Tesla-Härtetest: Runde 2

Tesla Model S 002

Stuttgart – Vier Tesla-Fahrer strahlen beim Blick auf das Messgerät. Es hängt, abgedeckt von einer zerrissenen Plastiktüte mit Werbung für eine Automobilpublikation, zwischen dem Tesla Model S und einer dreiphasigen Steckdose. Sie strahlen zufrieden, trotz 13° Celsius, trotz Starkregen, der vom Wind durch ihre dünnen Jacken gepeitscht wird. Das Gerät zeigt 9,8 Kilowattstunden Ladung an.

9,8 Kilowattstunden, die beweisen, dass ein Model S P85 mit konstant 120 km/h ohne Zwischenladung von Stuttgart nach München fahren kann

.

Das klingt selbstverständlich, erwartbar, denn Tesla gibt 502 Kilometer als maximale Reichweite für sein Model S an. Doch im Härtetest des Fachmagazins Auto Motor und Sport (AMS) im Juli 2014 versagte der Reichweiten-Bizeps des getesteten Autos mitten im Klimmzug.

46 Kilowattstunden soll das Model S bei konstantem Tempo von 120 km/h pro 100 Kilometer bei starker Hitze verbrauchen, schrieb die AMS damals

. Auf 75,9 Kilowattstunden Netto-Batteriekapazität hochgerechnet ergibt das eine Reichweite von 184 Kilometern. Einer Strecke von Stuttgart bis kurz hinter Augsburg.

Das Model S kommt viel weiter

“, sagten die Model-S-Fans vom

Tesla-Fahrer und Freunde e.V.

(TFF). Sie erkundigten sich nach den Testmethoden, kontaktierten den AMS-Chefreporter Alexander Bloch und

veranstalteten am 23. August 2014 eine Vergleichsfahrt in Hilden

.

Ihre Tesla fuhren bei 20 Grad Außentemperatur im Durchschnitt 363 Kilometer weit

. Bloch und seine AMS-Kollegen waren dazu eingeladen, erschienen aber nicht zum Termin.

AMS gegen TFF: Fachzeitschrift gegen Community

Schon vorher hatte die AMS die Tesla-Fahrer zu einem erneuten Test unter ähnlichen Bedingungen eingeladen:

Am 12. September 2014 folgte der exklusive Nachtest auf einer zertifizierten Teststrecke

. Es herrschten die gleichen Parameter wie beim ersten Versuch. Ein Oval mit genau 3,0 Kilometern Länge, zwei Steilkurven, konstant 120 km/h und am besten 30 Grad Außentemperatur. Aber die gibt es nicht im September in Baden-Württemberg. Dafür Kälte und Regen.

Trotzdem starten beide Parteien gemeinsam den neuen Versuch. Sie wiederholen den ersten Test mit einem privaten

Model S

aus dem TFF. Zehn Runden auf glattem Asphalt, danach eine Ladung auf den zuvor gemessenen Akkustand. 9,8 kWh laden die Tester nach 32,2 Kilometern.

Das bedeutet einen Verbrauch von 30,4 kWh pro 100 Kilometer

(inklusive Ladeverlust). Ergibt eine Reichweite von 280 Kilometern.

Zur Sicherheit fährt ein zweites Model S mit 120 km/h auf dem Oval. So lange, bis der Akku Tempo 120 km/h nicht mehr halten kann. Nach 2:15 Stunden steht fest: Das Model S P85 von TFF-Mitglied Boris Reski fährt unter Testbedingungen 267,7 Kilometer weit – mit Klimaanlage, Heizung und Abblendlicht, aber ohne Radio. Ohne die Reserveladung anzugreifen, fahren die Tester 258,2 Kilometer.

Das entspricht rechnerisch einem Verbrauch von 29,4 kWh pro 100 Kilometer

. Der Bordcomputer zeigt zuletzt 28,6 kWh pro 100 Kilometer an.

„Einphasig laden ist wie Benzin verschütten“

Doch woher kommt die Differenz zwischen den Fahrten?

Die AMS hatte im ersten Test nach 31 Kilometern einen Ladestromverbrauch von 14,3 kWh gemessen – fast 50 Prozent mehr als beim Nachtest.

