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DeepBlueGalants Blog

Japanischer Reisauflauf mit ein paar deutschen Kartoffeln.

12.11.2015 17:36    |    DeepBlueGalant    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: Celica, Galant, Honda, Hyundai, Japan, Japaner, Mazda, Mitsubishi, Starlet, Supra, Toyota

Herzlich willkommen zum neuesten und dritten Teil meiner Blogreihe "Exotisches aus dem Reich der aufgehenden Sonne". Hierbei präsentiere ich euch seltene und/oder alte japanische Autos, die ich in freier Wildbahn fotografiert habe. Dazu zähle ich immer auch ein paar Fakten zum Fahrzeug auf. Wer jetzt erst eingeschaltet hat: Den ersten Teil dieser Blogreihe findet ihr hier und den zweiten Teil hier. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

 

Kleinwagen:

 

Toyota Starlet

Zur Einstimmung fange ich mit dem Toyota Starlet der Baureihe P9 an. Dieser wurde von 1996-1999 angeboten und stellt die letzte Generation des Starlet dar. Man findet ihn sogar noch vergleichsweise häufig vor. Dies mag auch an seiner Robustheit liegen. Denn im TÜV-Mängelreport 2005 erreichte er bei den 6-7 jährigen Gebrauchtwagen den besten Platz.

Die Motoren lagen bei 1-1,3L Hubraum bzw. 54-134PS, wobei die 134PS Version den Märkten mit Rechtslenker vorhalten war. Ab 1999 wurde der Starlet P9 durch den Yaris abgelöst.

 

Mazda 121

Der Mazda 121 (Typ DB) fiel in eine Zeit in der Mazda in Japan mit fünf Marken vertreten war: Autozam, Eunos, Efini, der Kernmarke Mazda und über eine Kooperation die Marke Ford. Typ DB wurde also auf dem Heimatmarkt als Autozam Revue angeboten und war damit in Japan kein Nachfolger der ersten Mazda 121 Generation.

 

Ganz anders hierzulande. Hier löste der Mazda 121 (Typ DB) die Vorgängergeneration (Typ DA) ab und wurde grundlegend anders designet. Denn im Gegensatz zu seinem Vorgänger galt beim DB die Devise alle Kanten abzurunden. Daher wurde der Wagen auch „Ei“, „Käseglocke“, „Buckelchen“ oder „Bubble Car“ [1] genannt. Als Motoren kamen in Deutschland ein 53PS sowie ein 73PS Aggregat mit jeweils 1,4L zum Einsatz. Ein Stoff-Faltdach war optional erhältlich.

 

Im Jahr 1996 wurde der Mazda 121 (DB) vom Mazda 121 (Typ JASM/JBSM) abgelöst, der Baugleich zum Ford Fiesta war. Auf anderen Märkten wurde statt des Ford Fiestas der Mazda Demio als Mazda 121 angeboten.

 

Stufenheck-Limousinen:

 

Mazda 3

Der Mazda 3, Typ BK, löste im Jahr 2003 die Vorgängerserie Mazda Familia/323 ab. Genau wie sein Vorgänger besitzt diese Modellreihe einen zweiten Namen, nämlich Axela (Japan, USA). Der BK basierte auf der BK-Plattform des Partners Ford, mit dem Mazda seit 1979 eine Partnerschaft hat. Die hier gezeigte Stufenheckvariante ist in Deutschland selten anzutreffen, da hierzulande Schrägheck-Versionen bevorzugt werden. Nur 16% aller Mazda 3 (BK) wurden als Stufenheck verkauft [1]. Es standen 1,4L-2,3L Benzinermotoren mit 84-260PS bzw. 1,6-2,9L Dieselmotoren mit 90-142PS zur Verfügung. Das 260PS-Aggregat war allerdings dem Madza3 MPS vorbehalten, der 2006 vorgestellt wurde. Drei Jahre nach der Vorstellung erhielt der Typ BK ein Facelift mit geänderten Schürzen, Klarglasrückscheinwerfern, Klangoptimierungen und vielen Detailverbesserungen. Im Jahr 2009 wurde der Mazda 3 (BK) schließlich durch die Nachfolgegeneration (Typ BL) abgelöst.

