Verkokung beim Benziner-Direkteinspritzer?

Mercedes C-Klasse W205

Ein Kollege erzählte mir gestern von dem großen Problem, das Direkteinspritzer haben: Heftige Verkokungen im kompletten Ansaugtrakt, da diesem Motorkonzept die Selbstreinigung fehlt.

Eine sog. Bedi-Reinigung sei ab einem gewissen km-Stand wichtig - bei deren effektivster Variante werden sogar Motorteile demontiert, um mechanisch (d.h. nicht nur chemisch) reinigen zu können.

Über Google fand ich das Problem eigentlich nur im Zusammenhang mit Audi und VW (auch mein Kollege hat einen großen Audi), aber trotzdem hier die Frage, ob das Problem auch bei Mercedes bekannt ist.

Beste Antwort im Thema

Wie geschrieben, werde ich es bei Gelegenheit machen. Wollte nur eine Info geben.
Gestartet hat das Thema nun ein anderer.

Beim letzten mal wurde das Thema dem Admin gemeldet, da auch über eine mögliche deaktivierung der AGR spekuliert wurde.
Angeblich gab es auch Angebote in der Richtung und das Thema wurde geschlossen.

Anscheinend haben einige Langeweile.

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Zitat:

@florian1987 schrieb am 25. Januar 2023 um 18:58:28 Uhr:


Ich hatte meinen M276 Endoskopiert … Zylinder 5 Einlassventile 80000 km.

Hallo,

ist aber kein Benziner oder?

Gute Fahrt

Zitat:

@Mitbuerger schrieb am 11. April 2023 um 19:44:34 Uhr:


ist aber kein Benziner oder?

Was soll der M276 denn sonst sein ?

GreetS Rob

Aber auch beim M276 gibt es verschiedene Versionen, mit und ohne Schichtladung.

Der M276 im C43 (vorMopf und Mopf) hat weder Schichtladung noch Abgasrückführung, richtig?

Die AGR ist ein Instrument zur Stickoxidreduzierung bei nicht homogenem Gemisch (Sauerstoffüberschuss, Diesel und Benzin-Schichtlader), korrekt?

Gibt es in der Baureihe 205 Benziner, die auf Lambda 1 laufen und trotzdem AGR haben?

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Zitat:

@florian1987 schrieb am 25. Januar 2023 um 18:58:28 Uhr:


Ich hatte meinen M276 Endoskopiert … Zylinder 5 Einlassventile 80000 km.

Hallo Florian,
Was für ein Auto hast Du mit dem M276er Motor?
Gruß

Moin nochmal,

Zitat:

@Mitbuerger schrieb am 11. April 2023 um 19:43:25 Uhr:


kann man eigentlich sagen dass bei erhöhten Ölverbrauch (quasi alles über 0,1 Liter auf 25 000km, grins) die Gefahr der Verkokung in die Höhe geht?

0,1 Liter auf 25 tkm ist maßlos überzogen und meiner Meinung nach je nach Fahrprofil und Kilometerstand völlig unbedenklich. Für mich wäre eher das Nachfüllen außerhalb des Intervalls ein Indikator (sprich 0,4 Liter aufwärts). Aber nein: Öl kann auf verschiedene Wege "verloren" gehen und muss sich nicht zwingend im Ansaugtrakt (klassischer Turbo-Schaden) wiederfinden. Frage mal die VAG-TFSI-Freunde, was die für Ölverbräuche haben ;-) Ein umgeklappter Simmerring beispielsweise, der dein Öl zum Getriebe raushaut, interessiert deine Ventile herzlich wenig.

Ansonsten prinzipiell bei Daimler: Benziner = "Mxxx", Oelmotoren (Diesel) = "OMxxx" ;-)

