Reifenschaden bei 200km/h mit RFT -Erfahrungsbericht

BMW 3er E90

Hallo Leute,
da hier immer mal wieder über die Pros und Contras von Runflats diskutiert wird, hier mal ein kurzer Erfahrungsbericht von mir zum Thema RFT und Sicherheit:
Letzte Woche fuhr ich mit knapp 200km/h eine AB-Linkskurve als der rechte Hinterreifen einen plötzlichen Druckverlust (=Reifenschaden) hatte. Der Wagen brach trotzdem nicht aus(!!). Es fühlte sich nur ganz kurz so an, als hätte mich eine Windböhe seitlich kurz erwischt. Keine 2 Sekunden später meldete die RDA auch schon einen Reifenschaden. Ich bin dann mit ca. 80 km/h auf den nächsten Parkplatz, habe die Reifen überprüft und eben festgestellt, dass der rechte Hinterreifen keine Luft mehr hatte. Bin dann vorschriftsmäßig die noch ca. 35km mit knapp 90 km/h auf der AB bis zum Freundlichen gefahren. Dort wurde beim Reifenwechsel festgestellt, dass sich ein nicht mehr zu identifizierender metallischer Gegenstand in die Lauffläche des Reifens gebohrt hatte. Bei einem Kaffee (während die Reifen gewechselt wurden), habe ich darüber nachgedacht, was ohne RFT´s in einer solchen Situation hätte passieren können.
Ich bin zwar seit jeher ein Verfechter der RFT´s gewesen, aber nach diesem Vorfall steht für mich definitiv fest, dass ich auf meinem E90 aus Sicherheitsgründen keine anderen Reifen mehr fahren werde.

94 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von MurphysR


Das ist ueberhaupt nicht schwer. Bei meinem 330d sind die Reifen bei feuchter Fahrbahn eigentlich immer an der Gripgrenze. Selbst wenn Du das Gaspedal nur streichelst ist das DSC permanent am regeln.

Anfahren oder im 2.Gang Vollgas bei 60 km/h geben war hier aber -zumindest von mir- auch nicht gemeint.Wenn ich bei feuchter Straße zu stark beschleunige, dann regelt selbstverständlich das DSC auch noch im 3.Gang.

Ich bezog mich -ebenso wie der hier diskutierte Artikel übrigens auch- auf den Grip in Kurven. Und wenn ich den nicht mehr habe, dann habe ich selber wohl was falschgemacht. Und nicht das Auto, die Reifen oder gar die Straße 😉

Übrigens fahre ich auch einen 330d. Und ich kann bei Regen sehr wohl so fahren, dass das DSC nicht permanent am regeln ist.

Zitat:

Original geschrieben von MurphysR


Selbst wenn Du das Gaspedal nur streichelst ist das DSC permanent am regeln.

Das gehört auch getreten 😁

Das ein 330d bei Nässe unfahrbar wird - sorry, glaube ich nun wirklich nicht - sonst hätte BILD schon längst wieder eine Story a'la Elch oder tt gehabt. Garantie? Vielleicht stimmt ja etwas am DSC nicht, z.B. defekter Sensor, oder am Pedal?

Ich glaube nicht das es die Regel ist, das 330d Fahrer die Runflats beim Händler lassen um dann mit Standardbereifung ohne RFT zu fahren. Den Grenzbereich kann/muss man sich ertasten (immer!) und dann halt entsprechend angepasst (das Wort hatten wir doch schon mal) fahren, ohne über das Limit hinauszuschiessen.

Auch bei Standardbereifung gibt es Unterschiede zwischen den Marken, gerade auch in Bezug auf Nässe - das ist ja nicht nur die Frage mit/ohne RFT, und es gibt sicher auch schlechtere ohne und bessere mit, auch im direkten Vergleich - zumindest im Hinblick auf die Nässeeigenschaften.

Und nebenbei - um jenseits des Grenzbereiches zu fahren bedarf es auch keines 330d's oder aufwärts - sonst hätten andere ja nie Probleme, auf der Strasse zu bleiben, egal was sie anstellen 😉

Es hat niemand behauptet, daß RFTs unter normalen Bedingungen bei Nässe gefährlich oder unfahrbar wären.

