SLK r170 Kaufberatung / Erfahrene User vom Fach gesucht
Ein herzliches Hallo aus Ostwestfahlen!
Ich habe ein ganz bestimmtes anliegen. Meine Partnerin und ich sind auf der Suche nach einem tollen Cabrio für Ausflüge und nach ein paar Tagen recherche sind wir uns nun einig geworden, dass es ein SLK r170 werden soll.
Jetzt bin ich mir etwas unsicher bei gewissen Themen, da ich persönlich kaum Ahnung von Kfz Technik, typischen Krankheiten von bestimmten Modellen, etc. habe. Entschuldigt bitte, wenn ich gleich mit mehreren Themen / Fragen komme. Wenn sie jemand beantworten mag, wäre ich sehr froh darüber.
Zunächst einmal die Frage über das "richtige" Modell. Wir haben diverse SLKs gefunden, welche zwischen 3000 und 4000€ zuhaben sind mit Tüv und eher kleineren Abstrichen. Viel (wie ich denke) brauchbares dabei, wenn man die Suche auf ganz Deutschland filtert. Welches der Motoren sind zu empfehlen? Sollte es eher der 200 oder 230 werden? Eher Schalter oder Automatik? Nach Eigenrecherche von dem was ich gehört habe, sei der 230 Automatik am langlebigsten und würde am wenigsten Probleme machen. Seht ihr das auch so?
Die nächste Frage wäre bezüglich der typischen Roststellen des Fahrzeugs, doch was ist noch Modellspezifisch zu beachten?
Und zu guter letzt: kann man bei diesen Fahrzeugen mit gutem Gewissen ein Model nehmen mit bis zu 175.000 km auf dem Tacho? Oder ist das schon der Punkt, wo bei diesem Model die Reparaturgrube wartet?
Ich bedanke mich im voraus für eure Hilfe!
Beste Antwort im Thema
Mein Tipp: auf jeden Fall den Modellgepflegten R170 ab Frühjahr 2000 nehmen. Für 3-4t€ wirst du kaum was vernünftiges finden. Rost ist ein großes Thema. Ein Fahrzeug das nicht im Winter gefahren hat hier klare Vorteile
80 Antworten
Zitat:
@Anderas schrieb am 07. Juli 2020 um 22:39:45 Uhr:
Und Schalter sind nicht so gefragt und damit günstiger.
Aber davon profitiert er doch. Das ist doch kein Nachteil! Zumindest, wenn ein Schalter grundsätzlich OK ist.
Zitat:
@Ha-Pe-85570 schrieb am 07. Juli 2020 um 22:42:33 Uhr:
@Anderas schrieb am 07. Juli 2020 um 22:39:45 Uhr:
Und Schalter sind nicht so gefragt und damit günstiger.Aber davon profitiert er doch. Das ist doch kein Nachteil! Zumindest, wenn ein Schalter grundsätzlich OK ist.
Ja, wenn es ein Schalter sein soll ist man im Vorteil. Aber es ging darum, warum ist der (scheinbar) so günstig.
Zitat:
@Cngz95 schrieb am 7. Juli 2020 um 22:43:26 Uhr:
Bin Fahrlehrer, schalten ist mein Job 😁
Als Fahrlehrer lässt man doch schalten 😉
Handgeschaltete Mercedes können auch eine sehr hakelige Schaltung haben, da hilft nur individuell den gewünschten Wagen zu testen. Der erste handgeschaltete Mercedes ist meistens auch der letzte.
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Zitat:
@Cngz95 schrieb am 7. Juli 2020 um 22:36:15 Uhr:
Ist von einem Schalter dehr abzuraten? Wenn ja, wieso genau?
Google mal im Netz nach hakeligem 6Gang Getriebe.
Wie bereits geschrieben: Den Fehler macht man nur einmal.
Aber: hier ist es ein Prefl mit 5Gang.... Und damit lässt es sich durchaus leben. Die Karre ist halt verbastelt an den Schwellern, aber bitte.
Gut, das kenne ich jetzt genau anders rum. Die 5 Gang Getriebe sind eher hakelig als die 6 Gang Getriebe. Das mechanische Schaltgetriebe bleibt aber immer ein Lotteriespiel.