Zum leidigen Thema AGR, Schichtladung und Co.: Zwar ist richtig, dass AGR eine "Reduktionsmaßnahme" ist, aber eigentlich geht es vorrangig um "virtuelles Downsizing" - man füllt den Brennraum mit (dreckigem) Inertgas. Mit variablen Ventiltrieben verfolgt man das gleiche Ziel auf "sauberem Wege": Miller- und Atkinson-Zyklus erlauben es, den Hubraum virtuell zu verkleinern (wobei bei Miller eher ein europäischer Fetisch und Atkinson in USA/Asien vertreten ist und bei Hybriden weitaus mehr Sinn macht ... Miller ist der Exot für Kleinstmotoren, während Atkinson im Realbetrieb besser funktioniert, solange das Gesamtkonzept stimmig ist). Und Schichtladung heißt dann eigentlich nur, dass lediglich um die Kerze herum ein Wölkchen zündfähiges Gemisch ist, während das Gros des Zylinders anderweitig gefüllt ist (meist über AGR mit dem Endziel "Extrem-Mager-Mix"😉 ... und genau jene Sauerei bedingt dann zwingend einen Stickoxidsammelkat, der meiner Meinung nach etliche Nachteile mit sich bringt (periodisch zu erneuernde NOX-Sonde + regelmäßiges Regenerieren). Gerade letzten Punkt habe ich sehr lange unterschätzt und war immer ein wenig "neidisch" auf die 250er-Fraktion, weil ich dachte, die kämen im Verbrauch dadurch noch tiefer ... Pustekuchen! NOX-Regeneration erfolgt durch das regelmäßige Umschalten auf Homogenbetrieb, was in Summe den Verbrauch eher noch höher ausfallen lässt als Dauerhomogenbetrieb. Es hängt natürlich stark vom Fahrer ab (bei mir macht auch Segeln keinen Sinn, weil ich als Ex-Diesellangstreckenfahrer extrem über Schubabschaltung fahre und dadurch mehr spare als beim Segeln). Selbiges gilt für den "Super-Plus-Zwang": Klar kann der 300er auch 95 Oktan, aber der Mehrverbrauch (um Leistung soll es nicht gehen) hebt sich über den Heizwert auf (wichtig ist wie gesagt, dass das Kennfeld auch wirklich einen Nutzen daraus ziehen kann).
Fun-Fact aus der Entwicklung: Man versucht zwar solange wie möglich Zusatzeinrichtungen (OPF, NOX-Kat, usw.) allein schon aus Kostengründen zu vermeiden, aber wenn man erst einmal nicht mehr drum rum kommt, spielt man herzlich gerne damit. Gerade mit OPF sind beispielsweise wieder Betriebszustände möglich, die man vorher um jeden Preis vermeiden musste, aber hey: "Jetzt haben wir ja eh einen Filter, der alles wegschluckt, da können wir auch mal wieder in richtig dreckige Bereiche fahren!". Lustig wird’s dann nur, wenn wie beim Diesel Jahre lang nur in eine Richtung entwickelt wird (Partikel) und dem Gesetzesgeber dann plötzlich ein neues Thema auf der gegenüberliegenden Achse (NOX) einfällt.

Diesel-Freunde, die sich in diesen Thread verirren und mitmischen wollen, würde ich zu einem Extra-Thread raten, da es hier erstens um Ottos geht und zweitens in einem expliziten Diesel-Thema sicherlich mehr Interessensverwandte und Experten den Weg finden ;-)

Zitat:

@kevin22 schrieb am 12. April 2023 um 02:33:07 Uhr:


Moin nochmal,

Zitat:

@kevin22 schrieb am 12. April 2023 um 02:33:07 Uhr:



Zitat:

@Mitbuerger schrieb am 11. April 2023 um 19:43:25 Uhr:


kann man eigentlich sagen dass bei erhöhten Ölverbrauch (quasi alles über 0,1 Liter auf 25 000km, grins) die Gefahr der Verkokung in die Höhe geht?

0,1 Liter auf 25 tkm ist maßlos überzogen und meiner Meinung nach je nach Fahrprofil und Kilometerstand völlig unbedenklich. Für mich wäre eher das Nachfüllen außerhalb des Intervalls ein Indikator (sprich 0,4 Liter aufwärts). Aber nein: Öl kann auf verschiedene Wege "verloren" gehen und muss sich nicht zwingend im Ansaugtrakt (klassischer Turbo-Schaden) wiederfinden. Frage mal die VAG-TFSI-Freunde, was die für Ölverbräuche haben ;-) Ein umgeklappter Simmerring beispielsweise, der dein Öl zum Getriebe raushaut, interessiert deine Ventile herzlich wenig.

Ansonsten prinzipiell bei Daimler: Benziner = "Mxxx", Oelmotoren (Diesel) = "OMxxx" ;-)

Diesel-Freunde, die sich in diesen Thread verirren und mitmischen wollen, würde ich zu einem Extra-Thread raten, da es hier erstens um Ottos geht und zweitens in einem expliziten Diesel-Thema sicherlich mehr Interessensverwandte und Experten den Weg finden ;-)

Guten Morgen,

so war es gemeint, mit dem Ölverbrauch, aber die Verkokung, um die geht es ja hier, findet nicht nur durch den Ölnebel der schon seit Urzeiten wieder rückgeführt wird, sonderen auch, und dies nicht unerheblich, durch die Abgasrückführung statt?, Frage: in wie fern bedingt eine sehr ökonomische Fahrweise (Segeln lassen oder häufig Schubbetrieb, sanftes Beschleunigen, immer Start-Stop, selten hohe Drehzahlen, einmal im Jahr nahe der Höchstgeschwindigkeit für 25 sek. fahren und was es sonst noch an Einsparmöglichkeiten gibt) beim z.B. 1,5 Liter EQ Boost Motor ein vermehrtes Risico der besagten Verkokung?

