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Sind Saabfahrer Nacktfahrer?

Themenstarteram 3. März 2007 um 11:56

... Nacktfahrer, nicht in Bezug auf fehlende Körperbekleidung sondern im Sinne puristischer Ausstattung ihres geliebten Automobils?

 

Im FAZ-Motormarkt wird eine Jato Dynamics Studie vorgestellt, die den serienmäßigen Ausstattungsumfang aller angebotenen Ausstattungsversionen in der Oberen Mittelklasse untersucht.

 

Am besten abgeschnitten, also am meisten Inklusivausstattung für eine Version, haben:

Citroen C6 (Exclusive)

Honda Legend 3.5 V6 (SH-AWD)

Lexus GS (Luxury)

Volvo S80 (Executive)

Renault Vel Satis (Initiale)

 

Die von deutschen Marken angebotenen Versionen haben eher eine mäßige bis unterdurchschnittliche Komplettausstattung. Audi, Mercedes und BMW erreichen ihre Stückzahlen mittels Prestige und Tradition.

 

Einsames Schlusslicht dieser Liste ist der Saab 9-5 Linear, der als einziger weniger als die Hälfte der möglichen Punkte für vorhandene Ausstattung bekommt. Natürlich kostet er auch basismäßig sehr deutlich weniger als die Top-Fünf, aber schon ein Volvo V70 hat bei ähnlichem Preis wesentlich mehr an Bord. Auch ein Saab 9-5 2.3 Turbo Aero bringt nur so viel mit, wie eine Mercedes E-Klasse in der Classic-Basisversion und weniger als jeder BMW.

 

Ist das nun das optimale Marketing, um für Saab mehr Kunden zu erreichen und dabei auch noch Geld zu verdienen? Oder wollen die Saabfahrer gar keine vielleicht überflüssige Ausstattung?

Muss ein Saabfahrer sich seine Kutsche individuell zusammenstellen, um wirklich das individuelle Saabfeeling zu haben? Sieht Saab sich selbst als spartanisch, pures Fortbewegungsmittel?

Kann ja alles sein, ich würde Saab gerne trotzdem mehr Mut wünschen, sich selbst auch ausstattungsmäßig im Topbereich zu präsentieren. Ganz nebenbei gilt wohl, dass mehr Inklusivausstattung selbst bei höherem Einstiegspreis einen niedrigerern Wertverlust hat als zugekaufte Sonderausstattung.

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26 Antworten
am 3. März 2007 um 12:31

Kann es sein, dass der 9-5 ein paar Dinge serienmaessig hat, die bei anderen Marken auch fuer gutes Geld nicht zu haben sind, und dass "die anderen" mittlerweile ein paar Dinge anbieten, die in dem doch recht betagten 9-5 nicht mehr zu reealisieren sind?

Nicht dass das hier falsch verstanden wird: Ich fahre 9-5 und kann auf vieles von dem ganzen Technik-Schnick-Schnack gerne verzichten.

am 3. März 2007 um 15:16

ich fahr gern nackt :D

am 3. März 2007 um 15:32

ich auch

ich nicht. Bleib am Leder kleben.

Zitat:

Original geschrieben von Bob48

ich nicht. Bleib am Leder kleben.

Deshalb hat meine Karre ventilierte Sitze ... :)

Das einzige, was mir an meiner Karre fehlt, ist ne eingebaute Tankstelle und daß die Fenster nicht per FB abschließbar sind.

Wolf24

ventilierte sitze gibts aber beim 93 AERO Cab nicht. Leider.

Ja mich nervt es unheimlich das ich beim Bestellen meines SAAB überal ein kreuzchen (in der Aufpreisliste) gemacht habe, ausser beim Aschenbecher und dass obwohl ich Raucher bin. :D :D :D

Grüße aus meinem nackten SAAB ;)

Babis

am 5. März 2007 um 8:29

Hallo,

ich hab zu dieser "Studie" nix näheres gefunden.

Hab mir aber mal kurz die Mühe gemacht, die Preise der genannten Spitzenreiter mit dem 9-5 Linear zu vergleichen. Ist halt wie mit dem Äpfeln und Birnen, wenn man Modelle mit Topausstattung mit einem Basismodell vergleicht. Da stelle ich den Sinn der Studie gewaltig in Frage. Für die "Basisipreise" der Topausstattungen bei den genannten Beispielen kann ich mir einen 9-5 auch mit nahezu der kompletten Aufpreisliste ausstatten. Wobei ich zugeben muss, dass sich auch Saab mit der Aufpreisgestaltung nicht gerade positiv hervortut.

Wäre mal nett, wenn Du eine Quellenangabe - sprich Link- zu der Studie hättest.

Gruß Ded2

am 5. März 2007 um 10:12

Also mein Aero hat einiges, stammt aber auch noch aus der Zeit, als z.B. in den Türen hinten noch die Einstiegsleuchten waren, die Ledersessel sind toll, Sitze elektr. ich bin zufrieden.

Themenstarteram 5. März 2007 um 10:16

@ded2

 

Die Jato Dynamics Untersuchung wurde von der FAZ in Kurzform am 03.03.2007 offline im Teil Zeitungsteil "Motormarkt" vorgestellt, ich würde nicht unbedingt davon ausgehen, dass Jato selbst die Studie kostenlos ins Netz stellt, kann aber sein oder noch kommen, ich selbst bin auch nur privat mit dem Auto verbandelt.

