Welche Modelle/Motoren von Schummelsoftware betroffen?

BMW 5er F11

Hallo zusammen,

ich ziehe es in Erwägung, mir evtl. demnächst einen F11 mit Dieselmotor zu kaufen. Da es nur das 2. Auto ist, das dazu verwendet werden soll, zur Arbeit, einkaufen und in den Urlaub zu fahren, würde eigentlich ein 518d oder 520d ausreichen.
Nun stelle ich mir die Frage, ob diese Motoren beim F11 von Schummelsoftware betroffen sind und hier bereits oder kommend Updates der Motorsteuerung anstehen. Leider habe ich im Forum nichts gefunden und Google spuckt nur aus, dass es bei BMW auch nicht alles so einwandfrei zu sein scheint.

Also: Sind Motoren beim F11 betroffen und wenn ja, welche?

Besten Dank Euch!

Beste Antwort im Thema

1.) Was ist da jetzt an neuen Erkenntnissen drin? Richtig: Nichts!
2.) Es geht (nach wie vor) um den 50d.
3.) Der Quatsch von dieser völlig unseriösen Umwelthilfe bzgl. des 320d ist längstens widerlegt.

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@BMW-e61-f11

Was meinst du denn mit dem "kleinen ad-blue Tank"? In meinem sind 15l drin, damit komme ich quasi von Service zu Service. Der Tank des VW - Bus meiner TA ist deutlich kleiner.

Zitat:

...In meinem sind 15l drin, damit komme ich quasi von Service zu Service...

...genau das ist das Problem und macht den "Dieselskandal" aus.
Bei angemessener AdBlue-Eindüsung in den Betriebsbereichen, wo die bisher - ausschließlich - verbaute Hochdruck-/Hochtemperatur-AGR nicht fiunktioniert und deshalb inaktiv ist, würde der AdBlue-Verbrauch im PKW mind. 10% des gleichzeiitigen Dieselverbrauchs betragen.
Das hielten die Autohersteller unisono für unzumutbar. Für größere Tanks und SCR-Kats ist kein Platz, außerdem würde der Fahrer durch häufiges Nachtanken belästigt.
Wenn die Fahrzeuge im Realbetrieb herstellerübergreifend erheblich höhere NOx-Emissionen haben als im künstlich zurechtgestutzten Normzyklus, ist es auch ziemlich egal, ob auf dem Prüfstand getrickst wurde...man könnte es ist eher konsequent nennen, denn "es kommt darauf an, was hinten rauskommt" (H. Kohl).
Bei BMW bestand schon 2011 das Angebot, weit vor Einführung der EUR6-Norm einen NOx-Speicherkat - damals noch ein separates Bauteil - für 1190€ als SA zu ordern.
Die Resonanz war gering.
Welche Schlüsse sollten die Hersteller daraus ziehen?
Eine teure SCR-Kombo plus Mitwirkungspflicht des Fahrers am AdBlue-Schnorchel kam nicht infrage.
Alleinlösung war die AGR. Sie ist ein technischer Scheißdreck aber billig und bequem.
Es ist aber unredlich, allein der Industrie den Schwarzen Peter zuzuschieben.

Zitat:

@maxmosley schrieb am 6. Juli 2019 um 19:12:54 Uhr:



Zitat:

...In meinem sind 15l drin, damit komme ich quasi von Service zu Service...

...genau das ist das Problem und macht den "Dieselskandal" aus.
Bei angemessener AdBlue-Eindüsung in den Betriebsbereichen, wo die bisher - ausschließlich - verbaute Hochdruck-/Hochtemperatur-AGR nicht fiunktioniert und deshalb inaktiv ist, würde der AdBlue-Verbrauch im PKW mind. 10% des gleichzeiitigen Dieselverbrauchs betragen.
Das hielten die Autohersteller unisono für unzumutbar. Für größere Tanks und SCR-Kats ist kein Platz, außerdem würde der Fahrer durch häufiges Nachtanken belästigt.
Wenn die Fahrzeuge im Realbetrieb herstellerübergreifend erheblich höhere NOx-Emissionen haben als im künstlich zurechtgestutzten Normzyklus, ist es auch ziemlich egal, ob auf dem Prüfstand getrickst wurde...man könnte es ist eher konsequent nennen, denn "es kommt darauf an, was hinten rauskommt" (H. Kohl).
Bei BMW bestand schon 2011 das Angebot, weit vor Einführung der EUR6-Norm einen NOx-Speicherkat - damals noch ein separates Bauteil - für 1190€ als SA zu ordern.
Die Resonanz war gering.
Welche Schlüsse sollten die Hersteller daraus ziehen?
Eine teure SCR-Kombo plus Mitwirkungspflicht des Fahrers am AdBlue-Schnorchel kam nicht infrage.
Alleinlösung war die AGR. Sie ist ein technischer Scheißdreck aber billig und bequem.
Es ist aber unredlich, allein der Industrie den Schwarzen Peter zuzuschieben.

