Orane-dunkelgelbe Masse an der Öleinfüllöffnung
Hallo,
Golf IV (Sept 07 gebraucht gekauft, BJ99, damals 53 TKM, 2.0 Benziner) passiert/e folgendes: Hoher verbrauch an Motoröl, Öllampe blinkt auf, als ich Öl nachfüllen wollte war der Einfüller beinahe vollkommen verklebt und zugesetzt von einer organe-dunkelgelben dicken Masse. (sieht aus wie Isolierschaum für den Hausbau). Die Masse klebte so weit man eben in die Öffnung schauen konnte bis tief rein.
Kann mir jemand sagen woher das kommt und was die Ursache ist bzw. kennt einer nen Thread in dem dies schonmal diskutiert wurde?
Werkstatt behauptete es liegt an angeblichen Kurzstrecken, ich fahre so 12 Km zur Arbeit und dann abends eben wieder heim 12KM. Wochenends idR. längere Strecken. Der Wagen war deswegen 3 Mal in der Werkstatt und ständig hieß es, dass dies und das gereinigt und ausgetauscht wurde (bin keine Leuchte was Autos angeht von daher haben die mich verarscht denke ich).
Garantie ist nun abgelaufen, ich hatte seit der letzten "Reparatur" auch für mehrere Monate Ruhe gehabt, aber jetzt wiederholt sich obiges Problem. Der Ölverbrauch stört mich an sich nicht, aber wenn sich das Öl in dieses Zähe zeug verwandelt und am Einfüller absetzt, dann funktioniert ja irgendwas nicht richtig...
Danke für eure Hilfe / Kommentare / Anregungen
7 Antworten
Bevor Du ihn gekauft hast, ist er ca. 7 TKM pro Jahr gelaufen, also viel Kurzstrecke, oder einmal in den Urlaub nach Afrika 🙂.
Aber mal ganz im Ernst, dass hatte unsere verblichene A-Klasse (BJ. 99, 75 TKM) auch. Täglich ca. 6 km einfach zur Arbeit und die ganze Schmocke sah so aus, wie Du es beschrieben hast. Das Öl wird nicht richtig heiß und dann, glaube ich, bildet sich Kondeswasser das sich dann zusammen mit dem Öl zur Schaumburg panscht.
Ok gut,
aber das klingt ja garnicht so schlimm ?!? Bedeutet das deiner Meinung nach, dass man es nur ab und an wegwischen muss und alle 1000 km Öl nachfüllen und die Sache ist geritzt ?
Gabs probleme deswegen mit deiner alten A-Klasse ?!?
Gruß
Zitat:
Original geschrieben von Carlocat
Bevor Du ihn gekauft hast, ist er ca. 7 TKM pro Jahr gelaufen, also viel Kurzstrecke, oder einmal in den Urlaub nach Afrika 🙂.Aber mal ganz im Ernst, dass hatte unsere verblichene A-Klasse (BJ. 99, 75 TKM) auch. Täglich ca. 6 km einfach zur Arbeit und die ganze Schmocke sah so aus, wie Du es beschrieben hast. Das Öl wird nicht richtig heiß und dann, glaube ich, bildet sich Kondeswasser das sich dann zusammen mit dem Öl zur Schaumburg panscht.
Das ist
einemögliche Erklärung, obwohl das jetzt und unter den beschriebenen Betriebsbedingungen eigentlich besser aussehen müsste. Spuren dieser Emulsion (Öl/Wasser-Gemisch) dürften an der Öleinfüllöffnung, die die kälteste Stelle des Motors ist und daher dort auch immer das meiste Kondenswasser anfällt, schon zu sehen sein.
@Myn Donos:
Hallo, und "willkommen im Club", 😉
die Mengen, die du da beschreibst, machen mich aber stutzig. Evtl. könnte da auch der (vorhandene?) Öl/Wasser-Wärmetauscher innen durchgerostet sein, oder die Zylinderkopfdichtung defekt sein.
Der Wärmetauscher ist ein kleiner, fast würfelförmiger Kasten, der zwischen Ölfilter(gehäuse?) und Ölfilterflansch sitzt und der zwei Wasseranschlüsse (mit Gummischläuchen) hat.
