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PN - ruckeln bei beschleunigung / vordrossel flattert / verzögerte schubabschaltung

VW Golf 2 (19E)
Themenstarteram 4. Juli 2012 um 17:58

hallo liebe forengemeinde :)

mein PN hat sich ma widda etwas neues ausgedacht um mich zum rande der verzweiflung zu treiben.

daten:

golf 2 19e

1.6l

mkb: pn

Pierburg 2ee

laufleistung: 240 000 km

bj: 10 /1990

seit 3 jahren / 25 000 km in meinem besitz

zu den symptomen:

ruckeln bei abrupter vollgasstellung (vordrossel flattert)

stufige beschleunigung ab ca. 3000 1/min

leistungsverlust (er brauch ewig bis er seine vmax von 162 erreicht, drüber kommt er auch nicht :D )

schubabschaltung geschieht sehr verzögert bis garnicht

sporadisch erhöhter leerlauf auf 1200 1/min

sporadisch abfallende leerlaufdrehzahl (vordrossel macht einfach zu, drehzahl sinkt dabei auf 500 1/min, danach fängt er sich wieder und geht auf 900 1/min, vordrossel geht wieder auf)

verbrauch bei normaler fahrweise liegt bei 7.5l /100km

erneuert wurden:

drosselklappenansteller (neu für 255 tacken :mad:)

drosselklappenpotentiometer (neu für 210 tacken :eek:)

blauer temperaturfühler

lambdasonde

vordrosselsteller (gebraucht) zu versuchszwecken, fehler blieb bestehen

steuergerät (gebraucht) zu versuchszwecken, fehler blieb bestehen

komplettes zündgeschirr (kerzen, kabel, kappe, finger)

luftfilter

vergaserflansch

ansaugkrümmerdichtung

zahnriemen

zylinderkopfdichtung

ventilschaftdichtungen

alle unterdruckleitungen, ausgenommen die zum aktivkohlebehälter

unterdruckschlauch zum bremskraftverstärker

motorkabelbaum wurde an einigen stellen mittels lötverbinder instandgesetzt (lambdasonde, vordrosselsteller, umschaltbelüftungsventil)

weitere arbeiten:

vergaser wurde in seine bestandteile zerlegt, gesäubert und wieder zusammengesetzt

kompressionsenddruckmessung (siehe anhang)

kerzengesicht bei allen vier zündkerzen identisch (grau)

abgasanlage bzw. kat. ist frei (siehe anhang)

AU mit leichtigkeit bestanden

auf dem ersten video ist gut das flattern der vordrossel bei beschleunigung als auch das kurzzeitige schließen der vordrossel zu erkennen welches sporadisch im leerlauf auftritt.

bei dem zweiten video hört man das flattern zudem sehr deutlich

 

also nun an alle PN-spezi´s

feuer frei!

bin für jede hilfreiche antwort dankbar!

 

 

mfg :)

 

 

 

anhang:

video 1

video 2

 

 

 

Dsc00409
Dsc00020
Dsc00196
+2
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21 Antworten

Damit man die Ursache eingrenzen kann, zuerst die Eigendiagnose (Fehler auslesen) und dann die Stellglieddiagnose durchführen.

Übrigens sind nicht immer die Teile kaputt. Es können auch die Kabel und Stecker sein.

Themenstarteram 5. Juli 2012 um 17:42

so, der fehlerspeicher ist zum X mal ausgelesen ---> 4444 - keine fehler vorhanden

auch bei der stellglieddiagnose ist nichts zu beanstanden.

desweiteren habe ich die CO überprüfung eingeleitet.

bei leerlaufdrehzahl (900 1/min) blinkt die diode brav mit 1.5 Hz

gebe ich nun ein paar gasstöße, bleibt sporadisch nach dem abtouren die leerlaufdrehzahl bei 1200 1/min hängen!

dabei leuchtet die diode konstant (sprich er läuft zu fett) nach spätestens 3 sekunden blinkt diese dann wieder brav mit 1.5 Hz, jedoch bleibt der leerlauf erhöht!

nun reicht es aus das gaspedal ein bisschen anzutippen und die leerlaufdrehzahl sinkt langsam auf 900 1/min.

 

mfg :)

 

Es ist schon mal gut, wenn bei der Eigendiagnose kein Fehler angezeigt wird und bei der Stellglieddiagnose alles sich bewegt und rattert.

War der Motor kalt, als du die Aufnahme gemacht hast?

Beim plötzlichen Gas geben, muss die Vordrossel schließen, um das Gemisch anzufetten. Sie wirkt dann wie eine Einspritzpumpe bei den älteren Vergasern.

