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Dorti's Bilderecke

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22.01.2013 12:27    |    Dortmunder 65    |    Kommentare (46)

Bitter SC

Erstzulassung 23.09.1982

6 Zylinder in Reihe

2935 ccm  Hubraum

132 kw/180 PS Leistung

 

 

 

Es gibt MTler die diese Art der Beleuchtungseinheit mögen, daher bring ich mal ein Wagen mit "Schlafaugen", wie manche solche Klappscheinwerfer nennen. Ein Bitter SC war der richtige Wagen wenn es um Design und solide  deutsche Technik ging. Erich Bitter lies in sein italienisches Design (Giovanni Michelotti) grundsolide Opeltechnik einbauen. Von den Bitter SC Modellen sollen nach Schätzungen von Clubs etwa noch 60 Fahrzeuge existieren. Gebaut wurde der SC 465 mal, die ersten 100 bei OCRA. Die OCRA waren auch qualitativ die Schlechtesten wegen der nachlässigen Rostvorsorge und des minderwertigen Materials. Erst als die Karosseriefertigung an Maggiora ging und die Endmontage bei Steyr-Daimler-Puch gemacht wurde, hatte man die Qualität im Griff. Damit es keine Verwechselungen gab wurden von Bitter die Fahrgestellnummern 100 bis 199 nicht vergeben. Leider müssen aber auch hier bestimmte Bereiche näher betrachtet werden, Lampenkästen, Stoßdämpferdome, vorn Scheibenrahmen und Wischerträgerblech. Ein Auge sollte man auch auf dem Scheibenrahmen hinten und den Wänden unterhalb der Seitenscheiben werfen. Die üblichen Verdächtigen wie Schweller, Bodenbleche und Türböden nicht vergessen. Da die Technik aus dem Opel Senator stammt und diese schon dort sehr zuverlässig Dienst tat, wird man dort weniger Probleme haben. Mit Laufleistungen von 250tkm und mehr hat der Motor seine Langlebigkeit bewiesen und die meisten SC haben weit weniger auf dem Buckel. Für Achsantrieb, Getriebe und Elektrik gilt es ebenso. Selbst der auf 3,9 Liter erweiterte Motor von Mantzel in Oberhausen ging nichts an der Lebensdauer verloren. Ärger ist nur zu erwarten, wenn nicht sachgemäß geschraubt oder der Wagen vernachlässigt wurde. Mantzel bietet sogar eine Nachrüstlösung eines Dreiwege Kat an, wobei vor allem die in die Schweiz und USA gelieferten schon einen hatten. Probleme macht die originale Größe der Reifen 235/55-15, diese sind selten und teuer. Man kann aber auf die Größe 225/60-15 ausweichen.

Das Mobiliar aus dem Senator lies Bitter durch knautschiges weiches Leder aus Italien aufwerten. Der goldene Glanz der Rundinstrumente vermitteln nicht den Eindruck von technischen Anzeigegeräten. Myrtenwurzelholz für die Amaturenlandschaft wurde ebenfalls oft mitgeordert. Der Umbau auf Allrad kostete damals rund 35000 DM und nannte sich Formula Ferguson. Es wurden auch einige Cabrios und 4 Sedan (4 Türen) gebaut, diese sind natürlich noch seltener und in Sammlerhand. Die Scheinwerferfront stammt vom Ferrari Mondial und nicht wie oft gesagt vom Fiat X 1/9.

 

Geschichte und Triviales

 

Heino bestellte seinen SC in rot mit goldenen Rädern und Paul Breitner gab seinen Bitter CD zurück und nahm den SC mit nach München. Die halbe Mannschaft fuhr damals Bitter. Fast hätte es nicht geklappt mit dem SC, Designer Michelotti starb mitten in der Produktionsphase des Prototypen, das Geld war weg. Presswerkzeuge, Türdichtungen und eine benötigte Zwangsentlüftung fehlten immer noch, da der Maestro es wohl nicht für nötig hielt seine Zeit damit zu verschwenden.

Bitter war seit 1964 Generalimporteur für Abarth, ab 1971 bis 1986 baute man Sportwagen und ab da einige Auftragsarbeiten für verschiedene Hersteller. 2008 Bitter Vero, 2010 Bitter Insignia hier noch genannt.

Erich Bitter geb. am 11.08.1933, ehemaliger Rad- und Autorennfahrer, Autohändler und Mitentwickler des Nomex Stoffs von DuPont.

