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DeepBlueGalants Blog

Japanischer Reisauflauf mit ein paar deutschen Kartoffeln.

10.03.2015 14:47    |    DeepBlueGalant    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: 200SX, Balero, Bluebird, CRX, Exoten, Honda, Infiniti, Japaner, Legacy, Mazda, Musso, Nissan, QX70, Ssangyong, Subaru, Supra, Suzuki, Toyota

Heute werde ich mal einen Blogeintrag außerhalb der eigentlichen Reihe über meinen Galant veröffentlichen. Hoffentlich gefällt er euch. Die technischen Daten habe ich teils Wikipedia, teils den Datenblättern entnommen. Der Artikel handelt von exotischen Asiaten (Ich meine Autos, nicht das Missverständnisse auftreten :D ),

die mir auf meinem Weg zur Uni oder zur Arbeit so begegnen. Irgendwie habe ich das Gefühl,

dass die Dichte seltener japanischer Fahrzeuge hier in Bochum besonders hoch ist (Eine Idee warum das so ist?). Alle Bilder sind jedenfalls auf dem Gebiet geschossen worden, das die Karte zeigt.

 

Die gesichteten Fahrzeuge bilden ein buntes Markenspekturm von Mazda, Toyota, Suzuki über Subaru, Infinti bis Nissan und Honda ab. Von meiner japanischen Lieblingsmarke - Mitsubishi - konnte ich leider kein exotisches oder altes Auto finden :( - nicht einmal einen Galant E30, einen Colt C50 oder einen Lancer C6A/C7A, obwohl sich diese Fahrzeuge zu ihrer Zeit in Deutschland sehr gut verkauften.

 

Schrägheck:

 

Nissan Bluebird T72

 

Der T12 (ab 1988 mit dem Facelift T72) ist die neunte Generation des Nissan Bluebird. Gebaut wurde er von 1985-1990 speziell für Europa in Washington, Großbritannien. Der T12 basierte auf dem Nissan Stanza. Die Karosserievielfalt war mit den Bauformen Limousine, Schrägheck, Kombi und Coupé sehr üppig. Als Motoren standen 1,6 - 2,0L bzw. 90 - 135PS zur Verfügung. Außerhalb Europas wurde das Vorgängermodell U11 statt des T72 angeboten. Ab 1990 wurde der Bluebird dann in Europa durch den Primera ersetzt.

 

Die Besitzerin des roten Bluebird T12, der übrigens noch ein altes DIN-Kennzeichen trägt, kenne ich persönlich. Sie ist eine junge Frau, eine Kommilitonin von mir.

 

 

Stufenheck-Limousinen:

 

Mazda 323

 

Mit dem Mazda 323 Typ BJ wurde von 1998-2003 die sechste und letzte Generation des 323 angeboten. In Japan wurde für die gesamte Baureihe die Bezeichnung Familia verwendet. Im Gegensatz zum Vorgänger wurde beim BJ keine Coupèform angeboten. Lediglich eine Stufenhecklimousine sowie ein Kombi-Schrägheck-Mischling waren im Angebot vertreten. Die Motoren reichten in Deutschland von 1,3 - 2,0L bzw. 72 - 130PS. Im Ausland gab es noch 2.0L Motoren mit 140 und 170PS. Ein Facelift, das sowohl Innenraum wie auch Frontpartie betraf, folgte im Jahr 2000.

 

Der von mir fotografierte 323 in Stufenheckform war in Deutschland eher selten anzutreffen. Die Deutschen lieben als Karosserieform nun einmal Schrägheck sowie Kombi. Etwas häufiger als Limousine anzutreffen war der große Bruder des 323, der 626. Im Jahr 2003 wurde der 323 schließlich durch das Nachfolgemodell Mazda 3 bzw. Axela (Japan) abgelöst.

 

 

Suzuki Baleno

 

Der Baleno ist das neue Pizza-Taxi meiner Stamm-Pizzeria und löst damit einen Opel Astra F ab.

Da Pizza-Flitzer ja eher Kurzstrecke fahren und durchaus nicht pfleglich behandelt werden, bin ich gespannt wie lange der Wagen durchhält.

 

Die Gene des Baleno sind eng mit denen des Suzuki Swift verbunden. Dazu muss man wissen, dass der Swift in Japan Suzuki Cultus hieß. Die Namensgebungen bei japanischen Herstellern sind teilweise sehr verwirrend. Während der Baleno hierzuland zeitgleich mit dem Swift (Typ MA) verkauft wurde, wurde er in Japan unter dem Namen Cultus Crescent als Nachfolger des Cultus (Swift) verkauft. Der Baleno ist somit eigentlich der Nachfolger des Swift (Typ MA).

 

Gebaut wurde er jedenfalls von 1995-2001 als Kombi, Limousine und Schrägheck. Im Jahr 1999 gab es durch ein Facelift Klarglasscheinwerfer vorne. Nachfolger wurde der - meiner Meinung nach seltsam designte - Suzuki Liana.

 

Subaru Legacy BD/BG

 

Der Subaru Legacy (Typ BD/BG), den ich hier spät nachts erwischt habe, wurde von 1994-1999 gebaut und gehörte zur zweiten Legacy-Generation. Beworben wurde er mit dem Spruch "Der beste Legacy, den es je gab". Die Aggregate reichten von 2,0 - 2,5L bzw. von 115PS - 150PS, wobei der 150PS-Motor erst ab 1996 zur Verfügung stand. Der Legacy verfügte - Subaru-typisch - über permanenten Allradantrieb und einen Boxermotor. Als Karosserieformen standen Kombi und Stufenheck zur Verfügung.

