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DeepBlueGalants Blog

Japanischer Reisauflauf mit ein paar deutschen Kartoffeln.

24.04.2017 21:25    |    DeepBlueGalant    |    Kommentare (12)

Hiermit begrüße ich euch zum fünften Teil meiner Blogreihe "Exotisches aus dem Reich der aufgehenden Sonne". Ich zeige hier wieder seltene japanische Autos, die ich fotografiert habe und erläutere ein wenig Hintergrundinformationen über das jeweilige Auto. Leider kann dieser Teil nicht mit einem richtigem Trumpf aufwarten, wie ich es mit dem Mazda 1300, dem Honda S800 oder dem Nissan 280ZX in den vergangenen Teilen konnte. Dennoch sind mit dem Suzuki LJ80 und dem Winnebago Warrior wieder Autos dabei, die im deutschen Straßenbild sicher seltener zu finden sind, als die meisten Ferrari-Modelle. Ich wünsche euch viel Spaß beim schmökern.

 

Kleinwagen:

 

Mitsubishi Colt C50

Mitsubishi ColtMitsubishi Colt

Der Mitsubishi Colt C50 erblickte im Jahr 1988 als dritter Spross dieser Modellreihe das Licht der Welt. Genau wie die zweite Generation war der C50 die Kompakt-Version des Lancers. Aber auch der parallel gebaute Galant E30 (Siehe Teil 2 dieser Blogreihe) wies starke optische Ähnlichkeiten auf. Mitsubishi hatte zu dieser Zeit erfolgreich ein Markengesicht etabliert, ähnlich wie heute z.B. Volkswagen. Auf dem deutschen Markt verkaufte sich diese Colt-Generation sehr gut. Auch heute noch genießt diese Colt-Generation einen guten Ruf, insbesondere aufgrund von weniger Rostproblemen als beim Vorgänger und beim Nachfolger. Die Motorpalette des Colts, der übrigens in Japan "Mirage" hieß, reichte beim Benzinmotor von 60-90PS bzw. von 124-136PS beim sportlichen GTI-Modell. Auch ein Diesel mit 60PS wurde angeboten. Ein Fünfgang-Getriebe war serienmäßig vorhanden, ebenso Katalysatoren in den Modellen mit Ottomotor. Neben dem Colt (Steilheck) und dem Lancer (Stufenheck und Schrägheck) wurde in dieser Generation kein Kombi angeboten. Daher gab es parallel zum C50 noch den Vorgänger-Kombi C10. Auch die fünftürige Version des Vorgängers wurde beim Colt nicht mehr angeboten. Im Jahr 1992 wurde der Colt C50 durch seinen deutlich rundlicheren Nachfolger CA0 abgelöst.

 

Subaru Justy II

Subaru JustySubaru Justy

Moooment! Ist das nicht ein Swift? Nein? Nicht? Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, handelt es sich hier nicht um den Suzuki Swift, Typ MA, den ich bereits als Limousine im zweiten Teil dieser Blogreihe vorgestellt hatte. Tatsächlich handelt es sich um den Zwillingsbruder Subaru Justy II. Der Justy wurde, wie der Swift, ab 1995 für Europa bei Magyar Suzuki in Ungarn gebaut. Sowohl im Subaru wie auch im Suzuki kam ein 1.3L Suzuki-Motor zum Einsatz, der anfangs 68PS leistete und die Euro 2 Norm erfüllte. Nachdem der Motor ab 2000 von 8V auf 16V umgestellt wurde, erfüllte er nicht nur die Euro 3 Norm, sondern konnte seine Leistung sogar auf 86PS steigern. Einziger Unterschied des Justy zum Swift war der serienmäßige Allradantrieb. Produktionsende war im Jahr 2003, als die nächste Justy-Generation erschien. Diese basierte nun allerdings auf dem Suzuki Ignis.

 

Limousinen:

 

Daihatsu Applause

Daihatsu ApplauseDaihatsu Applause

Mit dem Applause, der 1989 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde, verfolgte Daihatsu ein ungewöhnliches Konzept. Man schuf zwar eine klassische Stufenheck-Limousine, allerdings im Fünftürer-Format, dass eigentlich bei Fließheck-Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Sprich: Die Heckscheibe klappte zusammen mit dem Kofferraumdeckel hoch. Dieses Konzept griffen später Seat Toledo und Skoda Suberb II auf.

