Tesla-Härtetest: Runde 2

Tesla Model S 002

Stuttgart – Vier Tesla-Fahrer strahlen beim Blick auf das Messgerät. Es hängt, abgedeckt von einer zerrissenen Plastiktüte mit Werbung für eine Automobilpublikation, zwischen dem Tesla Model S und einer dreiphasigen Steckdose. Sie strahlen zufrieden, trotz 13° Celsius, trotz Starkregen, der vom Wind durch ihre dünnen Jacken gepeitscht wird. Das Gerät zeigt 9,8 Kilowattstunden Ladung an.

9,8 Kilowattstunden, die beweisen, dass ein Model S P85 mit konstant 120 km/h ohne Zwischenladung von Stuttgart nach München fahren kann

.

Das klingt selbstverständlich, erwartbar, denn Tesla gibt 502 Kilometer als maximale Reichweite für sein Model S an. Doch im Härtetest des Fachmagazins Auto Motor und Sport (AMS) im Juli 2014 versagte der Reichweiten-Bizeps des getesteten Autos mitten im Klimmzug.

46 Kilowattstunden soll das Model S bei konstantem Tempo von 120 km/h pro 100 Kilometer bei starker Hitze verbrauchen, schrieb die AMS damals

. Auf 75,9 Kilowattstunden Netto-Batteriekapazität hochgerechnet ergibt das eine Reichweite von 184 Kilometern. Einer Strecke von Stuttgart bis kurz hinter Augsburg.

Das Model S kommt viel weiter

“, sagten die Model-S-Fans vom

Tesla-Fahrer und Freunde e.V.

(TFF). Sie erkundigten sich nach den Testmethoden, kontaktierten den AMS-Chefreporter Alexander Bloch und

veranstalteten am 23. August 2014 eine Vergleichsfahrt in Hilden

.

Ihre Tesla fuhren bei 20 Grad Außentemperatur im Durchschnitt 363 Kilometer weit

. Bloch und seine AMS-Kollegen waren dazu eingeladen, erschienen aber nicht zum Termin.

AMS gegen TFF: Fachzeitschrift gegen Community

Schon vorher hatte die AMS die Tesla-Fahrer zu einem erneuten Test unter ähnlichen Bedingungen eingeladen:

Am 12. September 2014 folgte der exklusive Nachtest auf einer zertifizierten Teststrecke

. Es herrschten die gleichen Parameter wie beim ersten Versuch. Ein Oval mit genau 3,0 Kilometern Länge, zwei Steilkurven, konstant 120 km/h und am besten 30 Grad Außentemperatur. Aber die gibt es nicht im September in Baden-Württemberg. Dafür Kälte und Regen.

Trotzdem starten beide Parteien gemeinsam den neuen Versuch. Sie wiederholen den ersten Test mit einem privaten

Model S

aus dem TFF. Zehn Runden auf glattem Asphalt, danach eine Ladung auf den zuvor gemessenen Akkustand. 9,8 kWh laden die Tester nach 32,2 Kilometern.

Das bedeutet einen Verbrauch von 30,4 kWh pro 100 Kilometer

(inklusive Ladeverlust). Ergibt eine Reichweite von 280 Kilometern.

Zur Sicherheit fährt ein zweites Model S mit 120 km/h auf dem Oval. So lange, bis der Akku Tempo 120 km/h nicht mehr halten kann. Nach 2:15 Stunden steht fest: Das Model S P85 von TFF-Mitglied Boris Reski fährt unter Testbedingungen 267,7 Kilometer weit – mit Klimaanlage, Heizung und Abblendlicht, aber ohne Radio. Ohne die Reserveladung anzugreifen, fahren die Tester 258,2 Kilometer.

Das entspricht rechnerisch einem Verbrauch von 29,4 kWh pro 100 Kilometer

. Der Bordcomputer zeigt zuletzt 28,6 kWh pro 100 Kilometer an.

„Einphasig laden ist wie Benzin verschütten“

Doch woher kommt die Differenz zwischen den Fahrten?

Die AMS hatte im ersten Test nach 31 Kilometern einen Ladestromverbrauch von 14,3 kWh gemessen – fast 50 Prozent mehr als beim Nachtest.

