Tonnenfederbruch - wer hätte es sehen müssen?!

BMW 3er E36

Hallo Leute,

ich habe eine dringende Frage, die zur Klärung eines Sachverhaltes notwendig ist. Der eine oder andere erinnert sich noch an diesen Thread: Rasseln im Fahrbetrieb!

Gestern stand die Hauptuntersuchung meines Cabriolets an, welches nun doch in meinen Händen bleiben wird. Bei der Dekra wurde ein Bruch der Tonnenfedern hinten diagnostiziert. Jetzt wissen wir auch, woher dieses Rasseln kam/kommt.

Zuvor – und das ist jetzt ganz wichtig – war das Cabriolet bei der BMW Niederlassung zur HU-Vorkontrolle und anschließend zum Achsvermessen in einer freien Werkstatt. Diese freie Werkstatt hat sich noch andere Dinge geleistet, die ich vielleicht später noch thematisieren werde. Jetzt akut ist die Frage danach:

Wem hätte der Federbruch auffallen müssen?! BMW bei der Vorkontrolle würde ich bejahen. Hätte ein Federbruch jedoch auch bei der Achsvermessung auffallen müssen?

---

Ferner:

1) Ich kann im ETK keine Teilenummer für den Satz Tonnenfedern hinten ausfindig machen. Die Spalte ist leer. Kann hier jemand aushelfen?

2) Muss die Spur nach dem Tausch der Tonnenfedern erneut eingestellt werden?

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Keine HU-Stelle macht eine (kostenfreie) Voruntersuchung...und nein, ich will keinen Nachprüfbericht, sondern gleich einen Einwandfreien, deshalb war ich zur HU-Vorkontrolle bei BMW!

Jede HU ist eine kostenfreie Diagnose, in dem Sinne als dass du dein Auto so oder so vom Tüv prüfen lassen musst. Du musst die 100+X Euro also so oder so bezahlen. Dazu bekommst du eine quasi kostenlose Diagnose was alles nicht passt.

Ist doch völlig wurst, ob man einen Tüv Bericht mit Nachkontrolle hat oder nicht - es geht doch darum, dass man am Ende die Plakette hat mit möglichst wenig Kosten bekommt.

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@holsteiner
Wenn du die hinteren Federn einzeln bei deinem BMW-Händler bekommen hast,war das dessen Entscheidung
Von BMW aus gibt es die Anweisung und auch die Angabe im ETK als Satz zu verkaufen/verbauen.
Und das war schon in den 90ern so.

Greetz

Cap

Zitat:

@s333b schrieb am 21. Mai 2020 um 18:11:29 Uhr:



Zitat:

@Bloetschkopf schrieb am 21. Mai 2020 um 17:40:15 Uhr:


Es gibt immer noch kein Foto von der gebrochenen Feder,je nachdem wo sie gebrochen ist muss das nicht auffallen.

Doch, das fällt schon auf wenn man explizit nach dem Zustand der Feder schaut. Z.B. indem man das Hinterrad abnimmt oder mit einem Teleskopspiegel nachschaut, letzteres wird wahrscheinlich auch der TÜV-Prüfer getan haben. Auch wenn dann wie typisch nur die unterste Windung gebrochen ist, braucht man kein BMW-Experte zu sein um das Problem zu sehen. Setzt natürlich voraus, dass man überhaupt hinschaut und nicht einfach nur einmal ums Auto läuft.

Moin,

Klugscheisserei, seit wann nimmt der TÜV das Rad ab? Und einen Prüfer mit Teleskopspiegel, habe ich noch nie bei der TÜV-Abnahme gesehen!

Moin!
So wie ich es Erinnerung habe, liegen die Federn an der Hinterachse frei. Da benötigt mann weder eine Spiegel noch muss man des Rad abschrauben. Wenn man unter dem Fahrzeug steht kann man die Feder einsehen und auch erkennen, ob ein Bruch vorhanden ist. Man muss allerdings auch da hin sehen.
G

Also bei mir hatte vor 2 Jahren der TÜV Prüfer wirklich mit einem Spiegel nachgesehen, da es bekannt ist bei diesen Modellen. Bei mir war auch mal die linke hintere gebrochen, aber das hörte man beim fahren. Meinen E36 prüfe ich immer selbst vorm TÜV und fahre ihn dann selbst vor. Meine beiden anderen, E93 und F11, gehen immer zum freundlichen zum TÜV, und da bin ich vorher dabei wenn er das Auto anschaut. Ich zahle auch nichts für's vorfahren immer nur die TÜV-Gebühr, lasse aber auch alles da machen.