Vorgänger des Applause war der Daihatsu Charmant der zweiten Generation, der erstmals auch in Deutschland angeboten wurde. Motor- und Karosserieseitig war der Wagen sehr eingeschränkt. So stand nur eine Limousine mit nur einem Motor (1.6L Vierzylinder) zur Verfügung. Innerhalb seiner Bauzeit gab es zwei Facelifts. Im Jahr 1993 gab es lediglich eine milde Überarbeitung, bei der die Frontpartie verändert wurde. Eine weitere optische Überarbeitung im Jahr 1997 brachte eine veränderte Heckpartie sowie einen Chromgrill mit sich.

Nach 11 Jahren wurde die Produktion schließlich im Jahr 2000 ohne Nachfolger eingestellt.

 

Mazda 626 (Typ GD)

Mazda 626 (Typ GD)Mazda 626 (Typ GD)

Nachdem ich im letzten Teil dieser Blogreihe bereits den Mazda 626 (Typ GE) vorgestellt habe, ist es nun an der Reihe den Vorgänger vorzustellen. Der ab 1987 gebaute 626 wurde als Limousine, Coupé (Typ GD) sowie als Kombi (Typ GV) angeboten. Fotografisch konnte ich dieses mal sogar zwei Fahrzeuge festhalten, eine Limousine und ein Coupé. Der 626 der dritten Generation leistete zwischen 90-115PS aus einem Vierzylinder-Benziner bzw. 60PS aus einem Diesel. Laut Wikipedia handelte es sich bei diesem Fahrzeug um die erfolgreichste 626-Generation, die jemals in Deutschland verkauft wurde. Sie war 1988-1989 das meistverkaufte Importauto und gewann einen Vergleichstest gegen mehrere europäische Konkurrenten in einer renomierten Autozeitschrift. Optional war der Mazda, der in Japan unter der Bezeichnung "Capella" verkauft wurde, sowohl mit Allradantrieb, wie auch mit Allradlenkung zu haben. Zwar wurde der GD im Jahr 1992 zu Gunsten des Nachfolgers eingestellt, der Kombi (GV) jedoch bis 1997 weiter verkauft.

 

Kombis:

 

Toyota Camry

Toyota CamryToyota Camry

Der von 1991 bis 1996 angebotene Toyota Camry stellt die dritte Generation der Baureihe dar. Als Karosserievarianten gab es eine Limousine (Typ SXV10) sowie den hier gezeigten Kombi (Typ VCV10). Gemäß der Tradition die führenden Modelle als Krone zu bezeichnen, benannte Toyota das Fahrzeug "Camry". Dies leitet sich vom japanischen Wort kanmuri ab, das Krone bedeutet. Damit folgt der Camry den Modellen Crown, Corona (Lat. Krone) und Corolla (Lat. kleine Krone). Der Camry war in der oberen Mittelklasse angesiedelt und verfügte als erstes Auto in dieser Klasse über einen serienmäßigen Airbag. Als Motoren wurden, im Gegensatz zur Vorgängergeneration, ausschließlich Ottomotoren angeboten. Diese leisteten entweder 2.2L (Vierzylinder) oder, wie in dem hier gezeigten Kombi-Modell, 3.0L (Sechszylinder). Interessant ist, dass die in Europa Kombi-Version anders als die Limousine nicht aus Japan kam, sondern in den USA gebaut wurde. Hierbei zeigen sich Parallelen zum Camry-Konkurrenten Mitsubishi Sigma. Auch hier wurde die Limousine in Japan gebaut, der Kombi jedoch in Australien. Es gibt allerdings eine weitere Besonderheit des Camry-Kombis. Er dürfte so ziemlich der einzige Wagen sein, der über zwei Heckscheibenwischer verfügt.

