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Dorti's Bilderecke

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18.06.2013 18:46    |    Dortmunder 65    |    Kommentare (28)

Barkas „FRAMO“ V901/2 1957

 

Ich stand nun vor diesem Fahrzeug und wusste nicht was ich da vor mir hatte. Nun sollte man mir zubilligen, dass als Wessi der sich (bis vor einigen Monaten) nur in „normalen“ Umfang mit Autos befasst hat, kaum etwas von jenem Fahrzeug wissen konnte. Barkas klang für mich nach Jugoslawien oder so. Nun begann ich die Beschreibung des Fahrzeugs zu lesen und war erstaunt, dass es sich um ein Modell der DDR handelt. Ich glaube indes auch, dass nach der Wende geborene selbst aus den “neuen“ Bundesländern wenig darüber wissen.

 

Bei meiner Recherche stellte ich fest, dies wird kein schneller Blog. Es war abzusehen die geschichtlichen Hintergründe sind schon beeindruckend und leider für hier etwas zu komplex.

Nun erstmal zum Fahrzeug auf den Bildern, laut Beschreibung ein Barkas V901/2 von 1957.

Der Wagen wird von einem 900 ccm 3 Zylinder 2 Takt Motor angetrieben, bei 21 kW bzw. 28 PS erreicht er eine Geschwindigkeit von 72 km/h. Wieso „FRAMO“ ? Auch ein Grund aus der Historie, nach dem Krieg gab es halt etliche Streitigkeiten wegen Namensrechte, genau wie BMW – EMW. Nur die Bevölkerung behielt oft alte Bezeichnungen bei.

 

Eigentlich entstand Framo als Zulieferer für andere Automobilhersteller allem voran DKW, die ersten Fahrzeuge waren Transportdreiräder. Hier feierten die Frankenberger Automobil Werke beachtliche Erfolge, wobei der Name erst 1934 entstand. Da die Produktionsstätten zu klein wurden siedelte man nach Hainichen um, dort war eine ansässige Woll-Haar-Kämmerei pleite gegangen. Arbeitskräfte und Anlagen vorhanden um bestens durchzustarten. Etwa zur selben Zeit kamen die ersten Personenwagen auf den Markt, nur konnten die sich nicht gegen die Etablierten genügend Marktanteile sichern. Der Stromer und Piccolo haben aber in der Entwicklung des PKW’s ihren berechtigten Platz, denn sie setzten technische Tendenzen und trieben den Leichtbau voran.

Wie bei vielen Herstellern wurde auch Framo zum Spielball der Machthaber vor dem Krieg. Der Inhaber, des mittlerweile zum Firmenimperium gewachsenen Unternehmen wurde aufs Abstellgleis geschoben. Nach dem Krieg, begann der Wiederaufbau und die Eingliederung in die IFA. Dem ersten Modell dem 501 in all seinen Varianten folgte der V 901, dieser wurde sogar 1951 nach Holland und Belgien exportiert. Der V 901 hatte erst noch den Motor des 501 und ab 1952 den des IFA F9. Ab 1953 gab es den Kombi- und Kastenwagen gefolgt von Krankenwagen und Bus.

Der /2 gebaut ab 1954 war wohl der Bekannteste, dieser hatte ein breiteres Führerhaus und in den Radkästen integrierte Scheinwerfer. 1957 wurde der Name Barkas eingeführt und hier sind die Angaben der Gründe unterschiedlich, eine habe ich öfters gelesen. Ein im Westen lebender Erbe des Firmengründers beanspruchte die Namensrechte für sich.

1958 wurde der V 901 und Ausbaustufen vom B 1000 beerbt und seine Produktion endete 1961.

 

Typ     Baujahr      Stückzahl

V 901    1951          273

           1952         1302

           1953         1500

           1954          700

= 3775

V 901/2 1954        1314

            1955       2464

            1956       3201

            1957       3371

            1958       3583

            1959       3955

            1960       4070

            1961       3645

= 25603

 

Geschichtliches und Triviales

 

Jörgen Skafte Rassmussen ein Däne am 30.07.1878 in Nakskov geboren und am 12.08.1964 in Kopenhagen verstorben.

