Tesla-Härtetest: Runde 2
Stuttgart – Vier Tesla-Fahrer strahlen beim Blick auf das Messgerät. Es hängt, abgedeckt von einer zerrissenen Plastiktüte mit Werbung für eine Automobilpublikation, zwischen dem Tesla Model S und einer dreiphasigen Steckdose. Sie strahlen zufrieden, trotz 13° Celsius, trotz Starkregen, der vom Wind durch ihre dünnen Jacken gepeitscht wird. Das Gerät zeigt 9,8 Kilowattstunden Ladung an.
9,8 Kilowattstunden, die beweisen, dass ein Model S P85 mit konstant 120 km/h ohne Zwischenladung von Stuttgart nach München fahren kann.
Das klingt selbstverständlich, erwartbar, denn Tesla gibt 502 Kilometer als maximale Reichweite für sein Model S an. Doch im Härtetest des Fachmagazins Auto Motor und Sport (AMS) im Juli 2014 versagte der Reichweiten-Bizeps des getesteten Autos mitten im Klimmzug.
46 Kilowattstunden soll das Model S bei konstantem Tempo von 120 km/h pro 100 Kilometer bei starker Hitze verbrauchen, schrieb die AMS damals. Auf 75,9 Kilowattstunden Netto-Batteriekapazität hochgerechnet ergibt das eine Reichweite von 184 Kilometern. Einer Strecke von Stuttgart bis kurz hinter Augsburg.
„
Das Model S kommt viel weiter“, sagten die Model-S-Fans vom
Tesla-Fahrer und Freunde e.V.(TFF). Sie erkundigten sich nach den Testmethoden, kontaktierten den AMS-Chefreporter Alexander Bloch und
veranstalteten am 23. August 2014 eine Vergleichsfahrt in Hilden.
Ihre Tesla fuhren bei 20 Grad Außentemperatur im Durchschnitt 363 Kilometer weit. Bloch und seine AMS-Kollegen waren dazu eingeladen, erschienen aber nicht zum Termin.
AMS gegen TFF: Fachzeitschrift gegen Community
Schon vorher hatte die AMS die Tesla-Fahrer zu einem erneuten Test unter ähnlichen Bedingungen eingeladen:
Am 12. September 2014 folgte der exklusive Nachtest auf einer zertifizierten Teststrecke. Es herrschten die gleichen Parameter wie beim ersten Versuch. Ein Oval mit genau 3,0 Kilometern Länge, zwei Steilkurven, konstant 120 km/h und am besten 30 Grad Außentemperatur. Aber die gibt es nicht im September in Baden-Württemberg. Dafür Kälte und Regen.
Trotzdem starten beide Parteien gemeinsam den neuen Versuch. Sie wiederholen den ersten Test mit einem privaten
Model Saus dem TFF. Zehn Runden auf glattem Asphalt, danach eine Ladung auf den zuvor gemessenen Akkustand. 9,8 kWh laden die Tester nach 32,2 Kilometern.
Das bedeutet einen Verbrauch von 30,4 kWh pro 100 Kilometer(inklusive Ladeverlust). Ergibt eine Reichweite von 280 Kilometern.
Zur Sicherheit fährt ein zweites Model S mit 120 km/h auf dem Oval. So lange, bis der Akku Tempo 120 km/h nicht mehr halten kann. Nach 2:15 Stunden steht fest: Das Model S P85 von TFF-Mitglied Boris Reski fährt unter Testbedingungen 267,7 Kilometer weit – mit Klimaanlage, Heizung und Abblendlicht, aber ohne Radio. Ohne die Reserveladung anzugreifen, fahren die Tester 258,2 Kilometer.
Das entspricht rechnerisch einem Verbrauch von 29,4 kWh pro 100 Kilometer. Der Bordcomputer zeigt zuletzt 28,6 kWh pro 100 Kilometer an.
„Einphasig laden ist wie Benzin verschütten“
Doch woher kommt die Differenz zwischen den Fahrten?
