Ohne Vorwarnung massiver Ölverlust

Mercedes E-Klasse S211

Ja jetzt hab ich den Salat.......bei 180 km/h auf der autobahn ohne vorwarnung motor unrund gelaufen, das ganze öl hat es rausgehauen und wir wissen nicht woher das öl rauskommt. Hat jemand ne idee wo man suchen kann. Öldeckel dicht, das geweih ist raus und wir sehen nichts. Ausser, dass er sich anhört wie ein traktor

Das war mein erster Post in einem anderen Thread, den ich da aus Frust reingeschrieben habe.
Wie es oben schon erwähnt, hatte ich keine Fehlermeldung am KI, keine Leuchte ist angegangen kein gar nichts! Der Fehlerspeicher hat ebenfalls nichts ausgespuckt.
Wo könnte da ein Leck sein? Wir haben zu zweit gesucht, aber nichts gefunden, was auf einen zerplatzten Schlauch hindeutet oder dergleichen.
Das Öl hat es überall verteilt, und von den 8,5 L ist nichts mehr übrig.
TangoDiesel erwähnte, es ist der Turbo. Wo kann der platzen oder wo könnte der beschädigt sein? Noch dazu hört sich der Motor an, wie ein Traktor, also als würde der nur noch auf 4 oder 3 Zylinder laufen anstatt auf alle.
Hat jemand eine Idee? Kann mir evtl. jemand einen Rat geben?

Danke im voraus.

Gruss
Mirolf

Beste Antwort im Thema

HIER KOMMT DAS RESULTAT MIT FOTOS

Mein Auto ist endlich fertig geworden. Eigentlich war die Reparatur auf genau 3 Tagen fertig. Nur ich hatte nicht die Zeit gehabt, mir das Auto aus der Heimat zu holen. Seit gestern ist der Wagen wieder in meinem Besitz und er läuft hervorragend.

Der Defekt war nicht mal annähernd so schlimm, wie ich es in meinem Kopf ausgemalt hatte. Ich bin heute noch ratlos, was die Mechaniker hier in D. alles gesehen haben und auch tauschen wollten. Da war alles dabei, bis hin zum neuen Motorblock. Und ich wäre ehrlich gesagt darauf reingefallen, was die mir so erzählten. Und ich bin mir sicher, dass die Herrschaften hier alles neu gemacht hätten auch wenn es nicht nötig gewesen wäre, denn da ist das Geld verdient.

Was wurde gemacht?!

Motor ausgebaut
Motor zerlegt
Fehler gefunden (Kolben Nr. 2 und Injektor Nr. 2 defekt)
Beide ersetzt
Motor zusammengebaut mit sämtlichen neuen Dichtungen usw.
Motor wieder eingebaut
Service gleich mitgemacht mit allem drum und dran
Xentry angeschlossen, alles angepasst und gemacht und getan
KISTE LÄUFT

Am Motoblock selbst war kein Riss oder Defekt oder dergleichen vorhanden. Alles tip top.
Das wars dann auch schon. Kostenpunkt mit allem drum und dran 700 EU

Verwendete Materialien:
8,5 L Liqui Moly 5W-30 4200
1 x Bosch Injektor Generalüberholt
1 x Kolben
Dichtungen
Filter (Innenraumstaubfilter, Kraftstofffilter, Ölfilter und Luftfilter)

Das Auto fährst sich genauso, wie an dem Tag als ich ihn gekauft habe. SD spuckt keine Fehler aus (hatte er auch noch nie, bis zum Schaden)

Das wars auch schon, Auto läuft wieder und ich bin hoch zufrieden und glücklich, dass ich diesen Schritt gemacht habe.

