Wer billig einen TDI nachgeschmissen bekommen möchte ...
... sollte jetzt kaufen!
107 Antworten
Moin,
da ein Diesel technisch aufwendiger ist als ein Benziner und diese höheren Kosten nicht komplett an den Markt weiterzugegben waren, wurde sicherlich am Filter gespart, um noch seine Mark zu machen. Das die Rechnung nun nicht ganz aufgeht, das hätte die Industrie kalkulieren müssen.
Zum Thema Fahrverbot: Alle Dieselfahrer haben in den letzten Jahren alle ein Auto erworben, was sämtlichen Bestimmungen entsprach, die zum Zulassen eines Autos erforderlich waren. Euro 3 und 4 sind ja nun nicht gerade Jahrzehnte her.
Wenn ich als Staat "gepennt" habe, kann ich diese Käufer nun nicht "kriminalisieren" und den Fahrzeugen die Betriebserlaubnis zeitweise absprechen. So ist jedenfalls mein Rechtsverständnis. Das Staat muss nun die zukünftigen Bestimmungen kurzfristig anpassen und würde sinnvollerweise einen knackigen Zeitplan mit der deutschen Industrie absprechen. Meinethalben Nur Zulassungen mit Filter ab Sommer 2006 erlaubt oder so.
Das mit der aktuellen Diskussion nur wieder eine "Sau durchs Dorf" getrieben wird, ist doch klar. Sollen doch alle Stinker aus dem Osten des Kontinents mit ihren Lastern an der Grenze gestoppt werden... Bevor der Verkehr "verboten" wird, sollten vielleicht Maßnahmen ergriffen werden, die Stau verhindern und somit sich jegliche Abgasbelastung aufgrund sinnlosen Herumstehens erübrigt.
Ansonsten sehe ich das pragmatisch: Ändern kann ich es nicht, also Hosentaschen umkrämpeln und zahlen - kurbelt sicherlich nicht die Inlandsnachfrage und somit die Konjunktur an! Aber mir das Fahren verbieten lassen will ich eigentlich nicht...
Greetz
Zitat:
Original geschrieben von fritte999
Ganz einfach es sind Geschäftsinteressen..
Es kaufen zu viele Dieselautos....
Die Industrie und hier besonders die Mineralölkonzerne wollen alle Spritsorten gut verkaufen....
Deshalb wird jetzt politisch der Diesel schlecht gemacht damit wieder mehr Benziner verkauft werden...
Schau Dir mal die Preislisten des VW Konzern an: bei jedem Modell kostet der TDI wesentlich mehr als der gleichstarke Benziner!
Ergo dürfte bei den Autobauern überhaupt kein Interesse daran liegen den Dieselanteil zu minimieren.
Zitat:
da ein Diesel technisch aufwendiger ist als ein Benziner und diese höheren Kosten nicht komplett an den Markt weiterzugegben waren, wurde sicherlich am Filter gespart, um noch seine Mark zu machen. Das die Rechnung nun nicht ganz aufgeht, das hätte die Industrie kalkulieren müssen.
So ist es.
Zitat:
Zum Thema Fahrverbot: Alle Dieselfahrer haben in den letzten Jahren alle ein Auto erworben, was sämtlichen Bestimmungen entsprach, die zum Zulassen eines Autos erforderlich waren. Euro 3 und 4 sind ja nun nicht gerade Jahrzehnte her.
Wenn ich als Staat "gepennt" habe, kann ich diese Käufer nun nicht "kriminalisieren" und den Fahrzeugen die Betriebserlaubnis zeitweise absprechen. So ist jedenfalls mein Rechtsverständnis. Das Staat muss nun die zukünftigen Bestimmungen kurzfristig anpassen und würde sinnvollerweise einen knackigen Zeitplan mit der deutschen Industrie absprechen. Meinethalben Nur Zulassungen mit Filter ab Sommer 2006 erlaubt oder so.
Stop! Wo hat der Staat gepennt?!?
1. Die EU-Richtlinie ist bereits seit 6 Jahren bekannt- sowohl dem Staat als auch der Industrie!!!
2. Der Umweltminister hat frühzeitig auf dieses
Problem hingewiesen - hat also nicht gepennt! -, aber er wurde ja zurückgepfiffen. Dank der Connections von
Pischetsrieder zu Schröder. Die Industrie hat also
gepennt - speziell VW!
Dann sollten sich vielleicht die Käufer mal ein paar
nette Briefe an Herrn Pischetsrieder & Co.
schreiben, weshalb sie gepennt haben.
Peugeot hatte schließlich auch schon vor 5 Jahren -
unmittelbar nachdem die EU-Richtlinie verabschiedet
wurde - reagiert. Warum nicht die deutsche
Industrie? Warum nicht VW? Es war rechtzeitig bekannt!
@ wobber:
Was hat die verbrauchte Menge an fossilen Brennstoffen mit der emittierten Mengen an Schadstoffen zu tun?