1904 gründete er in Deutschland sein Unternehmen, da hier die politischen Verhältnisse ein anständiges arbeiten zu lies. In Dänemark konnten damals politische Entscheidungen, wie Produktionsbeschränkungen, es verhindern. Außerdem studierte er in Sachsen.

Die Rassmussen & Ernst GmbH stellten Dampfkesselarmaturen und Dampfkondensatoren her.

Rassmussen fing früh an Patente und fähige Leute an sich zu binden.

1907 gründete er die Zschopauer Maschinenfabrik Vorläufer der Zschopauer Motorenwerke.

Auf Grund der Benzinknappheit im ersten Weltkrieg entwickelte man DampfKraftWagen.

Die spätere Automarke DKW war geboren, dazu kam es aber erst später über Umwege.

Rassmussen baute ein Imperium auf mit Fabriken in Chemnitz, Erla, Stuttgart und Berlin. Diese bauten Motoren für fast alle Bereiche. Sogar der erste europäische Kühlschrank wurde von einem seiner Fabriken entwickelt.

Die Zschopauer entwickelten sich zum größten Motorradhersteller der Welt.

Wie gesagt Rassmussen hatte großen Einfluss und Macht, dies bedeutete aber auch sein Ende.

Die Nazis hatten natürlich etwas dagegen und drückten ihn immer weiter aus seinen Positionen. Nach dem Krieg erhielt er eine Abfindung von 300 000 DM bei einem geschätzten Anlagevermögen von

30 000000 DM.

Nach der Wiedervereinigung gewann man VW als Investor, nur passten die Wagen nicht ins Konzept. Der Versuch die neuesten Anlagen nach Russland zu verkaufen scheiterte kurz vor der Versendung der gesamten und verpakten Produktionsmaschinen. Die Treuhand entschied alles zu verschrotten.

 

So das war mein kleiner Ausflug in die Geschichte. Wer hier weiter in die Geschichte und Technik einsteig wird überrascht sein was man alles erfährt. Ich hätte einen Blog über etliche Seiten schreiben können. Allein das erste lesen aller Quellen hat mich 3 Abende gekostet.

 

 

 

Die heutige Firma Rassmussen ist unter anderem eng mit Norma (Komunikation) verbunden.

 

Ich hoffe euch hat dieser Blog gefallen und freu mich über Bilder und Kommentare

 

Euer Dorti

 

schöner Blog

 

Bildnr., Kammera, Blendenzahl, Belichtungszeit, ISO Brennweite

 

01 Panasonic   f/3,3  1/30 s  320   04mm

02 Panasonic   f/3.3  1/30 s  200   04mm

03 Panasonic   f/3,3  1/30 s  250   04mm

04 Panasonic   f/3,3  1/20 s  400   04mm

05 Minolta      f/3,5   1/30 s  800   18mm

06 Minolta      f/3,5   1/30 s  100   18mm

07 Minolta      f/3,5   1/25 s  800   18mm

08 Minolta      f/3,5   1/30 s  400   18mm

09 Minolta      f/4,0   1/20 s  800   26mm

10 Minolta      f/3,5   1/30 s  320   18mm

11 Panasonic  f/3,4    1/60 s 800   05mm

12 Panasonic  f/3,5    1/20 s 400   04mm


18.06.2013 20:11    |    womiti

ach ja der gute alte framo ,der hatte ein unsynkronisiertes getriebe das hat beim schalten des öfteren mal gerattert ,mein damaliger chef hat mich nur selten fahren lassen weil er immer dachte ich bringe das getriebe um :)ich hatte meinen autoführerschein gerade erst gemacht .dann hat er es aber selber umgebracht und ich saß daneben :D:D:D das lachen habe ich mir aber damals verkniffen er wäre sonst gestorben. die kiste war mitte der 80ger schon 30 jahre alt und sein ein und alles für seinen kleinen baubetrieb. konnte man verstehen den eine B 1000 gab es nur gegen west oder wenn man gute beziehungen hatte !!


18.06.2013 21:00    |    Toby1389

Ein B 1000 ict auch hässlich und hat sehr viele macken aber ein V 901 2 sieh doch richtig gut aus hab ihn aber noch nie auf der strasse gesehen.