Die nur 184 Kilometer Reichweite wurden von der AMS auf Basis des gemessenen Wertes berechnet. Ermittelt mit der sogenannten einphasigen Bruttoladung inklusive aller Ladeverluste. Dieser Wert gibt an, wie viel Strom für die vollständige Ladung an einer normalen Haussteckdose nach 31 Kilometern nötig war.

TFF-Vorsitzender Eberhard Mayer sagt: „

Das Model S ist nicht für einphasiges Laden gebaut

.“ Für den Vergleich hatte die AMS alle Testkandidaten einphasig geladen. Doch das sei beim Tesla extrem ineffizient. Besonders für die letzten 8,5 kWh Ladung benötige man viel Strom für Zellausgleich und Akku-Kühlung. Vielleicht habe beim Laden eine Tür offen gestanden. Dann könne die Klimaanlage Strom verbraucht haben.

Bloch sagt, die Ladeprotokolle gäben keinen Hinweis auf außergewöhnliche Situationen. Das einphasige Laden sei unvermeidlich gewesen. Schließlich trat der Tesla in einem Vergleichstest an. Und da sei Vergleichbarkeit essentiell.

Mayer zieht den Vergleich zum Tanken.

Einphasiges Laden sei, als würde jemand Sprit verschütten

. Der schlechte Verbrauchswert müsse vor allem von den Ladeverlusten stammen. Zudem fand der erste Reichweitentest bei 30 Grad Außentemperatur statt. Die Klimaanlage musste das aufgeheizte Auto auf 20 Grad kühlen. Bei einer längeren Strecke wäre die Leistung der Klimaanlage gesunken, damit der Verbrauch. Die Mehrbelastung sei nur am Anfang so stark. Das sorge beim Hochrechnen für eine Ungenauigkeit.

Eine Differenz von 50 Prozent

Bei einer vollständigen dreiphasigen Ladung haben die Tester beim Tesla Model S P85 einen Bruttoladehub von 86,5 kWh gemessen. Das bedeutet:

Bei einer Ladung von null Kilometern auf volle Restreichweite benötigt das Model S P85 86,5 kWh Strom

. Im Akku kommen davon 75,9 kWh an – der Ladeverlust liegt bei dreiphasiger Ladung demnach bei 14 Prozent.

Ein AMS-Testfahrer gab an, der Bordcomputer habe während der ersten Testfahrt einen Verbrauch von ungefähr 34 kWh pro 100 Kilometer angezeigt. Selbst bei einer Ungenauigkeit von einer Kilowattstunde ergibt das eine Brutto-Netto-Differenz von mehr als 30 Prozent zum gemessenen Wert von 46 kWh.

Auf Nachfrage von MOTOR-TALK sagte ein Experte, dass bei einphasiger Ladung und dadurch längerer Ladedauer die Ladeverluste entsprechend ansteigen.

Lüfter, Zellausgleich und Zusatzgeräte müssen dann länger versorgt werden als bei schneller, dreiphasiger Ladung. Das führt unter anderem zu höheren Ladeverlusten. Dreiphasiges Laden sei derzeit eine der effizientesten Methoden.

Ladeverluste beeinträchtigen nicht die Reichweite. Sie geben nur an, wie viel zusätzlicher Strom für die Akkuladung notwendig ist.

Nach dem zweiten Test: Unmut im TFF-Forum

Der Nachtest lässt beide Parteien als Sieger und Verlierer zurück.

Die Tesla-Fahrer sind zufrieden, weil sie trotz widrigem Wetter so gute Reichweiten erzielt haben. Doch die Nutzer des TFF-Forums sind unzufrieden. Einer schreibt: „Schade, dass ihr jetzt wie die kleinen Jungs da steht und AMS wieder sehr generös die Oberhand gewonnen hat. Die Teslafahrer stehen da wie die Korinthenkacker, die überpenibel Wert auf ihre große Reichweite legen.“

Die AMS ist zufrieden, weil der Austausch mit den Tesla-Fahrern gut war. Chefredakteur Ralph Alex sagt: „Die Diskussionen mit den Tesla-Fahrern waren für uns extrem spannend.