 

Geländewagen:

 

Hyundai Galloper

Auf den ersten Blick handelt es beim Galloper erneut um einen "Quoten-Koreaner" wie den Ssangyong Musso aus dem ersten Teil dieser Blogreihe. Allerdings hat der Galloper japanische Gene. Denn im Grunde handelt es sich um einen Mitsubishi Pajero der ersten Generation (Typ L040). In Deutschland wurde der Galloper nicht über das Händlernetz von Hyundai, sondern als "Mitsubishi Galloper" über das Mitsubishi-Händlernetz vertrieben. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass das Fahrzeug von der Firma Hyundai Precision & Industry Company Limited gefertigt wurde, die nicht direkt mit dem Autohersteller Hyundai Motor Company verbunden ist.

 

Schrägheck:

 

Mitsubishi Galant E30

 

Der Mitsubishi Galant der Baureihe E30 war einer der Meilensteine der Firma Mitsubishi Motors. Er fiel in eine Zeit, in der Mitsubishi vor Selbstbewusstsein nur so strotzte.

Die Modellpalette war riesig und die Verkaufszahlen in Deutschland auf einem Rekordhoch - die Baureihe E30 war mit 80.000[1] verkauften Einheiten in Deutschland der erfolgreichste Galant hierzulande. Mitsubishis zu dieser Zeit gewannen regelmäßig Tests deutscher Autozeitschriften. Der Galant Galant Dynamic 4 gewann 1992 als erstes japanisches Fabrikat mit den Fahrern Erwin Weber und Manfred Hiemer die Rally Deutschland, sowie die Rallye-Europameisterschaft und brach damit die neunjährige Dominanz von Lancia.[1]

 

Die Rostvorsorge und Verarbeitung befand sich beim E30 auf einem sehr hohen Niveau.

Daher ist es umso trauriger, dass bei seinem Enkel, dem Galant EA0, massive Rostprobleme am Radlauf und an den Domen zum Alltag gehörten.

 

Als Karosserievarianten standen beim E30 Fließ- und Stufenheck zur Verfügung. Ein Kombimodell wie bei den Vorgängermodellen A120, A160 und E10 stand nicht mehr zur Verfügung, da der Space Wagon für diese Kunden vorgesehen war. Die Motorenauswahl reichte von 1,6-2,0L (Benziner) bzw. 1,8L (Diesel). Dabei leistete das stärkste Aggregat 200PS.

 

Im Jahr 1993 wurde der Galant E30, der auch als Dodge 2000 GTX und Eagle 2000 GTX verkauft wurde, durch den wesentlich erfolgloseren Galant E50 abgelöst.

 

Sportwagen:

 

Toyota Celica

Bereits im ersten Teil meiner Exotisches aus... Reihe habe ich euch die Toyota Supra MA70 gezeigt und erklärt, dass die Supra ursprünglich eine Ausstattungslinie der Celica war.

Hier zeige ich euch nun mal eine Toyota Celica der Baureihe T18, die von 1989-1994 vertrieben wurde. Es handelt sich hierbei um die fünfte Generation dieser Modellreihe, die auf anderen Märkten auch als Toyota 2000 VX verkauft wurde. Als Karosserieformen standen Coupé und das hier abgebildete Cabrio zur Verfügung. Besonders war an diesem Modell das computergesteuerte Fahrwerk Toyota Active Control Suspension, das sensorgesteuerte hydraulische beinhaltete. Als Motoren standen 1,6L-2,0L Aggregate mit 105-208PS zur Verfügung.

 

Honda S800

Beim Schreiben meines letzten Teils dieser Artikelreihe habe ich mich gefragt wie ich den Mazda 1300 toppen sollte. Nun zum Beispiel mit dem Honda S800, dem ersten japanischen Auto auf dem deutschen Markt [1], den ich hier vor die Linse bekommen habe. Dabei handelt es sich um einen von insgesamt noch 171 [1] in Deutschland existierenden Coupés. Der S800 wurde von 1966-1970 in Suzuka, Japan gebaut und leistete 67PS aus einem Motor mit gerade einmal 0,7L Hubraum. Vorgestellt wurde er in Deutschland am 06.12.1966 in Hamburg [1].