 

Coupés:

 

Infiniti Q60s

Infinity Q60sInfinity Q60s

Wie ihr wisst, stelle ich in dieser Blogreihe eigentlich Straßenfunde von seltenen japanischen Fahrzeugen vor, die für gewöhnlich aus den 80er oder 90er Jahren stammen. Gelegentlich nehme ich allerdings auch ein neues Fahrzeug auf, nämlich dann wenn es so unglaublich selten zu sehen ist wie dieser Infinti Q60s. Während man Toyotas Edelmarke Lexus sogar ab und an in Deutschland sieht, ist Nissans Edelmarke Infinti praktisch nicht vorhanden. Dennoch hatte sich bereits einmal ein Infity in meine Blogreihe verirrt. Der Infiniti Q60 (Typ CV37) wird erst seit Oktober 2016 gebaut und verfügt entweder über einen 211PS Mercedes-Benz Vierzylinder-Motor, oder über einen Nissan Sechszylinder mit 3L Hubraum und bis zu 405PS. Vorgänger des Q60s war der Infiniti G (Typ CV36).

 

Geländewagen:

 

Suzuki LJ80

Suzuki LJ80Suzuki LJ80

Der Suzuki LJ80 Geländewagen wurde dem deutschen Publikum auf der IAA im Jahr 1979 präsentiert. Zu diesem Zeitpunkt war das Fahrzeug jedoch in Japan bereits einige Jahre in Produktion und wurde ständig weiterentwickelt. Der Jimny, so hieß der LJ in Japan, wurde ursprünglich im Jahr 1967 von der Firma Hope Motor Company unter der Bezeichung "HopeStar ON360" entwickelt. Der HopeStar besaß einen Mitsubishi-Motor sowie Achsen. Nachdem Mitsubishi kein Interesse hatte HopeStar zu übernehmen, konnte Suzuki den ON360 mit eigenen Motoren zum LJ/Jimny weiterentwickeln. Der erste Spross dieser Entwicklung stellte der LJ10 ab 1970 dar. Der Jimny (Typ LJ10) war das erste allradgetriebene Mini-Fahrzeug in Massenproduktion und besaß statt des Mitsubishi-Motors einen 25PS Zweizylinder Suzuki-Motor. Ferner schaffte es Suzuki den Wagen als steuerbegünstigtes Kei Car anzubieten. Zwei Jahre nach Erscheinen wurde der LJ10 zum LJ20 weiterentwickelt. Dieses Facelift bot neben optischen Retuschen einen stärkeren 28PS Motor und eine erhöhte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h (75 Km/h beim LJ10). Im Jahr 1975 wurde das zweite Facelift des Jimny unter der Bezeichnung SJ10 vorgestellt. Diese Baureihe wurde erstmals exportiert und leistete 33PS (Aufgrund von Abgasvorschriften nur 26PS in Japan) erstmals aus einem Dreizylinder-Motor. Der LJ80 wurde 1979 in Deutschland vorgestellt. Allerdings erblickte er als letzte Evolutionsstufe des Jimnys der ersten Generation bereits 1977 in Japan unter der Bezeichnung SJ20 das Licht der Welt. Eigentlich sollte der Wagen in Deutschland unter der Bezeichnung Elijot verkauft werden, aber aufgrund von rechtlichen Problemen mit Disney (Elliot, das Schmunzelmonster) wurde die Bezeichnung LJ80 gewählt. Der neue Vierzylinder-Motor leistete zunächst 39, später 41PS und beschleunigte auf bis zu 107 Km/h. Aufgrund von starken Rostproblemen ist der LJ80 heute in Deutschland nahezu nicht mehr zu finden. Auch der obere von mir fotografierte Wagen war vom Rost gekennzeichnet und ein bisschen verbastelt. Am Fundort stand ein weiterer Wagen unter einer Plane, vermutlich ein Schlachter, um den Jimny am Laufen zu halten. Interessant ist auch, dass der Wagen ohne H-Kennzeichen zugelassen war. Zwar wäre ein H-kennzeichen bei diesem Zustand schwer möglich gewesen, aber die Alternative sind sehr hohe Steuern für ein Auto ohne Katalysator. Eventuell wurde ein Kat nachgerüstet. Der rote Jimny war hingegen recht gut erhalten. Zwar konnte man sehen, dass er nachlackiert wurde, aber er stand ganz gut da und besaß auch das H-Kennzeichen. Der Jimny/LJ80 wurde ab 1982 durch den Jimny der zweiten Generation abgelöst, der in Deutschland unter der Bezeichnung "Suzuki SJ" (später Suzuki Samurai) verkauft wurde. Mit der dritten Generation ab 1998 durfte der kleine Geländewagen dann schließlich auch in Deutschland als Jimny verkauft werden.

