Welcher Logik folgen die Motorbezeichnungen beim neuen A6?

Audi A6 C8/4K

Nachdem vermutlich jeder Audi Kunde den Motor am Typenschild erkennen konnte, hat sich Audi beim A6 ja offenbar was Neues ausgedacht. Man hat ja sonst keine Sorgen...
Welcher Logik folgen die neuen Motorkennzeichen wie 45 oder 50?
Anzahl der Schummelsoftware? Voraussichtliche Zahl der unplanmäßigen Werkstattaufenthalte?

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@autosmachenfreude schrieb am 21. Juli 2018 um 14:13:04 Uhr:


Nachdem vermutlich jeder Audi Kunde den Motor am Typenschild erkennen konnte, hat sich Audi beim A6 ja offenbar was Neues ausgedacht. Man hat ja sonst keine Sorgen...
Welcher Logik folgen die neuen Motorkennzeichen wie 45 oder 50?
Anzahl der Schummelsoftware? Voraussichtliche Zahl der unplanmäßigen Werkstattaufenthalte?

Zumindestens hat sich bei Audi jemand Gedanken gemacht, ganz im Gegensatz zu dir.
Dein Geschreibe ist einfach nur dumm.

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@Hoofy
Danke. 🙂 Aus der Zeit bin ich nicht, deshalb wusste ich das nicht so genau. Immerhin kenne ich nun den Hintergrund. 😁

Zitat:

@Nisse2005 schrieb am 21. Juli 2018 um 17:44:21 Uhr:


Die meisten bestellen doch eh ohne Bezeichnung.

Interessanterweise wird genau das immer wieder als Beispiel genannt, dabei ist gerade die Bezeichnung am Heck auch aus o.g. Grund an einem Autos gänzlich unwichtig.

Die neue Nomenklatur ist viel wichtiger für Datentabellen, Vergleichstests, Prospektangaben oder auch um in Broschüren u. in Preislisten eine eindeutige Unterscheidung für den Kunden aufzuzeigen.

Die 2 Ziffern bei Audi als neue Systemleistungs-Angabe sind ja auch nicht wirklich neu. Sie werden von Audi schon bereits seit mehreren Jahren im Asiatischen Markt angewendet. Und kommen nur erst jetzt auch in andere Märkte.

Hersteller wie Tesla, haben sich ebenfalls für 2-stelligen Ziffern (80, 85, 90) entschieden (mittlerweile gibt es auch 3-stellige), die natürlich nichts mit Hubraum oder Zylinderzahl zu tun haben, auch nicht mal entfernt einen Bezug dazu haben.

Die jeweils höhere Zahl gibt einen Hinweis auf eine höhere System-Leistung, genau wie bei Audi. Und wie ein paar posts zuvor angemerkt, ist es dank der neuen Audi Bezeichnung, für eine Modell-Vergleichbarkeit zukünftig einfacher, egal ob Diesel, Benziner, g-tron oder e-tron.

Zitat:

@Protectar schrieb am 23. Juli 2018 um 16:29:35 Uhr:



Zitat:

@Nisse2005 schrieb am 21. Juli 2018 um 17:44:21 Uhr:


Die meisten bestellen doch eh ohne Bezeichnung.

[...]
Die jeweils höhere Zahl gibt einen Hinweis auf eine höhere System-Leistung, genau wie bei Audi.

Bei Tesla bezieht es sich auf Akku-Kapazität, wenn man genau sein will.

Zitat:

@MrT0astbr0t schrieb am 21. Juli 2018 um 21:44:45 Uhr:


@Hoofy
Danke. 🙂 Aus der Zeit bin ich nicht, deshalb wusste ich das nicht so genau. Immerhin kenne ich nun den Hintergrund. 😁

Na so alt bin ich auch nicht. Das war in den 90ern.

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Zitat:

@Hoofy schrieb am 23. Juli 2018 um 19:56:50 Uhr:


Na so alt bin ich auch nicht. Das war in den 90ern.

Ich bin aus Ende der 90ziger, deshalb hab ichs nicht wirklich mitbekommen. ;D

Zitat:

@MrT0astbr0t schrieb am 23. Juli 2018 um 17:06:37 Uhr:



Zitat:

@Protectar schrieb am 23. Juli 2018 um 16:29:35 Uhr:


[...]
Die jeweils höhere Zahl gibt einen Hinweis auf eine höhere System-Leistung, genau wie bei Audi.

Bei Tesla bezieht es sich auf Akku-Kapazität, wenn man genau sein will.

Ok.

Wenn wir ab dem Jahre 2035 Europaweit ein Tempolimit von nur 100km/h haben u. vollautonom unterwegs sind, wären Akku-Kapazität u. Reichweite eh wichtiger als die individuelle Systemleistung. 😉

Hält sich der Großteil doch eh nicht dran. 😁

Zitat:

@MrT0astbr0t schrieb am 23. Juli 2018 um 20:06:50 Uhr:


Hält sich der Großteil doch eh nicht dran. 😁

Das könnte man leicht durchsetzen. Wenn man wollte.

