Berlins ungewöhnlichste Taxis: Tesla Model S (2014)
Berlin – Alte Autos ist Martin Doll niemals gefahren. Der Berliner Taxiunternehmer gönnte sich stets schicke Neuwagen oder zumindest junge Gebrauchte. Trotzdem fühlt sich die Verbrenner-Vergangenheit für ihn wie Steinzeit an. Seit gut einem Jahr ist Doll Tesla-Fahrer – und er ist noch immer begeistert von dem Elektroauto aus Amerika. „Einen besseren Arbeitsplatz gibt es nicht“, schwärmt Doll.
Wir treffen uns an einem kalten Wintermorgen. In seiner Limousine ist es mollig warm. „Ist es so angenehm?“, fragt Doll und demonstriert auf dem riesigen 17-Zoll-Touchscreen, wie er die Ledersitze - auch die im Fond - einzeln beheizen kann. Den mehr als 400 PS starken Elektromotor muss man nicht warmfahren. Für ein Taxi eine irrwitzige PS-Zahl. Doll tritt zur Demonstration aufs Gaspedal und ich werde in den Sitz gedrückt. Rennsport-Feeling in einer Droschke, was für eine Beschleunigung! „Mit Porsche oder Ferrari braucht da keiner kommen“, schwärmt Doll. „Die kannste stehen lassen.“
Nun muss man wissen, dass Martin Doll den klassischen Verbrenner liebte. Seit mehr als 20 Jahren fährt der gebürtige Karlsruher in der Hauptstadt Taxi. Für ihn und seine Kollegen stand der konservative Dieselantrieb eigentlich nie zur Diskussion. Sein erstes Taxi war Anfang der 1990er-Jahre ein Mercedes der Baureihe W124, die Limousine fuhr er 500.000 Kilometer. Danach blieb er Daimler treu, und dem Selbstzünder. „Ich habe nur Diesel gefahren. Als Taxifahrer haben wir das damals gar nicht hinterfragt.“
Prius statt OM651
Erst vor ein, zwei Jahren kam der Diesel in Verruf, und Martin Doll begann zu überlegen. Anlass war sein geliebtes 211er Mercedes T-Modell, die letzte Mercedes E-Klasse, die der 55-Jährige fuhr. Acht Jahre war der Wagen inzwischen alt und hatte 350.000 Kilometer auf der Uhr. Doch vom Nachfolgemodell 212 riet ihm seine Werkstatt ab. Steuerketten-Probleme beim Dieselaggregat OM651 führten häufig zu Motorschäden, der Grund seien gebrochene Plastikteile gewesen, so Doll. So lugte der Taxifahrer zum ersten Mal in seiner Karriere zur Konkurrenz - und landete beim Toyota Prius.
„Mich hat immer geärgert, dass Mercedes nie einen Hybrid im Programm hatte“, klagt Martin Doll. Den Taxifahrern habe Daimler jahrelang die Einführung eines Hybrids versprochen, aber gekommen sei er nie. Toyota habe den Prius indes seit 20 Jahren im Programm und damit bewiesen, dass der Wagen zuverlässig sei. Außerdem rechne sich der geringere Verbrauch für Vielfahrer im Taxigewerbe. Also fuhr er den Toyota Prius Probe und war überzeugt.
Aber dann kam ein Angebot von Tesla. Deren Elektrolimousine war Doll interessehalber schon 2014 Probe gefahren. An die Premiere kann er sich noch gut erinnern. „Ich bin damals aus dem Auto ausgestiegen und habe die Welt nicht mehr verstanden. Ich dachte, ich komme aus der Zukunft zurück.“
Das Problem: In der Ausstattung - Dolls Model S ist ein leistungsgesteigerter P85+ mit diversen Extras - kostet der Wagen an die 100.000 Euro. Zu viel Geld für einen Taxifahrer, aber Martin Doll hatte das Glück, an einen spendablen Mäzen zu geraten: an Jochen Wermuth.
