Reifen DOT 3309 4-5mm noch fahren?
Hallo,
habe mir einen 2009er Prius zugelegt.
Dabei ist ein Satz Sommer-wie Winterreifen. Beide Sätze aus 2009. Also ab Auslieferung.
Jeweils 195/65/15
KM Stand 86000km.
Im Moment habe ich Dunlop M3 irgendwas Winterreifen drauf. Diese haben noch ca 5mm Profil. Muss ich noch messen. Hatten bis jetzt keinen Schnee und noch keine Notbremsung gemacht ;-) Also scheinen die diesen Winter ganz gut zu sein. Außer dass die laut sind.
1) meint ihr die sollte ich nächsten Winter ersetzten?
Als Sommerreifen sind Bridgestone B250 dabei.
Profil 4-5mm. Wurden vom Händler mit Silikon besprücht und glänzen wie neu;-) Kein spröden Stellen.
2) Was haltet ihr von denen? Ersetzten?
Die Reifengröße ist 195/65/15 und somit bekommt man Premiummarken unter 50€pro Reifen.
Ich tendiere eigentlich alles dieses Jahr neu zu kaufen. Im Moment gibt es z.B ContiSport 5 für 43€..Goodyear auch.
Oder meint ihr ich sollte weiter fahren? Möchte in einer Gefahrensituation sicher sein.. Danke
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@Unkrautvernichter schrieb am 12. Januar 2017 um 18:50:41 Uhr:
Von mir aus könnt ihr Neureifen entsorgen. Wir sind halt eine Wegwirfgesellschaft.
Die Lebenserwartung eines Reifens wird von der Reifenindustrie mit 10 Jahren beziffert. Wer sich mit Reifen auskennt, wird bestätigen, dass der relevante Alterungsprozess bereits erheblich früher einsetzt.
Wenn sich der Käufer eines knapp achtjährigen Gebrauchtfahrzeugs nun danach erkundigt, ob es der Sicherheit nicht doch zuträglicher ist, diese zu ersetzen, hat das mit Wegwerfgesellschaft rein nichts zu tun.
108 Antworten
Im Fahrsicherheitstraining sah man durchaus den Unterschied zwischen frischen Reifen, auch von Marken aus der 2. grade wie Uniroyal, und etwas älteren Reifen. Und der war deutlich, das konnte je nach Übung 10 bis 20% mehr Geschwindigkeit ausmachen, bis die Übung nicht mehr ging.
Wenn man partout mit solchen Reifen weiter fahren will, dann bleibt eben nur Rücksicht nehmen da drauf. Das heisst einerseits langsamer fahren, anderseits aber noch mehr Abstand. Denn der vor dir kann frische Winterreifen drauf haben, ein ganz bisschen Schneematch Reste und sonst nur nass und kalt, dann retten dich 2 Sekunden Abstand bei 100 auf der Autobahn nicht mehr, entweder du findest eine Möglichkeit noch schnell die Spur zu wechseln, oder du hängst in seinen Heck. Mit 8 Jahre alten Winterreifen und schon recht wenig Profil ist eben nicht nur langsam fahren angesagt, sondern auch deutlich mehr als 2 Sekunden Abstand.
Ich würde mal davon ausgehe, dass der Bremsweg bei etwas winterlichen Verhältnissen (nass, fleckenweise auch etwas Matsch noch da) mit den Reifen 50% länger ist. Bei tiefem Schneematsch oder Eis das doppelte.
Aus 100 braucht man mit einem guten, frischen Reifen bei so Verhältnissen ca. 100m Bremsweg. 2 Sekunden sind 54m Abstand. 1 Sekunde davon geht verloren, bis du reagiert, und Bremsdruck aufgebaut hast, wenn du schnell bist. Jetzt hast du noch 27m Abstand, aber 50m mehr Bremsweg. Gibt 'nen kräftigen Blechschaden.
Mit 3 Sekunden Abstand hättest du es soeben geschafft, wenn du wirklich gut reagiert hast.
Also: Reifen wechseln, oder halt Langsamer fahren und immer 3 bis 4 Sekunden Abstand halten. Naja, viel Spass beim zweiten auf der Autobahn, in die Lücke wird dauernd einer rein fahren.
