• Online: 1.954

25.11.2017 23:49    |    Trontir    |    Kommentare (188)    |   Stichworte: Abwrackprämie, adaptive Dämpfer, Astra, elektronische Dämpferregelung, H, IDS, Opel, Schrottplatz, Umweltprämie, Verschrottung

Mein erster Neuwagen. Individuell zusammengestellt und so ausgewählt, dass er genau meinen Bedürfnissen entsprach. Gehegt, gepflegt und auch getreten. Ja, manchmal. Nun steht er auf dem Schrottplatz. Der Kreis hat sich geschlossen.

 

Was ein Astra in diesem Audi-Blog macht und was ihr daraus mitnehmen könnt, versuche ich in diesem Artikel zusammenzufassen. Besonders für diejenigen, die dieser Tage einen Neuwagen kaufen und die Umweltprämie in Anspruch nehmen wollen, ist der Ablauf hoffentlich interessant. Alle anderen lade ich ein zu einem sentimentalen Abschied von einer Zeit, in der alles besser war. Denn das ist es in der Rückschau zum Glück ja immer! :)

 

Begonnen hat alles im November 2006. Ich war auf der Suche nach etwas, das meinen Astra-G ablösen könnte. Der stand kurz vor den 200.000 km und begann Rost anzusetzen. Da ich jeden Tag ziemlich genau 100 km Arbeitsweg zu fahren hatte und das fast ausschließlich über Autobahn, musste es ein durchzugsstarkes Auto werden, das bevorzugt Kilometer, aber mir nicht die Haare vom Kopf fressen würde. Geworden ist es ein Astra-H mit 1,9 CDTI (Diesel), 120 PS und 280 Nm Drehmoment. Besonderheit war das IDS+ Fahrwerk mit elektronischer Dämpfer-Regelung. Ein Traum!

 

2006 bot Opel dies als erster Hersteller in der Kompaktklasse an. Auf Knopfdruck veränderte sich die Gaspedal-Kennlinie für eine direktere Gasannahme sowie die Dämpferhärte. Heute nennt Audi das Magnetic Ride und Drive Select. Der Astra war allerdings im Vergleich das direktere Fahrzeug: er ließ den Fahrer nie im Ungewissen, was gerade an den Rädern passierte. Wo die Haftgrenze war und wo noch was ging. Man fuhr nicht in einer entkoppelten Blase, sondern hatte ein kommunikatives Fahrzeug, das sich sehr aktiv fahren ließ.

 

Das kann man auch unkultiviert oder vielleicht unkomfortabel nennen. Oder direkt und ungefiltert. Selbst das hohe Gewicht auf der Vorderachse (durch den Dieselmotor) konnte man sich auf der Landstraße in engen Kurven zu nutze machen: beim Einlenken kräftig angebremst, dann wurde die Hinterachse entlastet und das Fahrzeug drehte sich sanft mit dem Heck in die Kurve ein. Einfach nur riesig! Ein fahrdynamischer Traum. Ja, trotz der im heutigen Vergleich relativ geringen Leistung. :p

 

Also bin ich den Astra gefahren. Meist auf der Autobahn. Manchmal auf der Landstraße. Überwiegend lange Strecken: bis er 2016 bei 200.000 km endgültig aus der Neuwagenanschluss-Garantie rausgelaufen ist. Langsam wurde es Zeit, sich nach was Neuem umzuschauen. Bei modernen Autos ist mittlerweile so viel Elektronik verbaut, dass ich Defekte bei der Elektrik, der Einspritz- und Abgasreinigungsanlage oder wie beim Astra den adaptiven Dämpfern nicht allein bezahlen will.

 

Klar, für den Preis eines Neuwagens kann man viel und lange reparieren. Auch auf eigene Kosten. Aber was ist mit Restwert, wenn es zu einem Unfallschaden kommt? Dann ist so ein altes Auto schnell wirtschaftlicher Totalschaden, selbst wenn man keine Schuld hatte und eigentlich der andere für den Schaden aufkommen müsste. Beim Astra betrug der Restwert zuletzt ca. 2.000 EUR. Das hatten mir zwei Händler angeboten.

 

Dann kam der vorletzte Sargnagel: die drohenden Fahrverbote für Euro-4-Diesel. Ich rechne damit, dass das in den nächsten Jahren umgesetzt wird. Inhaltlich ziemlicher Quatsch, aber machen kannste dagegen halt auch nicht viel. Als dann die so genannte "Umwelt"prämie ausgelobt wurde, war der Entschluss gefasst: der Diesel, der auch nach so vielen Jahren immer noch zu begeistern wusste, muss weg. Was für ein Irrsinn, ein funktionsfähiges Auto ohne Mängel zu verschrotten ...

 

Aber so erhielt der Astra einen Platz in diesem Blog und wurde zum Benchmark für den Audi. Klingt absurd? Ja, ich weiß. Manche haben da ein ausgeprägtes Markenbewusstsein. Ein Opel ist halt "nur" ein Rüsselsheimer und kann mit den wahren Premiumfahrzeugen nicht mithalten. Ich bin da eher neutral und schon sehr gespannt, ob der A3 nach 11 Jahren und über 220.000 Kilometern auch noch so frisch dasteht, wie der Astra.