Die nur 184 Kilometer Reichweite wurden von der AMS auf Basis des gemessenen Wertes berechnet. Ermittelt mit der sogenannten einphasigen Bruttoladung inklusive aller Ladeverluste. Dieser Wert gibt an, wie viel Strom für die vollständige Ladung an einer normalen Haussteckdose nach 31 Kilometern nötig war.

TFF-Vorsitzender Eberhard Mayer sagt: „

Das Model S ist nicht für einphasiges Laden gebaut

.“ Für den Vergleich hatte die AMS alle Testkandidaten einphasig geladen. Doch das sei beim Tesla extrem ineffizient. Besonders für die letzten 8,5 kWh Ladung benötige man viel Strom für Zellausgleich und Akku-Kühlung. Vielleicht habe beim Laden eine Tür offen gestanden. Dann könne die Klimaanlage Strom verbraucht haben.

Bloch sagt, die Ladeprotokolle gäben keinen Hinweis auf außergewöhnliche Situationen. Das einphasige Laden sei unvermeidlich gewesen. Schließlich trat der Tesla in einem Vergleichstest an. Und da sei Vergleichbarkeit essentiell.

Mayer zieht den Vergleich zum Tanken.

Einphasiges Laden sei, als würde jemand Sprit verschütten

. Der schlechte Verbrauchswert müsse vor allem von den Ladeverlusten stammen. Zudem fand der erste Reichweitentest bei 30 Grad Außentemperatur statt. Die Klimaanlage musste das aufgeheizte Auto auf 20 Grad kühlen. Bei einer längeren Strecke wäre die Leistung der Klimaanlage gesunken, damit der Verbrauch. Die Mehrbelastung sei nur am Anfang so stark. Das sorge beim Hochrechnen für eine Ungenauigkeit.

Eine Differenz von 50 Prozent

Bei einer vollständigen dreiphasigen Ladung haben die Tester beim Tesla Model S P85 einen Bruttoladehub von 86,5 kWh gemessen. Das bedeutet:

Bei einer Ladung von null Kilometern auf volle Restreichweite benötigt das Model S P85 86,5 kWh Strom

. Im Akku kommen davon 75,9 kWh an – der Ladeverlust liegt bei dreiphasiger Ladung demnach bei 14 Prozent.

Ein AMS-Testfahrer gab an, der Bordcomputer habe während der ersten Testfahrt einen Verbrauch von ungefähr 34 kWh pro 100 Kilometer angezeigt. Selbst bei einer Ungenauigkeit von einer Kilowattstunde ergibt das eine Brutto-Netto-Differenz von mehr als 30 Prozent zum gemessenen Wert von 46 kWh.

Auf Nachfrage von MOTOR-TALK sagte ein Experte, dass bei einphasiger Ladung und dadurch längerer Ladedauer die Ladeverluste entsprechend ansteigen.

Lüfter, Zellausgleich und Zusatzgeräte müssen dann länger versorgt werden als bei schneller, dreiphasiger Ladung. Das führt unter anderem zu höheren Ladeverlusten. Dreiphasiges Laden sei derzeit eine der effizientesten Methoden.

Ladeverluste beeinträchtigen nicht die Reichweite. Sie geben nur an, wie viel zusätzlicher Strom für die Akkuladung notwendig ist.

Nach dem zweiten Test: Unmut im TFF-Forum

Der Nachtest lässt beide Parteien als Sieger und Verlierer zurück.

Die Tesla-Fahrer sind zufrieden, weil sie trotz widrigem Wetter so gute Reichweiten erzielt haben. Doch die Nutzer des TFF-Forums sind unzufrieden. Einer schreibt: „Schade, dass ihr jetzt wie die kleinen Jungs da steht und AMS wieder sehr generös die Oberhand gewonnen hat. Die Teslafahrer stehen da wie die Korinthenkacker, die überpenibel Wert auf ihre große Reichweite legen.“

Die AMS ist zufrieden, weil der Austausch mit den Tesla-Fahrern gut war. Chefredakteur Ralph Alex sagt: „Die Diskussionen mit den Tesla-Fahrern waren für uns extrem spannend.

