Winterfähigkeiten XC90 AWD wirklich so bescheiden?

Volvo XC90 2 (L)

In der Volvogruppe bei Fazzebuck bin ich auf dieses Video gestossen, dass mich offengestanden entsetzt hat:
https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=rANLQIdRbl4

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Er hat doch das Problem selbst erkannt, aber nicht die richtigen Schlüsse draußen gezogen. Motor hat komplett runtergeregelt. Klar dass dann nichts mehr geht. ESP sport rein und alles ist gut.

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Also ich will das jetzt mal glauben wie es beschrieben wurde. Dann ist wie schon mehrfach gesagt wurde etwas defekt.
Ein XC ist kein Geländefahrzeug. Genauso wenig wie eine Kuh oder ein X. Diese sind ganz normale Allradler wie ein V60 AWD oder ein A4 Quattro. Ob Haldex oder Torsen oder was auch immer für ein Allrad spielt in so einer Klasse Auto keine Rolle da sind die Reifen sehr viel früher ein Faktor.

Nochmals zum zeigen wie gut das System funktioniert: http://www.auto-motor-und-sport.de/.../...m-traktionstest-3337851.html

Wenn jetzt ein XC schlechter ist als ein normaler V60, dann liegt das an den überbreiten Walzen, welche im Winter nicht an "vernünftige" Reifendimensionen für Winterbereifung heran kommen.

Auf dem Bild kommt jeder Front- oder gar Hecktriebler locker raus. Da braucht es keinen AWD.

Dass bei schwierigen Bedingungen die Traktionskontrolle ausgeschaltet werden sollte, steht im Handbuch und ist bei anderen Herstellern nicht anders. Handbuch lesen ist aber bei Autofahrern heute nicht sonderlich verbreitet. Ihre fahrenden Computer verstehen so manche nicht.

Gruss
Hobbes

... der auch in der Schweiz mit FWD noch nirgends stecken geblieben ist.

Das mit den "vernünftigen Reifenbreiten" wurde gerade vor wenigen Wochen in Tests widerlegt. Mehr Auflagefläche, mehr Gripp im Schnee.
Einzig im Aquaplaning haben die Asphalttrennscheiben noch Vorteile.

War mir auch neu, genau wie die Ergebnisse, dass einige Winterreifen inzwischen im Nassbremsverhalten am Sommerreifen oder Ganzjahresreifen herankommen.

Zitat:

@stelen schrieb am 23. Januar 2017 um 09:53:00 Uhr:


Da hast Du vom Prinzip her recht, aber:

Der ML braucht keinen Schlupf um eine Haldex zu aktivieren, da er halt einen richtigen Allrad hat.

Der X164 unseres schweizer Lästereres ist ein GL, der hat immer Sperren in Serie.

Haldex 5 braucht keine Schlupf, die elektrische Pumpe wird im Stand angesteuert, damit beim Anfahren immer der Allrad da ist.
Ich war gerade eine Tag an einem Volvo Winterfahrtrainig, da standen alles AWD's vom V40CC bis XC90 zur Verfügung, total 20 Fahrzeuge. Mit jedem liess sich in allen Situation mit enormem Vortrieb beschleunigen und bei ESC wunderbar quer Fahren.
Mit den XC90 waren wir in einer Kiesgrube, wo unterschiedlich steile, schneebedeckte und gewalzte Rampen befahren werden konnten, die steilste 45° bergab, welche zur Überprüfung der Eignung vom Instruktor einmalig rückwärts bergauf erklommen wurde. Bergab wurden wir von Aussen angeleitet, wo wir den XC90 genau positionieren und auf der Bremse so langsam wie irgendwie möglich über die Klippe manövrieren mussten, um dann im Moment des beginnenden Rutschens die Bremse zu lösen, so das sich die 2.1 Tonnen gerade halten und weiter unten von der Bergabfahrhilfe abgebremst wird.
Die S/V90 haben sich in der Ebene und teils deutlich zerfahrener Schneedecke sehr dynamisch und präzise fahren lassen, nach ein paar Runden über den Parcours haben die hinteren Räder entsprechend viel Schnee "gefangen" und die Seitenscheiben waren voller Schnee.
Von irgendwelchem Traktionsproblemen kann definitiv nicht die Rede sein!