 

Vielen Dank fürs lesen, Kommentare sind erwünscht und stellt selbstgemachte Bilder vom SC ein, wenn Ihr welche habt.

 

Euer Dorti

 

Bildnummer Kamera Blendenzahl Belichtungszeit ISO Brennweite

01  D  f/3,3  1/30s  250  04mm

02  M  f/4,0  1/50s  200  26mm

03  M  f/4,5  1/40s  800  35mm

04  M  f/3,5  1/30s  500  18mm

05  M  f/3,5  1/30s  400  18mm

06  M  f/3,5  1/30s  800  18mm

07  D  f/3,6  1/30s  320  06mm

08  M  f/3,5  1/30s  400  18mm

09  D  f/3,3  1/30s  200  04mm

10  D  f/3,3  1/25s  400  04mm

11  D  f/3,3  1/25s  400  04mm

12  M  f/3,5  1/30s  400  18mm

13  D  f/3,3  1/13s  800  04mm

14  D  f/3,3  1/ 5s   400  04mm

15  M  f/3,5  1/10s  800  18mm

M Minolta, D Panasonic


22.01.2013 12:54    |    bronx.1965

Ein interessanter und informativer Bericht. Danke dafür. Mir gefiel der SC immer schon.

Eines bleibt aber unerwähnt: was ist so einer heute wert? Werden die überhaupt gehandelt, oder ist die Szene so sesshaft das kaum einer angeboten wird?

 

Greetz


22.01.2013 13:22    |    Andi2011

Moin,

 

mein Fall ist er nicht, den gab es damals schon immer in Quartettkarten und er gefiel mir nicht.;)

Für ein individuelles Auto wäre mir da (optisch) zu viel Opel dran - Lenkrad, Armaturen,Türgriffe usw. alles zeigt deutlich die Herkunft der Teile.

Das ist nicht gegen Opel gemeint, aber für ein Auto in der preislichen Ferrrari-Liga, in der ein Bitter fuhr, ist mir das zu viel erkennbare Großserie und in meinen Augen nicht viel individueller als jeder in den 80ern getunte Wagen, abgesehen von den Chevy Motoren.

Der Bitter war damals wohl eher ein "In" Auto für Leute wie die genannten Promis und wurde danach bis auf wenige Ausnahmen durch viele Hände gereicht.

 

Ein schöner Blog dorti, den Wagen hat wohl kaum noch jemand auf dem Schirm!

 

Grüße

Andi


22.01.2013 13:48    |    bronx.1965

Zitat:

aber für ein Auto in der preislichen Ferrrari-Liga, in der ein Bitter fuhr, ist mir das zu viel erkennbare Großserie und in meinen Augen nicht viel individueller als jeder in den 80ern getunte Wagen, abgesehen von den Chevy Motoren.

Da ist durchaus etwas dran. Das würde auch erklären, warum diese Modelle heute praktisch keine Rolle mehr spielen, oder mittlerweile in "festen" Händen sind.

Schön "schräg" 80er finde ich ihn trotzdem ;)


22.01.2013 13:55    |    Goify

Bitter auf mobile.de

Also da gäbe es schon ein paar.


22.01.2013 14:49    |    bronx.1965

@Goify:

 

Thx, habe nicht geschaut, da ich gar nicht vermutete das es überhaupt ein Angebot gibt. Die Preise sind niedriger, als ich dachte.


22.01.2013 15:57    |    mr. mountain

In den 70 ern fuhr neben Breitner auch Christian Neureuther und Rosi Mittermaier einen Bitter CD.

Den SC habe ich mal in einer Folge von "Der Checker" gesehen.

Der dort vorgestellte Wagen war mit einer braunen Veloursausstattung versehen....schön schräg.

Mich hat es ehrlich gesagt immer gewundert, dass Promis für so eine individuelle Marke einen so hohen Preis bezahlt haben...und zwar deshalb weil unter der Karosse lediglich ein Opel steckte. :)

 

Das war dann wohl der Drang, automobil besonders individuell aufzutreten.

 

Wieder ein schöner Bericht. Hut ab, Dorti :)


22.01.2013 16:28    |    Andi2011

Zitat:

Mich hat es ehrlich gesagt immer gewundert, dass Promis für so eine individuelle Marke einen so hohen Preis bezahlt haben...und zwar deshalb weil unter der Karosse lediglich ein Opel steckte.

Das war dann wohl der Drang, automobil besonders individuell aufzutreten.

mountain, an die Checker-Folge erinnere ich mich auch.