18.06.2013 22:46    |    bronx.1965

@Dortmunder:

 

nett geschriebene Story, ja, zum Framo (und der dazugehörigen Geschichte) könnte man, wie Du selber schreibst, locker ein paar Seiten schreiben.

Ich kenne das Ding noch aus meiner Kindheit. (den B-1000 fuhr ich später selbst, so hässlich war der nun auch wieder nicht, ein Ford FK sah nicht viel anders aus :D )

Ein Kohlenfritze hatte bei uns zwei Stück davon. Die kamen mit der Bündelkohle bis in die engen Gassen. Liefen bis in die frühen 80-er Jahre. Dankbare Karren, anspruchslos und wartungsarm. Die fuhren auch mit Katalyt, falls noch jemand weiss, was das ist :p

Einen "richtigen" LKW hatte der auch. Einen schweren VOMAG-Dreiachser, auch so ein plauener Produkt. Der hatte den Krieg überstanden, wie auch immer und fuhr ebenfalls bis etwa 1980 bei uns herum.

Privat gab es zwei Stoewer-Pkw, einen Greif und einen Sedina.

 

Danke für den schönen Artikel, der jetzt gerade Erinnerungen geweckt hat :)

 

Gruss,

Bronx


19.06.2013 00:24    |    motorina

Und wieder wird die Erinnerung wach gerufen ...

So einen Framo hatte bei uns ein kleiner Bauunternehmer, den er mit "rüber" gerettet hat - war bei uns in Franken natürlich ein seltenes Fahrzeug gewesen. Mit diesem Pritschwagen dürften wir Jugendliche Ende der 60er Jahre Altpapier einsammeln, um es zu Geld zu machen für unsere Jugendarbeit.


19.06.2013 15:09    |    Ascender

Als "Wessi", der kurz vor der Wende geboren wurde (1988), ist der Wagen aber mal sowas an mir vorbeigegangen...

 

Barkas habe ich vom Namen her irgendwie schonmal gehört, konnte es aber keinem Auto zuordnen.

 

Also, danke für den Beitrag, und grüße aus einem sehr heißen Bürogebäude am Hiltropwall. ;)


19.06.2013 15:16    |    bronx.1965

Ay Ascender,

 

mal etwas zum zuordnen. Den kennst Du aber bestimmt ;)

 

Grüße aus dem heißen Norden Brandenburgs!


19.06.2013 15:30    |    Ascender

Könnte sogar sein, bronx. Ich meine das rote Kreuz hatte welche - sogar in der Farbe. Allerdings waren VW-Busse (T3) bei uns verbreiteter.

Bin halt mitten im Pott aufgewachsen. Da sah man solche "Ost-Fahrzeuge" eher selten. Ich war ja auch ein Knirps zu der Zeit. ;)

Die Autos an die ich mich aus meiner Kindheit erinnere, waren vielmehr die Limousinen und so - also eher die PKWs. ;)


19.06.2013 15:38    |    bronx.1965

Zitat:

Ich meine das rote Kreuz hatte welche - sogar in der Farbe.

Allerdings, sogar recht viele. Ich bin ja aus dem tiefsten Osten (Brandenburger Land :D ) und hier sieht man sie noch ab und zu. Viele in privater Hand schon mit dem begehrten "H".

 

Zitat:

Bin halt mitten im Pott aufgewachsen. Da sah man solche "Ost-Fahrzeuge" eher selten.

Klingt logisch ;)


19.06.2013 16:46    |    Toby1389

Naja zwischen ein ford FK, T1 und ein Barkas is schon ein kleiner unterschied aber das der nicht weiter entwickelt wurde so wie die anderen lag ja an der DDR. Der B 1100 wäre bestimmt richtig gut geworden. naja kann man ja nicht ändern


19.06.2013 20:10    |    bronx.1965

Zitat:

Der B 1100 wäre bestimmt richtig gut geworden. naja kann man ja nicht ändern

Der wäre in vielen Belangen besser und zeitgemässer gewesen. Vor allem mit Viertakt-Motor.