Img-3274

Zitat:

@TomOldi schrieb am 23. Jan. 2017 um 22:38:21 Uhr:


Von irgendwelchem Traktionsproblemen kann definitiv nicht die Rede sein!

Mein Reden! Danke für den sehr fundierten Erfahrungsbericht.

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So kenne ich es eigentlich auch (vielleicht nicht ganz so extrem) bis auf dem Moment am Sonntag.
Naja Termin beim freundlichen ist am Donnerstag. Der Meister hatte am Telefon aber schon anhand der Schilderung gemutmaßt das irgendwas nicht stimmen kann. Die Hinterräder hätten auf jedenfall eine Reaktion zeigen müssen. Mal sehen. Wenn ich halt hin muss kommen die neuen Updates und PA II auch drauf.
Ich werde berichten.
Grüße

Wichtig ist auch das Gewicht des Autos. Die letzten Wochen bin ich bei ca. 30cm Schnee mit "falschem" Allrad im Bora mit alten Winterreifen weiter gekommen als mit "echtem" im A8. Natürlich nur bei sinnlosem fahren auf nicht geräumten Nebenstraßen....😉

Hallo
Auto ist vom freundlichen zurück.
Allrad hat wohl eine Fehlermeldung hinterlassen. Da er aber zur Zeit ohne Probleme geht ist man ratlos und kann die Auslösung des Versagens nicht reproduzieren (na super).
Man will eine Bericht wegen Allrad und Start/Stop an Volvo schreiben. Start Stop haben sie auch wie bei vielen nicht zum laufen bekommen. Das Total Upgrade und PAII sind nun auch drauf. PAII machte auf den wenigen Kilometern die ich nun gefahren bin, eine gute Figur. Total Upgrade mal abwarten.
Was mir aber Kummer macht ist jetzt der Allrad, man wird jetzt immer mit einem schlechten Gefühl unterwegs sein.
Ich werde wohl dann wenn es soweit ist eine Garantieverlängerungen abschließen.
Grüße
Buki

Hallo zusammen,

meinen T6 habe ich erst seit ein paar Wochen – ist mein erster Volvo.
Seit 25 Jahren fahre ich ausschließlich Allrad – alles Subaru (Legacy, Outback und zuletzt Tribeca).
In meiner bergigen und meist schneereichen Gegend möchte ich die Allräder nicht mehr missen.
Da hier im Moment unendlich viel Schnee liegt, kann man den Allrad so richtig testen. Habe ich auch getan, und zwar im direkten Vergleich zu meinem Tribeca der OHL. Mal abgesehen von minimalen Unterschieden aufgrund unterschiedlicher Bereifung, sind die Traktion und das Fahrverhalten abseits der normalen Straßen nahezu identisch.
Ich mache keine wirklichen Experimente mit meinen Fahrzeugen (dafür ist das Ganze dann doch zu teuer), aber herauszufinden, was im "Ernstfall" geht, möchte ich schon. Also wie verhält sich das Fahrzeug unter den gegebenen Bedingungen abhängig von meinen Tun.

So komme ich nun zu meinem "Problem" auf normalen, aber glatten Straßen:
Fahre ich normal, den glatten Straßenbedingungen angepasst, ist alles schick. Egal ob bergauf, bergab, mit oder ohne Kurven. Der XC90 macht sein Ding.
Wenn ich es jetzt in einer Kurve (gerne auch mal eine mit 180 Grad) absichtlich etwas übertreibe und mehr Gas gebe, als zum "normalen" Durchfahren sinnvoll ist, reagiert der XC90 erst einmal mit Untersteuern und manövriert mich bedenklich nah über die Vorderräder in Richtung Straßenrand. Das ESP greift dann zwar irgendwann ein, aber dieses Fahrverhalten (anfängliches Untersteuern) würde ich mal als unschön bezeichnen.