Wahlkampf-Taxi auf Leihbasis
Der Finanzmanager verdiente als Banker Millionen, heute investiert er sein Vermögen in Öko-Firmen. Der Tesla, den heute Martin Doll als Taxi nutzt, sollte eigentlich den Berliner Grünen beim Wahlkampf helfen. Davon zeugt noch die Reklame an den Fahrzeugseiten. Doch dann fand Wermuth keinen Taxifahrer, der den Wagen werbewirksam kutschieren wollte. Bis Martin Doll davon hörte. Nun fährt er auf Leihbasis das taxifolierte Wahlkampf-Auto, auch wenn die Wahl längst vorbei ist. Der Kampf für mehr Elektroautos auf den Straßen geht weiter.
Heute nennt sich Doll „Botschafter der eMobilität“, denn er ist längst von den Vorzügen des Elektroantriebs überzeugt. Und vom Autohersteller Tesla. Verspielt wie am ersten Tag wischt der 55-Jährige auf dem riesigen Touchscreen herum, der „Kommandozentrale“ für die meisten Fahrzeugfunktionen. Navigieren lässt sich die Limousine via Echtzeitkarte, darüber hinaus werden live alle verfügbaren Ladesäulen angezeigt, die Tesla zum Re-Charging seiner Fahrzeuge aufgestellt hat.
„Die Zahl wächst stündlich“, sagt Martin Doll. Bereits jetzt könne man in Europa bequem vom Nordkap bis nach Gibraltar beziehungsweise von Holland nach Griechenland reisen. Den Strom, der komplett aus regenarativen Energien stammen soll, bekommen Tesla-Fahrer umsonst. Allerdings gilt das nur für bis Anfang 2017 bestellte Fahrzeuge. Bei Neufahrzeugen geben die Supercharger nur noch eine Art Startguthaben kostenlos ab, die darüber hinaus gehende Nutzung wird berechnet.
Keine Perspektive für Elektro-Taxis?
Immerhin leisten die Supercharger 120 kW. Zum Vergleich: Die „Schnellladestationen“, die die Bundesregierung flächendeckend aufstellen will, kommen auf vergleichsweise spärliche 22 kW.
Überhaupt lässt Taxifahrer Martin Doll an der Bundesregierung und den deutschen Autoherstellern kein gutes Haar. Dass die hiesige Industrie den Elektrotrend „verschlafen“ habe, dieser Mythos sei ein Witz, meint der Berliner. Die deutschen Topmanager mit ihren millionenschweren Jahreseinkommen wüssten sehr wohl, was am Markt gehe. Doch aus Profitgier werde weiterhin an der veralteten Verbrenner-Technologie festgehalten.
Und die Taxifahrer? Könnten nicht mehr von ihnen auf Elektroantrieb umsteigen? Bei wachsender Lade-Infrastruktur wäre das Potenzial enorm, allein in Berlin gibt es 8.000 Taxis. Den Fahrern winke eine beträchtliche Kostenersparnis, meint Martin Doll: Kein Ölwechsel, kaum Bremsenverschleiß sowie eine Spritersparnis von jährlich mehreren tausend Euro.
Trotzdem ist der Tesla-Fahrer skeptisch. „Die Taxi-Branche ist konservativ bis in die Haarspitzen.“ Hinzu kommt: Als Doll sein Tesla-Taxi Mitte 2016 beim Berliner Eichamt vorführte, ahnte er nicht, dass dies vorerst das letzte Tesla-Taxi sein würde. Der Grund: Seit Oktober 2016 gilt eine neue Fassung des deutschen Eichgesetzes. Und die sieht eine nachträgliche Umrüstung zum Taxi nicht mehr vor. Die Autos müssen als Taxi vom Hersteller kommen - was Tesla momentan nicht anbietet, anders als Mercedes, VW oder Toyota. Mit der neuen Fassung des Eichgesetzes wollte der Gesetzgeber Manipulationen, etwa des Taxameters, verhindern.