Bei den Promis war es aber wohl nicht unbedingt der Geltungsdrang, sondern eher die clevere Werbestrategie von Bitter.

Aufgrund seiner guten Kontakte im Sportbereich platzierte er den Wagen werbetechnisch gut und gewann auch einige Promis, die den Wagen zum "Sondervorzugspreis" bekamen (wie hoch oder eher niedrig oder kostenlos der auch immer war), so wurde der Wagen als exklusiver Topsportwagen mit deutscher Technik platziert - clever war er, der Erich Bitter;)

 

Grüße

Andi


22.01.2013 17:13    |    Dortmunder 65

Die Promis konnten damals den SC "Probe" fahren, bei nichtgefallen soll jeder Monat 1tDM gekostet haben. Laufzeit ist mir nicht bekannt. Der hier ist 1990 restauriert worden und soll 27500 € kosten.

Die Liste der Promis ist lang, die so einen SC hatten.


22.01.2013 17:44    |    Krizzlybaer

Wurde schonmal "gecheckert" ;)

Checker 1

Checker 2

Mir persönlich gefällt der Bitter SC nicht wirklich... fängt schon beim Namen an und das Design haut mich auch nicht vom Hocker, genausowenig wie die technischen Daten...

Trotzdem ein schöner Artikel!


22.01.2013 17:56    |    italeri1947

Einen herzlichen Dank für diesen Bericht über ein Auto und eine Marke, die leider viel zu selten in Erscheinung treten! Bitter als Automarke und auch Erich Bitter habe ich schon immer gemocht. Einfach sympathisch!

 

Zitat:

Eines bleibt aber unerwähnt: was ist so einer heute wert? Werden die überhaupt gehandelt, oder ist die Szene so sesshaft das kaum einer angeboten wird?

Gehandelt werden diese Autos kaum, und wenn, dann werden sie in Liebhaberkreisen angeboten und verkauft, wo auch eher symbolische Preise gezahlt werden. Bitter ist eine Fall für knallharte Fans der Marke, die auch zusammenhalten, Teile horten, selbst schrauben und organisiert sind. Ich glaube, dass viele gar nicht wissen, was ein Bitter ist, auch unter selbsternannten "Oldtimerfreunden" wird es sicher einige geben, die sich nicht an die Marke erinnern können.


22.01.2013 18:03    |    papavomdavid

Das Äußere des BITTER SC hat mir schon als Bub gut gefallen... Ein ganz besonderes Auto - von außen...

Allerdings wird der exorbitante Eindruck des Blechkleides vom Innenraum jäh zerstört. Das ist innen wirklich absolut grausam..., natürlich zu viel altopelig..., und überhaupt..., geht garnicht...

Sehr schade...:cool:


22.01.2013 19:32    |    mr. mountain

Danke Dorti...das ist ja schon fast eine Insiderinfo :)

 

War ja auch irgendwie klar.

Wenn Günter Netzer in der guten alten Zeit bei Auto Becker in Düsseldorf seinen schwarzen Ferrari abholte, gab es sicher auch einen ordentlichen Promibonus. Und Kaiser Franz hat viele Jahre Autos gefahren für die gleichzeitig eine Werbekampagne mit dem Kaiser lief.

Besonders klasse fand ich damals den "Mitsubishi 3000 GT" im Slang von Franz. Daran erinnere ich mich bis heute :D

 

Erich Bitter startete nach meiner Kenntnis vor ein paar Jahren noch einmal ein Projekt auf Holden-Basis mit einem V8.

Soweit ich mich erinnere ist ihm bei diesem Projekt das Geld ausgegangen.

Der Wagen wurde nie fertig.

Ich habe generell großen Respekt vor Enthusiasten, die selbst ein Auto konstruieren und vermarkten.

Gegen die Großserienhersteller ist das heute ein sehr schwieriges Unterfangen. Standards hinsichtlich Sicherheit und Emission sind einzuhalten und die Tests sind ja wahnsinnig teuer.


22.01.2013 19:51    |    papavomdavid

Hier: http://www.youtube.com/watch?v=m4eO7VoLFFY

Erich Bitter mit dem Holden (Ford) zum Schluss des Videos...

Herr Bitter ist ein sehr freundlicher Mann, habe ihn vor vielen Jahren einmal kennengelernt.


