Oil-Service nach 21.000 km ?
Hallo, seit 6 Monaten bin ich Besitzer eines G20 mit dem ich bisher 21.000 km gefahren bin. Erstaunlicherweise kommt bei mir aktuell die Anzeige, dass ich zum Oil-Service muss. Nach 21.000 km ? 😕
Auch der Serviceberater, bei dem ich mich zum Termin angemeldet habe, war überrascht.
Hatten die Erstbesitzer des G20, die ähnliche Laufleistungen auf der Uhr wie ich haben, auch diese Servicemeldung ?
Viele Grüße
Stefan
Beste Antwort im Thema
Völlig normal. Die Intervalle wurden doch von 30.000 km auf 25.000 km reduziert im Vergleich zum F30. Je nach Fahrweise (Kurzstrecke oder z. B. hohe Geschwindigkeit) ist der Ölwechsel dann auch noch früher fällig.
Und 21.000 km sind es bei dir nicht. Du bist schließlich schon 21.830 km gefahren und kommst noch 1.700 km weiter, wenn du das Intervall voll ausnutzt. Das wären dann 23.530 km.
Gruß Tim
71 Antworten
Zitat:
@kevinmuc schrieb am 11. Januar 2021 um 19:52:17 Uhr:
Zitat:
@Tomelino schrieb am 11. Januar 2021 um 02:00:26 Uhr:
Die 30tkm Intervalle sind Marketing und dienen primär der Attraktivität für Flottenkunden. Eben dort, wo sich das Hauptgeschäft abspielt.
Wenn man als Firma einen Fuhrpark unterhält und die Fahrzeuge oftmals schon mit unter 30tkm das Haus verlassen um auf dem Gebrauchtwagenmarkt angeboten zu werden, dann macht diese Intervallstrategie für den Flottenkunden, den Hauptabnehmer, Sinn. Fahrzeuge welche im Langstreckenbetrieb 20-30tkm im Jahr absolvieren, können diese Intervalle i.d.R. fahren.Kommen diese Fahrzege dann in Privatbesitz und bekommen im Stadtverkehr normale Kurzstrecken, sind diese überzogengen Intervalle absolut unzureichend und extrem verschleißfördernd.
Ich öffne diese Motoren.
Bei BMW/Mini scheckheftgepflegte Fahrzeuge sind eine Katastrophe.
Das ist keine Atomwissenschaft.
Dem Intervallsprung nach der Jahrtausendwende lagen weder ein Durchbruch der Schmierstoffindustrie, noch eine ausserordentliche Materialentwicklung zugrunde.Jedenfalls hatte das mein Prof im Studium uns so gelehrt und der war bei ZF bei den Getrieben.
Gretz
Bitte keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Ich habe beruflich damit zu tun (Chemie) und wechsel auch halbiert. Es wird seinen Grund haben.
Auf dem Papier mag das funktionieren, leider hat das Öl am Schluss bei einerm voll durchgezogenen, vom Hersteller empfohlenen Intervall, so viele Partikel im Öl, die wirken wie Schleifpapier.
Du könntest sicher mit so einem Öl auch 40 oder gar 50.000 km fahren, wenn es einen Filter gäbe, der alles rausfischt.
Zitat:
@Bulwey schrieb am 11. Januar 2021 um 19:27:11 Uhr:
Also würdet ihr empfehlen, dass man alle 15.000 km einen Ölwechsel machen sollte? Ich wäre nämlich gerade an dem Punkt. Ich bin jetzt in 10 Monaten 14.000 km gefahren und er zeigt Wechsel in 17.000 km an. Bin Privatbesitzer und möchte den Wagen lange fahren. Oder wäre das übertrieben?
Ich hatte heute Minimum Warnung. ~25.000Km runter. Meiner will genau bei 29Tkm zum Service. Habe heute mal nen 1/2 Liter nach gekippt.
Ähnliche Themen
Zitat:
@1cupra schrieb am 11. Januar 2021 um 20:35:57 Uhr:
Zitat:
@kevinmuc schrieb am 11. Januar 2021 um 19:52:17 Uhr:
Jedenfalls hatte das mein Prof im Studium uns so gelehrt und der war bei ZF bei den Getrieben.
Gretz
Bitte keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Ich habe beruflich damit zu tun (Chemie) und wechsel auch halbiert. Es wird seinen Grund haben.
Naja wenn jemand Getriebe auslegt, Dauerlauf Tests durchgeführt hat und die Ergebnisse kennt ist natürlich vollkommen unzuverlässig als Quelle ;-).
Gründe gibt es genügend... durch mehr Ölverbrauch hat ein ganzer Wirtschaftszweig mehr Umsatz.
Das man öfter wechselt, schadet sicherlich nicht, hat auch vor Motorschäden / turboschäden bisher nicht geholfen. Damals beim e9x gab es eine Weile erhöhte Anzahl von Turbo Schäden. Die vielwechsler hatten da genau so Turbo Schäden.