Auf den selbst ernannten Botschafter der Elektromobilität kommt also noch eine Menge Überzeugungsarbeit zu. Aber Doll leistet sie gerne: „Früher dachte ich, ich hätte Diesel im Blut.“ Heute fließe Strom durch seine Adern.
Technische Daten: Tesla Model S P85+ (2014)
- Motor: Elektromotor
- Leistung: 421 PS (310 kW)
- Antriebsart: Heckantrieb
- 0-100 km/h: 4,2 s
- Drehmoment: 600 Newtonmeter
- Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
- Reichweite: ca. 400 Kilometer
- Leergewicht: 2.100 kg
- Länge: 4,979 m
- Breite: 1,964 m
- Höhe: 1,445 m
- Radstand: 2960, m
*****
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272 Antworten
Das Technologieland Deutschland wehrt sich mit Hand und Fuß gegen die Elektromobilität.
Ich gestehe den Verbrenner zu lieben, nur rein Technisch weiß ich das selbst ein Billiger Brushless Motor einer Drohne meinen Verbrenner in Wirkungsgraden schlägt. Dann hat ein Elektromotor nur 1 Rotierendes Hauptbauteil. Beim Verbrenner sind es viele Zeitlich kritische Rotierende und Oszillierende Bauteile.
Der Verbrenner hat seine Vorteile. Er ist heute Billig zu bekommen (500€ für Räder mit Motor in Fahrbar) und solange eben nix schlimmeres kommt nur Tanken und Fahren.
Nun, der Tesla hat bestenfalls 2 E-Motoren, Drehstrom. Die Umrichter halten Lang, die Motoren auch. Es ist einfach bedeutend weniger was Katastrophal Enden kann (kein Zahnriemen/Kette, ZKD, Turbo etc.).
Die Akkus können lange halten (man sehe sich Björn Neyland auf Youtube an), auch sind lange Strecken so gesehen kein Problem. Auf Pinkeln und auf Rasten muss man eh, und wenn man da dann einfach den Karren an den SC hängt lädt der auf während man Futtert und sich erleichtert. Vorteil: Wenn man im Sommer Vorkühlen will, geht es im Tesla, da die AC ja auch elektrisch läuft. Kann man sich mit dem Verbrennern reiben. Ebenso hat der Verbrenner keinen "Camper Mode" wenn man im Auto schlafen muss.
Dann hat Strom den Vorteil: Wird im Kraftwerk von Mechanischer Leistung in elektrische Leistung einmal umgewandelt und bleibt dann elektrisch bis in den Elektromotor im Auto. Der restliche Weg dazwischen bleibt Strom "Strom", Wandlungsverluste gibt es, aber Trafos arbeiten extrem Effizient.
Benzin wird aber zuerst als Rohöl gefördert (Energie geht Flöten), dann zur Raffinerie Transportiert (wieder Energie verbraten), dann Raffiniert (noch mehr Energie verblasen), dann zur Tankstelle geliefert (wieder mal Energie verpufft) und im Auto wird es dann bei 30-35% Verbrannt. Der gesamte Wirkungsgrad ist dabei so mies, wollen wir garnicht ausrechnen, macht nur AUA. Und die Produktion der Batterie setze ich mit weniger "Dreck" an als wie der Guss der Motoren/Bauteile und des Treibstoffes. Seltene Erden brauchen Verbrenner auch, zwar nicht so viele, nur kann man auch das "Defekte" Akkupack noch als Netzstrompuffer verwenden bis es Endgültig Toast ist. Einen defekten Motorblock kann man nur einschmelzen oder als Tisch verwenden. Oder man stellt viele Powerbanks aus dem alten Pack her...
Wo es dann Lustig werden wird (abseits der Steuern die dem Staat durch die Lappen gehen), ohne Smart Grid wird es kaum möglich sein das unser Stromnetz stabil bleibt. E-Autos haben eine unheimlich große elektrische Anschlussleistung wenn man diese einigermaßen fix Laden will. Ich erachte alles ab 50-60kW als Schnelladen, 22kW ist eher was für EV's mit kleinen Akkus. Aber allein ein SC-Center mit 20 Plätzen (bei Doppelbelegung einer Säule 150kW auf Beide Teslas aufgeteilt) sind es 1.5MW Anschlussleistung. Wenn ich mir denke wie viele EV's es mal werden sollen, dann würde ich anfangen Unser Stromnetz mal zügig auszubauen.