Als Karosserieformen standen Cabrio oder Coupé zur Verfügung. Ab 1967 wurde die Trommelbremse an der Vorderachse durch Scheibenbremsen ersetzt.

 

Wie immer würde ich mich über eine Diskussion freuen. Schreibt mir, wenn ihr Erfahrungen oder Anmerkungen zu den genannten Fahrzeugen habt.

 

Quellen:

[1]: Wikipedia

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15.07.2015 03:55    |    DeepBlueGalant    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: 100NX, Charade, Concerto, Daihatsu, Honda, Japan, Japaner, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Rocky, Starion, Sunny, Suzuki, Swift

Nach einer längeren Pause gibt es mal wieder einen neuen Blogeintrag von mir. Die unfertigen Artikel häufen sich und es musste dringend mal wieder etwas veröffentlicht werden. Nun ist es also soweit. Ich präsentiere euch den zweite Teil meiner "Exotisches aus..."-Reihe. Nach der positiven Resonanz auf den ersten Teil habe ich mich zu einer Fortsetzung entschieden und fleißig die Augen offen gehalten. Die Fotos sind dieses Mal jedoch nicht nur in Bochum, sondern auch in Wuppertal entstanden. Leider lässt die Bildqualität teils etwas zu wünschen übrig, da sie mit meinem alten Nokia E7 geschossen wurden. Tatsächlich habe ich mit dem Mazda 1300, dem Honda Concerto und dem Daihatsu Rocky Fahrzeuge vor die Linse bekommen, bei denen ich mich nicht daran erinnern kann sie jemals zuvor überhaupt gesehen zu haben. Die Fahrzeuginformationen stammen überwiegend von Wikipedia.

 

Kleinwagen:

 

Daihatsu Charade

Fangen wir mit einem Kleinwagen an, den ich in meiner Kindheit recht häufig sehen konnte, der mittlerweile aber recht selten geworden ist - dem Daihatsu Charade G200. Ich finde, dass beim Heck eine starke Ähnlichkeit zum Mitsubishi Colt CA0 besteht. Der G200 ist die vierte Generation der Modellreihe, die heute acht Generationen umfasst. Hergestellt wurde das Modell von 1993-2000. Auch eine GTI-Version wurde angeboten. Auf dem japanischen Heimatmarkt (JDM) leistet der GTI 124PS und wurde nach Alessandro deTomaso benannt. Die Exportvariante des GTI leistete nur 105PS. Abgelöst wurde der G200 schließlich durch den Daihatsu Sirion, der Markenname "Charade" wurde mit einem Toyota Yaris (rebadge) fortgeführt. Im Jahr 2013 zog sich der Hersteller Daihatsu letzten Endes wegen stark sinkender Verkaufszahlen vom deutschen Markt zurück.

 

 

Schrägheck:

 

Honda Concerto

Am Hannibalcenter in Bochum habe ich diesen sehr schönen Honda Concerto, den leider eine kleine Beule ziert, vorgefunden. Beim Concerto handelt es sich um ein Modell, das in Zusammenarbeit mit Rover entstanden ist. Der Rover-Typenbezeichnungen für den Concerto waren: 416, 216 und 220. Motorseitig gab es die Auswahl zwischen 90 - 122PS bei einem Hubraum zwischen 1,4-1,6 Litern. Die Allradversion wurde leider dem japanischen Markt vorbehalten. Als Karosserieformen standen Stufenheck und Schrägheck zur Verfügung. Angeboten wurde der Concerto, der in Longbridge (Großbritannien) und Suzuka (Japan) gebaut wurde, von 1989-1994. Honda hatte sich große Hoffnungen gemacht auf dem britischen Markt langfristig bei Rover einzusteigen und hielt einen Anteil von 20% an Rover. Die Übernahme durch BMW 1994 beendete die Concerto-Produktion. Dennoch basierte auch die darauf folgende Rover-Generation auf einem Honda - dem Civic. Abgelöst wurde der Concerto schließlich durch den Honda Domani (Japan) bzw. den Honda Civic (Europa).