Der hier verlinkte Proto verfügte über einen versuchsweise eingebauten Moskvich 412 Motor mit 75 PS.


19.06.2013 21:54    |    motorina

Der sieht ja fast wie ein "junger" LT aus!

Ist schon irgendwie komisch, dass das Design von VW-Modellen aus dieser Zeit immer wieder an DDR-Fahrzeuge erinnern...


19.06.2013 21:58    |    Dortmunder 65

Also mit Ossi - Wessi geht ja noch, aber neue Bundesländer nach der Zeit find ich etwas bescheuert.

Auf jeden Fall freut es mich, dass der Wagen doch seine Freunde findet und hierzu auch schöne Kommentare kommen.

Danke!


19.06.2013 22:06    |    bronx.1965

Zitat:

Der sieht ja fast wie ein "junger" LT aus!

Das hört man immer wieder. Nun, kubisches Nutzfahrzeugdesign und der damalige gestalterische Zeitgeist schufen wohl in vielem ähnliche Formen. Von daher halte ich nichts von Verschwörungstheorien a la "wer da von wem klaute"!


19.06.2013 22:17    |    motorina

Ach @Dorti, immer diese Probleme mit den Benennungen ... dem einen gefällt dies nicht, dem anderen jenes nicht ...

Wichtig ist zu wissen, dass mit solchen Bezeichnungen keine Wertung (und erst recht nicht eine Abwertung!!) ausgesprochen werden soll!!!

 

Und trotzdem tauchen diese "Verschwörungstheorien" in Zeitschriften und Beiträgen immer wieder auf, @bronx. Ich weiss nicht, was ich davon halten soll; denn es ist schon etwas auffällig ...


19.06.2013 22:25    |    bronx.1965

Zitat:

Ich weiss nicht, was ich davon halten soll; denn es ist schon etwas auffällig ...

Das ist es deshalb, weil es gern herangezogen wird, als Teil einer "wir waren denen vorraus"-Mentalität.

Ich bin selbst Ossi, wie Du weißt ;), aber ich kann das nicht mehr hören. Überall auf der Welt wurde entwickelt, bestimmte Lösungen entstehen auch zu gleichen Zeiten.

P-603, Wartburg 355 nahmen in Grundzügen formal VW Golf und den ersten Passat vorweg. Sicher, aber Renault präsentierte mit dem R 16 schon 1965 ein Fliessheck und eben nicht wie immer wieder behauptet, der Osten. Alles in Relation sehen ;)


19.06.2013 22:54    |    motorina

Ach @bronx, soll als erster entwickelt haben, wer will ... ... :rolleyes:

Immer der Erste, der Beste, der Gescheiteste, der Stärkste usw. ... dieses Denken (und Verhalten) liegt mir nicht ... ich selbst halte mich vom Kokurrenzdenken fern (privat wie geschäftlich!).

 

... und trotzdem (zurück zum Thema): Dein verlinkter B1100 hat mir schon immer irgendwie gefallen (sah sie ja noch häufig auf meinen Touren im letzten Jahrzehnt in Osteuropa).

 

 

Edit:

@bronx hat in seinem nachfolgenden Beitrag meine Aussage richtig gestellt: Ich meinte natürlich den  B1000 ... den Prototyp B1100 kannte ich bislang noch nicht.


19.06.2013 23:05    |    bronx.1965

Zitat:

... und trotzdem (zurück zum Thema): Dein verlinkter B1100 hat mir schon immer irgendwie gefallen (sah sie ja noch häufig auf meinen Touren im letzten Jahrzehnt in Osteuropa).

...ähm... Du meinst sicher den B 1000! Den verlinkten 1100er gibts nur noch genau ein mal. Nämlich im Fahrzeug-Museum Frankenberg/Sachsen. Es sollen drei Protos erhalten geblieben sein, das ist jedoch Legende. Bis auf den einen wurden alle verschrottet!


19.06.2013 23:10    |    motorina

Sorry! Wenn man gleichzeitig zweierlei PN beantwortet und in drei Blogs/Threads "rum pfuscht", dann kann sowas passieren ...:rolleyes:.