Wir nehmen aus den Gesprächen mit, dass es für uns in Zukunft noch wichtiger sein wird, sämtliche Details unserer Testverfahren oder beispielsweise die klimatischen Bedingungen noch plakativer im Heft und in unserem Online-Auftritt zu präsentieren.“

Aber auch die AMS ist unzufrieden. Weil sie aus ihrer Sicht alles richtig gemacht hat, damals und heute. Und trotzdem die Tesla-Fahrer nur bedingt überzeugen konnten.

Die hatten nach dem neuen Testergebnis erwartet, dass die AMS einen Fehler eingesteht. Zum Beispiel diesen: Der erste Test sei praxisfern gewesen und lasse sich nicht hochrechnen. Besonders die AMS-Aussage, das Model S könne bei Temperaturen um die 30° Celsius nicht mit einer Akkuladung von Stuttgart nach München (231 Kilometer) fahren, stieß auf Unverständnis und sei falsch. Test-Teilnehmer Daniel Brandl schreibt: „

Schade, dass die Jungs von AMS so schlechte Verlierer sind und das nicht einsehen wollen

.“

Die AMS-Redaktion betont in der Diskussion, dass sie selbst schon weitaus größere Reichweiten mit einem Tesla Model S erzielt haben, einmal bis zu 444 Kilometer. Doch eben nicht bei Hitze, Sonne und 120 km/h in diesem Oval. Nicht beim Härtetest. Da wurden alle Fahrzeuge gleich behandelt, von der Fahrstrecke über die Klimatisierung bis hin zur Ladung. Von allen Kandidaten lasse sich nur der Tesla dreiphasig laden.

Um die Vergleichbarkeit zu wahren, haben sich die Tester für den ineffizienteren Ladevorgang entschieden

. Alle Ergebnisse, das von heute und das von damals, zeigen jeweils eine Momentaufnahme. Diese lasse sich schwer reproduzieren.

So ist das oft, wenn zwei sich leidenschaftlich streiten. Die einen hören nur das eine, die anderen nur das andere. Wie in jeder Beziehung auf dieser Welt.

Spekulationen um Ladeverluste und Testkriterien

Das Forum spekuliert derweil weiter. Der Hersteller gibt für die Test-Parameter eine höhere Reichweite an. Die TFF-Nutzer zweifeln an der Vergleichbarkeit zwischen Autobahn und Rundkurs. Steilkurven und der Testasphalt hätten das Ergebnis beeinflusst. Außerdem habe der starke Regen die Reichweite reduziert.

Die AMS will künftig die Elektroauto-Tests erweitern und

mindestens 50 Kilometer bzw. 30 Prozent Ladehub sowie eine vollständige Akkuladung weit fahren

. Das soll Unschärfen reduzieren und einen Verbraucher wie die Klimaanlage kompensieren.

Immerhin: Die Tesla-Fahrer haben bewiesen, dass ihre Autos mehr können, als die Fachzeitschrift in dem einen Test zeigte. Die AMS sagt, sie habe das nie bezweifelt, sondern schon vorher bestätigt.

So endet die Geschichte in einem Patt. MOTOR-TALK war als einziger neutraler Beobachter vor Ort und hat auf beiden Seiten Menschen getroffen, die mit großer Leidenschaft ihre Sache vertreten.

Das Tesla Model S fährt in den allermeisten Fällen weiter, als in der Momentaufnahme der AMS gezeigt. Diese Momentaufnahme ist für Tesla wie das 7:1 der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Brasilien. Immer möglich, aber sehr, sehr selten.

Die Elektromobilität wird das Verhalten von Fahrern und Testern intensiv verändern. Autofahrer und Autotester stehen vor neuen Herausforderungen, vor Umdenkprozessen und Änderung der Gewohnheiten. Sicher ist: In schon fünf Jahren wird dieser Streit um die Reichweite so überholt sein wie eine Drei-Gang-Automatik.

Update

: Wir hatten für ein paar Wochen ein

Tesla Modell S

als Testwagen. Lest unseren Bericht. Und was passiert, wenn man den Tesla komplett leer fährt, lest Ihr

hier

.

3068 Antworten

Zitat:

@Lone_25 schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:00:40 Uhr:


(...) Um die Problematik bei den Motorradfahren zu beleuchten: wer es nicht nur als Freizeitgefährt sondern täglich nutzt, dem gehen die 250-300 km recht schnell auf den Nerv, da es kolossal unpraktisch ist (...)