Es geht um Sicherheitsreserven. Und ich bezweifle, daß 5m Bremsdifferenz bei Nässe ohne Erwähnung bleiben sollten.

Das hat nichts mit hirnlosem oder Rennstreckenfahren zu tun. 5m Bremsdifferenz braucht JEDER im Notfall, wenn er eben bremsen muss bei Nässe. Und das ist nicht unwahrscheinlich vor einem potentiellen Unfall oder? Das ist mehr als eine ganze Wagenlänge ...
Bei noch mehr Tempo etwa auf der Autobahn wird die Differenz sicher noch höher ...

Die andere Hälfte ist, daß man nicht mehr Bremsen kann und Ausweichen muss. Und dann kommt man auch bei sehr sehr vernünftiger Fahrweise (die ich eigentlich meistens an den Tag lege) sofort an die Grenzen der Fahrdynamik. Wenn man etwa schlagartig rumreissen muss.
Elektroniken kaschieren zwar Schwächen, aber auch ein DSC kann keine Wunder bewirken. Ist das Auto über der Grenze der Reifen. so ist es nicht in der Lage schnell genug auszuweichen. Mit oder ohne Elektronik.
Und diese Grenze ist bei Nässe auch mit Elektronik nunmal schmäler. Wo sich ein BMW mit RFTs und regelndem DSC wegdrehen würde oder in den Graben fahren würde, könnte ein BMW ohne RFT eventuell noch gerade so rumkommen.
Bei Nässe wohlgemerkt ...

Bei Trockenheit ist der Vorteil leicht zugunsten der RFTs. Aber deutlich geringer als der Nachteil bei Nässe ...

EDIT :

Nebenbei bemerkt geht es nichtmal nur um die erreichbaren Grenzwerte, sondern auch um den Charakter des Verhaltens. Ein Auto was gutmütig und langsam den Grenzbereich definiert ist auch für eine Elektronik wohl leichter zu regeln, als ein Auto was sehr hektisch über die Grenze hin und herspringt. Die RFTs sollen bei Nässe relativ zickig sein und deutlich schnellere Reaktionen erfordern. Das bringt auch Elektroniken noch schneller an ihre Regelgrenzen ...

Also das mit den 5 Metern mag ich nicht wirklich glauben. Bei Trockenheit steht der E90 nach unglaublich guten 36 oder 37 Metern. Und bei Nässe sollen es über 40 sein? Wenns so wäre, hätte das doch schon Autoblöd oä. aufgedeckt und eine ausführliche Stellungnahme von BMW und den Reifenherstellern verlangt. Für so unverantworlich halte ich BMW eigentlich nicht, dass sie als Serienbereifung ein deratiges Risiko auf die Felgen ziehen.

Klingt für mich eher nach Gewissensberuhigung derjenigen, die auf dieses Sicherheitsfeature verzichten.

Schöne Grüße
Michael

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Zitat:

Original geschrieben von RIP


1) Es hat niemand behauptet, daß RFTs unter normalen Bedingungen bei Nässe gefährlich oder unfahrbar wären.

zu 1)

doch

siehe oben.

und zum Rest

- wer hat hier den Vergleich auf der Rennstrecke reingebracht (HörenSagen),

- von jemand, der offensichtlich öfter mit 200 unterwegs ist berichtet, bitte um Quellenangabe (schau mal auf meine HP und dann vergleich mal in meiner Kategorie (und ja ich hab 'nen Kombi und breitere Reifen - hilft beides sicher beim Sprit sparen, des Sparsamste benötigt mit 205ern 1/4l weniger-ok?))

- wer redet hier von HörenSagen ohne selbst mal die Reifen gefahren zu sein und bringt dann hierzu schlüssige Ableitungen, warum die RFT's sooo schlecht seien

- und beim "Charakter des Verhaltens" dachte ich bislang immer (jetzt mal ich mit HörenSagen, hab es nur aus der Fachpresse, ohne Quelle) wäre BMW mit 50:50 Gewichtsverteilung gar nicht sooo schlecht, und von zu langsamer Elektronik hab ich erst recht noch nichts gehört, bitte auch hier um Quellenangabe

Ich habe nie behauptet das diese "Wunderreifen" das Beste sind und ich denke, das hier die meisten mündig genug sind, selbst zu entscheiden, die anderen können sich ja einfach am Verhältnis Pro/Contra in diesem Thread orientieren.