 

 

Wohnmobil:

 

Toyota Hilux YN: Winnebago Warrior

Winnebago WarriorWinnebago Warrior

Die Firma Winnebago steht in den USA für luxuriöse Wohnmobile. Der Hersteller baut seine Aufbauten dabei auf Fahrzeugen diversester Hersteller auf. Neben den bekannten US-Marken Chevrolet, Dodge, RAM und Ford, den deutschen Marken Mercedes-Benz und Volkswagen baute Winnebago lediglich auf einem japanischen Fahrzeug seine Wohnmobile auf: Dem Toyota Hillux. Bereits von 1981-1983 stellte man in Zusammenarbeit mit Toyota den Trekker vor, der auf dem Hillux der dritten Generation basierte. Beim Trekker handelte es sich jedoch um einen geschlossenen Geländewagen, nicht um ein Wohnmobil. Ein wirkliches Wohnmobil mit Alkhoven wurde erst in den Jahren 1987-1993 auf Basis des Hillux der vierten und fünften Generation realisiert. Das Fahrzeug wurde neben der Bezeichnung "Warrior" unter einer Vielzahl von Namen angeboten. Offiziell nach Deutschland wurde kein Winnebago Warrior verkauft. Der hier abgebildete Warrior basiert auf dem Hillux der fünften Generation (YN), die von 1988-1997 hergestellt wurde. Ab 1992 wurde das US-Modell in Kalifornien produziert. Der Warrior wurde entweder mit einem 112PS Vierzylinder oder einem 150PS Sechszylinder Ottomotor verkauft. Die schwächeren Benzinermotoren des Hillux YN sowie die Dieselmotoren standen nicht zur Wahl im Winnebago.

 

Ich hoffe, dass ich dem ein- oder anderen noch etwas neues erzählen konnte. Schreibt mir dazu gerne in den Kommentaren. Habt ihr selbst einmal einen der hier beschriebenen Wagen besessen oder eine Erinnerung daran?

 

Quellen:

Wikipedia

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25.04.2017 10:29    |    signaturv50

Ich hatte das Glück, seinerzeit einen Lancer aus der Generation des Colt C50 fahren zu dürfen. Und zwar die höchst spießige Version mit Stufenheck. Später gab es ja einen Fünftürer. So kastig der Wagen aussah, so praktisch war er. Die Heckscheibe war fast senkrecht, entsprechend habe es hinten viel Kopffreiheit und große Türausschnitte. Höchst praktisch. Der Wagen fuhr sich sehr ruhig und unaufgeregt. Einfach ein stiller, zuverlässiger Begleiter. Dennoch schade, dass Mitsubishi keinen Kombi anbot, wie beim Vorgänger. Den gab es sogar mit Allrad!

Die dritte Camry-Generation war für mich immer ein Schritt zurück. Da halfen auch die zwei Heckscheibenwischer beim Combi mit C nicht. Der Vorgänger sah einfach tausendmal besser. Scharfe Kanten, klare Linie, ein tolles Design. Dagegen war der Nachfolger nur glatt gelutscht.


25.04.2017 19:03    |    DeepBlueGalant

@signaturv50

Wenn mir die vorherige Camry-Generation vor die Linse kommt, wird die auch noch vorgestellt. :) Leider ist es schwer generell einen Camry zu sehen. Natürlich, auf irgendwelchen Treffen würde man den finden. Aber hier kommen ja nur Autos rein, die ich so auf der Straße gefunden habe. Mit etwas Glück kann ich hier demnächst irgendwann einen noch selteneren Toyota vorstellen. Das wäre dann ausführlicher in einem separaten Artikel. Bin mal gespannt, ob mir die Glücksfee hold ist.

