezialisiert und sich nicht nur bei BMW und Henschel einen guten Ruf erarbeitet. Was gegen die Semler Theorie spricht ist, dass er nie zu BMW zurückkehrte.

Allerdings gibt es wohl auch zweifel ob er wirklich der Macher war bei seinen Erfolgen bei BMW und Henschel.

 

 

Die Politik, eine Ansammlung von Menschen die sich schon bei städtischen Angelegenheiten nicht einig sind und die plötzlich mit Summen konfrontiert wurden die größer als all ihre Haushalte waren. Eventuell auch welche die sich am Hamburger Borgward mit seiner angeblichen Arroganz rechen wollten. Zumindest zeigten sie kein Vertrauen und versagten nach der Übernahme der Geschäfte kläglich.

 

Die Händler und Kunden, die durch alles stark verunsichert waren und sich fragten was nun?

Wohl kaum, diese arbeiteten hart und hatten Angst auf ihre Borgwards sitzen zu bleiben oder keine Ersatzteile mehr zu bekommen.

 

Dem Wirtschaftsprüfer Dr. Semler und Aufsichtratsvorsitzenden von BMW der seine erste Einschätzung zwei Wochen später revidiert?

Da könnte man sagen, er hat mit Sicherheit dem Ruf stark geschädigt und eine Rettung fast da schon verspielt. Aus seiner Position heraus war er nicht die beste Lösung und daher rührt auch die negative Darstellung von BMW.

Der Fehlversuch der Sanierung hatte viele Väter! Den Konkursverwalter, der Aufsichtsrat und die Politik. Keiner wollte eine harte Sanierung durchdrücken oder war in der Lage das Firmengeflecht zu entzerren oder einen potenten Partner zu aquerieren. Selbst einen Verkauf als ganzes gelang nicht.

Bis zum endgültigen Aus verbrannte Bremen nochmals 50 Mil. DM und das obwohl man Borgward nur 10 verweigerte.

Ob Borgward selber das Schiff auf Kurs gebracht hätte bleibt unbeantwortet.

 

C.F.W. Borgward, der geniale Tüftler und Patriarch, der schon im gehobenen Alter war?

Was war geschehen? Borgward exportierte den größten Teil seiner Produktion. Nur der Absatz brach ein und viele Wagen standen auf Halde, dass die Lloydmodelle nur mit Verlust verkauft wurden konnte man trotzdem verkraften! Das man noch kurz vor Ende wachsen wollte ist auch nicht unbedingt der Schlüssel, oder das oft erwähnte Hubschrauberprojekt hatte auch nicht die Größenordnung.

Sollte es der Umstand sein, dass sich der Nachkriegsschachzug mit der Gründung dreier Unternehmen sich zum Problem entwickelte? Borgwart leistet sich dadurch Verwaltungs- und Vertriebsabteilungen dreimal. War er so sozial eingestellt, dass er von Entlassungen absah und gewisse Rationalisierungen nicht anging. Übersah er die Notwendigkeit sein Unternehmensgebilde zu überarbeiten? Ich vermag darauf keine Antwort zu geben!

Ein Problem Borgwards war mit Sicherheit nie genügend Geldmittel flüssig zu haben, er bewegte sich immer am Rand des Abgrunds.

Von einer Überschuldung des Unternehmens konnte man wahrlich nicht sprechen, da die Kredite nicht mal den Wert des Grundbesitzes erreichten.

 

Wie soll man jetzt diese Vorkommnisse werten? Ich habe unzählige Berichte, Kommentare, Zeitungsmeldungen usw. gelesen und finde es immer noch schwierig neutral ein Urteil abzugeben.

Nur wie sich alle Beteiligten verhalten haben lässt auf wenig Professionalität schließen!

Die Bremer Politik, die Borgward ihre Entscheidung nicht vor den Medien, die Bürgschaft zu stoppen, mitteilte. Anschließen in einer langen Nachtsitzung dem Patriarchen die entschädigungslose Übergabe der Firmen abringen um dann dilettantisch weiter zu verfahren.