 

Nissan Sunny Coupé

Diesen seltenen Nissan Sunny Coupé der Baureihe B12 fand ich auf dem Verkaufsgelände einer ehemaligen Toyota-Vertragswerkstatt in Wuppertal, die mittlerweile den Besitzer gewechselt hat und markenoffen Gebrauchtwagen verhökert. Im Hintergrund zu sehen ist übrigens eine LHD Toyota Supra und ein Mitsubishi Space Star. Gebaut wurde das Sunny Coupé zwischen 1986-1990 und erschien - wie bei japanischen Autoherstellern üblich - weltweit unter wechselnden Namen: ZX Coupé, Sentra Coupé und RZ-1. Das Modell basierte auf dem Sunny der Generation N13. Im Jahr 1989 folgte ein optisches Facelift. Die Motorpalette reichte von 71-125PS (Letzteres beim GTI-Modell) bei 1,5-1,8L Hubraum. Nissan investierte bei diesem Modell mit einer Nick/Zink-Legierung in eine ordentliche Rostvorsorge [1]. Abgelöst wurde das Sunny Coupé durch den erfolgreicheren Nissan 100NX.

 

Nissan 100NX

Und mit dem Nissan 100NX - dem Nachfolger des Sunny Coupés und des Nissan EXA - soll es an dieser Stelle auch gleich weitergehen. In vielen Kommentaren auf Motortalk habe ich dieses Jahr den Wunsch nach einer Renaissance kleiner bezahlbarer japanischen Sportcoupés wie dem Honda CRX oder den Nissan 100NX gelesen. Da trifft es sich ja gut, dass ich Letzteren kürzlich vor die Linse bekommen habe. Der 100NX basierte erneut auf der Basis des Sunny - allerdings in diesem Fall der Baureihe N14. Als Motoren wurden 90-144PS angeboten. Dabei stand ab 1991 auch wieder ein GTI-Modell zur Verfügung. Eine Besonderheit war das abnehmbare Targadach. Während in Europa der Verkauf des 100NX im Jahr 1995 ohne Nachfolger eingestellt wurde, gab es in Japan mit dem Lucino einen Nachfolger auf Almera/Pulsar-Basis.

 

 

Stufenheck-Limousinen:

 

Mazda 1300

Kommen wir zu dem vermutlich größten Leckerbissen dieses Blog-Eintrags, einem Mazda 1300 (Typ FA3). Es ist vermutlich das älteste japanische Fahrzeug, das ich je live gesehen habe. Bei der Bezeichnung 1300 handelt es sich um den Exportnamen der zweiten Generation des Mazda Familia und um die erste Generation, die in Deutschland angeboten wurde.

 

Ferner ließ sich durch die Bezeichnung Rückschlüsse auf den Hubraum ziehen. Der hier vorliegende 1,3L Vierzylinder leistete zunächst 66PS und in späteren Jahren lediglich 60PS. Außerdem wurde der Familia auch als Mazda 1000 (1L Hubraum) und 1200 (1,2L Hubraum) angeboten. Als Karosserieformen standen Stufenheck, Kombi, Coupé und PickUp zur Verfügung. Hierbei ordnete sich der Familia in der unteren Mittelklasse ein.

 

Gebaut wurde das hier gezeigte Fahrzeug zwischen 1973-1977 in Hiroshima. Im Jahr 1977 wurde der Mazda Familia FA3 (Mazda 1300) durch den Mazda Familia FA4 (Mazda 323) abgelöst. In meinem letzten Exotisches aus... Blogeintrag findet ihr somit einen Nachfolger des hier abgebildeten Mazda 1300. Bei dem von mir fotografierten Fahrzeug hatte der Besitzer das Licht angelassen - hoffentlich war hinterher die Batterie nicht leer.

 

Übrigens: Von Kia gab es mit dem Kia Brisa einen Lizenznachbau des Familia FA3, der zugleich das erste eigene Auto der Firma Kia war.

