Saab bald Tochter von Königsegg?
Interessanter Beitrag über Saab und einer möglichen Aufkaufaktion durch einen weiteren schwedischen Autobauer: Königsegg
http://www.reuters.com/article/GCA-autos/idUSTRE54R75520090528 (auf Englisch)
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von Oberarzt
Die Königsegg-Geschichte dürfte für die meisten Beobachter (auch hier im Forum) vom ersten Tag an eine nicht ernst zu nehmende Pressemeldung gewesen sein.
Es gibt immer welche, die schon vorher alles gewusst haben. Blöd nur, wenn diejenigen ihr überlegenes Wissen für sich behalten haben und erstmal über 18 Seiten hinweg über eine Hochzeit im Himmel zwischen Koenigsegg und Saab und eine glänzende Zukunft als exquisiter Sportwagenhersteller fabuliert haben.
Und wie solide dieses bessere Wissen ist, wird dann noch unterstrichen, indem man Heuschmid und Hirsch ins Rennen schickt. Beides extrem kapitalkräftige professionelle Investoren. Beide haben goße Kompetenz in der Entwicklung kompletter Fahrzeuge und können auf langjährige Erfahrung im weltweiten Automobilbau und -vertrieb zurückblicken. Da horcht die Fachwelt sofort auf, nur der Laie wundert sich.
386 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Oberarzt
EADS?
Hallöchen,
die EADS ist der zweitgrößte Luft-u. Raumfahrtkonzern mit Hauptsitz in den Niederlanden.
Die größten und wichtigsten Produktionsstätten sind in Frankreich , Deutschland und Spanien.
Airbus ( Hauptsitz Frankreich , Tochter von EADS )
Eurocopter ( Hauptsitz Frankreich , Tochter von EADS )
Grüße
The Moose
Koenigsegg wil mal eben 500 Mio mehr
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=apMWR2zju3yE
Wenn Koenigsegg anschließend nur 0,1% als Transaktionsgebühr Saab auflastet, hätten die mit einem Schlag 10% ihres Jahresumsatzes als Zusatzeinnahme.
Zitat:
Original geschrieben von Saab-Frischling
Koenigsegg wil mal eben 500 Mio mehr
Was sind in solchen Zeiten 500Mio ? Da kommen andere mit noch größeren Beträgen, da ist zu hoffen das all die Kohle auch was bringt.🙄
Außer die Bonis der Manager zu finanzieren 😠
Zitat:
Original geschrieben von Saab-Frischling
Koenigsegg wil mal eben 500 Mio mehrhttp://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=apMWR2zju3yE
Wenn Koenigsegg anschließend nur 0,1% als Transaktionsgebühr Saab auflastet, hätten die mit einem Schlag 10% ihres Jahresumsatzes als Zusatzeinnahme.
Was ist falsch daran, einen Businessplan zu erarbeiten und zu versuchen, 1 Mrd. verbürgtes Fremdkapital zu bekommen? Wenn der Plan plausibel ist, werden EIB und schwedischer Staat mitziehen. Wenn nicht, gibt es weniger. Im übrigen werden die Gesellschaften Koenigsegg AB / Eker Group und Saab AB bilanziell getrennt betrachtet. Die EIB zahlt aus an die Saab AB und nicht an Koenigsegg.
Frag mich, wo das herkommt: Koenigsegg will sich damit sanieren? 🙄
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Zitat:
Original geschrieben von europäer
Was ist falsch daran, einen Businessplan zu erarbeiten und zu versuchen, 1 Mrd. verbürgtes Fremdkapital zu bekommen? Wenn der Plan plausibel ist, werden EIB und schwedischer Staat mitziehen. Wenn nicht, gibt es weniger. Im übrigen werden die Gesellschaften Koenigsegg AB / Eker Group und Saab AB bilanziell getrennt betrachtet. Die EIB zahlt aus an die Saab AB und nicht an Koenigsegg.Zitat:
Original geschrieben von Saab-Frischling
Koenigsegg wil mal eben 500 Mio mehrhttp://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=apMWR2zju3yE
Wenn Koenigsegg anschließend nur 0,1% als Transaktionsgebühr Saab auflastet, hätten die mit einem Schlag 10% ihres Jahresumsatzes als Zusatzeinnahme.
Frag mich, wo das herkommt: Koenigsegg will sich damit sanieren? 🙄
Bei derartigen Deals wird dem Target (Saab) i.d.R. eine Transaktionsgebühr vom Käufer auferlegt. Die 1,5 Mrd€ sind faktisch kein Fremdkapital, sondern Venture Capital.
Koenigsegg benötigt noch 300 Mio. für die Übernahme, zusätzlich wohl noch 500 Mio für die Sanierung
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=arG2i8jmRTsg
Ansonsten will man 3 neue Modelle und Elektro-Autos und überhaupt zu den Besten und Schönsten gehören...
Mitteilung von Saab-i/Servicecenter am 26.08.09, 18:13 Uhr:
"General Motors und Koenigsegg Group
unterzeichnen Vorvertrag zum Anteilserwerb der Saab Automobile AB
· Der zum Jahresende erwartete Vertragsabschluss sichert die Zukunft von Saab
· Finanzierungsvereinbarungen und weitere Übereinkünfte werden noch verhandelt
· Saab Automobile plant, die Reorganisation zügig zu beenden
General Motors will 100 Prozent seiner Saab Anteile an die Koenigsegg Group AB verkaufen. Die Unterschrift unter den entsprechenden Vertrag hat GM heute bestätigt. Das Geschäft soll in den nächsten Monaten abgeschlossen werden und die Zukunft von Saab sichern. Saab Automobile plant, die juristischen Restrukturierungsmaßnahmen zügig zu beenden.