 

Zum Colt/Lancer braucht man nicht viel zu sagen. :D Glaube diese Generation hat den guten Ruf, den Mitsubishi hatte (teilweise noch hat) entscheidend geprägt. Zu dieser Zeit hatten tatsächlich weder Lancer noch Galant in ihrer aktuellsten Generation (C50/C60) bzw. E30 einen Kombi. Allerdings gab es mindestens einen Fan-Umbau des Galant E30 mit Sigma-Heck. Leider keine Ahnung, ob es den noch gibt.


25.04.2017 19:22    |    Fensterheber169

Schöne Autos. Eigentlich total schade, das man so selten einen Camry in Deutschland sieht. Gerade die letzten beiden Generationen sind echt hübsch.


25.04.2017 21:46    |    PIPD black

So einen C50 hatte einer meiner Kumpels als Fahranfängerauto mit 90 PS. Gefiel mir damals auch sehr gut. Durch Zufall und über mehrere Umwege gelang dieses Auto dann Jahre später an die Schwester eines anderen Kumpels ebenfalls als Fahranfängerauto. Bald schon erlitt er einen Frontschaden und wurde notdürftig repariert.....nach dem nächsten Unfall dann verschrottet.:(


26.04.2017 19:19    |    Sitzheitzung

Toll das du den Colt C50 erwähnt hast. Ich bin den Wagen ende der 90er häufiger gefahren (war das Auto meiner damaligen Freundin) und habe ihn kennen und schätzen gelernt. Typischer Mitsubishi mit drehfreudigem Motor, direkter Lenkung und fast immer genügend kraftreserven. Alle denken immer, es währe die Schrägheckversion des Lancer, aber nein, damals gab es auch schon einen Colt!


26.04.2017 21:05    |    RAKrins

Der C50 war ein Klasse Auto !

War meine erster Neuwagen ! Der Lancer dazu war nicht spießig, sonder eigenwillig und einzigartig. Leider ist Mitsubishi sowohl technisch , als auch vom Design Lichtjahre von diesen Autos heute entfernt.


27.04.2017 21:34    |    British_Engineering

Schöner Artikel mit gleich zwei japanischen Autos, die jahrelang in meiner Nachbarschaft dienten und zu denen ich zumindest im einen Falle einen direkten Bezug habe. Einen 626 GD fuhr mein direkter Nachbar über insgesamt 23 Jahre. Ich lernte ihn mit diesem Auto kennen und erst kurz vor dem Verkauf kamen wir einmal auf sein Auto zu sprechen.

 

Der ältere Herr war jahrelang VW gefahren, hatte sich aber über die Mängel des letzten Fahrzeugs geärgert und dann einen Mazda 323 gekauft, weil es einen guten Händler vor Ort gab. Der 323 wurde bald wieder verkauft, weil er sich als zu klein herausstellte. Den GD erwarb er als zwei oder dreijährigen Wagen und fuhr das Auto ein mehrfaches der eigentlich angedachten Zeit, weil nie etwas wirklich kaputt ging, wie er sagte. Der 626 wurde am Ende sogar noch bei einem lokalen Gebrauchtwagenhändler in Zahlung genommen.

 

Der Applause fuhr eine Familie in der Nachbarschaft, die wir aber nur vom Sehen kennen. Ich fand die Chromzier der letzten Applause-Überarbeitung recht interessant. Nicht unbedingt stilsicher bis ins letzte Detail, aber sie gab dem Auto eine gewisse Individualität und der Wagen hatte mit der großen Klappe auch praktische Talente.


