• Online: 4.650

DeepBlueGalants Blog

Japanischer Reisauflauf mit ein paar deutschen Kartoffeln.

28.12.2017 20:30    |    DeepBlueGalant    |    Kommentare (13)

Ein besonderer Artikel zum Geburtstag

 

Das Pferd im LogoDas Pferd im LogoIn diesem Artikel soll es um eine Marke gehen, die eine ganz besondere Beziehung zu Pferden hat. Von der Überschrift könnte man ausgehen, dass es sich um Ferrari handele. Das ist aber nicht sehr wahrscheinlich, wenn man meinen Blog verfolgt. Bei mir geht es nahezu ausschließlich um japanische Autos und speziell um MITSUBISHI. Mitsubishi? "Was haben die denn mit Pferden zu tun? Und wo bitte ist da ein Pferd im Logo?", wird man wohl fragen. Dazu kommen wir später, immer der Reihe nach. Zum 100. Geburtstag der Automobilproduktion von Mitsubishi habe ich mir überlegt einen Artikel zu schreiben, der die besondere Verbindung von Mitsubishi zu Pferden deutlich macht. Ich erinnere mich nicht bisher jemals einen solchen Artikel gelesen zu haben.

 

Die Anfänge im Automobilbau

 

Vor exakt 100 Jahren, im Jahr 1917, brachte Mitsubishi, genauer Mitsubishi Shipbuilding Co. Ltd., ihren ersten PKW auf den Markt. Das Model A war Japans erster PKW und wurde nur in sehr geringer Anzahl gefertigt. Es dauerte bis 1933 bis ein Nachfolgemodell vorgestellt wurde. Der PX-33 war Japans erster Allrad-PKW und wurde im Auftrag der Regierung entwickelt. Das Projekt wurde 1936 eingestellt.

 

Die Einführung des COLT

 

Mitsubishis erster "Colt": Der Colt 600Mitsubishis erster "Colt": Der Colt 600Mitsubishis besondere Beziehung zum Pferd begann nach dem zweiten Weltkrieg. Nachdem man zunächst mit Motorrollern und dreirädrigen Kleintransportern begann, folgte im Jahr 1960 Mitsubishis erste Nachkriegsproduktion. Der Mitsubishi 500. Zwei Jahre später wurde die Sammelbezeichnung COLT für alle PKW aus dem Hause Mitsubishi geboren. Das Wort "COLT" bedeutet neben der umgangssprachlichen Bedeutung für Revolver eben auch Fohlen auf Englisch. Es entstanden Limousinen, Fließhecks und Kombis unter verschiedenen nummerischen Bezeichnungen von Colt 600 bis Colt 1500.

 

Colt Galant GTOColt Galant GTOAb dem Jahr 1969 änderte sich das Namensschema bei Mitsubishi, als die Zahlencodes abgeschafft wurden und das Erfolgsmodell Galant unter der Bezeichnung "Mitsubishi Colt Galant" eingeführt wurde. Der (Colt) Galant war als Stufenhecklimousine, als Kombi und als schnittiges Coupé erhältlich. Das Coupé gab es als braven FTO und als den etwas sportlicheren GTO. Insbesondere der GTO hatte deutliche Züge eines amerikanischen Pony Cars, wie dem Ford Mustang. Der Galant war es auch, der den Pferdekopf kombiniert mit dem gewohnten Mitsubishi-Logo in den ersten beiden Generationen als Logo verwendete. Dieses Logo wurde als Emblem im Kühlergrill, auf den Nabendeckeln und auf dem Lenkrad angebracht.

 

Der erste Colt in DeutschlandDer erste Colt in DeutschlandMitte der Siebzigerjahre startete Mitsubishi seine Expansion nach Europa, zunächst mit Großbritannien ab 1975 als Vorreiter. Dort wurde ein "Colt 1100F" bereits im Jahr 1968 im Alltagseinsatz vom CAR Magazin getestet [7]. Man entschied sich dort die Firma nicht Mitsubishi, sondern COLT Car Corporation zu nennen. Noch bis 1984 verkaufte man die Fahrzeuge mit dem Herstelleremblem "Colt", während die Fahrzeuge im restliche Europa zu diesem Zeitpunkt Mitsubishis waren. Danach wurde die Bezeichnung auch im Vereinten Königreich in "Mitsubishi" geändert. Die in Europa verkauften Fahrzeuge Galant, Lancer und Celeste waren bis 1977 mit Pferden dekoriert - auf Lenkrädern und Nabendeckeln.

