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Sun Feb 04 18:34:51 CET 2018    |    Trontir    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: 8VS Limousine/Cabrio, A3, Audi, Gelb, Geschichten von der Straße, Limo, Limousine, Stretch, Vegasgelb

Endlich ein Sonnentag! Nach so vielen Wochen trüb und grau. Also die Kamera geschnappt und raus. Schließlich will ich noch Fotos für einen Blogartikel zum Vegasgelb machen. Aber das wurde heute dann doch wieder nichts. Denn unterwegs kam ich an einer Stretch-Limo vorbei, die sich als schönes Motiv für einen LIMO-DAY anbot! :cool:

 

Was ich allerdings nicht weiß: um was für ein Fahrzeug handelt es sich? Hat jemand von euch vielleicht eine Idee? Dann schreibt es doch in die Kommentare!

Stretch-Limos gibt es sicher von verschiedenen Herstellern, oder sie werden auf Basis normaler Fahrzeuge aufgebaut, indem man die Karosserie verlängert. Die Kühlerfigur verrät dem Kenner bestimmt, was für ein Auto das hier ist.

 

 

Ich bleibe trotzdem lieber bei meiner A3 Limousine. Wendiger, sparsamer und kaum weniger auffällig. :D

 

 

Und weil bei uns gerade die schwäbisch-alemannischen Fastnacht gefeiert wird und man an nahezu überall auf phantasievolle Gestalten trifft, zum Abschluss noch was Regionales ...

 

 

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Sun Dec 31 19:09:56 CET 2017    |    Trontir    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: 2.0 TFSI, 8VS, 8VS Limousine/Cabrio, A3, Audi, Daten, Erfahrungsbericht, Fahrzeugdaten, Geschichten von der Straße, Motoröl, Öltemperatur, Temperaturanzeige, warmfahren

Gestern war noch mal Weihnachten für mich: seit Jahren wünsche ich mir eine Öltemperaturanzeige! Im Astra hätte ich m. W. dafür einen Temperatursensor an der Ablassschraube anbringen müssen und Kabel ins Cockpit ziehen müssen. Zu aufwendig. Beim A3 wird die Temperatur gemessen, aber nur beim S3 angezeigt. Klar, freischalten heißt das Zauberwort.

 

Jetzt war ich gestern zum Ölwechseln nach dem Einfahren bei einer Audi Niederlassung in der Nähe. Nach dem Aufreger über die "Geheime Verschlussache Öl" dann zwei positive Überraschungen! Erstes Geschenk: man hatte kein Problem damit, dass ich mein Wunschöl mitbringe (Mobil 1 0W-20). Die Werkstatt ist an eine Ölsorte gebunden und kann auch auf Kundenwunsch kein anderes bestellen. Statt des Longlife-Öls hätte ich gerne ein 0W-40 verwendet, aber das hat keine Freigabe - und wie bereits geschrieben, gibt es beim 2.0 TFSI (190 PS) kein festes Intervall mehr. Zugelassen ist nur noch Öl der Norm 508 00 - und das ist nun mal ausschließlich 0W-20.

 

Öltemperaturanzeige im DigitaltachoÖltemperaturanzeige im Digitaltacho Bei der Fahrzeugübergabe fragte ich den Werkstattmeister dann nebenbei, ob sich die Öltemperaturanzeige auch im aktuellen Modell des 8VS (MJ18) freischalten ließe?

Zweites Geschenk: Da können wir gerne zusammen mal schauen, wenn Sie möchten?, war die freundliche Antwort. Wir gingen zusammen in die Werkstatt.

Wir haben da ein Gerät, mit dem sich die Steuergeräte auslesen lassen. Auf stemei.de sind mögliche Änderungen aufgeführt.

 

Ich war ehrlich gesagt baff! Sollte es wirklich so unkompliziert sein? Mal eben und jetzt und sofort? Zwei Möglichkeiten haben wir dann gefunden: einmal über die Laptimer-Anzeige wie beim S3 oder als Teil der Verbrauchsanzeige im Digitaltacho und dem Bordcomputer. Letzteres hat der Audi-Meister dann ausprobiert und mir damit einen großen Wunsch erfüllen können! Es funktioniert - legendär! Mit der Musik bin ich dann vom Hof gefahren! :D

 

 

Nach dem Mauern durch das Werk finde ich nun tatsächlich Spezialisten vor Ort, die meine Leidenschaft für Autos verstehen und unterstützen. Die Zuhören und Lösungen anbieten, ohne lange zu diskutieren, dass etwas nicht nötig sei. Ich bin immer noch verblüfft und positiv überrascht.