Komfort ertastet sich halt jeder selbst am Besten mit seinem eigenen Popometer, und zieht dann seine Schlüsse - ok?

Obendrein driftet das Thema so langsam ab.
Soll hier etwas mies gemacht werden? War das dein erster Thread hier bei MT? Dann denk ich mir mal den Rest...

masvha hat ja nochmal geschrieben, das er den Wagen ohne vermutlich nicht abgefangen hätte ... genau das ist doch der Punkt .

Alles Gute ! Thorsten

Hier mal die Daten :

Handling dry (2770 m track):

B-stone RFT: 1,17,0 min
B-stone Std: 1.19,4 min
PS2 RFT: 1.17,4
PS2 Std: 1.17,8 min

Handling wet (2300 m track)

B-stone RFT: 1.49,3 min
B-stone Std: 1.44,7 min
PS2 RFT: 1.44,2
PS2 Std: 1.42,5 min

Braking dry (100 km/h)

B-stone RFT: 36,7 m
B-stone Std: 37,9 m
PS2 RFT: 36,7 m
PS2 Std: 35,6 m

Braking wet (100 km/h)

B-stone RFT: 52,4 m
B-stone Std: 49,2 m
PS2 RFT: 54,3 m
PS2 Std: 49,8 m

Quelle in diesem Fall hier :

http://forums.e60.net/index.php?showtopic=26850

Sport Auto hat leider keine Internetseite. Ich kann die Werte aber mal in meiner Ausgabe prüfen, bin aber recht sicher, daß es diese Werte waren.

Es waren also keine 5m, sondern 4,5m im Falle der Michelins.

@maximad : Hmm? Der einzige der ins "Offtopic" abdriftet bist doch du 🙂 Schöner Thread von vor 3 Jahren ... wusste ich gar nicht mehr, aber bezweifle, daß es der erste war. Bin aber nicht mehr sicher ...

Was ist an meinen Aussagen offtopic? Es geht schließlich um RFT Reifen und deren Sicherheitsplus oder auch eben Sicherheitsminus, je nachdem wie man es betrachtet.

Es geht weder um BMW, um 50%/50% Verteilung noch um Qualitätsunterschiede der Elektronik. Es geht um die RFT Reifen.

Finde es ziemlich arm, daß Leute die sich für RFTs entschieden haben Argumente von nicht so überzeugten nicht vertragen. Ich habe nirgends behauptet, daß die Reifen schlecht sind, aber bezweifle schlicht, daß sie beim aktuellen Entwicklungsstand das so große Plus an Sicherheit sind, wie das BMW Marketing glauben läßt. Ich bin ziemlich sicher, daß ich bei meinem nächsten Auto RFTs fahre, weil sie bis dahin sicher überzeugen.
Aber im Moment muss man abwägen und sich jedes Argument anschauen. Im Falle der Bridgestones liegen die Werte aber recht gut beieinander. Bei den Michelins ist es schon ein gewaltiges Defizit ...
Dafür ist das Handling der Bridgestones im Nassen scheinbar deftig schlechter.
Liest man auch beim aktuellen Supertest des BMW 335i, der übrigens zur Zeit sogar mein nächstes Auto werden könnte ...

Und wo habe ich behauptet, daß die Elektronik von BMW oder sonstwem besonders langsam ist? Ich sage nur, daß die Elektronik die grundlegenden Grenzen des Autos auf bestimmter Bereifung nicht erweitert. Wenn die Reifen und das Auto es nicht hergeben, kann das auch eine Elektronik nicht kaschieren. Fast 5 Sekunden auf einem Handlingkurs lassen auf ein wesentlich giftigeres Verhalten schließen an der Grenze ...
Das ist normalerweise der Unterschied zwischen zwei grundlegend verschiedenen Autos mit gleicher Bereifung.