 

Mich begeistert eine Marke nicht durch Versprechen, sondern wenn es diese einhält. Und da ist der Opel zuverlässig, fahraktiv und sogar als Neuwagen recht sparsam gewesen: es wird ja immer viel über Restwert und Wertverlust diskutiert. Bei mir waren es konkret 20.500 EUR Kaufpreis abzüglich der 5.000 EUR "Umwelt"prämie und 150 EUR Ankauf beim Schrotthändler = 15.350 EUR. Macht ca. 1.400 EUR pro Jahr. Oder ca. 7 Cent pro Kilometer. Damit war der Astra wirklich günstig.

 

Auspuff, Turbo, Einspritz- und Abgasanlage (inkl. DPF), elektronische Dämpfer - waren bis zur Verschrottung alles Erstausstattung. Auch das als fehleranfällig verteufelte 6-Gang-Getriebe und die Kupplung haben bis zum Schluss durchgehalten. Besonders überrascht war ich vom Innenraum - dem sah man die Zeit und Kilometer kaum an.

 

Also ab zum Schrott damit! Der Umwelt zuliebe.

 

Wie funktioniert das nun mit der Umweltprämie [bei Audi]?

 

Zunächst mal braucht ihr einen Diesel mit Euro 1 bis 4. Der muss mindestens 6 Monate auf euch zugelassen sein, wenn ihr den Neuen kauft. Aber jetzt noch schnell einen gebrauchten Diesel kaufen und absahnen, geht nicht. Denn der Kaufvertrag muss für die Inanspruchnahme spätestens am 31.12.2017 abgeschlossen werden. Das langt nicht mehr. ;)

 

Die Fristen, auch für die Verwertung des Altfahrzeugs, können je nach Hersteller übrigens variieren. Besser vorher nachfragen! Bei Audi kann die Verwertung ab Kaufvertrag erfolgen. Sie muss aber spätestens 1 Monat (30 Tage) nach Zulassung des Neufahrzeugs abgeschlossen sein!

 

Die Zulassung des Neuen kann bei Audi bis zum 31.12.2018 passieren. Das bietet bei den langen Lieferzeiten genügend Spielraum. (Für Gebrauchtwagen läuft die Zulassungsfrist am 31.01.2018 ab.) Für die Beantragung der Prämie benötigt ihr den Verwertungsnachweis nach §15 FZV. Den kann euch nur ein zertifizierter Entsorgungsbetrieb ausstellen.

 

Das ganze Prozedere war halb so schlimm:

 

Ich bin mit dem Astra zu einem lokalen Autoverwerter gefahren (Fahrrad für den Rückweg im Kofferraum :cool: ), dort wurde der 2-seitige Nachweis ausgestellt. Zusammen mit den alten Kennzeichen, dem Fahrzeugschein und einem Ausweis geht's anschließend zur Zulassungsstelle. Die entwertet die Kennzeichen und trägt die Außerbetriebsetzung im Fahrzeugschein ein.

 

Eine Kopie des Verwertungsnachweises (unterschrieben vom Schrottplatz, der Zulassungsstelle und euch) sowie des entwerteten Fahrzeugscheins reicht ihr dann bei eurem Audi-Händler ein. Wichtig ist die Frist nach Zulassung des neuen Autos! Die Prämie ist bei Audi je nach Modell gestaffelt. Für A1 und Q2 werden 3.000 EUR angeboten, für den A3 5.000 EUR bis hin zum Q7 e-tron, für den es 11.785 EUR sind.

 

e-tron und g-tron-Modelle erhalten eine höhere Prämie. Zuschussfähig sind übrigens auch S-Modelle, allerdings keine RS und kein R8.

 

Was bleibt?

 

Neben dem schnöden Prämien-Mammon die Erkenntnis, dass Neuwagenkäufer rein rechnerisch nicht immer die Dummen sein müssen: der Astra war günstig.

Außerdem die Erfahrung, dass jeder glänzende Neuwagen nach vielen Jahren recht unspektakulär auf die Schrotthalde rollen wird. Man sollte manches daher nicht so wichtig nehmen.

Und zu guter Letzt: genießt ein fahraktives Auto! Die Ära der nicht auf Effizienz getrimmten Verbrennungsmotoren und des selbstständigen Fahrens neigt sich langsam dem Ende zu.

 

In diesem Sinne: ade, Astra!

Hat Dir der Artikel gefallen? 18 von 19 fanden den Artikel lesenswert.

25.11.2017 23:58    |    Fordlover1975

Und??? Der selbe Schmu wie 2009 bei der Prämie. Der ist noch zu gut für die Presse, der zieht ostwärts............Und hier gibt es keine günstigen Anfängerautos ...........


26.11.2017 08:37    |    Goify

Schade drum, auch wenn ich verstehen kann, wenn man ausschließlich wegen des Geldes den Irrsinn mitmacht - würde ich vielleicht sogar auch machen, einfach weil ich so gierig bin und geiz nun mal geil ist. Gut, ob der Astra nicht vielleicht um die 5.000 € auf dem Privatmarkt gebracht hätte, weiß man nicht und kann man ja mal recherchieren. Für die Umwelt ist die ganze Umweltprämie mal wieder wie 2009 völliger Humbug und ich frage mich so langsam, wie oft unsere Bundesregierung gegen das Volk agieren und Gesetze brechen kann, bis was passiert. Aber da das eh allen (mir natürlich auch) letztlich egal ist und keiner was tut, ist ja alles in Butter.