 

Suzuki Swift

Der hier vorliegenden Suzuki Swift ist eigentlich sogar noch oft anzutreffen, als Stufenhecklimousine ist er jedoch eine wahre Rarität. Ob das von mir fotografierte Exemplar die Typenbezeichnung EA (Zweite Generation) oder MA (Dritte Generation) trägt, konnte ich nicht feststellen. Auf Wikipedia gibt es kein Foto einer Stufenhecklimousine vom Typ MA. Kann mir da jemand aushelfen? Angeboten wurde der Swift EA/MA von 1989-2003. Von 1995-2003 wurde das Modell mit Allradantrieb auch als Subaru Justy angeboten.

 

Ebenso wie beim Daihatsu Charade, dem Nissan Sunny Coupé und dem Nissan 100NX gab es eine leistungsgesteigerte GTI-Version. Hierzu gab es einen Rechtsstreit mit Volkswagen, die das Kürzel GTI für sich beanspruchten. VW verlor dem Prozess vor dem europäischen Gerichtshof, da das Kürzel GTI von vielen Autoherstellern verwendet wurde.

 

In meinem letzten Blogeintrag der Exotisches aus...-Reihe habe ich bereits den Suzuki Baleno gezeigt. Der Baleno wurde als Nachfolger zum hier gezeigten Swift (Typ MA) konzipiert, jedoch in Deutschland parallel angeboten.

 

Geländewagen:

 

Daihatsu Rocky

Was haben wir denn da? Einen Suzuki Vitara? Einen Mitsubishi Pajero? Nein, einen Daihatsu Wildcat, bzw. Rocky (ab 1988 umbenannt). Anderer Orts wurde der Geländewagen auch als Rugger oder Taft bezeichnet. Mit einer Starrachse, Blattfedern vorne & hinten sowie 2.1T Anhängelast war der Rocky sowohl geländetauglich wie auch als Zugmaschine bestens geeignet. Ab 1987 wurde ein 2,8L Turbodiesel mit 91PS angeboten, der ab 1991 sogar 98PS leistete. Im Jahr 1993 gab es ein Facelift, das der Vorderasche eine Einzelradaufhängung spendierte. Hinten blieb jedoch die Starrachse. Das Exportmodell wurde noch bis 2002 hergestellt, die Produktion für den japanischen Heimatmarkt endete bereits 1997. Im Jahr 1985 gelang dem Rocky ein beachtlicher dritter Platz in der Gesamtwertung der Rally Paris-Dakar .

 

Ab dem Jahr 1988 wurde mit dem Freeclimber bei Bertone in Italien noch eine Kuriosität gefertigt. Hierbei handelt es sich um einen aufgewerteten Daihatsu Rocky mit sportlichen Ledersitzen und einem waschechten BMW-Motor. Zur Auswahl standen ein 2L sowie ein 2,7L Reihensechszylinder Benziner sowie ein 2,5L Diesel.[2] Hierbei gibt es leichte Parallelen zum Sssangyong Musso SUV mit Mercedes-Benz Triebwerken aus meinem letzten Blogeintrag der Exotisches aus...-Reihe.

 

Sportwagen:

 

Mitsubishi Starion

Den Mitsubishi Starion erwischte ich fotografisch am späten Abend des 30.04.2015 zur traditionellen Veranstaltung "Ras in den Mai" der Autotuner in Wuppertal. Das Fahrzeug stand gerade auf dem Haltestreifen der Bundestraße 7 an einer Bushaltestelle. Hier kontrollierte die Polizei Fahrzeuge auf ihre Straßenverkehrstüchtigkeit. Leider hat die Kamera meines betagten Nokia E7 zu dieser Zeit kein besseres Foto zustande gebracht. Aufgrund des fehlenden Enblems war ich mir anfangs auch gar nicht sicher, ob es sich um einen Starion handelt. Immerhin hatte ich den Wagen vorher noch nie in real gesehen. Daher sah ich mir kurz ein Bild im Internet an, um sicher zu gehen. Mit dem Besitzer hatte ich noch ein sehr kurzes, aber nettes Gespräch. Bei dem er mir erzählte, dass er noch einen weiteren Starion besitzt.