Könnte es sein, dass das AGR bei BMW effektiver funktioniert als bei Audi? Umgeht Audi das AGR event. komplett (obwohl es eingebaut ist) nach dem Motto, ob nun 16 mal oder 20 mal soviel NOx wie erlaubt hinten raus kommt ist auch egal (solange es niemand merkt)?
Fackeln deswegen zur Zeit hauptsächlich BMWs durch AGR ab (da dieser nur dort funktional eingesetzt wird) während Audi und Mercedes damit keine Probleme haben, da die AGRs trotz einbau per Software "relativ weniger" genutzt werden als in BMWs (obwohl die AGRs vom selben Lieferanten kommen)?

Anm.: sämtliche Überlegungen immer in Bezug auf AGRs von bestimmten Baureihen.

Zitat:

@autoschlaubi77 schrieb am 6. Juli 2019 um 15:03:41 Uhr:


@BMW-e61-f11

Was meinst du denn mit dem "kleinen ad-blue Tank"? In meinem sind 15l drin, damit komme ich quasi von Service zu Service. Der Tank des VW - Bus meiner TA ist deutlich kleiner.

siehe Beitrag von Maxmosley.

Die adblue Menge von 15 Liter ist zu gering, um die NOx Mengen gemäß den Grenzwertvorgaben zu neutralisieren (ohne dass das Auto zu oft mit adblue nachgefüllt werden muss).

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@Maxmosley ... als Kunde habe ich mich erst seit den Rückruf in die AGR Thematik reingedacht. Meiner Meinung lässt sich ein Diesel sauber fahren. Man sollte die Kunden halt nur vorher aufklären, dass dies mit einen gewissen Mehrpreis versehen ist.

Mir ist aber auch klar, dass dies nicht im Interesse der Aktionäre ist, wo es um schnelle Renditesteigerung geht ...

Zitat:

Könnte es sein, dass das AGR bei BMW effektiver funktioniert als bei Audi? Umgeht Audi das AGR event. komplett (obwohl es eingebaut ist) nach dem Motto, ob nun 16 mal oder 20 mal soviel NOx wie erlaubt hinten raus kommt ist auch egal (solange es niemand merkt)?
Fackeln deswegen zur Zeit hauptsächlich BMWs durch AGR ab (da dieser nur dort funktional eingesetzt wird) während Audi und Mercedes damit keine Probleme haben, da die AGRs trotz einbau per Software "relativ weniger" genutzt werden als in BMWs (obwohl die AGRs vom selben Lieferanten kommen)?

Anm.: sämtliche Überlegungen immer in Bezug auf AGRs von bestimmten Baureihen.