Hi,
schlussendlich bedeutet diese Aussage: Auto verkaufen und Zug fahren. Ansonsten hat man ein Sicherheitsrisiko. Nur mit Premium Neureifen und 100% Profil ist gewährleistet, dass man vermutlich schneller zum Stehen kommt, als der Vorausfahrende. Na Super! Natürlich gibt es Schwellenwerte und Grenzen der Vernunft. Aber wie ich es oft schon an anderer Stelle geschrieben habe und teilweise dafür angegriffen wurde: Ich habe ein Popometer! Und in der Eifel berühmt berüchtigte Kurven, wo ich merke, dass mein Reifen nichts mehr taugt! Und hier habe ich auch festgestellt, dass sog. Premiumreifen nach geringer Laufleistung genauso schrottig sind wie z.B. ein unfreiwillig montierter Nankang. Und auch vor fast 40 Jahren bin ich mit Reifen und einem frontgetriebenen R4 mit abenteuerlichen Winterreifen vom Schrottplatz an den ganzen Heckschleudern sicher vorbei geflogen. Alles ist relativ und letztlich auch ein bisschen vom Fahrer abhängig.
Zitat:
@pulsedriver75 schrieb am 14. Januar 2017 um 21:35:41 Uhr:
Also: Reifen wechseln, oder halt Langsamer fahren und immer 3 bis 4 Sekunden Abstand halten. Naja, viel Spass beim zweiten auf der Autobahn, in die Lücke wird dauernd einer rein fahren.
Hi,
ist mir gerade erst aufgefallen. Ich halte grundsätzlich Abstand, vielleicht nicht 3 - 4 Sekunden. Aber ja, ich lasse sogar gerne mal jemand reinrutschen. Wenn das alle machen würden, hätten wir weniger Staus und vor allem weniger Unfälle und damit wieder weniger Staus usw..
Wenn die Situation so ist, dass man nur noch an der Stoßstange des Vordermanns klemmt, natürlich alles auf der linken Spur, kommt man in der Regel rechts stressfreier, risikoärmer und oft auch schneller voran. Der doitsche Michel ist echt krank in der Birne, zumindest was sein Verhalten auf der AB angeht! Reißverschluss ... Leck mich am Ärmel ...
Ob die Frau Müller mit klein Kevin und Sophia on Board auch merkt wenn ihre Reifen nicht mehr so der Burner sind? Wahrscheinlich nicht. Sie hat die Möglichkeit als Laie zu dir zu fahren um in deinen Kurven zu testen ob die Schluffen noch was taugen oder, als sinnvollere Alternative einen Fachmann zu fragen der durch Schulungen und Erfahrungen sein Urteil fällt und nicht auf "Gut Glück" baut in einer Notsituation.
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Zitat:
@OisBayern schrieb am 14. Januar 2017 um 21:58:36 Uhr:
Ob die Frau Müller mit klein Kevin und Sophia on Board auch merkt wenn ihre Reifen nicht mehr so der Burner sind? Wahrscheinlich nicht. Sie hat die Möglichkeit als Laie zu dir zu fahren um in deinen Kurven zu testen ob die Schluffen noch was taugen oder, als sinnvollere Alternative einen Fachmann zu fragen der durch Schulungen und Erfahrungen sein Urteil fällt und nicht auf "Gut Glück" baut in einer Notsituation.
Hi,
für irgendwas müssen wir Männer ja auch gut sein, oder? Nee, jaa, iss klar! Aber wo fängt Sicherheit an und wo hört sie auf? Schickst du deine Frau Müller mit Kevin und Sophia mit einem Leopard auf die Straße, um ganz sicher zu gehen? Dafür gibt es Werkstätten, die natürlich gerne verkaufen und manchmal auch aus guter Voraussicht rechtzeitig Bremsen und Reifen wechseln. Für den versierten Hobbyschrauber oder sogar ausgebildeten KFZler ist sowas natürlich Verschwendung. Aber worüber reden wir hier überhaupt?
Hast du keinen Plan, verlasse dich auf diejenigen, die sich damit auskennen. Experimente machen viele aus Kostengründen viel zu oft. Die können oftmals aber auch gar nicht anders. Hier greift mal wieder eine gewisse Ignoranz vor der Schere zwischen Arm und Reich. Ganz viele haben - wenn überhaupt - nur die Bußgeldgrenze vor Augen, wenn sie ihr Auto warten. Oft absolut kurzsichtig. Manchmal dämlich, manchmal unwissend und ganz oft der fehlenden Kohle geschuldet.
Das ist leider Realität.