Pferdekopf-LenkradPferdekopf-Lenkrad

Ab 1977 wurde Mitsubishi in Deutschland eingeführt. Da zum gleichen Zeitpunkt die Pferdelogos ersetzt wurden, ist nicht klar, ob auch in Deutschland noch Fahrzeuge mit Pferdekopf-Logo verkauft wurden. Doch auch der deutsche Markt sollte sein Pferd bekommen: Nur ein Jahr später wurde auf dem Genfer Autosalon Mitsubishis erstes frontgetriebenes Auto vorgestellt. Mit diesem Auto wurde die Bezeichnung COLT erstmals in Europa (außer in Großbritannien) eingeführt. Der Colt der Baureihe A150 mauserte sich zu Mitsubishis verkaufsstärkstem Fahrzeug in Deutschland. Die Modellreihe Colt wurde in Deutschland 35 Jahre über sechs Generationen hin angeboten. In Japan hingegen wurde der Kleinwagen unter der Bezeichnung Mitsubishi Mirage verkauft. Nur die Baureihe Z30 (2004-2012) machte eine Ausnahme und hieß auch in Japan Colt. Darauf aufbauend wurde der Colt Plus entwickelt, ein Mini-Van, das in Taiwan noch heute angeboten wird.

 

Starion: Die Legende um den Hengst im Namen

 

Starion (Frühes Modell)Starion (Frühes Modell)Ab dem Jahr 1978 wurde der Mitsubishi Sapporo auch in Deutschland angeboten, welcher neben der Celeste Mitsubishis zweites schnittiges Coupé auf dem europäischen Markt war. Der Sapporo wurde jedoch bereits 1983 nach zwei Generationen zugunsten des Starion eingestellt*, der im Gegensatz zum Sapporo nicht wie ein sportliches Coupé, sondern wie ein rassiger Sportwagen aussah. Im englischsprachigen Raum gibt es das Wort Starion nicht, aber durchaus das Wort "Stallion", Hengst. Wie war das doch gleich mit der Aussprache von "L" und "R" im Japanischen? Starion oder Stallion?Starion oder Stallion? Mitsubishi behauptet, dass sich Starion aus "Star of Orion" zusammensetzt. Allerdings verdichten sich Anzeichen, dass an der Hengstgeschichte etwas dran ist. So ist in einem der allerersten Werbespots aus Japan ganz kurz ein Pferdekopf mit dem Schriftzug Starion zu sehen. Es gibt allerdings noch eine andere Theorie warum der Pferdekopf auftaucht. Wenn nämlich das Wort "Orion" nicht das Sternbild beschreibt, sondern das Wunderpferd Arion aus der griechischen Mythologie [1][6].

 

* Von 1987 bis 1990 gab es eine dritte Generation Sapporo, die außer dem Namen aber nichts mit den ursprünglichen beiden Generationen zu tun hat.

 

Eclipse: Ein Sportcoupé in vier Generationen

 

Vier Generationen Mitsubishi EclipseVier Generationen Mitsubishi EclipseIm Jahr 1990 wurde schließlich ein weiterer Sportwagen geboren: Die Eclipse. Entwickelt wurde sie bei der Firma "Diamond Star Motors", einem Joint-Venture von Chrysler mit Mitsubishi. Die Bezeichnung "Eclipse" bezeichnet hierbei nicht nur die totale Sonnenfinsternis, sondern geht vor allem auf ein berühmtes Rennpferd zurück, dass im 18. Jahrhundert bei 18 Starts jedes Rennen gewann [6]. Die Eclipse wurde bis 2012 in vier Generationen gebaut, wobei in Deutschland nur zwei Generationen offiziell verkauft wurden. Die letzten zwei Generationen sind teilweise als Grauimport erhältlich. Anfang 2018 soll erneut ein sportliches Fahrzeug mit der Bezeichnung "Eclipse" im Namen erscheinen. Der Eclipse Cross wird das erstes SUV-Coupé der Marke Mitsubishi werden.

