Qualitätsunterschiede beim Benzin
Guten Abend liebe Community,
mal eine kleine Frage zu dem Benzin.
Ich tanke eigentlich immer bei den Großen Marken wie Schell, Aral, Jet etc. und hab mich mal so gefragt ob es eigentlich Qualitätsunterschiede beim Benzin gibt.
Ich habe irgendwie "angst" bei einer kleinen Dorf Tankstelle zu tanken, da ich schon öfters gehört habe dass das Benzin dort nicht so gut sein soll und auf langer zeit den Motor schaden kann.
Stimmt das, oder kauft die kleine Dorf Tankstelle auch ihr Benzin auch bei den Großen marken, und ich kann dort problemlos Tanken und ein paar Cent pro liter sparen
Beste Antwort im Thema
Vielleicht solltest du mal selbst lesen was du geschrieben hast. @OHCTUNER
Das was da jetzt in merkwürdigster Grammatik steht sagt aus, dass Ultimate günstiger ist als anderer Sprit.
Wir sind hier aber nicht in einem Interpretationsforum für philosophische Satzkonstruktionen sondern in einem Technikforum.
Da kann man sich zumindest mal Mühe geben den Satz so zu schreiben, dass ihn überhaupt irgendwer versteht.
2041 Antworten
Zitat:
@lex-golf schrieb am 22. Februar 2021 um 20:17:18 Uhr:
Vielleicht ein explosives Additiv...
Im Ernst. Additive sind Chemie und Marketing. Inklusive Reinigung von Brennräumen und Ventilsitzhärtung. Kennt man die Stoffe könnte selber Mischen. Bei vollem Risiko. Also warum nicht Sprit mit Additive kaufen? Und jetzt haben wir uns einmal gedreht. Wer weiss was wo drin ist?
Die Firma BASF weiß, was drin ist, die stellt die Additive her. Additivpakete für freie Tankstellen kann man direkt bei denen beziehen, die Basisadditive für die jeweiligen Mischungen der Markenhersteller kommen auch von denen.
Größere Unterschiede würde ich da keine vermuten, auch wenn da immer ein großes Bohei drum gemacht wird.
Der Sprit an sich ist sowieso immer identisch und kommt aus dem gleichen Tank, egal ob Freie oder Marke.
Zitat:
@IncOtto schrieb am 22. Februar 2021 um 23:45:02 Uhr:
Summiert sich trotzdem. Meine BMW bekommt meist nur billiges Supermarkt-E10 und meckert trotz >100.000km immer noch nicht. Bei dem 652ccm Einzylinder ist kein Unterschied in den Spritsorten zu meckert, das Ding vibriert und startet immer gleich. Und auch am Verbrauch ändert sich nichts, sind bei moderater Fahrweise ziemlich reproduzierbar 3,6L/100km, auch wenn ich mich mal zur Shell verfahre (habe das eine Zeit lang gehäuft wegen Smartpay benutzt).Und ich weiß zwar nicht mehr, wo ich im November tanken war, Startverhalten war nach dem auswintern Mitte Februar mit E10 dennoch 1a.
Kann bei keinem meiner Fahrzeuge irgendwelche Auswirkungen von verschiedenen Spritqualitäten "erfühlen". Am ehesten noch beim TDI, aber das ist wahrscheinlich auch nur Placebo.
Das mit dem Diesel ist schon zu erklären. Tatsächlich ist FAME ja die einzig etwas kritische Komponente.
Alle anderen Biozusätze sind aufwertend. Und Bio in (E10, SP oder Ultimate(auch Diesel) ist mehr Wert als jedes andere Additiv).
Leider leiten ja viele vom FAME ab..., wobei ja selbst damit die Masse an den Motoren gut läuft!
Der Titel heißt: Qualitätsunterschiede beim Benzin
Und wenn ich wiederholt feststelle (!), dass ich mit Jet-Super sprichwörtlich der Tanknadel beim Sinken zuschauen kann, dann muss es doch was mit Qualität des Treibstoffs zu tun haben, und den möglicherweise zugesetzten oder nicht zugesetzten Additiven.
Dass der Unterschied bei den großen Namen jetzt weniger bzw. marginal ist, mag sein. D.h. dass man keinen Unterschied feststellen mag, wenn man immer bei Shell, Aral usw tankt, oder immer bei den Discountern den Sprit bezieht (man kennt ja dann nichts vergleichbares).