 

BTT: Mich erstaunt, dass der Opel dann doch so zuverlässig lief und so ist die Messlatte für den A3 schon sehr hoch gesetzt.


26.11.2017 10:57    |    ToledoDriver82

Intakte noch funktionierende Gegenstände in den Müll zu werfen,ist alles andere als umweltfreundlich!!!


26.11.2017 11:55    |    MrMinuteMan

Sehr schön, jetzt kennen wir also den Namen von einem der sich hat verarschen lassen :D

 

Ob und wann irgend eine Form von Fahrverbot kommt, steht noch in den Sternen. Wir sind momentan in einer Phase, in der nicht mal klar ist ob es nun Neuwahlen gibt oder sich irgend eine Form von Regierung zusammen rauft. Und wie die dann aussieht, was die für Ziele hat, dass weiß absolut niemand.

 

Dazu kommt noch das ökonomische Disaster, weil man jetzt mehrere tausend Euro Schulden für einen Neuwagen hat, der als Leasingrückläufer vermutlich schon mal ein Drittel weniger gekostet hätte und als guter gebrauchter die Hälfte. Mal davon abgesehen das der neue Wagen jetzt erstmal der Bank gehört.

 

Lachender Dritter bei dem ganzen ist hier wirklich der Schrottplatz. Astrateile sind gefragt und der wird sich an dem Wagen jetzt eine goldene Nase verdienen. Oder er verkauft ihn gleich im ganzen nach Osteuropa und macht noch mehr Geld auf einen Schlag.

 

Wenn man aber sieht, wie explizit hier immer wieder Audi genannt wird, könnte man allerdings gerade im letzten Teil des Berichts meinen, hier arbeitet einer für Ingolstadt. Aber ist zum Glück nicht mein Geld. Ist nur Schade um den Astra, wobei wie gesagt. Der macht wohl bald einen Polen, Tschechen oder weiter östlich lebenden Menschen glücklich :D


26.11.2017 11:58    |    dodo32

Danke für den Artikel dem ich entnehme, dass es wohl kaum bis keine Reparaturen gab?


26.11.2017 12:21    |    bronx.1965

(...)Also ab zum Schrott damit! Der Umwelt zuliebe.(...)

 

Das ist auch so ein Unfug! Aber wer sich diesen Nonsens lange genug rein zieht, glaubt an Ende selber daran.

Ich hätte es zumindest erst einmal versucht, die Kiste auf dem Privatmarkt abzusetzen. Ob der Preis am Ende heraus kommt, sieht man ja dann.

Wer nur auf die Prämie schielt, beraubt sich selbst jeder Vergleichsmöglichkeit. Dazu: der Schrotter kommt vor Lachen nicht mehr in den Schlaf. Man sollte schon mal gucken, wen man damit eigentlich alles fett macht! Wer die großen Verdiener bei solchen "Aktionen" sind.

 

Übrigens immer wieder bemerkenswert zu sehen, wie schön sich eine Gesellschaft im Hamsterrad halten lässt, auf der Hetzjagd zwischen Schnapper und Bank-Rate. Du sollst konsumieren! Das oberste Gebot. DAS ist schließlich umweltfreundlicher als alles Andere.

Redet Euch diesen Mist nur weiter ein. :o


26.11.2017 12:32    |    Stewaan

Über Sinn und Unsinn der "Umweltprämie" lässt sich streiten, Trontir hat für sich doch alles richtig gemacht - so hätte ich es auch gemacht. Um einen 11 Jahre alten Astra mit 220 000 km für 5.000€ auf dem Privatmarkt loszuwerden, muss man sehr lange auf einen Dummen warten.


26.11.2017 12:40    |    British_Engineering

Interessant geschriebener Blog-Artikel, der die individuelle Motivatiion, die Umweltprämie zu nutzen, beschreibt. Danke für die Infos.

 

Ich muss aber ganz klar sagen, dass ich das im Leben nicht gemacht hätte, den Astra auf den Schrott zu geben wegen des Prämiengeldes. Der hätte sich noch gut verkaufen lassen und ob das Audi-Angebot nun so toll ist, kann jeder für sich bewerten.

 

Seit letzten Mittwoch bin ich auch Besitzer eines Neuwagens. Es ist ein Fiat Punto 1,4 für den ich mich von meinem alten Euro 4 Diesel (einem Fiat Punto Typ 188 Baujahr 2005 mit satten 246.000km auf der Uhr) getrennt habe. Für mich stand es überhaupt nicht zur Debatte, den alten Punto zu verschrotten. Ich habe für den letzten TÜV im Sommer noch neue Reifen und einen neuen Endtopf gekauft und im September den leicht leckenden Kühler abdichten lassen. Nach noch nicht mal zwei Tagen bei Mobile ist der Wagen für 900 Euro verkauft worden. Wahrscheinlich hätte ich noch mehr rausholen können, ich habe aber nicht die Zeit, immer wieder mit irgendwelchen Kaufinteressenten zu verhandeln. Ich habe meine Garage nun für den neuen Punto frei und es freut sich noch jemand mit schmaler Brieftasche, dass er nun für ganz schmale Mark einen halbwegs sicheren Kleinwagen fahren darf, der zwar viele Kilometer hinter sich und auch einige optische Kampfspuren hat, aber dem man technisch noch absolut vertrauen kann.