 

Warmfahren

Und damit nicht nur ich eine Öltemperaturanzeige, sondern ihr auch Infos habt, wie lange es dauert, bis der 2.0 TFSI betriebswarm ist, bin ich heute noch mal eine Runde gedreht. Bei ca. 10° Außentemperatur ging es über die Landstraße. Tempo zwischen 60 und 100. Trotz Thermomanagement und Verbesserungen im Abgasstrang braucht der große Motor fast 6 km, bis die erste Öltemperatur von 56° angezeigt wird. Die Kühlwasseranzeige stand da schon seit ca. 2-3 km auf 90°.

 

Öl 72° nach 7,2 kmÖl 72° nach 7,2 km Von da an wurde es schnell heißer: nur knapp 1,5 km später standen 70° und nach insgesamt 9 km dann 84° an. Erst zwischen 10-12 km hatte das Öl dann eine relativ konstante Temperatur von >90° erreicht. Höchster Wert nach 19 km 98°. Das wird im Sommer oder auf der Autobahn sicher auch mehr. Ich freu mich drauf. :)

 

Allerdings wird mir auch klar, dass meine tägliche Strecke zur Arbeit mit ca. 12 km zu kurz ist, um das Öl richtig auszukochen. Sobald der Motor die Betriebstemperatur erreicht hat, stelle ich ihn schon wieder ab. Nicht gut. Entweder also über die Berge auf Nebenstraßen scheuchen, oder jährliche Ölwechsel einplanen. Am besten beides ...

 

 

Öl 84° nach 9 kmÖl 84° nach 9 km Öl 88° nach 10,7 kmÖl 88° nach 10,7 km

 

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Sun Dec 03 20:54:32 CET 2017    |    Trontir    |    Kommentare (18)    |   Stichworte: 2.0 TFSI, 8VS Limousine/Cabrio, A3, audi, DSG, einfahren, Erfahungsbericht, Fahrbericht, Fahrzeugvorstellung, Gelb, Geschichten von der Straße, Limousine, Quattro, S-Tronic, Vegasgelb, Wintertour

Einfahrempfehlungen kommen direkt nach der Wahl des richtigen Motoröls. Jedenfalls wenn es um die Top 10 der gefühlt am emotionalsten diskutierten Themen rund ums Auto geht. :D Im heutigen Blogartikel geht's also ums Einfahren, meine ersten Eindrücke nach 1000 km A3, eine spannende Begegnung mit einem Tramper und eine Wintertour durch den Schwarzwald. Steigt ein!

 

Unsere Reise knüpft da an, wo der Blogbeitrag zur Fahrzeugübergabe aufgehört hatte: Nachdem es in Neckarsulm nichts mehr zu tun gibt, stecke ich den Zündschlüssel ins Schloss (ich bin da altmodisch, ich weiß), starte den Motor und rolle von der Piazza. Rein in den Berufsverkehr und ins wirkliche Leben.

 

Mein Weg führt mich durch durch die Stadt zum nahen Autobahnzubringer. Kaum hörbar summt der 2.0 TFSI, komfortabel gleitet die Limousine durch den Verkehr. Wie leise der Neue ist, denke ich kurz. Kunststück! Mein vorheriges Auto war ein Turbodiesel. Zwar mit gekapseltem Motor, aber ohne Akustikfrontscheibe und weniger aufwendig gedämmt. Der A3 erweist sich auf den ersten Kilometern als komfortable Sänfte. Die Automatik schaltet sanft und früh.

 

Ob da auch mehr geht, frage ich mich. Direkter? Mit unmittelbarem Kontakt zu Reifen und Fahrbahn? Den A3 habe ich wie den vorherigen Astra mit Sportfahrwerk (-15 mm) und adaptiver Dämpfung bestellt. Statt 16 Zoll steht das Auto nun auf 17 Zoll. Der Astra war im Sportmodus schon straff abgestimmt, da wollte ich nicht riskieren, dass der Neue mit 18 oder gar 19 Zoll zu hart werden würde. Aber nach den ersten Kilometern erweist sich die Befürchtung als unbegründet. Größere Räder sind ohne große Einbußen beim Komfort sicher möglich. Oder alternativ das S-line-Sportfahrwerk (-25 mm). Das gibt's aber nicht in Kombination mit Audi Magnetic Ride. Und das war nach den guten Erfahrungen im Astra eines der "Must-have"-Features. Also kein S-line für mich.