19.06.2013 23:21    |    bronx.1965

verstehe:D


02.10.2013 21:24    |    Debalier

Ich kenne den Framo v.a aus Kleinkindertagen Anfang der 70er, da waren sie noch sehr häufig anzutreffen & in Berlin hat man selbst bis ´89 noch einige herumfahren sehen, meist im Besitz von kleinen Kohlenhändlern & Handwerkern. Allerdings fast nur als Pritsche, der Kastenwagen ward wohl schon weitgehend ausgestorben. Ob der je als Mehrsitzer-Bus gebaut wurde, weiss ich nicht mehr genau, ich glaube aber, es gab ihn als Doka 5- Sitzer.

 

Der B 1000 war natürlich allgegenwärtig, er war neben einigen wenigen Tausend rumänischen "TV 12 / 14" & polnischen "ZUK", die aufgrund von Lieferengpässen beim Barkas importiert wurden, das einzig verfügbare Klein-Lieferfahrzeug in der DDR. Er wurde ab ´61 28 Jahre lang fast völlig unverändert gebaut - ´87 gab es erstmalig ´ne Schiebetür & ab ´89 einen VW-Motor, von letzeren wurden aber nicht mehr viele hergestellt (Produktionsende Anfang ´91).

Private Handwerker (von denen es sowieso nicht viele gab), geschweige denn Ottonormalbürger hatten allerdings keinerlei Chance, einen neuen B 1000 zu kaufen, erstere mussten sich mit abgewrackten Kisten oder eben Uralt-Fahrzeugen wie dem Framo begnügen.

 

Apropos Aussehen - die grösste Ähnlichkeit hat er m.M.n. mit dem Fiat 238e, die könnte man auf ´nen (zugegeben flüchtigen) ersten Blick fast verwechseln.


02.10.2013 21:37    |    Dortmunder 65

@ Debalier

Schöne Verfollständigung und Einblicke!


01.11.2013 16:30    |    KLE

Erstaunlich beim Framo ist, daß er bis in die 60er gebaut wurde mit einem Holzgerippe unterm Blech. Ich kenne kein anderes Auto, das noch so lange in dieser Bauweise gebaut wurde.

Framos sind übrigens sehr beliebt als Basis für HotRods, eben wegen dem Vorkriegsaussehen, der guten Verfügbarkeit und den noch nicht so abgehobenen Preisen gegenüber "echten" Vorkriegswagen. Ich selbst baue auch gerade so einen Wagen, den EuroHotRod .


01.11.2013 21:11    |    Dortmunder 65

Interessantes Projekt!


25.03.2014 23:33    |    Ford-LTD-77

Bin durch Zufall auf den inzwischen etwas älteren Artikel gestoßen. Da muss ich direkt an meine Kindheit denken. Mein Opa hatte einen Framo als Pritsche. Ich kann mich noch erinnern wie ich mit etwa 6 Jahren zu Besuch auf dem Bauernhof meiner Großeltern war und den Fahrzeugschlüssel geklaut hatte. Immerhin hatte ich es geschafft den Motor zu starten und am Blinker rumzuspielen, waren quasi die ersten eigenen Erfahrungen mit einem echten Fahrzeug :).

 

Bsp. Bild

http://www.fotos.sc/image/210931


25.03.2014 23:40    |    Dortmunder 65

Freut mich, über das Inhaltsverzeichnis rechts findest Du bestimmt noch mehr :D


14.12.2014 00:30    |    Trackback

Kommentiert auf: Scion's Blog:

 

Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

 

[...] Danke für den schönen Blog, einen aus dem Osten hatte ich ja schon mal in meinem Blog.

Klick

[...]

 

Artikel lesen ...


05.05.2018 13:47    |    Survival

Hallo, ich hatte diesen Uralt Blog auch schon früher gelesen und möchte Euch heute meine Framo-Geschichte zum Besten geben.

Vorab, ich bin Ur-Westfale, somit Wessi, werde aber in kürze nach Mecklenburg-Vorpommern "auswandern".

Mitte 2016 wollte ich einen kleinen LKW für eine Töpferei auf dem Fischland anschaffen.