Gute Fahrt

Zitat:

@kevin22 schrieb am 12. April 2023 um 02:33:07 Uhr:


Diesel-Freunde, die sich in diesen Thread verirren und mitmischen wollen, würde ich zu einem Extra-Thread raten, da es hier erstens um Ottos geht und zweitens in einem expliziten Diesel-Thema sicherlich mehr Interessensverwandte und Experten den Weg finden ;-)

Warum? Das Problem ist doch beim Benziner und Diesel exakt dasselbe. Bei beiden Motorenarten weht kein reinigender Kraftstoff mehr durch den Ansaugtrakt, ergo: Verkokung! Das Ergebnis sieht auch exakt gleich aus. Ölnebel aus der KW-Entlüftung lagern sich im Ansaugtrakt ab, dann kommen die heißen Abgase aus der Rückführung und schon haben wir den Salat, äh, die Kohle...

Zitat:

@Tobias-C43 schrieb am 11. April 2023 um 22:37:00 Uhr:



Zitat:

@florian1987 schrieb am 25. Januar 2023 um 18:58:28 Uhr:


Ich hatte meinen M276 Endoskopiert … Zylinder 5 Einlassventile 80000 km.

Hallo Florian,
Was für ein Auto hast Du mit dem M276er Motor?
Gruß

Moin,
Meiner ist ein c400 3l ohne Schichtladung ohne AGR…
Ich habe mich übrigens vertippt… es war Zylinder 4 😉

Gruß

Hier noch mal Brennraum und Nanoslide Laufbahn schön angelaufen… laut WIS wohl noch in Ordnung, Ölverbrauch habe ich auch keinen. Mal sehen wie es weitergeht, aber er läuft gut.

Asset.JPG
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Zitat:

@Marc V8 schrieb am 11. April 2023 um 21:13:23 Uhr:


Der M276 im C43 (vorMopf und Mopf) hat weder Schichtladung noch Abgasrückführung, richtig?

Gibt es in der Baureihe 205 Benziner, die auf Lambda 1 laufen und trotzdem AGR haben?

Würde mich auch interessieren, speziell beim M177.

Zitat:

@DeFisser schrieb am 12. April 2023 um 10:27:13 Uhr:



Zitat:

@kevin22 schrieb am 12. April 2023 um 02:33:07 Uhr:


Diesel-Freunde, die sich in diesen Thread verirren und mitmischen wollen, würde ich zu einem Extra-Thread raten, da es hier erstens um Ottos geht und zweitens in einem expliziten Diesel-Thema sicherlich mehr Interessensverwandte und Experten den Weg finden ;-)

Warum? Das Problem ist doch beim Benziner und Diesel exakt dasselbe. Bei beiden Motorenarten weht kein reinigender Kraftstoff mehr durch den Ansaugtrakt, ergo: Verkokung! Das Ergebnis sieht auch exakt gleich aus. Ölnebel aus der KW-Entlüftung lagern sich im Ansaugtrakt ab, dann kommen die heißen Abgase aus der Rückführung und schon haben wir den Salat, äh, die Kohle...

Hallo,

ich vermute mal dass die Diesel-Abgase wesentlich dreckiger sind, quasi bedeutend mehr Ruß enthalten als bei den megatollen Benzinern, dieses AGR zukoken incl. Ansaugbrücke gibt es dort schon so lange es das AGR gibt, da die heutigen Benziner ewig und drei Jahre lang fast Null Ölverbrauch haben mache ich mir wenig Sorgen, die heutigen Motorenölen tun ihr übrigens zum Null Verbrauch.

Gute Fahrt

Moin,

ich hab nicht den Eindruck, dass das beim Benziner weniger oft auftritt. Schau mal in den Youtube-Kanal von "Redhead Zylinderkopftechnik". Die machen oft Walnussstrahlen bei verkokten Motoren.

Grüße

Grüße nochmal,

@DeFisser Es ist richtig, dass Diesel- und Benzinverkokungen im Grunde genommen "das Selbe" sind. Mit dem Extra-Thread wollte ich einerseits hier nicht allzu sehr abschweifen (der Thread heißt nun mal "Verkokung beim Benziner-Direkteinspritzer?"😉, andererseits wird es glaube ich endgültig zu unübersichtlich, wenn zu normalem DES/AGR dann auch noch Partikelfilter und Denox mit Adblue-Mischern und u.U. High- und Low-Pressure-EGR dazukommt (Ruß sowieso) - das sind Themen für sich! Und ich bleibe dabei: Dieselabgase (vor allem kalte) sind aggressiver und neigen nun mal eher zu Rußablagerungen bzw. sind halt permanent am (Heiz-)Ölen. Bei 'nem Diesel ist die Haube noch nicht mal offen und du hast schon schmierige Pfoten - warum soll es den Innereien anders gehen?