Anbei seht ihr einpaar Fotos (Achtung: Diese sind nicht chronologisch geordnet)

Gruss
Mirolf

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Zitat:

@Mirolf schrieb am 3. Dezember 2016 um 12:45:49 Uhr:


...
Das Auto fährst sich genauso, wie an dem Tag als ich ihn gekauft habe. SD spuckt keine Fehler aus (hatte er auch noch nie, bis zum Schaden)

Das wars auch schon, Auto läuft wieder und ich bin hoch zufrieden und glücklich, dass ich diesen Schritt gemacht habe.
...

Hallo.
Da hast du ja richtig Schwein gehabt, nicht immer geht so ein Motorschaden so glimpflich aus.
Ich vergönne dir das Glück, denn meistens ist das Pech viel anhänglicher.🙂

Cool!

Preislich ein Schnäppchen, dafür wechselt Dir hier nicht mal jemand die Dichtung vom Ölkühler.

Danke für die Rückmeldungen.

Also ich muss sagen, was hier an Kosten verlangt wird, das ist echt nicht normal und sollte unter Betrug verfolgt werden.
Der Neffe vom Mechaniker hatte in einer NL in Hamburg gelernt. Kehrte dann allerdings zurück und arbeitet jetzt für seinen Onkel.
Und genau der sagte mir, dass in D. solche Reparaturen nicht unter 3 Wochen gemacht werden, obwohl sowas nicht länger als 3 Tage dauern sollte. Da frag ich mich ehrlich, ob wir nicht ganz dicht sind, dass wir nicht auf den Tisch hauen......

Ich hatte vor 7 Jahren beim "freundlichen" für eine "große" Inspektion (ohne Zündkerzen) mit Bremsen VA satte 2060€ bezahlt. Es war ein E500 M113 Bj 2003.

Seitdem fahre ich nur noch zum freundlichen um Ersatzteile zu kaufen.

Am lustigsten sind die Leute, die sagen, dass man sich sowas leisten muss. Das ist so dumm, dass es schon zu peinlich wird.

Für die exakt gleichen Teile und Arbeit zahle ich Heute in einer freien Meisterwerkstatt (inkl Trinkgeld) weit weniger als die Hälfte.

Für mich gibt es keinen Grund zur Niederlassung zu fahren. Die sind nicht nur unverschämt teuer, sondern haben auch oft keine Ahnung.

Ich wollte letzte Woche für meinen S211 Mopf E500 ein Modellschriftzug E200 bestellen und habe den Teileverkäufer den Fahrzeugschein gegeben.

Er hat ganz stur behauptet, dass es die W/S211 E Klasse ab Mopf nicht mehr als E200 gegeben hat und entsprechend auch kein Modellschriftzug verkauft werden kann. Die kleinste Variante sei der E280.
Dann habe ich erneut in Ruhe erklärt, dass es doch zig Taxen mit dem OM646 rumfahren und auch der M271 sich als 200er nennt.
Er war verärgert und Nervös.
Am Ende hat es dann doch geklappt.

Das hat mich an vor 3 Jahren erinnert, als ich für mein S55 eine NTK Pumpe bestellen wollte. Auch da wurde mir (trotz Fahrzeugschein) erklärt, dass mein Auto so eine Pumpe nicht hat.
Erst nachdem ich die Teilenummer bei Motor-Talk gefunden habe, konnte ich den Verkäufer überzeugen und das richtige Bauteil bestellen.

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Zitat:

@Mirolf schrieb am 3. Dezember 2016 um 21:30:44 Uhr:


Und genau der sagte mir, dass in D. solche Reparaturen nicht unter 3 Wochen gemacht werden, obwohl sowas nicht länger als 3 Tage dauern sollte. Da frag ich mich ehrlich, ob wir nicht ganz dicht sind, dass wir nicht auf den Tisch hauen......

Erst einmal eine frage: Habe ich das richtig gesehen, Kolben gerissen??

Hat dein Neffe auch erklärt warum eine solche Reperatur in D 3 Wochen dauern soll? Frag ihn doch bitte einmal, nach der Begründung!

