Was hat es hier zerlegt - 540i
Hallo Zusammen,
folgendes Szenario ereilte mich gestern:
Beim beschleunigen auf der Autobahn vernahm ich schlagartig ein Brummen gepaart mit verminderter Leistung. Als ich daraufhin anhielt und sah wie die Drehzahlnadel wie wild hin und her schwankte, der klang des Motors sich merklich verändert hatte und die gesamte Karosse im Stand vibrierte, wurde mir bewusst, dass er unmöglich noch auf allen 8 Zylindern läuft.
Kurz ausgeschalten und wieder angelassen - der Anlassvorgang war nach wie vor gut. Jedoch änderte es nichts an den oben beschrieben Erscheinungen.
Hab den Wagen dann heute in die Werkstatt gebracht, die sogleich auslasen, dass Zylinder 6. und 7. einen Fehler aufweisen. Haben dann wohl die Zünderkerzen gewechselt und festgestellt, dass sich nichts ändert. Kompression gemessen - war jedoch leider auf 6. und 7. nicht vorhanden.
Er meinte nun möglicherweise Zylinderkopfdichtung durch eine frühere Überhitzung, die nun darin mündete.
Kann es auch etwas anderes sein? Habt Ihr irgendwelche Ideen?i
Falls es die ZKD ist, was lohnt es sich gleich noch mit machen zu lassen, wenn er doch schon mal offen ist.
Der aktuelle KM Stand ist 215 000.
Besten Dank!
Beste Antwort im Thema
Anderthalb Jahre voller Schmerz, Selbstzweifel und Selbstgeiselung haben ein Ende gefunden.
Nachdem eine geplante Motorrevision auf der südlichen Erdhalbkugel infolge eines Motorschadens an Hand mangelnder Erfahrung scheiterte, musste ich zudem noch erfahren, wie sich der Motorinstandsetzer samt Motor und Geld verflüchtigte und nie wieder gesehen ward.
Wieder einmal mehr zeigte sich, wie naiv einen die emotionale Bindung zu einem leblosen Gegenstand werden lassen kann, indem man fremden in der Hoffnung vertraut, dass sie den geliebten Traumwagen wieder zurück auf die Straße verhelfen.
Lange rede, kurzer Sinn: Leider blieb mir der erfolgreiche Fund eines neuen Austauschmotors als Basis einer erneuten Überholung vergönnt.
So entschied ich mich nun schweren Herzens zur Verschrottung meines Traumwagens, da die inzwischen anfallenden Kosten in keiner Relation mehr zum Wert standen.
Da ich jedoch nicht einsehe, wieso ich mir von jemandem meinen Traum zerstören lassen soll, musste ein neuer her. Und hier ist er nun: BMW E39 540i von 2003 mit 180 000 km. Um vor etwaigen Problemen erstmal verschont zu werden, wurden die Steuerkette, Gleitschienen und Vanos mit erneuert.
Deshalb soll das nun (hoffentlich) der letzte Beitrag meinem nicht enden wollenden Albtraum gewesen sein.
In diesem Sinne: Besten Dank für die Unterstützung!
67 Antworten
Was ist denn am TÜ anders, passt der auch nicht rein wenn man die gesamte Peripherie vom Alten übernimmt?
Oder ist der reine Rumpfmotor schon anders? Vanos/Valvetronic oder son Mist?
Tü hat vanos, da geht es los.
Stirndeckel aufgrund wassergekühlter lima anders, elektronisches gas, usw...
Wenn du nur den rumpfmotor ohne zylinderkopf nehmen würdest, ging es. Brauchst aber wieder nen dichtungssatz, hast viel arbeit.
Ist also blödsinnig.
Er meinte nun, dass er ihn nun neu aufbauen muss - was auch immer das heisst. Wahrscheinlich nur diesen besagten Rumpfmotor als Ausgangsbasis für den M62B44 nutzen.
Das kann lustig werden... Und teuer ...
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Danke Martin
henco, ob sich das lohnt? Klär das lieber alles noch mal genau ab was die vor haben und was es dann kosten soll.
Da der Motor schon bezahlt ist, macht es das nun auch nicht mehr fett nehme ich an.
Was muss denn da jetzt grob alles geändert werden?
Zitat:
@KapitaenLueck schrieb am 15. Februar 2018 um 14:06:10 Uhr:
Was ist denn am TÜ anders, passt der auch nicht rein wenn man die gesamte Peripherie vom Alten übernimmt?Oder ist der reine Rumpfmotor schon anders? Vanos/Valvetronic oder son Mist?
Es fängt im Grunde damit an, dass du eine andere DME benötigst. Wenn du Pech hast, brauchst du die EWS samt Schlüsseln mit dazu, weil die Teile verheiratet sind.
Dazu der ganze Kabelbaum. Peripherie. Fängt bei LMM an und endet bei Lambdasonden...
Software, um den ganzen Klimbim zu codieren...
Das ist schon in Deutschland nahezu ein K.O.
Dabei sitzt du hier noch an der Quelle und kannst alle Teile relativ schnell besorgen.