Wäre es das auch noch, wenn das Ding JEDEN Morgen auf magische Weise randvoll getankt wäre? Oder hast Du das bewusst überlesen?

Ja dann einigen wir uns darauf dass der Tesla bei dir nur 100 km schafft und der Eimer für dich völlig uninteressant ist. - Das akzeptiert hier jeder.
Aber dann halte doch die Füße Still und spamme hier nicht das Forum zu.
Soll ich mich jetzt beschweren dass ein X6 einem echten Jeep im Gelände unterlegen ist?
Oder du probierst es einfach mal aus und vereinbarst eine Probefahrt.

Eigentlich lese ich Deine Beiträge schon lange nicht mehr aber diesen hier habe ich mir dann doch mal wieder sichtbar geschaltet.

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:03:14 Uhr:



Zitat:

@Yellow68 schrieb am 20. Oktober 2014 um 12:11:23 Uhr:


....
es geht um die Bequemlichkeit, jeden Morgen eine Reichweite von mind. 350km zu haben und
....

Wir muessen das irgendwann mal klaeren:

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:03:14 Uhr:



Zitat:

Das Model S P85 von TFF-Mitglied Boris Reski fährt unter Testbedingungen 267,7 Kilometer weit


Ich sage bei angepasster fahrweiese (dem verkehr angepasst nicht der batterie) fuerchte ich es sind weniger als 200, die tesla fangemeinde schwaermt unter testbedinungen von 268 und du kommst jetzt mit mindestens 350km.
Wie ich schon sagte, das ist wie wenn der hobbyangler ueber den fisch erzaehlt den er geangelt hat.

WAS müssen wir klären? ICH muss gar nichts klären, denn ICH fahre jeden Tag damit!?

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:03:14 Uhr:



Zitat:

Es gibt immer unterschiedliche Sichtweisen!


Natuerlich, aber doch nicht so. Irgendwann ist das auch albern.

Nicht so? Wie hättest Du die Sichtweise denn gerne? Das ist MEINE Sichtweise und das Wort "albern" aus Deiner Feder ist pure Ironie.

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:03:14 Uhr:


Freilich verstehe ich das mit dem "morgens voll", das ist schon genial fuer ein stadtauto. Diese faehigkeiten sprechen wir dem auto durchaus zu. Aber schon der tagesausflug am WE faellt ins wasser: klick (das ist jetzt nicht konstruiert, sondern ein typischer ausflug aus berliner sicht.) Zugegben ist dabei der weg das ziel. Cabrio und offen macht das spass (ohne cabrio auch), dazu noch ein paar stunden am meer, was will man mehr. :)
Oder natuerlich im winter, irgendwo in der harz: klick

Zufällig habe ich gestern gerade einen Tagesausflugs gemacht: gestartet mit 361km Reichweite (Typical). Eine Strecke 124km, davon ca. 100km Autobahn, Hinweg 130 - 140km/h, Rückweg 80 - 180km/h (Autobahn sehr voll), zu Hause angekommen mit exakt 100km Reichweite (Typical), heute morgen wieder mit 270km Reichweite (Typical) (Ich lade nur bis 70%) gestartet.
DAS ist meine Praxis und ich fahre 30.000km/Jahr mit dem angeblichen "Stadtauto" :D

Zitat:

@Lone_25 schrieb am 20. Oktober 2014 um 07:50:21 Uhr:



Zitat:

@emobilezukunft schrieb am 19. Oktober 2014 um 22:54:05 Uhr:



Diese Grundsatzfrage werden wir HIER bestimmt nicht lösen.
Du verteufelst die BEV und andere wollen nichts anderes.
Du könntest genausogut über die Diesel-Pickup-Angriffe mit den US-Amerikanern diskutieren. Ihr würdet auch zu keinem Nenner kommen, es sei denn du findest das auch toll.
http://www.tagesanzeiger.ch/.../29973123

nein werden wir nicht, ich wage aber gerne einen Ausblick, und stelle die Vor- und Nachteile gegenüber. Ich bleibe dabei: unsinnige Idee mit 500 kg Akkus durch die Gegend zu kutschieren und der Marktanteil wird in Europa auch in 5 Jahren nicht nennenswert über 1-2 % liegen.
Btw: bei konstant 120 brauche ich 5,5-5,8 l Diesel im 520D und komme 1200 km weit. Übrigens auch im Winter.

