Verkokung beim Benziner-Direkteinspritzer?

Mercedes C-Klasse W205

Ein Kollege erzählte mir gestern von dem großen Problem, das Direkteinspritzer haben: Heftige Verkokungen im kompletten Ansaugtrakt, da diesem Motorkonzept die Selbstreinigung fehlt.

Eine sog. Bedi-Reinigung sei ab einem gewissen km-Stand wichtig - bei deren effektivster Variante werden sogar Motorteile demontiert, um mechanisch (d.h. nicht nur chemisch) reinigen zu können.

Über Google fand ich das Problem eigentlich nur im Zusammenhang mit Audi und VW (auch mein Kollege hat einen großen Audi), aber trotzdem hier die Frage, ob das Problem auch bei Mercedes bekannt ist.

Beste Antwort im Thema

Wie geschrieben, werde ich es bei Gelegenheit machen. Wollte nur eine Info geben.
Gestartet hat das Thema nun ein anderer.

Beim letzten mal wurde das Thema dem Admin gemeldet, da auch über eine mögliche deaktivierung der AGR spekuliert wurde.
Angeblich gab es auch Angebote in der Richtung und das Thema wurde geschlossen.

Anscheinend haben einige Langeweile.

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Zitat:

Also Mehrfacheinspritzung oder Schichtladung usw. sind der Grund für die Verkokung der Einlassventile.

Der 200er und der 250er haben Schichtladung.

Gibt es Benziner in der Baureihe W205, die das Problem mit der Verkokung nicht haben?

🙂

Der 200er Mopf hat die Schichtladung nicht mehr.

Zitat:

@fahrestern schrieb am 25. Januar 2023 um 15:32:55 Uhr:


Der 200er und der 250er haben Schichtladung.

Gibt es Benziner in der Baureihe W205, die das Problem mit der Verkokung nicht haben?

Nein. Das Problem hat auch nichts mit Schichtladung zu tun, das betrifft jeden Direkteinspritzer, egal ob Diesel oder Benziner. Wurde alles im Thread (Seite 2) schon richtig beschrieben. Öldämpfe aus der Kurbelgehäuseentlüftung werden durch heiße Abgase aus der Abgasrückführung verkokt. Sprit geht da gar nicht mehr durch, demnach ist es egal, wie die Gemischaufbereitung funktioniert.

Bei MB ist das Problem vermutlich deswegen weniger schlimm, weil das Öl durch kürzere Intervalle (1J/25tkm) sauberer bleibt. Vermutlich helfen auch aschearme, moderne Öle.

Der M274 in dem Video auf Seite 1 sieht ja noch harmlos aus. Guckt mal in den YT-Kanal von Readhead Zylinderkopftechnik. Hier ein Mazda-Diesel, da kann man schon quasi Bergbau dran betreiben... 😁

https://www.youtube.com/watch?v=op8i0nxGoH4&t=50s

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Zitat:

@MadX schrieb am 25. Januar 2023 um 16:16:54 Uhr:


Der 200er Mopf hat die Schichtladung nicht mehr.

Welche Vor-MOPF haben keine Schichtladung?

Beim 300er weiss ich es.

Zitat:

@fahrestern schrieb am 25. Januar 2023 um 16:37:52 Uhr:


Welche Vor-MOPF haben keine Schichtladung?
Beim 300er weiss ich es.

Nur der 300er. Aber die Schichtladung als Ursache ist Quatsch. Auch die Ventile sehen keinen Sprit.

Zitat:

@DeFisser schrieb am 25. Januar 2023 um 17:22:20 Uhr:



Zitat:

@fahrestern schrieb am 25. Januar 2023 um 16:37:52 Uhr:


Welche Vor-MOPF haben keine Schichtladung?
Beim 300er weiss ich es.

Nur der 300er. Aber die Schichtladung als Ursache ist Quatsch. Auch die Ventile sehen keinen Sprit.

C400 auch und wohl auch alles darüber 450, 43, 63

Im Grund sind alle Direkteinspritzer mit AGR davon betroffen.

Ich hatte meinen M276 Endoskopiert … Zylinder 5 Einlassventile 80000 km.

Asset.JPG
Asset.JPG

Zitat:

Nur der 300er. Aber die Schichtladung als Ursache ist Quatsch. Auch die Ventile sehen keinen Sprit.

Schade.

Unabhängig von der Verkokung suche ich einen VFL, dessen Motor nicht im Massen Feinstaub ausstösst, wie das die Schichtlademotoren ohne OPF tun.
Und der Kurzstrecken halbwegs aushält.

Sowas gibt es vermutlich nicht.

Der 180er (M 274 DE 16 AL) ist auch ein Schichtlademotor?