Ist es physikalisch vorbestimmt, daß man im Graben landet, weil die Reifen bei Nässe nicht genug Seitenhalt haben, dann ändert auch die Elektronik nichts daran. Andere Reifen eventuell schon ...
Wie gesagt, das sind alles unwahrscheinliche Bereiche. Deswegen ist kein Reifen schlecht. Aber wenn man mit der Wahrscheinlichkeit eines Reifenplatzers argumentiert, muss man sich auch diese WAhrscheinlichkeit anschauen ...

EDIT :

PS. Nur mal als Tip. Mit dem "Erfahrungsargument" zu argumentieren ist mehr als ungeschickt. Was hat die Beurteilung des Bremsweges oder des Verhaltens am absoluten Grenzbereich damit zu tun, ob man die Reifen gefahren ist oder nicht?
Ich hätte im Falle einer BMW Fahrt mit Sicherheit weder eine Vollbremsung aus 100 gestoppt mit Laserequipment und 2 unterschiedlichen Bereifungen, noch hätte ich im Nassen versucht das Auto an die Grenze zu fahren mit ausgeschalteter Elektronik.
Sprich ich hätte gar nichts darüber sagen können, weil ich eben im Straßenverkehr vernünftig fahre.

Das merkt man dann, wenn man bei Nässe plötzlich einem Hirsch ausweichen muss oder bei Nässe ein Kind auf die Straße rennt. Dann kann man sich überlegen, ob die 4-5m im Falle der Michelin vielleicht etwas geändert haben ...
Wenn man dann im Graben liegt kann man ja mit "Erfahrung" versuchen das ganze nochmal mit nicht-RFTs zu testen und zu schauen ob es dann die Elektronik und das Auto noch gepackt hätte 😉

Zitat:

Original geschrieben von RIP


Hier mal die Daten :

Danke RIP!

Handling dry (2770 m track):
B-stone RFT: 1,17,0 min
B-stone Std: 1.19,4 min

Handling wet (2300 m track)
B-stone RFT: 1.49,3 min
B-stone Std: 1.44,7 min

=> Differenz Trocken+Nass 5070 m in Summe 2,2 sec

RFT 77,0 sec + 109,3 sec = 186,3 sec = 97,97 km/h
STD 79,4 sec + 104,7 sec = 184,1 sec = 99,14 km/h
186,3 / 184,1 = 1,0119500271591526344378055404671

OK, heißt das RFTs sind 1,19 % langsamer (hier 1,17 km/h) auf der Rennstrecke, ob das in der täglichen Praxis zählt ?

Braking dry (100 km/h)
B-stone RFT: 36,7 m
B-stone Std: 37,9 m
RTF -1,2 m

Braking wet (100 km/h)
B-stone RFT: 52,4 m
B-stone Std: 49,2 m
RFT +3,2 m

macht gemittelt Trocken+Nass
-1,2 + 3,2 = 2,0 m mehr für RFT

Ich bin jetzt mal beim Bridgestone geblieben - den fahren wir ja beide - den Vergleich müssen wir ja nicht am scheinbar schlechteren Reifen aufziehen.

Und ist das jetzt immer noch sooo schlecht ?

Bitte jetzt nicht wieder suf Nassverhalten rumreiten - ich hab ja auch beide Werte berücksictigt - und da würde ich sagen, das liegt in der Toleranz - keiner fährt die immer gleiche Zeit mit den gleichen Reifen, nicht mal Schumi - und beim Bremsen wird es ähnlich sein.

Im übrigen ist der e90 mit RFT entwickelt worden, der e60 nicht - und der 7. Post in dem Tread, ein 550i-Fahrer sagt ja wohl auch das der Bridgestone um Längen besser als der Michelin ist.

Sorry für's OT, hab mich aber wirklich schon gefragt...
und bitte lies meine Post richtig - Danke und ciao

Nochmal für dich:

Ich habe nirgends behauptet, daß die RFTs sooo schlecht sind. Sie sind aber auch keine Traumreifen, die alles besser machen. An anderer Stelle verlieren sie eben.

Das sollte man in die Überlegungen mit einbeziehen, bevor man auf Komfort verzichtet und deutlich mehr Geld ausgibt.

Und in diesem Falle ist es nicht gerade gut die Werte zu mitteln.