1. der 520D soll laut BMW Homepage nur 4,3 l verbrauchen. Also nix mit bei 120 km/h = Werksangaben!

2. Würde ich gerne mit dir eine Wette eingehen. Nur um ein Kaffee und ein Stück Kuchen und eine öffentliche Entschuldigung hier im Forum. Ich wette, das in 5 Jahren, also am 21.10.2019 mehr als 2% der Autos mit einem elektrische Antrieb in Deutschland fahren! (Wir müssen elektrisch nur definieren, dazu zähle auch die Hybride oder nicht?)

Ähnliche Themen

Zitat:

@Yellow68 schrieb am 20. Oktober 2014 um 12:11:23 Uhr:


Ich würde mir kein Diesel- oder Benzinauto mit 1.200km Reichweite mehr kaufen - es geht nicht darum 1200 km am Stück zu fahren, es geht um die Bequemlichkeit, jeden Morgen eine Reichweite von mind. 350km zu haben und keinen Tankstopp einplanen zu müssen und die dafür notwendigen Umwege und Zeitverschwendungen zu vermeiden. Wer Elektroauto fährt, weiß was ich meine.

Und ein Auto was 1.200 km Reichweite hat könnte nicht nach 350 km, mit 3/4 vollem Tank wieder auf ganz voll aufgefüllt werden?

Zitat:

@ITpassion schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:34:44 Uhr:



Zitat:

@Yellow68 schrieb am 20. Oktober 2014 um 12:11:23 Uhr:


Ich würde mir kein Diesel- oder Benzinauto mit 1.200km Reichweite mehr kaufen - es geht nicht darum 1200 km am Stück zu fahren, es geht um die Bequemlichkeit, jeden Morgen eine Reichweite von mind. 350km zu haben und keinen Tankstopp einplanen zu müssen und die dafür notwendigen Umwege und Zeitverschwendungen zu vermeiden. Wer Elektroauto fährt, weiß was ich meine.

Und ein Auto was 1.200 km Reichweite hat könnte nicht nach 350 km, mit 3/4 vollem Tank wieder auf ganz voll aufgefüllt werden?

Natürlich könnte es das!? Aber nicht zu Hause während ich schlafe!

Es kostet stattdessen Zeit, Nerven, macht die Hände schmutzig und ist gesundheitsgefährdend

;)

Ich musste aktuell seit ca. 8.000km nicht mehr tanken (ausserhalb von zu Hause). Kann das ein Diesel- oder Benzinauto auch?

@Yellow68:
Gibs auf...
@3L-auto-ja wird nie begreifen, dass seine Ansprüche und Anforderungen an individuelle Mobilität nicht automatisch auf andere Übertragbar sind. Somit wird er auch nie begreifen, dass ein Tesla-Besitzer ohne Einschränkungen weit mehr als 300km schafft und dass manch einen ein (zugegeben) Zwangsstopp am SC nicht stört. Er wird nie eingestehen, dass die wenigsten Verkehrsteilnehmer regelmäßig Strecken von >200km zurücklegen. Das der Deutsche im Schnitt regelmäßig ~12.000km/Jahr zurücklegt gehört für ihn auf ins Land der Märchen und Legenden.
Er wird auch nicht auf die Idee kommen sich mal um eine Probefahrt zu kümmern und wenn er einen Vergleich anstrebt wird dieser in jedem Fall unter solchen Bedingungen gestaltet, dass das E-Fahrzeug scheitern muss.
Das jedoch unter etwas abgeänderten Bedingungen (kürzere Strecke oder Zwischenstop a 30min) ein Model S locker mithalten kann wird er NIEMALS eingestehen. ;)

Demzufolge bleibt für @3L-auto-ja der Tesla Model S ein "Stadtauto" und fertig.

@3L-auto-ja:
Es haben alle begriffen, dass ein Model S für deine Anforderungen unpassend ist (das bestreitet auch keiner), aber mit welcher Arroganz du dir anmaßt zu beurteilen wie hoch die Reichweite eines Model S in der täglichen Praxis ist und du damit indirekt jeden Tesla-Besitzer als Geschichtenerzähler bezichtigst ist schon erschreckend.