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Bei BMW bekomme ich nur den Satz, also zwei Stück! Der kostet beim Händler vor Ort mit Einbau: 417,53 Euro (Die Teile selbst kosten: 214,40 Euro).

Ich bin froh, dass der Prüfer den Fehler, welcher ein Störgeräusch im Fahrbetrieb verursacht hat, dass bislang keiner identifizieren konnte, weder gesehen, noch gefunden hat.

Ich schwanke zwischen Sachs oder Bilstein-Federn. Das dürfte am Ende eigentlich gleich sein, oder? Preislich nimmt sich das nichts. Sollte ich die Federteller auch tauschen?

---

@allesgeht
Der Prüfer hat einen Spiegel benutzt und auch mit der Hand gefühlt.

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Update generell:

Das Fahrwerk ist von der Werkstatt – wie erwartet – falsch eingestellt worden, da man als Referenzwerte, die eines E21 genommen hat.

BMW und eine andere Fachwerkstatt haben das Messprotokoll angesehen und Vorher-, Nachher-, sowie die richtigen Referenzwerte miteinander verglichen. Das Fahrwerk war vor der Achsvermessung besser eingestellt als danach. Derzeit ist verstellt und muss unbedingt korrigiert werden. Natürlich erst, wenn die Federn getauscht wurden.

Wie ich die anderen Macken in den Griff bekomme, dass weiß ich noch nicht.

Anbei ein paar Bilder wie mein Auto nach dieser "Arbeit" zurück erhalten habe...

Leder_1
Leder_2
Leder_3
+3

Ehrlich, Federntausch hinten ist wirklich einfach. Denke, selbst als Laie in max. 1 1/2 Std. Geschichte.
Die einzigen Schrauben, die es zu lösen gibt, sind die Radschrauben und die untere Schraube vom Dämpfer. Das war’s.
Habe es gerade bei meinem Cabrio hinter mir, habe jetzt einen Satz gebrauchte Alpina Federn über. Tausch war nicht nötig.
Grüße

Zitat:

@Manfred19 schrieb am 23. Mai 2020 um 22:26:46 Uhr:


Ehrlich, Federntausch hinten ist wirklich einfach. Denke, selbst als Laie in max. 1 1/2 Std. Geschichte.
Die einzigen Schrauben, die es zu lösen gibt, sind die Radschrauben und die untere Schraube vom Dämpfer. Das war’s.
Habe es gerade bei meinem Cabrio hinter mir, habe jetzt einen Satz gebrauchte Alpina Federn über. Tausch war nicht nötig.
Grüße

Wenn man die Werkstatt-Ausstattung und das Werkzeug hat, mag das sein.

Hier die Anleitung aus dem TIS.

Die Fragen, was ersetzt werden müsste, haben sich nach der Anleitung erledigt.

Moin!
Also, einen 19er Ring- oder Maulschlüssel für den Stoßdämpfer unten und einen zwei 13er, um gegebenenfalls den Stabi an der Seite abzuschrauben, kann man sich besorgen, wenn man so etwas nicht hat. Dann die Radaufnahme nach unten drücken und die Feder mit einem dicken Schraubenzieher, oder so, heraushebeln.
Ach ja, dazu mass natürlich das Fahrzeug an der Seite hinten mittels Wagenheber hochgestellt und gesichert sein.
Hat man aber zwei linke Hände, dann sollte man doch lieber in die Werkstatt fahren.
G

Mit Stabi weg ist aber wesentlich einfacher.

Wollte mir auch erst einen abquälen ohne Stabi lösen, hab es mir aber schnell anders überlegt.

Classic, was ich mich Frage: Was haben die beim FW einstellen denn hinten gesucht und gemacht??? Sehr eigenartig.

Update:

Die Fachwerkstatt und meine Person haben sich geeinigt.

Die Einigung umfasst den Austausch der defekten Tonnenfedern und die erneute (korrekte) Achsvermessung ohne weitere/erneute Kosten. Die dazu notwendigen Ersatz- bzw. Austauschteile (Federn, Federunterlagen, Schrauben usw.) organisiere bzw. habe ich bereits organisiert (Toll, wie so neue Bilstein Tonnenfedern aussehen. 😉 ).