Bei Tesla korreliert die Batterikapazität übrigens mit der Leistung/den Fahrleistungen.

Wenn du vollautonom fährst, hast du keinen Einfluss auf das Tempo, nervt mich jetzt teilweise schon, dass bei jedem erkannten Verkehrszeichen beschleunigt oder gebremst wird

Zitat:

@froggorf schrieb am 23. Juli 2018 um 20:25:22 Uhr:


Wenn du vollautonom fährst, hast du keinen Einfluss auf das Tempo, nervt mich jetzt teilweise schon, dass bei jedem erkannten Verkehrszeichen beschleunigt oder gebremst wird

Wer sich davon genervt fühlt, kann diese Art des Teil-autonomen Bevormundens sowohl bei Mercedes als auch bei Audi Modellen deaktivieren (auch unabhängig von der Modellbezeichnung 😉)

Stimmt, dazu muss ich aber den Tempomat bei MB deaktivieren. Leider glaubt das Auto schlauer zu sein als der Mensch und beschleunigt gern mal unverhofft auf Geschwindigkeiten die nicht stimmen, oder wirft den Anker auf der Autobahn, weil die Kamera ein Tempokennzeichen auf einem LKW erkannt hat und reagiert. Alles in allem nicht schlecht, aber schwer ausbaufähig auch bei Audi

Zumindest bei Audi kann man das übernehmen der erkannten Geschwindigkeiten abstellen, bin ich der Meinung. Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das bei MB nicht auch geht.

Doch ist leider so, daher oft sehr gut, manchmal weniger, aber jeder muss mal klein anfangen und lernen

Das kann man such bei MB abstellen! Nur keine 15 km/h mehr wie bei BMW kann man einstellen!

Zitat:

@chris_mt schrieb am 21. Juli 2018 um 15:41:03 Uhr:


Ist es bei anderen Herstellern so viel besser?
Ein 518d und ein 530i haben beide 4 Zylinder. Und der 530e hat einen schwächeren Verbrenner als der 530i, dafür aber auch einen E-Motor an Bord. Bei Volvo gibt es von D2 bis T8 schön durchnummeriert, aber wie bei Audi kann man nur sagen, dass ein T6 mehr Power als ein T3 hat.

BMW macht es meines Erachtens dennoch geschickter: Jede Leistungsstufe hat (was nunmehr im Turbozeitalter mit verschiedensten Leistungsstufen unvermeidlich ist) quasi ein Hubraumäquivalent. Das hat es sogar schon im ersten 7er gegeben. Der 733i wurde per Turboaufladung zum 745i - man nahm die im Rennsport übliche "Turboformel" mit dem Faktor 1,4. Der Käufer in Spe konnte ahnen, dass ihn die Power eines 4,5-Liter-V8 erwartet (die lagen früher bei etwa 240 PS - und der 745i hat 252 PS, das passt also). Mit dem ersten 335i und damit der firmeninternen Wiedergeburt des Turbobenziners hat BMW diese Abstufung mehr oder weniger aufgegriffen. So kommt es eben vor, dass nur die wenigsten Modellbezeichnungen (das Gleiche gilt selbstverständlich auch für Mercedes) den wahren Hubraum treffen und manche entweder über- oder untertreiben. Man kann aber z.B. sagen, dass ein heutiger 330i mit 2-Liter-Vierzylinder etwa auf dem gleichen Leistungslevel operiert wie früher der 3-Liter-Reihensechser. Den meisten Leuten ist doch praktisch egal, wieviel Zylinder oder Hubraum vorhanden sind. Zudem hat mit der Downsizing-Welle/Turbofizierung ein starker Zylinder- und Hubraumschwund stattgefunden, der aber widersprüchlich dazu weitenteils mit einer Leistungssteigerung einhergegangen ist. Die Nomenklatur gibt ein gutes Gefühl über die Performance der einzelnen Modelle. Von einem 540i bspw. ist zu erwarten, dass er mindestens so gut geht, wie man es früher von einem 4-Liter-V8 gewohnt war. Das Ganze zieht sich mehr oder weniger konsequent durch die Palette.

Und genau das geht der Audi-Modellbezeichnung völlig abhanden, die Zahlen sind zu abstrakt und willkürlich gewählt. Da steckt null System dahinter - außer, dass man sagen kann, dass ein 40 TDI weniger Leistung hat als ein 50 TDI. Das gilt für die sinnvollere Zahlenabstufung bei BMW, Mercedes oder Volvo aber eben auch. Das ist schön, wenn man Leute verwirren will - schließlich fehlt nur ein kleiner, unauffälliger Punkt, um einen falschen Hubraum zu suggerieren.