Wir nehmen aus den Gesprächen mit, dass es für uns in Zukunft noch wichtiger sein wird, sämtliche Details unserer Testverfahren oder beispielsweise die klimatischen Bedingungen noch plakativer im Heft und in unserem Online-Auftritt zu präsentieren.“

Aber auch die AMS ist unzufrieden. Weil sie aus ihrer Sicht alles richtig gemacht hat, damals und heute. Und trotzdem die Tesla-Fahrer nur bedingt überzeugen konnten.

Die hatten nach dem neuen Testergebnis erwartet, dass die AMS einen Fehler eingesteht. Zum Beispiel diesen: Der erste Test sei praxisfern gewesen und lasse sich nicht hochrechnen. Besonders die AMS-Aussage, das Model S könne bei Temperaturen um die 30° Celsius nicht mit einer Akkuladung von Stuttgart nach München (231 Kilometer) fahren, stieß auf Unverständnis und sei falsch. Test-Teilnehmer Daniel Brandl schreibt: „

Schade, dass die Jungs von AMS so schlechte Verlierer sind und das nicht einsehen wollen

.“

Die AMS-Redaktion betont in der Diskussion, dass sie selbst schon weitaus größere Reichweiten mit einem Tesla Model S erzielt haben, einmal bis zu 444 Kilometer. Doch eben nicht bei Hitze, Sonne und 120 km/h in diesem Oval. Nicht beim Härtetest. Da wurden alle Fahrzeuge gleich behandelt, von der Fahrstrecke über die Klimatisierung bis hin zur Ladung. Von allen Kandidaten lasse sich nur der Tesla dreiphasig laden.

Um die Vergleichbarkeit zu wahren, haben sich die Tester für den ineffizienteren Ladevorgang entschieden

. Alle Ergebnisse, das von heute und das von damals, zeigen jeweils eine Momentaufnahme. Diese lasse sich schwer reproduzieren.

So ist das oft, wenn zwei sich leidenschaftlich streiten. Die einen hören nur das eine, die anderen nur das andere. Wie in jeder Beziehung auf dieser Welt.

Spekulationen um Ladeverluste und Testkriterien

Das Forum spekuliert derweil weiter. Der Hersteller gibt für die Test-Parameter eine höhere Reichweite an. Die TFF-Nutzer zweifeln an der Vergleichbarkeit zwischen Autobahn und Rundkurs. Steilkurven und der Testasphalt hätten das Ergebnis beeinflusst. Außerdem habe der starke Regen die Reichweite reduziert.

Die AMS will künftig die Elektroauto-Tests erweitern und

mindestens 50 Kilometer bzw. 30 Prozent Ladehub sowie eine vollständige Akkuladung weit fahren

. Das soll Unschärfen reduzieren und einen Verbraucher wie die Klimaanlage kompensieren.

Immerhin: Die Tesla-Fahrer haben bewiesen, dass ihre Autos mehr können, als die Fachzeitschrift in dem einen Test zeigte. Die AMS sagt, sie habe das nie bezweifelt, sondern schon vorher bestätigt.

So endet die Geschichte in einem Patt. MOTOR-TALK war als einziger neutraler Beobachter vor Ort und hat auf beiden Seiten Menschen getroffen, die mit großer Leidenschaft ihre Sache vertreten.

Das Tesla Model S fährt in den allermeisten Fällen weiter, als in der Momentaufnahme der AMS gezeigt. Diese Momentaufnahme ist für Tesla wie das 7:1 der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Brasilien. Immer möglich, aber sehr, sehr selten.

Die Elektromobilität wird das Verhalten von Fahrern und Testern intensiv verändern. Autofahrer und Autotester stehen vor neuen Herausforderungen, vor Umdenkprozessen und Änderung der Gewohnheiten. Sicher ist: In schon fünf Jahren wird dieser Streit um die Reichweite so überholt sein wie eine Drei-Gang-Automatik.

Update

: Wir hatten für ein paar Wochen ein

Tesla Modell S

als Testwagen. Lest unseren Bericht. Und was passiert, wenn man den Tesla komplett leer fährt, lest Ihr

hier

.