22.01.2013 20:42    |    dickschiffuser

Die Berichterstattung finde ich jetzt leider ein wenig zu oberflächlich. Bitter begann seine steile Karriere mit Opel Produkten, die werksverändert wurden. Da wäre zum Beispiel der Kadett c Aero zu nennen. Seine Genialität zeigte Erich Bitter am Meisten mit dem Bitter CD , und da passten dann auch die Fahrleistungen zum Coupee ,und in die Zeit.

 

Der SC war im Prinzip nur ein Provisorium, weil die Technik vom Admiral nicht mehr lieferbar war, - und auf genau jener basierte der CD. Ein sensationelles Auto.

 

Leider hatte Erich Bitter an vielen Stellen Pech im Leben. entlohnt wird er aber , dass so gut wie jeder Young, Oldtimer und Autointeressierte seinen Namen kennt und mit Anmut und Hochachtung die Detailösungen eines Bitters honoriert.

 

Eine sehr interessante Site ist www.strongpete.de

 

Da gibt's tolle Bitter CD Fotos und die Geschichte, wie und warum ein neuer Mercedes SLK gegen einen alten Bitter Cd getauscht wird. Echt lesenswert.


22.01.2013 20:45    |    mr. mountain

Holden ist eine Marke von GM ;)


22.01.2013 20:55    |    Dortmunder 65

Erstmal danke für die Kommentare!

@ dickschiffuser

Du hast recht damit, dass der Bericht über Erich Bitter oberflächlich ist, hier geht es aber in erster Linie um den SC.

Kann gut sein, dass eventuell jemand einen Blog über solche Persönlichkeiten der Motorwelt macht oder zumindest einen Artikel.

Die Bemerkung über die Technik des Admiral habe ich leider nur aus einer Quelle gehabt und daher nicht erwähnt.


22.01.2013 21:13    |    leon93

Ich erinnere mich gerade daran, dass der Checker ihn seinerzeit in seiner wunderbaren Sendung "checkte" :) ... Wie waren seine Worte zum Innenraum? "Wie in Omas Wohnzimmer!" - Dem ist wohl nichts hinzuzufügen, aber das macht ihn ja auch aus! :)

 

Gruß

Leon


22.01.2013 21:58    |    Elchtest2010

Schönes Auto


22.01.2013 22:01    |    papavomdavid

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22.01.2013 20:45 | mr. mountain

 

Holden ist eine Marke von GM ;)

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Oooops... Danke und sorry...;)


23.01.2013 08:54    |    sushis

Damals nannte sich das noch Karrosserieschmiede, heute würde ich dazu TUNER sagen. Wobei mir bei den Holden /Opel Verschnitten al´a Bitter nichts mehr zu einfällt. Ich komme aus der Ecke und sehe den Patriarchen mit seinen Träumen mehr als häufig. Es ist und bleibt ein Opel, kein schlechtes Fahrzeug , aber auch nicht mehr oder weniger. Wie schon gesagt fehlt hier die Abgrenzung und Exclusivität. Oder werden heute noch nennenswert Bitter Fahrzeuge verkauft ,.......ich denke eher nicht...Dies ist ein Relikt der 70´und wird es auch bleiben....


23.01.2013 08:58    |    dirki1600

Selten, aber nicht gerade schick...ein GM Opel in anderem Blechkleid halt. Räder vom Opel Monza/Senator A (hatten wir seinerzeit auch mal), sowie der 3L Motor, Innenausstattung....ne danke. Irgendwie zuviel Youngtimer Opel für zu selten. Was für absolute Individualisten.

 

Aaaber...damit fällt man(n) auf jeden Fall auf :)

 

Gab auch mal nen Bitter CD Diplomat. Wenn, dann schon eher den ;-) (Motorbuchverlag "Alle deutschen Autos von 1945 bis 1975 ist da empfehlenswert)

 

Für mich dann doch lieber n alten Kapitän, Rekord etc...aber ist alles Geschmackssache, wie so vieles im Leben.

 

Wäre aufgrund der Optik anstatt des De Lorean ein Fahrzeug für den nächsten Filmteil von "Zurück in die Zukunft" :)


24.01.2013 22:48    |    Ukkor

Interessanter Bericht über ein Auto, das ich echt noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Und wie immer Dorti, schöne Bilder.

 

Zum Auto selbst... naja, selten etwas gesehen was so laut "80er" brüllt. Die Kanten, die Rücklichter und dann noch die Klappscheinwerfer. Nicht gerade umwerfend. Und wer kam damals eigentlich auf de Idee ´ne Schlafcouch in einem Sportwagen zu verbauen. Sieht echt sehr gemütlich aus das Gestühl.