@florian1987 Deine Laufbahnbeschichtung sieht echt abenteuerlich aus - da hätte ich auch Bedenken ;-)

@Mitbuerger Alles, was "extrem" ist, ist auf Dauer ungesund für einen Motor - sowohl extrem sportlich als auch extrem sparsam ... manche Dinge brauchen nun einmal von Zeit zu Zeit Drehzahl/Temperatur, um ihren Dienst zu erfüllen und nicht festzugehen. Das muss keineswegs "Höchstgeschwindigkeit" sein. Bei von dir beschriebener Fahrweise ist jährliches Freifahren allenfalls noch für's eigene Gewissen gut. Das ist jetzt ausdrücklich nur meine eigene Meinung und KEINE goldene Erkenntnis, aber ich bleibe dabei: quartalsweise einen vollen Tank Premium-Kraftstoff und nach Möglichkeit einmal im Monat auch mal eine Strecke über 30 Kilometer (bestenfalls Überland), wo alles mal ein wenig auf Temperatur kommt, schadet nicht. Ich sage nicht, dass man heizen muss wie ein Doofer, aber alleine mal eine Strecke im Sport-Modus (auch ohne veränderte Fahrweise) bringt durch das längere Halten der Gänge und die schnellere Lastanforderung schon deutlich mehr Leben ins Spiel. Ob sich das im Endeffekt lohnt, wird keiner ökonomisch zusammen zu bilanzieren in der Lage sein.

So, jetzt zurück zum Thema: Ich habe heute mal mein Saugrohr abgebaut (war doch zu neugierig!) und habe ein paar Bilder gemacht (mein China-Endoskop ist nicht das Beste, sorry). Wie man sieht, kriegt man auch ohne AGR auf Dauer (wie gesagt knapp 170.000 Kilometer) schöne Ablagerungen hin. Dass das trotz meiner Langstrecken und regelmäßig auch mal flotteren Gangart sowie ununterbrochen Super+ ab Werk so aussieht, hat mich ein wenig verwundert. Dazu ein unscharfes Bild der Nanoslide. Es gibt von Tunap und einigen anderen Anbietern verschiedene Reinigungssysteme - das wird dann eine Sommeraktion beim nächsten Ölwechsel. Ich will nicht wissen, wie es mit DES/AGR ausgesehen hätte. Aber was muss das muss und ich werde dazu auch keine weiteren philosophischen Vergleiche und Mutmaßungen anstellen.

Last but not least: Die Jungs bei Redhead machen schöne Clips, aber über alles andere will ich mich hier einfach nicht länger auslassen (denke, meine, glaube, könnte, habe gehört und stelle mir vor) ... vom reinen Hören-Sagen weiß zumindest ich persönlich NULL über einen Motor und wage noch weniger Vergleiche diesbezüglich zu ziehen (was ist denn mit Kilometerleistung, Fahrprofil, Vorschäden, Serien-Ausreißern, usw.?). Und vor allem, was machen wir dann mit der Erkenntnis? Die modernen Benziner sind genauso schlimm wie die Diesel - und jetzt? Fahre ich halt nur noch meinen Saugrohreinspritzer-V10, oder wie? ;-)

Bis die Tage
Stag Stopa

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Zitat:

@kevin22 schrieb am 12. April 2023 um 19:03:49 Uhr:


Bei 'nem Diesel ist die Haube noch nicht mal offen und du hast schon schmierige Pfoten - warum soll es den Innereien anders gehen?

Was ist das denn für ein Blödsinn? Wenn man schmierige Pfoten kriegt oder es nach Diesel riecht, ist was kaputt oder undicht. Bei meinem ist die einzige Stelle, wo man Diesel riecht, ein offener Tankdeckel.

Zitat:

Wie man sieht, kriegt man auch ohne AGR auf Dauer (wie gesagt knapp 170.000 Kilometer) schöne Ablagerungen hin. Dass das trotz meiner Langstrecken und regelmäßig auch mal flotteren Gangart sowie ununterbrochen Super+ ab Werk so aussieht, hat mich ein wenig verwundert. Dazu ein unscharfes Bild der Nanoslide. Es gibt von Tunap und einigen anderen Anbietern verschiedene Reinigungssysteme - das wird dann eine Sommeraktion beim nächsten Ölwechsel.

Du hast garnichts verstanden. Der Sprit, ob E10 oder 102, hat NICHTS mit der Verkokung zu tun. Du kannst literweise Tunap in den Tank kippen, kein Tropfen wird davon Deinen Ansaugtrakt erreichen. Vielleicht wird es nach der Verbrennung noch für etwas Zusatzruß sorgen, je mehr Oktan desto mehr Additive sind ja drin.

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