 

 

Galloper: Ein Pajero in Lizenz

 

Hyundai (HDPIC) GalloperHyundai (HDPIC) GalloperMitsubishis legendärer Ruf im Bereich der Allrad-Technologie haben sie vor allem dem seit 1982 gebauten Pajero zu verdanken. Mit diesem Fahrzeug hält Mitsubishi bis heute den Rekord für die meisten Gesamtsiege in der PKW-Klasse der Rallye Dakar. Als 1990 bei Mitsubishi die erste Generation auslief, wurde dieser nur ein Jahr später bei Hyundai Precision & Industries Corporation (HDPIC) in Lizenz hergestellt. Die Bezeichnung des Fahrzeuges war "Galloper", das zu Deutsch als "Galopp-Reitender" übersetzt werden kann. Pferd im Logo beim GalloperPferd im Logo beim Galloper Zu uns nach Deutschland kam der Galloper erst 1998 und hatte bis dahin bereits zwei Facelifts erfahren, die ihn optisch an die zu diesem Zeitpunkt aktuellen Pajeros annäherten. Da die Firma HDPIC nicht gleichbedeutend mit der Firma Hyundai Motor Company ist, wurde der Galloper in hierzulande (im Gegensatz zu Österreich) nicht über das Hyundai-Händlernetz, sondern über die Mitsubishi-Händler verkauft. Der Import wurde nach Auslaufen des Lizenzvertrages mit Mitsubishi im Jahr 2001 eingestellt [4][5]. Nach dem "Colt Galant" war Mitsubishis Stiefkind, der Galloper, das zweite Modell, das ein Pferd im Kühlergrill trug.

 

Mitsubishis Reitsportförderung

 

Pajero der aktuellen GenerationPajero der aktuellen GenerationNeben der Namensgebung wird Mitsubishis besondere Verbindung zu Pferd insbesondere bei einem besonderen Engagement auf Pferde-Fachmessen und Reitturnieren deutlich. Seit bereits acht Jahren sponsert Mitsubishi in Großbritannien den "Mitsubishi Motors Cup". Auch in Deutschland investiert Mitsubishi in den Reitsport. Schon seit den 90er Jahren besteht hierzulande eine Unterstützung des Pferdesports seitens Mitsubishi Motors Deutschland (MMD), zunächst unter der Bezeichnung "Mitsubishi Millenium Trophy". Seit 2017 gibt es die neue Springsportserie "Mitsubishi Masters League". Dort stellt man Shuttle-Fahrzeuge, präsentiert die aktuelle Modellpalette und sponsert dem Sieger einen brandneuen Wagen [1].

Unter der Bezeichnung "Reitsportförderung" gewährt MMD bereits seit dem Jahr 2002 außerdem Pferdebesitzern, Züchtern und Reitern einen Rabatt von 20% auf einen Neuwagenkauf [2].

 

Die Zukunft

Ich habe es so gerade noch geschafft diesen Artikel Ende 2017 fertigzustellen, damit der Artikel noch zu Mitsubishis Geburtstag passt. Für die Zukunft bin ich gespannt, ob das Pferdethema auch bei den Modellen wieder aufgreifen wird. Dort mussten Freunde der Marke in den letzten Jahren hilflos zusehen wie ein etabliertes Modell nach dem anderen verschwand. Mit Renault-Nissan im Rücken könnte die Palette demnächst endlich wieder wachsen. Auf die nächsten 100 Jahre, Mitsubishi!

 

Textquellen:

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Mitsubishi_Starion

[2] http://pr.mitsubishi-motors.de/.../...itsubishi-masters-league-1839664

[3] https://www.autohaus.de/.../...auch-weiterhin-den-reitsport-49940.html

[4] https://wierus.wordpress.com/.../modellgeschichte-hyundai-galloper

[5] https://wierus.wordpress.com/2016/11/03/die-nachhilfestunde

[6] https://jalopnik.com/...bishi-eclipse-was-named-for-a-horse-1798159207

[7] https://www.flickr.com/photos/7430965@N05/8314936905/

 

Bildquellen:

Wikipedia, Mitsubishi Motors Deutschland, Wierus Blog, Enrico Dräger, Sven Van Nieuwenhuysen, Michael Burgess

Hat Dir der Artikel gefallen? 5 von 5 fanden den Artikel lesenswert.

28.12.2017 21:22    |    ElHeineken

Sehr schön, sauber recherchiert. Macht Spaß zu lesen :)


28.12.2017 23:24    |    St. Abilus

Interessanter Beitrag, war mir nicht bekannt.:)


29.12.2017 09:52    |    HerrLehmann

Mitsubishi, eine Marke die nahezu verschwunden ist, so scheint es.

Nach der Wende war Mitsubishi hier im Osten recht gut vertreten. Lancer, Colt und Galant gehörten zum gängigen Straßenbild.