3068 Antworten

Also, wenn ihr die popelige Steuerbefreiung als Subvention bezeichnet, dann werden Diesel-Fahrzeuge aber durch den geringeren Steuersatz ("Steuerermäßigung!";) deutlich mehr subventioniert! Deutlich!
Und "wodurch sollen die 40 Mrd ersetzt werden?" ist ja wohl auch hanebüchen!
Zum dritten Mal: der Staat bekommt doppelt so viel Geld/kWh für den Energieträger "Strom" als für den Energieträger "Diesel". Das kannst du doch nicht einfach ignorieren?

Hey, 3XXL-Blablabla: wusstest Du schon, dass es für die Karre nicht mal eine Anhängerkupplung gibt?!
Der taugt ja nur für einen Bruchteil der Bevölkerung, oder was meinst Du?

Zitat:

Original geschrieben von Yellow68


Also, wenn ihr die popelige Steuerbefreiung als Subvention bezeichnet, dann werden Diesel-Fahrzeuge aber durch den geringeren Steuersatz ("Steuerermäßigung!";) deutlich mehr subventioniert! Deutlich!
Und "wodurch sollen die 40 Mrd ersetzt werden?" ist ja wohl auch hanebüchen!
Zum dritten Mal: der Staat bekommt doppelt so viel Geld/kWh für den Energieträger "Strom" als für den Energieträger "Diesel". Das kannst du doch nicht einfach ignorieren?

Das problem ist ich glaube dir das nicht.
Kannst du das belegen?
Ich sehe keine extra steuer fuer den strassenbau auf den strompreis.
Ich sehe mwst wie auf alles und ende. *1
Bei diesel(!) und natuerlich auch benzin hast zahlst du "den tankwart" + mwst + einen erheblichen aufpreis in die staatskasse. (reihenfolge mag anders sein) Wo ist der beim strom?
Sind 20mrd strassenbau keine gewaltige foerderung?
Diesel haben eine andere besteuerung als benziner das ist ne ganz andere geschichte, weniger steuer auf den liter dafuer mehr steuer fix pro jahr.
Batterieautos haben 0 fix pro jahr und keinen aufschlag (neben der mwst) auf den strompreis, richtig?

*1 es gibt die umlage fuer die solarfuzzis und so weiter, die kommt auf den strompreis aber das baut keine strassen und geht auch nicht ins staatssaeckel fuer schulen, oder irgendwas sonst.

Zitat:

Original geschrieben von Noch ein Stefan


Hey, 3XXL-Blablabla:

bitte schreibe meinen nickname ordentlich, oder kuerze ab mit "3L".

Zitat:

wusstest Du schon, dass es für die Karre nicht mal eine Anhängerkupplung gibt?!

nein, aber das war zu vermuten...

Zitat:

Der taugt ja nur für einen Bruchteil der Bevölkerung, oder was meinst Du?

:D

Das ja, aber nicht nur aus dem grund.

Seine faehigkeiten sind stark begrenzt, daher ist es ein typischer zweitwagen fuer stadt und kurzstrecke. Preis und groesse sind allerdings weniger typisch, daher wir es noch eine bruchteil der potenziellen kunden ansprechen, ja.

Ähnliche Themen

Zitat:

Original geschrieben von 3L-auto-ja


Das problem ist ich glaube dir das nicht.
Kannst du das belegen?
Ich sehe keine extra steuer fuer den strassenbau auf den strompreis.
Ich sehe mwst wie auf alles und ende. *1
Bei diesel(!) und natuerlich auch benzin hast zahlst du "den tankwart" + mwst + einen erheblichen aufpreis in die staatskasse. (reihenfolge mag anders sein) Wo ist der beim strom?
Sind 20mrd strassenbau keine gewaltige foerderung?
Diesel haben eine andere besteuerung als benziner das ist ne ganz andere geschichte, weniger steuer auf den liter dafuer mehr steuer fix pro jahr.
Batterieautos haben 0 fix pro jahr und keinen aufschlag (neben der mwst) auf den strompreis, richtig?

*1 es gibt die umlage fuer die solarfuzzis und so weiter, die kommt auf den strompreis aber das baut keine strassen und geht auch nicht ins staatssaeckel fuer schulen, oder irgendwas sonst.

Wir haben doch schon vor etlichen Beiträgen geklärt, das Steuereinnahmen nicht Zielgerichtet eingesetzt werden.

Also, wenn die Steuereinnahmen bei Strom doppelt so hoch sind, ist es egal wie sie heißen.