 

Klar habe ich nach der Umweltprämie gefragt, bevor ich meinen neuen Punto geordert habe. Sie hätte aber nur für einen neuen Punto Diesel gegolten. Der wäre deutlich teurer als der jetzt gekaufte Benziner gewesen. Und es hätte bedeutet, den noch ordentlich laufenden alten 188er in den Hochofen zu schieben. Nein, nicht mit einem Auto, das mal einige Euronen als guter Gebrauchter gekostet hat und das noch nicht am Ende seiner Tage angelangt ist! Ich brauche Dinge, die ich teuer bezahlt habe, ordentlich auf oder verkaufe sie notfalls an andere weiter, die noch etwas damit anfangen können. Für alles andere sind mir die Ressourcen zu schade.


26.11.2017 12:43    |    notting

Zitat:

Wie funktioniert das nun mit der Umweltprämie?

Dass die Bedingungen bei allen Herstellern etwas untersch. sind, hätte ich dazugeschrieben bzw. dazugeschrieben dass sich das hier nur auf Audi bezieht, also z. B. den von mir zitierten Satz mit "bei Audi" ergänzt.

 

Also ich habe damals zu AWP-Zeiten ein neues Auto geholt weil altes >20 Jahre und immer mehr Probleme. Glaube an deiner Stelle hätte ich mit dem Kauf des nächsten Autos noch gewartet. Gerade die aktuelle Geschichte die ja ohne staatl. Förderung ist dürfte meist bei den anderen Rabatten defakto abgezogen werden und du ja eben nur 150EUR statt 2000EUR für deinen Alten bekommen hast.

Hätte ihn auch deswegen länger gefahren weil nicht klar ist, welche der mehreren Euro6-Abgasnormen man für die blaue Plakette braucht.

 

Versuche mein Auto noch zu fahren bis es für mich brauchbare E-Autos gibt.

 

notting


26.11.2017 12:44    |    Drehschappeduckel

Zitat:

Über Sinn und Unsinn der "Umweltprämie" lässt sich streiten, Trontir hat für sich doch alles richtig gemacht - so hätte ich es auch gemacht. Um einen 11 Jahre alten Astra mit 220 000 km für 5.000€ auf dem Privatmarkt loszuwerden, muss man sehr lange auf einen Dummen warten.

Eben.

Der propagierte Umweltgedanke wird zwar wirklich nicht bedient, trotzdem muss man die Entscheidung des Blogerstellers ja nicht ad absurdum führen.

Selbst wenn der Astra noch sicher paar Kilometer gemacht hätte - ein erhaltenswertes Auto ist er nun wirklich nicht. Und so mögen sich eben andere Astra Besitzer über günstige Teile vom Schrott statt vom FOH freuen. Win-Win


26.11.2017 12:49    |    MrMinuteMan

Ich weiß nicht wo der schlaue Gedanke seien soll, ein funktionierendes Auto für einen Spottpreis wegzuschmeißen und sich für einen völlig überteuerten Neuwagen zu verschulden.

 

Die Leasingrückläuferhalden sind zum Bersten gefüllt und auch noch einen Schritt dahinter bis 50/100.000 KM gibts extrem viele gut und günstige Angebote en Mass.

 

Der einzige der sich hier freut sind der Händler und der Schrottplatz. Der Kunde wurde dabei so schnell über den Tisch gezogen, dass er die hierbei auftretende Reibungshitze auch noch als Nestwärme empfindet.


26.11.2017 12:51    |    Drehschappeduckel

Hab ich es überlesen, oder wo steht, dass sich der Blogschreiber für den Audi verschuldet?

 

Und wenn man einen gelben A3 Stufenheck mit großem Benziner will, bleibt einem idR leider nur der Neukauf übrig ;)


26.11.2017 12:54    |    MrMinuteMan

Es ist auf jeden Fall eine nicht unerhebliche Kontobelastung. Wenn man das mal so eben auf der Kante hat und das Geld in der Gegend rumballern kann, schön für ihn. Aber die meisten müssen sich für sowas bis zur Halskante verschulden, mal davon abgesehen das er sich mit dem Astra hat bescheißen lassen und dort auch noch mal Geld verbrannt wurde.

 

Aber manche haben halt zu viel Geld oder zu viel Vertrauen in ihren Bankberater.


26.11.2017 13:02    |    notting

@MrMinuteMan: Z. T. stimme ich dir zu, mein Bruder musste aber auch schon bei einem Gebrauchten ein paar Monate später viel Geld für eine wohl unverschuldete Motor-Reparatur ausgeben...