Die Zuverlässigkeit war legendär.

Gefühlt werden es seit Ende der 90er immer weniger Fahrzeuge dieser Marke.

Aktuell gefällt mir der Outlander ganz gut. Der Lancer wird ja fast zum Kleinwagenpreis als Neuwagen verramscht. Allerdings ist das Innenraum Design irgendwie in den 90ern stehen geblieben...

Vor einiger Zeit war in der Youngtimer ein Kiesplatz Report von Alf Cremers vom Kauf eines Sigma drin.

Ein extrem cooles Fahrzeug... würde mich reizen...

Danke für den Blog.


29.12.2017 22:48    |    DeepBlueGalant

@ElHeineken @St. Abilus

Freut mich, dass es euch gefällt. Hoffen wir mal, dass keine größeren Fehler drin sind. Habe für diesen Artikel extra Leute aus Österreich, Belgien, Niederlande, Australien und Großbritannien angeschrieben, um mir Bilder und Infos geben zu lassen. Daher hat der Artikel auch knapp ein halbes Jahr bis zur Fertigstellung gebraucht. :D

 

@HerrLehmann

Stimmt! Im Osten war Mitsubishi nach der Wende sehr stark vertreten. Das merkt man noch heute. Der Großteil der Fangemeinde ist dort und auch das größte Mitsubishitreffen Europas findet im Osten Deutschlands statt (Siehe mein letzter Blogbeitrag). Auch meinen Galant "Atlantik" habe ich aus Ostdeutschland, da es im Westen zu diesem Zeitpunkt nichts gab, dass so gut erhalten und gleichzeitig so günstig war.

 

Achja: zum Sigma und zum aktuellen Lancer habe ich tatsächlich Artikel in Arbeit. :)


30.12.2017 01:27    |    Harhir

Bin von der Marke etwas gebrannt. Hatte in Deutschland von Ende 97 bis Anfang 2001 einen L200 der zweiten Generation. Das war bisher das unzuverlaessigste und unsicherste Auto dass ich je hatte. Stand während den 3 Jahren andauernd in der Werkstatt. Unzaehlige Defekte.

Seitdem mache ich um die Marke einen Bogen. Und hier in USA sieht man sie auch kaum noch. Durch Zusammenarbeit mit Chrysler hat man immer wieder versucht entweder Mitsubishi Modelle als Chryslermodelle zu verkaufen oder andersherum. Zuletzt der Versuch den Dodge Dakota als Mitsubishi Raider zu verkaufen. Aber ohne grossen Erfolg.

https://en.wikipedia.org/wiki/Mitsubishi_Raider

Hier in USA fehlen irgendwie die passenden Modelle. Es gibt keine mittelgrossen SUV. Nur den kleinen Outlander. Der Pajero ist zu altbacken und der Vertrieb wurde schon vor Jahren eingestellt. Pickup gibt es auch keinen und einen Minvian als Konkurenz zum Honda Odysee oder Toyota Sienna auch nicht. Und mittelgrosse Limousinen wie Toyota Camry oder Passat auch nicht. Nur zwei Kleinwagen: Mirage und Lancer.

Kurzum nur 3 Modelle. Suzuki hatte das gleiche Problem. Nur Kleinwagen und kleine SUV.

Wuerde mich nicht wundern wenn Mitsubishi bald Suzuki folgen wird und sich auch aus dem US Markt zurueck zieht.


30.12.2017 15:28    |    DeepBlueGalant

@Harhir

Schade, dass du so schlechte Erfahrungen gemacht hast. Meiner Meinung nach baut und baute Mitsubishi grundsolide Autos. Da stimmen mir auch viele Fremdmarkenfahrer zu. Aber alle Marken haben auch mal Bockmist gemacht. Mitsubishi zum Beispiel beim GDI-Motor (Der eigentlich genial war, aber man hatte kein Geld die Kinderkrankheiten auszubügeln). Auch Montagsautos gibt es bei jedem Hersteller.