Doppelt ist und bleibt doppelt so viel.

Zitat:

Original geschrieben von Yellow68


Zum dritten Mal: der Staat bekommt doppelt so viel Geld/kWh für den Energieträger "Strom" als für den Energieträger "Diesel". Das kannst du doch nicht einfach ignorieren?

Das mag sein.
Aber schlussendlich zahlt der Dieselfahrer trotzdem mehr Steuer als der S-Fahrer.
Rechnung hierzu:
Der Durchschnittsverbrauch des S beträgt 20,89 kWh laut Spritmonitor. Pro kWh wurden laut Zahlen dieses Links 14,10 Cent Steuern abgeführt. (Bestehend aus Stromsteuer von 2,05 ct und der MwSt.)
Das kann etwas schwanken, da es eine Hochrechnung für das Jahr 2013 war. Wer aktuellere/bessere Zahlen vorweisen kann, bitte her damit! :)
Somit entrichtet der Teslafahrer auf Hundert Kilometer 2,94€ an Steuern an den deutschen Staat.

Der Liter Diesel ist mit der fixen Mineralölsteuer von 47,04 ct/l besteuert sowie der Mehrwertsteuer von 21,80 ct (Stand August 2014).
Das heißt: Der Liter Diesel wird mit 68,84 ct/l besteuert.
Dies wiederum führt durch die simple Division von den 100 Km Teslasteuern von 2,94€ durch die Steuer pro Dieselliter zum Ergebnis von:
2,94€/0,6884€ = 4,27

Was heißt das nun? Das heißt, dass jeder Diesel, der mehr als 4,27 Liter auf 100 Kilometer verbraucht dem deutschen Staat mehr Steuern zahlt. Ganz zu schweigen von der KFZ-Steuer, von der die E-Autos dank der Subvention befreit sind.
Ziemlicher Irrsinn, wenn man sich die Umweltschädlichkeit eines Tesla S im Vergleich zu einem modernen Diesel vor Augen führt.

Zitat:

Original geschrieben von emobilezukunft



Zitat:

Original geschrieben von 3L-auto-ja


Das problem ist ich glaube dir das nicht.
Kannst du das belegen?
Ich sehe keine extra steuer fuer den strassenbau auf den strompreis.
Ich sehe mwst wie auf alles und ende. *1
Bei diesel(!) und natuerlich auch benzin hast zahlst du "den tankwart" + mwst + einen erheblichen aufpreis in die staatskasse. (reihenfolge mag anders sein) Wo ist der beim strom?
Sind 20mrd strassenbau keine gewaltige foerderung?
Diesel haben eine andere besteuerung als benziner das ist ne ganz andere geschichte, weniger steuer auf den liter dafuer mehr steuer fix pro jahr.
Batterieautos haben 0 fix pro jahr und keinen aufschlag (neben der mwst) auf den strompreis, richtig?

*1 es gibt die umlage fuer die solarfuzzis und so weiter, die kommt auf den strompreis aber das baut keine strassen und geht auch nicht ins staatssaeckel fuer schulen, oder irgendwas sonst.


Wir haben doch schon vor etlichen Beiträgen geklärt, das Steuereinnahmen nicht Zielgerichtet eingesetzt werden.
Also, wenn die Steuereinnahmen bei Strom doppelt so hoch sind, ist es egal wie sie heißen.
Doppelt ist und bleibt doppelt so viel.

Ja, habe ich verstanden - es stimmt halt bloss nicht....
Wir zahlen auf alles immer Mwst.
Das geld braucht der staat fuer seine aufgaben. (bitte lass mich das jetzt nicht berguenden)
Bei brot und bier weniger, bei kaffee und sekt mehr aber bei fast allem sind das 19%.
Bei strom auch. (anscheinend nur 16% wie ich grade lese)
Bei benzin auch. (diesel auch)
Nur bei diesel/benzin kommen an der zapfsaeule noch extra steuern dazu.
Bei strom an der ladesaeule nicht. (keine extra steuer)
Das geld fehlt.
Oder du muesstest mir zeigen wo ich mich irre..