 

notting


26.11.2017 13:05    |    Turboschlumpf6

Jetzt geht's hier ab! Alle in Deckung!!! :)


26.11.2017 13:10    |    MrMinuteMan

Und bei einem Neuwagen besteht nicht die Gefahr von spontanem Motortod? Spätestens seit der Steuerkettenkrise dürfte doch klar sein, dass man dort genau so schnell auf die Schnauze fliegen kann. Mal davon abgesehen wo der hohe Qualitätsunterschied zwischen einem Neuwagen zum Vollpreis und einem Leasingrückläufer mit 5.000 KM der automatisch 10 % günstiger ist sein soll.


26.11.2017 13:12    |    notting

@MrMinuteMan: Falsche Frage. Bzw. nein, bei einem Neuwagen existiert so gut wie keine Gefahr, dass es während der Garantie einen teuren spontanen Motortod gibt - und sich vorher über die aktuell im Verkauf befindlichen Motoren und den Umgang des Herstellers mit derartigen Motor-Garantiefällen informiert. Bei einem beschissenen Hersteller wirst du auch anderweitig Probleme mit der Garantie haben.

 

notting


26.11.2017 13:14    |    Goify

Was bekommt man denn noch beim Verwerter, wenn man ein so gutes Auto dort abgibt? Da waren doch sicherlich noch 500 € drin, sodass der TE hier 5.500 € für die alte Mühle bekommen hat. Das wäre auf dem Privatmarkt schon sehr schwierig geworden - also eigentlich unmöglich.

Finanziell gesehen halte ich das Unternehmen auch für völlig legitim. Man müsste mal wissen, wie der Rabatt mit und ohne Umweltprämie ausgesehen hätte.

 

Dass es für die Umwelt keinerlei Nutzen hat, steht auf einem anderen Blatt und ich würde gerade jetzt nie auf die Idee kommen, mir einen Neuwagen zu kaufen, der in ein paar Jahren aufgrund des autonomen Fahrens und Elektromobilität wahrscheinlich einen extremen Wertverlust haben wird, weil er in 5 Jahren von Vorvorgestern sein wird.


26.11.2017 13:18    |    MrMinuteMan

"der in ein paar Jahren aufgrund des autonomen Fahrens und Elektromobilität wahrscheinlich einen extremen Wertverlust haben wird, weil er in 5 Jahren von Vorvorgestern sein wird."

 

Was exakt raucht ihr hier und wie bekomm ich auch was von dem Stoff?

 

@ notting: Fragen wir das doch mal diverse VW-Fahrer. Nur zur Erinnerung:

 

http://www.handelsblatt.com/.../6505670-2.html


26.11.2017 13:18    |    PIPD black

Zitat:

Über Sinn und Unsinn der "Umweltprämie" lässt sich streiten, Trontir hat für sich doch alles richtig gemacht - so hätte ich es auch gemacht. Um einen 11 Jahre alten Astra mit 220 000 km für 5.000€ auf dem Privatmarkt loszuwerden, muss man sehr lange auf einen Dummen warten.

Ohne nähere Daten, kann man das überhaupt nicht sagen, ob und was richtig gemacht wurde.

Es wurde ein Fahrzeug verschrottet, dass bis letztes Jahr eine Anschlussgarantie hatte. Bei entsprechender Inanspruchnahme sollte das Fahrzeug also technisch fit sein.

Was standen an Reparaturen an? Das Fahrwerk? Noch mehr?

Die 5 Mille Prämie hören sich verlockend an. IdR verrechnen Händler damit ihre üblichen Rabatte und geben keine weiteren. Heißt: unterm Strich bleiben vllt. 1.000 bis 2.000 € von der UP übrig.

Das Geld hätte man für das Auto auch auf dem Markt noch erzielen können, wenn der Zustand so ist wie beschrieben und ich vermute. Die 150 € vom Schrotti sind ein Witz.

 

Ich denke auch, der Kauf war nicht grd. genug überlegt. Argumente finden sich oben (Politik, EU6).


26.11.2017 13:21    |    notting

@MrMinuteMan: Was willst du mir damit sagen?! Ich mochte VW eh noch nie bzw. du bestätigst gerade mal wieder meine Abneigung gegen VW.

 

notting


26.11.2017 13:29    |    MrMinuteMan

Das auch mit einem neuen Wagen keine Garantie gegeben ist, nicht bald einen gravierenden Schaden zu erleiden. Also von wegen man erkauft sich hier irgend eine Sicherheit. Opel und Peugeot hatten mal so was ähnliches, unter anderem eben auch beim Astra H, mit dem Getriebe.


26.11.2017 13:35    |    Goify

@MMM:

Meinst du nicht, dass die Autos in den nächsten Jahren noch autonomer fahren werden als heute und sich die E-Mobilität noch weiter durchsetzt? Wenn man jetzt schon nicht alle Assistenten mitbestellt, hat man schnell mal ein unverkäufliches Fahrzeug. Natürlich gibt es noch die überzeugten Selbstfahrer, aber die werden immer weniger.


26.11.2017 13:39    |    PIPD black

Autonom? Nein.

Autonomer? Ja.

Allein die Ethik-Geschichte macht es schon sehr schwierig das ganze rechtlich abzuhandeln.

 

E-Mobilität wird sich auch nicht durchsetzen. Erst recht nicht in 10 oder 20 Jahren.