Aber von irgendwo muss es ja herkommen, dass der Treibstoff um x-Cent günstiger ist als bei Shell/Aral/Total/BP.... Und einzig allein durch fehlendes Verkaufspersonal und "Service" zu argumentieren ist glaube ich zu wenig.
ob dein Auto nun wirklich mehr verbraucht, kannst du nur feststellen über zB den Spritmonitor oder entsprechende eigene Kalkulation. Das Absinken der Nadel (=Verbrauch) unterliegt massig Einflüssen wie zB Fahrprofil, Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit, Dichte des Sprits etc.
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Vor allem wird "Verbrauch" des BC aus summierten Einspritzzeiten der Injektoren abgeleitet. Wenn man zum Beispiel ein "supertolles" 103,5 Oktanbenzin mit hohem MTBE/ETBE Anteil hätte - ja, die Einspritzmenge muss etwas hoch was den Massenstrom angeht, gleichzeitig ist die Viskosität etwas geringer, was auch wiederum in die Kalibrierdaten der Injektoren reingeht.
Es ist aber nicht möglich normgerechtes Benzin so herzustellen, dass man zweistellige Verbrauchsunterschiede erreicht. Jedenfalls ohne Halone ins Benzin zu verklappen.
Zitat:
Kann bei keinem meiner Fahrzeuge irgendwelche Auswirkungen von verschiedenen Spritqualitäten "erfühlen". Am ehesten noch beim TDI, aber das ist wahrscheinlich auch nur Placebo.
Nix Placebo. Bei meinen diversen Dieselfahrzeugen war z.B. durch Aral Ultimate eine eindeutige Verbesserung der Laufruhe gegeben. Der Unterschied war um so deutlicher, je härter das Verbrennungsgeräusch des Fahrzeuges von Haus aus war (z.B. bei den alten Pumpe-Düse-Motoren).
Das Fahrverhalten kam mir insgesamt etwas spritziger vor, der Verbrauch minimal niedriger.
Beim Benziner sind die Unterschiede vermutlich nicht so gravierend , da die Laufruhe (Zündverzug) hier kein so großes Thema ist. Aber auch hier dürften die diversen Additive den Verbrennungsablauf optimieren.
Zitat:
@GaryK schrieb am 23. Februar 2021 um 12:19:27 Uhr:
Vor allem wird "Verbrauch" des BC aus summierten Einspritzzeiten der Injektoren abgeleitet. Wenn man zum Beispiel ein "supertolles" 103,5 Oktanbenzin mit hohem MTBE/ETBE Anteil hätte - ja, die Einspritzmenge muss etwas hoch was den Massenstrom angeht, gleichzeitig ist die Viskosität etwas geringer, was auch wiederum in die Kalibrierdaten der Injektoren reingeht.Es ist aber nicht möglich normgerechtes Benzin so herzustellen, dass man zweistellige Verbrauchsunterschiede erreicht. Jedenfalls ohne Halone ins Benzin zu verklappen.
Eben, ich habe mal Jahre beim gleichen Auto erst JET, dann Total getankt. Unterschied 0.
Und selbst das durchaus emotionalere Thema Bio ist ja nachweislich nur auf 2% einzugrenzen, durchaus zum Vorteil.
Es bleibt aber dabei, BIO(außer FAME) hilft dem ruhigeren Motorlauf.
Beim Benziner hilft es in gewissen Mengen zu einem Minderverbrauch.
Ich tanke regelmäßig an einer Freien Tanke, die von einem Tanklaster mit Jet-Logo beliefert wird...soweit so gut...und klar, kommt der Sprit aus ein und derselben Raffinerie...egal welche Marke...aber wie kann man sich 100%ig sicher sein, dass auch diesem Sprit die Jet-Additive zugemischt werden und der identisch ist, wie der Sprit von der Jet-Tanke?
Jet als Lieferant bedeutet ja in meinem Beispiel nicht zwangsläufig auch die Jet-Qualität.
Wenn er an der freien fertig ist, fährt er zur nächsten Station. Die Wahrscheinlichkeit ist größer als Null, dass da auch eine Jet bei ist. Der Tankzugfahrer wird dann bestimmt nicht irgendwelche Fläschchen rauskramen und die Additive dazurühren.
Was möglich wäre: in den Tankkammern wird verschiedener Stoff mitgeführt. Das halte ich aber für ziemlich unwahrscheinlich, der Aufwand wäre wohl zu hoch.
Zitat:
@Go}][{esZorN schrieb am 24. Februar 2021 um 05:36:14 Uhr:
..Was möglich wäre: in den Tankkammern wird verschiedener Stoff mitgeführt. Das halte ich aber für ziemlich unwahrscheinlich, der Aufwand wäre wohl zu hoch.
