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Vergleich von Abstandstempomaten

Mercedes C-Klasse A205 Cabriolet
Themenstarteram 14. Dezember 2020 um 11:33

Liebe Motor-Talkler

Bisher bin ich selbst immer eher ältere Wagen gefahren und brauche deshalb ein neues Auto ;)

Als Cabrio-Liebhaberin, bin ich daraufhin eine Mercedes C-Klasse zum Test gefahren und war v.a. von der Distronic absolut begeistert. Seither wünsche ich mir ein solches System, möchte allerdings nicht unbedingt einen Neuwagen kaufen und bin mir auch bei Mercedes noch nicht sicher, aus diversen Gründen.

Allerdings bin ich auch das neue T-Roc Cabriolet gefahren und war von dessen Abstandstempomat bzw. ACC nicht wirklich begeistert. Im Vergleich zum Mercedes, war das wie eine andere Welt, fand ich.

Nun zu meinen Fragen an euch:

1. Was ist eurer Meinung nach das beste System? Auf welche Marke und Baureihe würdet ihr zurück greifen, falls euch das Halbautonome fahren wichtig wäre.

2. Wie weit kann ich in den Baujahren bei Mercedes zurück gehen ohne grossen Qualitätsverlust? Ist ein Wagen mit Zulassung in z.B. 2016 sehr viel schlechter, was die Assistenzsysteme angeht oder ist das nur Marketing? Der Mercedes-Händler behauptet, der Wagen sollte nicht älter als 2019 sein.

Würde mich riesig über euren Support freuen.

Besten Dank und Gruss vorweg

Sari

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21 Antworten

Ich bin gerade von einer C-Klasse Baujahr 2016 auf einen aktuellen Volvo umgestiegen, da gibt es keinen merklichen Unterschied.

Was bei beiden gilt: für entspanntes Fahren sollte man den Abstand auf den größtmöglichen Wert einstellen, sonst werden die Reaktionen etwas ruppig. Vielleicht war das beim getesteten VW der Fall.

Bei Mercedes sollte man auf die Bezeichnung "Distronic Plus" achten, erst diese Version kann auch hinter Fahrzeugen anhalten. Gibt es in der S-Klasse seit 2006, E-Klasse seit 2009, C-Klasse seit 2012 (in etwa). Alles danach waren nur noch kleine Verfeinerungen, das macht keinen großen Unterschied mehr.

Bei Mercedes konnte man sehr lange die Distronic plus auch ohne Spurhalteassistent bestellen. Wenn man beides will, schränkt das die Auswahl schon ein.

Ich hatte vorher einen BMW und diverse Mietwagen von VW und Audi, nun fahre ich einen Lexus. Alle haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Bei BMW war die Spurerkennung sehr gut, es kam selten vor, dass Fahrzeuge auf einer anderen Spur fälschlicherweise zum abbremsen geführt haben, dafür waren die Reaktionen etwas ruppig, also vor allem das Bremsen zu stark und zu plötzlich und zu sehr darauf erpicht, immer den korrekten Abstand zu halten. Bei den VW und Audi Fahrzeugen fand ich gut, dass sie nicht rechts überholen, aber sie waren ebenso zu ruppig. Der Lexus nun erkennt öfter Fahrzeuge auf der falschen Spur, hat aber die mit Abstand angenehmste Abstandsregelung, er bremst sanft und vor allem gar nicht, wenn man zum Überholen einfädelt, sondern lässt in diesem Fall den Abstand sanft größer werden.

Zitat:

@CabrioSari schrieb am 14. Dezember 2020 um 11:33:06 Uhr:

… Im Vergleich zum Mercedes, war das wie eine andere Welt, fand ich. …

Wenn du uns sagt, was dir gefallen oder nicht gefallen hat, kann man vielleicht gezielter helfen …

Themenstarteram 15. Dezember 2020 um 23:22

Na klar, gerne. Danke der Nachfrage!

Im Mercedes (war ein ganz neues Modell mit Distronic (nicht Plus), kein Gebrauchtwagen) fand ich die automatische Erkennung der Geschwindigkeitsbegrenzung und die automatische Anpassung des Tempomaten inkl. entsprechender Abstände zu den Vorausfahrenden enorm angenehm. Ausserdem fühlte sich das recht zuverlässig/sicher an.