 

Der Starion selbst wurde 1982 von Mitsubishi eingeführt und in Amerika auch als Chrysler, Dodge und Plymouth vermarktet. Er gilt - laut Wikipedia - als Begründer der japanischen Turbolader-Ära. [1] Mit dem 4G63T Motor verwendete der Starion bereits 1982 einen Motor, der es im Lancer Evolution in der WRC zu Weltruhm sowie drei Gesamtsiegen schaffen sollte und sogar 27 Jahre lang gebaut wurde. Aber auch der Starion selbst wurde erfolgreich im Motorsport eingesetzt und fuhr in der Gruppe A und Gruppe N zahlreiche Siege ein. Ein Gruppe B-Prototyp wurde fertiggestellt, jedoch nie eingesetzt, da die FIA die Gruppe B einstellte.

 

Eine weitere interessante Neuerung des Starion waren die Silent Shaft-Ausgleichswellen, die später sogar von Porsche lizensiert wurden, sowie das ASBS-System als Vorläufer unseres heutigen ABS-Systems. Im Jahr 1987 wurde mit einem als "Widebody" bezeichneten Facelift der 2,6L 4G54B Motor eingeführt und die Karosserie dynamischer gestaltet. Laut KBA existierten im Januar 2014 noch 60 Exemplare des Starion in Deutschland. Im Jahr 1990 wurde das Modell durch den Mitsubishi 3000GT (bzw. GTO) abgelöst.

 

Ich hoffe, dass ich dem ein- oder anderen noch etwas neues erzählen konnte. Schreibt mir dazu gerne in den Kommentaren. Wart ihr vielleicht selbst Besitzer eines der Autos, von dem ich hier berichte?

 

Quellen:

[1]: Wikipedia

[2]: http://weidt-site.de/bertone/freeclimber.html

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10.03.2015 14:47    |    DeepBlueGalant    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: 200SX, Balero, Bluebird, CRX, Exoten, Honda, Infiniti, Japaner, Legacy, Mazda, Musso, Nissan, QX70, Ssangyong, Subaru, Supra, Suzuki, Toyota

Heute werde ich mal einen Blogeintrag außerhalb der eigentlichen Reihe über meinen Galant veröffentlichen. Hoffentlich gefällt er euch. Die technischen Daten habe ich teils Wikipedia, teils den Datenblättern entnommen. Der Artikel handelt von exotischen Asiaten (Ich meine Autos, nicht das Missverständnisse auftreten :D ),

die mir auf meinem Weg zur Uni oder zur Arbeit so begegnen. Irgendwie habe ich das Gefühl,

dass die Dichte seltener japanischer Fahrzeuge hier in Bochum besonders hoch ist (Eine Idee warum das so ist?). Alle Bilder sind jedenfalls auf dem Gebiet geschossen worden, das die Karte zeigt.

 

Die gesichteten Fahrzeuge bilden ein buntes Markenspekturm von Mazda, Toyota, Suzuki über Subaru, Infinti bis Nissan und Honda ab. Von meiner japanischen Lieblingsmarke - Mitsubishi - konnte ich leider kein exotisches oder altes Auto finden :( - nicht einmal einen Galant E30, einen Colt C50 oder einen Lancer C6A/C7A, obwohl sich diese Fahrzeuge zu ihrer Zeit in Deutschland sehr gut verkauften.

 

Schrägheck:

 

Nissan Bluebird T72

 

Der T12 (ab 1988 mit dem Facelift T72) ist die neunte Generation des Nissan Bluebird. Gebaut wurde er von 1985-1990 speziell für Europa in Washington, Großbritannien. Der T12 basierte auf dem Nissan Stanza. Die Karosserievielfalt war mit den Bauformen Limousine, Schrägheck, Kombi und Coupé sehr üppig. Als Motoren standen 1,6 - 2,0L bzw. 90 - 135PS zur Verfügung. Außerhalb Europas wurde das Vorgängermodell U11 statt des T72 angeboten. Ab 1990 wurde der Bluebird dann in Europa durch den Primera ersetzt.

 

Die Besitzerin des roten Bluebird T12, der übrigens noch ein altes DIN-Kennzeichen trägt, kenne ich persönlich. Sie ist eine junge Frau, eine Kommilitonin von mir.