Zitat:

Original geschrieben von 84PS



Zitat:

Original geschrieben von Yellow68


Zum dritten Mal: der Staat bekommt doppelt so viel Geld/kWh für den Energieträger "Strom" als für den Energieträger "Diesel". Das kannst du doch nicht einfach ignorieren?

Das mag sein.
Aber schlussendlich zahlt der Dieselfahrer trotzdem mehr Steuer als der S-Fahrer.
Rechnung hierzu:
Der Durchschnittsverbrauch des S beträgt 20,89 kWh laut Spritmonitor. Pro kWh wurden laut Zahlen dieses Links 14,10 Cent Steuern abgeführt. (Bestehend aus Stromsteuer von 2,05 ct und der MwSt.)
...

Da musst du mir kurz helfen:

Die einzige steuer die er zahlt sind 16% mwst, richtig?

Das sind bei 21KW rund 3EUR.

Stromsteuer und eeg umlage sind umlagen fuer kraftwerke (vermutlich solar und wind) und stehen nicht fuer strassenbau oder sonstwas zu verfuegen. Die lass besser weg.

Netto input in die steuerkasse sind 3EUR auf 100km bzw 16% mwst.

(so wie ich das jetzt ueberflogen habe, moeglicherweise uebersehe ich was).

w

Zitat:

Original geschrieben von 3L-auto-ja



Zitat:

Original geschrieben von 84PS



Das mag sein.
Aber schlussendlich zahlt der Dieselfahrer trotzdem mehr Steuer als der S-Fahrer.
Rechnung hierzu:
Der Durchschnittsverbrauch des S beträgt 20,89 kWh laut Spritmonitor. Pro kWh wurden laut Zahlen dieses Links 14,10 Cent Steuern abgeführt. (Bestehend aus Stromsteuer von 2,05 ct und der MwSt.)
...

Da musst du mir kurz helfen:
Die einzige steuer die er zahlt sind 16% mwst, richtig?
Das sind bei 21KW rund 3EUR.
stomrsteuer und eeg umlage sind umlagen fuer kraftwerke (vermutlich solar und wind) und stehen nicht fuer strassenbau oder sonstwas zu verfuegen. Die lass besser weg.
Netto input in die steuerkasse sind 3EUR auf 100km bzw 16% mwst.
(so wie ich das jetzt ueberflogen habe, moeglicherweise uebersehe ich was).
w

Nicht ganz richtig: Es gibt tatsächlich eine so genannte "Stromsteuer", die pro kWh 2,05 ct beträgt. Eingeführt wurde der ganze Spaß im Jahr '99, wenn mich nicht alles täuscht. Die zweite Steuer auf die kWh ist die Umsatzsteuer (=Mehrwertsteuer) in Höhe von 19%.

Der Rest wie z. B. EEG sind zweckgebundene Abgaben, die der Allgemeinheit nicht in Form von Steuereinnahmen zur Verfügung stehen.

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von 84PS



Zitat:

Original geschrieben von 3L-auto-ja



Da musst du mir kurz helfen:
Die einzige steuer die er zahlt sind 16% mwst, richtig?
Das sind bei 21KW rund 3EUR.
stomrsteuer und eeg umlage sind umlagen fuer kraftwerke (vermutlich solar und wind) und stehen nicht fuer strassenbau oder sonstwas zu verfuegen. Die lass besser weg.
Netto input in die steuerkasse sind 3EUR auf 100km bzw 16% mwst.
(so wie ich das jetzt ueberflogen habe, moeglicherweise uebersehe ich was).
w

Nicht ganz richtig: Es gibt tatsächlich eine so genannte "Stromsteuer", die pro kWh 2,05 ct beträgt. Eingeführt wurde der ganze Spaß im Jahr '99, wenn mich nicht alles täuscht. Die zweite Steuer auf die kWh ist die Umsatzsteuer (=Mehrwertsteuer) in Höhe von 19%.
Der Rest wie z. B. EEG sind zweckgebundene Abgaben, die der Allgemeinheit nicht in Form von Steuereinnahmen zur Verfügung stehen.
Gruß

Nagut, in deiner grafik steht aber 16% mwst (das wusste ich auch nicht).

EEG umlage ist weg und keine normale steuer, eher eine umlage, da sind wir einig.