100%EE werden nicht gehen, da sollte man sich mal die Lasten und die Leistungskurven der PV Anlagen ansehen, Windkraft ist kaum Planbar, ebenso ist die EE in der Stromnetzplanung schwer zu berücksichtigen. Ich denke die gute alte Kohle werden wir länger am Hals haben als man will.
Trotzdem würde ich sofort und ohne Murren auf den Tesla wechseln, da diese einfach wirklich gute Fahrzeuge sind und auch gerade im Stadtverkehr punkten, auch spart die Rekuperation wirksam Bremsen, weil mit 60kW max. Abbremsung bremst es sich doch Ordentlich. Auch soll die "Gasannahme" der Tesla ohnesgleichen sein.
Auch sind die Tesla komplette Neukonstrukte, da gab es keine Vorgängermodelle oder Baureihen die schon 20 Jahre bestehen und auf deren Erfahrung man bauen kann. Tesla ist noch Blutjung im Autobusiness. Und wenn da dann mal die Spaltmaße nicht stimmen oder die Software buggt, meine Fresse, passiert woanders auch. Wenn ich bei den deutschen Herstellern anfangen will die Fehler aufzuzählen schreibe ich morgen immernoch.
Wer neues wagt muss viel Ausgeben. Machen die deutschen Hersteller ja auch, nur wird da lieber immer mehr Mühe aufgewendet die Marge aufzubessern. Der neue A8 ist für mich keine großartige Innovation, die paar Touchscreens kann ich mir in meinem E39 auch hinklatschen. Touchscreens sind billiger als Tasten und Knöpfe. Zum Tesla passt der Screen, aber in nem VW wäre sowas einfach fehl.
Auch haben die US Fahrzeuge MASSIV aufgeholt was Verarbeitung angeht, BITTE Probesitzen. Zudem waren in den 50ern und 60ern die Amischlitten die Luxusliner. Zum Thema Leder, da brauchen gerade die Deutschen "möchtegern" Premiumhersteller ihre Klappe halten, die sehen nach 20-30tkm schon Siffig aus.
Ich finde die E-Mobilität ist die Zukunft, wenn nur irgendwann die Akkus wirklich sich sehr schnell Laden lassen oder mal in Etwa die Kapazität äquivalent eines 60L Benzintanks fassen ist denen der Durchbruch gewiss.
Zitat:
@Dr.DOHC schrieb am 12. Februar 2018 um 22:54:06 Uhr:
Das Technologieland Deutschland wehrt sich mit Hand und Fuß gegen die Elektromobilität.
Ich gestehe den Verbrenner zu lieben, nur rein Technisch weiß ich das selbst ein Billiger Brushless Motor einer Drohne meinen Verbrenner in Wirkungsgraden schlägt. Dann hat ein Elektromotor nur 1 Rotierendes Hauptbauteil. Beim Verbrenner sind es viele Zeitlich kritische Rotierende und Oszillierende Bauteile.
Der Verbrenner hat seine Vorteile. Er ist heute Billig zu bekommen (500€ für Räder mit Motor in Fahrbar) und solange eben nix schlimmeres kommt nur Tanken und Fahren.
Nun, der Tesla hat bestenfalls 2 E-Motoren, Drehstrom. Die Umrichter halten Lang, die Motoren auch. Es ist einfach bedeutend weniger was Katastrophal Enden kann (kein Zahnriemen/Kette, ZKD, Turbo etc.).