Ist dieses Verhalten so normal und gewollt, oder mache ich hier etwas verkehrt.

Gruß aus Thüringen
Axel

Beim Haldex-Fahren musst Du etwas früher (vor dem Einlenken) Schlupf auf die Vorderräder bringen, damit er die Kraft nach hinten bringt.

Gehst Du erst in der Kurve aufs Gas verhält er sich erst wie jeder Frontler, schiebt also über die Vorderachse. Wird dann das Heck aktiviert, schiebt er erstmal noch schlimmer. Einfacher ist es eher langsam in de Kurve einzufahren und dann am Scheitelpunkt mit dem Öffnen der Lenkung aufs Gas zu steigen

Die Auslegung von Volvos ESP ist sehr defensiv und auf Untersteuern ausgelegt - ganz bewusst, denn ein Frontalcrash ist immer sicherer als ein Ausbruch des Hecks. Jeder Hersteller hat da seine eigenen Auslegungen, mein direkter Vergleich Range Rover Sport vs. XC90 (damals noch I) zeigt das sehr deutlich - den XC90 bekommst du auf Schneeflächen quasi gar nicht zum Heckausbruch.

Es ist also alles richtig so. 🙂

OK, nennen wir das Ganze mal Haldex-Effekt.
Ein professioneller Rallyefahrer kann damit sicherlich gut umgehen, das Fahrzeug vor der Kurve "querzustellen". Im normalen Straßenverkehr, wo die Straße nicht nur mir gehört, kann es dann verdammt eng werden. Es geht mir letztendlich auch nicht um Driften auf öffentlichen Straßen, sondern mehr um den Sicherheitsaspekt. Ich nenn das Mal passive Sicherheit durch das Fahrzeug.
Einem Normalo wie mir, sollte die moderne Technik zumindest nicht noch in den Rücken fallen, wenn ich einen Fehler mache. OK, Vollgas in der Kurve ist kein Fehler, sondern Dummheit.
Ich kenne das von Subaru anders. Hier gibt es einen weniger "intelligenten" Allrad mit leichter Tendenz zum Übersteuern. Der lässt sich in obiger Situation deutlich besser beherrschen, weil das Fahrzeug nicht innerhalb von Zentelsekunden seine Allradeigenschaften ändert.
Das ist jetzt keine Kritik am XC90, sondern nur ungewohnt.
Meinen Fahrstil muss ich halt unter solchen Bedingungen etwas umstellen.

Zitat:

@gseum schrieb am 29. Januar 2017 um 01:16:46 Uhr:


Die Auslegung von Volvos ESP ist sehr defensiv und auf Untersteuern ausgelegt - ganz bewusst, denn ein Frontalcrash ist immer sicherer als ein Ausbruch des Hecks. Jeder Hersteller hat da seine eigenen Auslegungen, mein direkter Vergleich Range Rover Sport vs. XC90 (damals noch I) zeigt das sehr deutlich - den XC90 bekommst du auf Schneeflächen quasi gar nicht zum Heckausbruch.

Es ist also alles richtig so. 🙂

Mit ausgeschaltetem ESP (also ESP-Sportmodus) und genügend großer Fläche geht das. Hab es heute getestet. Allerdings bei einen abgesteckten Slalomparkour hätte kein Kegel überlebt.

Zitat:

@XC99 schrieb am 29. Januar 2017 um 01:46:31 Uhr:


Im normalen Straßenverkehr, wo die Straße nicht nur mir gehört, kann es dann verdammt eng werden. Es geht mir letztendlich auch nicht um Driften auf öffentlichen Straßen, sondern mehr um den Sicherheitsaspekt. Ich nenn das Mal passive Sicherheit durch das Fahrzeug.
Einem Normalo wie mir, sollte die moderne Technik zumindest nicht noch in den Rücken fallen, wenn ich einen Fehler mache.