 

 

Stufenheck-Limousinen:

 

Mazda 323

 

Mit dem Mazda 323 Typ BJ wurde von 1998-2003 die sechste und letzte Generation des 323 angeboten. In Japan wurde für die gesamte Baureihe die Bezeichnung Familia verwendet. Im Gegensatz zum Vorgänger wurde beim BJ keine Coupèform angeboten. Lediglich eine Stufenhecklimousine sowie ein Kombi-Schrägheck-Mischling waren im Angebot vertreten. Die Motoren reichten in Deutschland von 1,3 - 2,0L bzw. 72 - 130PS. Im Ausland gab es noch 2.0L Motoren mit 140 und 170PS. Ein Facelift, das sowohl Innenraum wie auch Frontpartie betraf, folgte im Jahr 2000.

 

Der von mir fotografierte 323 in Stufenheckform war in Deutschland eher selten anzutreffen. Die Deutschen lieben als Karosserieform nun einmal Schrägheck sowie Kombi. Etwas häufiger als Limousine anzutreffen war der große Bruder des 323, der 626. Im Jahr 2003 wurde der 323 schließlich durch das Nachfolgemodell Mazda 3 bzw. Axela (Japan) abgelöst.

 

 

Suzuki Baleno

 

Der Baleno ist das neue Pizza-Taxi meiner Stamm-Pizzeria und löst damit einen Opel Astra F ab.

Da Pizza-Flitzer ja eher Kurzstrecke fahren und durchaus nicht pfleglich behandelt werden, bin ich gespannt wie lange der Wagen durchhält.

 

Die Gene des Baleno sind eng mit denen des Suzuki Swift verbunden. Dazu muss man wissen, dass der Swift in Japan Suzuki Cultus hieß. Die Namensgebungen bei japanischen Herstellern sind teilweise sehr verwirrend. Während der Baleno hierzuland zeitgleich mit dem Swift (Typ MA) verkauft wurde, wurde er in Japan unter dem Namen Cultus Crescent als Nachfolger des Cultus (Swift) verkauft. Der Baleno ist somit eigentlich der Nachfolger des Swift (Typ MA).

 

Gebaut wurde er jedenfalls von 1995-2001 als Kombi, Limousine und Schrägheck. Im Jahr 1999 gab es durch ein Facelift Klarglasscheinwerfer vorne. Nachfolger wurde der - meiner Meinung nach seltsam designte - Suzuki Liana.

 

Subaru Legacy BD/BG

 

Der Subaru Legacy (Typ BD/BG), den ich hier spät nachts erwischt habe, wurde von 1994-1999 gebaut und gehörte zur zweiten Legacy-Generation. Beworben wurde er mit dem Spruch "Der beste Legacy, den es je gab". Die Aggregate reichten von 2,0 - 2,5L bzw. von 115PS - 150PS, wobei der 150PS-Motor erst ab 1996 zur Verfügung stand. Der Legacy verfügte - Subaru-typisch - über permanenten Allradantrieb und einen Boxermotor. Als Karosserieformen standen Kombi und Stufenheck zur Verfügung.

 

Ab dem Facelift 1996 wurde zusätzlich die Variante Outback eingeführt, die mit erhöhter Bodenfreiheit und Sperrdifferential vor allem im Gelände glänzte.

 

SUV:

 

Infiniti FX S51/QX70

 

Kommen wir zum neuesten Wagen in meiner Galerie.

Infinti ist ja generell in Deutschland recht selten anzutreffen. Dieses SUV habe ich vorher noch nie in freier Wildbahn angetroffen. Japanische Edelmarken wie Infiti oder Lexus haben es hier nunmal - im Gegensatz zu den USA - nie geschafft neben den einheimischen Luxusmarken wie Audi, BMW, Mercedes oder Porsche Fuß zu fassen.

 

Der FX51 wurde auf der Genfer Motor Show 2008 vorgestelt und seit 2009 gebaut. Die Umbenennung zur Bezeichnung QX70 folgte im Jahr 2013. Als Motoren stehen ausschließlich V6 und V8 Aggregate zwischen 3,5 - 5,0L bzw. zwischen 238-420PS zur Verfügung.

Bei der 420PS-Version des SUV handelt es sich um die limitierte Vettel-Edition, die Inifiti als Sponsor des Red Bull Racing Teams hervorbrachte.