Der Tempomat vom T-Roc hat einfach (aber immerhin) den Abstand eingehalten aber die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht selbst erkannt und es hat sich auch subjektiv weniger zuverlässig angefühlt, wobei ich den Mercedes ausführlicher testen konnte.

Generell möchte ich aber natürlich auch die automatische Anpassung der Geschwindigkeit ausschalten können, das will man ja nicht immer nutzen ;)

War das präzise genug beschrieben?

Zitat:

@birscherl schrieb am 15. Dezember 2020 um 06:58:25 Uhr:

Zitat:

@CabrioSari schrieb am 14. Dezember 2020 um 11:33:06 Uhr:

… Im Vergleich zum Mercedes, war das wie eine andere Welt, fand ich. …

Wenn du uns sagt, was dir gefallen oder nicht gefallen hat, kann man vielleicht gezielter helfen …

Eigentlich funktionieren alle recht ordentlich und auch komfortabel. Ich hab das Teil von VW und bin absolut zufrieden. Andere Hersteller können das aber auch.

Ein genereller Schwachpunkt ist dass diese Systeme nicht so vorausschauend fahren wie ein humaner Gasfuss. Man gewöhnt sich aber dran und weiß wie man das jeweilige System überstimmt. Diese Anpassung an den Abstandsregler erfordert ein bisschen Zeit. Daher sind die Systeme nicht unbedingt bei einer kurzen Probefahrt miteinander vergleichbar.

Zudem gibt es diverse Einstellungsmöglichkeiten. Ich fahre zum Beispiel niemals mit maximalem Abstand.

Grundsätzlich will ich nie wieder ein Auto ohne Abstandstempomaten haben.

Zitat:

Allerdings bin ich auch das neue T-Roc Cabriolet gefahren und war von dessen Abstandstempomat bzw. ACC nicht wirklich begeistert. Im Vergleich zum Mercedes, war das wie eine andere Welt, fand ich.

Ist kein Wunder. Die C-Klasse W205 hat sehr viel mehr Radarsensoren. Hier von 2014:

https://automotive-technology.de/.../...ereokamera-und-Ultraschall.jpg

Das sind bis zu 7 Radarsensoren in der C-Klasse W205.

2 nach hinten.

2 nach hinten an den Ecken.

3 nach vorn mit verschiedenen Reichweiten.

Der T-Roc hat ein Radar nach vorn, das war's. Und eine Verbindung zur Frontkamera.

Damit ist schon die Informationslage arg unterschiedlich. Die Informationen sicht nicht alles, denn dann kommen ja noch Verarbeitung, Planung und Aktionsauswahl. Aber wenn das System schon mal bessere Informationen hat, dann ist auch die Datengrundlage einfach besser.

Die beiden Radarsensoren in der hinteren Stoßstange sind für den Totwinkelassistent, haben mit dem Abstandsregeltempomaten nichts zu tun.

Mein W463 hat 7 Stufen der Abstandsfeineinstellung, ich benutze meist Stufe 3 oder 4.

Es gibt mit Sicherheit bessere Systeme, als an meinem Opel, aber wenn das Verkehrsgeschehen hektisch wird, ist es wahrscheinlich bei allen besser, das von Hand zu regeln.

Wenn es gilt, weiter vorauszuschauen, als auf den direkten Vordermann, macht man das besser selbst,

So lange es einigermaßen fließt, ist das ACC schon knorke.

oder "gar nicht", siehe "Stau" und der oftmals im ACC integrierte "Stau-Assistent".

Wobei das voraussetzt, dass das mit der Rettungsgasse auch vernünftig läuft.

Naja, die Stau-Assistenten machen nix anderes als den Abstand zum Vordermann bei geringen Geschwindigkeiten konstant zu halten und piepen dich beim Auflösen dessen an "du bist wieder dran". Lenken war mein Job, der Abstand seiner.

Jedenfalls die paar, die ich bisher in Mietwagen hatte. Zusammen mit Automatik ist das ganz angenehm, auch wenn jeder auf die Ursache dieser Annehmlichkeit gerne verzichten würde.