Hallo,
ich würde empfehlen erst nach dem Winter von 0w20 auf 0w30 zu wechseln. Danach nach Anzeige. Und öfter mal den Öldeckel abnehmen und prüfen ob Schmodder o. ä. vorhanden ist und danach individuell entscheiden. Ist bei Langstrecken aber unwahrscheinlich.
Bremsbeläge erneuert man wenn sie verschlissen sind. Öl sollte man wechseln wenn es erforderlich ist.
Bei sehr vielen Kaltstarts /Kurzstrecken müssen die Intervalle verkürzt werden. Mit Meßstab könnte man sehen, wie der Ölstand ansteigt. (Ölverdünnung). Hier ist auch eine Halbierung der Intervalle angebracht.
Ansonsten ist alles nicht so dramatisch und Ölwechsel nach Anzeige ausreichend. Nicht sauber und gut durchgeführt, gibt es sogar Nachteile, manchmal mehr, als Vorteile.
Oben geschilderte extreme Einzelfälle gab es schon immer. In den 60er Jahren, mit Intervallen 2500 km und Einbereichsöl waren Kurzstrecken Motoren voller Schlamm und Schmodder und nach 25000km hin.
Die Öle verändern sich stetig, die Additivierung, von Mineralöl zu voll- und teilsyntetischen Ölen etc. sie sind auf diese Intervalle ausgelegt und getestet, mit Reserven.
Das uralte Sprichwort noch einmal auf Hochdeutsch: Wer gut schmiert der gut fährt.
Aber man muss es auch nicht übertreiben.
Individualität bringt mehr.
Freundliche Grüße
Zitat:
@kevinmuc schrieb am 11. Januar 2021 um 19:52:17 Uhr:
Zitat:
@Tomelino schrieb am 11. Januar 2021 um 02:00:26 Uhr:
Die 30tkm Intervalle sind Marketing und dienen primär der Attraktivität für Flottenkunden. Eben dort, wo sich das Hauptgeschäft abspielt.
Wenn man als Firma einen Fuhrpark unterhält und die Fahrzeuge oftmals schon mit unter 30tkm das Haus verlassen um auf dem Gebrauchtwagenmarkt angeboten zu werden, dann macht diese Intervallstrategie für den Flottenkunden, den Hauptabnehmer, Sinn. Fahrzeuge welche im Langstreckenbetrieb 20-30tkm im Jahr absolvieren, können diese Intervalle i.d.R. fahren.Kommen diese Fahrzege dann in Privatbesitz und bekommen im Stadtverkehr normale Kurzstrecken, sind diese überzogengen Intervalle absolut unzureichend und extrem verschleißfördernd.
Ich öffne diese Motoren.
Bei BMW/Mini scheckheftgepflegte Fahrzeuge sind eine Katastrophe.
Das ist keine Atomwissenschaft.
Dem Intervallsprung nach der Jahrtausendwende lagen weder ein Durchbruch der Schmierstoffindustrie, noch eine ausserordentliche Materialentwicklung zugrunde.Wann genau war der Wechsel von mineralisch zu synthetische Öle?
Der Wechsel war ein gigantischer Fortschritt hinsichtlich Haltbarkeit. Der Verschleiß ist da an anderen Kriterien gebunden.Jedenfalls hatte das mein Prof im Studium uns so gelehrt und der war bei ZF bei den Getrieben.
Gretz
BMW verwendet primär normales Hydrocrack. Das sind Gruppe 3 Basisöle.
Das schimpft sich Teilsynthetik, ist allerdings nicht anderes als ein verbessertes und modifiziertes Mineralöl.
Bei den Literpreisen welche BMW aufruft, könnte man echte Vollsynthetik auf PAO- und Esterbasis erwarten.
Leider werden die Erwartungen nicht erfüllt.
Wirtschaftlichkeit steht auch hier im Lastenheft vor Qualität und Langlebigkeit.
Wenn man sicher herausfinden möchte wann das Öl bei individuellem Fahrprofil zu wechseln ist, dann bietet sich eine Ölanalyse an.
Diese gibt Auskunft über die Reserven des verwendeten Öles.
Wenn man sich das sparen und trotzdem auf Nummer sicher gehen möchte, dann sollte man das Motoröl alle 10-15tkm, oder 1 mal im Jahr wechseln, wenn das Fahrzeug nicht überwiegend Langstrecke bekommt.
Zitat:
@kevinmuc schrieb am 11. Januar 2021 um 19:47:27 Uhr:
Zitat:
@Bulwey schrieb am 11. Januar 2021 um 19:27:11 Uhr:
Also würdet ihr empfehlen, dass man alle 15.000 km einen Ölwechsel machen sollte? Ich wäre nämlich gerade an dem Punkt. Ich bin jetzt in 10 Monaten 14.000 km gefahren und er zeigt Wechsel in 17.000 km an. Bin Privatbesitzer und möchte den Wagen lange fahren. Oder wäre das übertrieben?Wenn du es wirklich wissen willst, gibt es Öl testsets die zeigen den Zustand vom Öl.