Die Schubabschaltung wirkt erst nach einiger Zeit. Sonst würde sie ja bei jedem Schalten einsetzten.

Der vordere Wasserflansch ist nicht original. Der rote Sensor ist daher auch nirgends angeschlossen. Ist das richtig?

Wie sieht es mit dem ZZP aus? Wie wurde der eingestellt?

Themenstarteram 5. Juli 2012 um 19:27

motor war betriebswarm (sonst würde ich den nie so treten ;))

richtig, der rote sensor ist nicht angeschlossen.

habe den flansch jedoch nie getauscht gehabt, also müsste dies bei einer der 7 vorbesitzer geschehen sein.

der ZZP wurde auf exakt 19.2° vor ot eingestellt.

 

mfg :)

Der Verbrauch liegt im Sommer bei meinem PN bei 6,5 l/100 km.

Kriegt dein PN genügend Sprit? Spritfilter und Benzinpumpe. Ich hatte mal ein Auto mit Vergaser, da hatte die Membran der Pumpe erst einen kleinen Fehler. Für Volllast hat sie nicht mehr genügend Sprit beigeschafft.

Funktioniert die Vorwärmklappe? Ein PN braucht eine dauernde Lufttemperatur von 40 °C.

Funktioniert die Unterdruckverstellung des Verteilers? Ausprobieren!

am 5. Juli 2012 um 23:46

*Einmisch*

 

Auf dem Video 1 Verhält sich dein Vergaser genau wie er soll.

 

Die Klappe flattert durch das schlagartige hochdrehen des Motor.

Die homogene Strömung im Saugkanal bricht zusammen und die Klappe

wird zugesogen Quasi, wo das Steuergerät aber gegen arbeitet,

daher das Flattern.

 

Bei dem anderen schlägt die Klappe nicht zu, sondern auf, über den Totpunkt.

Damit wird im Vergaser die Spritzufuhr abgesperrt.

(Innen wird ein Blech auf die Düsen gezogen)

 

Alles völlig im Bereich...

 

PS: Der rote Sensor dient bei dir nur als Blindstopfen :)

Der kommt eigendlich vom RP.

Es sind 2 Spritfilter beim PN, ist mir wieder eingefallen.

Der große in der Benzinleitung und der kleine im Zuflussröhrchen am Vergaser.

Themenstarteram 6. Juli 2012 um 9:45

der große kraftstofffilter ist neu. dieser steht immer halb voll. bei laufendem motor ist eine pulsierende förderung des kraftstoffes zu erkennen.

der kleine kraftstofffilter im zuflussrohr des vergasers ist sauber (siehe bild).

die membranpumpe hab ich probehalber vom block getrennt um mal mit der hand zu pumpen. bei einem hub strömt merklich kraftstoff durch die leitung (auch am filter gut zu erkennen). jedoch kann ich so natürlich nicht prüfen ob sie 100% i.O. ist.

gibt es z.B. eine vorgegebene fördermenge die sie bei einer bestimmten anzahl von hüben erbringen muss?

die warmluftklappe funktioniert, jedoch ist am flansch direkt hinter dem klappenelement (also dort wo es in den schnorchel des filterkastens gesteckt wird) ein riss.

sprich jemand wird dies schonmal mit gewalt getrennt haben.

die unterdruckdose des zündverteilers scheint i.O. zu sein. wenn ich den schlauch bei laufendem motor abziehe fällt die drehzahl und er läuft nicht mehr wirklich rund. stecke ich ihn wieder auf erhöht sich die drehzahl und er läuft wieder rund.

 

mfg :)

Dsc00429

Wenn bei meinem Golf nur die Teile auch so in Ordnung wären wie bei Dir.

Der große Benzinfilter ist immer nur halb voll. Im Leerlauf sieht man das Benzin in ihm pulsieren.

Ich habe mal eine Membranpumpe für einen Vergaser geprüft, indem ich die Förderhöhe gemessen habe. Die war aber auch nur um 1,80 m herum

Funktioniert das Thermostat im Luftfilterkasten für die Warmluftklappe? Du kannst hinter der Warmluftklappe in den Rüssel ein 2 mm Loch bohren und die Temperatur der Ansaugluft mit einem Thermoelement messen. Hat ja fast jeder Multimeter dabei.