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:03:14 Uhr:



Zitat:

Das Model S P85 von TFF-Mitglied Boris Reski fährt unter Testbedingungen 267,7 Kilometer weit


Ich sage bei angepasster fahrweise (dem verkehr angepasst nicht der batterie) fuerchte ich es sind weniger als 200, die tesla fangemeinde schwaermt unter testbedinungen von 268 und du kommst jetzt mit mindestens 350km.
Wie ich schon sagte, das ist wie wenn der hobbyangler ueber den fisch erzaehlt den er geangelt hat.

Kannst du nicht lesen, oder warum muss man dir das jedes mal wieder schreiben:

1. Die Testbedingungen waren Wetterbedingt und Ortschaftbedingt sehr mies.

2. Der Reale Test mit nicht nur einem Auto war in Hilden und da sind die Tesla mit 120km/h max 368 km weit gekommen (im Schnitt). und die die einfach weit kommen wollten sind bis zu 580km weit gekommen.

3. Das du fährst wie Schumi`s Erben, kann ich nicht ändern, denn jeder normal fahrende schafft es nicht den Tesla unter 200 km leer zu bekommen. Es sei denn du fährst wie hier öfters beschrieben nur 0-200-0-200-0-200-0-200. Denn schau dir mal die Grafik an, im Anhang.

Um unter 200 km/h zu kommen muss man wohl über 180 km/h konstant fahren!

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:03:14 Uhr:



Zitat:

Es gibt immer unterschiedliche Sichtweisen!

Natürlich, aber doch nicht so. Irgendwann ist das auch albern.

Warum nicht so?

Schreibst du schon anderen vor, wie sie die Welt sehen sollen?

Wer bist du bitteschön?

Zum glueck habe ich alle affigen trolls schon auf ignore ;)
Nochmal die frage:
tesla spricht von 502km reichweite? (mit der 85kwh batterie) Damit meinen sie hoechstens/maximal.
Einer hier meint mindestens 350. (minimal)
Der tesla club (wenn ich es richtig verstand) unter testbedingungen 260km.
Ich persoenlich tippe mal ins blaue und sage 200. (wenn das tesla auto mir folgt)
Eine autozeitung hat probiert und gerechnet 184km.

Das lustige ist, das wird alles stimmen (bis auf die minimal 350).
Wenn mir ein verbrenner hersteller 1000km verspricht dann glaube ich ihm das auch nicht. Nicht fuer meine fahrweise, das man es hinbekommen kann, glaube ich wohl.
Bei verbrennern kann ich den seemannsgarn viel besser einschaetzen auf grund meiner erfahrung, beim batterieauto fehlt mir das.
Deswegen waere eine vergleichsfahrt so wichtig.

Zitat:

@ITpassion schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:34:44 Uhr:



Zitat:

@Yellow68 schrieb am 20. Oktober 2014 um 12:11:23 Uhr:


Ich würde mir kein Diesel- oder Benzinauto mit 1.200km Reichweite mehr kaufen - es geht nicht darum 1200 km am Stück zu fahren, es geht um die Bequemlichkeit, jeden Morgen eine Reichweite von mind. 350km zu haben und keinen Tankstopp einplanen zu müssen und die dafür notwendigen Umwege und Zeitverschwendungen zu vermeiden. Wer Elektroauto fährt, weiß was ich meine.

Und ein Auto was 1.200 km Reichweite hat könnte nicht nach 350 km, mit 3/4 vollem Tank wieder auf ganz voll aufgefüllt werden?

Zu Hause? Hast du eine eigene Tankstelle zu Hause? E-Autofahrer meistens schon!

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:03:14 Uhr:


...das ist schon genial fuer ein stadtauto.

In einem anderen Forum wurde die durchschnittliche Jahresfahrleistung im Model S mit 36.795 km ermittelt.

Schon erstaunlich für ein "Stadtauto", oder?

:D

Zitat:

@3L-auto-ja schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:41:06 Uhr:



Zum glueck habe ich alle affigen trolls schon auf ignore ;)
Nochmal die frage:
tesla spricht von 502km reichweite? (mit der 85kwh batterie) Damit meinen sie hoechstens/maximal.
Einer hier meint mindestens 350. (minimal)
Der tesla club (wenn ich es richtig verstand) unter testbedingungen 260km.
Ich persoenlich tippe mal ins blaue und sage 200. (wenn das tesla auto mir folgt)
Eine autozeitung hat probiert und gerechnet 184km.