Die AMS hatte im ersten Test nach 31 Kilometern einen Ladestromverbrauch von 14,3 kWh gemessen – fast 50 Prozent mehr als beim Nachtest.Die nur 184 Kilometer Reichweite wurden von der AMS auf Basis des gemessenen Wertes berechnet. Ermittelt mit der sogenannten einphasigen Bruttoladung inklusive aller Ladeverluste. Dieser Wert gibt an, wie viel Strom für die vollständige Ladung an einer normalen Haussteckdose nach 31 Kilometern nötig war.
TFF-Vorsitzender Eberhard Mayer sagt: „
Das Model S ist nicht für einphasiges Laden gebaut.“ Für den Vergleich hatte die AMS alle Testkandidaten einphasig geladen. Doch das sei beim Tesla extrem ineffizient. Besonders für die letzten 8,5 kWh Ladung benötige man viel Strom für Zellausgleich und Akku-Kühlung. Vielleicht habe beim Laden eine Tür offen gestanden. Dann könne die Klimaanlage Strom verbraucht haben.
Bloch sagt, die Ladeprotokolle gäben keinen Hinweis auf außergewöhnliche Situationen. Das einphasige Laden sei unvermeidlich gewesen. Schließlich trat der Tesla in einem Vergleichstest an. Und da sei Vergleichbarkeit essentiell.
Mayer zieht den Vergleich zum Tanken.
Einphasiges Laden sei, als würde jemand Sprit verschütten. Der schlechte Verbrauchswert müsse vor allem von den Ladeverlusten stammen. Zudem fand der erste Reichweitentest bei 30 Grad Außentemperatur statt. Die Klimaanlage musste das aufgeheizte Auto auf 20 Grad kühlen. Bei einer längeren Strecke wäre die Leistung der Klimaanlage gesunken, damit der Verbrauch. Die Mehrbelastung sei nur am Anfang so stark. Das sorge beim Hochrechnen für eine Ungenauigkeit.
Eine Differenz von 50 Prozent
Bei einer vollständigen dreiphasigen Ladung haben die Tester beim Tesla Model S P85 einen Bruttoladehub von 86,5 kWh gemessen. Das bedeutet:
Bei einer Ladung von null Kilometern auf volle Restreichweite benötigt das Model S P85 86,5 kWh Strom. Im Akku kommen davon 75,9 kWh an – der Ladeverlust liegt bei dreiphasiger Ladung demnach bei 14 Prozent.
Ein AMS-Testfahrer gab an, der Bordcomputer habe während der ersten Testfahrt einen Verbrauch von ungefähr 34 kWh pro 100 Kilometer angezeigt. Selbst bei einer Ungenauigkeit von einer Kilowattstunde ergibt das eine Brutto-Netto-Differenz von mehr als 30 Prozent zum gemessenen Wert von 46 kWh.
Auf Nachfrage von MOTOR-TALK sagte ein Experte, dass bei einphasiger Ladung und dadurch längerer Ladedauer die Ladeverluste entsprechend ansteigen.Lüfter, Zellausgleich und Zusatzgeräte müssen dann länger versorgt werden als bei schneller, dreiphasiger Ladung. Das führt unter anderem zu höheren Ladeverlusten. Dreiphasiges Laden sei derzeit eine der effizientesten Methoden.
Ladeverluste beeinträchtigen nicht die Reichweite. Sie geben nur an, wie viel zusätzlicher Strom für die Akkuladung notwendig ist.
Nach dem zweiten Test: Unmut im TFF-Forum
Der Nachtest lässt beide Parteien als Sieger und Verlierer zurück.Die Tesla-Fahrer sind zufrieden, weil sie trotz widrigem Wetter so gute Reichweiten erzielt haben. Doch die Nutzer des TFF-Forums sind unzufrieden. Einer schreibt: „Schade, dass ihr jetzt wie die kleinen Jungs da steht und AMS wieder sehr generös die Oberhand gewonnen hat. Die Teslafahrer stehen da wie die Korinthenkacker, die überpenibel Wert auf ihre große Reichweite legen.“
Die AMS ist zufrieden, weil der Austausch mit den Tesla-Fahrern gut war. Chefredakteur Ralph Alex sagt: „Die Diskussionen mit den Tesla-Fahrern waren für uns extrem spannend.