Wieso, die einzelnen Tankkammern sind doch sowieso da und müssen doch auch befüllt werden, außerdem kann es ja auch sein, das der überhaupt keine Jet-Tankstellen auf seiner Tour befüllt.
Zitat:
Der Tankzugfahrer wird dann bestimmt nicht irgendwelche Fläschchen rauskramen und die Additive dazurühren.
Doch, genauso läuft das in der Praxis ab, aber nicht mit kleinen Fläschchen!
Der Tankzugfahrer betankt in der Raffinierie immer das gleiche Benzin mit den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanforderungen (egal ob freie oder sonstige Tankstelle).
Insofern haben diejenigen Recht, die immer wieder behaupten, ist doch Alles der gleiche Stoff.
Die qualitative Aufmischung mit den speziellen Additiven erfolgt dann hinterher in den Zwischenlagern oder tatsächlich direkt im Tankzug, aber sicher nicht mit ein paar kleinen Fläschchen aus der Apotheke. 😉
Der beschriebene "Jet" Tankzug kann durchaus von einem freien Subunternehmer sein und gebraucht gekauft.
Die einzelnen Kammern werden "Sackweise" optimiert. Nix flüssiges. Hatte ich vor vielen Seiten schon beschrieben.
Das Leben ist nicht Fernsehen. xxx beliefert die nur wegen dem Tankwagen oder Hörensagen wie der Schwager vom Bruder hat gesagt. Selbst informieren und Quellen prüfen. A la wer verkauft? -> Kassenbon lesen. Wer betreibt die Tanke? Säulenbeschriftung lesen. Jet sind Conoco Tanken. Wer ist Pächter? Kassenbon oder z.B. Eingangstüre. Wie werden Additive eingefüllt? Zu einer der wenigen Raffinerien fahren und beim Säcke auskippen zuschauen. Das machen tatsächlich oft die Tanker Fahrer je nach Kunden auf der Tour.
Genau wie EDEKA und Netto am Ende eine Einkaufsgenossenschaft sind. Oder MediaMarkt und Saturn. Oder die Volkswagenmarken zusammen für die gleichen Eigentümer (Aktionäre) die Gewinne erwirtschaften. Und das sind noch harmlose Konstrukte im Vergleich zu GE oder anderen globalen Konzerne.
Bei Kraftstoff ist das Mass der Dinge Industrienormen. Additive erfüllen bestimmte individuell gewünschte technisch oder Umsatz generierende Zwecke. Aber die gleich bleibene Basis für Qualitätsdiskussionen sind die Normen des Grundstoffes Mineralölkraftstoff.
Ich hatte extra Freie Tanke geschrieben. Nix Jet, nix Conoco, nix ....
Betreiber lt. Tankquittung ist eine Einzelperson mit Vor- und Zunamen, keine Firmenbezeichnung, GmbH o.ä....klar, den oder besser seine Angestellten Mini-Jobber könnte man mal fragen...aber klar ist auch, die können einem viel erzählen, wenn sie denn überhaupt was erzählen...Betriebsgeheimnis.
Ich bin aufgrund früherer Posts auf MT davon ausgegangen, dass der Tankwagenfahrer vor Ort je nach angelieferter Menge das Additiv aus dem Kanister zumischt...k.A., ob das aktuell noch zutrifft...aber genau darin sehe ich den Unterschied das in meinem Beispiel an der Freien Tanke anders zugemischt wird, als bei Jet.
Ich tanke dort seit 1994, da werde ich jetzt bestimmt nicht 90km zur nächsten Raffinerie fahren...immerhin sind wir uns einig, dass der additivfreie Sprit aus der Raffinerie und der Sprit der (nach Additiv-Zugabe) aus der Zapfsäule kommt, nicht derselbe ist.
Zitat:
@Rufus24 schrieb am 23. Februar 2021 um 13:27:42 Uhr:
Nix Placebo. Bei meinen diversen Dieselfahrzeugen war z.B. durch Aral Ultimate eine eindeutige Verbesserung der Laufruhe gegeben.
Mittels Messserien das Standgeräusch und die Geräusche bei verschiedener Motorbelastung auf der Akustikrolle mit kalibriertem Präzisionsschallpegelmesser ermittelt?
Oder lediglich ein subjektiver Eindruck?
Einflussparameter beim Dieselmotor, den ich mir vorstellen kann, ist die Cetanzahl, da sich mit steigender Cetanzahl die Zündwilligkeit des Kraftstoffes erhöht und die Zündverzugszeit reduziert wird.
Beim Ottomotor der Zündzeitpunkt und das Luftverhältnis.
Gruß,
SUV-Fahrer