Wer hat denn die Austauschmaschine beschafft?
Ich weiß nicht wie das bei euch dort geregelt wird, aber wenn der Auftrag lautete: Maschine besorgen und Fahrzeug fahrbereit machen, dann wäre das nicht mein Bier, sondern deren ...
Beste Lösung wäre ein Unfaller mit TÜ Maschine zu besorgen und umzubauen.
Oder noch einen Vor-TÜ Motor besorgen.
Alles Andere wäre eine Katastrophe...
Ich denke am einfachsten wird es sein, den TÜ zu verkaufen und einen Vor-TÜ zu kaufen. Ggf einen Tausch anbieten. Hier in D ist das wahrscheinlich einfacher, aber Versuchen kann man es.
Ich verstehe noch nicht ganz, was es nun so aufwendig und teuer machen soll den Motor neu aufzubauen?
Die Arbeitszeit allein oder der Aufbau des Motors durch die Neubeschaffung der Teile?
Verkaufen lassen wird er sich leider kaum. Der Kauf eines Motors für ein solches Auto ist für die meisten hier unerschwinglich.
Es ist einfach nur ein Albtraum...
Der TÜ Motor hat eine variable Nockenvellenverstellung. Daher ist der Kopf (oder besser die Köpfe) ganz anders. Und da diese VANOS vom Boardcomputer gesteuert werden brauchst du den passenden Kabelbaum und dein Steuergerät muss eben auch wissen, dass es VANOS in deinem Auto gibt.
Jetzt mal ganz einfach ausgedrückt...
Zitat:
@henca schrieb am 15. Februar 2018 um 15:13:58 Uhr:
Ich verstehe noch nicht ganz, was es nun so aufwendig und teuer machen soll den Motor neu aufzubauen?Die Arbeitszeit allein oder der Aufbau des Motors durch die Neubeschaffung der Teile?
Verkaufen lassen wird er sich leider kaum. Der Kauf eines Motors für ein solches Auto ist für die meisten hier unerschwinglich.
Es ist einfach nur ein Albtraum...
Deine originale DME(Motorsteuerung) kann die VANOS nicht ansteuern.
Sie kann die el. Drosselklappe des TÜ Motors nicht ansteuern.
In wie weit Nockenwellensensoren, Kurbelwellensensoren, Lambdasonden, Tankenlüftung, Leerlaufregelventil, Kennfeldthermostat, und und und ... bei der technischen Überarbeitung geändert worden sind, weiß ich nicht.
Aber deine DME wird mit den ganzen Bauteilen einfach nichts anfangen können.
Die MUSS also zwingend neu.
Und hier fängt das Problem an, weil es einen enorman Rattenschwanz nach sich zieht.
Machst du die DME neu, musst du alle geänderten Sensoren tauschen, weil die Sensoren zum Teil mit anderen Kennfeldern arbeiten.
Die anderen Steuergeräte kommunizieren auch mit der Motorsteuerung. Wer weiß, was da noch geändert werden muss ...
Machbar ist alles, aber der Aufwand und die Kosten dafür sind enorm.
Ich bin jetzt knapp 14 Jahre in diesem Forum und kann mich nicht an einen erinnern, der sich das antun wollte.
Die Idee ist schließlich nicht neu.
Leute. Es geht darum aus beiden motoren einen m62 ( nicht tü) zu bauen...
Sind die köpfe des def. Motors heile geblieben?
Das wäre vielleicht noch die Möglichkeit.
Rumpf unten vom Neuen und Kopf sowie Stirnseite vom Alten.
Ob das alles wirklich zusammen passt?
Also wenn es nur m den reinen Block geht (Kurbelgehäuse heißt das bei BMW offiziell) so hat der bis Sep 98 die Teilenummer 11111745586 oder ...587 (je nach rechts- oder linkslenker).
Ab Okt 98 dann die Teilenummer 11111439773/775 und es heißt explizit dass die beiden nicht rückwirkend austauschbar sind.
Was die Unterscheidung beim Block zwischen rechts- und linkslenker soll, ist mir nicht einsichtig, zumal wenn man rückschlüsselt für beide Nummernpärchen dann rechts- und linkslenker Modelle genannt werden.
Ob das mit der Einführung des TU zusammenfällt kann ich nicht sagen, aber es wäre zumindest mal genau zu prüfen aus was für einem Baujahr dein alter Motor ist.
Mein Beileid zu der Tragödie. Wie schon erwähnt, wäre halt wichtig zu wissen wie genau der Auftrag lautet für den du unterschrieben hast und wer die Beschaffung des falschen Motors zu verantworten hat.
ghm
Zitat:
@Meinungsverstaerker schrieb am 15. Februar 2018 um 15:22:19 Uhr:
Der TÜ Motor hat eine variable Nockenvellenverstellung. Daher ist der Kopf (oder besser die Köpfe) ganz anders.
Stimmt und stimmt nicht, laut Teilekatalog sind die Köpfe gleich- was die Sache aber nicht einfacher macht