Die Akkus können lange halten (man sehe sich Björn Neyland auf Youtube an), auch sind lange Strecken so gesehen kein Problem. Auf Pinkeln und auf Rasten muss man eh, und wenn man da dann einfach den Karren an den SC hängt lädt der auf während man Futtert und sich erleichtert. Vorteil: Wenn man im Sommer Vorkühlen will, geht es im Tesla, da die AC ja auch elektrisch läuft. Kann man sich mit dem Verbrennern reiben. Ebenso hat der Verbrenner keinen "Camper Mode" wenn man im Auto schlafen muss.
Dann hat Strom den Vorteil: Wird im Kraftwerk von Mechanischer Leistung in elektrische Leistung einmal umgewandelt und bleibt dann elektrisch bis in den Elektromotor im Auto. Der restliche Weg dazwischen bleibt Strom "Strom", Wandlungsverluste gibt es, aber Trafos arbeiten extrem Effizient.
Benzin wird aber zuerst als Rohöl gefördert (Energie geht Flöten), dann zur Raffinerie Transportiert (wieder Energie verbraten), dann Raffiniert (noch mehr Energie verblasen), dann zur Tankstelle geliefert (wieder mal Energie verpufft) und im Auto wird es dann bei 30-35% Verbrannt. Der gesamte Wirkungsgrad ist dabei so mies, wollen wir garnicht ausrechnen, macht nur AUA. Und die Produktion der Batterie setze ich mit weniger "Dreck" an als wie der Guss der Motoren/Bauteile und des Treibstoffes. Seltene Erden brauchen Verbrenner auch, zwar nicht so viele, nur kann man auch das "Defekte" Akkupack noch als Netzstrompuffer verwenden bis es Endgültig Toast ist. Einen defekten Motorblock kann man nur einschmelzen oder als Tisch verwenden. Oder man stellt viele Powerbanks aus dem alten Pack her...
Wo es dann Lustig werden wird (abseits der Steuern die dem Staat durch die Lappen gehen), ohne Smart Grid wird es kaum möglich sein das unser Stromnetz stabil bleibt. E-Autos haben eine unheimlich große elektrische Anschlussleistung wenn man diese einigermaßen fix Laden will. Ich erachte alles ab 50-60kW als Schnelladen, 22kW ist eher was für EV's mit kleinen Akkus. Aber allein ein SC-Center mit 20 Plätzen (bei Doppelbelegung einer Säule 150kW auf Beide Teslas aufgeteilt) sind es 1.5MW Anschlussleistung. Wenn ich mir denke wie viele EV's es mal werden sollen, dann würde ich anfangen Unser Stromnetz mal zügig auszubauen.
100%EE werden nicht gehen, da sollte man sich mal die Lasten und die Leistungskurven der PV Anlagen ansehen, Windkraft ist kaum Planbar, ebenso ist die EE in der Stromnetzplanung schwer zu berücksichtigen. Ich denke die gute alte Kohle werden wir länger am Hals haben als man will.
Trotzdem würde ich sofort und ohne Murren auf den Tesla wechseln, da diese einfach wirklich gute Fahrzeuge sind und auch gerade im Stadtverkehr punkten, auch spart die Rekuperation wirksam Bremsen, weil mit 60kW max. Abbremsung bremst es sich doch Ordentlich. Auch soll die "Gasannahme" der Tesla ohnesgleichen sein.
Auch sind die Tesla komplette Neukonstrukte, da gab es keine Vorgängermodelle oder Baureihen die schon 20 Jahre bestehen und auf deren Erfahrung man bauen kann. Tesla ist noch Blutjung im Autobusiness. Und wenn da dann mal die Spaltmaße nicht stimmen oder die Software buggt, meine Fresse, passiert woanders auch. Wenn ich bei den deutschen Herstellern anfangen will die Fehler aufzuzählen schreibe ich morgen immernoch.
Wer neues wagt muss viel Ausgeben. Machen die deutschen Hersteller ja auch, nur wird da lieber immer mehr Mühe aufgewendet die Marge aufzubessern. Der neue A8 ist für mich keine großartige Innovation, die paar Touchscreens kann ich mir in meinem E39 auch hinklatschen. Touchscreens sind billiger als Tasten und Knöpfe. Zum Tesla passt der Screen, aber in nem VW wäre sowas einfach fehl.