Nur weil man es in der Politik preist und als Allheilmittel darstellt, ist es keine Wahrheit oder realistisch.

 

Für einige Individuen kann es eine Lösung sein. Für die Masse jedoch nicht.


26.11.2017 13:53    |    MrMinuteMan

Goify, dass wird schon rein physikalisch nicht klappen. Man müsste quasi in ganz Deutschland sämtliche Leitungen aus dem Boden holen und durch wesentlich dickere Kabel ersetzen und bräuchte dutzende neue Kraftwerke um den Strom zu produzieren und an den Zielort zu transportieren. Wenn man sich jetzt überlegt, was allein die paar Hochspannungsleitungen hier im Norden für ein Drama sind, ist das utopisch.

 

Dazu kommt das E-Autos eine Spielerei für Vermögende bleiben, Otto-Normal kann sich selbst ein normales Auto kaum frisch vom Händler leisten und wird da garantiert nicht das Geld für ein Auto rauswerfen, was eine Reichweite zwischen 150 und 200 KM hat.

 

Bezüglich des autonomen Fahrens sind zudem noch unzählige rechtliche Hürden erst im Gesetzestext zu klären. Wer haftet bei einem Unfall, ist es ethisch zulässig dem Wagen irgendwelche Werte vorzugeben die bei einem Unfall entscheidend sind (fahr lieber 3 alte Leute über den Haufen als 4 Junge u.s.w.). Bis das alles kommt dauert es vermutlich noch Jahrzehnte.


26.11.2017 13:56    |    Goify

PIPD black, ich glaube, die Politik weiß überhaupt noch nicht, was ein E-Auto ist. Das ist für die noch Neuland, bis jeder eins hat. Die 1 Mio. E-Autos bis 2020 hat einer im Suff aus Versehen so dahin gesagt, ohne überhaupt zu wissen, wie viele Fahrzeuge jährlich insgesamt zugelassen werden.


26.11.2017 14:10    |    notting

@Goify: Ich glaube du kannst das mit dem Suff streichen: http://www.spiegel.de/.../...rden-drogenhunde-anschlagen-a-100890.html ;-)

 

notting


26.11.2017 14:19    |    Goify

notting, ok, dann ersetze ich das Wort durch andere "bewusstseinserweiternde Stoffe". :D

 

MMM, mein Auto fährt schon autonom nach Stufe 2 und laut Tesla sind die neuen Modelle gegen Aufpreis technisch für Level 5 ausgerüstet, dürfen jedoch noch nicht so verwendet werden. Und ich weiß nicht, ob ich mich zwischen 4 Rentnern oder 3 Kindern so schnell entscheiden könnte. Das von einer Maschine zu verlangen, ist nur rein theoretisch als Gedankenexperiment möglich.


26.11.2017 14:24    |    Provaider

Wenn der Wagen an einen Gebrauchtwagenhändler gegangen wäre hätter er jetzt 90-120tkm und würde weiter verkauft werden für 7000€ und man hätte dir 2000€ gezahlt. Macht 5000€ Marge.


26.11.2017 15:42    |    HelldriverNRW

Ächz. Jetzt wird's aber hier wild mit den Phantasien über Wert und Vorgehensweise von Händlern bei einem 2006er Astra..:rolleyes:

 

Möglicherweise wäre er auch für 1500 Euro angekauft, auf 50.000 km (ist ja schliesslich Ersthand) gedreht worden, einer Aufbereitung mit Detailing unterzogen und für 12.990 Euro angeboten. Macht nach Aufbereitung 10.990 Euro Marge. Wow :rolleyes:

 

Komisch, warum nur all die anderen Diesel-Astras um/ab 3k mit hohen km nicht sofort von Händlern eingekauft werden, oder sogar von diesen selber zu diesem spottbilligen Preis angeboten werden...das sind doch quasi übergrosse Goldbarren mit Jubelgewinnen wie beim Bitcoin.

Ein Astra Diesel verkauft, und der Händler kann 3 Wochen seinen Laden zumachen, ab in die Karibik. Für 2 Anschlusswochen muss er nur noch den 99er Golf IV für 3950 Euro loswerden, den er für 200,- eingekauft hat.

 

Typisch nebenbei, dass man hier oft meint, die Vorgehensweise von anderen infrage stellen zu müssen. Man selbst ist ja da einfach ne ganze Ecke cleverer...

Und gut, dass ganz nebenbei auch Kredite wieder als zwangsläufiges ökonomisches Disaster erwähnt werden - ich hätte es auf MT sonst echt vermisst :D.

 

Und natürlich streicht der Schrotti hier ne Menge Kohle beim Teileverkauf ein.

"Neid" darauf verstehe ich nicht. Der TE hätte (oder hat) ja den Ankaufspreis vergleichen können.

Und es steht jedem frei, gegen Erfüllung der entsprechenden Auflagen zu entsprechenden Kosten eine tolle Autoverwertung zu eröffnen - da hätte man aber auch schon bei der letzten Umweltprämie drauf kommen können.


26.11.2017 16:17    |    Bayernlover

Oh man, der Blogartikel hier hat mir echt gefallen, Daumen hoch dafür!

