Reifenwechsel bei "Stammautohaus" plötzlich ohne Info 63% teurer
Hallo an alle,
folgende Info mal für euch.
Ich bin seit dem 19. Lebensjahr (jetzt 41 Jahre) bei ein und dem selben Autohaus Kunde. Alle 4 Jahre kaufen meine Frau und ich für Sie und mich ein neues KFZ. Da wir dort wie bereits erwähnt jahrelange Kunden sind, gibt es z. B. bei einem Auftrag für den saisonbedingten Reifenwechsel keinen Auftrag oder sonstiges den wir noch unterschreiben. Wir bringen das Auto vorbei (nach vorheriger Terminvereinbarung) und die Reifen werden gewechselt ohne das über einen Preis gesprochen wird. Das hat bisher auch immer reibungslos geklappt, mal eine kleine Preiserhöhung um 10,- € war bisher auch kein Problem.
Jetzt hatten wir letzte Woche von beiden Fahrzeugen die Reifen wechseln lassen. Ein paar Tage später kam die Rechnung. Im vergangenen Herbst hatten wir noch 70,- € pro Fahrzeug für den Reifentausch bezahlt. Jetzt sollen wir pro Fahrzeug 110,- € bezahlen. Auf telefonische Nachfrage hieß es, dass die Reifen ja immer schwerer und größer werden und deshalb die Reifen ab 18 Zoll Größe in Zukunft mehr kosten als kleinere Reifen. Hier erfolgt eine Abstufung (bis 17 Zoll und ab 18 Zoll) Und das sind jetzt mal einfach so 40,- € mehr (63%).
(Man hätte zumindest nach der jahrelangen Geschäftsbeziehung vor der Auftragsannahme darauf hinweisen können, dass der Preis jetzt ab diesem Jahr so drastisch gestiegen ist.)
Ich frage mich auch, ob solch eine Erhöhung überhaupt rechtens ist?
Wir gesagt, wir reden hier ohne vorherige Info von 63%!
Ich habe mal Interessehalber bei zwei anderen Fordhändlern hier in der Umgebung angerufen. Gleiche Leistung verlangt der eine 73,- €, der andere 87,- € (Reifenwechsel, vorne wuchten und Reifen einlagern). Nur Reifen einlagern ist der Betrag identisch geblieben.
Welche Meinung habt ihr dazu?
Gruß
Andreas
37 Antworten
Bisher habe ich für Wechseln und Einlagern bei meinem Fordstore € 40,00 gezahlt. Nun vor einigen Tagen wollten sie € 60,00 haben. Deutlich mehr aber in meinen Augen gerade noch so i.O.
Übrigens sind es nur 57% "Preissteigerung", so als Anmerkung!!
Ich würde es wohl auch nicht bezahlen und fände eine derartige Steigerung auch nicht ok, aber es bleibt halt jedem überlassen zu kalkulieren.
Solche Kalkulationen können viele Gründe haben. Etwa Minus gemacht damit, Einlagerungsplatz teurer geworden, zu viele Kunden und Reifen zum Einlagern und so kann man die Einlagerungen minimieren, etc.
Hast du Recht, sind nur 57%. Hat der Rechner falsch ausgerechnet. 🙂
Ich werde in Zukunft einfach auch meine Kosten für ständige nicht erfolgreiche Nachbesserungen in Rechnung stellen. (2x24 km à 30 Cent; die Benzinkosten sind ja auch drastisch gestiegen, vielleicht sollte ich noch 57% auf die 30 Cent drauf rechnen...), da kommt schon was zusammen, siehe §439 BGB Absatz 2.
Wegen meinem Panoramadach war ich 7x !! in der Werkstatt, bis sie mal die Schienen getauscht haben. Das Dach hat bei den kleinsten Unebenheiten sowas von nervig gekracht. Sogar vom Hersteller selbst war jemand ohne Erfolg bei meinem Autohändler.
Jetzt mit der elektrischen Heckklappe war ich auch schon wieder 5x in der Werkstatt (7 Monate geht das jetzt wieder). Jetzt hat Ford in Köln festgestellt, dass bei einer im letzten Jahr aufgespielten Software vergessen wurde den Heckklappensensor mit ein zu programmieren...
Auto Start/Stop und die Töne aus dem Cockpit habe ich mittlerweile aufgegeben. Die bekommen das nicht auf die Reihe.
Na bei so einem Saftladen würde ich erst recht nach dem preis fragen, anstatt "mach einfach mal" zu sagen.
Mein Fordhändler ist da ganz anders. Wenn ich einen Termin habe, liegt der Auftrag schon parat, incl. Kostenvoranschlag. Ich gehe also hin, unterschreibe den Wisch und das wars.