Zumindest wurde C.F.W. Borgward wohl an die Grenzen seiner Kräfte gebrach und er schenkte der Politik glauben die ihm versicherte das Imperium zu retten. Er sah wohl zu guter letzt keine andere Möglichkeit.

 

Zu diesem Zeitpunkt waren seine Möglichkeiten sehr gering, zumal er zwei gute Möglichkeiten ausgelassen hatte. Borgward verhandelte schon einmal mit Chrysler, nur diese wollten die Mehrheit von 51%. Borgward wollte aber nicht die Macht verlieren und brach die ganze Geschichte ab. Später unter dem Insolvenzverwalter ging der zweite Anlauf an Chrysler zu verkaufen auch daneben, diesmal beendete aber Chrysler.

Kurz bevor C.F.W. Borgward das Bundesverdienstkreuz bekam, hatten seine engsten Berater und Mitarbeiter im Unternehmen ihn soweit, dass er alles in eine AG umwandeln wollte.

Nur kam der Abend der Preisverleihung, das Ego des Patriarchen wurde so gebauchpinselt, dass er dieses Vorhaben auch verwarf.

 

Alles in allem waren es viele kleine und große Fehler die das Schicksal der Borgwardgruppe besiegelte.

Man kann nicht nur einer Person die Schuld zuweisen, zumal nach der Auflösung und Verkauf der Aktiva jeder Gläubiger sein Geld zurück hatte. Es sollen sogar noch Millionen übrig gewesen sein.

Ob die Familie jemals entschädigt wurde konnte ich auch nicht in Erfahrung bringen.


27.10.2013 14:39    |    mr. mountain

Toller Blog :)

Die Isabella war gerade als Coupé ihrer Zeit voraus.

Was mich auch beeindruckt sind die Kombis, die schon ein wenig Lifestyle versprühten.

Beeindruckend aus meiner Sicht sind auch die Metallic-Lacke.

In den 70er Jahren verzichteten viele Käufer auf den glänzenden Lack, da dieser bei Reparaturen damals nur aufwändig zu lackieren sei. Insofern war das in den 50/60ern mutig.

Den Kombi hatte ich nicht mehr im Gedächtnis, wenn man von der Isabella spricht denkt man häufig an das Coupé TS mit damals beeindruckenden 75 PS. :)

Schade, dass dieser innovative Hersteller damals die Kurve nicht bekam.

Was mir momentan aus einer TV-Doku zu dem Thema einfällt, ist die Rolle von Mercedes, die möglicherweise mitgedreht hatten. Borgward hatte eine tiefe Abneigung gegenüber den Banken und hatte sich Hilfe seitens des Senats erhofft.

Die Theorie hinsichtlich BMW ist mir neu, aber sehr interessant.

Schade, dass Borgward sich keinen Partner suchte, sein Festhalten an der Macht war wohl zum großen Teil verantwortlich am Niedergang dieses tollen Unternehmens.

Mit Chrysler wäre ein Partner eingestiegen, der kaufmännisches Know-How hätte einbringen können.


27.10.2013 15:13    |    Dortmunder 65

Ja Borgward hätte einen wie Quant bei BMW gebrauchen können, sein Hang gleich jede Idee umsetzen zu wollen brachte auch ein paar kleine Probleme. Mercedes wird meistens nur angedeutet, die wollten ja auch an BMW ran über den Industriellen Flick.


27.10.2013 16:09    |    max.tom

errinnert mich immer an AUTO _UNION wo auch MB und die finge im spiel gehabt haben...