Wenn die Zylinderkopfdichtung defekt ist, muss der Zylinderkopf runter, die Dichtflächen gereinigt (evtl. auch der Zylinderkopf geplant), die Flüssigkeiten (Kühlmittel, Öl) erneuert und alles wieder zusammnengebaut werden. Bei der Gelegenheit böte es sich z. B. auch an, direkt den Zahnriemen mit zu wechseln. Das alles kostet (in einer freien Werkstatt) schnell schon mal 500 €!
Bevor das aber gemacht wird, sollte man möglichst noch weitere Symptome oder Beweise dafür sammeln. Ist z. B. auch Öl im Kühlmittelausgleichsbehälter zu sehen, oder hängen Wassertropfen am Ölpeilstab oder dampft es permanent (also auch noch nach 30 km) aus dem Auspuff (Kühlflüssigkeit gelangt in einen oder mehrere Zylinder) oder raucht es dort heraus permanent blau (Öl wird verbrannt)? Auch kann man die Kühlflüssigkeit auf Verbrennungsgase testen lassen.
Zunächst einmal würde ich das alles abtesten, möglichst viel von der Emulsion manuell entfernen, das Öl bis kurz unter Max. auffüllen, einen Vorrat an Öl und Kühlflüssigkeitsgemisch einpacken und den Wagen mal 300 bis 400 km über die BAB bewegen (durchaus moderat, da viel Wasser im Öl nicht gut für dessen Schmiereigenschaften ist. Unterwegs würde ich öfter anhalten und mir die Öleinfüllöffnung sowie den Ölstand und den Kühlflüssigkeitsstand ansehen. Ein regelmäßiger Blick auf die Temperatur- und Öldruckanzeige ist selbstverständlich.
Danach sollte, wenn es sich lediglich um ein Kurzstrecken/Kondensationsproblem handelt, die Emulsion weitestgehend verschwunden sein. Ist sie das nicht, tippe ich eher auf das Wärmetauscher- bzw. Zylinderkopfdichtungsproblem, was ich in genau dieser Reihenfolge (wegen der so auch zunehmenden Kosten) angehen würde.
Welches Öl (also Name, Viskosität und VW-Freigaben) und welches Ölwechselintervall fährst du denn?
Schönen Gruß
Hi unbrakeable,
Ohje dass mit den 500 Euro klingt garnicht gut aber ok ich wills endgultig gemacht haben.
Zu den Symptomen:
- Kein Öl im Kühlmittelausgleichsbehälter, die Flüssigkeit ist klar und es schwimmt kein Ölfilm drauf und sieht auch sonst normal aus.
- Am Ölstab hängen weiße kalkschlieren und auch das schleimige Zeug , da läufts mir jedesmal kalt den Rücken runter wenn ich das sehe ...
- Das mit dem Rauchen ist mir noch nicht aufgefallen, werde ich aber beobachten !
- Kurios: Nachdem das Auto das zweite mal "Repariert" wurde, wurde die Masse entfernt, das Öl ganz nachgefüllt und ich hab meinen Vater nach München gefahren und bin dann wieder zurück, dass waren dann so um die 750 km. Danach sofort Öl geprüft (Nach ca. 3 stunden Standzeit des Autos) Alles noch drinn (kein Sichtbarer Ölverlußt) und auch keine gelbe Masse mehr. Nur jetzt eben nach ein paar Monaten wieder der selbe Mist.
Das mit dem Öl kann ich erst heute abend sagen, im moment habe ich nur den Kassenbon zur hand auf dem steht wenig:
SupTrLongLifeIII (Auf der hochtechnisierten Drehscheibe des Warenregals in der Araltankstelle ist dieses Öl erschienen nachdem ich es auf VW gedreht hatte ) Mehr details kann ich erst nachher geben.
Ich kann dir im Moment auch nicht sagen wann das Öl komplett gewechselt wurde, muss ich auch erst in den Unterlagen schauen und geb das später durch.
Danke fürs posten
Gruß
Myn
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von Myn Donos
...
- Kein Öl im Kühlmittelausgleichsbehälter, die Flüssigkeit ist klar und es schwimmt kein Ölfilm drauf und sieht auch sonst normal aus.
Klingt schon mal gut.
Zitat:
Original geschrieben von Myn Donos
- Am Ölstab hängen weiße kalkschlieren und auch das schleimige Zeug , da läufts mir jedesmal kalt den Rücken runter wenn ich das sehe ...