 

Mich würde ja echt mal interessieren, wo du all diese Raritäten ablichtest. Ist das eine private Sammlung? Ein Museum? Deine eigene kleine Garage? ;)

 

Auf jeden Fall hat es sich schon wieder gelohnt hier vorbei zu schauen.

 

Danke!


27.01.2013 02:46    |    124er-Power

Super Bericht mal wieder, Hut ab Dorti!

 

Das Auto hat mich nie sonderlich interessiert, kenn das auch nur, da mal ein Bericht darüber in einer Autosendung kam (nicht der Checker).


27.01.2013 04:04    |    Antriebswelle238

Stimmt schon. War schon ein recht spezielles Auto. Aber wer kennt denn heute noch Namen wie Intermeccanica, Monteverdi, Bizzarrini oder Facel Vega ...

... oder so ein "Sperrholzauto" wie den Marcos ;)

 

Mich persönlich könnte ein Reliant Scimitar GTE oder ein Sunbeam Tiger reizen :D


27.01.2013 04:10    |    124er-Power

Ich kenn nur Monteverdi und Marcos, der rest sagt mir nix. :p


27.01.2013 12:35    |    leon93

Ich kenne da keinen von :D ...


27.02.2013 20:22    |    thebitternow

Also ich hatte mehrere dieser tollen Bitter SC (Senator Coupe) mit dem 3.9 L Motor.

Das Fahrzeug war und ist ab Fahrgestellnummer 260 aufwärts hervorragend verarbeitet. Alles war bei diesem Wagen wie aus dem vollen geschnitzt! Der Fahrkomfort und die Straßenlage hervorragend, weit über dem was damals BMW und Mercedes mit dem 6er und SEC Coupe zu bieten hatten. Die Innenausstattung kam vom Haus und Hoflieferant für Ferrari u. Maserati der Firma Magiore and den Türtafeln links und rechts befinden sich die Prägestempel.

Der Vorteil war und ist noch heute, die totale Anschspruchslosigkeit und die hohe Zuverlässigkeit der Technik die kein Anderer vergleichbarer Exote mit zudem geringsten Wartungskosten zu bieten hatte.

Ferner besitzt das Auto durch das Design von Michelotti mit seinen schnörkellosen glatten klaren Linien

einen prägenden zeitlosen Stil den man heute leider so gut wie gar nicht mehr findet ! (Siehe die Barocken schwülstigen Formen bei MB CLs, CLA, A, und den kommenden CE an)

Das Fahrzeug ist immer positiv aufgefallen und bewertet worden, in Italien hielt man mich sogar für einen Snob“, da ich die Ferrari Zeichen entfernt hätte und Sie mit meinen Namen Bitter versehen

habe " so gab es viele nette Anekdoten die ich hier erzählen könnten.

Mittlerweile haben wir seit zwei Monaten einen Bitter -Insignia und auch dieses Fahrzeug erhält nur Bewundernde Blicke. Der Wagen kommt aber im Original auch erst richtig rüber! Auf Fotos wirkt er einfach nicht so präsent wie er im Original daher kommt.

Auch dieser wagen amüsiert mich jedes Mal auf neuste, wir haben hier für knapp 70.000.- EUR

ein Fahrzeug höchster Qualität und bester Verarbeitung erhalten und bringen Leuten mit Ihren Bentley GT , MB CE Coupes und Porsche Pannamera ect ,geradezu zur Verzweiflung ,weil die Leute um unseren Bitter Insignia rumlaufen und Fotos machen und nicht diese anderen Boliden betrachten.



27.02.2013 20:29    |    Dortmunder 65

Ich danke für die zusätzlichen Infos und Bilder, ein sehr schöner Beitrag zum Bitter!


27.02.2013 20:37    |    leon93

Die Firma Bitter gibt es also noch? Das wusste zumindest ich nicht! Die Bilder sind wirklich toll, gehören die Autos auf den Fotos alle dir?

Allerdings finde ich 70.000€ für einen Insignia dann doch etwas überzogen, da er doch sehr nahe am richtigen Insignia dran zu sein scheint und der ja bereits für 40.000€ mit sehr guter Ausstattung zu haben ist.


01.03.2013 11:10    |    thebitternow

Lieber User Leon 93, sicher gibt es auch Insignia zu günstigen Preisen, ziehst Du aber einen Insignia OPC als Basis mit Vollausstattung hinzu, so landest Du bei genau 65,384.- Euro plus Bitter Equipment , hier das volle Programm mit Kompletter individueller veredelter Innenausstattung , mit den Bitter Felgen der Bitter Front und dem Bitter Heck so kommen je nach Lederqualität zw.17.000. - bis 20.000.- EUR drauf!