 

 

super artikel ...:)


27.10.2013 17:21    |    Schmargendorf

Cooler Blog:)


27.10.2013 17:37    |    Toby1389

Sehr schöner Artikel mit vielen nützlichen Infos. Da haste dir viel Mühe gegeben. Mal ne frage, wie lange hasten an dem Artikel gesessen? :D


27.10.2013 18:08    |    Dortmunder 65

@ Toby

Dieser Artikel reifte etwas länger, von den Anfängen bis jetzt etwa 6 Monate! In der Regel brauche ich 2 bis vier. Es laufen allerdings immer ein paar nebeneinander. Das Problem ist, ich kann mir nicht alle Bücher kaufen und man verrent sicht auch bei der Suche, vor allem im Internet.

 

Ich hatte auch schon welche in 2 Wochen abgeharkt!


27.10.2013 22:14    |    Christoph2605

Respekt Dorti

Prima

 

Ich persönlich glaube nicht dass da BMW was mit zu tun hatte

Denen ging es selbst dermaßen dreckig zu der Zeit, die hatten keine Zeit für Spielerchen .

 

Borgward ist ne tolle Marke mit geilen Autos

Ich freue mich immer, wenn ich mal einen sehe!

 

Ist der auf Deinen Fotos zu verkaufen , irgendwo ?

 

LG Christoph


27.10.2013 22:16    |    Dortmunder 65

Ich glaub der Kombi war zu verkaufen!

 

PS. Ja war zu verkaufen Preis war auf Anfrage!


28.10.2013 01:04    |    motorina

Eine Wahnsinns Arbeit hast du da dir wieder gemacht, @Dortmunder.

Aus Zeitungsartikeln/Internetseiten alles zusammenzustöpseln ist ja nicht gerade so nebenbei erledigt.

Habe mir jetzt mal schnell aus der Reihe "Tyenkunde" (die ich sehr schätze) das Büchlein über Borgward herausgesucht und den dreiseitigen Geschichtsaufriss zu Gemüte geführt - einige frühe Jahreszahlen sind leicht unterschiedlich (z.B. Blitzkarren ab 1924 gebaut), was deine Zusammenstellung allerdings nicht schmälert.

 

... und wie von dir gewünscht, hier meine Bilderausbeute zum Thema Isabella.

 

Grüsse,   motorina.

 

 

Edit:  Habe jetzt noch ein paar mehr gefunden...:rolleyes:



28.10.2013 02:55    |    Henrik_Sommer

Was immer auch letztendlich zum Untergang von Borgward geführt haben mag, schade ist es allemal. Gerade die Isabella zeigte doch mit ihrer damals innovativen Technik und dem eleganten Design das Potential der Marke mit dem Rhombus.

@ Dorti: Wunderbar recherchierter Bericht und exzellente Bilder.

 

@ motorina: Auch sehr schöne Aufnahmen.

 

Ein paar möchte ich auch noch beisteuern: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13


28.10.2013 06:21    |    Dortmunder 65

Klar ist Borgward mehr als Isabella, nur etwas muss ich mir ja noch aufheben für weiter Blogs. :p


28.10.2013 09:15    |    Diesel73

Super Fotos mal wieder Dorti :)!

Die Autos sind ein Traum. Mit soviel Liebe zum Detail gefertigt....


28.10.2013 13:21    |    Andi2011

Moin,

 

auch zeitgeschichtlich sehr interessant,besonders die Hintergründe der Geschichte Borgward haben mir noch etwas beigebracht, danke dafür.

Den Wagen selbst fand ich wie viele immer schön, ein ehemaliger Nachbar von mir kaufte vor vielen Jahren neben seinem DKW eine Isabella um sie herzurichten und er meinte oft zu mir,wir werden zusammen eine schöne ausfahrt machen wenn er fertig ist.

Leider kam es nicht mehr dazu, da mein damaliger Nachbar plötzlich verstarb und der Wagen dann verkauft wurde.

 

Schöner Blog und tolle Bilder!

 

Grüße

Andi


20.12.2014 22:05    |    Trackback

Kommentiert auf: MrMinuteMan:

 

Der Schrottplatz - Spiegelsymmetrisch des Showrooms

 

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