Auch haben die US Fahrzeuge MASSIV aufgeholt was Verarbeitung angeht, BITTE Probesitzen. Zudem waren in den 50ern und 60ern die Amischlitten die Luxusliner. Zum Thema Leder, da brauchen gerade die Deutschen "möchtegern" Premiumhersteller ihre Klappe halten, die sehen nach 20-30tkm schon Siffig aus.
Ich finde die E-Mobilität ist die Zukunft, wenn nur irgendwann die Akkus wirklich sich sehr schnell Laden lassen oder mal in Etwa die Kapazität äquivalent eines 60L Benzintanks fassen ist denen der Durchbruch gewiss.
dieser Text könnte von mir stammen ...
Ich dachte anfangs auch es muss ein Verbrenner sein ...
mein letzter X3 ein Diesel mit 3 Liter Motor und 285 PS Bj 12/2010 hat nur Euro 4 ...
Zukunft ungewiss habe von einem Händler ein Super Angebot bekommen ... 5000 Euro ... Verschrotungsprämie ... Marktwert laut Dekra 18.000 Euro (vor der Verarsche mit Diesel)
ich behalte den ollen Diesel ! ja ich hatte einen Tesla S der war wirklich schlecht ... im Vergleich zum jetzigen Modell X
was hat mich bewogen ein E Auto zu Kaufen ??? zum einen die Tankstellen von uns aus zur nahegelegenen 15 Km ... also 30 Km nur zum Tanken ...
wir hatten eine Solaranlage zur Eigenverbrauch der Überschuss sollte ins Stromnetz eingespeist werden, doch was ist ... Nichts wird eingespeist ... Überkapazitäten ... selbst Windkraftanlagen werden abgeschaltet ... unsere Heizung hatten wir nach Überlegungen auf Wärmepumpe umgestellt Heizungsanlage hatte nicht mehr der Umweltvorgabe entsprochen ... Heizöltank 15.000 Liter hatte schon 30 Jahre hinter sich müsste überprüft werden ... Dach müsste Saniert werden Ziegeln teilweise nicht in Ordnung ... wenn neue Heizung dann ein neuer Kamin ...
also Wärmepumpe, Kamin weg soweit es vertretbar ist (unter Dach kann bleiben, Rest weg) Tank Raum braucht man nicht mehr, also Hobbyraum neu ! dann die Vielen Kurzstrecken ... nicht gut für den Motor ... also Umschau nach einem E Automobil mit einigermaßen Reichweite von mindestens 200 Km (Echte Km) Ladesäulen möglichst an der BAB ... Probefahrt mit einem Tesla ... Reichweite sehr gut ... Ausstattung auch Super ... Ladestellen auch vorhanden ... aber der Preis ...
andere Hersteller oh Reichweite ... und und und ...
dann die Überlegung weg von dem Verbrennungsgeschichte also alles gemacht was man braucht und Tankstelle jetzt zu Hause
da ich ja gerne Kaffee Trinke habe ich jetzt auch Zeit dafür ... beim Laden ... beim Pause machen ...
ich kann wirklich sagen Tesla hat seine Hausaufgaben wirklich gründlich gemacht ...
nicht so wie was war zuerst da Huhn oder das Ei ... E Autos oder Ladestationen ...
was machen unsere EU Autofabriken ??? aussitzen ? abwarten ? oder wie die Baustelle BER ?
Ich muss immer an die Schweizer denken ... Da haben die doch über Nacht ein Tunnel Gebaut (nach Deutscher Vorstellung) Deutschland hat beschlossen die Planung für einen Deutschen Anschluss an diesen Tunnel für das Jahr 2025 zu Planen ...
Ich könnte Kot... über diese Bürokratie
Zitat:
Ich tippe darauf, daß das durch das Fahrzeug elektronisch permanent gemacht (bei jedem Laden). Einzug monatlich oder sofort per Lastschrift, wie bei der KFZ-Steuer. Mit der Pflicht zu eCall hat nämlich jedes Auto die dazu notwendige zusätzliche Hardware (GSM (bzw. UMTS/LTE) Modem) bereits an Bord.