Kenne jetzt bisher aus eigener Erfahrung nur die Systeme von Toyota. Eines vom 2016er Lexus IS 300h, eines vom 2020er Toyota RAV4 Hybrid. Toyota ist da mit solchem "neumodischen Kram", der gar nicht mehr so neumodisch ist, etwas zurückhaltend. Der Lexus, wie gesagt von 2016, hatte noch keinen Stau-Assistenten und schaltete den ACC bei unter 40 km/h einfach ab. Und das System hat vor allem in lang gestreckten Autobahnkurven manchmal übervorsichtig reagiert, weil es den weit vor mir auf der rechten Spur fahrenden LKW als auf meiner Spur fahrend erkannte. Mein aktueller 2020er Rav4 hat auch einen Stau-Assistenten, der seinen Job sehr gut macht. Auch die Empfindlichkeit / Reaktion bezogen auf Fahrzeuge auf anderen Fahrstreifen hat sich deutlich gebessert. So finde ich es gut. Auch das bereits erwähnte eher sanfte Regulieren fällt positiv auf. Spur halten und mitlenken funktioniert auch angenehm, in seltenen Fällen etwas sensibel. Schnelle enge Kurven erkennt das System aber nicht so grandios, da darf Toyota nachbessern.

Mein VW Teil hat ebenfalls den Stauassistenten und fährt los anstatt zu piepsen. Nach einer gewissen Standzeit deaktiviert er aber den Autostart und will einen Eingriff, entweder über das Gaspedal oder per Knopfdruck haben. Meiner Meinung nach ist dies sehr nett :)

Zitat:

@Rasanty schrieb am 17. Dezember 2020 um 19:26:08 Uhr:

Mein VW Teil hat ebenfalls den Stauassistenten und fährt los anstatt zu piepsen. Nach einer gewissen Standzeit deaktiviert er aber den Autostart und will einen Eingriff, entweder über das Gaspedal oder per Knopfdruck haben. Meiner Meinung nach ist dies sehr nett :)

Ja...so ist es wie bei menem Tigan aus 2018.

STOP hinter dem Vordermann, an ner Ampel oder im Stau, dann Motor AUS über Start/Stop.

Dann gibt es eine "Bereitschaftszeit" von , ich glaube 5sek, innerhalb derer das System SELBSTÄNDIG wieder anfährt, wenn der Vordermann losfährt.

Danach muss man den Anfahrvorgang sozusagen "quitieren" mit ner Taste am Lenkrad. Der Motor wird aber schon automatisch gestartet wenn der Vordermann sich entfernt,

Vermutlich soll das anfahren verhindert werden wenn sich jemand/etwas nach den 5sek vor den Wagen "geschummelt" hat.

Nach dem Anfahren übernimmt ACC automatisch weiter die Abstandskontrolle

Die Abstandsentfernung selbst ist in mehreren Stufen einstellbar und das funktioniert gut. größte Entfernung ist dabei komfortabler als kürzeste, bei der dann schon später und stärker gebremst wird, bzw stärker beschleunigt wird um Abstandsdifferenzen anzugleichen.

"Rechtsüberholen" wird durch das System verhindert, im Display wird dann das links erkannte, langsamere Fahrzeug links vom Vorderman angezeigt, und sich an dessen Geschwindigkeit angepasst.

Minimaler Abstand ist dann jeweils 0,8sek bis zum Vorderman, also Geschwindigkeitsabhängig.

Einzig wenn man hinter einem Vorrausfahrenden auf die Überholspur wechselt dauert es eine Weile bis das System die "freie Bahn" erkennt und beschleunigt. Das ist für meinen Geschmack ziemlich defensiv programiert, man kann aber mit nem kurzen Tip aufs Gaspedal dem System zu verstehen geben, "alles frei" und dann wird auch umgehend beschleunigt.

Normaler Regen macht kein Problem erst wenns sehr kräftig schüttet,

kommt die Warnung " ACC - keine Sensorsicht". Das wiederzuschalten des Systems dauert dann eine Weile da erst die wiederkehrenden Radarechos mehrfach auf Plausibilität überprüft werden.

Im Tunneln und mit Leitplanken habe ich noch kein Problem gehabt.

Ich bin sehr zufrieden mit dem System und möchte es nicht mehr missen, besonders auf Bundesstraßen macht es eine entspannte Fahrt möglich.

 

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