Wir nehmen aus den Gesprächen mit, dass es für uns in Zukunft noch wichtiger sein wird, sämtliche Details unserer Testverfahren oder beispielsweise die klimatischen Bedingungen noch plakativer im Heft und in unserem Online-Auftritt zu präsentieren.“Aber auch die AMS ist unzufrieden. Weil sie aus ihrer Sicht alles richtig gemacht hat, damals und heute. Und trotzdem die Tesla-Fahrer nur bedingt überzeugen konnten.
Die hatten nach dem neuen Testergebnis erwartet, dass die AMS einen Fehler eingesteht. Zum Beispiel diesen: Der erste Test sei praxisfern gewesen und lasse sich nicht hochrechnen. Besonders die AMS-Aussage, das Model S könne bei Temperaturen um die 30° Celsius nicht mit einer Akkuladung von Stuttgart nach München (231 Kilometer) fahren, stieß auf Unverständnis und sei falsch. Test-Teilnehmer Daniel Brandl schreibt: „
Schade, dass die Jungs von AMS so schlechte Verlierer sind und das nicht einsehen wollen.“
Die AMS-Redaktion betont in der Diskussion, dass sie selbst schon weitaus größere Reichweiten mit einem Tesla Model S erzielt haben, einmal bis zu 444 Kilometer. Doch eben nicht bei Hitze, Sonne und 120 km/h in diesem Oval. Nicht beim Härtetest. Da wurden alle Fahrzeuge gleich behandelt, von der Fahrstrecke über die Klimatisierung bis hin zur Ladung. Von allen Kandidaten lasse sich nur der Tesla dreiphasig laden.
Um die Vergleichbarkeit zu wahren, haben sich die Tester für den ineffizienteren Ladevorgang entschieden. Alle Ergebnisse, das von heute und das von damals, zeigen jeweils eine Momentaufnahme. Diese lasse sich schwer reproduzieren.
So ist das oft, wenn zwei sich leidenschaftlich streiten. Die einen hören nur das eine, die anderen nur das andere. Wie in jeder Beziehung auf dieser Welt.
Spekulationen um Ladeverluste und Testkriterien
Das Forum spekuliert derweil weiter. Der Hersteller gibt für die Test-Parameter eine höhere Reichweite an. Die TFF-Nutzer zweifeln an der Vergleichbarkeit zwischen Autobahn und Rundkurs. Steilkurven und der Testasphalt hätten das Ergebnis beeinflusst. Außerdem habe der starke Regen die Reichweite reduziert.
Die AMS will künftig die Elektroauto-Tests erweitern und
mindestens 50 Kilometer bzw. 30 Prozent Ladehub sowie eine vollständige Akkuladung weit fahren. Das soll Unschärfen reduzieren und einen Verbraucher wie die Klimaanlage kompensieren.
Immerhin: Die Tesla-Fahrer haben bewiesen, dass ihre Autos mehr können, als die Fachzeitschrift in dem einen Test zeigte. Die AMS sagt, sie habe das nie bezweifelt, sondern schon vorher bestätigt.
So endet die Geschichte in einem Patt. MOTOR-TALK war als einziger neutraler Beobachter vor Ort und hat auf beiden Seiten Menschen getroffen, die mit großer Leidenschaft ihre Sache vertreten.
Das Tesla Model S fährt in den allermeisten Fällen weiter, als in der Momentaufnahme der AMS gezeigt. Diese Momentaufnahme ist für Tesla wie das 7:1 der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Brasilien. Immer möglich, aber sehr, sehr selten.