Bei Volvo ist die Modellbezeichnung historisch gewachsen, früher gab es T4, T5 und T6 jeweils als Sportmodelle sowie den D5, wobei die Zylinderanzahl widergespiegelt wurde. Basierend darauf sind mit der Neuausrichtung der Motorenpolitik (2-Liter-Einheitsmotor - danach geht es bei Volvo ohnehin alternativ weiter) die anderen Modellbezeichnungen entstanden. Ein logischer Schritt. Zwar habe ich als Uninformierter keinen blassen Schimmer, wieviel Power so ein T2 hat, geschweige denn Informationen über Hubraum und Zylinderanzahl, aber - richtig - das hast du bei Audi genauso wenig. Und bei Volvo sollte man mittlerweile wissen, dass es nunmehr alles 2-Liter-Vierzylinder sind. Vorteil Volvo, würde ich mal sagen... 😉

Zitat:

@chris_mt schrieb am 21. Juli 2018 um 15:41:03 Uhr:


Das ist eben der neue Trend, dass die Motorenbezeichnung nur mehr ein "Performance Rating" ist, und keine Rückschlüsse mehr auf Hubraum und Zylinder zulässt.
Angesichts neuer Technologien (Hybrid, E-Motoren) ist das aus Herstellersicht auch verständlich.

Sicher, so wurde der Schritt auch vermarktet. Man kann es dennoch geschickter betreiben. BMW z.B. hat mit der Neuausrichtung der Nomenklatur die Hybridfahrzeuge mit dem angehängten "e" von den üblichen Verbrennern unterschieden - das gleiche "e", das früher mal für "eta" stand. Ich habe allerdings eine gute Vorstellung, wo sich ein 225e, 330e oder 740e einsortiert. Bei den Elektrofahrzeugen reicht die Modellbezeichung (z.B. i3) und die Batterie-Kapazität (also wie bei Tesla). Das ist immerhin relevanter als die Leistung, zumal es - von wenigen Ausnahmen wie dem i3 Sport abgesehen - ohnehin immer nur eine Leistungsstufe gibt und eine Abgrenzung diesbezüglich nicht vordergründig ist.

Als Vorbild sollte eigentlich die Nomenklatur von Jaguar/Land Rover dienen. Da heißt ein Benziner (Petrol) mit 300 PS eben P300. Logisch und völlig korrekt. Der Diesel mit 240 PS heißt - unschwer zu erraten - D240. Keep it simple. Beim neuen Jaguar I-Pace hat man sich für EV400 entschieden. EV = Electric Vehicle und 400 für die Leistung in PS. Keinerlei Einwände. Jaguar hat eben so schön runde PS-Zahlen. Bei deutschen Herstellern ist eine auf 5 oder 0 endende kW-Zahl üblich, da würde man eben diese wählen. Oder man macht es wie PSA und rundet die PS-Zahl auf 5 oder 0 auf oder ab (z.B. THP155 mit 156 PS). Wie bei Audi muss man nicht einmal auf die Technologiebezeichnung verzichten, eine klare Unterschieidung kann also stattfinden.

Es ist aber nicht so, dass ich mit einer komplizierteren Bezeichnung Probleme hätte. Mich stören an der Audi-Nomenklatur viele Dinge: Diese beginnt (aktuell zumindest) willkürlich bei 25, jeder 5er-Abschnitt ist unterschiedlich breit und es sind zudem teils heftige Leistungslücken dazwischen. Diese mögen zwar aktuell nicht besetzt und damit vonnöten sein, aber warum sollte man diese freilassen? Das macht doch alles null Sinn. Dann sollen sie diese dämliche Zahl einfach weglassen und uns lieber mit Fakten bereichern...

Einen Vorteil sehe ich dennoch: Da ich gern mal einen Mietwagen fahre und dort verständlicherweise die großen Motoren immer bevorzuge, kann ich jetzt sofort und zuverlässig deuten, womit ich es zu tun habe. In der Regel ist eben immer die komplette Technologiebezeichnung erkennbar, da diese nicht abbestellt wird (das trifft nur auf sehr wenige Mietwagen zu). So kann ich bei einem TDI quattro, der nunmehr als V6 bei A4 oder A5 auch nur ein linksseitiges Doppelendrohr trägt (für die zweiflutige Lösung ist wegen der Abgasreinigung (siehe BMW 335d) eben kein Platz mehr), jetzt erkennen, ob es ein 2.0 TDI mit 190 PS oder doch ein 3.0 TDI ist - und ich weiß bei Letzterem dann auch, ob es die große Leistungsstufe ist oder nicht. Das große Rätseln und Nachhaken hat also ein Ende. Zum Glück habe ich aber auch schon so das richtige Los gezogen und den A4 mit dem großen TDI (super Motorisierung!) testen können.

Früher ging es bei Audi (und natürlich auch dem Rest von VAG) tatsächlich auch mit ehrlichem Hubraum trotz verschiedenster Leistungsstufen: Farbige Lettern spiegelten die Leistungsstufe wider. Bei einem komplett roten TDI wusste man beim 1.9, dass dieser 150 PS hat. Ein rotes I deutete auf den 110 PS-TDI hin, komplett silbern waren es 90 PS. Ähnlich macht es auch Opel beim TURBO und CDTI, nur eben dann grau. Mit dem Aufkommen von PD und CR hat VAG davon aber wiederum Abstand genommen, am längsten hat da meines Wissens noch Seat mit den farbigen Lettern durchgehalten. Das macht ja mehr Sinn als irgendeine wild aus der Luft gegriffene Zahl...

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