 

Aber was danach folgte, ist wieder typisch Motor-Talk. Begriffe wie "das normale Volk", "für Reiche", "dumme Neuwagenkäufer" und "Verschuldung" dürfen natürlich nicht fehlen. Selbstverständlich hätte der Autor den Astra auf dem Privatmarkt für mindestens 20.000 EUR noch verkaufen können, alte Diesel sind ja gerade so gefragt und gerade Opel ist die Goldmarke beim Gebrauchtwagenverkauf.

 

Abgesehen davon lebt der Autor des Artikels ab jetzt unter einer unbeheizten Brücke, damit er sich den millionenschweren Kredit für einen A3 leisten kann. Er überlebt nur deshalb, weil er die Reibung beim Über-den-Tisch-ziehen als Restwärme empfindet.

 

Ich weiß nicht, was ich im Leben falsch gemacht habe, aber ich kenne so einige Leute, die einen A3 direkt kaufen könnten. Die sich darüber freuen, ein Auto zu konfigurieren, das dann ihr eigenes Auto ist. Diese Leute sind nicht dumm - sie können es sich einfach leisten. Andere fliegen nur First Class in den Urlaub, na und? Soll doch jeder so machen, wie er will. Zumal der Astra am Ende finanziell gar nicht so schlecht dasteht, 7 Cent/km Wertverlust sind ja eher ein Witz. Knapp über 100 Euro im Monat mit einem Neuwagen, der jetzt 11 Jahre keinen Ärger gemacht hat. Ist doch perfekt! Wann soll man denn so ein Auto sonst abstoßen? Wenn die erste große Reparatur kommt?

Mal ganz abgesehen davon, dass ich keinen Bock hätte, für ein paar Euro das Privatverkaufstheater mitzuspielen - wenn ich es nicht muss.

 

Dass diese Umweltprämie Unsinn ist, darüber müssen wir uns nicht unterhalten. Als Konsument kann man das Spiel aber ruhig mal mitspielen, wenn es sich gerade anbietet. Wieso auch nicht. Viel Spaß und gute Kilometer mit dem A3 wünsche ich und lass dir das Auto nicht madig reden! Ich bin auch kein Audifan, aber wenn einem der A3 gefällt, soll man sich gefälligst einen kaufen.


26.11.2017 17:50    |    Trontir

Dass der Artikel so kontrovers diskutiert wird, hätte ich nicht gedacht. Wie schön! :D

 

@MrMinuteMan "verarschen" ist relativ. Meine Perspektive war eher, entweder den Astra noch ein oder zwei Jahre weiterfahren und dann ohne Prämienzuschuss auf ein neues Auto zu wechseln oder eben jetzt den Schnitt zu machen. Dass die ganze Sache nicht der Umwelt nützt, ist hoffentlich aus dem Artikel klar geworden? Ein "ökonomisches Desaster" ist es für mich übrigens nicht. Die von dir beschriebene Bank gibt's nicht. Und leider auch keinen Leasingrückläufer oder jungen Gebrauchten. Schon gar nicht in Vegasgelb! ;)

 

@dodo32 Ja, richtig. In den elf Jahren / 221.000 km fielen auch ein paar Reparaturen an, aber durch die Anschlussgarantie blieb das für mich finanziell im Rahmen: Lichtmaschine bei ca. 83TKM, AGR bei ca. 95TKM, Heckwischermotor bei ca. 170 TKM, Klimakompressor bei 180 TKM, Kühler bei 190 TKM. Letztes Jahr dann eher was Kurioses: der Kunststofftank war am Tankgeber undicht. Wurde geklebt. Die LiMa und das AGR sind bei dem Modell eher typisch. Der Rest Einzelfälle.

 

@bronx.1965 Ich versteh deinen Gedanken. Aber auf dem Privatmarkt hätte mir niemand 5.000 EUR bezahlt. Daher war es am Ende eine einfache Kalkulation: jetzt abwracken und Zuschuss kassieren oder in ein paar Jahren abwracken und ohne Zuschuss umsteigen. Zudem wäre im Dezember TÜV fällig gewesen. Da weiß man nie, ob nicht doch Reparaturen notwendig geworden wären. Der Kupplung hätte ich vielleicht noch ein oder zwei Jahre gegeben. Dann wäre das Zweimassenschwungrad vermutlich auch fällig gewesen. Dann käme irgendwann mal wieder der Zahnriemen, bei dem ich auch die WaPu hätte mittauschen lassen. Wie im Artikel geschrieben: es ist ein Rechenspiel.

 

@notting Danke für den Hinweis. Hatte gehofft, dass es mit dem Hinweis "können je nach Hersteller übrigens variieren. Besser vorher nachfragen" abgedeckt ist. Aber ändre ich noch.

 

@Goify Der Audi hat mich inklusive Abwrackprämie 25 % unter Liste gekostet. Wie der Händler das intern rechnet (und er rechnet in der Tat unterschiedlich, das habe ich aufgrund von zwei Kalkulationen sehen können), spielt für mich keine Rolle. Da ich das Auto über einen Internet-Vermittler bei einem Händler bestellt habe, war die Kalkulation ziemlich transparent: 5.000 EUR mehr oder weniger, je nachdem ob mit oder ohne Prämie. Der Wertverlust spielt für mich keine Rolle: ich habe heute nicht vor, das Auto nach 3 oder 5 Jahren zu verkaufen. Am Ende wird der Verlust also wie beim Astra nahe 100 % liegen. Aber vielleicht gibt's in 10 Jahren dann eine E-Auto-Umstiegsprämie. Würde mich nicht wundern ... dann wäre der Wertverlust etwas geringer.