 

Ab dem Facelift 1996 wurde zusätzlich die Variante Outback eingeführt, die mit erhöhter Bodenfreiheit und Sperrdifferential vor allem im Gelände glänzte.

 

SUV:

 

Infiniti FX S51/QX70

 

Kommen wir zum neuesten Wagen in meiner Galerie.

Infinti ist ja generell in Deutschland recht selten anzutreffen. Dieses SUV habe ich vorher noch nie in freier Wildbahn angetroffen. Japanische Edelmarken wie Infiti oder Lexus haben es hier nunmal - im Gegensatz zu den USA - nie geschafft neben den einheimischen Luxusmarken wie Audi, BMW, Mercedes oder Porsche Fuß zu fassen.

 

Der FX51 wurde auf der Genfer Motor Show 2008 vorgestelt und seit 2009 gebaut. Die Umbenennung zur Bezeichnung QX70 folgte im Jahr 2013. Als Motoren stehen ausschließlich V6 und V8 Aggregate zwischen 3,5 - 5,0L bzw. zwischen 238-420PS zur Verfügung.

Bei der 420PS-Version des SUV handelt es sich um die limitierte Vettel-Edition, die Inifiti als Sponsor des Red Bull Racing Teams hervorbrachte.

 

Ssangyong Musso

 

Der Musso ist um ehrlich zu sein gar kein Japaner, sondern Koreaner. Ssangyong ist in Deutschland nahezu unbekannt, auf dem heimischen Markt nach Hyundai/Kia, GM und Renault-Samsung die Nummer Vier[1]. Der Hersteller zeichnet sich von jeher davon aus Kooperationen mit Mercedes-Benz einzugehen. Daher wurde der Musso auch mit Lizenznachbauten der Mercedes-Triebwerke M104 und M111 (Benziner) sowie OM601 und OM602 (Diesel) angeboten. Auf manchen Märkten wurde der Musso als Mercedes-Benz Musso angeboten, um Mercedes den Einstieg in den SUV-Markt zu ermöglich.

 

Ich würde den Musso als günstigen Geheimtipp für Mercedes-Fans bzw. Fans deutscher Ingenieurskunst bezeichnen (wobei sich das nur auf den Motor bezieht). Die Karosserie des Designers Briton Ken Greenley ist durchaus gewöhnungsbedürftig, hat aber sogar den Auto Design Award der Birmingham Auto Show gewonnen.

 

Der Musso wurde von Ssangyong 2005 eingestellt und bekam mit dem Actyon ein Nachfolge-Modell. Da aber Ssangyong 2008 - zu Zeiten der Finanzkrise - in finanzielle Schwierigkeiten geriet, veräußerte man alle Rechte sowie eine koreanische Fertigungsstraße des Musso an den russischen Hersteller TagAZ. Dort ist Musso auch heute noch als Tagaz Road Partner zu erwerben.

 

Sportwagen:

 

Honda CRX

 

Im Jahr 1982 entschied sich Honda ein günstiges Sportcoupé auf Basis des Civics zu bauen.

Bei dem von mir fotografisch festgehaltenen Fahrzeug handelt es sich allerdings um einen CRX der zweiten Generation (Typ ED9/E88), die von 1987-1991 produziert wurde. Hierbei fand das computergestützte VTEC-System zur Anpassung von Ventilsteuerzeiten und das Hub-Steuersystem aus dem Honda NSX Verwendung. Die Motoren reichten von 110 - 150PS bei jeweils 1,6L Hubraum. Auch die aus der Formel 1 inspirierte Einzelradaufhängung ist eine Erwähnung wert.

 

Bei dem Fahrzeug auf dem Foto finde ich das Tuning wirklich gruselig. Was haltet ihr davon?

 

Nissan 200SX

 

Der Nissan 200SX (Typ S14) wurde von 1993-1999 gebaut und entspricht der sechsten Generation 200SX, die 1964 mit dem Datsun Coupe 1500 ihren Anfang nahm. Auf dem japanischen Heimatmarkt war der 200SX als Nissan Silvia erhältlich. Das sportliche Coupé ist mir persönlich vor allem durch die Computerspielreihe Need for Speed und der Mangaserie Initial D ein Begriff. Die Motoren waren ausschließlich mit 2L Hubraum erhältlich und reichten von 160 - 220PS. Ein Facelift mit veränderten Leuchteinheiten und technischen Verbesserungen folgte im Jahr 1996

 

Toyota Supra

 

Diese schöne Toyota Supra der dritten Generation (Typ MA70/MA71) konnte ich auf einem Spaziergang einfangen. Ab dem Typ MA70, der von 1986-1992 verkauft wurde, war die Supra kein besonders leistungsfähiges Modell der Celica mehr, sondern wurde eigenständig verkauft. Die Unterscheidung war nötig geworden, da alle Celica-Modelle ab 1986 mit Frontantrieb verkauft wurden, die Supra aber weiterhin mit Heckantrieb. Übrigens ist es interessant, dass Toyota selbst angibt es handele sich um "Der" Supra, wohingegen die meisten Leute wohl eher "Die" Supra sagen würden, da Bezeichnungen die auf den Buchstaben "A" enden für gewöhnlich weiblich sind.

 

Das von mir fotografierte Fahrzeug besitzt einen 3L Turbomotor mit mindestens 235PS, der ab 1987 angeboten wurde.

 

Quellen:

[1] https://web.archive.org/.../Total2013.pdf

[-] Wikipedia, Datenblätter

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