 

Aber zunächst schiebe ich den Gedanken an eine dynamischere Fahrweise beiseite. Die ersten 1.000 km nicht mehr als 4.000 Touren, keine hohe Last und wechselnde Drehzahlen! Das waren die Empfehlungen der freundlichen Audi-Mitarbeiterin bei der Übergabe. Kein Problem. Ich fahre auf die Autobahn, die S-tronic schaltet die Gänge schnell und unauffällig durch. Der Komfortmodus lässt grüßen. Ich genieße kurz die Beschleunigung beim Einfädeln. Rüber auf die mittlere Spur, vorbei an den LKW ... und schon hat die freie Fahrt für freie Bürger ein Ende. Kolonnenverkehr. Stop-and-Go. Stau!

 

Zeit sich dem Tempomaten zu widmen. Ich liebe Tempomat-Fahren! Jedenfalls bei geschwindigkeitsbeschränkten Abschnitten oder Ortsdurchfahrten. Immer da, wo ich nicht so darf, wie ich will. Ein Wermutstropfen war bislang das Nachregeln, wenn es mal schneller oder langsamer geht. Da gibt's im A3 jetzt was Neues: ich lerne die ACC kennen - und schätzen! Doch dazu schreibe ich später mal einen eigenen Blogartikel.

 

Später dann, als ich endlich Stuttgart hinter mir gelassen habe, löst sich der dichte Verkehr auf und es geht schneller voran. Der A81 nach Süden folgend, fahre ich in die Nacht. Hänge mich an einen größeren Audi, den Drehzalmesser im Blick. Die Tachonadel hat die 100 km/h überschritten, zeigt jetzt nach oben und wandert weiter. 150, 160, 170. Im siebten Gang bleibt der Motor unter 4.000 Touren. Wow, wenn so Einfahren geht, dann kann ich gut damit leben! :D Wir folgen dem Asphaltband, das sich über die Hügel schlängelt, curven mal rechts, mal links. Bei Rottweil geht's dann auf die Landstraße in den Schwarzwald. Das LED-Licht ist auf den dunklen Straßen zwischen den Ortschaften eine Erleuchtung.

 

Was ebenfalls auffällt: die Automatik ist auf Effizienz getrimmt. Wo es geht, schaltet sie in den siebten Gang. Der Drehzahlmesser kommt kaum über 1.200 Touren hinaus. Das ist fast Leerlauf-Niveau!? Gefühlt rolle ich nur noch durch die Nacht. Beim Beschleunigen dann die befürchtete Gedenksekunde, bis es vorwärts geht. Logisch. Auch wenn irgendwo 320 Nm schlummern, geht im Leerlauf noch nicht viel. Kickdown oder S-Modus wären eine Möglichkeit, aber nicht auf den ersten Kilometern. Oder doch? Was meint ihr?

 

So kann Einfahren jedenfalls nicht gehen. 1.000 km mit kaum mehr als Leerlauf-Drehzahl? Unsinn! Da hat der Motor ja keine Umdrehungen gesehen, bevor er belastet wird. Ich schalte also in die manuelle Gasse. Hätte ja ohnehin lieber einen Handschalter gehabt. DSG hab ich zuvor nur mal bei Porsche ausprobieren können. Da hat's gut funktioniert und mich als gusseiserner Handschalter überzeugt. Die manuelle Gasse hat dann den Ausschlag beim Audi gegeben: ich kann, wie ich will und bin unabhängig von der Automatik.

 

Aber wie schnell ich mich an das DSG gewöhne ... immer wieder vergesse ich, dass ich auf manuell umgeschaltet habe. Wie an dem Tag, wo ich auf der Schnellstraße an einem Linksabbieger stehe und warte, dass sich eine Lücke im Gegenverkehr zeigt. Endlich! Fuß beherzt aufs Gas. Ist ja Quattro: Traktion immer und sofort! Es geht vorwärts. Schnell, schneller, laut. lauter. Warum schaltet es nicht?!, schießt es mir durch den Kopf. 5.000 Touren liegen an. Der Motor klingt kernig. Zeigt Leben und einen angenehm dynamischen Charakter. Ich denke ans Einfahrgebot und suche derweil hektisch nach dem Schalthebel. Zurück in die automatische Gasse! :D

 

Die nächsten Wochen versuche ich so oft es geht, manuell zu fahren. Da wo Kolonnenverkehr herrscht, auch mal mit Automatik. Jedenfalls wundere ich mich, ob das Einfahren nach 1.000 km wirklich schon passiert sein soll? So überwiegend im Leerlauf ... das werde ich die nächsten Wochen noch ändern müssen. Mit mehr Last und Drehzahl. Berge und Serpentinen gibt's hier zum Glück genug!

