Winterfähigkeiten XC90 AWD wirklich so bescheiden?
In der Volvogruppe bei Fazzebuck bin ich auf dieses Video gestossen, dass mich offengestanden entsetzt hat:
https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=rANLQIdRbl4
Beste Antwort im Thema
Er hat doch das Problem selbst erkannt, aber nicht die richtigen Schlüsse draußen gezogen. Motor hat komplett runtergeregelt. Klar dass dann nichts mehr geht. ESP sport rein und alles ist gut.
153 Antworten
Ich hatte nach den drei Wochen Xc90 jetzt eher das Gefühl, dass er tendenziell mehr untersteuert. Mein xc60 aus MJ16 hatte ich eher hecklastig in Erinnerung. Wobei ich, jedem Sicherheitsaspekt zum Trotz, das hecklastige Verhalten bevorzuge. Gerade im Schnee oder auf rutschigen Fahrbahnen hatte ich damit ein besseres Fahrgefühl.
Zitat:
@avaj79 schrieb am 29. Januar 2017 um 09:35:12 Uhr:
Wobei ich, jedem Sicherheitsaspekt zum Trotz, das hecklastige Verhalten bevorzuge. Gerade im Schnee oder auf rutschigen Fahrbahnen hatte ich damit ein besseres Fahrgefühl.
Das sehe ich für mich genauso.
Bevor Untersteuern auf der glatten Fahrbahn wieder korrigiert ist, kann man schon im Graben verschwunden sein. Ein leichtes Übersteuern ist für einen normalen Fahrer, wie mich, deutlich besser beherrschbar.
Zitat:
Du siehst das falsch: Die Reaktion "Untersteuern" ist immer die sicherere Variante. Wenn du in einer Kurve Haftung verlierst und der Wagen übersteuert, dann schleuderst du mit der ungeschützten Seite gegen Hindernisse (Verkehr, Umgebung, Baum). Beim Untersteuern geht das Auto mit der Front voraus aus der Kurve und du hast die volle gesicherte Knautschzone.
Mag richtig sein für das komplette Verlieren des Fahrzeugs und der anschließenden unausweichlichen Kollision.
Im Normalfall (also bei mir in bisher 100% der Fälle – klopf, klopf) kann das Fahrzeug aber wieder abgefangen werden, hier ist für mich ein leichtes Übersteuern angenehmer.
Untersteuern bekommt man ganz, ganz easy unter Kontrolle: einfach Fuß vom Gas 😉
Da das jeder "normale" Autofahrer instinktiv macht, wenn irgendwas außergewöhnliches passiert, ist eben die von Jürgen beschriebene sichere Methode. Ein übersteuerndes Auto einzufangen, bringt dagegen nicht jeder. Durfte ich beim Fahrsicherheitstraining zur Genüge beobachten. Die meisten Autos drehten mehrere Kreisel, weil die Fahrer völlig starr in Ihrem Auto saßen und vor Schreck nicht wussten, was zu tun ist.
Zitat:
@erzbmw schrieb am 29. Januar 2017 um 10:09:28 Uhr:
Untersteuern bekommt man ganz, ganz easy unter Kontrolle: einfach Fuß vom Gas 😉Da das jeder "normale" Autofahrer instinktiv macht, wenn irgendwas außergewöhnliches passiert, ist eben die von Jürgen beschriebene sichere Methode. Ein übersteuerndes Auto einzufangen, bringt dagegen nicht jeder. Durfte ich beim Fahrsicherheitstraining zur Genüge beobachten. Die meisten Autos drehten mehrere Kreisel, weil die Fahrer völlig starr in Ihrem Auto saßen und vor Schreck nicht wussten, was zu tun ist.
Sehr schön, da ich mit Übersteuern gut zurechtkomme, werde ich jetzt eine Stückchen höhergestuft – von "normal" zu "normal+".
Mal abgesehen davon, fahre ich immer im "sicheren Modus" (also mit genug Reserven), dass mir und meiner Technik nichts passiert. Nur manchmal kommt eben der Spieltrieb durch und das Gas wird absichtlich, wenn auch "unsinniger Weise", mehr als nötig betätigt.
Das ist, so denke ich, auch nicht verkehrt. Denn nur so kann man den eigenen und den Grenzbereich des Fahrzeuges finden, um im "Normalbetrieb" mit Reserven darunter zu bleiben.
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😉
Im Ernst: jeder BMW mit Heckantrieb ist im Winter am Berg schneller, weil ich damit die Kurven mit mehr Geschwindigkeit fahren kann.
Zitat:
@erzbmw schrieb am 29. Januar 2017 um 11:12:00 Uhr:
😉Im Ernst: jeder BMW mit Heckantrieb ist im Winter am Berg schneller, weil ich damit die Kurven mit mehr Geschwindigkeit fahren kann.