Die Reinigung des Innenraumes wird durch eine Fachfirma ausgeführt, deren Kosten die Werkstatt übernimmt. Die Schäden im Leder werden zwar damit nicht behoben, jedoch ist der Innenraum dann erst einmal wieder sauber. Früher oder später kümmere ich mich dann um die Farbdefekte im Leder selbst.

Zitat:

@KapitaenLueck schrieb am 25. Mai 2020 um 13:04:30 Uhr:


. . . Was haben die beim FW einstellen denn hinten gesucht und gemacht??? Sehr eigenartig.

Warum eigenartig ?
Eigenartig isses immer, wenn die Leute bei "Fahrwerkseinstellung" immer nur an die Vorderachse denken !
https://www.newtis.info/.../GHlQbSM
https://www.newtis.info/.../GLP5UHQ

Update:

Ich falle vom Glauben ab. Gestern bekam ich den Anruf der Werkstatt, dort wurden die Federn samt aller Anbauteile gegen Neuteile gewechselt. Es stellt sich dabei heraus, dass die Federn NICHT wie ursprünglich festgestellt gebrochen sind. Demnach ist der ganze Aufwand unnötig gewesen.

Das wird für die Dekra defintiv ein Nachspiel haben, da dort gebrochene Tonnenfedern an der HA festgestellt worden sind. Die "defekten" Federn habe ich selbstredend aufgehoben. Ich werde weiter berichten!

Wenn einmal der Wurm drin ist... da war anscheinend geballte Kompetenz am Werk.

Fürs nächste mal:

Grundsätzlich rate ich dir, dass man sofern die groben Sachen funktionieren (Fährt, Bremst, Lenkt, Lichter gehen, keine Warnleuchten im Armaturenbrett etc), zu allerst selbst zum Tüv fahren sollte. Bei der Prüfung bekommst du quasi eine kostenlose Diagnose, was an sicherheitsrelevanten Dingen nicht in Ordnung ist. Erst danach zur Werkstatt oder halt selbst beheben - die Tüv Nachprüfung kostet ja nur ein paar Euro!

Da ja immer etwas am Fahrwerk sein kann, bei dem die Reparatur ein Spur einstellen notwendig werden lässt, sollte man natürlich erst nach dem bestanden Tüv die Spur einstellen (lassen).
Den Tüv interessiert deine Spur auch nicht, sofern die Reifen nicht kritisch einseitig abgefahren sind!

Hatte mal bei einem Turbo Audi den Fall, dass aufgrund eines Geräusches behauptet wurde, die Krümmerdichtung sei defekt und diese müsse gewechselt werden für den Tüv. Bin dann trotzdem zum Tüv und siehe da es war ein kleines Teil innerhalb der Ansaugung, Kosten: weniger als 10 Euro.

Zitat:

@matzzze schrieb am 2. Juli 2020 um 13:07:43 Uhr:


Fürs nächste mal:

Grundsätzlich rate ich dir, dass man sofern die groben Sachen funktionieren (Fährt, Bremst, Lenkt, Lichter gehen, keine Warnleuchten im Armaturenbrett etc), zu allerst selbst zum Tüv fahren sollte. Bei der Prüfung bekommst du quasi eine kostenlose Diagnose, was an sicherheitsrelevanten Dingen nicht in Ordnung ist. Erst danach zur Werkstatt oder halt selbst beheben - die Tüv Nachprüfung kostet ja nur ein paar Euro!

Da ja immer etwas am Fahrwerk sein kann, bei dem die Reparatur ein Spur einstellen notwendig werden lässt, sollte man natürlich erst nach dem bestanden Tüv die Spur einstellen (lassen).
Den Tüv interessiert deine Spur auch nicht, sofern die Reifen nicht kritisch einseitig abgefahren sind!

Hatte mal bei einem Turbo Audi den Fall, dass aufgrund eines Geräusches behauptet wurde, die Krümmerdichtung sei defekt und diese müsse gewechselt werden für den Tüv. Bin dann trotzdem zum Tüv und siehe da es war ein kleines Teil innerhalb der Ansaugung, Kosten: weniger als 10 Euro.

Guter Vorschlag, aber zum TüV (DEKRA) war der TS ja, und der hatte festgestellt, dass die Feder gebrochen ist!? Ich wiederhol mich, man kann aber auch selbst feststellen, ob die Feder gebrochen ist, dazu muss man sich allerdings etwas bücken, wenn keine Hebe bühne vorhanden ist.

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