 

Was aber außer Frage steht ist, dass Mitsubishi sich in Europa, den USA und Australien selbst zugrunde gerichtet hat. Was hilft der beste Ruf, wenn man keine Autos mehr anbietet? Dazu wurden die Werke in Europa (Born), USA (Illinois) und Australien (Tonsley Park) geschlossen bzw. verkauft. In Deutschland geht es seit 2013 steil bergauf was die Verkäufe angeht - und zwar seit die Emil Frey Gruppe am Ruder ist. Die vestehen - im Gegensatz zu den Japanern - den deutschen Markt. Die Verkaufszahlen hier sind die besten seit über 10 Jahren. Und das obwohl man großen Automobilmessen fern bleibt. Stattdessen sucht man andere Vertriebswege: Soziale Medien (z.B. Kooperation mit Ruthe) oder Ausstellungen auf Mode- und Pferdemessen. Mitsubishi wäre gut beraten überall auf der Welt den Vertrieb in die Hände zu geben, die den lokalen Markt kennen. Dann wären so generische und blöde Slogans wie "drive@earth" passé.


30.12.2017 21:27    |    Harhir

Ja meiner war mehr als Montagsauto. Selbst der Haendler war entsetzt als ich die Karre andauernd bei ihm hatte. Er meinte sogar dass einige der Probleme eigentlich einen Rueckruf rechtfertigen sollten.

Getriebe beim Einbau nicht richtig festgeschraubt, Regelmaessiger ABS Ausfall, Defekte Fenterheber, Einige Kabel beim Einbau abgequetscht, ab und zu Ausfall vom Drehzahlmesser, Riemen zur Servopumpe abgesprungen und somit Ausfall der Servolenkung, Schlechter Kaltstart im Winter, massiver Rost am Rahmen nach 3 Jahren, Allrad liess sich manchmal nicht mehr ausschalten, .... und und und ..... Zusammengeschustert in Thailand.

War froh als ich die Karre nach 3 Jahren los war.

Hatte seitdem 3 x Suzuki, 1 x Isuzu und 1 x Toyota. Und alle keine nennenswerten Probleme. Vor allem der Toyota. 13 Jahre alt, knapp 180,000 km und bisher ausser Verschleissteilen und einer defekten Dichtung am Lenkgetriebe noch keinerlei Reparaturen.

Aber selbst, wenn ich mich doch noch mal fuer Mitsubishi entscheiden wollte, bieten sie hier keine Autos an die mich interessieren.

Die verkaufen hier in USA weniger als 100,000 Autos im Jahr. Toyota mehr als 2M und Nissan fast 1.5M. Und selbst Lexus mehr als 300,000.


31.12.2017 08:55    |    HerrLehmann

Apropos Sigma: Grad gefunden :)


31.12.2017 09:00    |    British_Engineering

Ich fand die Marke Mitsubishi bis ca. Ende der 90er Jahre sehr interessant. Der Space Runner, die verschiedenen Galant-Generationen und auch die frühen Pajero sind meine Favoriten. Leider wird seit der Jahrtausendwende nicht mehr viel nach meinem Geschmack angeboten. Gar nicht, um ganz genau zu sein.

 

Mein Patenonkel hat von 1997 bis 2009 (Abwrackprämie) einen Galant 2000 GLSi Kombi mit Automatik gefahren. 240.000km ohne Probleme, bis dann die Automatik die Grätsche machte und nach Gutdünken schaltete. Da Mitsubishi nichts Gescheites mehr offerierte, kaufte er einen VW.

 

Vor allem beim Innendesign sehe ich bei Mitsubishi viel Nachholbedarf. Habe mir mal den Space Star angeschaut im Herbst 2017, bevor ich mich für einen neuen Fiat Punto entschied. Aber beim Space Star wirkte alles sehr billig (gut der Wagen kostet auch merklich weniger als der Punto), aber die Sitze gehen auch gar nicht, egal wie preiswert der Wagen ist. Schade. Vielleicht legt man ja noch mal einen richtigen Colt auf (so wie die Modelle von 1984 - 1992) oder ein Auto, das als Geländewagen so positiv aus der Menge sticht wie der Pajero Sport von 1998.


31.12.2017 16:51    |    DeepBlueGalant

@HerrLehmann

Ja, das waren noch Zeiten "seufz" :D . Wobei der dort getestete Sigma 24V heute mit Elektronikzicken ganz schön nerven kann. Der Sigma 12V hat zwar weniger Leistung und kein elektronisches Fahrwerk, aber auch weniger was kaputtgehen kann.

 

p.s. Sagmal du gehörst nicht zufällig zum Youtube Vlog "Herr Lehmanns Weltreise", oder? :)

Die Durchqueren gerade mit einem Allrad-L300 Asien.