MfG Günter

@4matic Guenni
Auf dem Bild siehst du, wo ein Loch ist ind gleich drüber der Riss. Sorry, falls ich mich falsch ausgedrückt haben sollte.

Die Begründung liegt doch auf der Hand. Warum sagen mir alle Meister, dass der Motor so nicht mehr zu reparieren ist? Warum wird mir gesagt, der motor muss von uns ausgebaut werden, dann kommt dieser zu einem Motorinstandsetzer, dann wieder zurück und wir bauen das wieder ein?!
Hinzu kommen noch alle anderen Teile die dir verkauft werden.

In den Stunden liegt das Geld. Nicht am Ersatzteil selber. Zum Motor ausbauen und so zu zerlegen, wie es auf dem Foto ist, lassen die sich natürlich Zeit. Das machen alle. Ausnahmslos!

Ich kann jetzt nur von mir sprechen und aus meinen Erfahrungen. Es gibt hier bestimmt Leute, die das schnell und sauber können.
Es wäre ja absolut blöd, eine Reparatur durchzuführen und dafür schneller sein als es vorgegeben wird. Da wäre an Arbeitsstunden nichts verdient.

Ich weis, dass an meinem Auto oftmals Lehrlinge dran waren ich aber den vollen Meisterlohn gezahlt habe. Klar war der mit dabei, aber die Arbeitsstunden waren dementsprechhend auch über dem was eigentlich gebraucht wird.

Jetzt ein kleines Beispiel. Der Niveausensor an der Hinterachse war gebrochen. Demzufolge war das Auto auch hinten tief. Der Sensor kostet 20 euro plus MwSt. und der Einbau sollte vielleicht 30 min. dauern. 4 Muttern auf und zu Schrauben. Bissi SD (falls man Ahnung hat) das wars.
Meiner Meinung nach, Kosten in Höhe von max. 100-120 euro. Gezahlt habe ich allerdings 350 Euro, weil eben nicht diese 30 min eingehalten wurden sondern Std. dran geschraubt wurde.

Korrigiere mich bitte, falls ich irgendwo einen Mist erzählt habe. Ich lasse mich gerne belehren und lerne gerne dazu.

Gruss
Mirolf

Mercedes ist schon sauteuer. Wie ich finde übertrieben.

Beim den Werkstattpreisen kann Mercedes nicht mit den freien Werkstätten mithalten, schon gar nicht mit Werkstätten in Südeuropa. Dafür kann man aber i.A. Fachpersonal, Arbeitsschutz, angenehme saubere Arbeitsatmosphäre, Kündigungsschutz, Garantien ... erwarten, so wie es bei uns hier in Dt. üblich ist. Das kostet halt etwas mehr. Das möchte man im eigenen Job ja auch, wenn man nicht gerade selbständig ist.

Ob die MB-Werkstatt-Preise gerechtfertigt sind? Mit zumindest gefallen sie mir in der Höhe nicht, das hat oft etwas von Nepp.

Ich will jetzt nicht keine Diskussion auslösen, warum es teuer ist, warum dann Benz fahren usw.
Ich hätte mir durchaus einen neuen Motor mit allem drum und dran leisten können. Aber muss das sein?
Muss ich das Geld zum Fenster rauswerfen, nur weil man Benz fährt? Ich denke mal nicht.
Viele Werkstätten arbeiten ausserhalb Deutschland sauber und schnell und präzise.

UND mein Auto fährt immer noch. Beweis genug, dass es auch anders geht.

Indem Sinn, allzeit gute und unfallfreie Fahrt.

Gruss
Mirolf

Beim (un)freundlichen kann man doch garnicht das Auto reparieren lassen. Die reparieren doch nichts. Die tauschen nur aus. Oft auf Verdacht sogar intakte Bauteile.

Mein Bruder war mit sein E55 AMG bei Mercedes, weil seine Zentralverrieglung nicht mehr funktioniert hat. Die haben gesagt, dass die Pumpe erneuert werden muss. Allein Ersatzteilkosten von über 750€.