28.04.2017 12:01    |    pico24229

Der Nachfolger-Camry hat mir gut gefallen(der mit schmalen Rückleuchten) aber auch dieser gefällt. Den Colt fande ich als Kind echt cool wegen dieser Scheinwerfer :)


29.04.2017 13:35    |    ToledoDriver82

Ich darf anmerken...der GD wurde in Deutschland mit 4 Benzin Motoren angeboten,wobei man den kleinen mit U-KAT nach einem Jahr aus dem Programm nahm,weil er unwirtschaftlich war...in anderen Ländern gab es ihn aber weiterhin. Die Topmotorisierung war aber nicht der 2.2 mit 116PS sondern der 2.0 16V mit 140PS....außerhalb von Deutschland war es der 2.2 Turbo mit 148PS der auch im Ford Probe war,das Coupe hieß dort aber MX6,bei uns kam das erst mit dem GE. 1990 gab es ein kleines Facelift...das Coupe auf deinem Foto könnte eins sein. Das Fließheck auf deinem Bild ist eine LX Ausführung...zu erkennen an den unlackierten Stoßstangen. Das war die (nackte) Basis....am Anfang als Einstieg gedacht und sogar ohne DZM erhältlich...zum Ende hin wurde er noch mal als Verkaufszahlenförderung zum Abschied "günstig" auf den Markt geschmissen. Die GLX waren die häufigsten....ZV,elektrische Fensterheber vorn und hinten,Kontrolllampen für Wischwasser defekte Lampen hinten und offene Türen,Fußraum und Zündschloßbeleuchtung,Lüftungsdüsen für den Knie Bereich...alles Serie,dazu dann optional Sitzheizung,4WS,4WD,SRA,elektrische Außenspiegel,elektrisches Schiebedach,DigiTacho,Klimaanlage,automatische Düsen in der Mitte,Tempomat,verstellbare Dämpfer (mit dem FL kam die Höhenverstellung die den selben Platz in Anspruch nimmt wo vorher die Verstellung für die Dämpfer war,es ist also anzunehmen das diese Option weg gefallen ist) ,ABS und natürlich das übliche Zubehör. Die GT waren die 2l 16V und meist schon mit viel Ausstattung aber auch die 2.2er wurden oft mit viel Ausstattung genommen.

Der GV kam 88 und machte praktisch 2 Facelift mit...gut zu erkennen am Grill,innen am Lenkrad


02.05.2017 09:56    |    VincentVEGA_

Der Colt hat sogar schon was vom Shooting Brake in seiner Linie. :D Eigentlich kommt er dem damaligen Civic am Nähesten, schwer zu sagen, wer von beiden für mich die Nase vorne hat. Den Civic bin ich mal gefahren, DAS ist sportliches Auto im eigentlichen Sinn. Wiegt fast nichts, die größeren Motoren haben dazu noch Bums, und es gibt ungefilterte Fahreindrücke durch große Fenster und wenig Sicherheits- und Komfortausstattung. :D

 

Der Camry wird wohl ewig auf seine zwei Heckwischer reduziert werden. :D

 

Der Applause ist dann wieder so ein Teil, dass so skurril ist, dass es schon wieder gut ist. So ein fahrendes Nichts, von dem wahrscheinlich nicht nur ich nicht gemerkt habe, dass er verschwand. Ich meine, vor 10 Jahren habe ich noch einige gesehen, so um 2000 war der zumindest in Berlin auch täglich anzutreffen. Nach der Abwrackprämie habe ich aber keinen einzigen mehr gefunden.


08.05.2017 17:20    |    signaturv50

Beim Camry XV20 gab es ja sogar ein "umfassendes" Facelift :-)

Dabei bekamen dann die Heckleuchten eine leicht schräge Linie. Uuuuuh was für ein gewagter Schritt :-)

Es gab Ende der 80er auch einen Nissan, der mir aus heutiger Sicher immer noch "besser" gefällt, als der Toyota, nämlich sein direkter Gegner, der Laurel. Baureihe C32. Am "schrecklichsten" nach dem Facelift 1987 mit dem Selbstzünderraktenantrieb. Der sieht herrlich trashig aus. Selten ein Auto mit sovielen Leisten gesehen, die allesamt überhaupt nicht zueinander passen. Hurra, die ersten kommen jetzt ins H-Alter.

Und nochwas zum Colt. Mir ist kürzlich ein CJ0 begegnet. Nach dem Blubb-CA0 sah der ja mal wieder deutlich besser aus.


25.02.2018 15:53    |    Trackback

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