Ich kann meinen Kunden (egal um welchen Bereich es geht) nur für seine Bedürfnisse eine Empfehlung abgeben. Was er / sie daraus macht bleibt jedem selbst überlassen, auch wenn er / sie z.B. sagt: ach was die Reifen von der Familienkutsche tun es noch. Klar kann ich mit z.B. 3 - 4 mm Restprofil die Winterreifen noch fahren, für die Fahrdynamik und damit Sicherheit wenn es darauf ankommt ist es halt nicht mehr so förderlich.
Wenn man alleine auf der Strasse unterwegs ist, geht es ja schon, solange man nicht mit 2 Rad bei Schnee irgendwo steil rauf muss, und solange kein Eis ist. Denn man kann ja langsamer fahren, sodass auch der nicht mehr optimale Reifen nicht die Haftung verliert.
Das Problem kommt eben dann, wenn andere unterwegs sind, die grade frische Riefen geholt haben. Und es sind meist andere unterwegs.
Wer seine Reifen nicht selber testen kann - was ich mir auch nicht wirklich zutraue - fährt mit den Faustregeln von den Automobil Clubs daher sicher in einem noch guten Bereich. Vielleicht könnte es noch ein wenig länger gehen, als die sagen, aber innerhalb der Empfehlungen dürfte der Verlust gegenüber neuen Reifen in den aller meisten Fällen aber auch nicht zu gross sein. Die Empfehlungen sind 4mm und maximal 4 Jahre für Winterreifen, und 3mm und maximal 6 Jahre für Sommerreifen.
Der Reifen macht letztlich viel mehr aus als das Auto. Ein neuer Porsche 911 bremst mit den gleichen Reifen maximal 10% kürzer als ein 5 oder 8 jähriger VW Golf. Ein schlechter Reifen macht bei schlechten Verhältnissen hingegen schnell 50% aus. Und das schöne: Während die Keramikbremse vom 911er allein fast so viel kostet wie ein Kleinwagen, hat man einen Satz gute neue Reifen von mittelpreisigen Herstellern in kleineren und mittleren Dimensionen bis hin zu 195/65 15" durchaus für 250 bis 300 Euro mit Montage, und selbst in grösseren Dimensionen wie die 225/50 17", die aktuell in der oberen Mittelklasse als Seriengrösse verbreitet sind, bereits ab 500 Euro. Was teuer kommt sind meist Grössen jenseits der Seriengrösse (flacher, breiter) und Reifen für einzelne Autos mit wirklich speziellen Grössen.
Solche Reifen halten durchaus 30 Tkm, wenn man sie nicht dauernd quietschen lässt oder knapp davor. Wir reden also von 1 bis 2 Cent pro gefahrenem km.
Zitat:
@OisBayern schrieb am 14. Januar 2017 um 22:53:31 Uhr:
Klar kann ich mit z.B. 3 - 4 mm Restprofil die Winterreifen noch fahren, für die Fahrdynamik und damit Sicherheit wenn es darauf ankommt ist es halt nicht mehr so förderlich.
Also doch jedes Jahr neue Reifen kaufen?
Wenn ihr so auf Sicherheit steht, wechselt ihr im Winter immer brav die Räder? Es war ja lange Zeit trocken, nass und mild, da müsstest ihr ja mit Sommerreifen unterwegs gewesen sein. Dann gab es Schnee, also wieder die Winterräder drauf. Mir wäre das zu blöd.
Also immer erst an die eigene Nase fassen.
@ Unkrautvernichter
Ganz einfach von mitte Oktober bis kurz nach Ostern auf Winterschluffen.
Pro Saison 5 - 6 hin und her wechseln währe unrealistisch und blöd.
Ok, also nicht mit angepasster Breifung? Keine echten Profis unter dem Fahrzeug? Und dann etwas von bester Sicherheit erzählen? Sorry aber beißt sich.
Zitat:
@Unkrautvernichter schrieb am 15. Januar 2017 um 09:13:56 Uhr:
Ok, also nicht mit angepasster Breifung? Keine echten Profis unter dem Fahrzeug? Und dann etwas von bester Sicherheit erzählen? Sorry aber beißt sich.
Die Winterreifen nicht bei jedem kleinen Temperaturhub auf etwas über 5°C gegen Sommerreifen auszutauschen und umgekehrt ist eine Sache. Reifen grundsätzlich bis auf Minimum zu fahren eine andere...