Zum Glück hat mich mein Bruder kurz vor der Bestätigung angerufen. Habe gesagt, dass er es auf keinem Fall machen soll.
Am selben Abend habe ich mir den Wagen ausgeliehen und ab zu meiner Vertrauenswerkstatt.

Der Meister sagte, dass er viel zu tun hat, aber gerne nachschauen würde, wenn ich ne Stunde bis zum Feierabend warten würde. Dies tat ich gerne, zumal die Unterhaltung dort fantastisch ist.

Als er Zeit hatte, hat er die Rücksitzbank rausgenommen, die Pumpe ausgebaut und auf'm Tisch getan.
Er fragte mich, ob er es zerlegen darf. Ich sagte, die ist eh Defekt und muss erneuert werden, klar kannst du ihn zerlegen.

Ungelogen nach nichtmal 15 Minuten hat er den Fehler gefunden, irgendwas gelötet und wieder zusammengebaut. Das war vor fast 1 Jahr. Die Zentralverrieglung funktioniert immer noch einwandfrei.

Ich fragte was es mich kostet, er sagte: Ach was hab ich denn gemacht und lächelte.
Da gab es was ordentliches in die Kaffeekasse.

DAS ist ein Meister!
DAS ist eine Werkstatt!

Die Niederlassungen brauche ich nicht, Danke!

Zitat:

@Mirolf schrieb am 6. Dezember 2016 um 09:59:33 Uhr:


Ich will jetzt nicht keine Diskussion auslösen, warum es teuer ist, warum dann Benz fahren usw.
Ich hätte mir durchaus einen neuen Motor mit allem drum und dran leisten können. Aber muss das sein?
Muss ich das Geld zum Fenster rauswerfen, nur weil man Benz fährt? Ich denke mal nicht.
Viele Werkstätten arbeiten ausserhalb Deutschland sauber und schnell und präzise.

UND mein Auto fährt immer noch. Beweis genug, dass es auch anders geht.

Indem Sinn, allzeit gute und unfallfreie Fahrt.

Gruss
Mirolf

Das hätte ich auch so gemacht. Aber nicht alle haben die gleichen Voraussetzungen, Möglichkeiten oder Vertrauen, ... oder wollen die heimische Wirtschaft unterstützen 😉

Ich mache ja alles selbst, obwohl ich mir die Wartung bei MB leisten kann. Wie bereits gesagt, weil mir die Preisbildung in den MB-Werkstätten in der Höhe suspekt ist (und weil es Spaß macht). Deshalb fahre ich auch lieber zum kleinen Schrauberkönig um die Ecke und lasse mir die Achsvermessung für 40€ statt 160€ + Mwst. machen (also wen Maschinen notwendig sind, deren Anschaffung sich für mich nicht lohnt).

Bevorzugt lasse ich allerdings mein Geld in der Region, in der ich wohne.

Zitat:

@Mirolf schrieb am 5. Dezember 2016 um 21:17:49 Uhr:


@4matic Guenni
Auf dem Bild siehst du, wo ein Loch ist ind gleich drüber der Riss. Sorry, falls ich mich falsch ausgedrückt haben sollte.

Die Begründung liegt doch auf der Hand. Warum sagen mir alle Meister, dass der Motor so nicht mehr zu reparieren ist? Warum wird mir gesagt, der motor muss von uns ausgebaut werden, dann kommt dieser zu einem Motorinstandsetzer, dann wieder zurück und wir bauen das wieder ein?!
Hinzu kommen noch alle anderen Teile die dir verkauft werden.

In den Stunden liegt das Geld. Nicht am Ersatzteil selber. Zum Motor ausbauen und so zu zerlegen, wie es auf dem Foto ist, lassen die sich natürlich Zeit. Das machen alle. Ausnahmslos!