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Zitat:
@gotthard schrieb am 2. Mai 2022 um 18:54:51 Uhr:
70 euro schnapper zahle in der schweiz für beide autos pro jah 450 euro mit einlagern. Aber 119 fürs wechseln alleine ist frech
Ihr verdient oder besser bekommt ja auch monatlich 6000 Franken Netto pro Person 😉
Zitat:
@316limo schrieb am 3. Mai 2022 um 11:20:15 Uhr:
Zitat:
@gotthard schrieb am 2. Mai 2022 um 18:54:51 Uhr:
70 euro schnapper zahle in der schweiz für beide autos pro jah 450 euro mit einlagern. Aber 119 fürs wechseln alleine ist frechIhr verdient oder besser bekommt ja auch monatlich 6000 Franken Netto pro Person 😉
Bekommt, schön wäre es, die sklaventreiber schenken nichts. Es geht hier um den grundsatz. Sind mehr als 10 K im monat, aber ist ja auch alles so teuer hier, gut wohne an der grenze zu deutschland. Solche aufschlöge zahlt man 1 x dann ist man neukubde bei der konkurrenz.
Zitat:
@316limo schrieb am 3. Mai 2022 um 11:20:15 Uhr:
Zitat:
@gotthard schrieb am 2. Mai 2022 um 18:54:51 Uhr:
70 euro schnapper zahle in der schweiz für beide autos pro jah 450 euro mit einlagern. Aber 119 fürs wechseln alleine ist frechIhr verdient oder besser bekommt ja auch monatlich 6000 Franken Netto pro Person 😉
Gehört zwar nicht hierher, aber du weißt schon, dass man in der Schweiz höhere Lebensunterhaltskosten zu tragen hat. Und nicht jeder Verdient "6000.-sfr.
So, ich habe nun mit einem Rechtsanwalt gesprochen. Er hat mir gesagt, dass hier klar ein Verschulden des Autohauses vorliegt. Lt. einer Rechtsprechung müssen Preiserhöhungen ab 50% und mehr dem Kunden kommuniziert werden. Es ist nicht seine Pflicht jedes Mal nachzufragen, wenn man 22 Jahre lang immer beim gleichen Autohaus ist und ungefähr weiß wie hoch die Rechnungen für immer die selben in Anspruch genommenen Dienstleistungen sind.
Vielleicht hättest zu zuerst mal mit dem Autohaus ein gutes Gespräch suchen sollen, anstatt zum Anwalt zu rennen...ich finde das echt peinlich.
Ich habe mich lediglich erkundet, ob das noch rechtens ist. Nächste Woche hab ich ein Gespräch mit dem Chef.
Komm runter...
Hätte ich nicht gedacht, aber umso besser für dich. Hoffe, dass du damit auch Recht bekommst.
Zitat:
@Andy1981 schrieb am 3. Mai 2022 um 16:23:36 Uhr:
So, ich habe nun mit einem Rechtsanwalt gesprochen. Er hat mir gesagt, dass hier klar ein Verschulden des Autohauses vorliegt. Lt. einer Rechtsprechung müssen Preiserhöhungen ab 50% und mehr dem Kunden kommuniziert werden. Es ist nicht seine Pflicht jedes Mal nachzufragen, wenn man 22 Jahre lang immer beim gleichen Autohaus ist und ungefähr weiß wie hoch die Rechnungen für immer die selben in Anspruch genommenen Dienstleistungen sind.
Zitat:
@Andy1981 schrieb am 2. Mai 2022 um 18:56:32 Uhr:
Wechseln, vorne auswuchten und einlagern.
Moin Andy, dann bin ich ja froh das mein Freundlicher die gleiche Arbeit an meinem Kuga für sagenhafte 69,50 Euros erledigt - und darin sind 20 Euro Einlagerungskosten für die 18 Zöller /17 Zöller WR enthalten.
Bis vor 2 Jahren hat er noch nicht einmal Lagerkosten berechnet, die kamen erst dazu als er ein nagelneues Reifenlager gebaut hatte.
Jetzt baut er für 3,5 Mio Euros eine ganz neue Werkstatt mit Verkaufsräumen und Waschanlage. Ich bin gespannt auf die Kostenentwicklung.
Ich habe mittlerweile einen Händler gefunden, der alles pro Saison für 44€ pro Auto erledigt. Dort werde ich ab Herbst auch hingehen. Ist ein kleiner Familienbetrieb.
Zitat:
@Andy1981 schrieb am 6. Mai 2022 um 11:45:46 Uhr:
Ich habe mittlerweile einen Händler gefunden, der alles pro Saison für 44€ pro Auto erledigt. Dort werde ich ab Herbst auch hingehen. Ist ein kleiner Familienbetrieb.
Und Autos würde ich bei anfangs genannten Autohaus auch nicht mehr kaufen. Solchen Geschäftsgebaren kann man nur rigoros entgegen treten.
Ich stecke meine Räder selber um. Damit habe ich die Gewissheit sie mit dem richtigen Drehmoment angezogen zu haben und auch noch eine Stange Geld gespart.