100% Sicherheit gibt es nicht. Das akzeptierte Restrisiko liegt für jeden woanders. Du scheinst höhere Risiken zu akzeptieren als andere - bzw. siehst Du die Risiken nicht als solche an. Andere tun das Gegenteil. Risikoabschätzungen sind ganz stark von persönlichen Einschätzungen abhängig. Von daher beißt sich da überhaupt nichts. Du willst nur die Meinung anderer Forenteilnehmer partout nicht akzeptieren.
Gruß
Jürgen
Zitat:
@Caravan16V schrieb am 15. Januar 2017 um 09:42:38 Uhr:
Du willst nur die Meinung anderer Forenteilnehmer partout nicht akzeptieren.
Ist doch umgekehrt genau so.
Zitat:
Von daher beißt sich da überhaupt nichts.
Doch. Ich kann nicht schreiben, dass nur "Profis" gute Reifen sind und dann bei 10 Grad mit Winterreifen fahren. Und von Reifen auf Minimum fahren, habe ich ja nun nichts geschrieben. Winterreifen mit 4mm fahren, hat rein gar nichts mit Minimum zu tun. Aber egal, man kommt nie auf einen Nenner und Kreise drehen mag ich gar nicht. Von mir aus können Reifen auch bei 6mm entsorgt werden.
@Unkrautvernichter:
Du hast ein schwerwiegendes Problem, das mit Reifennutzung überhaupt nichts zu tun hat:
Akzeptieren anderer Meinungen.
Oder bist Du für Meinungsaustausch nach dem Motto: "Du kommst mit Deiner und gehst mit meiner"?
Aus diesem Grund hast Du auch Platz auf meiner (sehr schlanken) Ignorierliste gefunden - nicht wegen Deiner Meinung zur Sache sondern wegen Deiner Vehemenz, mit der Du versuchst andere Meinungen niederzumähen.
BTT:
Es gilt zweifelsfrei, dass Du in vernünftigen Grenzen mit Deinen Reifen machen kannst, was Du für vertretbar hältst. Die Grenzen vom Gesetzgeber sind ja dafür weit genug.
Aber kannst Du ernsthaft glauben, dass hier einem Fragesteller Tipps gegeben werden, die Du für möglich, er aber als unzumutbar gefährlich einschätzt?
Verantwortungsvolle Tipps werden sich immer an der bestmöglichen Sicherheit orientieren und nie an der minimal erforderlichen.
Zitat:
@WolfgangN-63 schrieb am 15. Januar 2017 um 10:55:07 Uhr:
Aus diesem Grund hast Du auch Platz auf meiner (sehr schlanken) Ignorierliste gefunden - nicht wegen Deiner Meinung zur Sache sondern wegen Deiner Vehemenz, mit der Du versuchst andere Meinungen niederzumähen.
Oh nein, wie schlimm. Und Leute die so etwas ankündigen, machen es doch nicht. Ist wie mit irgendwelchen Anzeigen. Wie war das? Hunde die bellen...
Zitat:
Verantwortungsvolle Tipps werden sich immer an der bestmöglichen Sicherheit orientieren und nie an der minimal erforderlichen.
Nein. Die müssten dann lauten, dass man bei jeder Witterrung mit neuen Spezialisten unterwegs sein sollte. So und nicht anders, ansonsten ist es nur ein Kompromis.
Zitat:
@Unkrautvernichter schrieb am 15. Januar 2017 um 10:38:33 Uhr:
Aber egal, man kommt nie auf einen Nenner und Kreise drehen mag ich gar nicht.
Daß man nie auf einen Nenner kommt, ist richtig. Soweit stimmen wir überein. Mir fällt an Deiner Art hier halt eine ziemliche Beharrlichkeit und Kompromissresistenz kombiniert mit einem nicht gerade deeskalierenden Schreibstil auf. Ist nicht gut für den Blutdruck. Und wenn Du „Kreise drehen“ sowieso nicht magst, frage ich mich, was Dich zu so einer engmaschigen Teilnahme an diesem Thread animiert. Deine Einstellung ist bereits mehrfach ziemlich klar angekommen würde ich sagen.
@all:
Das Thema wird viel zu "digital" diskutiert. Alles oder nichts. So wird das nie was. 100% Sicherheit gehen nicht. 100% sparen geht auch nicht. Sinnvolle und ausreichend sichere Zwischenlösungen sind das Zauberwort.
Gruß
Jürgen