Während 1-2m auf dem Trockenen kaum einen Unterschied machen, machen z.B. 5m wie bei den Michelin schon einen deutlichen Unterschied. Das kann man nicht einfach verrechnen, finde ich...

Zitat:

Original geschrieben von RIP


Während 1-2m auf dem Trockenen kaum einen Unterschied machen, machen z.B. 5m wie bei den Michelin schon einen deutlichen Unterschied. Das kann man nicht einfach verrechnen, finde ich...

Das finde ich auch. Andererseits ist das kein typisches RFT-Problem. Reifen, die generell nichts taugen oder in nur einer bestimmten Disziplin Schwächen zeigen, hat es schon immer gegeben. Derjenige der sich vor dem Reifenkauf schlau gemacht hat und nicht nur auf den Preis geschaut hat, hat aber solche Reifen gemieden.

Die E90/91 Käufer hatten bzw. haben einerseits das (temporäre) Problem, daß es noch zu wenig Erfahrungen gibt, welche Reifenhersteller gute RFTs bauen und welche nicht. Andererseits kann der Reifenhersteller beim Neuwagenkauf nicht so ohne weiteres frei gewählt werden, sondern man ist dabei auf das (u.U. kostenpflichtige) Wohlwollen des Händlers angewiesen.

Aber spätestens beim Kauf eines neuen Reifensatzes kann man dann einen RFT wählen, der naß relativ ähnlich gut bremst wie im trockenen Zustand.

Grüße
AB

Also Nicht-BMW- und Nicht-RFT-Fahrer misch ich mich einfach trotzdem mal hier ein:

Wenn man sich jetzt die Zahlen anschaut, dann muss jeder selber gewichten was einem wichtiger erscheint:
Ein paar Meter bei der Nassvollbremsung oder aber das Sicherheitplus bei Druckverlust!

BMW hat da für die Serie eben für die RFTs entschieden und ich kann das auch irgendwie nachvollziehen!

Die Zahlen von Sport-Auto stimmen ja auch bestimmt, und generell bin ich natürlich auch für gute Reifen und Autos mit guter Bremsanlagen, aber irgendwo muss man dann auch mal die Kirche im Dorf lassen: Die paar Prozent Abweichung werden schon alleine durch den Profilverlust deutlich übertroffen. Ein Neureifen hat ca 9mm, und nur genau in diesem Zustand wird getestet, bei 1,6mm ist nach Gesetz erst Schluss, nur werden solche Profiltiefen nie getestet.

Wenn man also von durchschnittlich nur noch 4-5mm Profiltiefe ausgeht, dann wären die knapp 50m bei der Nassbremsung deutlich überschritten, und man würde nicht wegen 2,8m wie bei den Bridgestone so einen Aufstand machen!

Und wer trotzdem weiter darauf herumreiten will, der soll sich halt einen Porsche mit Keramikbremsen kaufen und die Reifen bei spätestens 7mm Profiltiefe austauschen!
Macht keiner? Achja, richtig, ich habe die Wirtschaftlichkeit außer acht gelassen, denn wenn nur die Sicherheit alleine eine Rolle spielen würde, dann müssten wir ja alle ne S-Klasse fahren...

Ich finde es immer wieder klasse - die , die kein Runflat haben, finden es schlecht - und suchen alle Argumente zusammen (da ist dann jedes Material recht.) Nach dem Motto: egal ob die Katze schwarz oder weiß ist: Hauptsache sie frisst Mäuse (Mao).
Ich bin da hoffentlich gelassener:

3 Jahre RFT
1*Panne ,700 KM Weiterfahrt gemacht (nicht erlaubt)
Stets Vertrauen
Immer wieder

Der Mehrpreis wird egalisiert werden, wenn auch die, die noch nie RFT gefahren sind merken, das AutoBlöd nicht immer recht hat und zu RFT rät.

Aber solange hiesige Opel-Händler ( VW hat noch blödere Verkäufer) nicht mal wissen, dass es z.B. für den Meriva auch RFT zu bestellen gibt - und was das überhaupt ist, ist die allgemeine Dunkelheit durchaus nachvollziehbar.

Ich wette, in 2 Jahren haben alle RFT und die heutigen Kritiker werden die treuesten Fans sein.
Das ist dann mehr als in Ordnung. Gut so!