Das lustige ist, das wird alles stimmen (bis auf die minimal 350).
Wenn mir ein verbrenner hersteller 1000km verspricht dann glaube ich ihm das auch nicht. Nicht fuer meine fahrweise, das man es hinbekommen kann, glaube ich wohl.
Bei verbrennern kann ich den seemannsgarn viel besser einschaetzen auf grund meiner erfahrung, beim batterieauto fehlt mir das.
Deswegen waere eine vergleichsfahrt so wichtig.

Du erklärst dir deine Probleme schon von selbst, merkst es nur nicht.

Zitat:

@emobilezukunft schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:29:44 Uhr:



Zitat:

@Lone_25 schrieb am 20. Oktober 2014 um 07:50:21 Uhr:



nein werden wir nicht, ich wage aber gerne einen Ausblick, und stelle die Vor- und Nachteile gegenüber. Ich bleibe dabei: unsinnige Idee mit 500 kg Akkus durch die Gegend zu kutschieren und der Marktanteil wird in Europa auch in 5 Jahren nicht nennenswert über 1-2 % liegen.
Btw: bei konstant 120 brauche ich 5,5-5,8 l Diesel im 520D und komme 1200 km weit. Übrigens auch im Winter.

1. der 520D soll laut BMW Homepage nur 4,3 l verbrauchen. Also nix mit bei 120 km/h = Werksangaben!
2. Würde ich gerne mit dir eine Wette eingehen. Nur um ein Kaffee und ein Stück Kuchen und eine öffentliche Entschuldigung hier im Forum. Ich wette, das in 5 Jahren, also am 21.10.2019 mehr als 2% der Autos mit einem elektrische Antrieb in Deutschland fahren! (Wir müssen elektrisch nur definieren, dazu zähle auch die Hybride oder nicht?)

da halte ich dagegen! Plugin-Hybride: bis 50 km bleiben draußen, denn das sind eigentlich keine E-Autos und m.E. machen die auch Sinn.

520D: ich rede ja auch von einem E60 (dem Vorgänger vom aktuellen Modell) - da dürfte der Normverbrauch außerorts halbwegs passen. Einen F10 520D EDE Handschalter bekommst Du aber um die 5l hin.

Die Entschuldigung geht klar - außerdem ist es eine These von mir, jeder kann mal irren. Die Wette gilt.

Zitat:

@Yellow68 schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:38:19 Uhr:



Zitat:

@ITpassion schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:34:44 Uhr:



Und ein Auto was 1.200 km Reichweite hat könnte nicht nach 350 km, mit 3/4 vollem Tank wieder auf ganz voll aufgefüllt werden?

Natürlich könnte es das!? Aber nicht zu Hause während ich schlafe!
Es kostet stattdessen Zeit, Nerven, macht die Hände schmutzig und ist gesundheitsgefährdend ;)
Ich musste aktuell seit ca. 8.000km nicht mehr tanken (ausserhalb von zu Hause). Kann das ein Diesel- oder Benzinauto auch?

..da sind wir doch wieder bei der Grundsatzfrage: wie viel Prozent der Bevölkerung hat eine Lademöglichkeit zu Hause oder beim Arbeitgeber? Bei zunehmenden Verstädterungsgrad und Wohnverdichtung wird das immer schwieriger. Das Partikularinteressen von einigen wenigen erfüllt werden können ist die eine Sache, dass aber ein zunehmender Teil der Bevölkerung diese Lademöglichkeit nicht hat und haben wird, stellt hier doch einfach die Sinnfrage nach diesem Mobilitätskonzept wie es Tesla oder BMW mit dem i3 propagiert, erneut.

Zitat:

@Lone_25 schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:48:16 Uhr:


da halte ich dagegen! Plugin-Hybride: bis 50 km bleiben draußen, denn das sind eigentlich keine E-Autos und m.E. machen die auch Sinn.

Na dann erzähl das mal der Bundesregierung... die zählen die nämlich dazu! Finde ich aber auch nicht gut.

Und was ist mit den PHEVs >50km? Die sollen dann wieder dazu gezählt werden?

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