 

@Bayernlover Danke für dein Feedback! Dem hab ich nichts hinzuzufügen - hätte glatt von mir sein können. :D Finde, du hast das sehr gut zusammengefasst.


26.11.2017 17:54    |    notting

@Trontir: Es sind nicht eben nur die Fristen für die Verwertung die variieren können, sondern noch div. andere Dinge.

Und bin wie du vllt. schn gemerkt hast auch ein Typ, der zwar Neufahrzeuge kauft, aber dann bis zum wirtschaftl. Totalschaden fährt :-)

 

notting


26.11.2017 18:03    |    Goify

Wobei das mit dem wirtschaftlichen Totalschaden so eine Sache ist. Je nach Rechenart tritt dieser nie ein oder schon nach 10 Jahren, wenn die erste Rechnung den Zeitwert überschreitet. In meinen 1.800 € Benz habe ich dieses Jahr 3.000 € reingesteckt. Da kann man jetzt sagen, das war nicht wirtschaftlich oder man hält dagegen, dass eine neue C-Klasse in den ersten Jahren jährlich einen höheren Wertverlust hat als meine Reparaturen ausmachten.

Bei Flugzeugen gibt es nur dann wirtschaftliche Totalschäden, wenn es abgestürzt ist und nicht mehr reparabel ist. Alles andere ist viel billiger als ein Neukauf, selbst ein D-Check für 5 Mio Euro.


26.11.2017 18:10    |    bronx.1965

@ Trontir: Danke für die Anmerkungen. Das ist natürlich eine Kostenfrage die es etwas anders darstellt. Hättest du aber ruhig mit rein schreiben können. ;)

Mir widerstrebt einfach diese Scheinheiligkeit, das Ganze als Umweltprämie zu verkaufen. In meinen Augen lebt die Gesellschaft über ihre Verhältnisse.


26.11.2017 18:19    |    Trontir

Ich bin auch eher jemand, der ein Auto reparieren lässt als neu kauft. Wenn aber zu dem wirtschaftlichen Risiko (Totalschaden) nun auch noch ein Nutzungsrisiko (Fahrverbote) tritt, dann fehlt mir das, was in der Wirtschaft gerne als "Planungssicherheit" bezeichnet wird. Darf ich das Auto, in das ich heute Geld für eine Reparatur stecke, auch morgen noch in Stuttgart oder München oder Düsseldorf fahren? Soll ich warten, bis das Befürchtete eingetreten ist, oder mich vorher neu aufstellen? Beim Diesel erscheint mir das Nutzungsrisiko dieser Tage einfach zu hoch. @Goify: Das ist bei deiner C-Klasse sicher noch anders. Auch wenn schon zaghaft über Partikelfilter für Benziner nachgedacht wird. :) Wie gesagt: in 10 Jahren ist die Umweltprämie für Benziner ohne Filter bestimmt nicht so unwahrscheinlich, wie es heute noch klingt. Eine irre Welt, in der wir leben ...


26.11.2017 18:28    |    HelldriverNRW

Für's Protokoll: wie teuer in etwa war denn die Anschlussgarantie?

Ist das bei Opel auch gestaffelt (älter=teurer)?

Lohnenswert ist sowas ja schon allein wegen der geringeren Sorgen...


26.11.2017 18:35    |    Trontir

@bronx.1965 Ja, da stimme ich dir völlig zu! Es ist absurd, wie die Rahmenbedingungen gesetzt werden, damit wir immer mehr konsumieren und das Rad sich weiterdreht. Unsere Gesellschaft wird mit dem heutigen Lebensstandard ohnehin nicht auf Dauer leben können. Da hilft m. E. auch kein Rationieren oder Gürtel-enger-schnallen. Wenn bei dem heutigen Bevölkerungswachstum die zentralen Ressourcen aufgebraucht sind, wird sich die Welt ändern. Ändern müssen. Vorher wird versucht, das Rad noch eine Runde weiterzudrehen. Kann ich das ändern? Nein.


26.11.2017 18:37    |    HelldriverNRW

Doppelt

 

Aber wenn das Posting hier eh schon steht :D:

 

Kurz zum unverschuldeten "Totalschaden", weil du Trontir, das auch oben anführtest: Der Restwert (eigentlich ja der Wert in beschädigtem Zustand), wie du den "Händlerankaufswert" vor einem Unfall nanntest, wird bei einer Totalschadenabrechnung nicht angesetzt, sondern der sogenannte Wiederbeschaffungswert, bei welchem der Gutachter sich i.d.R. am Händlerverkaufswert orientiert und Dinge wie Pflegezustand und regionale Marktgegebenheiten einbezieht. Das kann schon erheblich abweichen.


Deine Antwort auf "Endstation Schrottplatz: wo Träume enden & die Umweltprämie beginnt"