Ist immer gefährlich was zu verallgemeinern hier wie ich gelernt habe, aber ich persönlich finde den Unterschied sehr deutlich und das Feedback vieler 5Gang-Fahrer spricht für sich. Das Feedback der 6Gang-Fahrer übrigens auch. Bin letztens noch ein 5Gang gefahren und dachte ernsthaft drüber nach ob ich das bei mir reinbekomme... :-) (geht natürlich nicht so ohne weiteres - leider).
Das 6 Gang sollte durch die kurzen Schaltwege punkten (tut es auch), aber die notwendige Präzision wurde nicht erreicht mit der Schaltung - ist einfach technisch oben am Hebel verbockt worden (bzw. nicht vernünftig möglich?)
Also das Netz liefert hier eindeutige Erfahrungswerte gegen das 6Gang.
Ich selbst habe den SLK 230 vorMopf BJ 1998 mit Automatik und bin sehr zufrieden. FZ zieht gut und macht beim Fahren durchaus Spaß.
Ein FZ in dem alter ohne irgendwelche Mängel wird bei 3-4k denke ich eher sehr schwer, allerdings heißt das auch nicht wenn du mehr ausgibst das du automatisch ein perfektes FZ erhältst. Letzten Endes verkauft ja kaum jemand ein Auto mit der er Top zufrieden ist, das aber nur so am Rande erwähnt.
Was meiner Meinung beim Kauf eine Aufmerksamkeit erfordert:
-Zu viele Halter sind verdächtig, Weitergabe erfolgt wie oben erwähnt meist nur wenn man mit dem FZ nicht zufrieden ist.
-Allgemeiner Pflegezustand sollte passen.
-Rost gibt es beim SLK wirklich in Massen. Viele SLK sind total durch/ver- gegammelt, Rost oft im Inneren an den vorher schon besagten Stellen, unter Umständen von außen kaum bis gar nicht zu sehen (Endoskop oder Bühne).
-Traggelenke und Lenkungsdämpfer machen sehr gerne schlapp, bei dem Alter kein Thema, aber vor allem wenn man nicht selbst schraubt die Kosten einplanen, macht sich besonders bei Spurrillen und unebener Fahrbahn bemerkbar.
-Dach sollte innerhalb 30 Sek. öffnen oder schießen, Kofferraum auf Schimmel (Undichtigkeiten, Pumpe unter Wasser), Dach auf Flecken (undichte Hydraulik) prüfen.
-Zylinderkopfdichtungen, oft Ölaustritt an der Hinterseite des Motors (Schleim an Öldeckel, kann allerdings auch von Kurzstrecken kommen, Öl/Blubbern im Kühlwasserkreislauf, das übliche eben).
-Differenzial undicht.
Klingt vielleicht alles hart, aber nix was andere Autos in dem Alter eben auch haben. Ich finde der SLK R170 ist ein durchaus kaufenswertes Auto das, wenn der Zustand passt, durchaus immer noch viel Spaß mach und das Zeugs zum Klassiker hat.
Persönlich würde ich den 4 Zylinder dem 6 Zylinder vorziehen da Wartungs- und Reparatur- technisch überschaubarer.
Daher viel Erfolg bei deinem Kauf und hoffentlich bald auch viel Spaß mit deinem "neuen" SLK
Komisch, ich lese hier die ganze Zeit was von hakeligen Schaltgetrieben. Ich hab ein Schaltgetriebe und da hakelt gar nix. Das Getriebe ist knackig, präzise schaltbar.
Beim Polo G 40?
Ich hatte bei den Benzen auch schon Schalter dabei, funktionierten, aber es gibt Bessere. Hinzu kommt, das die Automaten wirklich sehr gut funktionieren, da gibt es meiner Meinung nach nichts Besseres. Ich frag mich warum ich dann selbst den Sprit umrühren soll.
Zitat:
@VW Polo G40 schrieb am 11. Juli 2020 um 07:32:32 Uhr:
Komisch, ich lese hier die ganze Zeit was von hakeligen Schaltgetrieben. Ich hab ein Schaltgetriebe und da hakelt gar nix. Das Getriebe ist knackig, präzise schaltbar.