Du siehst das falsch: Die Reaktion "Untersteuern" ist immer die sicherere Variante. Wenn du in einer Kurve Haftung verlierst und der Wagen übersteuert, dann schleuderst du mit der ungeschützten Seite gegen Hindernisse (Verkehr, Umgebung, Baum). Beim Untersteuern geht das Auto mit der Front voraus aus der Kurve und du hast die volle gesicherte Knautschzone.

Der weitere Punkt ist: Die Heckachse ist bei jedem Fahrzeug die Führungsachse. Verliert diese den Halt, ist es schwerer möglich, das Fahrzeug wieder spurstabil zu bekommen - auch deshalb ist bei eigentlich allen Autos das ESP-Regelverhalten vorrangig auf Untersteuern ausgelegt. Testen kann man das im Verkehrsübungsplatz in der rutschigen Kreisbahn. Du wirst heute kaum noch moderne Autos finden, die da bei funktionierender Regelung mit dem Heck aus dem Kreis schleudern. Es sei denn, du provozierst es.

Eine Rolle spielt auch die Kraftverteilung zwischen den Achsen. Der Allrad des Volvos ist im Normalfall erst mal quasi als Fronttriebler ausgelegt, die Haldex verteilt da m.W.n. 95% nach vorne und gibt bei bedarf bis zu 50% nach hinten. Der Allrad des Subaru beim Schalter verteilt nach meinen Infos 50%/50% - die Automatikvarianten allerdings auch erst frontlastig...

Das alles einfach nur als Hintergrund für die Umgewöhnung des Popometers und des daran gekoppelten Gasfußes. 😉

Die Zeiten des defensiv angestimmten ESP (ESC) sind bei Volvo vorbei. Gerade die 90er sind sehr neutral ausgelegt und eine Regelung erfolgt spät und und kürzer als zu früheren Zeiten.
Der lange Radstand und die aktiv gesteuerte Haldex V sind dabei selbstverständlich nicht von Nachteil.
Ein Zuschalten des AWD muss nicht erst mit Schlupf an der Vorderachse abgewartet werden, sobald entsprechende Fahrwerte erfasst werden, wird die elektrische Pumpe angesteuert und die gewünschte Kraft liegt bereits an der Hinterachse an, bevor die Vorderachse Schlupf haben muss. So funktioniert das auch beim Anfahren mit etwas mehr Gas oder mehr Lenkwinkel ect.
Was mit keiner Elektronik wegzudiskutieren ist, ist das Gewicht und das gilt für alle Fahrzeuge, nicht nur den XC90.
Ein Triibrca wird zwischen 1881 und 1908 kg angegeben, der XC90 2052 und 2350 kg. Diese mehr an Masse erzeugt in der Kurve höhere Fliehkräfte, was bei entsprechend schlechter Haftung deutlich zu spüren ist.

Zitat:

@gseum schrieb am 29. Januar 2017 um 01:16:46 Uhr:


Die Auslegung von Volvos ESP ist sehr defensiv und auf Untersteuern ausgelegt - ganz bewusst, denn ein Frontalcrash ist immer sicherer als ein Ausbruch des Hecks. Jeder Hersteller hat da seine eigenen Auslegungen, mein direkter Vergleich Range Rover Sport vs. XC90 (damals noch I) zeigt das sehr deutlich - den XC90 bekommst du auf Schneeflächen quasi gar nicht zum Heckausbruch.

Es ist also alles richtig so. 🙂

Stimmt nicht! Im Gegenteil, der XC90 ist sogar deutlich hecklastiger ausgelegt, als der XC60. Zunächst schiebt er über die Vorderräder, wenn die Schlupf bekommen, geht sehr viel Kraft nach hinten und dann gehts richtig quer.

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