Für weitere Informationen besuchen Sie uns unter http://www.saab.de im Newsroom."
Das ist do ch für alle echten Saabianer eine gute Nachricht.
Gruß
TromboneAERO
Die Nachricht ist leider nichtssagend. Man will, hat aber nicht wirklich und all diese Vorverträge und LOIs dienen doch immer nur der Pressewirksamkeit. Wahrscheinlich steht darin, dass GM im Falle einer Einigung 100% seiner Anteile verkauft und man mit keinem anderen Bieter mehr verhandelt. Toll. Und wenn die Einigung nicht zustande kommt?
Die Nachricht ist leider nichtssagend. Man will, hat aber nicht wirklich und all diese Vorverträge und LOIs dienen doch immer nur der Pressewirksamkeit. Wahrscheinlich steht darin, dass GM im Falle einer Einigung 100% seiner Anteile verkauft und man mit keinem anderen Bieter mehr verhandelt. Toll. Und wenn die Einigung nicht zustande kommt?
Dann Aus die Maus. In Schweden scheint das aber weniger Leute zu beunruhigen als hier 🙁
Zitat:
Original geschrieben von Swedishmoose
Ein ausländischer Investor wird gerade in schlechten Zeiten zuerst seine Leute im eigenen Land versuchen in der Beschäftigung zu lassen und entlässt eher Leute in anderen Tochtergesellschaften .
Und die liebe Familie Wallenberg aus Schweden hat damals ganz sicher nur mit dem Dollar-Zeichen in den Augen gedacht . Bei einem größeren Streubesitz, wären heute noch viele schwedische Traditionsunternehmen in Schweden existent, die es nun leider nicht mehr gibt oder wo der Name nur noch als Marke existiert.
Klingt nach Wirtschaftsprovinzialismus.
Aktionär A mit schwedischem Pass und an Renditemaximierung interessiert verkauft an Aktionär B mit anderem Pass, aber ebenfalls an Renditemaximierung interessiert. Staatsbürgerschaft, Hautfarbe und Augenform des Aktionärs sind mir dabei völlig egal. Die verkauften Unternehmen verschwinden auch nicht von der Landkarte, sie sind weiterhin existent. Es ist nur irgendwie gefühlt anders.
Daran, daß GM Saab über Jahre durchgeschleppt hat, ohne schwedische Arbeitnehmer (hoffentlich haben die wenigstens einen schwedischen Pass) zu entlassen, kann man auch sehen, daß die Schauermär vom ausländischen Eigentümer gerade nicht verallgemeinerungsfähig ist.
Es sind gerade Arbeitsplätze in den USA, die bei Rationalisierungsmaßnahmen wegen des wesentlich flexibleren Arbeitsmarktes als erstes wegfallen. Während dort der entlassene Arbeitnehmer schon wieder einen zukunftssichereren Arbeitsplatz gefunden hat, wird in Deutschland noch gestritten, ob man einem Bandarbeiter zumuten kann, auf seine 5minütige Raucherpause zu verzichten.
Wir werden alle die Globalisierung weder zurückdrehen noch abbremsen können. Manche von uns machen offen mit bei dieser "Globalisierung" und verdienen ihr Geld damit. Andere machen heimlich mit, indem sie doch tatsächlich immer das günstigste Produkt kaufen.
Zitat:
Original geschrieben von Advokat
Wir werden alle die Globalisierung weder zurückdrehen noch abbremsen können. Manche von uns machen offen mit bei dieser "Globalisierung" und verdienen ihr Geld damit. Andere machen heimlich mit, indem sie doch tatsächlich immer das günstigste Produkt kaufen.
... und eine große und immer weiter wachsende Anzahl von Menschen müssen gezwungenermaßen mitmachen, da sie sich auch hier im vergleichsweise reichen Deutschland nichts anderes als nur die absolut günstigsten Produkte und Lebensmittel leisten können...wenn überhaupt. 😠
Die haben zuwenig zum Leben und zuviel zum Sterben und erst recht keine Perspektiven.😠
Gruß,
nibohr
Das Handelsblatt hat über den aktuellen Stand am 01.09. informiert: Koenigsegg und seinen Co-Investoren fehlen noch 200 Mio€. Dazu bedarf der von der Europäischen Investitionsbank gewünschte Kredit über 400 Mio€ noch der Bürgschaft des schwedischen Staates, der hierfür bislang nicht bereit ist.
Naja, wie üblich entsprechen die Kurzmitteilungen der deutschen Blätter nicht ganz den Tatsachen: Der schwedische Staat ist bereit, eine Bürgschaft für die EIB-Darlehen zu übernehmen. Allerdings muss dazu die Finanzierung von Saab gesichert sein. Kürzlich hat sich ja ein zusätzlicher Finanzbedarf von 300 Mio. Euro aufgetan.
Jetzt gibts aktuelle Infos von JAJ dazu (siehe saabsunited):
- der Großteil der fehlenden Summe wurde von GM, Koenigsegg und anderen Investoren aufgebracht
- der zusätzliche Finanzbedarf ergab sich aufgrund einer Änderung der strategischen Planung: Man hat die Zukunftsplanung auf (noch) niedrigere Produktionsvolumen ausgelegt und will gleichzeitig noch mehr in Umwelttechnologie investieren
- die Werkzeuge für den 9-5II sind bereits in der Fabrik in Trollhättan und wurden bereits von GM bezahlt
Ich würde mich mal über eine ausgewogenere Berichterstattung freuen, in der neben den negativen Punkten auch die positiven überhaupt mal genannt werden. Saab-Koenigsegg-bashing wird langsam langweilig 😁
Viele Grüße
Celeste