...ich kenne die AUDI-AGR nicht.
Grundsätzlich haben alle Hersteller das gleiche Problem, aber es gibt neben der Hochdruck-/Hochtemperatur-AGR auch die Niederdruck-/Niedertemperatur-AGR, um den NOx beizukommen.
M.W. hat der VW-Problemmotor EA189 eine NT-AGR, die EUR5-BMWs haben eine HT-AGR.
Beides hat Vor-und Nachteile. Die neuen BMW-Diesel besitzen zur Normerfüllung beide AGR-Systeme, um auch den Höchlastbereich abzudecken, wo HT-AGR zuviel Ruß macht und inaktiv ist.
Die Fahrzeugbrände resultieren aus der Glykol-Entflammung, das kann bei einer NT-AGR nicht passieren.
Dafür gibt es dort das Versottungsproblem des AGR-Ventils, weil bei kälteren Abgasen das enthaltene Wassergas kondensiert und enthaltene schweflige Säure das Material der Verdichterschaufeln angreift, die auch von Wassertröpfchen beschädigt werden können. Deshalb hatte VW das Problem mit dem "Thermofenster", was zum Prüfstandsbetrug führte.
HT-AGR hat das Versottung-/Kondensationsproblem nicht, da nach dem Kaltstart der AGR-Kühler gebypasst wird und das Abgas zur NOx-Suppression sofort bereitsteht.
Hätte BMW bei allen Dieseln einen ALU-Luftsammler ("Ansaugbrücke"😉 verwendet wie beim 550D (wegen des höheren Ladedrucks), wäre eine Entzündung der Öl-Ruß-Ablagerungen nicht (so) kritisch.

Zitat:

@BMW-e61-f11 schrieb am 6. Juli 2019 um 20:13:49 Uhr:


@Maxmosley ... als Kunde habe ich mich erst seit den Rückruf in die AGR Thematik reingedacht. Meiner Meinung lässt sich ein Diesel sauber fahren. Man sollte die Kunden halt nur vorher aufklären, dass dies mit einen gewissen Mehrpreis versehen ist.

Mir ist aber auch klar, dass dies nicht im Interesse der Aktionäre ist, wo es um schnelle Renditesteigerung geht ...

...hatte man machen können, aber man hat das Umweltbewusstsein der Kunden gering - und wahrscheinlich realistisch - eingeschätzt.
Wäre es in der Masse so ausgeprägt, dass es beim Entscheid zwischen Komfortpaket und SCR-System nach Aufklärung überwiegend zur Wahl des zweiten führte, hätte man es sicher offensiv angeboten.
Die SUV-Zulassungszahlen geben die Antwort.
Außerdem gibt es auch mit SCR-System technische Probleme durch Überdosierung des AdBlue bei der PKW-typisch ungleichmäßigen Fahrweise (Stichwort: "Ammoniakschlupf"😉.

Zitat:

@maxmosley schrieb am 6. Juli 2019 um 20:26:48 Uhr:



Zitat:

Könnte es sein, dass das AGR bei BMW effektiver funktioniert als bei Audi? Umgeht Audi das AGR event. komplett (obwohl es eingebaut ist) nach dem Motto, ob nun 16 mal oder 20 mal soviel NOx wie erlaubt hinten raus kommt ist auch egal (solange es niemand merkt)?
Fackeln deswegen zur Zeit hauptsächlich BMWs durch AGR ab (da dieser nur dort funktional eingesetzt wird) während Audi und Mercedes damit keine Probleme haben, da die AGRs trotz einbau per Software "relativ weniger" genutzt werden als in BMWs (obwohl die AGRs vom selben Lieferanten kommen)?

Anm.: sämtliche Überlegungen immer in Bezug auf AGRs von bestimmten Baureihen.

...ich kenne die AUDI-AGR nicht.
Grundsätzlich haben alle Hersteller das gleiche Problem, aber es gibt neben der Hochdruck-/Hochtemperatur-AGR auch die Niederdruck-/Niedertemperatur-AGR, um den NOx beizukommen.
M.W. hat der VW-Problemmotor EA189 eine NT-AGR, die EUR5-BMWs eine HT-AGR.
Beides hat Vor-und Nachteile. Die neuen BMW-Diesel besitzen zur Normerfüllung beide AGR-Systeme, um auch den Höchlastbereich abzudecken, wo HT-AGR zuviel Ruß macht und inaktiv ist.
Die Fahrzeugbrände resultieren aus der Glykol-Entflammung, das kann bei einer NT-AGR nicht passieren.
Dafür gibt es dort das Versottungsproblem des AGR-Ventils, weil bei kälteren Abgasen das enthaltene Wassergas kondensiert und enthaltene schweflige Säure das Material der Verdichterschaufeln angreift, die auch von Wassertröpfchen beschädigt werden können. Deshalb hatte VW das Problem mit dem "Thermofenster", was zum Prüfstandsbetrug führte.
HT-AGR hat das Versottung-/Kondensationsproblem nicht, da nach dem Kaltstart der AGR-Kühler gebypasst wird und das Abgas zur NOx-Suppression sofort bereitsteht.
Hätte BMW bei allen Dieseln einen ALU-Luftsammler ("Ansaugbrücke"😉 verwendet wie beim 550D (wegen des höheren Ladedrucks), wäre eine Entzündung der Öl-Ruß-Ablagerungen nicht (so) kritisch.