In meinen neuen XC90 könntest Du mich wegen der noch fehlenden Fahrpraxis vielleicht abhängen. Den Subaru Tribeca (trotz seiner 2t - auch von mir gesteuert) ganz sicher nicht.
@erzbmw
Nur zur Info: Ich behaupte nicht der bessere Fahrer zu sein, sondern nur, dass Du auf einer bergauf Serpentinenstrecke den technischen Vorteil des Allrad auch nicht durch fahrerische Raffinesse ausgleichen kannst.
Gegen den XC90 wäre ich in der Kurve wahrscheinlich schneller, dafür beschleunigt er dann dank Allrad den Rückstand bis zur nächsten Kurve wieder weg. Und so geht das Spiel weiter ...
Ich meinte eigentlich auch nur, dass ein Hecktriebler bergauf im Schnee jedem Fronttriebler überlegen ist.
Zitat:
@erzbmw schrieb am 29. Januar 2017 um 12:19:19 Uhr:
Ich meinte eigentlich auch nur, dass ein Hecktriebler bergauf im Schnee jedem Fronttriebler überlegen ist.
Das stimmt so nicht. Ich denke da nur an meinen Vater der sich im Winter immer im Tal von meiner Mutter mit dem sommerbereiften Golf abholen ließ, da der winterbereifte Granada keinerlei Chance hatte unseren Berg hochzukommen. Mit dem spikebereiften Taunus vorher wars kein Problem, mit dem Audi 100, der die Granadas ablöste auch nicht.
Mit den heutigen Regelsystemen fahren die Heckler nicht mehr ganz so schlimm im Winter, sind den Frontlern, was das irgendwo hochkommen und die passive Fahrsicherheit angeht aber immer noch unterlegen. Das kann man nur etwas verbessern, indem man zentnerweise Zement in den Kofferaum packt.
Zudem gilt es auch zwischen ein wenig herumrutschen mit dem Heck und einem echten Drift zu unterscheiden. Bei letzterem kontrolliert man den Fahrweg einzig und allein mit dem Gaspedal. Das ist rein technisch mit einem Haldex VOLVO schlicht nicht möglich, da man a) keinen Einfluß auf die Regelung der Haldex hat und b) sich das ESP eben nicht deaktivieren läßt. Auch auf Sport bleibt es an, es regelt nur etwas später.
Ein gelungener Drift ist der geilste Fahrzustand überhaupt, allerdings ist es auch ein sehr instabiler, da der Driftwinkel und damit die Fahrtrichtung ausschließlich darüber gesteuert wird, wie stark man die Seitenführungskräfte der Hinterachse reduziert. Dies zu üben bedarf es geeigneter Plätze, Fahrzeuge, Lehrer und je nach persönlichem Talent auch Zeit. Oder um es mit Walter Röhrl zu sagen: Autofahren können, sieht man daran, das die Fliegen nur auf den Seiten- und nicht auf der Windschutzscheibe kleben.
Im normalen Strassenverkehr hat das nichts zu suchen, deswegen gibt es auch immer mehr Fahrzeuge, bei denen man das ESP nicht wirklich komplett deaktivieren kann. Selbst bei einem Porsche springt das ESP wieder an, sobald die ABS-Sensoren aktiviert werden.
Zitat:
@erzbmw schrieb am 29. Januar 2017 um 11:12:00 Uhr:
😉Im Ernst: jeder BMW mit Heckantrieb ist im Winter am Berg schneller, weil ich damit die Kurven mit mehr Geschwindigkeit fahren kann.
Und wozu braucht man das? 😕
Zitat:
@frank9-5 schrieb am 29. Januar 2017 um 12:40:33 Uhr:
Zitat:
@erzbmw schrieb am 29. Januar 2017 um 11:12:00 Uhr:
😉Im Ernst: jeder BMW mit Heckantrieb ist im Winter am Berg schneller, weil ich damit die Kurven mit mehr Geschwindigkeit fahren kann.
Und wozu braucht man das? 😕
Für die Kinderecke am Stammtisch
Zitat:
@huckelbuck schrieb am 29. Januar 2017 um 13:05:21 Uhr:
Zitat:
@frank9-5 schrieb am 29. Januar 2017 um 12:40:33 Uhr:
Und wozu braucht man das? 😕Für die Kinderecke am Stammtisch
Man merkt, dass ihr nicht im Gebirge wohnt ...
Wenn es steil bergauf geht und in der Bergaufstrecke steile Kurven sind, dann ist die höhere Geschwindigkeit von Vorteil, weil ich so weniger Schwung verliere.
Das kann man allerdings nur beurteilen, wenn man mehrere Jahre täglich 140 km Arbeitsweg quer durch ein schneereiches Mittelgebirge mit überwiegend schmalen Straßen zu bewältigen hatte ...