Schichtlader haben das Kürzel DES (S=Schichtladung), erkennbar auch am SA-Code 920.

Zitat:

@hame22 schrieb am 25. Januar 2023 um 13:35:06 Uhr:


Also Mehrfacheinspritzung oder Schichtladung usw. sind der Grund für die Verkokung der Einlassventile.

Ich denke du sollstest dir das System nochmals anschauen.

Halte ich beides für Unsinn.

Kannst dich gerne bei Basshuysen belesen...Stichwort: Saubere Verbrennung = weniger Verkokung.

Richtig muss es IMHO heißen: Im Grund sind alle Direkteinspritzer mit AGR mehr oder weniger davon betroffen...da gibt es schon deutliche Unterschiede.

Hab ich doch hier geschrieben.

Zitat:

@hame22 schrieb am 25. Januar 2023 um 18:37:50 Uhr:


Im Grund sind alle Direkteinspritzer mit AGR davon betroffen

Aber zurück zu meiner Frage:
Jemand hier aus NRW daran interessiert das zu machen?
Vielleicht kann man ja mal ein Schrauberwochenende
machen.

Moin,
ich muss hier mal bzgl. "Schichtladung als vermeintliche Ursache" meinen Senf dazugeben (habe einige Zeit als Prüfstandfahrer in der Motorenvorentwicklung bei Nicht-Daimler gearbeitet). Es ist niedlich, wie sich alle um Schichtladung, nicht aber um AGR, kümmern. Da ist nämlich der Hase im Pfeffer begraben! Es ist natürlich richtig, dass dennoch auf kurz oder lang alle "trocken laufenden" Einlassventile verkoken, aber nicht so schnell und extrem. Weitere begünstigende Einflüsse sind Fahrprofil (viel Stadtverkehr oder Dauer-Schleichen) und Kraftstoff (quartalsweise homöopathisch einmal Ultimate tanken hilft, auch wenn man nicht von der Mineralölindustrie gesponsert wird). Am Ende des Tages läuft es jedoch auf's selbe hinaus: Motoren mit DES haben auch AGR, bzw. nur der "amerikanische" 300er nicht. Also JA: DES (und in Folge AGR) sind deutlicher betroffen!
Der M274 mit M014 (Leistungssteigerung auf 180 kW aka "300"😉 ist allgemein ein Exot im damaligen Programm: als einziger Otto-Zweiliter keine Schichtladung, kein NOX-Speicherkat, kein AGR, keine elektrische WaPu, Kennfeldoptimierung auf 98 Oktan und definitiv andere Hardware in Ventiltrieb und Co. (um auch gleich mal den elendigen "Chip-Tuning-Mythen" beizukommen und Leuten, die immer am damaligen Aufpreis der Motorisierung herum zeterten). Außerdem für den US-Markt andere Kraftstoff-Leck-Detektion (hierzulande ohne Funktion) und veränderte Kurbelgehäuseentlüftung. Aus all diesen Gründen habe ich mich damals aktiv für den 300er entschieden - im Exportmarkt (USA) gab es die C-Klasse NUR als C 300 oder C 63 ... und es hat immer sehr viel zu sagen (Zuverlässigkeit), wenn ein Hersteller sich auf einen Basismotor festlegt. Des Weiteren gab es den M014-M274 auch im Sprinter, was ein weiteres Aushängeschild für Arbeitstier ist. Dass das ursprüngliche Grundaggregat ein echtes Urgestein aus dem letzten Jahrhundert ist (immer wieder überarbeitet, aber dennoch goldrichtig), kommt obendrein.

Last but not least: Ich habe mit meinem 300er C-Coupé jetzt 167 tkm seit 2017 runter, tanke nur Super Plus und komme trotz Mischung aus flinker Fahrweise und auch gerne mal Stau locker unter 8 Liter auf 100 km (wenn man schleicht auch auf unter 7!). Den Service mache ich seit Garantie-Ende komplett selbst laut Intervall und hatte noch keinerlei Probleme. In diesem Thread bin ich interessehalber gelandet, weil mich mal die Thematik interessiert hat und ich dieses Jahr per Endoskop ins Saugrohr gucken will - ich werde berichten.
Alles in allem KEIN Vergleich mit den Direkteinspritzern der VAG, BMW oder den "Kleinen" (Ford, Opel und Konsorten), wobei Ford ja mit kombinierter Einspritzung hantierte (DI + PFI), was den Teufel mit den Beelzebub bekämpfte :-D

Gruß Stag Stopa

Hallo,

kann man eigentlich sagen dass bei erhöhten Ölverbrauch (quasi alles über 0,1 Liter auf 25 000km, grins) die Gefahr der Verkokung in die Höhe geht?

Gute Fahrt

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