Gruss
Mirolf

Als die Meister hier ihre Diagnose (ireperabel) gestellt haben, ist da schon klar gewesen, das nur der eine Kolben ein Loch/ Riss hat u. die Laufbuchse unbeschädigt ist?
Oder sind die Meister möglicherweise von einem anderen Schadensbild ausgegangen, z.B. Kolbenfresser?
Stand vor dem öffnen des Motors, bei deinem Bekannten fest, um welches Schadensbild es sich handelt oder wurde der Motor geöffnet um zu sehen was ist und dann zu überlegen was gemacht werden muss!?
Es ist ein gewaltiger Unterschied eine prognose über Reparaturkosten/ Dauer abzugeben, wenn man weiß WAS genau u. 100%ig defekt ist oder wenn man (Meister) nur auf Basis von Vermutungen kakuliert soll!

Hätte die Laufbuchse z.b. dort wo sich die Kolbenringe im UT befinden (also nicht mit einem Endoskop sichtbar da immer vom Kolben verdeckt) einen Schaden gehabt, dann hätte dein Kumpel den Motor komplett zerlegen müssen, damit ein Motoreninstandsetzer die Laufbuchse nacharbeiten kann! Dann wäre der Motor NICHT in 3Tagen fertig gewesen u. es hätte auch mehr gekostet!
Ich finde es schon etwas unfair, wenn man von denen einen eine Prognose zu kosten u. dauer einer Reparatur verlangt u. dann deren Aussagen (die auf Vermutungen u. Annahmen basiert) mit den kosten einer tatsächlichen Reperatur "vergleicht"!

"lassen die sich natürlich Zeit. Das machen alle. Ausnahmslos!"
Was machst du eigentlich Beruflich? Im Regelfall, bezahlt immer irgend jemand letztendlich für deine Arbeitszeit! Deiner Aussage nach, "tröddeln" dann alle Arbeitnehmer! Du auch? 🙂

MfG Günter

@4matic Guenni
Ich bin gleich nach dem Schaden 5m weiter in die Benz Werkstatt.
Die haben die Motorhaube aufgemacht, gesehen, dass überall öl ist. Den Motor kurz gestartet - der hörte sich dementsprechend an - und dann kam “uuuhhh der ist nicht mehr zu reparieren, lieber einen neuen kaufen.“ Also nicht mal richtig geguckt. Habe das Auto zu einem anderen Fa. gebracht, der öffnete den Motor auch teilweise, denn das Protokoll sagte, Zylinder 2 keine Kompression.
Zitat “ mmmhhhhh, Injektor kaputt Laufbuchse hat Riefen, Zylinder defekt. Reparieren kann man, das kostet aber mit allem drum und dran 7.000-8.000 Euro. Worst case ist, neuer Motor. Kostenpunkt 10.000-12.000“.
Auf die Frage ob die Laufbuchse tiefe Krater hat, sagte er mir, kann man so nicht sehen wie tief sie sind, aber mit dem Endoskop sieht man, dass welche da sind.

So meine Werkstatt im Ausland, sah den Schaden, Xentry ran, denselben Fehler ausgespuckt. Motor ausgebaut, Motor zerlegt wie auf dem Bild. Gesehen was Sache ist. Und siehe da, da waren keine Krater in der Laufbuchse. Ledeglich der Zylinder defekt und der Injektor. Das sagt mir einfach, dass der Meister das wahrscheinlich so gesagt um das mit einzubinden für den Fall es ist was.

Für den Fall, die Laufbuchse wäre beschädigt gewesen, dann hätte es mehr gekostet. Dennoch übersteigt auch diese Reparatur das nicht, was hier verlangt wird.

Was mich wundert ist, dass nicht mal eine Prognose oder sonst was abgegeben wurde. Für die Werkstätten ist es ein leicht verdientes Geld Teile auszutauschen als zu reparieren.