 

Die spannende Begegnung mit einem Tramper bin ich euch noch schuldig: das war an einem Feiertag, wo hier Busse nur sehr selten fahren. Ich war auf dem Weg nach Hause, als ich an der Haltestelle in einem verwaisten Industriegebiet einen jungen Mann an einer Haltestelle warten sah. Er hielt den Daumen raus. Die Sonne schien, ich hatte es nicht eilig, also warum nicht. In meiner Jugend hatte ich auch mal versucht zu trampen. Hat nie gut geklappt. Aber ich erinnere mich gut daran, wie es ist, auf einer menschenleeren Straße im Nirgendwo zu stehen und nicht weg zu kommen. Blinker rechts und Fenster runter: wo soll es hingehen?

 

Beim Näherkommen sehe ich schon, dass der Tramper lädiert aussieht. Nase verbunden, Platzwunde auf der Stirn verpflastert. Sieht auch erst ein paar Stunden her aus. Oje, da hat ihm das Leben ja übel mitgespielt. Er sieht aus wie die Handwerksburschen hier aus der Gegend. Ich biete ihm an, ihn mit in die nächst größere Stadt zu nehmen. Die liegt ohnehin auf meinem Weg. Wie fahren los und kommen ins Gespräch.

 

Schönes Auto haben Sie da.

Ja, letzte Woche abgeholt.

Der ist neu?

Hat gerade 450 km runter.

 

Er stockt. Schaut mich an, dann wieder das Auto: Und da nehmen Sie mich mit?

 

Ich muss schmunzeln. Ja, sicher, warum denn nicht? Ich fahre die Strecke doch sowieso und warum soll ich alleine fahren, wenn Sie da auf den Bus warten. Die fahren hier doch nicht häufig.

 

Er verstummt wieder. Plötzlich hält er mir 10 Euro hin. Jetzt bin ich verwirrt.

 

Behalten Sie das Geld. Ich nehme Sie umsonst mit!, und schiebe seine Hand weg.

Ich wohne im Nachbardorf. Vielleicht könnten Sie mich nach Hause fahren?

 

Ich überlege kurz. Ja klar. Kein Problem - ich muss das Auto ja sowieso einfahren. Und ein großer Umweg ist es auch nicht. Aber Geld will ich dafür nicht!

 

Also fahren wir noch eine Weile, und er erzählt mir, wie bei ihm in der Nacht zuvor eingebrochen wurde. Er habe den Einbrecher gestellt und es sei zu einem Handgemenge gekommen. Ob's stimmt, werde ich wohl nie erfahren. Als wir bei ihm zu Hause ankommen, kann er es immer noch kaum glauben, dass ihn jemand mitgenommen hat. Wir wünschen uns alles Gute, und ich fahre in Gedanken weiter.

 

 

Zum Abschluss dieses Blogs nehm ich euch noch mit auf eine Wintertour durch den Schwarzwald. Wir waren jüngst wieder wandern. Inzwischen liegt bei uns in den Höhenlagen Schnee. Und das Vegasgelb des A3 macht sich auch im trüben Dezember wunderschön. Ich hoffe, ihr habt ebenfalls Spaß an der Fernsicht über die Höhen. Schönen ersten Advent!

 

 

 

 

 

 

Rast mit AussichtRast mit Aussicht

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Wed Nov 29 23:10:24 CET 2017    |    Trontir    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: 2.0 TFSI, 8VS Limousine/Cabrio, A3, Astra, Astra-H, Audi, blaue Plakette, Diesel, Euro 6, Fahrverbot, Geschichten von der Straße, NOx, Opel, Partikelfilter, Stickoxide, Umweltprämie

Umweltzone - blaue PlaketteUmweltzone - blaue Plakette Die Antwort auf den Titel könnte so einfach sein: "Weder noch! Sie bringt Geld!" Den Autoherstellern, dem Staat und den Autokäufern (in dem Fall mir). Und da ist was Wahres dran. Aber so einfach will ich es euch und mir nicht machen. Also habe ich nachgeschaut: was bringt das Verschrotten meines alten Autos? Ganz real!

 

Bevor wir loslegen, ein Dankeschön an Goify für seine Frage, aus der dieser Blogartikel entstanden ist! Die lebhafte Diskussion rund um Sinn oder Unsinn der Umweltprämie nach dem letzten Beitrag hat mich auf die Idee gebracht, die Details doch mal zu vergleichen.

 

Also Astra-H gegen A3. 1,9 CDTI Euro-4-Diesel mit Filter gegen 2.0 TFSI Benziner ohne Filter. 120 gegen 190 PS.