Das zeigt, dass da schon 'ne größere Emulsionsmenge zustande gekommen ist.
Zitat:
Original geschrieben von Myn Donos
- Das mit dem Rauchen ist mir noch nicht aufgefallen, werde ich aber beobachten !
Das kann man auch eigentlich nur aus einem folgenden Wagen richtig erkennen. Wie gesagt: Wird (relativ) viel Öl verbrannt, sollte es permanent leicht blau aus dem Auspuff rauchen. Tut es das nur bei kaltem Motor, ist das nicht weiter dramatisch.
Zitat:
Original geschrieben von Myn Donos
- Kurios: Nachdem das Auto das zweite mal "Repariert" wurde, wurde die Masse entfernt, das Öl ganz nachgefüllt und ich hab meinen Vater nach München gefahren und bin dann wieder zurück, dass waren dann so um die 750 km. Danach sofort Öl geprüft (Nach ca. 3 stunden Standzeit des Autos) Alles noch drinn (kein Sichtbarer Ölverlußt) und auch keine gelbe Masse mehr. Nur jetzt eben nach ein paar Monaten wieder der selbe Mist.
...
Das wiederum deutet eher auf das Kurzstrecken/Kondensationsproblem hin.
Zitat:
Original geschrieben von Myn Donos
Das mit dem Öl kann ich erst heute abend sagen, im moment habe ich nur den Kassenbon zur hand auf dem steht wenig:
SupTrLongLifeIII (Auf der hochtechnisierten Drehscheibe des Warenregals in der Araltankstelle ist dieses Öl erschienen nachdem ich es auf VW gedreht hatte ) Mehr details kann ich erst nachher geben. ...
Aha, das dürfte das Aral Super Tronic 5W-30 Longlife III Öl mit einer Freigabe nach VW-Norm 504 00 / 507 00 (also LL-III) sein. Damit fährst du eins der wirklich guten Öle dieser Art (dieses hat auch eine anspruchsvolle Mercedes-Benz Freigabe) - aber das heißt auch, dass du wahrscheinlich das Longlife-Intervall einem maximal bis zu 30.000 km oder 2 Jahre langem Intervall fährst. Diese Ölverweildauer ist, selbst bei Verwendung des vorgeschrieben Öls, gerade bei Kurzstrecken nicht so der Hit.
Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob dein Motor überhaupt schon das Longlife-Intervall hat und damit dieses teure LL-III-Öl wirklich notwendig ist. Näheres dazu siehe hier.
Eine geringe Menge dieser Emulsion ist auch unschädlich und ziemlich normal. Die von dir geschilderte kann aber zu Unterversorgung wichtiger Schmierstellen durch Absinken des Ölstands oder verstopfen von Ölbohrungen führen.
In dem Fall das LL-Intervalls wäre mein Vorschlag:
Umstellen des Steuergerätes vom LL-Intervall (bis max. 30.000 km) auf das feste 15.000-km-Intervall (geht nur in der Werkstatt). Da dies kein direkt einspritzender Motor ist, kannst du dann ein gutes vollsynthetisches Öl nach VW-Norm 502 00 nehmen, das billiger und mindestens so leistungsfähig wie das LL-III-Öl ist (konkrete Empfehlungen siehe hier). Dieses würde ich dann eben spätestens alle 15.000 km oder auch nach einem kleineren Intervall (z. B. 10.000 km) wechseln (lassen). Sollte die Emulsion dann zwischenzeitlich wieder stark zunehmen, hilft nur noch das Fahren längerer Strecken.
Die anderen möglichen Ursachen würde ich aber auch noch nicht so ganz aus dem Blick verlieren!
Schönen Gruß
Gut,
Hab mal ein paar Rechnungen / Belege rausgeholt:
das Öl ist das Aral Super Tronic LongLife III SAE 5 W-30 S; VW Norm 50400 und 50700 danke für den Tipp mit der Intervallumstellung in der Werkstatt.