Also summa summarum max. 85.000.- EUR.

Da man aber bei Opel derzeit einen Nachlass beim OPC von 25% bekommt kannst Du noch einmal 17.000.- Euro abziehen!

Dafür bekommst Du keinen vergleichbaren Exoten!

Und schaut man sich bei Audi , einem vergleichbaren A6 3,2 TFSI oder bei BMW mit einem 535 iA mit Allrad um , zahlst Du noch 20.000 EUR drauf und bekommst Null-Achtfünfzig Allerweltskost , wie ich bei dem Audi A6 erfahren konnte mit mieser Technik ( DSG-Automatikgetriebe schaltet wie die alten MB Wandlergetriebe vor 40 Jahren), das bei Audi verbaute Hartplastik an der unteren Hälfte des Armaturenbrettes und der Mittelkonsole unterscheidet sich nicht von einem Skoda , der Monitor der hektisch aus und einfährt lieg voll im Sichtbereich des Verkehrs ! Hättest Du da ein Steinschlag, müsste die Scheibe raus. Das Allradsystem des Audi A6 regelt nicht annähernd so schnell und geräuscharm wie das des Insignia und das Poltern des Fahrwerks des Audi A6 wegen der zu harten Fahrwerkssilentblöcke ist ein mälesse ( Unart) die Audi seit dem ersten Audi V8 (1988) verfolgt .

Kurz um, der Bitter Insignia ist ein geniales Auto mit super Technik, höchster Individualität, zu einem fast schon lächerlich geringen Preis!

Die Versicherung ist auch nur 200 EUR teurer als bei dem Serien Insignia OPC die sonstigen Unterhaltskosten günstig wie von Opel bekannt, kein Vergleich mit Jaguar, BMW, Audi ect.

Im Übrigen hatte ich schon BMW 850 iA, 740 iAL, S500L Jaguar XJK und Audi A8 in meinem Besitz.

Das schlimmste war der S500L (W220) aus dem Jahr 2001, als Geschäftswagen der Daimler AG mit 12.000km gekauft. An diesem Fahrzeug ist so ziemlich alles verreckt was kaputt gehen konnte, dass Ding hatte die schlimmste Verarbeitung die ich je erleben durfte ein freundlicher russe hat mir den dann dreijährigen Benz abgenommen und für mich war damit das Thema Mercedes durch. Bei den BMW bin ich jeweils nur zwei mal liegen geblieben, dass waren ansonsten schöne Fahrzeuge aber mit der Einführung des Bangle Design war die Marke für mich erledigt! Der Jaguar war klasse aber die Werkstätte unverschämt und inkompetent und Audi hat einfach ein altbackenes Design und das Preis/Leistungsverhältnis stimmt vorn und hinten nicht!

Deshalb lache mich nun als Bitter Insignia Owner halb tot, wenn die Leute hier in Berlin, rätselnd um das unbekannte schöne Fahrzeug laufen!


01.03.2013 20:00    |    leon93

Jeden das seine, aber alles was du schreibst kann ich beinahe nicht nachvollziehen. Den A6 redest du von vorne bis hinten schlecht. Das Navi sitzt übrigens da, damit man den Blick nicht von der Fahrbahn wenden muss, wenn man auf das Navi schaut, das ist optimal.

Der größte Witz ist aber dann, das DSG und Design als altbacken zu bezeichnen, wenn der A6 altbacken aussieht, dann weiß ich nicht was modern sein soll, ne E-Klasse vielleicht?? :D ... Ich könnte mich echt schlapp lachen gerade :D

 

Die Verarbeitung ist beim Insignia schlechter als beim Audi, BMW, MB, das ist fakt, ich kenne die Autos. Ist aber auch kein Problem, dafür ist der Insignia günstiger.

 

Sorry, aber als Exot würde ich den "neuen" Bitter Insignia absolut nicht bezeichnen, wo bitte ist da was anders als beim Opel Insignia? Die Schürzen sind andere, Lenkrad haben sie ein anderes Emblem drauf geklatscht, das war´s dann! Leder hin oder her, dann kaufe ich mir einen A6 mit Stoffsitzen und lasse die beledern, das kostet weniger und die Qualität ist dann das "Non plus ultra"!