Die Elektromobilität wird das Verhalten von Fahrern und Testern intensiv verändern. Autofahrer und Autotester stehen vor neuen Herausforderungen, vor Umdenkprozessen und Änderung der Gewohnheiten. Sicher ist: In schon fünf Jahren wird dieser Streit um die Reichweite so überholt sein wie eine Drei-Gang-Automatik.
Update: Wir hatten für ein paar Wochen ein
Tesla Modell Sals Testwagen. Lest unseren Bericht. Und was passiert, wenn man den Tesla komplett leer fährt, lest Ihr
hier.
3068 Antworten
Zitat:
@emobilezukunft schrieb am 19. Oktober 2014 um 22:56:50 Uhr:
Das du den gerade gesperrten Beitrag nimmst, spricht für mich Bände!
Dass er gesperrt wurde, lag wohl weniger an seinem Inhalt als am Umgangston mancher Forumsmitglieder...
Zitat:
Kommt dein auto bei konstant 120 km/h so weit wie mit dem Normverbrauch vom Hersteller her angegeben?
Jawohl!
Zitat:
@CheapAndClean schrieb am 19. Oktober 2014 um 23:12:00 Uhr:
Dass er gesperrt wurde, lag wohl weniger an seinem Inhalt als am Umgangston mancher Forumsmitglieder...Zitat:
@emobilezukunft schrieb am 19. Oktober 2014 um 22:56:50 Uhr:
Das du den gerade gesperrten Beitrag nimmst, spricht für mich Bände!
Da stimme ich zu, auch wenn das thema EURO5 ja auf die abgase des autos bezogen sind und dezeit nichts für E-Autos gibt. Aber hier nicht wieder von vorne anfangen.
Zitat:
@CheapAndClean schrieb am 19. Oktober 2014 um 23:12:00 Uhr:
Jawohl!Zitat:
Kommt dein auto bei konstant 120 km/h so weit wie mit dem Normverbrauch vom Hersteller her angegeben?
Das Wunderauto möchte ich sehen.
Zitat:
....
Das Wunderauto möchte ich sehen.
Das machen eigentlich alle, ich kenne das garnicht anders.
Ich fahr halt nur nie konstant 120, es geht ja meist schneller, oder auch langsamer. Immer angepasst halt. Bei dem tankstellen netz und der kurzen tankzeit machen das aber auch ganz unwesentlich.
----
Wollen wir dann die 3 neuen threads machen die ich vorgeschlagen hatte?
Die kritik an dem endlos und rundumthread war durchaus richtig, von slimbox.
Reichweite,
umwelt,
kosten
sind die themen die jeden kaeufer interessieren.
Zitat:
@emobilezukunft schrieb am 19. Oktober 2014 um 23:26:44 Uhr:
Das Wunderauto möchte ich sehen.
Darfst Du gerne, lade Dich zu Schachspiel und Mitfahrt ein...
Ähnliche Themen
Zitat:
@emobilezukunft schrieb am 19. Oktober 2014 um 22:54:05 Uhr:
Zitat:
@Lone_25 schrieb am 19. Oktober 2014 um 22:43:14 Uhr:
es geht hier schon längst nicht mehr um die Reichweite - es geht um die Grundsatzfrage, welchen Sinn akkubetriebene E-Autos machen.
Diese Grundsatzfrage werden wir HIER bestimmt nicht lösen.
Du verteufelst die BEV und andere wollen nichts anderes.
Du könntest genausogut über die Diesel-Pickup-Angriffe mit den US-Amerikanern diskutieren. Ihr würdet auch zu keinem Nenner kommen, es sei denn du findest das auch toll.
http://www.tagesanzeiger.ch/.../29973123
nein werden wir nicht, ich wage aber gerne einen Ausblick, und stelle die Vor- und Nachteile gegenüber. Ich bleibe dabei: unsinnige Idee mit 500 kg Akkus durch die Gegend zu kutschieren und der Marktanteil wird in Europa auch in 5 Jahren nicht nennenswert über 1-2 % liegen.