 

@British_Engineering

Ich verstehe genau was du meinst. Etwa bis zum Modelljahr 2002 fand ich Mitsubishi wirklich genial. Mit Modellen wie Galant, Carisma, 3000GT, Eclipse, Pajero und dem Evo; mit permanenten Siegen in WRC und der Rallye Dakar. Leider ist man dann in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Kooperation mit DaimlerChrysler hat auch nur geschadet und Mitsubishi Motors stand kurz vor dem Bankrott. Retten konnten sie sich nur mit der Hilfe der anderen Mitsubishi-Unternehmen. Ich vermute, dass du mit den neuen Modellen kaum noch etwas anfangen kannst, weil es fast ausschließelich SUVs sind. Das geht mir genauso. Schnittige Sportwagen, Limousinen und Kombis fehlen komplett. Aber sie verdienen endlich wieder Geld. Meine Hoffnung ist, dass sie mit einen gefüllten Geldbeutel bzw. Renault-Nissan im Rücken auch wieder etwas wagen. In Sachen Innenraum kann ich dich zwar auch verstehen, aber dieser Minimalismus aka 90er-Jahre-Charme hat auch seine Vorteile. Für Leute, die wirklich nur ein soldies Auto ohne Schnickschnack gesucht haben ist bzw. war der Lancer mit seinem alten Innenraumdesign perfekt. Dazu wurden die - wie Herr Lehmann schon sagte - in letzter Zeit für Kleinwagenpreise veramscht. Denn die Produktion ist ausgelaufen und die Händler brauchen den Platz. Das haben wir uns nicht entgehen lassen :D . Du siehst, da kommt noch ein Artikel zu. Verbessert haben sie dieses Innenraumdesign erstmals beim aktuellen Outlander, der optisch schon einen Satz nach vorne macht. Ich habe selbst einen probegefahren. Genervt hat mich der laute Motor. Hallo Mitsubishi? Schon 1977 hattet ihr Silent-Shaft-Ausgleichswellen, die sogar Prosche lizensiert hatte. Warum zur Hölle verbaut ihr die nicht mehr? Einen nochmals größeren Schub nach vorne macht der neue Eclipse Cross im Innenraum. Der ist dann auch wieder "modern" - zu modern für meinen Geschmack. Zum Thema aktueller Pajero Sport - der wird ab Anfang 2018 in Großbritannien angeboten, allerdings auch nur, weil man dafür die Position des Lenkrades nicht ändern musste. Es gibt allerdings Gerüchte, dass unser alter Pajero V80 eingestellt werden soll. In dem Fall könnte ich mir eine Rückkehr des Pajero Sport nach Deutschland vorstellen.


01.01.2018 23:39    |    British_Engineering

DeepBlueGalant, ja, das ist sehr genau das, was ich meine. Die aktuelle Modellpalette von Mitsubishi ist sehr SUV-lastig. Gerade die Limousinen, aber auch Sportcoupés und Kombis fehlen so gut wie komplett. Not my cup of tea, aber so ist eben. Und wie du sagst, es musste vor allem erstmal wieder Geld verdient werden und genau das ging mit dieser SUV-Palette wahrscheinlich ganz gut.

 

Die sehr günstigen Preise des auslaufenden Lancer waren mir gar nicht so bewusst. Das habe ich erst jetzt mitbekommen, aber ich hatte mich mit der Marke Mitsubishi auch schon länger nicht beschäftigt und war auf den Space Star nur als preiswerte Alternative zum Punto gestoßen, wobei ich dann schnell herausgefunden habe, dass die Fahrzeuge weniger vom Platzangebot, als vielmehr von der Ausstattung und dem Preis her in verschiedenen Klassen spielen.

 

Also, danke für deine Rückmeldung und die Schilderung deiner Gedanken. Ich bin mal gespannt, wie sich Mitsubishi in Zukunft schlägt.


02.01.2018 09:48    |    HerrLehmann

Nein mit dem Herr Lehmanns Weltreise habe ich nichts zu tun... :-)


25.04.2018 02:23    |    Trackback

Kommentiert auf: DeepBlueGalants Blog:

 

Exotisches aus dem Reich der aufgehenden Sonne VII

 

[...] Jahr 2002 aber für kurze Zeit als "Pajero Classic" zurück. Im Gegensatz zum Nachfolgermodell besitzt der V20 noch ein Chassis, das auf einen Leiterrahmen geschraubt ist. In Deutschland wurde parallel zum Pajero [...]

 

Artikel lesen ...


Deine Antwort auf "100 Jahre Marke mit dem Pferd"