Da besteht kein direkter Zusammenhang, da ich durch moderne Anlagen, Filtertechniken etc. durchaus mehr Energie verbrauchen kann, diese aber gleichzeitig effizienter Nutzen und meine Emissionen minimieren kann. Da besteht kein unmittelbarer Zusammenhang. Oder möchtest Du behaupten, die Luftqualität der 70er und Anfang der 80er Jahre sei besser als heute? Ich glaube nicht...
Zudem wirst Du mir sicher recht geben, daß wir mittlerweile Belastungen in der Luft feststellen können, von denen wir vor 20 Jahren noch nicht einmal wußten...
Global gesehen gebe ich Dir allerdings recht. Die Schwellenländer verfügen nicht über die Technik bzw. das notwendige Kapital entsprechende Techniken zu nutzen und einzusetzen. So gesehen ist der Energieverbrauch weltweit natürlich stark gestiegen. Der Verbrauch an Erdöl geht in Deutschland allerdings immer weiter zurück.
Nur ist es Blödsinn zu glauben, nur weil Deutschland respektive Europa eine Feinstaubregelung hat, würde sich das Problem damit erledigen.
Ähnliche Themen
@LordAKA:
De facto ist der Energieverbrauch durch fossile
Brennstoffe in Deutschland als auch Europa so
hoch wie noch nie. Also habe ich trotz Filtertechniken,
Katalysatoren, ... nun mal einfach einen deutlich
höhren Schadstoffausstoss. Schon mal was
vom Energieerhaltungssatz gehört?
Natürlich hat sich in den letzten 20 Jahren diesbzgl. auch einiges gebessert. Keine Frage.
Übrigens kann man durchaus auch heute noch Schadstoffbelastungen von vor 20 Jahren feststellen:
1. Gletscher - z.B. in den Alpen- sind quasi ein
"Informations-Speicher" für diese Dinge. Da bekommt man also auch heut noch sehr gute Rückschlüsse auf die Schadstoffbelastungen vor
20 Jahren!
2. Atmosphäre: Schadstoffausstöße vor 30
Jahren gelangen erst heute!!! in die oberste
Shcicht unserer Atmosphäre. Dortige Messungen
lassen also auch einige Rückschlüsse zu. Natürlich
nur Globale.
Ansonsten ist es natürlich richtig, dass diese
EU-Richtlinie nicht das Allheilmittel ist. Ganz
bestimmt nicht!
Ich frage mich ob sie wirklich gepennt haben, oder nur damit kalkuliert, den Kunden die alle brav einen TDI/CDI ohne Filter gekauft haben jetzt noch einen zusätzlichen 1000er für das Nachrüsten aus dem Kreuz zu leiern.
Jedenfalls ist scheinbar aufgefallen, dass man mit einem modernen Diesel zu günstig unterwegs ist. Also schrumpft erstmal der Preisvorteil des Treibstoffs und dann bringen wir unter windigen Vorwänden eine Filtertechnologie auf den Markt (die eigentlich nix bringt, aber egal).
Der Kunde kann wählen: 1000 Euro gleich fürs Nachrüsten, oder über die nächsten 4 Jahre in Form höherer KFZ-Steuer.
Aber keine Panik: In 3-4 Jahren sind die Benziner wieder dran 😉
Gruss
Sollte sich vielleicht auch jemand mal Gedanken
machen:
Weshalb sind 5 Jahre alte Peugeot-Diesel mit
Filter vom Fahrverbot nicht betroffen, wo hingegen
fabrikneue VWs ohne Filter am Straßenrand parken
dürfen ...
=> bestimmte Konzerne haben gepennt, nicht
die Politik!
@evilit:
Gut erkannt!
2010 kommt ja die Euro 5 Norm ...
dann geht's richtig rund - nicht nur für die
Diesel!
(derzeit gibt es nur zwei Systeme, die bei den
Dieseln Euro 5 fähig sind: Toyotas D-4D-Cat und
FAP II von PSA/Ford).
Zitat:
Original geschrieben von wobber
Sollte sich vielleicht auch jemand mal Gedanken
machen:Weshalb sind 5 Jahre alte Peugeot-Diesel mit
Filter vom Fahrverbot nicht betroffen, wo hingegen
fabrikneue VWs ohne Filter am Straßenrand parken
dürfen ...=> bestimmte Konzerne haben gepennt, nicht
die Politik!
Halte ich hingegen für ein Gerücht...die ersten Diesel mit FAP hatten gerade mal Euro3 und nun willst du doch nicht sagen das die ökologsch verträglicher sind...?!
Meine Güte der Feinstaub ist nur ein Teil der Problematik...CO2, NOx und was weiß der Teufel haben damit noch zu tun...