Btw: bei konstant 120 brauche ich 5,5-5,8 l Diesel im 520D und komme 1200 km weit. Übrigens auch im Winter.
Ja, wer 1200 km in einem Zug im Winter fahren will / muss. Wow.
das wäre mir zu viel.
ich denke, dass der Preis allem voran geht.
ansonsten wären vielen die und 150 km oder 300 eines Tesla recht. Nur beim Geld ists halt die Frage.
Und sobald leistbare 300km kommen (und beim Tesla dann echte 600 bis 800 km). Wird es wohl ein interessanteres Thema
Zitat:
@Slimbox89 schrieb am 20. Oktober 2014 um 08:04:27 Uhr:
Ja, wer 1200 km in einem Zug im Winter fahren will / muss. Wow.
das wäre mir zu viel.
ich denke, dass der Preis allem voran geht.
ansonsten wären vielen die und 150 km oder 300 eines Tesla recht. Nur beim Geld ists halt die Frage.
Und sobald leistbare 300km kommen (und beim Tesla dann echte 600 bis 800 km). Wird es wohl ein interessanteres Thema
ich würde mir auch kein Gas- oder Benzinauto mit nur 300 km Reichweite kaufen - es geht nicht darum 1200 km am Stück zu fahren, es geht um die Unbequemelichkeit, vorausschauend ca. alle 250 km den nächsten Tankstopp einzuplanen, es geht um Umwege und Zeitverschwendung. Wer Motorrad fährt, weiß was ich meine.
Zitat:
@Slimbox89 schrieb am 20. Oktober 2014 um 08:04:27 Uhr:
Ja, wer 1200 km in einem Zug im Winter fahren will / muss. Wow.
das wäre mir zu viel.
ich denke, dass der Preis allem voran geht.
ansonsten wären vielen die und 150 km oder 300 eines Tesla recht. Nur beim Geld ists halt die Frage.
Und sobald leistbare 300km kommen (und beim Tesla dann echte 600 bis 800 km). Wird es wohl ein interessanteres Thema
Man muss ja nicht 1200km, aber man kann sich seine pausen dann einteilen und an orten verbringen die mehr spass machen als bei einer autobahnfeinschmecker raststaette.

Pausen und tanken sind dann 2 dinge, die zusammen fallen koennen, oder nicht.
Offenbar faerhst du ja auch auto, schaust du nicht ab 100km restreichweite nach der naechsten gelegenheit zu tanken die auf dem weg liegt? Verstehst du was ich meine? Eine theoretische reichweite musst du immer um 50-100km reduzieren um einen gewissen wohlfuehlfaktor zu bewahren. Es macht keinen spass irgendwo rumzugondeln mit einer restreichweite von 20km im tank. Wenn man sich nicht auskennt und genau weiss wo die naechste tankstelle kommt macht das nervoes. So ab 15km reichweite, spaetestens, such in der navi nach einer tankstelle und fahre auch umwege um eine zu erreichen. (nehme tankstellen abseits meiner fahrstrecke) Um das alles zu vermeiden tanke ich in der regel ab 100km reichweite. Nicht direkt, aber die naechste tankstelle die auf dem weg liegt nehme ich dann.
Selbst das klappt nicht immer wie ich festellen musste.
Ich finde uebrigens auch bei den verbrennern die immer kleiner werden tanks furchtbar. Das ist alles dem benzinsparwahnsinn geschuldet und kontraproduktiv. (jedoch auf dem papier gut, daher wird es gemacht)
Naja schon aber wir haben hier so eine dermaßen gute Ladeinfrastruktur, dass ich immer eine finde.
und ja ich bewege michi natürlich nicht viel außerhalb dieses Radiuses.