@bavarian :
Es ist aber generell zu sehen, daß die RFT ihre Schwäche zur Zeit noch bei Nässe haben, da alle Fabrikate im Nassen schlechter waren als die nicht-RFT der gleichen Marke.

Aber wie gesagt :

Ich bin KEIN Gegner der RFTs. Ich wollte nur Aussagen/Haltungen wie folgende etwas relativieren.

Zitat:

Original geschrieben von best_friend


es gibt einfach kein contra zu den run flats.
die reifen bieten einen einfach einen sicherheits plus in allen situationen.
diejenigen die über run flats jammern, können ja auch noch die airbags ausbauen 😁, sorry das ist einfach dummheit!!!

Es hatte ja fast niemand auch Nachteile aufgeführt und einige fehlten 😉

Ich bin überzeugt, daß ich irgendwann in Zukunft auch RFTs fahre. Allerdings braucht man dazu ja soweit ich weiß ein Reifendruckkontrollsystem, oder?

Ich denke die nächste Generation wird schon eine vernachlässigbare Schwäche bei Nässe haben und dann sind die RFTs vermutlich im Gesamten klar im Vorteil beim Thema Sicherheit und vielleicht bis dahin auch beim Thema Komfort nicht mehr im Nachteil.

Genau das ist der Punkt.

Ich bin auch keinesfalls ein Gegner des RFT-Konzeptes an sich. Ich stelle lediglich fest, daß die RFTs nach heutigem Entwicklungsstand weder beim Fahrkomfort noch beim Fahrverhalten mit non-RFTs mithalten können.

Nach einem halben Jahr RFT-Erfahrung habe ich für mich persönlich entschieden, daß das Sicherheitsplus im Falle einer Reifenpanne - die ohnehin weniger wahrscheinlich ist als ein Sechser im Lotto - die übrigen Nachteile (noch) nicht aufwiegt. Bei der demnächst anstehenden Kaufentscheidung (der erste Satz Winterräder für den E90) werde ich daher non-RFTs bevorzugen.

Es steht absolut außer Frage, daß langfristig die RFTs die Oberhand behalten werden, aber bis dahin müssen halt noch 2 oder 3 Entwicklungszyklen ins Land gehen.

Zitat:

Original geschrieben von RIP


@bavarian :
Es ist aber generell zu sehen, daß die RFT ihre Schwäche zur Zeit noch bei Nässe haben, da alle Fabrikate im Nassen schlechter waren als die nicht-RFT der gleichen Marke.
...

Und genau hier bin ich ja, wie oben geschrieben, deutlich anderer Meinung!

Zwar braucht der Bridgestone mit RFT ganze 3,2m länger im Naßen als der gleiche Reifen ohne RFT, aber hast Du Dir schonmal überlegt, dass diese Werte bei Neureifen ermittelt werden?

Wenn Du nur mal 4 oder 5mm für den Durchschnittsreifen ansetzt, dann werden die Nassbremswerste deutlich ÜBER den 49,2m des Neureifens liegen. Also wer dann den RFT verteufelt, weil dieser im Neuzustand 3,2m länger braucht, der sollte seine Reifen aber auch spätestens bei 5mm Restprofiltiefe auswechseln, weil dann die Bremswerte wohl bei über 60m liegen!

Ich sehe keinen vernünftigen Grund, außer der Wirtschaftlichkeit und dem Komfort, auf RFTs zu verzichten, falls der Hersteller welche anbietet!

@ibiza : Es ist richtig, daß noch eine große Differenz zwischen Neureifen und älteren Reifen besteht.

Aber diese Differenz musst Du ja noch dazurechnen. Ein RFT wird über seine gesamte Lebensdauer etwas schlechter bremsen bei Nässe als der gleiche Reifen als nicht-RFT. Das heisst, daß ein schon abgenutzter nicht-RFT eventuell noch genauso gut bremst wie ein nagelneuer RFT.

Sicher sind das Kleinigkeiten. Aber die Chance eines Reifenplatzers und kritischen Abflugs danach ist ja auch nicht gerade eine Sache, die garantiert bei jedem Reifensatz auftreten wird ... 😉

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