 

Die Diskussion rund um mögliche Fahrverbote kocht aktuell ja wieder hoch. Gerade ist die Bezirksregierung in Düsseldorf mit Überlegungen vorgeprescht. Stuttgart und andere Städte dürften folgen. [Ironie an] Gott sei Dank, naht Rettung in Form der Umweltprämie! [/Ironie aus] Doch bringt das wirklich etwas? Wenn ja, wie viel?

 

Ich bin zwar nur ein Beispiel, aber dafür ein reales: ich habe einen Euro-4-Diesel verschrottet und bin auf einen Benziner umgestiegen. Und da größer, schneller, weiter auch für mich reizvoll sind, wurde es kein sparsamer Prius, sondern ein leistungsstarker Benziner. Bringt das trotzdem was?

 

Also hab ich die COC-Papiere von beiden Autos rausgesucht und verglichen:

 

ASTRA 1,9 CDTI

  • CO 0,264 g/km
  • NOx 0,189 g/km
  • HC+NOx 0,214 g/km
  • Partikel 0,001 g/km

 

  • CO2 innerorts 200 g/km (7,4 l/100 km)
  • CO2 außerorts 132 g/km (4,9 l/100 km)
  • CO2 kombiniert 157 g/km (5,8 l/100 km)

 

Wobei ich den offiziellen Spritverbrauch nie geschafft habe. Im Mittel lag der Verbrauch bei 6,6 bis 6,7 l Diesel /100 km. Damit läge der reale CO2-Ausstoß bei ca. 180 g/km.

 

 

A3 2.0 TFSI

(In der COC sind die Werte in mg/km angegeben. Hab ich zum Vergleich umgerechnet.)

 

  • CO 0,2607 g/km
  • THC 0,0427 g/km --> wusste gar nicht, dass Benziner THC ausstoßen - alter Kiffer :D
  • NOx 0,0191 g/km
  • Partikel 0,00042 g/km

 

  • CO2 innerorts 165 g/km (7,2 l/100 km)
  • CO2 außerorts 112 g/km (4,8 l/100 km)
  • CO2 kombiniert 132 g/km (5,7 l/100 km)

 

Wobei ich auch hier bislang die Normverbräuche weit überschritten habe. Im Mittel liegt der Verbrauch aktuell irgendwo bei 8,6 l/100 km. Damit läge der reale CO2-Ausstoß bei ca. 197 g/km.

 

Ergebnisse des Vergleichs:

 

Stickoxid (NOx): Die Unterschiede sind hier sehr deutlich: der Neuwagen ist hier um den Faktor 10 besser und stößt wesentlich weniger NOx aus

Kohlenmonoxid (CO): beide Fahrzeuge sind nahezu gleich - kein Vorteil durch die Umweltprämie

Partikel: der Benziner ohne Filter stößt 42 % der Menge aus, die der Diesel mit DPF ausgestoßen hat. Erstaunlich - das ist noch mal weniger als fast nichts.

 

Audi gibt in der COC sogar die Zahl der Partikel an: 0,21/km. Bedeutet: alle 5 km kommt hinten ein einziger (in Zahlen: 1) Partikel raus. Beim teuflisch "dreckigen" Astra-Diesel waren es gleich 2,5 (wenn man die Partikelmasse zum Vergleich zugrunde legt). Wow!

 

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Edit: Danke, Provaider! Den Hinweis auf den Exponent 12 hab ich tatsächlich übersehen. Dann kann die Aussage so natürlich nicht stehen bleiben. :(

 

CO2: da ist der stärkere Motor trotz Fokus auf Effizienz schlechter und stößt etwa 10 % mehr CO2 aus als der Astra-Diesel (ca. 197 g/km vs. ca. 180 g/km). Wie gut, dass ich anderweitig CO2 einspare ... ;)

 

Zusammengefasst: ja, der Neue stößt trotz mehr Leistung (190 statt 120 PS) gerade bei den Stickoxiden etwa zehnmal weniger aus als der abgewrackte Diesel. Das wird jetzt wohl die Städte trotzdem nicht retten, aber was tut man nicht alles. Ich kann immerhin sagen: mein Auto hat sich stets bemüht! Und nun "Feuer frei" für eine lebhafte (aber bitte sachliche) Diskussion!

 

COC-Papiere für Astra-H. 1,9 CDTICOC-Papiere für Astra-H. 1,9 CDTI COC-Papiere für Audi A3. 2.0 TFSICOC-Papiere für Audi A3. 2.0 TFSI

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