Das ist alles viel zu sinnvoll. So wie man unsere Cheffe kennt, wird einfach die KFZ-Steuer exorbitant hoch, damit die Karre auch im Stehen ordentlich Geld kostet und man überhaupt keinen Grund hat, mal die Bahn zu benutzen

.
Zitat:
Der Mensch ist das einzige Lebewesen auf diesem Planeten, welches mehr Ressourcen verbraucht, als es zum Leben benötig
Das ist nicht korrekt. Ein Bakterienrasen killt sich immer selber dadurch, dass er alle Nahrung aufbraucht und sich mit den Abfallstoffen vergiftet, wenn er nicht "unendlich" Platz hat. Dazu vermehrt er sich auch noch exponenziell und denkt bei ner halbvollen Petrischale vermutlich, er könnte ewig weiter machen. 2 Teilungen später sind alle hin

.
Katzen und Hunde töten auch mehr Tiere als sie fressen, mal als Beispiel von höheren Wesen.
Und nein, trotz aller Ruhrpottschamanenromantik haben auch die Indianer nicht alles vom Bison gegessen

.
Bei uns in der Stadt fährt auch ein Tesla S als Teilzeit Taxi rum. Scheint auch ziemlich beliebt zu sein, da man es ständig voll besetzt sieht.
Ähnliche Themen
Mein Diesel schafft so um die 1000km mit dem 70l Tank, und das fast immer im Stadtverkehr, auf längeren Strecken (AB) kannst dann nochmal 200-300km dazu addieren

Zitat:
@FWebe schrieb am 12. Februar 2018 um 15:29:12 Uhr:
Die Leistungsdaten im Artikel stimmen nicht. 69 kW wäre die richtige Angabe.
Darüber hinaus bieten Elektrofahrzeuge in vielen Einsatzbereichen Vorteile, allen voran im Stadtverkehr, der Kompromiss bei zusätzlich weiteren Strecken dürfte wohl weiterhin beim Hybriden liegen, während der Diesel eigentlich nur auf längeren Strecken wirklich interessant ist.
Zitat:
@fs620 schrieb am 13. Februar 2018 um 01:25:01 Uhr:
Mein Diesel schafft so um die 1000km mit dem 70l Tank, und das fast immer im Stadtverkehr, auf längeren Strecken (AB) kannst dann nochmal 200-300km dazu addieren
Und? Einfache Frage, wie gut funktioniert deine Abgasreinigigung aktuell?
Ich finde es schon interessant, hier geht's um ein E-Taxi und es wird von 9 Seiten ungefähr 6 Seiten lange auf der Verarbeitung rumgeritten, obwohl keiner weis wieviel km der Wagen drauf hat. Abgesehen davon finde ich den deutschen Verarbeitungsfetisch mehr als lächerlich, denn mit der Gründlichkeit ist's vorbei, sobald man das Teil nicht mehr betatschen oder sehen kann. Mein Subaru ist da in vielerlei Hinsicht unter dem Blechkleid intelligenter und praktischer aufgebaut als die meisten Premiumkarossen.
Auf der Verarbeitung (die ich nicht so schlecht finde) rumreiten hat so irgendwie den faden Beigeschmack, als würde man auf der Rechtschreibung des Vorposters rumreiten. Das tut man nur, wenn einem die Argumente ausgehen. Und offenbar hat der Taxler, bei dem Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, schnelles Tanken etc. zählt mit dem Tesla kein wirkliches Problem.
Grüße,
Zeph
Zitat:
@Zephyroth schrieb am 13. Februar 2018 um 08:26:35 Uhr:
Und offenbar hat der Taxler, bei dem Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, schnelles Tanken etc. zählt mit dem Tesla kein wirkliches Problem.