Meinen Beruf kannst du mit dem eines KFZ Bastler gar nicht vergleichen 🙂
Ich sag mal so, es gibt Arbeiter die können auf 2 Stunden (überspitzt gesagt) einen Motor zerlegen. Ausgegangen wird von 6 Std. D.h. 4 Stunden was anderes tun oder Pause oder oder oder.
Dann gibt es Arbeiter die könnten es auf 2 Std., gehen aber auf die volle Distanz von 6 Std.
Wie du es drehst du zahlst da voll drauf. Einerseits, weil die eigentliche Arbeit auf 2 Std. erledigt ist aber 6 abgerechnet werden andererseits er arbeitet die vollen 6 Std., weil auch hier gezahlt wird obwohl es schneller gehen könnte. Die erste Variante ist natürlich besser, mehr Durchfluss, mehr Stunden, mehr Kunden usw.

Wir weichen vom Thema ab.
Ich verstehe, dass die Werkstätten verdienen müssen. Nur wird hier aufgrund, dass man einen Benz fährt völlig über den Tisch gezogen. Ich muss nicht den Preis zahlen, die mir eine NL sagt. Dann geh ich wirklich ins Ausland und bekomme für weniger Geld dieselbe Arbeit vielleicht noch mit Extras.
Wie oben schon erwähnt, nur weil ich einen E Klasse fahre, muss ich das Geld nicht zum Fenster rausschmeissen. Es ist auch nicht mein Gedanke, alle 3 Jahre (oder wann auch immer) mir eine E Klasse zu leisten. Meine Prioritäten liegen woanders, mein Auto dient mir, mich auf langen Strecken stressfrei von A nach B zu bringen.

Ich bin begeistert, wie mein Auto repariert wurde und das ist auch gut so.

Gruss

Mirolf

Ich habe nirgenswo geschrieben, das ich die Preise bei MB für "gerechtfertigt" halte, falls bei einigen der Eindruck entstanden sein sollte! Ich habe auch nirgenswo geschrieben, das wer Benz fahren will, der sich das auch leisten können muss!!!
Ich will die Art der Diagnosestellung der zwei Werkstätten die du zuerst "besucht" hast nicht Entschuldigen, allerdings komme ich aus dem Maschinenbau u. weiß wie schwer es mitunter ist eine Diagnose zustellen, welche den Kostenrahmen richtig darstellt OHNE vorher die Maschine/ das Bauteil entsprechend zuzerlegen!
In die Werkstatt (oder bei uns in der Firma) kommen Kunden häufig wenn Sie probleme haben, wenn jetzt dieser Meister in der ersten Werkstatt schon einige defekte OM642 hatte u. nachdem zerlegen dieser Motoren stellt sich herraus das eine Reperatur wirtschaftlich nicht möglich ist...(und er vielleicht auch weiß das die Kosten bei MB aufgrund der Stundensätze sowieso nicht mehr Zeitwert gerecht sein kann), was soll er Dir raten? "Wir machen den Motor einmal auf u. schauen dann weiter"? Vermutlich hätte das ausbauen des Motors incl. der Demontage des Zylinderkopfes bei MB, aufgrund der Stundensätze schon soviel gekostet wie bei deinem Freund die ganze Reperatur! Dann hätte er auch festgestellt: Neuer Kolben, neuer Injektor u. gut ist! Letztendlich hätte dann die Reperatur bei MB "auch nur" 2000Euro gekostet!
Soweit sind die aber nicht gekommen, weil dir das (verständlich) bei dem Risiko einfach zuteuer gewesen wäre!

Bei der Werkstatt im Ausland, seit ihr volles Risiko gegangen, die waren sich VOR dem öffnen auch nicht 100% sicher was genau defekt ist u. ihr habt erfreulicher weise Glück gehabt!