Insofern hab ich das Problem nicht. Man muss sich nur mal akklimatisieren dann fällt auch die Angst.
glaube mir.
denn du weißt was dein Auto kann und wirst nicht bis zum letzten Moment warten
Zitat:
@Slimbox89 schrieb am 20. Oktober 2014 um 08:29:02 Uhr:
Naja schon aber wir haben hier so eine dermaßen gute Ladeinfrastruktur,
wo ist "hier", oder meinst du D generell?
Zitat:
dass ich immer eine finde.
In den meisten faellen schon, letztlich bin ich von einer weiteren reise offen und landstr heimgefahren. Einfach nur aus spass und weil sonne war. Ich habe tatsaechlich 80km (oder wann immer mein auto das tanken anmahnt) lang keine tankstelle auf meiner wegstrecke gefunden. Ich habe irgendwann angehalten, in der navi nach einer tankstelle gesucht und dort getankt. Das war kein problem mit einem benziner, der umweg keine 5km. Aber auf der normalen fahrstrecke haette ich die nicht gesehen, ich musste mich aktiv drum kuemmern.
Auf gewohnten wegen, die ich kenne oder bei der nutzung als stadtauto ist das kein problem, schon bei ausfluegen wird das ein wichtiger punkt.
Zitat:
und ja ich bewege michi natürlich nicht viel außerhalb dieses Radiuses.
Insofern hab ich das Problem nicht. Man muss sich nur mal akklimatisieren dann fällt auch die Angst.
glaube mir.
denn du weißt was dein Auto kann und wirst nicht bis zum letzten Moment warten
Genau, deswegen schau ich so ab 100km reichweite nach einer tankstelle.
(nicht wenn ich "hier zuhause" fahre, da kenne ich mich aus und bin u.U. zu faul zu tanken, reicht ja noch 2 tage. Aber unterwegs....)
Zu Hause schau' ich eigentlich schon ab halbleer immer nach einer GÜNSTIGEN Tankstelle ohne Warteschlange und fülle dann wieder auf. Sollte es keine günstige geben, würde ich hier in München auch bis zur Warnmeldung fahren, ist aber noch nie vorgekommen.Zitat:
@3L-auto-ja [url=http://www.motor-talk.de/news/tesla-gegen-ams-258-zu-184-
Genau, deswegen schau ich so ab 100km reichweite nach einer tankstelle.
(nicht wenn ich "hier zuhause" fahre, da kenne ich mich aus und bin u.U. zu faul zu tanken, reicht ja noch 2 tage. Aber unterwegs....)
Ich würde mir kein Diesel- oder Benzinauto mit 1.200km Reichweite mehr kaufen - es geht nicht darum 1200 km am Stück zu fahren, es geht um die Bequemlichkeit, jeden Morgen eine Reichweite von mind. 350km zu haben und keinen Tankstopp einplanen zu müssen und die dafür notwendigen Umwege und Zeitverschwendungen zu vermeiden. Wer Elektroauto fährt, weiß was ich meine.Zitat:
@Lone_25 schrieb am 20. Oktober 2014 um 08:16:46 Uhr:
ich würde mir auch kein Gas- oder Benzinauto mit nur 300 km Reichweite kaufen - es geht nicht darum 1200 km am Stück zu fahren, es geht um die Unbequemelichkeit, vorausschauend ca. alle 250 km den nächsten Tankstopp einzuplanen, es geht um Umwege und Zeitverschwendung. Wer Motorrad fährt, weiß was ich meine.
Es gibt immer unterschiedliche Sichtweisen!
Zitat:
@Yellow68 schrieb am 20. Oktober 2014 um 12:11:23 Uhr:
Zitat:
@Lone_25 schrieb am 20. Oktober 2014 um 08:16:46 Uhr:
ich würde mir auch kein Gas- oder Benzinauto mit nur 300 km Reichweite kaufen - es geht nicht darum 1200 km am Stück zu fahren, es geht um die Unbequemelichkeit, vorausschauend ca. alle 250 km den nächsten Tankstopp einzuplanen, es geht um Umwege und Zeitverschwendung. Wer Motorrad fährt, weiß was ich meine.