Vielen Dank für die interessante Antwort!

1) Welches sind "die neuen BMWs"? Bei der 5er Reihe der G30/31?
2) Die neuen haben 2 AGRs? Einen NT und einen HT?
3) Was ist unter "Höchstlastbereich" zu verstehen?

die Größe des Urinbehälters ist imho nirgendwo verbindlich fixiert...

das die 15l Container nicht ausreichen wurde x-fach von Politik und Justiz ignoriert...

kartellrechtlich sieht es da ganz anders aus... Absprachen sind verpönt...

wer sich da nicht rechtzeitig bei "3" auf die Bäume durch eine Selbstanzeige begibt...

der wird wohl zahen... (worauf Rückstellungen deutlich verweisen...)

hat also auch betrogen... aber anders...

Unterschied😕 darf jeder für sich dividieren...

ich hab´ dennoch "Freude am Fahren"... mit €5... sprich ohne ad blau...

Zitat:

@kanne66 schrieb am 6. Juli 2019 um 20:40:08 Uhr:


die Größe des Urinbehälters ist imho nirgendwo verbindlich fixiert...

das die 15l Container nicht ausreichen wurde x-fach von Politik und Justiz ignoriert...

kartellrechtlich sieht es da ganz anders aus... Absprachen sind verpönt...

wer sich da nicht rechtzeitig bei "3" auf die Bäume durch eine Selbstanzeige begibt...

der wird wohl zahen... (worauf Rückstellungen deutlich verweisen...)

hat also auch betrogen... aber anders...

Unterschied😕 darf jeder für sich dividieren...

ich hab´ dennoch "Freude am Fahren"... mit €5... sprich ohne ad blau...

... ja, die Manager der großen Autohersteller haben es auch nicht leicht. Während ihnen Politik und Justiz eine lange Leine und viel Freiheiten gegeben haben (wahrscheinlich wollten es die Automanager wie die Banker machen) ... schlägt nun das Kartellrecht zu.

Andererseits wird genau dafür ein Manager hoch bezahlt: das Er die Kräfte der Ökonomie, Politik, Justiz und Gesellschaft richtig einzuordnen weiß. Dies ging wohl bei Audi kräftig in die Hose :/

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Zitat:

1) Welches sind "die neuen BMWs"? Bei der 5er Reihe der G30/31?
2) Die neuen haben 2 AGRs? Einen NT und einen HT?
3) Was ist unter "Höchstlastbereich" zu verstehen?

... es geht um die B47/B57 in den G-Modellen mit den schärferen EUR6-Normen.
In den Bildern ist das HT-AGR/NT-AGR-Arrangement zu sehen, außerdem die Wirkbereiche der beiden Systeme.

AGR-Bereiche
HT-/NT-AGR

@maxmosley : Danke 🙂 Ehrlich gesagt wäre mir mehr AdBlue und weniger AGR lieber. Wenn ich ohnehin tanke ist es mir egal, ob ich ein oder zwei Zapfhähne einhänge 😉

...es gibt auch wirtschaftliche Gründe, SCR stärker zu gewichten.
Im Nutzfahrzeugsektor wurde versucht, ganz auf AGR zu verzichten, da AGR den Dieselverbrauch erhöht. Bei gewünscht geringerer Brennraumtemperatur (weniger NOx) sinkt auch der thermische Wirkungsgrad des Motors und damit die Effizienz - höhere NOx-Emissionen sind direkte Folge der gesteigerten Effizienz moderner Diesel.
In der Gesamtabwägung ist man aber auch bei LKW bei einer Kombination aus AGR und SCR geblieben.
Allerdings haben LKW weder ein Platzproblem bei der AdBlue-Bevorratung, noch spielt die Massezunahme so eine große Rolle, da LKW viel gleichmäßiger bewegt werden.

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