Ist nicht komisch, du hörst halt bei "Schaltgetriebe" auf zu lesen über was genau geschrieben wird. Wir reden vom 6gang und du hast ein 5gang....klingelt's?
Nö, bei mir klingelt´s noch immer nicht. Fahre den Facelift seit 18 Jahren und empfand die Schaltung angenehmer als die unseres damals hochgelobten 3er BMWs.
Gruß vom bösen Dieter
Hallo Cngz,
am Anfang des Beitrags hast du um Kommentare von Leuten "vom Fach" gebeten. Bekommen hast du größtenteils das, was in solchen Foren üblich ist - nämlich gefährliches Halbwissen und ne Menge Leute, die den Wagen vom hören/sagen kennen. Natürlich sind auch ein paar gute Hinweise dabei. Ist ja nicht jeder nur "Theo-rist".
Vielleicht mal ein paar Anregungen von jemandem, der dieses Fahrzeug kennt, gefahren ist und dir einen Eindruck vermitteln will.
Ich hatte zwei Faceliftmodelle. Ich rate dir schonmal dringend ab von dem "alten" 200er Vor-Facelift, ohne Kompressor. Der kann nichts und gehört in den Schrott. Ehrlich!
der 200er Kompressor ist schon in Ordnung, wenn man nur die Sonne genießen will. der 230er hat Leistung satt und macht richtig Spaß. Dann gibt es noch den 320er und den AMG, die sind aber auch teuer.
Der SLK R170 macht mit Automatik nur dann Freude, wenn du überhaupt gar kein Interesse an sportlichem Fahren hast. Dann ist die Automatik top! Wenn Du auch mal zackig unterwegs sein willst und schnelle Gangwechsel liebst, wirst du die 5-Gang Automatik hassen (wie ich). Sie reagiert wie eine scheintote Oma und schaltet nur einen Gang zurück, wenn man Gas gibt. Die TipTronic ist genauso lahm. Also gemütlich ja - sportlich absolut nein.
MIt der 6-Gang Schaltung hast Du richtig Freude. Die mochte ich am liebsten. Passt zu dem Auto.
Der SLK ist leider ein rostanfälliges Teil. Da rostet die Heckklappe, da rosten die Radläufe. Innen löst sich das möchtegern-Leder von den Armaturen. Ich hatte damals alles ausgebaut und mühsam mit Dampfstrahler "entledert". Dann hast du das schwarze Plastik. Besser als überall abgelöste Stellen.
Das Dach ist zuverlässig, die Technik des SLK an sich auch. Ist halt ne C-Klasse untendrunter. Der Motor kann richtig was. Das Ölstoppkabel musst du dir aber dringend gönnen, wenn es noch nicht eingebaut ist (gibt es bei Mercedes). Das kommt zwischen den Nockenwellenversteller und dem Kabelbaum. Sonst wird es irgendwann Lichterkirmes geben und es wird teuer.
Für deine Vorstellung wirst du ein gutes Auto finden. Erwarte aber nicht Zuviel. Durch die niedrigen Preise geraten auch immer mehr niedrige Menschen Zugang zu einem Stern. (Nicht abfällig gemeint, obwohl es so klingt.) Das führt aber leider dazu, dass dann gerne an Wartung und Markenersatzteilen gespart wird. Dann fängt das Verbasteln an.
Also, wenn du mit ein paar optischen Macken leben kannst, ist der SLK absolut geeignet. Meine Empfehlung ganz klar der 230er als Faceliftmodell, da der Kompressor "fest" mitläuft und keine verschleissende Kupplung daran hängt.
Viel Erfolg!
Soso, 2 Facelift-Modelle gefahren aber Vorfacelift ist Schrott. Dann hast du ja speziell von dem Ahnung? Ich hingegen bin den 200er als Sauger im Vormopf einige Jahre gefahren. Gerade offen braucht es kaum mehr Leistung oder sagen wir nur für 5% der Wegstrecke. Der 200er war einer der problemlosesten, günstigsten Autos die ich hatte. Weggegeben nur weil ich die Chance hatte einen SLK in besonderer Farbe mit wenig km aus erster Hand kaufen konnte.