Zwar existieren schöne Daimler, Magirus und andere Klein-LKWs mit schönen runden Kotflügeln, aber die sind nicht unter 3,5 Tonnen zu haben und ich wollte ein Fahrzeug mit dem ich auf jedem normalen Parkplatz parken kann.

Also habe ich mich, aus meiner damaligen Sicht, notgedrungen nach einem alten PickUp umgeschaut. Der Ford F100 hätte mir irgendwie schon gefallen, aber war mir zu prozig für meine Bedürfnisse und so ein AMI Schlitten passte nicht so richtig zu einer Fischland Töpferei. Also weiter gesucht.

Beim stöbern durch Mobile.de nach einem LKW unter 2,8t popte in der Suche auf einmal ein Framo v901 Pritsche auf, den ich auf den ersten Blick als US Fahrzeug identifizierte. Wurde dann, bei weiteren Recherchen darüber, aber aufgeklärt, dass es ein waschechtes Ost-Produkt ist.

Kurzum, ich habe mich direkt in den Kleinen verliebt!

Dann fing die Suche erst richtig an. Wo bekomme ich ein gut restauriertes Fahrzeug her?

Ich hätte mir gerne ein Scheunenexemplar angeschaft und es selbst aufgebaut, aber da ich mich selbst kenne und auch berufsbedingt nicht die Zeit dafür aufbringen kann, musste es etwas Fertiges sein.

Im November 2016 wurde ich bei einem Thüringer Unternehmen fündig. Also nur ca. 3 Monate nachdem ich überhaupt von der Existenz eines Framos erfahren habe.

Er hatte noch eine angefangene Auftragsarbeit eines Framos in Form eines schon aufbereiteten Fahrgestells samt vollständig überholten Motors und Getriebes bei sich in der Werkstatt stehen.

Nachdem ich mich mit ihm auf einen Preis geeinigt habe, wurde die Restauration fortgeführt.

Wie meine Vorredner ja schon erwähnten, ist die Karosse, vor allem das Fahrerhaus, kompliziert zu renovieren. Da die meisten Framos nach ihrem Arbeitsleben eher lieblos behandelt wurden und oft ein tristes Dasein im Freien bei Wind und Wetter fristeten, waren bei den meisten Exemplaren die Holzunterkonstruktion recht marode und musste ausgetauscht werden. Dies erfordert u. A. Erfahrung im Spenglern.

Aber das Unternehmen hat schon einige solcher Arbeiten ausgeführt und somit konnte ich mir dann, passend zu meiner Hochzeitsfeier auf dem Fischland, im April 2017, meinen Framo abholen.

Wie ich ja schon erwähnte, soll er ja einer Töpferei dienen und der Grund dafür ist, dass ich eine Töpferstochter geheiratet habe und mit Ihr und der Familie das Familienunternehmen weiterführen werde.

Nachdem ich vorher noch eine Plane mit dem Logo der Töpferei habe anfertigen lassen, stand er im vollen Glanz neben dem Eingang des Festzeltes und wurde, zu meinem Stolz, von allen bewundert.

Selbst viele der anwesenden Ossis kannten diesen Framo nicht mehr, waren aber begeistert, dass solch ein ostdeutsches Produkt in Mecklenburg-Vorpommern wieder zu sehen war.

Derzeit fahre ich ihn, bei gutem Wetter noch hier in Westfalen, und auch hier zaubert man mit einem solchen Gefährt ein Lächeln auf die Gesichter derjenigen die ihn sehen. Das macht Freude.

In Zukunft wird er dann wieder in ein Arbeitsleben integriert um auf Märkten und Veranstaltungen auf dem Fischland und Umgebung Töpferkunst auf seiner Pritsche anzubieten.

So, nun kennt Ihr auch meine Framo Kurzgeschichte. Ich hoffe sie gefällt Euch.



06.05.2018 07:49    |    Dortmunder 65

Danke für diese Geschichte und besonders zu dem Entschluss dieses Fahrzeug zu erhalten.

Er passt wirklich am besten zu seiner Aufgabe, das hätte kein US Pick Up nicht hinbekommen.


Deine Antwort auf "Barkas "FRAMO" V 901 /2 -- So kann man sich täuschen"

DANKE

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