 

@all

 

Die Frage die eigentlich im Hintergrund schwebt ist die, ob die Saab Modellpolitik gut ist, und weniger ob die Saabfahrer tatsächlich nackt fahren. (Nackte Autos hatte man früher ja mal den Holländern nachgesagt, aber völlig markenfrei.)

 

In der Studie wurden auch die Preise angesprochen und JA die genannten 5 Top-Autos kosten laut Liste alle jeweils 20.000-25.000 Euro mehr als der 9-5 Linear. Vielleicht macht Saab ja alles richtig, die verkaufen ja auch die Autos und nicht ich.

Aber von außen betrachtet frage ich mich einfach, ob Saab nicht doch mehr Absatz, Umsatz, Profit oder Effizienz erreichen kann, wenn im Bereich Marketing alle Register gezogen werden? Wesentlich am Marketing ist die Produktausstattung selbst, erst danach kommt eigentlich der Werbemitteleinsatz.

 

Gerade der Werbemitteleinsatz soll ja bei Saab mit am höchsten pro verkauftem Auto sein, also Werbemitteleinsatz im Sinne von Kosten für Zeitungsanzeigen, Product Placements, Direktwerbeaktionen, etc.

 

Das mittels Aufpreisliste sehr viel möglich ist, ist wohl klar, aber laut der Studie agiert Saab da "deutscher" als die deutschen Hersteller. Scheinbar ist Saab derzeit mit dem Erfolg zufrieden. Lexus, Citroen und Co gehen andere Wege, die Zukunft wird zeigen, wer gewinnt.

am 5. März 2007 um 13:23

Hallo,

also mit der Aufpreisgestaltung gebe ich Dir schon recht. Allerdings hat man mit der Linear-Variante ggf. die Möglichkeit sein Auto mit den Extras zu konfigurieren, die man will. Was i.d.R. aber meist teuerer kommt.

Vermutlich will man es mit dem Preimiumanspruch den deutschen Herstellern gleichtun und sich alles extra bezahlen lassen. Ich sehe diesen Weg auch eher skeptisch.

Die hohen Marketingkosten dürften sich allerdings durch die geringen Stückzahlen ergeben.

Gruß Ded2

am 5. März 2007 um 17:15

Hallo zusammen,

leider habe auch ich die entsprechende Studie nicht im www finden können.

Aber "ein Fünkchen Wahrheit" ist schon dran: Die Aufpreisliste bei Saab ist wirklich lang.

War das früher nicht mal anders? Fast alle 9000er waren immer top ausgestattet (Leder, KlimaAUTOMATIK, etc.). Durch die vielen Luxusdetails hat sich Saab damals seinen Platz im Premiumsegment gesichert. Und heute? Schon ein kurzer Blick etwa ins 9-5-Forum genügt und man kann selbst nachlesen was von Modelljahrgang zu Modelljahrgang alles so eingespart und "abgespeckt" wurde. Die Studie würde diese Entwicklung nur bestätigen.

Interessant wäre mal zu erfahren wie "Sondermodelle" in dieser Studie behandelt worden sind. Saab hat doch fast ständig ein Sondermodell (Salomon, Anniversary, etc. pp.) im Programm mit deutlich verbesserter Ausstattung. Hier sind insb. die deutschen Hersteller deutlich zurückhaltender. (VW hat z.B. zwar häufiger Polo/Fox/Golf-Sondermodelle, beim Passat/Phaeton aber gibt es dies seltener.)

Gruß, jan900

Mir scheinen die Saab-Preise auf einem vergleichbaren Niveau mit der genannten Konkurrenz zu sein, nicht billiger aber auch nicht höher. Ich weiss nicht wie diese Studie zusammen gekommen ist, aber bei anderen Studien habe ich schon festgestellt das bei einem Hersteller die Optionen einzeln kalkuliert wurden weil der Configurator falsch war und beim anderen wurde mit Paketen gearbeitet oder die Händler waren nicht fähig (oder willig?) die Pakete zu berechnen und haben nur Einzeloptionen kalkuliert und dadurch entstand ein total verkehrtes Bild...

am 6. März 2007 um 20:07

Moin,

ich glaube, von allen Herstellern die sich in diesem Segment bewegen, hat man bei Saab die wenigste Auswahl an Sonderausstatungen und auch die Serienausstattung ist recht übersichtlich. Wenn man sich das kleine Sonderausstattungsheftchen durchliest, hat man bei Saab recht schnell sein Wunschauto zusammengestellt. Da gibt es einige Ausstattungs-Pakete und auf den folgenden Seiten kann man den Inhalt der Pakete auch einzeln ordern. Das war es dann.

Das hat mich eigentlich nie gestört, macht die Sache mit dem Bestellen einfacher aber auch recht emotionslos.

Bei anderen Herstellern kann (muß) man sich Stunden mit den Aufpreislisten beschäftigen. Das fängt schon bei der Auswahl der verschieden Lenkräder oder Sitze an. Die Leute stehen halt drauf. So kann man sich bei einem Massenhersteller dann doch irgendwie sein ganz persönliches Auto zusammen basteln. Die Hersteller freut es, sie verdienen gutes Geld dran. Der Trend geht auch ganz klar in diese Richtung. Es wird heute ehr ein kleinerer Motor gewählt und dafür mehr in die Sonder und Sicherheitsausstattungen investiert.

Da geht Saab schon der eine oder andere Euro oder Kunde verloren. Das ist aber z.Zt. das Problem im Hause Saab. Ander Marken sind Saab leider in eben solchen Bereichen ein gutes Stück voraus. Das kostet Marktanteile.

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