Themenstarteram 7. Juli 2012 um 8:17

so, habe nun erstmal einen neuen gebrauchten filterkasten montiert (der alte hatte ja unter dem rüssel ein riss).

das thermoelement für mein multimeter liegt jedoch im jenseits meines sammelsoriums :D

sobald ich es gefunden habe werde ich die messung durchführen.

mir ist jedoch aufgefallen das sich der spannstift des vordrosselstellers bei meinem zweiten vergaser, den ich noch rumzuliegen habe, sich nicht am ende des langlochs seines halters befindet, sondern 1-2mm weiter oben (siehe bild).

bei meinem eingebauten vergaser befindet sich der spannstift genau am unteren anschlag.

somit würde sich der vordrosselsteller bei einem der beiden vergaser in einer, wenn auch nur minimalen, verdrehten position befinden.

hat jemand infos welche postion nun die richtige ist?! bzw. gibt es ein einstellmaß des spannstiftes. schließlich ist es ja ein langloch, welches wohl nicht ohne grund eins sein wird (vllt. zum eichen des vordrosselstellers :confused:).

 

edit: bei den zeichnungen auf ruddies-berlin.de befindet sich der spannstift kurz vor dem oberen anschlag.

 

mfg :)

 

Dsc00431
Themenstarteram 9. Juli 2012 um 21:05

ist es möglich das das plötzliche aufschlagen der vordrossel, sprich hauptdüsenabschaltung, als katalysatorschutz dient? oder regelt er damit auch den lambda-wert und er schaltet kraftstoff ab weil er kurzzeitig viel zu fett läuft :confused:

ich habe ihn 15 min im leerlauf laufen lassen. in dieser zeit geschah es 2 mal das die hauptdüsenabschaltung aktiv wurde.

in der zeit in dem sich die vordrossel in der hauptdüsenabschaltungsposition befand fiel die leerlaufdrehzahl für etwa 1-2 sekunden auf 500 1/min, danach fing er sich wieder, die vordrossel ging wieder etwas zu und die leerlaufdrehzahl geht hoch auf 900 1/min.

dies geschieht auch sporadisch nach dem abtouren aus höheren drehzahlen, zb. ab 5000 1/min. die drehzahl sinkt dann so als wenn ich einfach die zündung ausschalten würde.

habe dann wieder die CO-überprüfung eingeleitet, da ich sehen wollte was die lambdasonde in dem zeitraum für signale gibt. jedoch blinkt sie brav 1.5 hz, erst nach dem die drezahl gefallen ist gibt sie kurzzeitig kein signal (lampe aus).

dies muss sie ja auch wenn kurzzeitig nichts verbrannt wird ;)

hier noch ein video zum thermostat im filterkasten, hab das verdammte thermoelement für mein multimeter einfach nicht finden können.

jedoch sieht man ganz gut an dem stößel der unterdruckdose wie das thermostat regelt.

bei 0:22 hab ich das thermostat einfach an den abgaskrümmer gehalten, danach fuhr der stößel aus, und als ich ihn wieder weggehalten habe, zog er sich nen stück ein.

also regeln tut es zumindest.

und hier noch ein zweites video zur erhöhten leerlaufdrehzahl. nach dem gasstoß bei 0:25 fiel sie allmählich auf 900 1/min.

 

 

mfg :)

 

 

 

Aus Ruddies:

Katalysatorschutz (Kraftstoffabschaltung)

In kritischen Fahrbereichen wirkt das Drehmoment des Vordrosselstellers durch Umpolung im Steuergerät in Öffnungsrichtung der Vordrossel, so dass diese über ihre voll geöffnete Stellung hinaus schwenkt. Über Mitnehmerhebel und Gestänge wird dadurch eine Platte an den Düsenstock gezogen, die die weitere Kraftstoffzufuhr über alle kraftstoffführenden Systeme sperrt.

Themenstarteram 9. Juli 2012 um 21:53

dann ist ja nur noch zu klären wieso es zu dem katalysatorschutz kommt.

gibt es noch eine andere größe außer den lambdawert welche dazu führen kann?

oder macht er dies bewusst wenn beispielsweise das aktivkohlebehälterventil geöffnet wird :confused:

vllt. liegt ja in dieser richtung der fehler.

 

 

mfg :)

Die Aktivkohle speichert Benzindämpfe aus dem Tank und der Schwimmerkammer. Wahrscheinlich nur, wenn der Motor nicht läuft. Besonders viel, wenn man frisch getankt hat und der Tag heiß ist. Wenn der Motor läuft, wird der gespeicherte Dampf an den Motor abgegeben. Im Fahrbetrieb ist das zu wenig, um etwas auszumachen. Im Leerlauf kann die Menge vielleicht schon groß genug sein.

Die Lambdasonde muss ja erst einmal heiß genug sein, damit sie Spannung erzeugen kann (wie eine Batterie). Vorher kann sie im Leerlauf nicht regeln. Bei Volllast ist sie abgeschaltet.

Die Vordrossel müsste eigentlich immer über die Lambdasonde geregelt werden.

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