Alles andere ist nur persönliche Meinung und Angst.
Mit Angst kann man immer gute Geschäfte machen ;-).
Eine Ölanalyse kostet 80 Euro, ein Ölwechsel etwas weniger...
Aber man kann natürlich auch zwei Ölanalysen machen, bevor man einfach nach 250 Betriebsstunden das Öl tauscht (*Durchschnittsgeschwindigkeit = Laufleistung; 50-60 km/h total all over sind realistisch, dann kommt man auch auf ca. 15 tkm).
@Tomelino hat keine Angst verbreitet, sondern auf seine Erfahrung hingewiesen. Er hat hier auch im Forum schon Vergleichsbilder von den Ablagerungen und dem Verschleiss gepostet.
Viele Grüße
Chris
Zitat:
@kevinmuc schrieb am 11. Januar 2021 um 23:21:05 Uhr:
Zitat:
@1cupra schrieb am 11. Januar 2021 um 20:35:57 Uhr:
Bitte keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Ich habe beruflich damit zu tun (Chemie) und wechsel auch halbiert. Es wird seinen Grund haben.
Naja wenn jemand Getriebe auslegt, Dauerlauf Tests durchgeführt hat und die Ergebnisse kennt ist natürlich vollkommen unzuverlässig als Quelle ;-).
Gründe gibt es genügend... durch mehr Ölverbrauch hat ein ganzer Wirtschaftszweig mehr Umsatz.
Das man öfter wechselt, schadet sicherlich nicht, hat auch vor Motorschäden / turboschäden bisher nicht geholfen. Damals beim e9x gab es eine Weile erhöhte Anzahl von Turbo Schäden. Die vielwechsler hatten da genau so Turbo Schäden.
Ich habe die Kompetenz deiner Quelle nicht in Frage gestellt.
Äpfel und Birnen sind hier Getriebe und Motoröl :-)
Zitat:
@1cupra schrieb am 12. Januar 2021 um 17:36:37 Uhr:
Zitat:
@kevinmuc schrieb am 11. Januar 2021 um 23:21:05 Uhr:
Naja wenn jemand Getriebe auslegt, Dauerlauf Tests durchgeführt hat und die Ergebnisse kennt ist natürlich vollkommen unzuverlässig als Quelle ;-).
Gründe gibt es genügend... durch mehr Ölverbrauch hat ein ganzer Wirtschaftszweig mehr Umsatz.
Das man öfter wechselt, schadet sicherlich nicht, hat auch vor Motorschäden / turboschäden bisher nicht geholfen. Damals beim e9x gab es eine Weile erhöhte Anzahl von Turbo Schäden. Die vielwechsler hatten da genau so Turbo Schäden.
Ich habe die Kompetenz deiner Quelle nicht in Frage gestellt.
Äpfel und Birnen sind hier Getriebe und Motoröl :-)
Ich hab auch nicht von Getriebeölen für Motoren gesprochen.... ??
Zitat:
@kevinmuc schrieb am 12. Januar 2021 um 19:04:26 Uhr:
Zitat:
@1cupra schrieb am 12. Januar 2021 um 17:36:37 Uhr:
Ich habe die Kompetenz deiner Quelle nicht in Frage gestellt.
Äpfel und Birnen sind hier Getriebe und Motoröl :-)Ich hab auch nicht von Getriebeölen für Motoren gesprochen.... ??
Oh je, das meinte ich natürlich nicht. Was ich sagen will ist, ein Getriebeölspezialist kennt die sehr unterschiedlichen Eigenschaften von Getriebeölen perfekt.
Das heisst aber nicht das er sich mit Motorenölen auskennt. Da ist etwas ganz anderes.
So wie Bäcker und Konditor.
Hoffentlich habe ich mich jetzt verständlicher ausgedrückt.
Übrigens ist das Fahrprofil und die Person hinterm Steuer der Hauptgrund für übermäßigen Verschleiß.
Vor 20 Jahren hat BMW in der BA z.B. Beim m52TU hingewiesen, wenn die Laufleistung unter 10tkm im Jahr ist, solle man einmal im Jahr einen Ölwechsel machen.
Meine mit dem m52TU kamen die Intervalle auf 25tkm in 2 Jahren für einen Ölwechsel. Auch kam etwa vor 20 Jahren die Lifetimefüllung für Getriebe-/Differentialöle bei BMW auf. Lifetime heißt bei BMW 150tkm.
Mein Öl lasse ich nach ca. alle 15tkm bzw. Einmal im Jahr wechseln. Kühlmittel wird wie vor 07/03 alle 6 Jahre gewechselt. Das Getriebe-, die Differential- und das Verteilergetriebeöl wird bei ca. 90tkm gewechselt bzw nach 6 bis 8 Jahren. Das Verteilergetriebeöl ist nach der Zeit auch wirklich sichtbar fertig.