 

Ssangyong Musso

 

Der Musso ist um ehrlich zu sein gar kein Japaner, sondern Koreaner. Ssangyong ist in Deutschland nahezu unbekannt, auf dem heimischen Markt nach Hyundai/Kia, GM und Renault-Samsung die Nummer Vier[1]. Der Hersteller zeichnet sich von jeher davon aus Kooperationen mit Mercedes-Benz einzugehen. Daher wurde der Musso auch mit Lizenznachbauten der Mercedes-Triebwerke M104 und M111 (Benziner) sowie OM601 und OM602 (Diesel) angeboten. Auf manchen Märkten wurde der Musso als Mercedes-Benz Musso angeboten, um Mercedes den Einstieg in den SUV-Markt zu ermöglich.

 

Ich würde den Musso als günstigen Geheimtipp für Mercedes-Fans bzw. Fans deutscher Ingenieurskunst bezeichnen (wobei sich das nur auf den Motor bezieht). Die Karosserie des Designers Briton Ken Greenley ist durchaus gewöhnungsbedürftig, hat aber sogar den Auto Design Award der Birmingham Auto Show gewonnen.

 

Der Musso wurde von Ssangyong 2005 eingestellt und bekam mit dem Actyon ein Nachfolge-Modell. Da aber Ssangyong 2008 - zu Zeiten der Finanzkrise - in finanzielle Schwierigkeiten geriet, veräußerte man alle Rechte sowie eine koreanische Fertigungsstraße des Musso an den russischen Hersteller TagAZ. Dort ist Musso auch heute noch als Tagaz Road Partner zu erwerben.

 

Sportwagen:

 

Honda CRX

 

Im Jahr 1982 entschied sich Honda ein günstiges Sportcoupé auf Basis des Civics zu bauen.

Bei dem von mir fotografisch festgehaltenen Fahrzeug handelt es sich allerdings um einen CRX der zweiten Generation (Typ ED9/E88), die von 1987-1991 produziert wurde. Hierbei fand das computergestützte VTEC-System zur Anpassung von Ventilsteuerzeiten und das Hub-Steuersystem aus dem Honda NSX Verwendung. Die Motoren reichten von 110 - 150PS bei jeweils 1,6L Hubraum. Auch die aus der Formel 1 inspirierte Einzelradaufhängung ist eine Erwähnung wert.

 

Bei dem Fahrzeug auf dem Foto finde ich das Tuning wirklich gruselig. Was haltet ihr davon?

 

Nissan 200SX

 

Der Nissan 200SX (Typ S14) wurde von 1993-1999 gebaut und entspricht der sechsten Generation 200SX, die 1964 mit dem Datsun Coupe 1500 ihren Anfang nahm. Auf dem japanischen Heimatmarkt war der 200SX als Nissan Silvia erhältlich. Das sportliche Coupé ist mir persönlich vor allem durch die Computerspielreihe Need for Speed und der Mangaserie Initial D ein Begriff. Die Motoren waren ausschließlich mit 2L Hubraum erhältlich und reichten von 160 - 220PS. Ein Facelift mit veränderten Leuchteinheiten und technischen Verbesserungen folgte im Jahr 1996

 

Toyota Supra

 

Diese schöne Toyota Supra der dritten Generation (Typ MA70/MA71) konnte ich auf einem Spaziergang einfangen. Ab dem Typ MA70, der von 1986-1992 verkauft wurde, war die Supra kein besonders leistungsfähiges Modell der Celica mehr, sondern wurde eigenständig verkauft. Die Unterscheidung war nötig geworden, da alle Celica-Modelle ab 1986 mit Frontantrieb verkauft wurden, die Supra aber weiterhin mit Heckantrieb. Übrigens ist es interessant, dass Toyota selbst angibt es handele sich um "Der" Supra, wohingegen die meisten Leute wohl eher "Die" Supra sagen würden, da Bezeichnungen die auf den Buchstaben "A" enden für gewöhnlich weiblich sind.

 

Das von mir fotografierte Fahrzeug besitzt einen 3L Turbomotor mit mindestens 235PS, der ab 1987 angeboten wurde.

 

Quellen:

[1] https://web.archive.org/.../Total2013.pdf

[-] Wikipedia, Datenblätter

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