Mit Kunden ist es schon echt schwierig, die Werkstatt soll bei Fehlerbildern die auf sehr große/ massive Schäden deuten könnten mit minimalstem aufwand den Schadensumfang ermitteln, wenn diese Vorsichtshalber auf den "schlimmstenfall" hinweisen u. kalkulieren ist alles zuteuer (natürlich haben Markenwerkstätten einen anderen Stundensatz als freie Werkstätten). Kalkulieren Werkstätten auf den minimal Schaden, der Kunden vergibt den Reperaturauftrag u. dann stellt sich herraus das es doch der max. Schadensfall ist, dann ist das Geschrei auch groß!
Beide Werkstätten haben doch eine Prognose abgegeben, auch wenn diese für dich unbefriedigend gewesen ist!
Erst ein öffnen des Motors hätte gewissheit gebracht über den tatsächlichen Umfang des Schadens u. das ist erst im Ausland gemacht worden!

Was aber garnicht geht, ist die Reperaturkosten im Ausland mit den Reperaturkosten in D zuvergleichen! Frag mal deinen Bekannten was er verdient bzw. wie lange er arbeiten müsste um diese Reperatur zubezahlen!

Pauschal Arbeitern "trödeln" zu unterstellen, wenn man keine Ahnung hat, gewagt!

MfG Günter

Man vergisst gern, dass die Ausnutzung des Einkommensgefälles lediglich eine Art Ausbeutung ist. Nicht nur von den lieben Mitmenschen, welche sich den Urlaub in Thailand oder nahe dort nur lesiten können, weil die Menschen dort wesentlich weniger als Entlohnung erhalten.
Beispieel im ganz Großen: KIK, Addidas und Konsorten.

Schließlich kommen auch keine Südosteuropäer (und nicht nur die) nach D mit einem defekten Wagen um den hier sachgerecht und mit Garantie reparieren zu lassen. Das Geld haben die einfach nicht.

@4matic Guenni
Wo fand denn bitte eine Prognose statt, wenn es heisst...uuuu motor kaputt, austauschen?!
Soll das eine Prognose oder Diagnose sein um einen Fehler zu finden? Dann mach doch den Motor auf, schau nach, reparier es und gut ist. Dann hätte ich halt 2000 gezahlt. Auch nicht schlimm, aber soweit kam es nicht mal.
Hätte er den Motor zerlegt, hätte man sehen können was defekt ist. Wenn gar nicht mehr reparabel, dann ist auch gut. Hätte das zerlegen gezahlt und fertig.
Aber von vornherein die Arbeit nicht machen wollen, und ich betone nicht wollen, weil ein Austausch ist, finde ich scheisse.

Dem Kunden soll man das sagen was Sache ist. Wir schauen nach, die kosten müssen gezahlt werden dann sehen wir weiter. Hier wurde aber nichts dergleichen unternommen, sondern sofort austauschen. Auch im Ausland wusste man nicht woran man ist. Aber Motor wurde zerlegt und dann alles weitere besprochen. Hätte jetzt ein Austauschmotor rein müssen, hätte ich den irgendwo hier gekauft, dort liefern lassen, einbauen fertig. Wo ist jetzt das Problem gewesen?

Es ist vollkommen egal wieviel er da unten verdient oder für das Geld arbeiten muss. Wie du oben lesen konntest waren beide Jahrelang in D., A. und CH. Es hat schon seinen Grund warum beide einen funktionierenden Staat den Rücken gekehrt haben. Aber das ist nicht das Thema.

Thema ist nach wie vor, dass dieser Schritt gut war. Und ja der Meinung bin ich immer noch, dass viele “trödeln“ um den bestmöglichen profit draus zu schlagen.
Siehe ganz banale Rechnung letzter Post.

Werkstätten haben eben diese Möglichkeit, genau dies zu tun und du kommst nicht raus aus der Sache, ausser du kaufst dir bei jedem defekt ein neues Auto. Wenn du es genau wissen willst, auch ich zähle zu den “trödlern“. Ich habe einen Fixlohn, egal ob ich viel arbeite oder mich die vollen 8 std. faul rumsitze. Was glaubst du, was ich wohl 6 Std. mache?! Und der Kunde zahlt das mit.

Gruss
Mirolf

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