 

Die alten Bitter waren Exoten und etwas besonderes, aber dieser ist ja ein Insignia mit anderen Schürzen, das ist doch nichts besonderes ... Die vordere Schürze wirkt eher prollig auf mich...

 

Ach und nochwas, einen A6 3.2 TFSI gibt es seit 2 Jahren nicht mehr, bzw. den gab es nie, es gab nur einen 3.2 FSI und jetzt einen 3.0 TFSI. Zu den Unterhaltskosten: Ich habe gestern noch einen alten Vergleich zwischen Audi A6 Avant 1.9 TDI (130 PS, Modell 4B, 2004) und Opel Signum 2.2 DTI (125 PS) gesehen, weißt du welcher im Unterhalt wesentlich teurer war? Der Opel!! Also von wegen Opel ist im Unterhalt immer sooo günstig ;) ...

 

Naja, Geschmäcker sind unterschiedlich, viel Spaß mit dem Bitter, mein Ding wäre das nicht, für 85.000€ kann ich mir auch einen S6 kaufen.


01.03.2013 22:36    |    thebitternow

Also lieber User leon93, ich habe mich bei dem Hubraum vertippt, den von mir zur probe gefahrenen Wagen, den mir ein befreundeter Audi Verkaufsleiter zur Verfügung gestellt hatte, war ein 3,0 TFSI mit dem rein mechanischen DSG-Getriebe namens S-Tronic (ein hydrodynamisches Wandler Getriebe

steht für diese Modellreihe nicht zur Verfügung! Auch kein Wunder, es ist für den Hersteller erheblich billiger im Einkauf wird aber fast zum gleichen Preis wie die hydrodynamischen Wandler- Automatikgetriebe verkauft siehe A8!!!) Ich habe nicht geschrieben das das DSG -Getriebe Alt ist, es schaltet nur mit seinem starken ruckeln bei der Zugkraftunterbrechung wie ein Uralt Wandlergetriebe! Und das ist für mich absolut indiskutabel, da dadurch mein komfort-empfinden gestört wird.

Das empfinde ich auch bei dem starken anrucken des Start / Stopp- Modus wenn man von der Ampel losfährt.

Auch nicht optimal ist das nicht mehr zeitgemäße Drehmoment-Loch unterhalb von 2.200 U/min.

Das Fahrwerk ist für die klasse viel zu holzig abgestimmt, abgesehen von dem schon bekannten von mir benannten poltern des Fahrwerks durch die zu harten Silentblöcke der Achsaufhängungen.

Und noch ein Tipp für Dich als Laie wie ich annehme , die Karrosseriesteifigkeit ( Torsions-Verdrehsteifigkeit) bei dem A6 ist sowohl statisch als auch daraus resultierend dynamisch erheblich schlechter als bei dem Insignia, der hier an die fantastische Steifigkeit eines Bentley Continental GT herankommt.

Prüfe: Stelle den A6 mit einem Rad auf ein mindesten 15 cm hohen Bordstein und offene die diagonale Tür beim Audi, Du bemerkst dann eine leichte Verspannung und somit einen erhöhten Druck zum schließen der Tür! Mache dasselbe bei dem Insignia sowohl bei der Limousine auch bei dem 5 Türigen CC (Combi Coupe) und Du stellst fest dieser ist derart stabil das man hier keinerlei Unterschied bemerkt. Der Insignia ist in allen von mir aufgeführten Punkten dem Audi überlegen, das Design ist bei dem Insignia nun einmal progessiver dynamischer und moderner, da gab es noch nie Diskussionen.

Man sollte sich von diesem Premium Geschwafel und Vorsprung durch Technik Gerede nicht verblenden lassen auch als Laie nicht! Ah noch etwas was kaum einer weis, bei Opel wird oberhalb von Kollisoinskräften >60Km/h Frontaufprall durch auskuppelnde (somit kraftlose) Pedale die Fußgelenke nicht zerstört! Da das noch ein Patent von Opel ist, müssen andere Verkehrsteilnehmer anderer Hersteller mit der Gefahr zertrümmerter Fußgelenke im Ernstfall leider leben!? Habe ich halt auch nicht so gern! Deshalb der Bitter -Insignia!!!


01.03.2013 22:52    |    leon93

Deswegen schneiden alle anderen Marken auch so schlecht beim Crashtest ab ;) ... ne ist klar.

 

Das Fahrwerk räume ich ürbigens ein, ein Grund warum ich Passat fahre. Aber wozu gibt es ein Luftfahrwerk?! Zudem weiß ich auch, das auch Audi Macken und Schwächen hat, aber darüber informiere ich mich (ja auch als Laie) vorher!