Zitat:
Original geschrieben von wobber
@LordAKA:
De facto ist der Energieverbrauch durch fossile
Brennstoffe in Deutschland als auch Europa so
hoch wie noch nie. Also habe ich trotz Filtertechniken,
Katalysatoren, ... nun mal einfach einen deutlich
höhren Schadstoffausstoss. Schon mal was
vom Energieerhaltungssatz gehört?
hi,
also der hier schon zitierte spiegel, ausgabe 14/05 hat zur widerlegung deiner aussage zwei interessante grafiken abgebildet, auf s. 80 und 81: einmal kannst du da die rußemissionen auf det. straßen in tausend tonnen/jahr ansehen. die ist seit den 60er jahren massiv gestiegen bis auf einen höchststand anfang der neunziger bei 45 tausend tonnen. ab da rapide fallend auf heute ca. 10 tausend tonnen. der anteil der diesel-pkw ist durch die steigenden zulassungszahlen relativ konstant.
die zweite grafik zeigt die staubemission seit 1990, gefallen bis jetzt von 1883 tausend tonnen auf 209 tausend tonnen. der anteil des verkehrs (und zwar alle) ist von 61 tausend auf 35 tausend zurückgegangen.
das kann nur möglich sein, wenn moderne filteranlagen und reinigungstechnik eingesetzt werden. somit ist die schadstoffbelastung rückläufig, gott sei dank. der einbau der rpfs in die diesel-pkw wird weiter an dieser schraube drehen, auch wenn kaum messbar im nachkommabereich.
gruß,
buzz
Zitat:
Original geschrieben von Diesel-Wiesl
Meine Güte der Feinstaub ist nur ein Teil der Problematik...CO2, NOx und was weiß der Teufel haben damit noch zu tun...
Ich bezweifle, dass die Problematik hier ernsthaft angegangen wird. Worum es hier geht ist schlicht: GELD.
Der Staat will KFZ-Steuer kassieren. Die Konzerne wollen neue Autos verkaufen (was dem Staat ja auch zugute kommt). Aus diesem Grund müssen die "alten Karren" unattraktiv gemacht werden.
Man könnte Dieselmotoren längst mit Salatöl betreiben. Will der Staat aber nicht (Keine Mineralölsteuer). Wollen auch die Ölkonzerne nicht. Wird also nicht gemacht.
Andere umweltverträglichere Antriebskonzepte sind längst zur Serienreife entwickelt, aber die Patente werden schnell aufgekauft und verstauben in irgendwelchen Schubladen.
Zitat:
Original geschrieben von wobber
Stop! Wo hat der Staat gepennt?!?
1. Die EU-Richtlinie ist bereits seit 6 Jahren bekannt- sowohl dem Staat als auch der Industrie!!!
2. Der Umweltminister hat frühzeitig auf dieses
Problem hingewiesen - hat also nicht gepennt! -, aber er wurde ja zurückgepfiffen.
Wo der Staat in meinen Augen gepennt hat: Die EU-Richtlinie ist seit sechs Jahren bekannt und der Staat hat es nicht geschafft, diese so in nationales Recht (durch Mindestvoraussetzungen, Steueranreize, etc.) umzusetzten, dass diese bekannten Richtlinien erfüllt werden. "Gepennt haben" oder "Dem Druck der Lobbyisten nachgegeben zu haben" ist in meinen Augen beides dem Staat anzulasten, kann mich aber nicht entscheiden, was schlimmer ist...
Natürlich hat die Industrie ebenfalls gepennt. Aber verantwortlich ist der Staat, da dieser eher an der Bildung von EU-Richtlinien beteiligt ist und ebenfalls die Strafen zu zahlen hat. Wer A sagt indem er EU-weit Richtlinien mit beeinflusst, muss auch B sagen und diese national umsetzen.
Greetz
dabei fällt mir ja ein, das mit Bio-Diesel kein Feinstaub vom Diesel ausgestoßen wird...guter Tip evilit und evtl. ein Argument um die Diskussion zu beenden :-)
@evilit:
Gebe ich Dir absolut recht!
Außerdem geht es um Verdrängung!
Ganz aktuell:
Peugeot bietet seinen Kleinwagen 107 erst gar
nicht mir einem Diesel an. Zitat von Peugeot:
"Die Marktchancen für einen Diesel, der immer rund 1.000 Euro mehr kostet als der Benziner, schätzen wir in diesem Segment für Deutschland sehr gering ein."
Das sagt schon alles, wohin die Reise mit dem
Diesel geht, wenn ein Hersteller wie Peugeot das
sagt, oder?
Pischetrieder hat übrigens auch schon letztes Jahr
gesagt, dass Diesel bei Kleinwagen nicht mehr
rentabel sind, falls die Filter kommen.
Ich sage nun absichtlich WIR:
Egal, ob wir nun mit der unsgewählten
Treibstoffart unterwegs sind....
Egal ob Diesel-Benzin-Erdgas...
heute noch gefördert-und übermorgen abkassiert.
Ich habe mir als vielfahrer einen Golf geholt,
der nach meinen Wünschen und bedürfnissen
so konzipiert ist-das er mir noch in 5Jahren
Spaß bereitet und ich nichts bereuhen muß-
außer den Beträgen an die VW-Bank😉
Die Spaßbremse ist der Rußfilter und die
unfähige Regierung. Ich habe nichts gegen den
Filter!!! Nur gegen die extrakosten.
Und wenn der Filter bei mir reinkommt-fliegt der
Vorschalldämpfer raus-bissl Spaß will ich auch noch.