Der letzte Ölwechsel (so stehts zumindest auf der Rechnung vom Autohaus) wurde am 10.01.08 durchgeführt. Das war der erste BEsuch und damals hatte man behauptet ein Marder hätte was durchgebissen folgende sachen wurden gemacht:
-Schlauch für Kurbelgehäuse Entlüftung instandgesetzt
-Öl abgelassen und geprüft
Dann am 28.05.08 das selbe nochmal, wirklich genau die gleichen Sachen gemacht (nachdem die schlieren wieder kamen) Aber diesmal hätten sie noch die Kurbelgeh.-Entlüftung Aus-U. Eingebaut. Unten an der Rechnung steht dann noch sehr geehrter Herr myn Donos,
aus unserer sicht kein verschulden von uns blablabla, wir können nichts für die Verschlammung des Kurbelgehäuses blalbabla. .. Verschlammung tritt bei Kurzstrecke ein blablabla bitte zahlen sie 108 Euro auf unser konto XXXX hab denen nicht einen Cent zahlen wollen dann haben die angefangen zu mahnen ich glaub ich hab denen 20 euro gegeben, sogar das tut mir weh ...
Hab nen heiden Respekt vor leuten die in ner Werkstatt ackern, aber das kommt mir total komisch vor.
Anyway die Sache mit dem Autohaus ist eh gegessen, da gibts denk ich mal nichts mehr zu holen, wichtig ist jetzt dass das richtig repariert wird, mit deinen Tipps bin dazu aufm richtigen weg,
Thx + Gruß
Myn
Werde hier jeweils updates reinschreiben was passiert
Zitat:
Original geschrieben von Myn Donos
... Der letzte Ölwechsel (so stehts zumindest auf der Rechnung vom Autohaus) wurde am 10.01.08 durchgeführt. Das war der erste BEsuch und damals hatte man behauptet ein Marder hätte was durchgebissen folgende sachen wurden gemacht:-Schlauch für Kurbelgehäuse Entlüftung instandgesetzt
-Öl abgelassen und geprüft
Das kann schon vorkommen - auch mitten in der Stadt. In meinen Fahrzeugen haben verschiedene Marder schon einige leichte Schäden angerichtet: Dämmmatte unter der Motorhaube zerfetzt, mehrere Kabel in mehreren Fahrzeugen durchgebissen (u. a. ein Kabel zur Lamdba-Sonde!) und eine halbe Maus deponiert! Ein Kollege ist mit kochendem Motor liegengeblieben, weil ein Kühlflüssigkeitsschlauch von den lieben Tierchen perforiert wurde ...
Zitat:
Original geschrieben von Myn Donos
Dann am 28.05.08 das selbe nochmal, wirklich genau die gleichen Sachen gemacht (nachdem die schlieren wieder kamen) Aber diesmal hätten sie noch die Kurbelgeh.-Entlüftung Aus-U. Eingebaut. Unten an der Rechnung steht dann noch sehr geehrter Herr myn Donos,aus unserer sicht kein verschulden von uns blablabla, wir können nichts für die Verschlammung des Kurbelgehäuses blalbabla. .. Verschlammung tritt bei Kurzstrecke ein blablabla bitte zahlen sie 108 Euro auf unser konto XXXX hab denen nicht einen Cent zahlen wollen dann haben die angefangen zu mahnen ich glaub ich hab denen 20 euro gegeben, sogar das tut mir weh ...
Hab nen heiden Respekt vor leuten die in ner Werkstatt ackern, aber das kommt mir total komisch vor. ...
Also mit einem Reparaturpreis von ca. 100 € liegst du doch noch gut im Rennen. Gut, das ist keine große Sache, aber genau deswegen lohnt es sich auch nicht, sich aufzuregen. Wenn du erst mal, wie der oben erwähnte Kollege, mit überhitztem Motor liegengeblieben bist und dir evtl. als Krönung auf die Art und Weise noch einen Kolbenfresser eingefangen hast,
dannkannst ich eine gewisse Dünnhäutigkeit verstehen!
Eine, warum auch immer, defekte Kurbelgehäuseentlüftung (KGE) kann im übrigen schon einen erhöhten Ölverbrauch und verstärkte Emulsionsentwicklung verursachen. Dass die aber nach 2 Reparaturen jetzt immer noch so stark auftritt, zeugt davon, dass dies nicht die eigentliche Ursache war (die also jetzt noch anderswo zu suchen ist) oder das die KGE noch immer nicht richtig funktioniert. Wenn dich mehr dazu interessiert, dann lies dir doch mal diesen Beitrag durch und schau mal ab hier in den Thread "Steigender Ölverbrauch Golf 1.4, 50 tkm" rein.
Schönen Gruß