 

Nur noch eins, wenn der Insignia so dolle ist, warum macht Opel dann Bochum dicht und warum geht es denen so schlecht? Erschließt sich mir nicht ...


01.03.2013 22:58    |    Dortmunder 65

Ich bitte euch eure Markendiskusion in einem passenden Blog weiter zu führen oder vielleicht schreib einer von euch ein Blogartikel in dem ihr diese Diskusion weiter führen könnt.

Ich glaube nicht, dass ihr euch einig werdet.

Danke euer dorti

 

PS Ich glaube langsam geht es in die falsche Richtung


02.03.2013 03:23    |    thebitternow

Dortmunder Du hast vollkommen recht, wir sollten uns hier über interessante Fahrzeuge für Individualisten unterhalten, da raubt einem natürlich ein Passat jede Diskusionsgrundlage.

 

Deshalb hier noch ein Bonbon von GT -Fahrzeug den Wohl auch nur sehr wenige Autoliebhaber und Kenner kennen da der Hersteller durch falsche Geschäftsführung pleite gegangen war.

Einen Borchert B300 SLC wovon es eine Turbo und eine Sauger Variante auf der Basis des W124 Coupe gab. Diese Fahrzeuge sollten die Nachfolger des MB C107 (Coupe) als des SLC-Coupes darstellen, was Mercedes ja bekanntlich von dem SL W129 ja nicht mehr baute, diesen gab es ja nur als Cabrio!

Von diesem Auto wurden nicht mehr als 30 Fahrzeuge gebaut , ein Freund und ich hatten jeweils einen davon . Handwerklich sehr gute und sauber gemachte Fahrzeuge die insgesamt 40cm kürzer waren als das W124 Coupe. Es wurde der Radstand verkürzt und das Heck. Der Wagen hatte Frontkotfluegel und eine andere Haube aus CFK, die hinteren Seitenteile waren aus Stahlblech, die neue verkürzte Dachhaut auch aus Stahlblech. Technik bis auf den Turbo ,die schönen RH 6Zyl.24V Motoren mit einer super klingenden Supersprintauspuffanlage. Gebaut wurden die Wagen 1993-1995. zusätzlich gab es noch zwei Prototypen als Flügeltürer, daran ist der Hersteller dann auch gescheitert.

Anlage Foto unseres Wagen.

 

Fotos: Borchert B300 SLC die Sauger Variante ( Beim Turbo waren die Luftschlitze der Frontkotflügel

angeschlossen)



02.03.2013 09:16    |    leon93

Wie ich schon sagte, ich hab absolut nichts gegen Bitter, ich fand das Auto immer cool :) ... Aber man sollte es dabei belassen und nichts versuchen solche Retroautos zu bauen wie den Mini. Aber das ist nur meine Meinung, kann ja jeder anders sehen!

Klar, ein Passat ist kein Individualistenauto, aber trotzdem ein zuverlässiges (in meinen Augen schönes) Auto :p ...


02.03.2013 23:31    |    motorina

Bitter ... ja, da könnte man sich damit anfreunden; aber als Hardcore-Individualisten würde ich die Fahrer nicht bezeichnen.

... und der Borchert ... nun ja, in der Seitenansicht lange Schnauze, kurzes Heck; da könnte man sich auch daran gewöhnen - aber als Langstreckenfahrzeug würde ich dann doch lieber den "Grossen" (sprich: originalen Daimler) benutzen.

 

Grüsse,   motorina.


02.03.2013 23:41    |    Dortmunder 65

Ist aber ein griffiger Titel :D und das schoss mir durch die Hirnwindungen.


02.03.2013 23:59    |    motorina

Ist schon klar, @Dortmunder65, ist doch auch so ok. War von mir ja nur eine Anmerkung, keine Kritik.

Nur als ich das erste Mal den Titel las, war ich neugierig zu erfahren, was dich bei einem Bitter zu solchen Formulierungen hinreissen lässt. Für mich war Bitter einfach "nur" ein besserer Opel (ganz vereinfacht formuliert); den Begriff Hardcore hätte ich mir für andere Fahrzeuge reserviert.

Ist doch schön, mal wieder etwas von einem schon fast vergessenen Auto zu lesen, das viele Menschen nicht einmal vom Namen her kennen, geschweige denn vom Sehen.


Deine Antwort auf "Bitter SC Ein Auto für Hardcore-Individualisten unter den GT Käufern"

DANKE

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