Grüße,
Zeph
Offenbar? Woher nimmst du dieses "offenbar"? Genau darüber kann man in dem Artikel nämlich nichts lesen. Man findet nichts zur Wirtschaftlichkeit und nichts, was den Tesla als Taxi besser macht, als die üblichen Verdächtigen. Dieser Artikel bietet nicht den allergeringsten Mehrwert; außer den Blick auf völlig verranzte Sitze.
P.S.: wenn ich in der Überschrift
Zitat:
Warum ein Diesel-Fan auf Tesla umstieg
lese und im Text die einzige Antwort darauf "das Auto gabs quasi geschenkt" ist, frage ich mich, welcher Trigger da bedient werden soll.
Zitat:
@FWebe schrieb am 12. Februar 2018 um 15:51:08 Uhr:
Zitat:
@jennss schrieb am 12. Februar 2018 um 15:15:24 Uhr:
Aber wie schafft es Tesla ohne Getriebe bis 250 km/h? Das schafft kein deutscher Hersteller bisher, oder? Der BMW i8 hat ein Zweiganggetriebe am E-Motor.
j.
Indem der Motor so viel Drehmoment liefert, dass man ihn sehr lang übersetzen kann.
Stell dir zum Vergleich einen Verbrenner vor, den du im letzten Gang anfährst und so bis zur Vmax durchziehst. Das Problem hierbei ist die benötigte Mindestdrehzahl, die es beim Elektromotor nicht gibt.
Toyota übersetzt z.B. einige HSD auch mit zwei Stufen, da der Elektromotor für eine längere Übersetzung zu schwach ist und bei der verwendeten quasi in den Begrenzer geht, wenn man entsprechend schnell fährt.
OT
Meines Wissens ist der Traktionsmotor MG2 beim HSD fest über ein Differential mit den Vorderädern verbunden. Anders ist das beim MG1, der mit dem Sonnenrad des Getriebes verbunden ist. Die Drehzahl von MG1 begrenzt die Höchstgeschwindigkeit, so daß ab Prius3 MG1 über ein weiteres Planetengetriebe länger übersetzt wird.
Zitat:
Den Fahrern winke eine beträchtliche Kostenersparnis, meint Martin Doll: Kein Ölwechsel, kaum Bremsenverschleiß sowie eine Spritersparnis von jährlich mehreren tausend Euro.
Von da, zum Beispiel.
Wenn man genau schaut, sieht man eine Fake-Schnalle im Gurtschloss. Scheint so, als würde ein Taxifahrer öfter ein und aussteigen als der Normalbürger, was den Zustand der Sitze (wobei ich mich wirklich frage, wo die verranzt sind) vielleicht etwas erklärt. Weder ist das Leder abgenutzt noch gerissen, lediglich etwas verknittert, was ich von anderen Autos auch kenne (es sei denn sie setzen auf Kunstleder).
Grüße,
Zeph
Zitat:
@Eike.Immendorf schrieb am 13. Februar 2018 um 08:37:09 Uhr:
außer den Blick auf völlig verranzte Sitze.
Du untertreibst völlig. Die Sitze haben gerade mal 5.000 km gesehen und hängen geradezu in Fetzen und der Schaumstoff bröselt überall raus. Nennen wir die Teile Klappstühle und nicht mehr Sitze. Ach was, das sind eigentlich sogar nur noch alte Angler-Hocker, wo zwei von drei Beinen fehlen!
Zitat:
@Goify schrieb am 13. Februar 2018 um 08:42:18 Uhr:
Zitat:
@Eike.Immendorf schrieb am 13. Februar 2018 um 08:37:09 Uhr:
außer den Blick auf völlig verranzte Sitze.
Du untertreibst völlig. Die Sitze haben gerade mal 5.000 km gesehen und hängen geradezu in Fetzen und der Schaumstoff bröselt überall raus. Nennen wir die Teile Klappstühle und nicht mehr Sitze. Ach was, das sind eigentlich sogar nur noch alte Angler-Hocker, wo zwei von drei Beinen fehlen!
Und auf den ersten Teil meiner Kritik möchtest du lieber nicht eingehen? Nur auf diesen Blödsinn?