Ich würde mir kein Diesel- oder Benzinauto mit 1.200km Reichweite mehr kaufen - es geht nicht darum 1200 km am Stück zu fahren, es geht um die Bequemlichkeit, jeden Morgen eine Reichweite von mind. 350km zu haben und keinen Tankstopp einplanen zu müssen und die dafür notwendigen Umwege und Zeitverschwendungen zu vermeiden. Wer Elektroauto fährt, weiß was ich meine.
Es gibt immer unterschiedliche Sichtweisen!
...es müßte heißen: wer Motorrad fährt, weiß was ich meine mit der limitierten Reichweite.
Nun ja, das ist ja dann eher statistisch interessant: wie vielen von 100 Autofahrern ist eine Reichweite von 300 km in der Praxis tatsächlich genügend? Um die Problematik bei den Motorradfahren zu beleuchten: wer es nicht nur als Freizeitgefährt sondern täglich nutzt, dem gehen die 250-300 km recht schnell auf den Nerv, da es kolossal unpraktisch ist - es sei denn, man fährt am Tag nicht mehr als 10 km.
Dafür brauche ich aber dann auch keinen Tesla S für 85K.
Zitat:
@Yellow68 schrieb am 20. Oktober 2014 um 12:11:23 Uhr:
....
es geht um die Bequemlichkeit, jeden Morgen eine Reichweite von mind. 350km zu haben und
....
Wir muessen das irgendwann mal klaeren:
Zitat:
Das Model S P85 von TFF-Mitglied Boris Reski fährt unter Testbedingungen 267,7 Kilometer weit
Ich sage bei angepasster fahrweise (dem verkehr angepasst nicht der batterie) fuerchte ich es sind weniger als 200, die tesla fangemeinde schwaermt unter testbedinungen von 268 und du kommst jetzt mit mindestens 350km.
Wie ich schon sagte, das ist wie wenn der hobbyangler ueber den fisch erzaehlt den er geangelt hat.
Zitat:
Es gibt immer unterschiedliche Sichtweisen!
Natuerlich, aber doch nicht so. Irgendwann ist das auch albern.
Freilich verstehe ich das mit dem "morgens voll", das ist schon genial fuer ein stadtauto. Diese faehigkeiten sprechen wir dem auto durchaus zu. Aber schon der tagesausflug am WE faellt ins wasser:
klick(das ist jetzt nicht konstruiert, sondern ein typischer ausflug aus berliner sicht.) Zugegben ist dabei der weg das ziel. Cabrio und offen macht das spass (ohne cabrio auch), dazu noch ein paar stunden am meer, was will man mehr.

Oder natuerlich im winter, irgendwo in der harz:
klickZitat:
@Lone_25 schrieb am 20. Oktober 2014 um 13:00:40 Uhr:
...es müßte heißen: wer Motorrad fährt, weiß was ich meine mit der limitierten Reichweite.
Nun ja, das ist ja dann eher statistisch interessant: wie vielen von 100 Autofahrern ist eine Reichweite von 300 km in der Praxis tatsächlich genügend? Um die Problematik bei den Motorradfahren zu beleuchten: wer es nicht nur als Freizeitgefährt sondern täglich nutzt, dem gehen die 250-300 km recht schnell auf den Nerv, da es kolossal unpraktisch ist - es sei denn, man fährt am Tag nicht mehr als 10 km.
Dafür brauche ich aber dann auch keinen Tesla S für 85K.
Meinst Du die selben Motorradfahrer, die ihr Gefährt täglich nutzen, wären genauso genervt, wenn jeden Morgen der Tank wieder voll wäre?
Und wie vielen Autofahren diese Reichweite reicht, kann man ganz leicht beantworten: allen, die ein Model S fahren! Oder willst Du denen einreden, dass die Reichweite NICHT reicht?