Stromsteuer 2,1 weiss ich jetzt auch nicht genau. Aber dann waeren wir bei 16%+2,1%=18,1% "echte" steuern. Noch unter den ueblichen 19%. Konsumsteuer letztlich sowie bei allen (mit ausnahmen wie immer) ausgaben auch.

Keine EXTRA abgabe fuer strassenbau, null, nix rien.

Zitat:

Der Rest wie z. B. EEG sind zweckgebundene Abgaben, die der Allgemeinheit nicht in Form von Steuereinnahmen zur Verfügung stehen.


"zweckgebundene Abgaben"
Wenn ich das schon höre: das sind Subventionen zugunsten des Ökowahnsinnes !

Gruß SRAM

Zitat:

Original geschrieben von SRAM



Zitat:

Der Rest wie z. B. EEG sind zweckgebundene Abgaben, die der Allgemeinheit nicht in Form von Steuereinnahmen zur Verfügung stehen.


"zweckgebundene Abgaben"
Wenn ich das schon höre: das sind Subventionen zugunsten des Ökowahnsinnes !

Gruß SRAM

schon gut

:D

ich versuche doch nur diplomatisch zu sein....

und ich glaube die teslaner suchen jetzt soweiso grade 20-40 mrd euro, mal sehen was fuer vorschlaege kommen

:D

Zitat:

Original geschrieben von 3L-auto-ja



Zitat:

Original geschrieben von 84PS



Nicht ganz richtig: Es gibt tatsächlich eine so genannte "Stromsteuer", die pro kWh 2,05 ct beträgt. Eingeführt wurde der ganze Spaß im Jahr '99, wenn mich nicht alles täuscht. Die zweite Steuer auf die kWh ist die Umsatzsteuer (=Mehrwertsteuer) in Höhe von 19%.
Der Rest wie z. B. EEG sind zweckgebundene Abgaben, die der Allgemeinheit nicht in Form von Steuereinnahmen zur Verfügung stehen.
Gruß

Nagut, in deiner grafik steht aber 16% mwst (das wusste ich auch nicht).
EEG umlage ist weg und keine normale steuer, eher eine umlage, da sind wir einig.
Stromsteuer 2,1 weiss ich jetzt auch nicht genau. Aber dann waeren wir bei 16%+2,1%=18,1% "echte" steuern. Noch unter den ueblichen 19%. Konsumsteuer letztlich sowie bei allen (mit ausnahmen wie immer) ausgaben auch. Keine EXTRA abgabe fuer strassenbau, null, nix rien.

Wir haben beide recht. ;)
Die 19% werden auf den Nettostrompreis erhoben, weshalb es sich schlussendlich "nur" auf 16% MwSt. beim Bruttostrompreis beläuft.
Und Vorsicht! Die Stromsteuer ist eine Fixsteuer wie die Mineralölsteuer in Höhe von 2,05 Cent, keine prozentuale Besteuerung.

Aber richtig: Keine Abgaben für Straßenbau, etc. Da sind wir "Dinosaurierfahrer" plötzlich wieder gut genug. ;)

Zitat:

Original geschrieben von SRAM



Zitat:

Der Rest wie z. B. EEG sind zweckgebundene Abgaben, die der Allgemeinheit nicht in Form von Steuereinnahmen zur Verfügung stehen.


"zweckgebundene Abgaben"
Wenn ich das schon höre: das sind Subventionen zugunsten des Ökowahnsinnes !

Gruß SRAM

Du hast natürlich Recht, SRAM. Ich versuche aber so objektiv wie möglich zu sein, denn nur so besteht die Chance, dass die Verblendeten ihre Position überdenken.

Auch wenn die Chance gegen 0 strebt.

;)

Zitat:

Original geschrieben von 84PS


....
Aber richtig: Keine Abgaben für Straßenbau, etc. Da sind wir "Dinosaurierfahrer" plötzlich wieder gut genug. ;)

Schoen das wir einig sind, es kommt ja auch nicht auf den letzten cent an, wenn so grob die mrd stimmen bin ich schon zufrieden.

Mit strom fahren kann uebrigens auch spass machen

klick

Der schritt ist fuer einen batterieautofahrer auch nicht mehr weit, 15% atom habe sie eh, dann haben sie auch reichweite!

:D

w

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